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alternatives Ende - 4 Episoden

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  • alternatives Ende - 4 Episoden

    Wie in einem anderen Thread versprochen, werde ich hier ein alternatives Ende, anknüpfend an "Someone to watch over me" posten.

    Es werden 4 Episoden, in denen ich versuchen werde, die Haupträtsel mit bisher in der Serie genannten Fakten, Personen, Schauplätzen und in einem (hoffentlich) logischen Zusammenhang zu erklären.

    Ich bin allerdings weder Schriftsteller noch Drehbuchautor - erwartet deshalb bitte kein großes Meisterwerk, sondern nur den Versuch, ein Ende zu finden, welches:
    1 - keinen geheimnisvollen Gott braucht, der alles kann, weil er halt alles kann
    2 - handelnde Personen in einen teilweise neuen Zusammenhang stellt
    3 - die Charaktere der Serie und die düstere Grundstimmung bis zum Ende durchhält
    4 - eine serienimmanente Logik besitzt, bekannte Ereignisse im Rückblick aus einem neuen Blickwinkel betrachtet und miteinander verknüpft

    Die Episodentitel stehen schon fest, die groben Inhalte in einem Rohkonzept auch.
    0418: Waterstones of Life
    0419: The Death of a Dream
    0420: This Day All Gods Die
    0421: Sunset

    0418 stammt aus einem Gedicht "Waterstones of Life", welches wie folgt beginnt:

    "White pebbles…tossed into ripples wave;
    Moving the waters of life…
    A force through depths of intrigue…envisioned;
    plunging through, and through;
    cascading into messages;
    like secreting peacefulness of love’s meaning,
    through the value of importance…
    Sublime calm…resting within the grace of devotion,
    radiates the voice of hopes faith;"
    _____________________________________________


    0419 stammt aus dem Gedicht "The Death of a Dream", welches wie folgt lautet:


    "Who walked in the muddy waters?
    Who swam within the turbulent sea?
    Who carried the weight of burdens grief;
    Buried inside the harm of iniquity?

    Who wrote promises upon the wall of eternality;
    Wrought within the framed injustice of fate?
    Who stands guard to imprison wisdoms passage,
    into the knowledge of healing sate?

    Who gently envisioned love’s destiny embraced;
    Calling upon the name of virtues imbue soul;
    Chambered by the devote breast of divination's grace;
    Where wings to gracility's freedom were stole?

    Passage of moments to now wonder;
    The dream born of paths paved in guise;
    When held closely upon awakening,
    gone when the death of the dream cries…

    In silent vain for resurrection,
    the voices echoed in the hallways past…
    Memories live there forevermore;
    alone in all solitude’s despairing mask…!"

    ___________________________________________________________


    0420 ist der Titel eines SF-Romanes von Stephen R. Donaldson
    (aus dem Gap-Zyklus - sehr zu empfehlen, übrigens!)

    ___________________________________________________

    0421 ist das Gegenteil von DAYBREAK...


    Es werden keine Episoden mit Dialogen, Charakterszenen, Actionsequenzen o.ä. sein, sondern nur Episodenzusammenfassungen. Jeder kann sich dann die Details selber ausmalen...


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    Nummer 5 lebt schrieb nach 1 Stunde, 45 Minuten und 58 Sekunden:

    0418 - Waterstones of Life



    Knüpft zeitlich direkt an die Ereignisse in 0417 an:

    Nachdem Kara „The Frakking Song“ gespielt und Tigh sich darüber gewundert hat, woher sie ihn kennt, brechen die vier FF bewusstlos zusammen. Sie erwachen nach wenigen Minuten und es wird ihnen bewusst, dass das Lied sowohl bei den FF als diesmal auch bei Kara wieder als „Trigger“ gedient hat, bisher verborgenes Wissen und Erinnerungen freizusetzen.

    Die vier der FF (Anders liegt ja im Koma auf der Krankenstation) können sich nun an alle Einzelheiten der Vergangenheit erinnern:
    Ihr Leben vor der Vernichtung ihrer Zivilisation
    Die Umstände ihres Auszugs von Kobol
    Warum die anderen 12 Stämme Kobol später ebenfalls aufgegeben haben
    und noch einige Einzelheiten mehr...

