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Byron - Ein Heuchler vor dem Herrn!?

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  • Byron - Ein Heuchler vor dem Herrn!?

    Jedes Mal wenn ich die 5.Staffel sehe, kommt mir bei Byrons Anblick und seinen Reden alles hoch!
    Warum?

    1) Er klagt die ganze Zeit darüber, daß die Telepathen und ihr Talent von allen ausgenutzt werden. Blödsinn!!!
    Telepathie ist doch im Prinzip ein Talent wie jedes andere.
    Ein Soldat wird doch auch nicht behaupten, daß er ausgenutzt wird, wenn von ihm verlangt wird seine Kampftalente einzusetzen, um das Land zu schützen. Ein Wissenschaftler wird doch auch nicht prinzipiell ausgenutzt, wenn er seine Intelligenz zu Gunsten der Gesellschaft einsetzen soll.
    Eine Gesellschaft funktioniert nun mal nur, wenn die Personen die sie bilden, einander ihre jeweiligen Talente und Fähigkeiten zur Verfügung stellen.

    2) Er ist davon überzeugt, daß die Telepathen den Normalen überlegen sind, davon, daß sie besser sind - genau wie Bester. Blödsinn!!!
    Auf mentaler Ebene mag das ja stimmen, aber er meint das in Bezug auf ihre Menschlichkeit allgemein.
    Abgesehen von den telepathischen Fähigkeiten sind die B5-Telepathen kein Bisschen besser oder schlechter als andere Menschen. Sie haben die gleichen charakterlichen Stärken und Schwächen wie jeder Norm.

    3) Er sucht die Ursache für die Misere der Telepathen allein bei den Normalen und der Unvereinbarkeit der beiden Gruppen - genau wie Bester. Blödsinn!!!
    Dieser Konflikt ist doch nichts weiter als ein "Symptom". Die eigentliche "Krankheit" ist aber doch die alte Angst vor dem Anderen, dem Unverstandenen, welche allen intelligenten Lebensformen zu eigen ist. Telepathie ist doch neben Geschlecht, Rasse, Nationalität, Religion, Sexueller Orientierung etc. nur ein weiteres Merkmal unter unzähligen, die im Zuge der Geschichte zur Schaffung von Ausgrenzung, Haß und Diskriminierung herangezogen wurden.

    4) Er sieht in der Trennung der Telepathen von den Normalen den einzig richtigen Weg zur Lösung des Problems - genau wie Bester. Blödsinn!!!
    Seit wann ist Isolation das Mittel der Wahl, um Unverständniss und mangelndes Vertrauen zwischen zwei Gruppen zu beseitigen oder gar Diskriminierung und Ausgrenzung zu entgehen? In einer reinen Telepathengesellschaft würden sich ganz schnell neue unsinnige hierarchische und elitäre Systeme entwickeln, eben weil Telepathen auch nur Menschen sind. Dann hieße es eben nicht mehr Teep vs. Norm sondern hohes P-Rating vs. niedriges P-Rating oder Teep vs. Teek etc..
    Telepathie ist potentiell die Gabe zur Verständigung zwischen Menschen und Byron nimmt sie als Rechtfertigung für eine Isolation, statt eine Integration zu versuchen...traurig! Sicher wäre eine Integration schwieriger und langwieriger, aber sie würde das eigentliche Problem (siehe 3)) bei der Wurzel packen, statt nur ein Symptom zu behandeln. Und wie lange gibt es die Teeps denn schon - ca 150 Jahre? Die Gleichberechtigung der Frau hat Jahrtausende gebraucht, ebenso eine friedliches Miteinander der Religionen und Rassen. Also was soll das Gejammer?!


    Was denkt ihr?
    Zuletzt geändert von Wannabe; 02.06.2006, 09:58.
    UNENDLICHE MANNIGFALTIGKEIT IN UNENDLICHER KOMBINATION

    LOGIK IST DER ANFANG DER WEISHEIT, NICHT DAS ENDE!

  • #2
    Zitat von Wannabe
    Jedes Mal wenn ich die 5.Staffel sehe, kommt mir bei Byrons Anblick und seinen Reden alles hoch!
    Warum?

