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BSG Erstseherfazit [Spoiler bis 410]

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  • BSG Erstseherfazit [Spoiler bis 410]

    Hallo zusammen

    Inspiriert von endars Bablyon 5 Erstseherfazit hab ich mir gedacht ich mach das für Battlestar Galactica auch mal.
    Schließlich ließt Episodenbewertungen eh kaum jemand und hier lässt sich die Diskussion wenigstens bündeln.
    Ich hab mir für dieses Fazit schon einige Mühe gegeben um meine Sichtweise verständlich darzulegen, ich hoffe daher auf konstruktive Beiträge und kein „wenn dir die Serie nicht gefällt, schau sie dir nicht an“.

    Ich muss gleich zu Beginn sagen, ich bin kein BSG-Fan und habe auch nicht vor einer zu werden. Was aber nicht heißt, das ich ein BSG-Basher bin oder so.
    Ich habe keine tiefergehende emotionale Bindung zu der Serie, meine Meinung entspringt daher einer wohl recht neutralen Sichtweise auf das BSG-Universum.

    Der Grund warum ich mir BSG angesehen habe lässt sich letztlich auf lediglich einen Namen herunter brechen: Ronald D. Moore
    Ich war von seiner Arbeit bei TNG und vor allem DS9 fast immer sehr angetan und war daher interessiert was passiert wenn man ihn als Executive Producer von der Leine lässt.
    Über das BSG-Universum wusste ich ansonsten so gut wie überhaupt nichts.
    Ich ging da in etwa mit folgender Prämisse an die ersten Episoden: Die Menschheit hat hochentwickelte Maschinenwesen gebaut die dann gegen sie rebellierten und letztendlich fast auslöschten; die ganze Serie ist wesentlich düster und schmutziger als Star Trek.

    Alles im allen kann ich sagen das mir die Serie doch ganz gut gefallen hat.
    Ich habe hier und da meine Probleme (siehe unten) aber unterm Strich kann sich BSG sehen lassen. Auf meiner persönlichen Wertungsskala würde ich sie über Stargate SG-1 aber unter Babylon 5 und DS9 einreihen.
    Die Serie hätte durchaus Potential auf einen Spitzenplatz aber sie hat nach meiner Auffassung neben eindeutigen Stärken doch deutliche Macken.
    Ich habe mal die für mich Wichtigsten herausgegriffen und werde sie im folgenden näher erläutern.
    Die Kritikpunkte sind:

    - Konflikt zwischen Setting und Storyelementen
    - unglaubwürdige Story
    - unglaubwürdige Charakterdarstellungen
    - antiklimaktische Verfilmung


    Setting vs Story

    Das - sehr grundsätzliche - Problem was ich hier habe lässt sich auf den Holocaust herunterbrechen.
    BSG startet mit dem Setting das die Menschheit von ihrem Feind nahezu komplett vernichtet wurde. Es gibt noch 50.000 Überlebende und das wars. Milliarden wurden dahingeschlachtet und der Feind setzt den letzten Überlebenden nach.
    Kann es ein noch düsteres Setting geben? Ich glaube kaum. Das ist definitiv der extremste Start einer jeden Serie die ich bislang gesehen habe. Und das sind doch einige.
    Bitte nicht in die falsche Richtung denken, es geht mir momentan nicht darum zu argumentieren, das das von Grund auf schlecht ist.
    Das ist es nicht. Düstere Settings sind nach meiner Auffassung ok.
    Aber das muss dann story- und charaktertechnische Konsequenzen haben.
    Diese Serie muss sich stets mit dem Absoluten auseinandersetzen. Es geht letztlich stets um as Überleben der Spezies Mensch.
    Nach meiner Auffassung bedingt das extreme Handlungen aller Beteiligten. Weil das Setting absolut ist. Extremer geht es eigentlich kaum mehr.
    Vor diesem Hintergrund ist mir BSG oft zu weich.
    Die Serie und mE auch die Fans tendieren schnell dazu das absolut unfassbare Verbrechen zu vergessen das ganz am Anfang der Serie steht.
    Ich kann vor diesem Hintergrund gewisse Storys und Charaktere nicht ganz nachvollziehen.
    Wenn BSG kein Setting hat das fast schon zwangsläufig alle normalen Regeln des menschlichen Zusammenlebens ausklammert, was dann?
    Ein Beispiel aus der ersten Season: Roslin verbietet die Abtreibung.
    Ja, schön. Und wo ist dabei bitte das große Problem? Wie kann sich irgendjemand ernsthaft gegen diese Maßnahme stellen? Wie kann man in diesem absolut extremen Setting überhaupt nur eine Sekunde Zweifel an der Richtigkeit dieser Maßnahme haben?
    Die Menschen wurden auf weniger als 50.000 Individuen reduziert, die Zahl an gebährfähigen Frauen liegt wahrscheinlich weit unter 20.000.
    Ich mein, hallo? In so einer Situation geht es allerhöchstens noch um die Frage ob man nicht anfängt Schwangerschaften zu erzwingen (wurde in der Miniseries ja sogar noch angedeutet!). Es geht definitiv nicht um mehr um die Abtreibung. Solcher Luxus darf angesichts der fast totalen Ausrottung der Menschheit nicht mal zur Debatte stehen.
    Ein anderes Beispiel:
    Roslin (keine Absicht, ich mag sie eigentlich) hat ein Problem mit Selbstmordattentaten.
    Versteh ich nicht. Wieder genau das selbe. Die Situation ist absolut extrem. Die letzten Überlebenden der Menschheit befinden sich unter cylonischer Besatzung. Die letzte Hoffnung ist eigentlich dahin. Das ist sogar noch eine Steigerung der Extreme. Wann, wenn nicht in dieser Situation?! Wohlgemerkt: Das Ziel ist ganz nebenbei nicht ein paar Polizisten sondern Präsident Baltar. zur Verdeutlichung, der RL Vergleich dürfte in etwa so aussehen: Nazideutschland hat den zweiten Weltkrieg gewonnen und Ben Gurion würde zusammen mit Adolf Eichmann einen jüdischen SS-Verband vereidigen während der Großteil des jüdischen Volkes bereits ausgerottet wurde.
    Ist es klar wie absolut upgefucked diese Situation ist?
    Ich sehe absolut nicht wie man hier noch irgendwelche moralischen Bedenken haben kann. Extremer geht es nicht mehr. Es müsste alles getan werden das die Menschheit in Freiheit überlebt.
    Andere Situationen wären etwa: Das Zurückschrecken von der Wahlfälschung, die Generalamnestie für die Kollaborateure, die Nichtbestrafung von Helo nach der Virusaffäre, Apollos Ausscheiden aus der Flotte...

    Natürlich verstehe ich aus produktionstechnischer Sicht die Hintergründe des Ganzen. Die Darstellung darf nicht zu extrem ausfallen und gleichzeitig will man diese Issues auch ansprechen.
    Aber es passt Serienintern einfach nicht. Die Charaktere handeln absolut ohne Sicherheitsnetz mit dem maximal denkbaren Einsatz. Die Handlungen müssten an vielen Punkten viel extremer sein.
    Ich habe vor diesem Hintergrund auch sehr sehr wenig Probleme mit den Handlungen von Admiral Cain. Genauso so extrem und noch extremer müsste man die ganze Zeit handeln wenn es glaubwürdig sein soll. Unabhängig davon ob man jetzt fliehen und woanders siedeln oder die Cylons von den 12 Kolonien schmeißen will.
    Um das vielleicht auch mal im Kontrast darzustellen:
    Wir haben es hier mit einer Gesellschaft zu tun die unter keinen Umständen mit Terroristen verhandelt und keine Probleme damit hat streikende Lehrer durch den Einsatz von Truppen zur Arbeit zu bewegen.
    Das ist keine Gesellschaft nach unseren Maßstäben. Umso befremdlicher sehe ich diese ständig aufflackernden Moralspitzen.
    Das passt IMO nicht.


    Unglaubwürdige Story

    Naja, welche Serie hat das nicht werden jetzt viele sagen.
    Und ich antworte darauf: Das ist richtig, nur ist es bei BSG nur besonders ärgerlich weil die Serie nun mal einen fortlaufenden Handlungsbogen hat, die Episoden ständig aufeinander aufbauen. Wenn hier ein Element unlogisch ist stürzt schnell der ganze Arc wie ein Kartenhaus in sich zusammen.
    Vor diesem Hintergrund ist es dann auch weniger relevant, das sich BSG in dieser Kategorie sicherlich weniger Schnitzer als diverse andere Scifi-Serien geleistet hat.
    Das ist ja schön und gut, nur hat es in BSG halt ein wenig fatalere Auswirkungen als etwa in Voyager.
    Mir fielen hier einige Problempunkte ein, will aber mal nur einen mE massiven Schnitzer aus dem Hauptplot herausgreifen.
    Und zwar die ganze Geschichte mit dem Eye of Jupiter.
    Es beginnt damit, das man mehr oder weniger zufällig den Algenplaneten findet weil dummerweise die Lebensmittelvorräte kontaminiert wurden und man deshalb auf der Suche nach Nahrung war.
    Wäre dies nicht der Fall hätte man den Planeten wohl nie entdeckt, geschweige denn wäre man hingeflogen und hätte auf die Nova gewartet.
    Das sind schon einmal sehr viele Zufälle um die Story voranzutreiben.
    Kurios wird es aber als der Stern dann noch ganz zufällig in genau dem Moment zur Nova werden soll als Galatica & Co vorbeischauen.
    Nichts für ungut, aber die Chancen das das passiert sind wohl minimal.
    Aber das ist ja noch nicht das Ende dieser vollkommen konstruierten Storyline.
    Der 13. Stamm - was immer er auch sein soll - war nicht nur in der Lage die Explosion sehr genau vorherzusagen, nein, sie wussten obendrein auch noch wie die Explosion aussehen würde.
    Das ist alles andere als irgendwie realistisch oder wahrscheinlich. Wie da Kara noch mit reinpassen soll will ich gar nicht wissen. Ich bezweifle doch sehr das Moore hier eine einigermaßen anständige Auflösung liefern will.