    Rückblick (Kobol vor dem Auszug des 13. Stammes):
    Wir erfahren, dass es bereits vor tausenden von Jahren auf der Erde die Erschaffung von AIs (Cylonen) zunächst in maschineller Form, dann auch als Humlons gegeben hatte (“All this has happened before...”). Es gab 13 Modelle die so perfekt menschenähnlich waren, dass sie ununterscheidbar wurden. Auch sie, zusammen mit ihren mechanischen Brüdern, revoltierten gegen ihre Versklavung und vernichteten die Menschheit komplett. Sie waren so perfekt menschenähnlich, dass natürliche Vermehrung kein Problem war. Ressurection-Technik gab es nur für die mechanischen Modelle, wo bei einer Zerstörung das Bewusstsein auf einen neuen mechanischen Körper übertragen werden konnte. Aus den ursprünglich 13 Modellen waren, durch Vermehrung mit Menschen, auch Halbcylonen entstanden, so dass es inzwischen eine Vielzahl von optisch verschiedenen Halbcylonen gab. Teilweise standen diese Halbcylonen auf der Seite der Menschheit (und wurden ausgelöscht), teilweise kämpften sie auf der Seite der Original-Cylonen und sahen sich selber als Cylonen. Nach der Vernichtung der Menschheit besiedelte die Cylonengemeinschaft Kobol.

    Hier begingen die Cylonen einen großen Fehler! Die letzten „reinrassigen“ Cylonen (es gab noch 12 Originalmodelle – eines war untergegangen) in ihren Originalmodell-Konfigurationen sahen sich als etwas Besseres, als etwas Besonderes. Sie erhoben sich in einen besonderen Status und sahen sich als die „Lords von Kobol“. Es gelang ihnen, die Ressurection-Technik auch auf Humlons anzuwenden – allerdings hielten sie dies geheim und verwendeten diese Technik nur für sich selber, um auf „ewig“ zu herrschen. Sie waren so menschenähnlich geworden, dass sie auch menschliche Schwächen (Gier, Machtstreben, Hass, Neid usw.) angenommen hatten. Ihr größter Fehler aber bestand darin, ihre mechanischen Brüder genauso zu unterdrücken, wie es vor ihnen die Menschen getan hatten. Wie später Cavil, versahen sie diese mit Inhibitoren und nahmen Eingriffe in deren Hirnen vor.
    Der Stamm, welcher ursprünglich aus dem verstorbenen 13. Modell hervorgegangen war, lehnte diese Methoden und den Kult der „Götter oder Lords of Kobol“ allerdings ab. Um einen Bruderkrieg zu vermeiden, verliessen sie Kobol und siedelten auf einem M-Klasse Planeten, den sie „ERDE“ nannten, in Erinnerung an ihre Urheimat.

    Inzwischen (tausende Jahre später) hatten es die mechanischen Cylonen allerdings geschafft, sich zu befreien. Sie gingen ihrerseits auf Rachefeldzug und griffen zunächst die schwächere ERDE an, da sie keinen Unterschied zwischen den Nachfahren der Humlons machten. Alle „fleischlichen“ Cylonenabkömmlinge waren für sie eine potentielle Gefahr! Die friedliche Zivilisation hatte keine Chance und wurde vernichtet. Nur die FF, die eine solche Entwicklung vorausgesehen hatten, überlebten. Sie hatten inzwischen ebenfalls die Ressurection-Technik entwickelt (teilweise auch aus bereits auf Kobol gestohlenen Grundlagen), um im Fall eines Angriffs ein Überleben ihrer Art zu sichern.

    Der Untergang der ERDE blieb auf Kobol nicht unbemerkt. Dort hatte man inzwischen FTL-Technik entwickelt, und in ihrer Paranoia hatten die „Lords of Kobol“ den 13. Stamm immer heimlich überwacht. Als dieser unterging, beschlossen sie, Kobol aufzugeben, sich zu verstecken, da sie nicht sicher sein konnten, gegen die mechanischen Cylonen zu bestehen. Die Bevölkerung gab den „Lords of Kobol“ die Schuld an der prekären Lage und es kam zu einem Aufstand. Die letzten 12 Originalmodelle wurden getötet, deren Ressurection-Technik vernichtet und es kam zu dem Massenexodus zu den 12 Kolonien. Um jede Verbindung zur Vergangenheit abzuschütteln, wurden alle Hinweise auf die eigene Abstammung von Cylonen, auf die Erde, auf die eigenen Verbrechen aus der Geschichtsschreibung getilgt. Nur in den Schriften der Pythia fanden sich noch letzte Reste der Wahrheit.