    1) Er klagt die ganze Zeit darüber, daß die Telepathen und ihr Talent von allen ausgenutzt werden. Blödsinn!!!
    Telepathie ist doch im Prinzip ein Talent wie jedes andere.
    Ein Soldat wird doch auch nicht behaupten, daß er ausgenutzt wird, wenn von ihm verlangt wird seine Kampftalente einzusetzen, um das Land zu schützen. Ein Wissenschaftler wird doch auch nicht prinzipiell ausgenutzt, wenn er seine Intelligenz zu Gunsten der Gesellschaft einsetzen soll.
    Eine Gesellschaft funktioniert nun mal nur, wenn die Personen die sie bilden, einander ihre jeweiligen Talente und Fähigkeiten zur Verfügung stellen.
    Kein Blödsinn! Ein Soldat entscheidet sich für diesen Beruf und danach werden ihm Opfer abverlangt. Ein Wissenschaftler entscheidet sich für die Forschung, dann wird von ihm verlangt, daß er da auch Leistungen bringt. Ein Telepath ist einfach Telepath und kann daher nicht frei entscheiden, was er aus seinem Leben machen will. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

    Außerdem ist es reichlich vermessen, von den Telepathen zu verlangen, ihre Talente in den Dienst der Gesellschaft zu stellen (das tun die Minbari ja letztlich auch), sie aber dafür trotzdem quasi als Bürger zweiter Klasse zu behandeln, die ihre Talente dann gefälligst auch nur auf Befehl hin einzusetzen haben (das tun die Minbari nicht).

    2) Er ist davon überzeugt, daß die Telepathen den Normalen überlegen sind, davon, daß sie besser sind - genau wie Bester. Blödsinn!!!
    Auf mentaler Ebenemad das ja stimmen, aber er meint das in Bezug auf ihre Menschlichkeit allgemein.
    Abgesehen von den telepathischen Fähigkeiten sind die B5-Telepathen kein Bisschen besser oder schlechter als andere Menschen. Sie haben die gleichen charakterlichen Stärken und Schwächen wie jeder Norm.
    Das stimmt und dieser ziemlich naive Glaube Byrons ist letzlich ja auch der Grund, warum alles so gründlich schief geht. Prinzipiell könnte man natürlich anführen, daß es Menschen, die genau wissen, was in ihrem Gegenüber vorgeht, leichter fallen sollte, dafür auch Verständnis aufzubringen. Aber na ja, ganz so einfach ist die Sache dann trotzdem nicht.

    3) Er sucht die Ursache für die Misere der Telepathen allein bei den Normalen und der Unvereinbarkeit der beiden Gruppen - genau wie Bester. Blödsinn!!!
    Dieser Konflikt ist doch nichts weiter als ein "Symptom". Die eigentliche "Krankheit" ist aber doch die alte Angst vor dem Anderen, dem Unverstandenen, welche allen intelligenten Lebensformen zu eigen ist. Telepathie ist doch neben Geschlecht, Rasse, Nationalität, Religion, Sexueller Orientierung etc. nur ein weiteres Merkmal unter unzähligen, die im Zuge der Geschichte zur Schaffung von Ausgrenzung, Haß und Diskriminierung herangezogen wurden.
    Nicht ganz. Das Problem hier ist eben, daß die Telepathen den "Normalen" tatsächlich überlegen sind, denn Telepathie ist nunmal ein unbestreitbarer Vorteil. Wenn schon so oberflächliche Gründe wie die von Dir oben angeführten ausreichen, Ressentiments zu schüren, dann erst recht etwas, daß so starke Auswirkungen hat wie Telepathie. (Und übrigens würde ich mir den Gebrauch des Präteritums an dieser Stelle sehr genau überlegen, "wurden und werden" trifft es weitaus besser.)

    Es haben ganz klar beide Seiten Dreck am Stecken. Die "Normalen" haben die Telepathen mit ihrer Angst ins Corps getrieben und sind jetzt ganz froh darüber, daß sie dort unter sich sind. Das Corps selbst nutzt die Situation geschickt aus, um seine Macht zu stärken. Menschen wie Byron und seine Anhänger - also die ganz normalen Telepathen, die eigentlich nur in Ruhe gelassen werden wollen - sind die eigentlichen Opfer. Damit hat er völlig Recht.

