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Darstellung des Braun-Sektors der Station realistisch?

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  • Darstellung des Braun-Sektors der Station realistisch?

    Ich bin durchaus ein bekennender Fiver, allerdings hat mich ein Punkt an der Serie... ich will nicht sagen, gestört, aber irgendwie immer ein bisschen verwirrt. JMS hat die Station ja gewissermaßen als "Stadt im All" konzipiert (und eben nicht nur als Militär- und Diplomatenstützpunkt. Demzufolge gibt es neben dem Stationspersonal, den Botschaftern, Händlern, Arbeitern und Touris auch einen gewaltigen Bodensatz an Subkulturen... oder schlichtweg Pennern und Gaunern auf der Station. Diese Gauner und Penner sammeln sich alle auf dem unteren, braunen Sektor der Station, der nebenbei irgendwie komplett unausgebaut ist.

    1) Haltet ihr so eine Entwicklung überhaupt für realistisch? Schließlich wird in der Serie immer wieder behauptet, wie begrenzt und teuer der Platz auf B5 ist. Macht es da Sinn, ein ganzes Fünftel (Sektor Braun) dieses Platzes quasi verkommen zu lassen?

    2) Ist es angesichts der Wichtigkeit der zahlreichen Diplomaten nicht sogar grob fahrlässig solche Subkulturen zu dulden (das öfters mal fallen gelassene "Wir haben kein Geld mehr für die Heimreise" halte ich für Schwachsinn)? Wobei ich mich nebenbei frage, warum jeder Depp ohne jegliche Sicherheitsvorkehrung (Fahrstuhlkarte/schlüssel?) überhaupt in den Bereich der Botschafter kommen kann

    3) Mein wohl wichtigstes Bedenken: Macht sich niemand Gedanken darüber, dass irgendwelche Gauner oder Penner die Station von ihrem Sektor aus, gefährlich beschädigen könnten? Schließlich und letztendlich ist Bab5 nur eines: Eine große Blechdose im All

    Was meint ihr dazu?

  • #2
    Laut B5 Wiki gibt es dort wichtige techn. Installationen und gleichzeitig leben dort eben die armen Leute.
    Die armen Leute werden dort geduldet, man muss bedenken dass die US Amerikaner es aus ihre Städten kennen dass dort eben halt auch viele Obdachlose sind.

    Dass die dipl. Bereiche nicht gut genug gesichert sind evtl ist nochmal ne andere Frage.

    Diese armen Leute werden sicherlich auch irgendwie als Arbeitskräfte oder "industrielle Reservearmee" gesehen und somit haben sie eine gewisse "ökolog. Nische" in der sie Aufgaben erfüllen.
    Man könnte sie in ein Raumschiff packen und abtransportieren. Das würde aber auch wiederum nicht tolerant sein. In Amiland werden ja auch nicht die Armen in eine anderes Land verschifft sondern sollen sich in ihrem Armenviertel aufhalten, evtl in Fabriken arbeiten und den Müll wegsammeln den die Reichen auf die Straße werfen.
    Im Zweifel können die Reichen in Krisenzeiten die Schattenwirtschaft der armen Leute nutzen um selber zu überleben.

    Das was ich schreibe beruht auf meinen eigenen Einschätzungen amerik. Gesellschaft und Städte, sowie darauf dass ich schon viele Folgen von B5 gesehen habe.

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    • #3
      Die Bildung verschiedener Wohngegenden nach sozialem Rang sind ja nicht nur ein amerikanisches Phänomen. Selbst in jeder größeren deutschen Stadt gibt es Wohnviertel für gut betuchte und ärmere Schichten. Vielleicht ist die Trennung nicht so extrem wie in Amerika, aber es gibt und gab sie auch immer. Aus diesem Grunde wäre es auch durchaus vorstellbar, dass in einem solchen Konglomerat wie B5 es Gegenden gibt, wo der Rand der Gesellschaft buchstäblich lebt. Auf einer abgegrenzten Raumstation hätte aber auch ich starke Sicherheitsbedenken. Was passiert bei Ausbruch eines Brandes, bei sozialen Unruhen, bei Bombenanschlägen etc.?

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      • #4
        Es ist in der Tat komisch, dass man die Existenz einer Unterschicht hinnimmt, bei so einem Prestigeobjekt wie B5. Ein Slum wirft kein gutes Licht auf die Menschheit und stellt diese vor den außerirdischen Diplomaten und Touristen bloß. Angesicht dessen, dass die Erdpolitiker ständig als zynische Interessensabwäger dargestellt werden, böte sich eine Abschiebung der bedürftigten Stationsbewohner an, um das Bild einer aufgeklärten und vertrauenswürdigen Menschheit vorzugaukeln.

        Allerdings scheint es wohl von Autorenseite gewollt zu sein, B5 zu einem Mikrokosmos der Gesellschaft zu machen. Es gibt über den Pennern auch noch eine untere Mittelschicht mit jeder Menge schlecht bezahlter und ausgebildeter Werftarbeiter und Weltraumklempner. Realistischerweise wird man von einer Weltraumstation kein repräsentatives Abbild der Gesellschaft erwarten (auf der ISS gibt es schließlich auch keine Penner und Schulabrecher).
        I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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        • #5
          Im Gegensatz zu Star Trek gibt es in Babylon 5 noch den ungezügelten Kapitalismus. Der braune/shitty Sektor in B5 ist die negative Seite des Kapitalimus.


          Zitat von AChristoteles Beitrag anzeigen
          1) Haltet ihr so eine Entwicklung überhaupt für realistisch? Schließlich wird in der Serie immer wieder behauptet, wie begrenzt und teuer der Platz auf B5 ist. Macht es da Sinn, ein ganzes Fünftel (Sektor Braun) dieses Platzes quasi verkommen zu lassen?
          Unlogisch wirkt das schon. Normalerweise müsste man die armen/unnötigen Leute auf Planeten verfrachten, den Raum renovieren und vermieten.

          Zitat von AChristoteles Beitrag anzeigen
          2) Ist es angesichts der Wichtigkeit der zahlreichen Diplomaten nicht sogar grob fahrlässig solche Subkulturen zu dulden (das öfters mal fallen gelassene "Wir haben kein Geld mehr für die Heimreise" halte ich für Schwachsinn)? Wobei ich mich nebenbei frage, warum jeder Depp ohne jegliche Sicherheitsvorkehrung (Fahrstuhlkarte/schlüssel?) überhaupt in den Bereich der Botschafter kommen kann

          3) Mein wohl wichtigstes Bedenken: Macht sich niemand Gedanken darüber, dass irgendwelche Gauner oder Penner die Station von ihrem Sektor aus, gefährlich beschädigen könnten? Schließlich und letztendlich ist Bab5 nur eines: Eine große Blechdose im All
          Jeder der die Station betritt, müsste auf Substanzen gescannt werden mit denen man eine Bombe/Waffe bauen kann.

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