Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

[103] "" / "About A Girl"

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • [103] "" / "About A Girl"

    US Erstausstrahlung: 21.09.2017 (FOX)
    Deutsche Erstausstrahlung:

    Regie: Brannon Braga

    [U]Handlung:/[U]
    Für Bortus und Klyden steht fest: Entsprechend der Kultur der Moclaner muss das Geschlecht ihres weiblichen Nachwuchses geändert werden. Da sich Dr. Claire Finn und Ed gegen den Eingriff an einem gesunden Neugeborenen wehren und zumindest Bortus ein Einsehen hat, wird der Fall vor einem Schiedsgericht auf Moclus geklärt. Bortus hat Kelly als Vertreterin auserkoren, die eine ganz besondere Überraschung aus dem Hut zieht ... (Quelle)
    1
    ****** Die beste Folge aller Zeiten!
    0,00%
    0
    ***** Sehr gute Folge!
    100,00%
    1
    **** Gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    0,00%
    0
    *** Vollkommen durchschnittliche Folge!
    0,00%
    0
    ** Relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0,00%
    0
    * Die schlechteste Folge aller Zeiten!
    0,00%
    0
    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2016
    Wahl zur Miss SciFi-Forum 2017
    Wahl zum schönstes Raumschiff in der SF
    Wahl der Top 5 Sci-Fi Serien

  • #2
    Spätestens in Folge 3 müsste allen klar sein, dass The Orville wirklich keine Parodie sein will, sondern eine Serie, die relevante Themen aufgreift und einigermaßen ernsthaft behandelt, in diesem Fall Konformität und Individualismus, sowie die ewige Frage der Geschlechterwertigkeit und -identität, aber auch das Recht von Kindern, eigene Entscheidungen zu treffen.

    Die Argumente im Gerichtssaal, die Kelly vorbringt, bleiben leider an der Oberfläche, und den Versuch, Alara als überlegene weibliche Figur als Beweis darzustellen, finde ich nicht überzeugend und wenig relevant, da sie offensichtlich einer andere Spezies angehört und in einer anderen Kultur lebt. Aber das sehen ja sowohl Bortus im Boxring als auch die Moclans im Gerichtssaal ähnlich.

    Aber da will ich nicht zu streng sein, denn The Orville ist immer noch eine 45minütige Unterhaltungssendung und keine philosophische Abhandlung. Mir gefällt, dass NICHT die Moralkeule geschwungen und eindeutig Stellung bezogen wird, sondern Bemühungen stattfinden, möglichst viele Seiten zu beleuchten, wie im Gespräch zwischen Kelly und Ed in der Kantine(?): Gibt es eine "universelle Ethik", oder ist diese nicht immer kulturell begründet?

    Interessanterweise wird EIN Argument nicht ins Rennen geführt, das meiner Meinung nach relevant gewesen wäre: Das Kind wird vermutlich nicht auf dem Planeten aufwachsen, sondern auf dem Schiff und daher nicht den Vorurteilen und der Ausgrenzung ausgesetzt sein. Wäre das nicht auch zu berücksichtigen gewesen?

    Highlight und erster wirklich erhebender Moment der Serie ist dann natürlich Heveenas Rede im Gerichtssaal. Das Entsetzen auf den Gesichtern der Moclans, als ihnen klar wird, dass der vielgepriesene Schriftsteller eigentlich weiblich ist... unbezahlbar!


    Die Frage, die sich aufdrängt und auf die ich gerne eine Antwort gehabt hätte: Wieviele Moclans werden tatsächlich weiblich geboren? Sind es am Ende wesentlich mehr, als öffentlich zugegeben wird?

    In den meisten anderen Serien hätte man wahrscheinlich eine Verschwörung aufgedeckt und eine Revolution angezettelt mit der erhebenden Aussicht auf ehestmögliche Gleichberechtigung.


    Die Komikeinlage mit dem tanzenden Mexikaner... war etwas random und out of place. Trotzdem musste ich unvermittelt lachen, als "Girls just wanna have fun" ertönte. Mit dem Gelee-Blob Yaphit und seinen Besuchen in der Krankenstation kann ich bis dato auch nicht allzuviel anfangen.

    Süß (wenn auch nicht 100% glaubwürdig) fand ich allerdings, dass ausgerechnet Rudolph das Rentier Bortus umstimmen konnte.


    Oh, und was ich allgemein noch anmerken möchte: The Orville ist im Original eine der Serien, die man gutes Gewissens auch Leuten empfehlen kann, die es mit dem Englischen nicht so haben: Alle Darsteller - egal ob in Maske oder nicht - sprechen außerordentlich deutlich, verständlich und nicht zu schnell.

    Vier Sterne für die Episode und einer zusätzlich dafür, dass uns keine moralisch einwandfreie Feel-Good - Lösung präsentiert wurde im Sinne von: "Wir sind die Guten"!
    John: Work- now - freak - later. Work - now - freak - later.
    Stark: Yes. That's fair.
    John: Good.
    Stark: How much later?

    Kommentar

    Lädt...
    X