    4) Er sieht in der Trennung der Telepathen von den Normalen den einzig richtigen Weg zur Lösung des Problems - genau wie Bester. Blödsinn!!!
    Seit wann ist Isolation das Mittel der Wahl, um Unverständniss und mangelndes Vertrauen zwischen zwei Gruppen zu beseitigen oder gar Diskriminierung und Ausgrenzung zu entgehen? In einer reinen Telepathengesellschaft würen sich ganz schnell neue unsinnige hierarchische und elitäre Systeme entwickeln, eben weil Telepathen auch nur Menschen sind. Dann hieße es eben nicht mehr Teep vs. Norm sondern hohes P-Rating vs. niedriges P-Rating oder Teep vs. Teek etc..
    Telepathie ist potentiell die Gabe zur Verständigung zwischen Menschen und Byron nimmt sie als Rechtfertigung für eine Isolation, statt eine Integration zu versuchen...traurig! Sicher wäre eine Integration schwieriger und langwieriger, aber sie würde das eigentliche Problem (siehe 3)) bei der Wurzel packen, statt nur ein Symptom zu behandeln. Und wie lange gibt es die Teeps denn schon - ca 150 Jahre? Die Gleichberechtigung der Frau hat Jahrtausende gebraucht, ebenso eine friedliches Miteinander der Religionen und Rassen. Also was soll das Gejammer?!
    Erstens ist es leicht zu sagen, das dauert halt ein paar Jahrhunderte. Ganz anders sieht es aber aus, wenn man selbst betroffen ist. Jeder Mensch hat halt nur sein eines Leben (zumindest ist das alles, was wir mit Bestimmtheit sagen können) und eine Aussage à la "in 100 Jahren sieht das viel besser aus" nützt ihm verdammt wenig. Diesem Menschen deshalb sein Recht auf Glück abzusprechen, ist im besten Fall kurzsichtig, im schlimmsten Fall schlicht grausam.

    Zweitens (siehe oben) geht das Problem bei der Telepathie sehr viel tiefer als bei anderen Formen der Diskriminierung.

    Drittens kann man das Verlangen nach einem eigenen Planeten nicht losgelöst von den Realitäten auf der Erde betrachten. Wie schonmal gesagt, diese Leute wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden. Wenn das auf der Erde nicht geht (und das ist schließlich nicht ihre Schuld), dann soll man sie gefälligst woanders hinlassen. Praktikabel? Das darf zumindest bezweifelt werden. Naiv? Ziemlich sicher. Verständlich? Auf jeden Fall!
    B5-Musikvideo gefällig?
    Oder auch BSG?

    Kommentar


    • #3
      Tatsache ist das der Thelearia Byron glaubt er sei ein beserrer Mensch, ein Supermensch. Er will seine "Gabe" ohne rüchsicht auf andere einsetzen. Die Telepaten (diese Gruppe) kennen überhaubt keine Privatssphere man siehe das in der Szene wo Byron mit Lyta ... und da die Erleuchtung über seine Herkumpft erhält.

      PS: Die Telepathe solle sich gefäligst selbst eie Planeten suche. Man sieht immer wieder bewohnbare Planeten die unbewohnt sind (Crusader), also giebt es in der B5 Galaxie genug davon.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Mayan
        Kein Blödsinn! Ein Soldat entscheidet sich für diesen Beruf und danach werden ihm Opfer abverlangt. Ein Wissenschaftler entscheidet sich für die Forschung, dann wird von ihm verlangt, daß er da auch Leistungen bringt. Ein Telepath ist einfach Telepath und kann daher nicht frei entscheiden, was er aus seinem Leben machen will. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