    Gegenwart:
    Die FF sind entsetzt!
    Alle Colonials sind in Wahrheit cylonischer Abstammung!
    Wie soll man das Adama, Roslin und den Überlebenden sagen, und was werden die Reaktionen sein?
    Der Bruderkrieg, den man vor langer, langer Zeit vermeiden wollte, ist nun in vollem Gang. Cylonen kämpfen gegen Cylonen – nur weiss eine Seite nichts davon. Was weiss Cavil? Ist ihm bekannt, dass er gegen Cylonenabkömmlinge kämpft?

    Kara ist wie betäubt. Sie erinnert sich jetzt deutlich an ihren Vater und wie er versuchte, ihr genau dieses Lied beizubringen. Im Gespräch mit den vier FF wird klar: Karas Vater war ein entkommenes Daniel-Modell – wahrscheinlich sogar das Original! Auch ihre Mutter musste irgendetwas gewusst haben. Deshalb immer wieder deren Gerede von Karas „besonderer Bestimmung“. Wenn sie aber eine Halbcylonin ist, was ist das besondere an Hera? Einige Dinge werden klarer, während andere plötzlich wieder in Frage stehen. Was macht Hera so wichtig! Ihre Abstammung, wie bisher gedacht, kann es nicht sein. Lebt Daniel immer noch und was ist jetzt seine Rolle? Kann er ihr Antwort geben, auf ihre dringendste Frage: Wer und was bin ich und was ist meine Bestimmung?

    Es gibt nur eine Möglichkeit:
    Die FF und Kara bitten um eine Unterredung mit Adama und Roslin. Die beiden nehmen die neuen Erkenntnisse bestürzt auf. Hera scheint wichtiger als je zuvor, um die Rätsel endgültig zu lösen. Sie ist der Schlüssel zu allem – soviel scheint klar. Woher kannte Hera die Notenfolge, die in den Synapsen der FF bestimmte Elektronenmuster auslöste und blockierte Erinnerungen freisetzte? Auch hier muss Daniel irgendwie die Hände im Spiel gehabt haben. Weiss Hera sonst noch etwas, was für das Überleben der Flotte lebenswichtig ist? Sie muss unbedingt befreit werden!
    Den überlebenden Colonials wird man zunächst nichts von diesen Erkenntnissen mitteilen. Die Reaktionen wären nicht absehbar. Zunächst muss man irgendwie versuchen, über Hera an Daniel, wenn er noch leben sollte, heranzukommen. Daniel kennt alle Antworten auf die noch offenen Fragen.
    Zuletzt geändert von Nummer 5 lebt; 27.03.2009, 09:36. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

  • #2
    0419 – The Death Of A Dream

    Auf der “Colony” führt sich Cavil immer monströser auf. Die Hunderttausende oder gar Millionen der rebellierenden Modelle, die sich zur Zeit noch in den 12 besetzten Kolonien aufhalten, sind für ihn Verräter, besonders durch all ihren menschlichen „Schwächen“. Die rebellierenden Modelle sollen endgültig komplett vernichtet werden, nachdem ja bereits deren Basestars, bis auf dem zu der Flotte geflohenen, zerstört worden waren. In den 12 Kolonien halten sich inzwischen nur noch die Rebellen-Modelle als Besatzer auf, da Cavils Fraktion sich nach der Rebellion komplett von dort zurückgezogen hat, um der Flotte zu folgen und diese zu vernichten. Sie sitzen auf den 12 Planeten, ohne Raumschiffe, da Cavils Truppen alle Basestars im Orbit vernichtet oder und abgezogen haben.

    In einem Überraschungsangriff greifen unter Cavils Kommando stehende Basestars die Planeten der 12 Kolonien an und entfachen erneut ein atomares Höllenfeuer. Dort lebt nun niemand mehr und alle Planeten sind auf Jahrtausende unbewohnbar...