    Auch abseits des unmittelbaren Hauptarcs gibt es zig unrealistische Elemente.
    Karas Rider. Sie kann ihn steuern nachdem sie ich mit ihrem Raumanzug abdichtet. Enterprise hat man für Harmloseres gekreuzigt.
    Wie wärs denn bitte der neue Blackbird? Das Teil war doch absolut effizient gegen die Cylons. Nachdem sie mittlerweile auch schon Viper gebaut haben sollte das doch kein Problem sein.
    Oder Tod von Admiral Cain. Der Cylon marschiert mal eben durchs ganze Schiff und knallt sie in ihrem Bereitschaftsraum ab? Give me a break. Der Kahn ist kein Luxuskreuzer wie in Star Trek sondern ein militärisches Schiff das doch sehr straff geführt wird. Da spaziert ein Gefangener mal nicht eben in hoch sensitive Bereiche und entkommt dann.
    Lees ausscheiden aus der Flotte ist eine ähnlich gezwungene Entwicklung. Es herrscht Krieg, die Menschheit besteht nur noch aus 40.000 Überlebenden. Er ist CAG. Das hat er gefälligst zu bleiben. Es sollte in diesem Szenario vollkommen unmöglich sein den Dienst zu quittieren.


    unglaubwürdige Charatkere

    Ich habe an vielen Charakteren diverse für mich unlogische oder schwer nachvollziehbare Entwicklungen zu bemängeln, ich will mich aber wieder auf zwei Beispiele beschränken.
    Diese sind für mich dann auch die größten Böcke die man in Sachen Charakterentwicklung geschossen hat.


    Gaius Baltar:
    Ich halte das Grundgerüst das diesen Charakter umgibt für vollkommen unglaubwürdig.
    Dieser Mensch trägt eine Schuld mit sich herum die größer nicht sein kann. Für den Tod der Menschlichen Rasse mitverantwortlich zu sein. Für den Tod von zig Milliarden Menschen.
    Er hat es vermasselt, er hat sich vom Feind überlisten lassen und ihm Zugang zum Defense Mainframe verschafft.
    Soweit so gut.
    Nach meiner persönlichen Auffassung muss an dieser Tat schlicht und einfach jeder Mensch zerbrechen.
    Ich halte es für unglaubwürdig das man mit einer solchen Schuld irgendwie fertig werden kann.
    Für vollkommen unglaubwürdig halte ich es dann wenn dieser Charakter dann ohne größere Schuldgefühle durch die Gegend turnt und ein paar Episoden später dann mit dem Feind gemeinsame Sache macht.
    Wäre ich mit einer solchen persönlichen Katastrophe konfrontiert würde ich mir eher eine Kugel durch den Kopf jagen bzw. die Luftschleuse aufsuchen.
    Mit Sicherheit verschaffe ich den Feind nicht irgendwelche Atomsprengköpfe, decke Cylons oder ähnlich Absurdes.


    Sharon Vallerii (Boomer):
    Ich versteh die Frau nicht. Ok, das ist ja eigentlich normal aber trotzdem.
    Diese Sharon lebte als Sleeper wohl mehr oder weniger ihr ganzes Leben unter den Menschen (wie man Sleeper Clyons eingeschleust hat möchte ich eh mal wissen). Der Horror für sie schlechthin ist das sie ein Cylon ist. Sie hat mit Tyrol einen Geliebten den sie heiraten will. Sie ist auf der Galactica eine Pilotin wie jede andere auch.
    Kurzum, sie ist ein Mensch. Sie weiß nicht das sie eine Cylon ist, will es nicht wahrhaben und hat Angst davor. Sie ist von dem Holocaust genauso entsetzt wie jeder andere auch.
    Und dann bricht ihre Programmierung doch durch. Sie schießt Adama an, wird dann selbst erschossen und erwacht auf Caprica wieder. So weit, so gut.
    Aber was passiert dann bitte mit ihr? Diese Frau die ihr ganzes Leben nichts weiter gekannt hat als Mensch zu sein wechselt plötzlich Einstellungsmäßig die Seiten und wird zum Cylon. Schön, sie ist ein Cylon. Aber sie hat ein Leben als Mensch gelebt. Müsste das nicht mehr wiegen? Warum ist hasst sie die anderen Cylons nicht abgrundtief? Wie bringt sie es fertig mit diesen Massenmördern zusammenzuarbeiten?
    Schön, sie ist ein wenig moderater als manch anderes Modell wenn sie nicht gerade dabei ist Kinder zu meucheln aber bitte Das ist doch unterm Strich ein Witz.
    Sie ist eigentlich ein Mensch. Sie ist als Mensch aufgewachsen und hat als Mensch gelebt. Und nun wechselt sie plötzlich die Seiten nur weil sie zufällig der selben Spezies angehört und obwohl sie für einen gigantischen Massenmord missbraucht wurde?
    Das ist für mich absolut unglaubwürdig. Diese Sharon müsste sich unterm Strich genauso wie das Athena Modell verhalten. Mindestens. Sie müsste die Cylons abgrundtief hassen und sie nach Kräften bekämpfen. Das tut sie nicht.
    Für mich unverständlich.
    Das selbe gilt unter etwas anderen Vorzeichen auch für Tory.


    Antiklimaktische Verfilmung

    Ich glaube das heißt so
    Was ich damit meine ist ein wenig diffus und schwer rüberzubringen, gut möglich das es der Einzelne komplett anders sieht. Meine Empfindung möchte ich an zwei Beispielen erläutern.
    Es geht im Kern um die filmische Darstellung des emotionalen Höhepunktes einer Story. Um die Wir ziehen in die Schlacht Szene. Oder den Oh Gott es ist ein Clyon-Moment.
    Ich will nicht sagen das ich hier regelmäßig ein Problem mit der Darstellung bei BSG habe, aber mitunter ist mir das Arrangement dieser Szenen doch ziemlich schleierhaft.
    Ich muss dazu sagen das ich durch mein Hobby der Videobearbeitung (siehe Signatur) einen etwas anderen Blick auf Filmen und Episoden habe wie der Durchschnittszuschauer. Vielleicht kommts ja daher.
    Aber werden wir konkret und nehmen beispielsweise die Miniserie.
    Wir haben storytechnisch eine riesige Offenbarung - die der Six gegenüber Baltar.
    I`m a machine, im a Cylon - was hätte man daraus machen können! Das ist eigentlich einer der erzählerischen Höhepunkte neben der We`re at war Rede Adams.
    Eigentlich. Was hat man draus gemacht? Nichts! Die Offenbarung findet allen ernstes Off Screen statt. Szene - Schnitt - Balter „So, you`re a machine?“.
    Hier wird der große erzählerische Moment nicht nur vergeben sondern schlicht und einfach nicht dargestellt. Totale Untertreibung einer eigentlich großartigen Szene.
    Das ist so untypisch das ich mich ernsthaft Frage ob man hier nicht auch die Schere angesetzt hat.
    Mir gefällt diese antikliamktische Ansatz nicht.
    Ich möchte einen Spannungsaufbau mit einem ordentlich in Szene gesetzten storytechnischen Höhepunkt mit Close Ups und geeigneter musischer Untermalung. Nur so bringe ich das Drama ordentlich rüber.
    Hier wirkt es geradezu lächerlich. The woman of my dreams is a machine? Yeah , so what. Happens to me all the time.
    Hier treibt man die Story eigentlich auf eine Spitze und umschifft sie dann mehr oder weniger gekonnt.
    Ein anderes Beispiel, ein etwas anderes Problem das aber die gleiche Ursache hat.
    Tighs Bekenntnis vor Adma das er ein Clyon sei.
    Das kommt so vollkommen unspekakulär daher das es fast schon weh tut. Der Witz an der ganzen Sache ist noch, das es in der Folge zig Möglichkeiten geben hätte wo die Offenbarung wesentlich dramatischer rübergekommen wäre.
    Aber nein, das Ganze läuft so ab nach dem Motto „Ja und wir erreichten den Planeten und das hat mich aktiviert.“ „Es hat dich aktiviert?“
    Ernsthaft, das ist doch schon sehr plump.
    Statt so was hätte ich auf ein „Cause i`m a frakking Clyon, gods damn it!“ from Tigh im CIC erwartet. Das hätte Wirkung. Das wäre eine großartige Szene geworden.
    Da kommt der Dialog in Adamas Quartier nicht ran.
    Wobei es in eben diesem Dialog einige Sätze zuvor noch eine bessere Stelle geben hätte.
    Die zwei Beispiele zusammengefasst ergeben sich hier für mich also zwei technische Probleme. Einmal werden Szenen ganz ausgelassen, ein andermal werden sie nicht „richtig“ dargestellt.
    Freilich kann man das so machen. Aber mir persönlich fällt da der Pathos, die Spannung, das Drama.
    Ich will jetzt weiß Gott nicht behaupten BSG würde das immer so machen. Das ist auf keinen Fall der Fall. Es gibt eine Menge sehr guter Szenen was diese Problematik angeht.
    Aber ich muss eben sagen das es in vielen Fällen auch deutlich besser ginge.
    Man hätte sich da mE eine Scheibe von Babylon 5 abschneiden können. Die konnten das meisterlich.
    Ist aber mit Sicherheit auch eine Frage des persönlichen Geschmacks.