        Außerdem ist es reichlich vermessen, von den Telepathen zu verlangen, ihre Talente in den Dienst der Gesellschaft zu stellen (das tun die Minbari ja letztlich auch), sie aber dafür trotzdem quasi als Bürger zweiter Klasse zu behandeln, die ihre Talente dann gefälligst auch nur auf Befehl hin einzusetzen haben (das tun die Minbari nicht).
        Sicher werden Telepathen mit ihrer Gabe geboren und können sich nicht frei dafür entscheiden. Sicher ist es auch unfair, daß sie außer der Mitgliedschaft im Corps keine wirklich akzeptable Alternative haben.
        ABER sie müssen keineswegs den "Beruf" Telepath ergreifen. Außer Börsenmakler, Journalist, Rechtsanwalt und Earth Force Offizier stehen ihnen nach einer telepathischen Grundausbildung sämtliche vorstellbaren Berufswege zur Auswahl. Wenn aber ein Telepath sich dazu entscheidet seine Gabe zum Zentrum seines Broterwerbs zu machen (wie Talia, Lyta, Bester und auch Byron), indem er kommerzieller, militärischer oder Metapol Telepath wird, dann kann man wohl kaum von genereller Ausnutzung sprechen, wenn man von ihnen erwartet wird, daß sie diese Gabe für die Gesellschaft einsetzen...wie der Soldat und der Wissenschaftler in meinem Beispiel.
        Zitat von Mayan
        Nicht ganz. Das Problem hier ist eben, daß die Telepathen den "Normalen" tatsächlich überlegen sind, denn Telepathie ist nunmal ein unbestreitbarer Vorteil. Wenn schon so oberflächliche Gründe wie die von Dir oben angeführten ausreichen, Ressentiments zu schüren, dann erst recht etwas, daß so starke Auswirkungen hat wie Telepathie. (Und übrigens würde ich mir den Gebrauch des Präteritums an dieser Stelle sehr genau überlegen, "wurden und werden" trifft es weitaus besser.)

        Es haben ganz klar beide Seiten Dreck am Stecken. Die "Normalen" haben die Telepathen mit ihrer Angst ins Corps getrieben und sind jetzt ganz froh darüber, daß sie dort unter sich sind. Das Corps selbst nutzt die Situation geschickt aus, um seine Macht zu stärken. Menschen wie Byron und seine Anhänger - also die ganz normalen Telepathen, die eigentlich nur in Ruhe gelassen werden wollen - sind die eigentlichen Opfer. Damit hat er völlig Recht.
        Sicher ist Telepathie ein weitaus nachvollziehbarerer Auslöser für Ausgrenzung und Diskriminierung als Hautfarbe oder Nationalität und dementsprechend auch schwerer zu überwinden. Die Gründung einer Organisation wie der MRA und später des Psi Corps zum Schutz der Norms vor Telepathen und der Telepathen vor Norms ist daher als Erstreaktion durchaus sinnvoll.
        Was mich jetzt aber stört, ist daß Byron die Norms für alle Probleme der Telepathen verantwortlich macht ohne das eigentliche Problem anzugehen.
        Sicher, die Gründung des Corps wurde vorrangig von Norms iniziiert und der offizielle Leiter ist auch immer ein Norm. Selbst die sozialen Grundregeln für Telepathen wurden von Norms erstellt, sind aber eigentlich recht nachvollziehbar und keine absolute Zumutung. Darüber hinaus allerdings ist der gesamte Verwaltungsapparat mit Telepathen besetzt. Alle Mitglieder sind Telepathen und alle wichtigen corps-internen Entscheidungen werden von Telepathen für Telepathen getroffen.
        Telepathen haben die Psi Cops zu einer Art SS gemacht.
        Telepathen haben das Büro 13 und Department Sigma gegründet.
        Telepathen haben im Auftrag von Telepathen Umerziehungscamps für Ihresgleichen errichtet.
        Telepathen haben im Auftrag von Telepaten an Ihresgleichen grauenhafte Experimente durchgeführt.
        Telepathen haben habe im Auftrag von Telepathen Zuchtprogramme für Ihresgleichen eingeführt.
        Telepathen haben das Corps, anstatt es zur Aufklärung, Integration und Verbesserung ihrer rechtlichen Situation zu nutzen, in einen faschistoiden "Staat im Staate" umgeformt, der zum Instrument der Selbstunterdrückung und Isolation wurde.
        Und das, obwohl auch das Corps anfangs aus ganz normalen Telepathen bestand, die einfach nur in Ruhe gelassen werden und unter sich sein wollten (hier sei die von J.M.S. abgesegnete Psi Corps Trilogie empfohlen).
        Und nun kommt Byron, distanziert sich vom Corps und Leuten wie Bester, macht aber wie diese gleichzeitig die Norms zu Alleinverantwortlichen der Misere, propagiert wie diese die moralische Überlegenheit der Telepathen und predigt das Heil in einer neuen Isolation - super, sehr weise und ein Zeichen echten Reflexionsvermögens!
        Zitat von Mayan
        Erstens ist es leicht zu sagen, das dauert halt ein paar Jahrhunderte. Ganz anders sieht es aber aus, wenn man selbst betroffen ist. Jeder Mensch hat halt nur sein eines Leben (zumindest ist das alles, was wir mit Bestimmtheit sagen können) und eine Aussage à la "in 100 Jahren sieht das viel besser aus" nützt ihm verdammt wenig. Diesem Menschen deshalb sein Recht auf Glück abzusprechen, ist im besten Fall kurzsichtig, im schlimmsten Fall schlicht grausam.