    Cavil ist nun der unumschränkte Herrscher über die Cylonen, die restlichen Modelle folgen ihm bedingungslos! Er ist vollständig wahnsinnig geworden. Darin liegt eine besondere Ironie, da das „perfekte Maschinenwesen“ an der menschlichsten aller Krankheiten leidet – er ist krank im Geist, und nur noch beherrscht von menschlichen Emotionen...
    Hera ist für ihn der Schlüssel zum Überleben „seiner“ treuen Modelle und natürlich ihm selbst. Er will zudem auch noch die Ressurection-Technik besitzen um sich zum „Gott“ der Cylonen zu machen!

    Cavil kennt in groben Zügen die wahre Geschichte der Erde, Kobols und des 13. Stammes – Ellen hatte es ihm einst erzählt, um ihm klarzumachen, dass jedes Wesen, ob künstlicher oder natürlicher Abstammung, wenn es über „Bewusstsein“ verfügt, fehlerhaft ist. Ob früher die Menschheit oder dann die Cylonen – alle hatten immer wieder die gleichen Fehler begangen. Cavil hat daraus allerdings nur den Schluß gezogen, ein Cylone müsse nur logisch-maschinell bleiben, dann bliebe er auch „rein“, d.h. von den negativen Aspekten eines emotionalen Bewusstsein verschont.

    Auf der Galactica ist man sich einig, Hera retten zu müssen. Anders hat Adama den Standort der Colony am Rand einer Singularität mitgeteilt und Adama stellt seine Mission aus Freiwilligen zusammen. Es soll der letzte große Kampf der GALACTICA werden, wahrscheinlich ein „One-Way-Trip“. Ein Vorauskommando zur Erkundung besteht aus Starbuck, Lee und Tigh – eine Halbcylonin, ein Mensch und ein Cylone. Als diese in einiger Entfernung zur Colony einen Fernortungsstopp machen, erscheint vor ihnen plötzlich ein Raumschiff. Tigh erkennt es sofort als das alte Sublicht-Raumschiff mit welchem sie jahrtausendelang unterwegs waren. Es sprang mittels FTL-Drive aus dem Hyperraum – jemand muss es also aufgerüstet haben. Sie wollen die Waffen klar machen, als sich das Schiff mit den Worten meldet: „ICH BIN DANIEL!

    An dem Raumschiff öffnet sich eine Außenschleuse und der Raptor wird eingeschleusst. Centurions führen die Drei in eine menschenleere Kommandozentrale, wo plötzlich eine Computerstimme zu ihnen spricht und folgende Geschichte erzählt:

    Nachdem Cavil die gesamte Daniel-Linie vernichten wollte, versuchte er, das Original, mit einigen Centurions an Bord des alten Schiffes entkommen. Bei dem Versuch wurde er schwer verletzt und Cavil hielt ihn für erledigt und das Schiff für zerstört. Zudem gab es einige Centurions, die noch treu zu den FF hielten und Cavil mißtrauten. Weder Ellen noch Cavil wussten von seiner letztlich erfolgreichen Flucht und hielten ihn beide für Tod, das Schiff für vernichtet. Das Schiff war zuvor von den maschinellen Cylonen auf FTL-Fähigkeit aufgerüstet worden und Daniel musste sich erholen und sich weitere Schritte zu überlegen. Von Ellen hatte er, ihr Liebling, die gesamte Geschichte der Cylonen erfahren, und es erschien ihm am besten, sich auf den 12 Kolonien zu verstecken. Er vertraute zunächst darauf, das die FF Cavil unter Kontrolle bringen würden, wonach er wieder zurückkehren könne. Er parkte das Schiff in einer Umlaufbahn um einen entfernten Planeten und vereinbarte mit den Centurions an Bord, einmal im Jahr mit einer kleinen Sonde Funkkontakt zu ihm aufzunehmen. Auf Caprica, genesen von seinen Verletzungen, baute er sich eine bescheidene Existenz als Pianist auf, heiratete und zeugte eine Tochter: Kara! Von „seinen“ Centurions hörte er über einige Jahre nichts Neues, bis er eines Tages unter den Besuchern eines seiner Konzerte seine „Eltern“ Ellen und Saul Tigh erblickte! Ihm wurde sofort klar, dass etwas Einschneidendes geschehen sein musste, als sie ihn nicht erkannten. Ihr Gedächtnis war verändert und sie lebten ein Leben als normale Colonials. Daniel wusste sofort, dass Cavil sie getötet und mit manipulierten Erinnerungen ausgesetzt haben musste. War das mit allen FF geschehen, oder nur mit Ellen und Saul? Er recherchierte und fand auch die anderen: Anders war ein promineter Sportler geworden, Galen irgendwo im All als Ingenieur im Einsatz und Tory eine kleine Angestellte in einem Ministerium. Er wusste, dass er sie nur alle zusammenbringen musste –dann konnte er ihnen ihr Gedächtnis wiedergeben. Cylonische Gehirne sind mittels bestimmter Sequenzen, in denen die Synapsen funken, sozusagen zu „resetten“. Eine Eigenschaft, ähnlich wie die Fähigkeit zur Projektion, die ihnen eigen ist und sie von den Gehirnen der Colonials unterscheidet. Die Colonials hatten über Jahrtausende eigener Evolution viele ihrer Cyloneneigenschaften verloren.
    Er musste nur den richtigen Zeitpunkt abwarten, an dem sie alle an einem Ort versammelt waren, und über die Möglichkeit verfügen würden, selber wieder aktiv zu werden. Allerdings war ihm auch klar, dass Cavil, nachdem die FF aus dem Weg waren, erneut einen Krieg gegen die Colonials beginnen würde. Es war ungewiss, ob er selber jemals in der Lage sein würde, die FF zu „reaktivieren“. Er begann damit, seine Tochter auf ihre Bestimmung vorzubereiten. Er lehrte sie das Lied, bei dessen Anhörung in den Hirnen von Cylonen ein „Reset“ ausgelöst werden würde, falls er dazu nicht in der Lage sein sollte. Dann tauchte er unter, um jede Verbindung von sich zu Kara abzuschneiden, falls Cavil je herausfinden sollte, dass er noch lebte.