    Bevor mich irgendein BSG Fan in der Luft zerreißen möchte, natürlich hat die Serie auch jede Menge positive Aspekte.
    Ich erkenne dabei doch sehr deutlich Handschrift Ronald D Moores.

    Die Schauspieler sind fast durch die Bank erstklassig.
    Es ist in mE herausragender Weise gelungen die Rollen zu besetzen. Dagegen sind die Besetzungen diverser anderer Scifi-Serien doft ein ziemlicher Totalausfall.
    Mit Edward James Olmos hat man für BSG ein absolutes Schwergewicht an Land gezogen, es wundert nicht das er schon für TNG als Captain in Betracht kam.
    Olmos als Adama steht Patrick Stewart oder Avery Brooks nach meiner Auffassung in nichts nach.
    Am schlechtesten vom ganzen Cast ist mE noch ist noch Jamie Bamber als Lee Adama. So ziemlich vollkommener Durchschnitt und vor allem anfangs steif und ohne wirkliches Leben.
    Dagegen ist für mich zB James Callis als Balter schauspielerisch ein absoluter Hit. Ich mag den Charakter zwar nicht, aber der Schauspieler schafft es auf einem sehr schmalen Grad zu wandeln um die Figur trotzdem glaubwürdig zu halten.
    Man kann die positive Bewertung auch leicht über die Hauptcharaktere hinaus auf die Nebencharaktere ausdehnen. Es gibt hier durchgehend praktisch keine Ausfälle.
    Wie Moore in einem seiner Podcast gesagt hat, er kann wirklich froh sein eine solch tolle Truppen zusammengestellt zu haben.

    Wobei BSG gerade was die Nebencharaktere angeht ja sowieso absolut vorbildhaft ist. Da kommt mE kaum eine Scifi-Serie ran. Für mich ist das der Pluspunkt der Serie.
    Was Moore schon in DS9 zelebriert hat treibt er hier auf die Spitze.
    Er schafft es Nebencharaktere nicht nur einzuführen und durchzuschleppen sondern sie auf ganzer Breite mit wichtigen Szenen in die Handlung zu integrieren.
    Saul Tigh, Tyrol, Helo, Gaeta, Cally, Dualla, Anders, Zarek, Ellen Tigh, Dr. Cottle, Kat, HotDog – man glaubt zum Teil garnicht das das keine Hauptcharaktere sind.

    Der durchgehende und ständig im Vordergrund stehende Handlungsbogen ist ein weiterer Aspekt der mir sehr gut gefällt. Man mag vielleicht über das düstere Setting und die Ausgangslage geteilter Meinung sein, die Story über Reise dann an sich ist aus handwerklicher Sicht hervorragend dargestellt.
    Wenn man da das Machwerk eines Rick Bermans dagegenhält - sei es jetzt VOY oder ENT - kann man nur lachend den Kopf schütteln.
    Das ist Qualitätsscifi erster Klasse. Freilich ist die eine oder andere Episode etwas schwächer. Aber alles im allen steht BSG was das angeht auf einer Stufe mit DS9 und Babylon 5.
    Leider muss man wohl auch sagen das BSG bewiesen hat das durchgehende Handlungsbögen auf diesem Niveau sich was Quoten anbelangt eher negativ niederschlagen.

    Ein absoluter Pluspunkt der Serie ist dann für mich auch das breit gefächerte Storyspektrum. Obgleich das sicherlich auch noch ausbaufähig ist schafft es BSG anders als so ziemlich jede andere Scifi-Serie endlich mal das Leben und den Dienst auf dem Raumschiff und in der Flotte darzustellen. Die Handlung reduziert sich nicht auf ein paar Brückenoffiziere, stattdessen haben wir Kampfpiloten, Deckmannschaften, junge Offiziere, eine Regierung und das Flottenleben. Die Serie steht damit auf viel breiterer Basis als die klassische Scfi-Serie.
    Folgen in denen dann diese Aspekte zusammen mit irgendwelchen B und C-Charakteren beleuchtet werden - zB Scar - gehören daher für mich zu den absoluten Höhepunkten der Serie.
    Das ist dann auch umso wichtiger da die Hauptprotagonisten so ziemlich durchgehend Antihelden verkörpern.


    Das mir die emotionale Bindung zu Serie etwas abgeht liegt alles in allem weniger an irgendwelchen Handwerklichen Schnitzern. Die Serie ist sogesehen eigentlich sehr gut zusammengebastelt.
    Mir persönlich war und ist das Setting über die Dauer etwas zu Extrem. Das letzte Aufbäumen der Menschheit im Weltraum zu zeigen ist zwar recht nett aber auf die Dauer für eine Serie für meinen Geschmack ein Stück weit zu hoffnungslos. Ich hab weis Gott nichts gegen düstere Settings. Überhaupt nicht. Aber ich möchte wenigstens in einer Serie die Hoffnung auf bessere Zeiten. Das sehe ich bei BSG nicht wirklich. Wenn wir da mal ehrlich sein wollen, letztlich deutet doch alles darauf hin, das die Serie tragisch enden wird. Entsprechende Hinweise von etwa Olomos kursieren dann ja auch schon durch die Fangemeinde.
    Wenn ich mir dann noch die Serie als Ganzes betrachte ist es für mich eigentlich klar das es nur weiter bergab geht und nicht irgendwie positiv enden wird.
    Und mir dieser Gegebenheit kann ich mich ehrlich gesagt nur schwer anfreunden. Wieso sollte ich eine emotionale Bindung zu einer Serie aufbauen bei der ich erahne das am Ende nur noch die Auslöschung der menschlichen Rasse oder bestenfalls die Existenz einiger Cylonhybriden raus springt?
    Das ist nicht so mein Fall.
    Trotzdem ist die Serie keinesfalls schlecht, handwerklich ist sie wie gesagt sehr gut gelungen.

    Falls es jemand überhaupt bis hierher geschafft hat, Kommentare sind erwünscht

  • #2
    Erst mal vorweg: DANKE für einen Thread/Beitrag der sich mal nicht um den Final One dreht. Ich bin dieses ausgelutschte Thema echt leid.

    Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
    Aber das muss dann story- und charaktertechnische Konsequenzen haben.
    Diese Serie muss sich stets mit dem Absoluten auseinandersetzen. Es geht letztlich stets um as Überleben der Spezies Mensch.
    Nach meiner Auffassung bedingt das extreme Handlungen aller Beteiligten. Weil das Setting absolut ist. Extremer geht es eigentlich kaum mehr.
    Vor diesem Hintergrund ist mir BSG oft zu weich.
    Die Serie und mE auch die Fans tendieren schnell dazu das absolut unfassbare Verbrechen zu vergessen das ganz am Anfang der Serie steht.
    Ich kann vor diesem Hintergrund gewisse Storys und Charaktere nicht ganz nachvollziehen.
    Ich würde es nicht so sehr auf die Serie runterbrechen, sondern eher auf die Fans. Wenn ich Threads zum Thema Zylonen vs. Coloials lese kommt mir auch manchmal der Gedanke ob die den ganzen Genozid in der Miniserie vergessen haben. Das läuft dann im Endeffekt auf die armen Zylonen und den bösen Colonials hinaus. Ich habe manchmal das Gefühl die Leute glauben sie könnten egal in welcher Situation sie sich befinden ihr moralisches Grundgerüst einer Wohlstandsgesellschaft beibehalten.

    Ein Beispiel aus der ersten Season: Roslin verbietet die Abtreibung.
    Ja, schön. Und wo ist dabei bitte das große Problem? Wie kann sich irgendjemand ernsthaft gegen diese Maßnahme stellen? Wie kann man in diesem absolut extremen Setting überhaupt nur eine Sekunde Zweifel an der Richtigkeit dieser Maßnahme haben?
    Na ja es hat sich ja nicht gerade Widerstand dagegen geregt. Ich würde es eher so uminterpretieren das Roslin mal wieder klar geworden ist das sie sich in einer außergewöhnlichen Situation befindet. Man muss auch die produktionstechnische Seite sehen. Die Macher von BSG wollen immer aktuelle Themen der amerikanischen Gesellschaft aufgreifen. Und Abtreibung spielt natürlich in der amerikanischen Gesellschaft eine große Rolle. Da kommt natürlich teilweise ein Widerspruch zur Serie. Beispiel: die Kolonie Geminon soll ja sozusagen das Bibe Belt der 12 Kolonien darstellen. Aber einen so großen Widerspruch kann ich da jetzt nicht erkennen.