        Zweitens (siehe oben) geht das Problem bei der Telepathie sehr viel tiefer als bei anderen Formen der Diskriminierung.

        Drittens kann man das Verlangen nach einem eigenen Planeten nicht losgelöst von den Realitäten auf der Erde betrachten. Wie schonmal gesagt, diese Leute wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden. Wenn das auf der Erde nicht geht (und das ist schließlich nicht ihre Schuld), dann soll man sie gefälligst woanders hinlassen. Praktikabel? Das darf zumindest bezweifelt werden. Naiv? Ziemlich sicher. Verständlich? Auf jeden Fall!
        Du hast im Wesentlichen Recht. Ich gehöre selbst zu drei der am stärksten diskriminierten Minderheiten und weiß wovon ich spreche.
        Mich stört nicht, daß Byron für sich und seine momentanen Jünger eine sofortige Verbesserung der Situation will ohne 100 Jahre warten zu müssen. Das ist nachvollziehbar. Mir gehts aber um den heuchlerischen Aspekt Byrons, und er nimmt nun mal für sich in Anspruch die Situation für ALLE Telepathen dauerhaft und anders als das Psi Corps verbessern zu wollen und zu können. Er geht dabei trotzdem von einer Position der sozialen, evolutionären und moralischen Überlegenheit der Telepathen aus und bedient sich eines Problemlösungsansatzes, der praktisch die Erfahrung der gesamten Menschheitsgeschichte allgemein und der Telepathenkommune speziell komplett ignoriert. Nach dieser Erfahrung würde nämlich schnell klar, daß dieser Ansatz höchstens eine kurzfristige Verbesserung für eine kleine Gruppe von Telepathen, die jetzt leben bedeutet.
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        • #5
          also ich HASSE Byron, als ich ihn zum ersten Mal sah, wusste ich das dieser
          Charackter B5 ruinieren wird, hat er ja auch. Staffel 5 landet in meiner Liste
          auf dem letzten Platz. Ich stimme dahingehend meinem vorredner zu das
          dieser Charackter einfach zu idealistisch ist. Er will eine Heimat für Telphaten,
          schön und gut denn wir alle brauchen eine Heimat - wieso die Station B5?
          Er will Isolation für seinesgleichen - wieso wenn es das PSI-Corp gibt?
          Er stellt sich und seine Telephaten an die Spitze der Gesellschaft- wohin das
          führen hätte können, kann man sich ausmalen. Unter dem Motto"Wir sind besser die anderen sind schlecht" kann kein Frieden herrschen, da ist Krieg
          vorrausprogrammiert. Telephaten mögen uns überlegen sein, aber dafür haben
          sie schwächen - das scannen eines (Massen)-Mörders als Beispiel. Zwar nur
          dann wenn sie nicht geschult und und abgehärtet wurden, aber das wurden
          nun mal sehr wenige Telephaten.

          Am Ende bleibt mir noch zu sagen: SEHR GUTES THEMA - viele Diskussions-
          Möglichkeiten
          Kirk: Am liebsten würde ich ihnen in den Arsch treten, Spock!
          Pille: Soll ich ihn festhalten, Jim?
          40 Jahre ST - der besten Serie in unserer Galaxie!

