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Frage zu RTL II und Quoten

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  • Frage zu RTL II und Quoten

    Das ist eine Frage, die mir eigentlich schon länger unter den Fingernägeln brennt; aber in Bezug auf Battlestar Galactica würde ich da mal gerne Klarheit haben.
    Also so wie ich das mal gehört habe (keine guten Quellen^^), werden Quoten im deutschen Free-TV nur über eine sehr begrenzte Anzahl von Personen ausgrechnet.
    Es gibt also rund 1000 Leute die halt nicht nur den Fernseher als Empfangsgerät haben, sondern auch einen Sender, der übermittelt, was sie wie lange schauen. Zusätzlich haben die angeblich noch so ein Gerät, wo sie eingeben können, mit wievielen sie die Serien/Filme/Talkshows etc. schauen. Keine Ahnung, was die da noch für einen Kram eingeben können.
    Angeblich ist das der einzige Weg, wie Qouten ermittelt werden.
    Wenn dies so wäre, würde ich die These aufstellen, dass diese Art von Qoutenfindung nicht einmal ansatzweise objektiv ist (angeblich werden da auch viele Personen gekauft, damit sie Sendung X zu einem bestimmten Zeitpunkt gucken) und jegliche Diskussion über eine gute Vermarktung von Sci-Fi Serien durch RTL II eh hinfällig wäre.

  • #2
    Wenn man die Methoden der empirischen Sozialforschung beherrscht und korrekt anwendet, kann man auch mit einem scheinbar kleinen Sample von "nur" 1000 Haushalten sehr wohl ein ziemlich exaktes Bild vom Fernsehverhalten aller 30(?) Millionen Haushalte zeichnen. Die Größe des Samples ist da gar nicht so entscheidend. Es kommt vielmehr auf die sorgfältige Auswahl teilrepräsentativer Haushalte und den Ausgleich bestimmter Effekte an.

    Wir alle können davon ausgehen, dass die GfK mittlerweile ein sehr gutes Verfahren verwendet und insoweit auch das Vertrauen aller betroffener Parteien (Sender, Werbezeitvermarkter, Werbezeitkäufer) hat. Schließlich müssen sich die Preise für Werbespots an irgendeinem Kriterium orientieren, das werden nicht zuletzt die Quoten sein. Wären die wiederum so unzuverlässig, würden sie ignoriert.
    "You're a traitor."

    Caprica City - das deutsche Portal zu Battlestar Galactica

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    • #3
      @Pedda: Die vielen unterschiedlichen Interessen der einzelnen Partein sind kein Argumet dafür, dass es funktioniert, sondern eher ein Indikator dafür, dass es nicht funktioniert.^^
      Davon mal abgesehen glaube ich kaum, dass es möglich ist das Verhalten der Bevölkerung durch empirische Sozialforschung zu entschlüsseln (ich mag eh keine Menschen, die meinen, man könne das Verhalten anderer Menschen vorraussagen).
      Meine Meinung ist, dass es unmöglich ist, das Fernsehverhalten und somit die Quoten für einzelne Sendengen der Menschen durch solch eine Methode (auch nicht, wenn man 1 Million oder sogar alle Haushalte zur Verfügung hätte) nur ansatzweise nachzeichnen zu können.
      Aber ich will dich nicht von meiner Meinung überzeugen, ich wollte eigentlich nur wissen, ob es in Wirklichkeit so ist, wie ich es oben beschrieben habe?

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      • #4
        Das Verhältnis Größe des Pannels zur untersuchten Gesamtmenge und damit die Anzahl der Befragten Personen hat durchaus Einfluss auf die Genauigkeit der Untersuchungen. Desweiteren kann man auch einen Einfluss der Tatsache prognostizieren, das überhaupt ein Pannel, d.h. ein immer gleicher, feststehender, Personenkreis herangezogen wird. Und ändert sich mein Fernsehverhalten, wenn ich weiss, das mein Fernsehverhalten gemessen wird? Schrödingers Katze.
        Von möglicher Einflussnahme von außen bei einem feststehendem Personenkreis garnicht zu reden. Wie will man so etwas verhindern, auf Dauer?
        (Die Menschen) >>...sind mir zu eitel und bilden sich wer weiß was auf die kümmerlichen Leistungen ihrer Vorfahren ein. ...Kap Kennedy ist ein bezeichnendes Beispiel dafür. ..nur weil hier die ersten lächerlichen Blechschiffe zum Erdmond gestartet sind.<<
        Cuno Promax

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        • #5
          Zitat von Bellheim
          Aber ich will dich nicht von meiner Meinung überzeugen, ich wollte eigentlich nur wissen, ob es in Wirklichkeit so ist, wie ich es oben beschrieben habe?
          Die Quoten werden tatsächlich in dieser Art und Weise ermittelt (das Panel umfasst allerdings über 5000 Haushalte) und mir persönlich würde jetzt auch keine Methode einfallen, die hier zweckmäßiger wäre. Wie sähen denn deine Vorschläge aus? Alle halbe Jahre mal zufällig ein paar Leutchen anrufen, wie bei der Ermittlung des Hörverhaltens?