    Roslin (keine Absicht, ich mag sie eigentlich) hat ein Problem mit Selbstmordattentaten.
    Versteh ich nicht. Wieder genau das selbe. Die Situation ist absolut extrem. Die letzten Überlebenden der Menschheit befinden sich unter cylonischer Besatzung. Die letzte Hoffnung ist eigentlich dahin. Das ist sogar noch eine Steigerung der Extreme. Wann, wenn nicht in dieser Situation?! Wohlgemerkt: Das Ziel ist ganz nebenbei nicht ein paar Polizisten sondern Präsident Baltar. zur Verdeutlichung, der RL Vergleich dürfte in etwa so aussehen: Nazideutschland hat den zweiten Weltkrieg gewonnen und Ben Gurion würde zusammen mit Adolf Eichmann einen jüdischen SS-Verband vereidigen während der Großteil des jüdischen Volkes bereits ausgerottet wurde.
    Ist es klar wie absolut upgefucked diese Situation ist?
    Und trotzdem gibt es viele Fans die hier eine Chance verspielt sehen, das hier endlich ein Friede zwischen Colonials und Zylonen hätte entstehen können. Seh ich persönlich nicht so.

    Apollos Ausscheiden aus der Flotte...
    Gehört zwar nicht hier her, aber ich bin verdammt froh das der nicht mehr Soldat spielt. Ich konnte Superdupersoldat Lee noch nie ab und ich habe gejubelt als er den Militärdienst verlassen hatte. Und dabei waren mir die Logikfehler (wir brauchen unbedingt gute Piloten) schlich Sch**** egal.

    Und zwar die ganze Geschichte mit dem Eye of Jupiter.
    Es beginnt damit, das man mehr oder weniger zufällig den Algenplaneten findet weil dummerweise die Lebensmittelvorräte kontaminiert wurden und man deshalb auf der Suche nach Nahrung war.
    Wäre dies nicht der Fall hätte man den Planeten wohl nie entdeckt, geschweige denn wäre man hingeflogen und hätte auf die Nova gewartet.
    Das sind schon einmal sehr viele Zufälle um die Story voranzutreiben.
    Kurios wird es aber als der Stern dann noch ganz zufällig in genau dem Moment zur Nova werden soll als Galatica & Co vorbeischauen.
    Nichts für ungut, aber die Chancen das das passiert sind wohl minimal.
    Aber das ist ja noch nicht das Ende dieser vollkommen konstruierten Storyline.
    Der 13. Stamm - was immer er auch sein soll - war nicht nur in der Lage die Explosion sehr genau vorherzusagen, nein, sie wussten obendrein auch noch wie die Explosion aussehen würde.
    Ja die Folge fällt unter die Kategorie: Das ist Gottes Plan - das ist dann halt einfach so. Schon DS9 war von allen Star Trek Serie die wohl am religiös angehauchteste. Und wenn man RDM sehen will, muss man einfach mit diesem pseudo-religiösem-mystischen-Esoterik Gequatsche zurechtkommen. Ich hatte mal eine FanFic geschrieben wo man dies alles in etwa rational aufklären konnte (Ein Apparat der Supernoavas erzeugt, Agent der das Essen absichtlich kontaminiert hatte um die Colonials dort hin zu führen etc.), aber seit 4X10 Relevations bin ich der Ansicht das mal alles nur noch mit Gottes Plan aufklären kann und erwarte gar nicht mehr eine rationale Erklärung.


    Auch abseits des unmittelbaren Hauptarcs gibt es zig unrealistische Elemente.
    Karas Rider. Sie kann ihn steuern nachdem sie ich mit ihrem Raumanzug abdichtet. Enterprise hat man für Harmloseres gekreuzigt.
    Wie wärs denn bitte der neue Blackbird? Das Teil war doch absolut effizient gegen die Cylons. Nachdem sie mittlerweile auch schon Viper gebaut haben sollte das doch kein Problem sein.
    Oder Tod von Admiral Cain. Der Cylon marschiert mal eben durchs ganze Schiff und knallt sie in ihrem Bereitschaftsraum ab? Give me a break. Der Kahn ist kein Luxuskreuzer wie in Star Trek sondern ein militärisches Schiff das doch sehr straff geführt wird. Da spaziert ein Gefangener mal nicht eben in hoch sensitive Bereiche und entkommt dann.
    Lees ausscheiden aus der Flotte ist eine ähnlich gezwungene Entwicklung. Es herrscht Krieg, die Menschheit besteht nur noch aus 40.000 Überlebenden. Er ist CAG. Das hat er gefälligst zu bleiben. Es sollte in diesem Szenario vollkommen unmöglich sein den Dienst zu quittieren.
    Das fällt für mich unter die Kategorie: wie weit lasse ich mich verar*****. Wenn der Rest der Folge absolut in Ordnung ist lasse ich mich gerne auf so etwas ein. Obwohl das mit dem Blackbird mir auch auf den Senkel ging. Zu Apollo habe ich mich ja schon oben geäussert.






    Am schlechtesten vom ganzen Cast ist mE noch ist noch Jamie Bamber als Lee Adama. So ziemlich vollkommener Durchschnitt und vor allem anfangs steif und ohne wirkliches Leben.
    Hehe, Gut gesagt. Obwohl ich gerne differenziere. FatLee aus dem NC Arc hat mir gut gefallen. Und seitdem er Politiker geworden ist, kann er auch ab und zu Sympathiepunkte von mir bekommen.


    Saul Tigh, Tyrol, Helo, Gaeta, Cally, Dualla, Anders, Zarek, Ellen Tigh, Dr. Cottle, Kat, HotDog – man glaubt zum Teil garnicht das das keine Hauptcharaktere sind.
    Für mich gehört z.B. Saul Tigh schon lange inoffiziell zum MainCast. Für mich einer der besten schauspielerischen Leistungen die ich seit langem gesehen habe. Für mich der absolute Lieblingschar der Serie. Da kann ich auch mal den einen oder anderen Logikfehler übersehen wenn er im Vordergrund ist.

    Das ist Qualitätsscifi erster Klasse. Freilich ist die eine oder andere Episode etwas schwächer. Aber alles im allen steht BSG was das angeht auf einer Stufe mit DS9 und Babylon 5.
    Okay das ist natürlich absolut subjektiv. Für mich teilen sich DS9 nd BSG den 1. und 2. Platz, während B5 den 3. Platz hält. Was wohl vor allem daran liegt das DS9 und BSG einfach die bessere Chartiefe und Charentwicklung hinbekommen hat als B5. Abgesehen von Londo, G'Kar und mit Abschnitten Garibaldi kann ich keinen B5 Char nennen die es mit den anderen beiden Serien aufnehmen kann. Dagegen punktet natürlich B5 mit dem wirklich ausgebauten Handlungsbogen. BSG und DS9 ist dagegen wirklich nur Stückwerk.
    Zuletzt geändert von BluePanther; 31.10.2008, 14:40.
    Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
    Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
    [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

    Kommentar


    • #3
      Erstmal vor weg ein sehr Detailliertes Review der ganzen Sache.

      Roslin (keine Absicht, ich mag sie eigentlich) hat ein Problem mit Selbstmordattentaten.
      Versteh ich nicht. Wieder genau das selbe. Die Situation ist absolut extrem. Die letzten Überlebenden der Menschheit befinden sich unter cylonischer Besatzung. Die letzte Hoffnung ist eigentlich dahin. Das ist sogar noch eine Steigerung der Extreme. Wann, wenn nicht in dieser Situation?! Wohlgemerkt: Das Ziel ist ganz nebenbei nicht ein paar Polizisten sondern Präsident Baltar. zur Verdeutlichung, der RL Vergleich dürfte in etwa so aussehen: Nazideutschland hat den zweiten Weltkrieg gewonnen und Ben Gurion würde zusammen mit Adolf Eichmann einen jüdischen SS-Verband vereidigen während der Großteil des jüdischen Volkes bereits ausgerottet wurde.
      Ist es klar wie absolut upgefucked diese Situation ist?
      Ich sehe absolut nicht wie man hier noch irgendwelche moralischen Bedenken haben kann. Extremer geht es nicht mehr. Es müsste alles getan werden das die Menschheit in Freiheit überlebt.
      Ich kann Roslin sehr Gut verstehen das sie moralische Bedenken gegen Selbstmordattentäter hat.
      Was nützt es den Menschen Balter zu Töten und dabei noch unzählige andere Menschen zu Verlieren?
      Selbst wenn Balter getötet worden wäre, würden die Menschen ja immer noch unter der Gewalt der Cylons stehen.

      Kommentar


      • #4
        Kennt ihr das? Wenn man eine gaanz lange, so richtig lange Antwort verfasst hat, und ausgerechnet kurz BEVOR man sie abschickt stürzt der PC ab ?

        Nun ja, Bluepanther hat ohnehin schon im wesentlichen geschrieben was auch ich denke.
        Vor allem hat mir die Definition von "wie weit lasse ich mich ver....." gut gefallen .
        Ist bei mir auch immer das gleiche. Wenn die Episode an sich gut gemacht ist, kann ich über den einen oder anderen unlogischen Part hinwegsehen.
        Natürlich sollte sowas nicht überhand gewinnen, was aber in BSG mE sowieso nicht der Fall ist. Im Gegenteil ich finde die Handlungsmotive der einzelnen Protagonisten (fast) immer glaubwürdig. Ebenso deren Wandlungen.

