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Außerirdische & ihre Ähnlichkeit mit irdischen Völkern

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  • Außerirdische & ihre Ähnlichkeit mit irdischen Völkern

    Ja, das Thema ist uralt, schon bei ST wies man auf Ähnlichkeiten zwischen Außerirdischen und irdischen Völkern hin.

    Trotzdem ist es doch sehr auffällig und ich frage mich, ob es nicht auch anders gegangen wäre.

    Ich bin bestimmt nicht der einzige, für den gilt:

    Minbari ungefähr = Japaner (Ehrgefühl, Gesichtsverlust, so etwas wie die "Kriegerkaste gab es auch in alten Japan (Samurai))

    Centauri ungefähr = Römer (einfach alles erinnert an das Imperium Romanum )


    Es gibt natürlich auch eine Vielzahl exotischer Völker, ohne Frage, aber wieso nehmen zwei der für die Serie am wichtigsten so starke und auch stark sichtbare Anleihen bei irdischen Völkern?

    Nicht dass es die Serie irgendwie schlechter machte - ich bin nur irgendwie irritiert.

    Klar, gerade Fantasy & SciFi ist ja oft in Themenwahl und Erzählweise überhaupt nicht phantastisch, sondern lediglich im "Setting", aber trotzdem finde ich es komisch, dass so viele SciFi Serien (eigentlich alle??) es so machen.

  • #2
    Zitat von lchris84l Beitrag anzeigen
    Centauri ungefähr = Römer (einfach alles erinnert an das Imperium Romanum )
    Die Centauri sind mMn. wohl eher den Franzosen nachempfunden. Mich erinnern die prunkvollen Gewänder, teile der Architektur und diese Hoffeste, die Cartargia gerne gibt, stark an die Epoche des Sonnenkönigs.

    Zitat von lchris84l Beitrag anzeigen
    Es gibt natürlich auch eine Vielzahl exotischer Völker, ohne Frage, aber wieso nehmen zwei der für die Serie am wichtigsten so starke und auch stark sichtbare Anleihen bei irdischen Völkern?

    Nicht dass es die Serie irgendwie schlechter machte - ich bin nur irgendwie irritiert.

    Klar, gerade Fantasy & SciFi ist ja oft in Themenwahl und Erzählweise überhaupt nicht phantastisch, sondern lediglich im "Setting", aber trotzdem finde ich es komisch, dass so viele SciFi Serien (eigentlich alle??) es so machen.
    Es ist leichter eine bereits Vorhandene Kultur mit leichten abänderungen zu verwenden, als sich eine von Grund auf neue auszudenken. Außerdem hat unsere reale Geschichte schon immer mit die besten Storys für Filme und Serien geliefert.
    Zudem ist es für einen Zuschauer leichter mit einem Alien mitzufühlen, wenn er/sie eine gewisse Vertrautheit ausstrahlt.

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    • #3
      Na ja, es gibt eigentlich grob gesagt nur zwei Wege, ein außerirdisches Volk zu kreieren, manchmal noch eine Mischform aus beidem, aber selbst dann überwiegt doch eine Seite:

      1. Man versucht etwas komplett neues. Das ist dann allerdings meist sehr schwer auszuführen (allein schon, wenn die Lebensform nicht humanoid sein soll). Noch schwieriger ist es für den Autoren, diese fremde Lebensweise, die doch an nichts Menschliches erinnern soll, trotzdem für Menschen schlüssig zu gestalten. Und das allerschwierigste, von dem ich bisher ausgehe, dass es komplett unmöglich ist, wäre dann, einen Vetreter dieser Spezies als Identifikationsfigur zu kreieren.

      2. Man nimmt einige menschliche Eigenarten, verstärkt diese ein bißchen und nimmt dafür andere raus. Dann nutzt man SF weniger dafür, "fremde Welten zu erforschen", als - wie es ST ja auch trotz des Leitspruchs immer gerne tat (und ich bin definitiv ein Fan davon) - über die Betrachtung anderer Völker über sich selbst etwas zu lernen. Dann sind die Ferengi überzogene Kapitalisten, die Klingonen ein Sammelsurium asiatischer Völker mit einer etwas erhöhten Aggressivität... Hier ist es dann aber auch gleich viel einfacher, die Charaktere dieser Spezies auch interessant zu gestalten.

      Gerade bei den Centauri hängt die Beliebtheit, wenn wir doch mal ehrlich sind, stark von den Figuren Londo und Vir ab. Doch ich wage mal die Annahme, dass die beiden nie so erfolgreich sein könnten, wenn sie nicht doch auch "menschliche" Züge hätten. Dass man Londos Gefühle während all der Zeit nachvollziehen kann, macht den Reiz dieser Figur aus, der doch gleich nicht vorhanden wäre, wenn sie "unmenschlich", für uns nur noch bedingt nachvollziehbar wäre.

      Bei den Minbari ist es bedingt auch so, wobei man da sicherlich noch mehr hätte wagen können, da spätestens mit der Verwandlung dieses Problem nicht mehr so groß gewesen wäre. Aber ausgerechnet hier ist die "Menschenähnlichkeit" doch durch die Seelengeschichte zumindest teilweise in-universe erklärt. Valens Einfluss auf die Gesellschaft war da wohl groß genug.
      Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

      Für alle, die Mathe mögen

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      • #4
        Danke für eure ausführlichen Antworten :-)

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        • #5
          Zitat von lchris84l Beitrag anzeigen
          Danke für eure ausführlichen Antworten :-)
          Gern geschehen, aber schön wäre es ja im Sinne einer Diskussion, wenn du die etwas genauer kommentierst und vielleicht darüber zu dem Schluss kommst, warum du das denn trotz der von uns genannten Gründe so irritierend fandest
          Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

          Für alle, die Mathe mögen

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          • #6
            oh, hier hatte ich die ganze Woche nicht mehr reingeschaut, deshalb ein wenig verspätet meine Antwort:

            Anleihen an menschliche Verhaltensmuster und sogar Übernahmen von Merkmalen und Besonderheiten ganzer Kulturen machen es leichter, außerirdische Spezies zu verstehen. Das ist wohl wirklich das Wesentliche.

            Natürlich kann man auch komplett andersartige Außerirdische erschaffen (Vorlonen), aber wohl nicht ausschließlich mit solchen eine Geschichte füllen.

            Im Grunde ist das wohl eine vernünftige Erklärung, die für mich einleuchtend ist.

            "Außerdem hat unsere reale Geschichte schon immer mit die besten Storys für Filme und Serien geliefert."
            Dazu kommt:
            SciFi allgemein und B5 im Besonderen ist für mich ein modernes Epos. Bei Epen gilt, wie schon geschrieben: Die Erzählweise, der Ablauf ist überhaupt nicht phantastisch, sondern lediglich der Inhalt, das Setting.
            Interessant ist also gerade nicht die Erzählweise oder (ganz krass ausgedrückt) auch der Inhalt, nicht was dargestellt wird, sondern wie (was eine spannende, gut erzählte, Geschichte mit unerwarteten Wendungen nicht ausschließt).

            Es wird permanent angeknüpft an Vorgänger und Themen, wie:
            - Kampf Gut gegen Böse
            - Bewährungsproben
            - Reisen
            - Kämpfe
            - Stürzen und Errichten einer Herrschaft
            - etc.pp.

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