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          • #6
            Zitat von mag5ST
            also ich HASSE Byron, als ich ihn zum ersten Mal sah, wusste ich das dieser Charackter B5 ruinieren wird, hat er ja auch. Staffel 5 landet in meiner Liste auf dem letzten Platz. Ich stimme dahingehend meinem vorredner zu das dieser Charackter einfach zu idealistisch ist. Er will eine Heimat für Telphaten, schön und gut denn wir alle brauchen eine Heimat - wieso die Station B5?
            Ich glaube du hast mich da nicht richtig verstanden!?
            1) Ich finde überhaupt nicht, daß Byron B5 ruiniert hat, er ist einfach nur ein Charakter, der kontrovers und in seinen Ansichten stark hinterfragenswert ist...und der ber mir eine sofortige Antipathie ausgelöst hat.
            2) Die 5. Staffel ist bei mir übrigens auf Platz 1 (siehe entsprechenden thread)
            3) Ich finde NICHT, daß Byron zu idealistisch ist! Idealismus ist meiner Meinung nach eine prinzipiell positive Eigenschaft, nur die Form, die seine Ideale annehmen, ist extrem unreflektiert.
            4) Eigentlich ist B5 als quasi unabhängiger, zum Teil von der ISA verwalteter Umschlaghafen, den Telepathen auf der Flucht gut erreichen können eine sehr logische Wahl für eine Übergangsheimat.
            Zitat von mag5ST
            Am Ende bleibt mir noch zu sagen: SEHR GUTES THEMA - viele Diskussions-Möglichkeiten
            Danke!
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            • #7
              Außerdem ist es reichlich vermessen, von den Telepathen zu verlangen, ihre Talente in den Dienst der Gesellschaft zu stellen (das tun die Minbari ja letztlich auch), sie aber dafür trotzdem quasi als Bürger zweiter Klasse zu behandeln, die ihre Talente dann gefälligst auch nur auf Befehl hin einzusetzen haben (das tun die Minbari nicht).
              Die Minbari verlangen gar nichts. Für die Minbari ist der Dienst an der Gesellschaft der höchste Sinn des Individdums. Deshalb hat jeder seine Talente der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Telepathie macht da keine Ausnahme.
              "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
              -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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              • #8
                @ Wannabe:

                Du hegst eine Antipathie gegen Byron, ich hasse ihn. Wieso hat er meiner
                bescheidenen Meinung nach B5 ruiniert? Weil er so ein ... ist. Dieses ganze
                Gerede über die Verbrecher im PSI-Corp und den Retter Byron, der ja nur
                seine Telepahten besshützen will. Was soll dieser Unsinn? Und diese friedliche
                gecheuchelte Art von ihm. Das passt einfach nicht. Er sollte weniger die
                "Normalen" schlechtreden und mehr aggresiv vorgehen - da ich die 5 Staffel
                noch nicht zu Ende gesehen habe ist das meine Vorläufige Meinung, und was
                er mit Lyta macht(e) ist wahrscheinlich das größte Contra. Ich finde ja auch
                das solche Gruppen wie Telephaten, wenn sie existieren würden, beschütz werden sollen - aber Byron ist weder ein Anführer auf kriegerischer Ebene
                noch auf diplomatischer - er ist nicht mal ein großer Redner.

                Zu dem Punkt nicht verstanden:
                Im Eröffnungspost steht doch: "Was denkt ihr" - ich habe geschrieben
                was ich denke - aber villeicht habe ich doch etwas Misverstanden
                Kirk: Am liebsten würde ich ihnen in den Arsch treten, Spock!
                Pille: Soll ich ihn festhalten, Jim?
                40 Jahre ST - der besten Serie in unserer Galaxie!

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                • #9
                  Zitat von mag5ST
                  @ Wannabe:

                  Zu dem Punkt nicht verstanden:
                  Im Eröffnungspost steht doch: "Was denkt ihr" - ich habe geschrieben
                  was ich denke - aber villeicht habe ich doch etwas Misverstanden
                  Du hast mich in der Hinsicht richtig verstanden, daß ich wirklich die Meinung Anderer wissen möchte.
                  ABER du hast auch geschrieben...
                  Zitat von mag5ST
                  Ich stimme dahingehend meinem vorredner zu das
                  dieser Charackter einfach zu idealistisch ist.
                  ...Du beziehst dich also in der Äußerung deiner Meinung auf meine Meinung, die du aber offensichtlich falsch verstanden hast, wie ich in meinem vorheringen Beitrag nochmal erklärt habe.
                  Zuletzt geändert von Wannabe; 07.06.2006, 12:37.
                  UNENDLICHE MANNIGFALTIGKEIT IN UNENDLICHER KOMBINATION

                  LOGIK IST DER ANFANG DER WEISHEIT, NICHT DAS ENDE!