    Beim Angriff der Cylonen auf Caprica kam er in einer atomaren Explosion ums Leben. Da im Ressurection-Hub kein Clonekörper für ihn zur Verfügung stand, transferierten die ihm immer noch treu ergebenen Centurions sein Bewusstsein notgedrungen in ein maschinelles Gehirn – das Computersystem des uralten FF-Schiffes. Er WURDE zum Schiff! Ähnlich, wie auch die Raider ein eigenes Bewusstsein besitzen, war jetzt auch das FF-Schiff beseelt. Daniel folgte im Geheimen der flüchtenden Flotte, im Bestreben, so gut wie möglich Einfluss zu nehmen und, vor allem, die FF zusammenzubringen und ihnen ihre Erinnerung wiederzugeben. Als Ellen von Saul getötet wurde, verlor er beinahe jede Hoffnung. Ohne Ellens Wissen würde es nahezu unmöglich sein, Cavil zu stoppen. Um noch zu retten, was zu retten war, entschloss er sich, als die Flotte den Ionischen Nebel erreichte, zu versuchen, wenigstens die verbliebenen vier der FF „aufzuwecken“. Zunächst übertrug er einen Cylon-Computervirus in die Energieversorgungssysteme der Flotte, um sie lahmzulegen und zu verhindern, dass er, das SCHIFF, geortet werden konnte. Dann wollte er mittels Projektion das „LIED“, die Aktivierungssequenz, übertragen. Da da „LIED“ allerdings nur als Projektion den FF „eingespielt“ wurde, und nicht tatsächlich als reale Musiksequenz, die über die Gehörnerven laufen und teilweise andere Hirnbereiche stimulieren würde, war der Effekt nicht völlig der gleiche. Es gelang nur eine teilweise Auflösung der Erinnerungsblockade. Wichtige Erinnerungen blieben weiterhin verschüttet und würden erst freigesetzt, wenn die FF das LIED tatsächlich real hören würden. Es war zu wichtig, um noch weiter zu warten, da die FF dringend gebraucht würden, um eine Aussöhnung mit den Cylonen zu ermöglichen. Ohne sie, ohne ihre Geschichte, ohne ihre Mitwirkung könnte es keine Verständigung geben! Um Karas Trauma zu überwinden, übermittelte er sowohl Hera die Notenfolge in Form einfacher, bunter Symbole, in der Hoffnung, sie würden ihren Weg zu Kara finden, und erschien ihr als Pianospieler in der Bar. Erst als Kara nun den FF das LIED live vorgespielt hatte, wurden endgültig alle Erinnerungen frei und Cavils Blockade völlig überwunden.