        Ich will nur in zweierlei Hinsicht Blue bzw dem TE widersprechen:
        Zum einen interpretierte ich die Vorfälle auf dem Algenplanet nie als großen merkwürdigen und vor allem weit hergeholten Zufall.
        Ich denke, fast genauso wie Blue, dass da eben "Gottes Plan" dahinterstand. Das war kein Zufall, das war, etwas schwammig formuliert Schicksal. Wie genau das von statten ging, und wie plausibel das ganze ist, darüber werden wir erst nach der Auflösung des Plots urteilen können.

        Zum zweiten wird hier das - Zitat - moralische Luxusgesellschaftkonstrukt kritisiert.
        Warum Adama und Roslin schon öfter in der Serie den moralisch richtigen Weg dem einfacheren/besseren Weg bevorzugt hatten, ergibt sich mE zwangsläufig aus dem Aufbau und dem Inhalt der Serie.
        Es wurde schon oft thematisiert(z.Bsp. als Adama Athena fragt warum die Cylonen die Menschheit vernichten will), dass er für die Menschheit immer eine Selbstverständlichkeit war zu existieren. Nie wurde der Sinn und Zweck hinterfragt. Und BSG will uns eben zeigen dass es nicht reicht einfach nur zu existieren, man muss sich diesen "Luxus" auch verdienen, indem man nicht nur existiert um zu überleben, sondern auch moralisch agiert.
        Persönlich kann man davon halten was man will, in der Serie findet man genug Stichpunkte für die Motivationen der handelnden Personen. Und man sollte sich denke ich auch fragen wie wir bei der ein oder anderen Sache entschieden hätten. Das macht letzten Endes auch eine gute SciFi Serie aus. Trotz der fiktionalen Elemente, verliert sie nicht den Bezug zu unserer Realität, und veranschaulicht das menschliche Verhaltensmuster in all seinen Facetten. So wird sich jeder irgendwann mal angesprochen fühlen und mit kniffligen Fragen konfrontiert sein.
        Also auch wenn ich whs anders gehandelt hätte, als viele Protagonisten in der Serie, konnte ich deren Handlungsweise immer nachvollziehen, was aber nicht das selbe ist wie verstehen.
        Die Herrschaftsverhältnisse ändern sich nie, lediglich die Methoden der Unterdrückung werden subtiler.

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        • #5
          Zitat von BluePanther
          Ich würde es nicht so sehr auf die Serie runterbrechen, sondern eher auf die Fans. Wenn ich Threads zum Thema Zylonen vs. Coloials lese kommt mir auch manchmal der Gedanke ob die den ganzen Genozid in der Miniserie vergessen haben. Das läuft dann im Endeffekt auf die armen Zylonen und den bösen Colonials hinaus. Ich habe manchmal das Gefühl die Leute glauben sie könnten egal in welcher Situation sie sich befinden ihr moralisches Grundgerüst einer Wohlstandsgesellschaft beibehalten.
          Ich denke das Fans und Serie bzw. Autoren davon gleichermaßen betroffen sind. Wie ich geschrieben habe, nach meiner Auffassung müsste die Herangehensweise in vielen Details ganz anders sein. Es werden teilweise Sachen abgehandelt und Standards hochgehalten die in so einer Situation eigentlich vollkommen absurd und nicht nachvollziehbar sind. Das Setting kommt viel zu oft viel zu wenig rüber. Es hätte viel mehr Extreme gebraucht. In der Handlung in und in den Charakteren.
          Zitat von BluePanther
          Na ja es hat sich ja nicht gerade Widerstand dagegen geregt. Ich würde es eher so uminterpretieren das Roslin mal wieder klar geworden ist das sie sich in einer außergewöhnlichen Situation befindet. Man muss auch die produktionstechnische Seite sehen. Die Macher von BSG wollen immer aktuelle Themen der amerikanischen Gesellschaft aufgreifen. Und Abtreibung spielt natürlich in der amerikanischen Gesellschaft eine große Rolle. Da kommt natürlich teilweise ein Widerspruch zur Serie. Beispiel: die Kolonie Geminon soll ja sozusagen das Bibe Belt der 12 Kolonien darstellen. Aber einen so großen Widerspruch kann ich da jetzt nicht erkennen.
          Natürlich existieren gewisse produktionstechnische Zwänge. Aber das ändert nichts daran das es BSG intern unglücklich ist. Zumal ich jetzt nicht sehe warum man das Thema nicht anders, realistischer abhandeln könnte. Gerade hier hätte ich mir eher eine viel extremere Handlungsweise erhofft. Anstatt ein großes Theater über Abtreibungen zu machen wird das Kinderkriegen schlicht befohlen. Adama hat das ja auch mal so schön in der Miniserie angedeutet. In diese Richtung hätte es sich entwickeln sollen. Bei so vielen Fragen und Problemen. Wenn man ein Extremes Setting hat sollte und muss man es auch rüberbringen. Ist kein BSG spezifischer Fehler. Stargate krankt genauso daran wie 24 oder Enterprise.
          Zitat von BluePanther
          Und trotzdem gibt es viele Fans die hier eine Chance verspielt sehen, das hier endlich ein Friede zwischen Colonials und Zylonen hätte entstehen können. Seh ich persönlich nicht so.
          Nach meiner Auffassung ist eh jedes Auskommen zwischen Colonials und Cylons ziemlicher Humbug. Ich mein, schau dir die Realität an. In irgendeinem Episodenthread hier hat es jemand auf den Punkt gebracht: Israel kommt kaum damit zu recht wenn ein deutscher Politiker in der Knesset auf Deutsch spricht. Irgendeine Annäherung zwischen Colonials und Clyons ist da für mir grundsätzlich sehr schwer verständlich. Freilich war es immer an fünf Fingern abzählbar das die Serie genau diesen Weg einschlägt. Aber Frieden während der Besatzung wäre eindeutig zu viel des Guten gewesen.
          Zitat von Imperialist
          Ich kann Roslin sehr Gut verstehen das sie moralische Bedenken gegen Selbstmordattentäter hat.
          Was nützt es den Menschen Balter zu Töten und dabei noch unzählige andere Menschen zu Verlieren?
          Selbst wenn Balter getötet worden wäre, würden die Menschen ja immer noch unter der Gewalt der Cylons stehen.
          Ja und? Eine Besatzung bedeutet einen lange dauerenden Guerillakrieg. Eine Aktion ist nicht deshalb schlecht nur weil sie den Krieg nicht sofort beendet. Warum Baltars Tötung richtig gewesen wäre lässt sich durch folgende Stichwörter verdeutlichen:
          Gerechtigkeit, Moral, Demonstration und Abschreckung.
          Gerechtigkeit deswegen weil es ein Kollaborateur mit einem solchen Feind verdient hat zu sterben. Wer sich in einer solchen Position an sein Leben klammert, die eigenen Leute opfert und nichts tut um den Widerstand zu helfen ist ein legitimes Ziel und muss ausgeschaltet werden.
          Die Eliminierung Baltars hätte dem Widerstand dabei einen für die eigene Moral äußerst zuträglichen Sieg beschert. Die Tötung einer solch wichtigen Figur garantiert die Fortsetzung des Widerstands für Monate wenn nicht Jahre. Man hat sich schon an geringeren Erfolgen hochgezogen und Schlachten und Kriege gewonnen.
          Auch für den Feind wäre (und ist) es eine enorm bedeutsame Demonstration gewesen. Zum einen weil man in der Lage ist selbst diese wichtige Figur zu töten zum anderen weil man durch die Verwendung eines Selbstmordattentäters deutlich macht vor nichts zurückzuschrecken.
          Und obendrein schreckt man potentielle Kollaborateure ab. Die Sicherheitskräfte den Clyons wurden infiltriert, man kann hoch sensitive Ziele ausschalten, man macht klar fas Kollaborateure nichts zu lachen haben. Das wird sehr viele davon abhalten unter den Cylonen für Ruhe und Ordnung zu sorgen.
          Das sind mE mehr als genug Gründe warum das Attentat auf Baltar aus militärisch-strategischen Gründen gerechtfertigt und notwendig war.
          Es spielt dabei keine Rolle das man einen Selbstmordattentäter verwendet. Im Gegenteil.
          Ein Selbstmordattentat an und für sich ist nicht irgendwie unmoralischer als der Raumkampf in der Viper. Wie Tigh in der Folge vollkommen richtig gesagt hat, es gibt oft absolut keinen Unterschied. Mitunter ist es die Aufgabe des Soldaten in Erfüllung seiner Pflicht in den sicheren Tod zu gehen. Ob das heißt sich in einer Viper mit einem Baseship anzulegen oder mit einem Sprenstoffgürtel ein hoch wichtiges Ziel anzugreifen – das Ergebnis ist in beiden Fällen das gleiche. Man nutzt letztlich die Mittel die einem zu Verfügung stehen. Und wenn es darauf ankommt ist auch ein Selbstmordattentat nur ein Mittel zum Zweck. Das gilt für BSG genauso wie für das RL.
          Feige und Hinterhältig wird es nur dann wenn der Selbstmordattentäter einzig und allein darauf aus ist Zivilisten zu töten. Das ist Terror. Die Eliminierung einer derart wichtigen Figur ist es nicht.
          Freilich ist die Aktion nicht besonders nett. Das waren Krieg und Besatzung aber auch nie. Und es sollte auch nicht so dargestellt werden.