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                  • #10
                    Ich denke Byron ist kein richtiger Char.
                    Seine Handlungen sind nicht logisch untermauert sondern Byron dient allein dem Zweck den Telepathiekonflikt zu einem Höhepunkt zu führen. Von Anfang an war ersichtlich das alles auf eine Tragödie zulaufen SOLLTE.
                    Und so ist der Char im Grunde flach. Trotz seines vielen Gesülzes.

                    Einerseits kommt er so weise und philosophisch daher und andererseits will er nicht die ursächlichen Missstände in der Gesellschaft verändern, sondern die Gesellschaft (die ihn ja so fürchtet und hasst) zwingen, ihm einen Planeten zu geben (aber ohne Gewalt!).

                    Ich finde Byron ist eigentlich keine Diskussion wert. Eher wie so wir in so einer tollen Serie am Ende so einen Mist serviert bekamen.

                    Vielleicht weil schon klar war, das es definitiv die letzte Staffel ist?

                    Weil in der vierten Staffel schon alles Pulver verschossen wurde (zur Drehzeit der 4ten Staffel war lange nicht klar ob es noch eine 5te geben würde und so wurden wichtige Storys schon in der 4ten behandelt)?

                    Weil lange ein großer Telepathenkonflikt angekündigt wurde und er nun irgendwie auf die schnelle auch behandelt werden musste?

                    Ich verstehe es echt nicht. Ich finde der Qualitätsunterschied von der 4ten zur 5ten Staffel ist enorm.


                    Aber natürlich ist Byron doch einer Disskusion wert. Grad weil er so ein unlogischer widersprüchlicher Charakter ist provoziert er ja geradezu.

                    Ich fürchte halt nur dies liegt in seiner Zwegmäßigkeit begründet. Er hatte halt in der Staffel eine bestimmte Rolle zu erfüllen.
                    Nur wiedersprach der angelegte Charakter:
                    (intelligent, moralisch hochstehend, phylosophisch, fürsorglich, fast wie ein religiöser Führer- ich erinnere nur an diese Massen-Streichel-Sessions)

                    dieser Rolle:
                    (Konflikt zu forsieren, zur Eskalation beitragen,Isolationismus, glauben durch Erpressung- Gedankenschnüffellei zum Ziel zu kommen, Sheridan in den Rücken zu fallen, den gerade erst erreichten Zufluchtsort für alle Telepathen B5 wieder zu gefährden und letztlich alle ihm anvertrauten Telepathen und sich umzubringen).
                    (Die Menschen) >>...sind mir zu eitel und bilden sich wer weiß was auf die kümmerlichen Leistungen ihrer Vorfahren ein. ...Kap Kennedy ist ein bezeichnendes Beispiel dafür. ..nur weil hier die ersten lächerlichen Blechschiffe zum Erdmond gestartet sind.<<
                    Cuno Promax

                    Kommentar


                    • #11
                      So ich muss mal die 5 Staffel und Byron verteidigen:

                      Mittlerweile habe ich die 5 Staffel bis zu der Folge in der Byron stirbt gesehen, und muss sagen er ist nicht mal ein so schlechter Charackter.
                      Zudem finde ich das die 5 Staffel eine der besten ist! - der Telephatenkonflikt
                      ist villéicht nicht so gut wie der Schattenkrieg, das kómmt aber daher
                      das hier 2 Probleme unterschiedlicher Art vorliegen. Der Telephatenkrieg
                      ist etwas anderes ... er soll zeigen das es nicht immer einen Krieg gegen
                      ein anderes Volk geben muss und das man Menschen nicht zu militärischen
                      Zwecken missbrauchen und dann verstoßen sollte. Auch Bester glänzt in
                      dieser Staffel-auch wenn ich mir hier keine Freunde mache:
                      Ich finde Byron nicht schlecht und die 5 Staffel hervorragend !
                      Kirk: Am liebsten würde ich ihnen in den Arsch treten, Spock!
                      Pille: Soll ich ihn festhalten, Jim?
                      40 Jahre ST - der besten Serie in unserer Galaxie!