          Relativ umfassende Informationen zur Quotenermittlung gibt es bei gfk.de. In dieser Broschüre wird auf die Panelgröße und die Vorgehensweise eingegangen. Ist sicher nicht uninteressant.
          Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
          "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

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          • #6
            Zitat von Ford Prefect
            und mir persönlich würde jetzt auch keine Methode einfallen, die hier zweckmäßiger wäre. Wie sähen denn deine Vorschläge aus?
            Rein theoretisch könnte man beim Wechsel zum Digital-TV bis 2010 jeden Digital-Decoder so bauen, dass er den eingeschalteten Sender speichert und die Daten zurücksendet. Nur wäre das ganze schon sehr BigBrother-Like, wenn eine Organisation das Komplette Fernsehverhalten eines jeden Bürgers überwachen könnte. Daher auch nicht praktikabel. Die jetztige Methode der gfk scheint mir auch bis jetzt die einzig sinnvolle zu sein.

            btw: Im BSG-Forum ist der Thread wohl gaaaanz falsch platziert. Aber ich überlasse das verschieben mal einem zuständigen Mod hier
            "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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            • #7
              Zitat von Dr.Bock
              Rein theoretisch könnte man beim Wechsel zum Digital-TV bis 2010 jeden Digital-Decoder so bauen, dass er den eingeschalteten Sender speichert und die Daten zurücksendet. Nur wäre das ganze schon sehr BigBrother-Like, wenn eine Organisation das Komplette Fernsehverhalten eines jeden Bürgers überwachen könnte.
              Die statistische Auswertung wäre ja letztlich anonymisiert. Jeglicher Verweis auf die Datenquellen müßte dann natürlich eliminiert werden. Wozu gibt es Datenschutzbeauftragte? Wäre doch echt mal ne Herausforderung. Fraglich ist natürlich ob sich der ganze Aufwand wirklich lohnt und ob die herkömmlichen "repräsentativen" Erhebungen nicht doch ausreichend sind.

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              • #8
                @Dr.Bock: Sry, dass ich den Thread hier eröffnet habe. Ich kenne mich zum einen hier noch nicht so aus im Forum und zum anderen bin ich eh nur hier im BSG-Forum unterwegs und mein Thread sollte sich ein wenig auf das Qoutenproblem beziehen, dass hier schon öfters thematisiert wurde.

                @Ford Prefect: Big Thx für die Broschüre von gfk (die ich sehr gut fand), die du mir da gelinkt hast. Darüber wollte ich mir schon immer mal genauere Informationen durchlesen.
                Nach dem, was in der Broschüre steht, ist diese Analyse ja ziemlich genau.
                Vorteile des Systems sind ja anscheinend, dass:
                1. die gfk ziemlich unabhängig von den großen Fernsehanstalten arbeitet.
                2. nur wenige Personen alle Haushalte kennen, die zum Panel gehören, der später zur Auswertung dient.
                3. Der Kreis der Panelbenutzer sich jährlich um ca. 15 % verändert.
                4. Die Daten der gfk mit weiteren Daten von unabhängigen Instituten abgeglichen werden, die wiederrum Befragungen in der Bevölkerung durchführen (und das anscheinend auch fast genau übereinstimmt).
                5. bei der gfk viele sehr gut ausgebildete Kräfte arbeiten (50% Akademiker)

                Mir persönlich würde sicher kein System einfallen, was besser funktionieren würde, da ich ja auch kaum in die Materie involviert bin. Trotzdem bleiben bei mir erhebliche Zweifel an der Genauigkeit des Systems (die Zweifel sollten in der PDF-Broschüre ja eigentlich restlos ausgeräumt werden).
                Zum einen glaube ich nicht, dass ein Einfluss von außen auf die Panelbenutzer vermeidbar ist.
                Außerdem glaube ich, dass der Teil der Bevölkerung, der sich von der gfk für die Nutzung solcher gfk-Geräte werben lässt, nicht represäntativ sein kann.
                Und im Endeffekt wird die gfk in ihrer eigenen Broschüre sicher nicht alle Schwächen offenbaren, die das System letztendlich doch hat (was ich auch nicht erwarte, ich war so schon überrascht von der Informationsfülle in der Broschüre).

                Aber letztedlich konnten sich bei mir einige Thesen festigen, die ich auch schon vorher hatte:
                1. Mein persönliches Fernsehverhalten findet den Weg in keine einzige Statistik/Fernsehqoute und soweit wird es wohl so schnell nicht kommen (das werden sicher auch noch einige andere Menschen über sich sagen können^^).
                Im Moment habe ich aber zum Glück auch keinen Fernseher.
                Ich habe aber schon öfters gelesen und auch gehört, dass manche Personen glauben, dass sie ohne dieses Gerät der gfk durch ihr Fernsehverhalten die Fernsehqouten beeinflussen könnten ( in dem irrationalen Glauben, ihr Fernsehverhalten würde doch irgendwie übertragen werden).
                2. Es gibt tatsächlich Leute, die den ganzen Schrott unterstützen, der nachmittags auf diesen Fernsehkanälen RTL, RTL II, Pro7, Sat1 und ähnlichen Sendern läuft und das, obwohl sie wissen, dass gerade ihr Verhalten relativ ausschlaggebend für die Ermittlung der Fernsehquoten ist und somit auch für die weitere Programmgestaltung dieser Sender ist(*grummel*).
                3. Die Allgemeinheit der Fernsehzuschauer wird sicherlich niemals ein qualitativ hochwertiges Fernsehprogramm sehen bzw. sehen wollen. Gerade deshalb wird sich die Entwicklung von Programmen, die mir sehr zusagen, weiter in überschaubaren Grenzen halten (zum Glück, sonst würde ich ja auch andauernd vor der Glotze hängen^^). Auch wenn ich sicherlich einige Dinge verpasse, die mir evt. gefallen würden.

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