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          • #6
            Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
            Ich denke das Fans und Serie bzw. Autoren davon gleichermaßen betroffen sind. Wie ich geschrieben habe, nach meiner Auffassung müsste die Herangehensweise in vielen Details ganz anders sein. Es werden teilweise Sachen abgehandelt und Standards hochgehalten die in so einer Situation eigentlich vollkommen absurd und nicht nachvollziehbar sind. Das Setting kommt viel zu oft viel zu wenig rüber. Es hätte viel mehr Extreme gebraucht. In der Handlung in und in den Charakteren.
            Natürlich sind die Macher von BSG durch die Bank weg allesamt liberal. Ich hab erst vor kurzem ein Interview vom Produzenten/Regisseur Michael Rymer durchgelesen und konnte die ganze, wie subversiv sie in BSG doch waren und wie sie alles getan haben was Busch auch getan hat, nicht fassen. Das war mir etwas zu viel des guten. Zumindestens habe ich das was in BSG gezeigt wurde, so noch in keiner anderen Serie gesehen. Mit Ausnahme natürlich der Serie ROM. Da ging man wirklich sehr hart in die Extreme. Vielleicht wird ja jemand anderes das Vorbild BSG nehmen und noch einen Gang härter schalten.

            Natürlich existieren gewisse produktionstechnische Zwänge. Aber das ändert nichts daran das es BSG intern unglücklich ist. Zumal ich jetzt nicht sehe warum man das Thema nicht anders, realistischer abhandeln könnte. Gerade hier hätte ich mir eher eine viel extremere Handlungsweise erhofft. Anstatt ein großes Theater über Abtreibungen zu machen wird das Kinderkriegen schlicht befohlen. Adama hat das ja auch mal so schön in der Miniserie angedeutet. In diese Richtung hätte es sich entwickeln sollen. Bei so vielen Fragen und Problemen. Wenn man ein Extremes Setting hat sollte und muss man es auch rüberbringen. Ist kein BSG spezifischer Fehler. Stargate krankt genauso daran wie 24 oder Enterprise.
            Okay ich kann jetzt nicht sehen warum ausgerechnet beim Thema Abtreibung so ein großes Trara gemacht wurde. Das war eine Nebenhandlung in einer Einzelepisode dessen Thema nicht weiter verfolgt wurde. Natürlich wäre es deinem Vorschlag betreffend noch wesentlich besser gewesen es so abzuhandeln. Was Adamas Kommentar aus der Miniserie betrifft: Das war ein für mich ein ironischer Kommentar auf Saul Tighs Frage: Is that an order? Immer wieder lustig.

            Nach meiner Auffassung ist eh jedes Auskommen zwischen Colonials und Cylons ziemlicher Humbug. Ich mein, schau dir die Realität an. In irgendeinem Episodenthread hier hat es jemand auf den Punkt gebracht: Israel kommt kaum damit zu recht wenn ein deutscher Politiker in der Knesset auf Deutsch spricht. Irgendeine Annäherung zwischen Colonials und Clyons ist da für mir grundsätzlich sehr schwer verständlich. Freilich war es immer an fünf Fingern abzählbar das die Serie genau diesen Weg einschlägt. Aber Frieden während der Besatzung wäre eindeutig zu viel des Guten gewesen.
            Da gehen unsere Meinungen nicht weit auseinander. Für mich war das so klar das das so abläuft als die Zylonen Ende der 2. Staffel mit einer Invasionsarmee anrückten. Abgesehen von den Selbstmordattentätern. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet als ich das das erste mal sah. Einer dieser Dinge womit mich RDM doch immer wieder überraschen konnte. Für mich hat der Widerstand im Großen und Ganzen richtig gehandelt.
            Was die Rede vor dem Knesset angeht: Ich weiß das ich das mal im Caprica City Forum geschrieben habe, aber das ich es hier auch geschrieben habe kann ich mich nicht erinnern. Wahrscheinlich war es jemand anderes.
            Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
            Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
            [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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            • #7
              Vorab: Ich finde dieses Thread auch eine gute Idee.

              [Schließlich ließt Episodenbewertungen eh kaum jemand und hier lässt sich die Diskussion wenigstens bündeln.
              Ach, lass es dir nicht nehmen auch in Episodenbewertungen deine Meinung zum Besten zu geben. Einige Leser finden sich dort bestimmt auch.

              Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen

              Auf meiner persönlichen Wertungsskala würde ich sie über Stargate SG-1 aber unter Babylon 5 und DS9 einreihen.
              Warten wir erstmal das Ende der Serie an. Gerade Serien wie SG-1 und teilweise auch B5 haben gezeigt, wie man mit einem schwachen Ende den Gesamteindruck noch trüben kann.

              Es geht letztlich stets um as Überleben der Spezies Mensch.
              Nach meiner Auffassung bedingt das extreme Handlungen aller Beteiligten. Weil das Setting absolut ist. Extremer geht es eigentlich kaum mehr.
              Vor diesem Hintergrund ist mir BSG oft zu weich.
              Das hier trifft es doch ganz gut:

              Zitat von Cotillion Beitrag anzeigen
              Und BSG will uns eben zeigen dass es nicht reicht einfach nur zu existieren, man muss sich diesen "Luxus" auch verdienen, indem man nicht nur existiert um zu überleben, sondern auch moralisch agiert.
              Niemanden ist geholfen, wenn plötzlich alle zu Psychopathen a la Helena Cain mutieren.

              Ein Beispiel aus der ersten Season: Roslin verbietet die Abtreibung.
              Ja, schön. Und wo ist dabei bitte das große Problem? Wie kann sich irgendjemand ernsthaft gegen diese Maßnahme stellen? Wie kann man in diesem absolut extremen Setting überhaupt nur eine Sekunde Zweifel an der Richtigkeit dieser Maßnahme haben?
              Natürlich kann man daran Zweifel haben, aus zwei Gründen.

              1. Grundrechte sind kein Luxus auf die man in dem Moment verzichtet, in dem es mal ein bisschen ungemütlich wird.

              2. Das Abtreibungsverbot ist vollkommen unsinnig. So lange man auf überfüllten Schiffen festsitzt kann man keine Zeit und Ressourcen für Nachwuchsorganisation verschwenden. Daran kann man denken, wenn man sich auf einem passenden Planeten angesiedelt hat.

              Ein anderes Beispiel:
              Roslin (keine Absicht, ich mag sie eigentlich) hat ein Problem mit Selbstmordattentaten.
              Versteh ich nicht. Wieder genau das selbe. Die Situation ist absolut extrem. Die letzten Überlebenden der Menschheit befinden sich unter cylonischer Besatzung. Die letzte Hoffnung ist eigentlich dahin. Das ist sogar noch eine Steigerung der Extreme. Wann, wenn nicht in dieser Situation?! Wohlgemerkt: Das Ziel ist ganz nebenbei nicht ein paar Polizisten sondern Präsident Baltar.
              Wieder zwei Gründe dagegen:

              1. Auch im Krieg gibt es Regeln. Seine eigenen Mitmenschen in die Luft zu jagen verletzt diese Regeln.

              2. Die Selbstmordattentate erreichen gar nichts. Cylonen können nicht sterben, also sind die einzigen Opfer die eigenen Mitmenschen. Bedenkt man, dass einige Cylonen kein Problem damit hätten, die Menschen bei fortgeführten Widerstand völlig oder größtenteils abzumeucheln, geht man ein nicht hinnehmbares Spiel mit dem Feuer ein.

              Auch abseits des unmittelbaren Hauptarcs gibt es zig unrealistische Elemente.
              Karas Rider. Sie kann ihn steuern nachdem sie ich mit ihrem Raumanzug abdichtet. Enterprise hat man für Harmloseres gekreuzigt.
              Joa, das war wirklich übel. Auch, dass sie den Vogel sofort perfekt fliegen kann, nur um ihr Wissen pünktlich zur nächsten Folge wieder zu vergessen.

              Sharon Vallerii (Boomer): Diese Frau die ihr ganzes Leben nichts weiter gekannt hat als Mensch zu sein wechselt plötzlich Einstellungsmäßig die Seiten und wird zum Cylon. Schön, sie ist ein Cylon. Aber sie hat ein Leben als Mensch gelebt. Müsste das nicht mehr wiegen? Warum ist hasst sie die anderen Cylons nicht abgrundtief? Wie bringt sie es fertig mit diesen Massenmördern zusammenzuarbeiten?
              Sie hasst die anderen Cylonen am Anfang auch. Ihre Solidarisierung mit den Cylonen erfolgt erst nach der harschen Abweisung durch die Kolonisten. Erst wird sie wie ein tollwütiger Hund abgeknallt, nachdem sich ihre wahre Identität offenbart. Auf Neu Caprica wird sie dann ebenfalls nur mir Verachtung konfrontiert, obwohl sie ihr ganzes Leben als Mensch unter Menschen gelebt hat. Sehr verständlich, dass einen das dazu bringt, seine Verbindungen neu zu definieren. Sicherlich hätte man auf diese Entwicklung beim Neu Caprica- Arc genauer eingehen können. So wirkte der Sprung zu "Eye of Jupter" arg übertrieben.
              I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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              • #8
                Zitat von BluePanther Beitrag anzeigen
                Natürlich sind die Macher von BSG durch die Bank weg allesamt liberal. Ich hab erst vor kurzem ein Interview vom Produzenten/Regisseur Michael Rymer durchgelesen und konnte die ganze, wie subversiv sie in BSG doch waren und wie sie alles getan haben was Busch auch getan hat, nicht fassen. Das war mir etwas zu viel des guten. Zumindestens habe ich das was in BSG gezeigt wurde, so noch in keiner anderen Serie gesehen. Mit Ausnahme natürlich der Serie ROM. Da ging man wirklich sehr hart in die Extreme. Vielleicht wird ja jemand anderes das Vorbild BSG nehmen und noch einen Gang härter schalten.
                Nun, welche Drehbuchautoren sind eigentlich nicht liberal. Allzu viele wird es kaum geben.
                Rom taugt mE wenig als Aufhängepunkt, es ist ein historisches Drama und zuallererst darum bemüht es realistisch wirken zu lassen. Sicher, die Gewalt- und Sexszenen sind oft shcon übermaßen drastisch aber Gott, die Serie ist nicht zu unrecht ab 16 bzw. 18. Vom Storytelling her finde ich es nicht unbedingt irgendwie aus der Reihe fallend.
                24 ist da mE wesentlich weiter gegangen und hat dafür auch deutlich mehr Kritik empfangen.