                      Kommentar


                      • #12
                        @ mag5ST:

                        DAS nenn ich mal ne 180°-Wende!!!

                        Ich finde die 5.Staffel ebenfalls hervorragend, aber die von mir aufgeführten Punkte bezüglich Byrons scheinheiliger Philosophie stehen immer noch.
                        UNENDLICHE MANNIGFALTIGKEIT IN UNENDLICHER KOMBINATION

                        LOGIK IST DER ANFANG DER WEISHEIT, NICHT DAS ENDE!

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                        • #13
                          Also ich finde die 5. Staffel von Babylon 5 auch nicht schlecht, es gibt sogar einige sehr gute Handlungsbögen (und besser als die 1. ist sie imho allemal, aber die erste Season einer Sci Fi Serie ist ja bekanntlich nicht immer der Hit - Ausnahmen wie BSG gibt es immer).

                          Aber die um Byron gehört imho nicht dazu, denn ich kann den Charakter nicht ganz verstehe. Erst will er nur mit seinen Telepathenfreunden irgendwo leben, am Ende stellen sie aber eindeutige Forderungen und schrecken vor auch vor Erpressung nicht zurück. Da fragt man sich, wieso die denen nicht einfach einen Planeten gegeben haben. Einfach keine Schiffe dortlassen und einige Spähdrohnen im Orbit, schon wäre das Problem für einige Zeit gelöst (aber das hätten die wohl nicht mit sich machen lassen)...

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                          • #14
                            Zitat von Souvreign
                            Da fragt man sich, wieso die denen nicht einfach einen Planeten gegeben haben. Einfach keine Schiffe dortlassen und einige Spähdrohnen im Orbit, schon wäre das Problem für einige Zeit gelöst (aber das hätten die wohl nicht mit sich machen lassen)...
                            Sheridan hat in einer Episode gesagt das er gegen die Mittel der Telephaten
                            ist - aber ich denke Sheridan hätte sich von Delenn überreden lassen, das
                            Problem waren die Botschafter der anderen Völker, die niemals eingewiligt
                            hätten. Sie sind zwar der Allianz verpflichtet, dass heißt aber nich lange
                            nicht das sie einen ihrer Planeten herausgeben müssen- und das Sheridan
                            keinen besitzt war die Sache damit erledigt
                            Kirk: Am liebsten würde ich ihnen in den Arsch treten, Spock!
                            Pille: Soll ich ihn festhalten, Jim?
                            40 Jahre ST - der besten Serie in unserer Galaxie!

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                            • #15
                              Zitat von mag5ST
                              Sheridan hat in einer Episode gesagt das er gegen die Mittel der Telephaten
                              ist - aber ich denke Sheridan hätte sich von Delenn überreden lassen, das
                              Problem waren die Botschafter der anderen Völker, die niemals eingewiligt
                              hätten. Sie sind zwar der Allianz verpflichtet, dass heißt aber nich lange
                              nicht das sie einen ihrer Planeten herausgeben müssen- und da Sheridan
                              keinen besitzt war die Sache damit erledigt
                              Denke ich auch!

                              Außerdem könnte da ja jede Minderheit mit Integrationsproblemen kommen und nen Planeten für sich beanspruchen - Blödsinn sag ich!
                              Und die Ansprüche auf Basis der Tatsache, daß die meisten Telepathen Ergebnis eines Vorlonen-Zuchtprogramms sind, ist unsinnig, da dieser Fakt die jüngeren Rassen in keinster Weise zu irgendetwas verpflichtet. Moralisch und sozial sind sie vielleicht dazu verpflichtet (hängt auch vom ethischen Standpunkt ab) für eine bessere Integration und ein würdigeres Miteinander zu sorgen, mehr aber auch nicht.
                              UNENDLICHE MANNIGFALTIGKEIT IN UNENDLICHER KOMBINATION

                              LOGIK IST DER ANFANG DER WEISHEIT, NICHT DAS ENDE!

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