                Zitat von BluePanther Beitrag anzeigen
                Okay ich kann jetzt nicht sehen warum ausgerechnet beim Thema Abtreibung so ein großes Trara gemacht wurde. Das war eine Nebenhandlung in einer Einzelepisode dessen Thema nicht weiter verfolgt wurde. Natürlich wäre es deinem Vorschlag betreffend noch wesentlich besser gewesen es so abzuhandeln. Was Adamas Kommentar aus der Miniserie betrifft: Das war ein für mich ein ironischer Kommentar auf Saul Tighs Frage: Is that an order? Immer wieder lustig.
                Ich hab es als willkürliches Beispiel rausgegriffen, an irgendwas muss ich die Kritik ja schließlich aufhängen.
                Das Adama da ironisch war glaube ich nicht. Für mich kommt das eigentlich sehr ernst rüber.
                Zumal Ironie kaum in diese Situation passt.

                Zitat von Kenner
                Warten wir erstmal das Ende der Serie an. Gerade Serien wie SG-1 und teilweise auch B5 haben gezeigt, wie man mit einem schwachen Ende den Gesamteindruck noch trüben kann.
                Nun, ich für meinen Teil halte nicht viel davon eine Serie – auch wenn sie einen Haupthandlungsstrang hat – am ihrem Ende zu messen. Wenn ich so was anschaue ist für mich der Weg das Ziel. Wie es ausgeht interessiert mich nicht groß. Stattdessen will ich auf dem Weg etwas Gescheites präsentiert bekommen. Und da jetzt ein Großteil der Serie ja wohl gelaufen ist kann ich mir da schon ein Urteil bilden.
                Zitat von Kenner
                Niemanden ist geholfen, wenn plötzlich alle zu Psychopathen a la Helena Cain mutieren.
                Ob es dienlich ist sei dahingestellt. Realistischer wäre es auf jeden Fall. Nebenbei, ich sehe Cain nicht als Psycopath.
                Zitat von Kenner
                Natürlich kann man daran Zweifel haben, aus zwei Gründen.

                1. Grundrechte sind kein Luxus auf die man in dem Moment verzichtet, in dem es mal ein bisschen ungemütlich wird.

                2. Das Abtreibungsverbot ist vollkommen unsinnig. So lange man auf überfüllten Schiffen festsitzt kann man keine Zeit und Ressourcen für Nachwuchsorganisation verschwenden. Daran kann man denken, wenn man sich auf einem passenden Planeten angesiedelt hat.
                1. Grundrechte sind sehr wohl ein Luxus einer modernen, wohlhabenden und gefestigten Gesellschaft. Ohne diese Voraussetzung gibt es keine Grundrechte. Grundrechte sind da weil wir sie uns leisten können sie zu haben und weil wir in der Lage sind sie zu verteidigen.
                Im BSG Universum ist diese Voraussetzung nicht geben. Hier steht die Menschheit vor ihrer vollständigen Auslöschung. Hierdurch ensteht eine Situation in der es sich die Menschheit nicht mehr leisten kann gewisse Grundrechte zu garantieren. Mehr noch, die Voraussetzungen für diese Grundrechte wären bei einer realistischen Darstellung kaum gegeben.
                2. Du kannst mir nicht erzählen das die Schiffe bei maximal einigen Hundert Geburten aus allen Nähten platzen würden. Allein zur Galatica sagt Moore in einem Podcast das hier noch massig Platz für Tausende wäre.
                Zitat von Kenner
                Wieder zwei Gründe dagegen:

                1. Auch im Krieg gibt es Regeln. Seine eigenen Mitmenschen in die Luft zu jagen verletzt diese Regeln.

                2. Die Selbstmordattentate erreichen gar nichts. Cylonen können nicht sterben, also sind die einzigen Opfer die eigenen Mitmenschen. Bedenkt man, dass einige Cylonen kein Problem damit hätten, die Menschen bei fortgeführten Widerstand völlig oder größtenteils abzumeucheln, geht man ein nicht hinnehmbares Spiel mit dem Feuer ein.
                Im Krieg gibt es Regeln? Ja, aber nur im RL und nur wenn man sie sich leisten kann. BSG Intern wird meines Wissens nirgends auch nur im Ansatz irgendetwas in Richtung Regeln im Krieg geäußert. Mehr noch, es wird in der Serie von verschiedenen Seiten sehr deutlich gemacht das Cylons absolut keine Rechte besitzen (zB Starbuck als sie Loeben foltert: He`s a machine, there is no limit to the tactics i can use).
                Konkret verstößt Mitmenschen in die Luft jagen nicht gegen irgendwelche Regeln, auch nicht im RL. Diese Menschen waren Kollaborateure, bildeten eine uniformierte militärische Einheit im Dienste der Cylonen. Das macht sie zu Kombatanten. Ein legitimes Militärisches Ziel das mit oder ohne Baltar gebombt werden darf. Gemessen am RL würde sich der Selbstmordattentäter lediglich schuldig machen das er sich nicht als Kombatant gekennzeichnet ist. Aber diese Regeln wird in jedem Guerillakrieg laufend missachtet. Das Attentat gegen ein legitimes militärisches Ziel war daher absolut in Ordnung, egal welche Maßstäbe du anlegen willst.
                Auch die Tatsache, das er dabei ums Leben kommt ist schwerlich relevant. In einem Krieg muss der Soldat damit rechnen in den Tod geschickt zu werden wenn es die Situation verlangt. Das Militär hat im BSG Universum kein Problem mit dieser Tatsache wie Tigh erläutert.
                2. Das Ziel waren nicht Cylonen sondern Baltar und weitere Kollaborateure. Sie können sterben und sind deshalb auch aus dieser Sicht ein nützliches Ziel. Unnötig zu erwähnen das für Cylons das erwachen nicht so sonderlich doll ist und schon mehr als einer Schaden davongetragen hat.
                Zitat von Kenner
                ie hasst die anderen Cylonen am Anfang auch. Ihre Solidarisierung mit den Cylonen erfolgt erst nach der harschen Abweisung durch die Kolonisten.
                Ja toll. Ich unterstelle auch dieser Frau ein klein wenig Hirnschmalz zu besitzen. Sie sollte sich doch an einer Hand abzählen können das die Menschen ein kleines Problem damit haben das sie ein Cylon. Athena hat das bekanntlich auf gerafft.


                Zitat von Kenner
                Erst wird sie wie ein tollwütiger Hund abgeknallt, nachdem sich ihre wahre Identität offenbart.
                Sie sollte doch froh sein das Cally das getan hat. Die Experimente wären wohl nicht gerade erfreulich gewesen.

                Zitat von Kenner
                Auf Neu Caprica wird sie dann ebenfalls nur mir Verachtung konfrontiert, obwohl sie ihr ganzes Leben als Mensch unter Menschen gelebt hat. Sehr verständlich, dass einen das dazu bringt, seine Verbindungen neu zu definieren. Sicherlich hätte man auf diese Entwicklung beim Neu Caprica- Arc genauer eingehen können. So wirkte der Sprung zu "Eye of Jupter" arg übertrieben.
                Es ist mir persönlich nicht verständlich. Gerade weil sie ein Leben als Mensch gelebt hat sollte sie den gleichen Pfad einschlagen wie Athena. Sie hat noch im viel höheren Maße ein Interesse weiterhin als Mensch angenommen zu werden. Ihre tatsächliche Entwicklung ist unrealistisch.
                Ich kann da wieder einen Nazi-Vergleich bemühen. Die Boomer-Entwicklung ist für mich genauso unrealistisch wie das ein Jude dessen Familie man vor seinem Augen vergast hat plötzlich freiwillig der persönliche Referent Hitlers wird.

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                • #9
                  Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
                  ... Das Ziel waren nicht Cylonen sondern Baltar und weitere Kollaborateure. Sie können sterben und sind deshalb auch aus dieser Sicht ein nützliches Ziel. Unnötig zu erwähnen das für Cylons das erwachen nicht so sonderlich doll ist und schon mehr als einer Schaden davongetragen hat. ...
                  Ja, die Cylonen haben etwas Kopfweh nach dem Erwachen. Cavil hatte einen richtigen Brummschädel. Das wird ihn extrem beeinträchtigt haben...

                  Das Baltar den Tod verdient hat, steht außer Zweifel. Aber einen Krieg gegen einen unsterblichen Feind kann man nun mal nicht gewinnen. Daher war dieser Guerillakrieg auch so sinnlos.

                  Die einzige Chance die Cylonen aufzuhalten ist es ihre Res-Ships abzuschießen. Das tötet die Modelle zwar auch nicht endgültig, aber hält sie wenigstens auf Distanz. Ohne Resship können sie nur auf dem Cylonplaneten wiederauferstehen. Und von dort erneut zur Front zu fliegen dauert dann doch sehr lange.

                  Wenn hier schon realistisches Verhalten gefordert wird, dann hätten die Menschen mit den Cylonen eng zusammengearbeitet um die Standorte der Resships herauszufinden und diese dann in einer konzentrierten Aktion zu vernichten.
                  Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                  - Mencius

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                  • #10
                    Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                    Das Baltar den Tod verdient hat, steht außer Zweifel. Aber einen Krieg gegen einen unsterblichen Feind kann man nun mal nicht gewinnen. Daher war dieser Guerillakrieg auch so sinnlos.
                    Der Wille des Feined kann immer gebrochen werden.
                    Gerade durch den Umstand, das die Auferstehung bei den Cylonen alles andere als angenehm ist.

                    Und letztlich muss man sich halt die Frage stellen was wichtiger ist. Überleben unter fremder Besatzung ohne auch nur die Chance zu haben das sich je was ändert oder eben Widerstand.
                    Mir viele die Entscheidung leicht. Zu verlieren ist eh nichts mehr.

                    Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                    Wenn hier schon realistisches Verhalten gefordert wird, dann hätten die Menschen mit den Cylonen eng zusammengearbeitet um die Standorte der Resships herauszufinden und diese dann in einer konzentrierten Aktion zu vernichten.
                    Es gab doch überhaupt keine Verbindung zur Galatica als der Widerstand aktiv wurde.

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                    • #11
                      Warum wird der bereits bestehende Thread zum Thema eigentlich nicht einfach weiterbenutzt?
                      http://www.scifi-forum.de/science-fi...ige-serie.html
                      Mein Profil bei Last-FM:
                      http://www.last.fm/user/LARG0/

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                      • #12
                        Ich denke mal das liegt daran, da bei dem vorgegebenen Thread nicht dabei steht, auf welchem Stand dort diskutiert wird.
                        "Die bisherige Serie" könnte für viele nur Staffel 1+2 bedeuten(ich glaube das sind die Staffeln die bisher in Deutschland ausgestrahlt wurden). Für manche schließt es vl auch die 3. Staffel mit ein - wie dem auch sei - hier darf man eben hemmungslos Spoilern
                        Die Herrschaftsverhältnisse ändern sich nie, lediglich die Methoden der Unterdrückung werden subtiler.

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                        • #13
                          Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                          Warum wird der bereits bestehende Thread zum Thema eigentlich nicht einfach weiterbenutzt?
                          http://www.scifi-forum.de/science-fi...ige-serie.html
                          Weils der endar auch nicht gemacht hat, schlicht und einfach.
                          Auserdem ist es nun mal keine Bewertung sondern ein Fazit

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                          • #14
                            Zitat von Cmdr. Ch`ReI Beitrag anzeigen
                            Ich hab es als willkürliches Beispiel rausgegriffen, an irgendwas muss ich die Kritik ja schließlich aufhängen.
                            Das Adama da ironisch war glaube ich nicht. Für mich kommt das eigentlich sehr ernst rüber.
                            Zumal Ironie kaum in diese Situation passt.
                            Okay da gehen unsere Meinungen auseinander. Für mich war das sehr wohl Ironie, gegenüber seinem mehr als nur verdutztem XO. Es wurde ja auch später in der Serie nie wieder darauf eingegangen. Gerade in der 1. Staffel merkt man das Adama auch eine sehr liberale Einstellung hat. Der Vater Anwalt in bürgerlichen Rechten, oder seinem Kommentar zu Roslin das die Streitkräfte nur gegen äussere Feinde eingesetzt werden dürften und nicht gegen die Zivilbevölkerung. Gerade in diesem Kontext sehe ich es nicht das Adama schon am Anfang eine so radikale Option in Erwägung zieht.

                            Ob es dienlich ist sei dahingestellt. Realistischer wäre es auf jeden Fall. Nebenbei, ich sehe Cain nicht als Psycopath
                            Aber BSG Razor hast du schon gesehen oder? Für mich ist Cain eine Person die die Nerven verloren hat. Allein der Angriff auf die Raumstation, der eindeutig eine zylonische Falle, und der Exekution ihres XO beweist mir das die einfach die Nerven verloren hat. Natrülich sieht sie äusserlich noch wie ein kolonialer Offizier, aber im inneren ist sie nur noch ein Mensch der Rache und den Tod sucht. Und dabei ist es ihr egal wie viele ihrer Untergebenen sie da mit reißt.



                            Zitat von Admiral Ahmose Beitrag anzeigen
                            Ja, die Cylonen haben etwas Kopfweh nach dem Erwachen. Cavil hatte einen richtigen Brummschädel. Das wird ihn extrem beeinträchtigt haben...
                            Denke doch nur an die Sechs aus 4X06 Faith. Durch ihren Tod in diesem Bottich in der Wasseraufbereitung hat sie sehr starke seelische Störungen davongetragen. Zylonen erleben ihren Tod und erinnern sich immer wieder daran. Da entsteht etwas mehr als nur ein Brummschädel. Und auch Cavil hat in dieser Szene gesagt das jede Wiederauferstehung immer schlimmer wird.
                            Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
                            Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
                            [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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                            • #15
                              Zitat von BluePanther Beitrag anzeigen
                              Aber BSG Razor hast du schon gesehen oder? Für mich ist Cain eine Person die die Nerven verloren hat. Allein der Angriff auf die Raumstation, der eindeutig eine zylonische Falle, und der Exekution ihres XO beweist mir das die einfach die Nerven verloren hat.
                              Warum bitteschön?
                              Cain hat in diesem Fall absolut korrekt gehandelt.

                              1. Sie hat das Kommando. Das heißt, sie gibt die Befehle. Der XO hat sie auch dann auszuführen wenn er sie für militärisch falsch hält oder sicher ist es dabei Opfer geben wird. Er kann seine Bedenken vorbringen aber wenn Cain einen Befehl gibt hat er sich zu fügen.

                              2. Der XO hat in einer Kampfsituation einen direkten Befehl verweigert und damit nicht nur Cains Autorität als Kommandant angegriffen sondern auch wertvolle Zeit vergeudet. Cain musste hier hart durchgreifen um die Situation überhaupt noch zu retten.
                              Für irgendwelche Abführspielchen ist da keine Zeit mehr, erst recht nicht da sie sich nicht sicher sein kann wie sich die Crew im Angesicht der Übermacht verhält.
                              Die Tötung des XOs nach mehrmaliger Befehlsverweigerung in einer Kampfsituation war hier eine sinnvolle Option und noch colonischen Recht wasserdicht.

                              3. Es interessiert nicht ob das Ziel eindeutig dies oder jenes war. Cain ist Kommandant und sie befiehlt den Angriff. das es dabei mehr Verluste geben wird als vorher erwatet ist nicht relevant. Das Militär ist kein Debattierklub, erst recht nicht in einer solchen Situation. Der XO hat das Recht seine Vorbehalte zu äußern, dafür ist er da. Aber dann hat er seine Pflicht zu tun. Und zu seinen Pflichten gehört nicht sich mit dem Kapitän anzulegen nur weil die bereit ist ein paar Viper mehr zu opfern als er.
                              Dabei ist ja festzuhalten, das Cains Kahn keine größeren Probleme damit hatte die Cylon Falle auszuschalten.

                              Zitat von BluePanther Beitrag anzeigen
                              Natrülich sieht sie äusserlich noch wie ein kolonialer Offizier, aber im inneren ist sie nur noch ein Mensch der Rache und den Tod sucht. Und dabei ist es ihr egal wie viele ihrer Untergebenen sie da mit reißt.
                              Und das ist nicht verständlich, schlecht weil?
                              Ich darf in Erinnerung rufen des der hoch liberale Adama haargenau das selbe vorhatte. Wäre er in Cain Position gewesen hätte er nicht viel anders gehandelt.
                              Und was war das für eine Situation?
                              Cain geht davon aus das sie den einzig überlebenden Battlestar kommandiert. Das heißt, es ist vorbei. Sie hat nicht wie Adama die Option die Menschheit zu retten. Alles was ihr noch bleibt ist Rache, Vergeltung und der Tod. Ihre Aufgabe als Offizier der Kolonien besteht in dieser Situation nur daraus den Cylonen solange wie noch möglich einen guten Kampf zu liefern.
                              Und das tut sie. Daran ist nichts schlechtes. Das ist realistisch, logisch und nachvollziehbar.
                              Es ist in dem Szenario in dem wir uns hier bewegen auch relativ egal das sie die Zivilen Schiffe ausräumt. Die Menschheit ist sowieso erledigt, den Genpol der Überlebenden in ihrer Reichweite niemals ausreichend.
                              Sie hatte nicht die Optionen die Adama hatte.

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