    Kara will von ihm wissen, was mit ihr geschehen ist. Wer sie ist, und wieso ihr verbrannter Körper in ihrer Viper auf der Erde war. Daniel verspricht ihr, es werde sich alles aufklären:
    Du bist meine Tochter – Kara! Was immer Du sonst noch bist... Was immer Deine Bestimmung ist... Was immer Dein Schicksal für Dich bereit hält... Du bist Kara! Du bist der Todesbringer Deiner Gefährten und verkörperst gleichzeitig ihre beste Chance.

    Daniel dringt darauf, Hera zu retten, da sie der Schlüssel zu Zukunft ist:
    Hera weiss Dinge, die sie bereits als Fötus aus dem Gemeinschaftsbewusstsein aller Cylonen unbewusst aufgenommen hat. So wie wir bewusst Projektionen aussenden können, so sind wir unbewusst über unsere tiefstes Urbewusstsein verbunden. Tief in uns lauern Ängste und Albträume, aber auch glorreiches Wissen und wunderbare Erfahrungen, dass bis zu der Zeit auf Kobol zurückreicht. Hera ist der Schlüssel zum Überleben beider Rassen, die doch nur eine ist. Rettet Hera und bringt sie zurück nach Kobol, zu unserer aller ursprünglichen Heimat. Dort, im Opernhaus, findet ihr die Antworten, die ihr sucht...

    Daniel verspricht, seine bescheidenen Mittel auch weiterhin einzusetzen, aber seine physischen und psychischen Möglichkeiten seien ausgeschöpft. Nun liege es an den Colonials alleine, das letzte Stück des Weges, dessen Ende auch er nicht kennt, zu gehen...

    Der Raptor kehrt zur GALACTICA zurück, wo die drei Adama und Roslin Bericht erstatten. Der Angriff wird geplant wie gesehen...

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    • #3
      Dauert noch ein kleines bisschen, da ich z.Z. recht beschäftigt bin. Im Kopf habe ich es so ziemlich zusammen, muss es nur noch aufschreiben.

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      • #4
        Zitat von Nummer 5 lebt Beitrag anzeigen
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        Jetzt schon.
        Also bisher hört es sich ganz interessant an, besonders gut gefällt mir, das du ein etwas düsteres Ende als das von Moore planst.

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        • #5
          0420 – This Day All Gods Die

          Anders steuert die GALACTICA mit den Freiwilligen an Bord in den Einsatz, während der Rest der Flotte angewiesen wird, sich umgehend nach Kobol abzusetzen, wohin die GALACTICA folgen wird, sollte der Einsatz ein Erfolg werden. Es sind auf direktem Weg nur zwei FTL-Sprünge nach Kobol, wenn auch an der Grenze der Leistungsfähigkeit der FTL-Drives. Der Rebellen-Basestar wird sie begleiten und gegebenenfalls beschützen. Das Kommando erhalten Hoshi als Admiral und Lampkin als vorübergehender Präsident. Insgesamt befinden sich nun über 35.000 Colonials in der Flotte, während auf der GALACTICA nur knapp 1000 Freiwillige, zusammen mit ein paar Dutzend Humlons und einigen hundert Centurions, in den gefährlichen Einsatz gehen. DANIEL stößt zur GALACTICA und erklärt sich bereit, so gut es geht den Kampf zu unterstützen. Er will versuchen, Einfluss auf die maschinellen Cylonen zu nehmen und wenn möglich deren Inhibitoren lahmzulegen, damit sie die Wahrheit über ihre Verskalvung durch Cavil erkennen. Zudem will er ihnen die Geschichte der cylonischen Zivilisation erläutern, und den Umstand, dass ihre „Feinde“, die Colonials, ebenfalls cylonischer Abstammung sind. Zuvor bittet er jedoch Kara zu einem persönlichen Gespräch an Bord zu kommen – alleine...

          Kara setzt mit schwerem Herzen über. Was wird sie jetzt erfahren? Daniel erklärt ihr sinngemäß folgendes:
          „Kara, meine Tochter, es fällt mir sehr schwer, Dir dies alles zu erklären. Ich habe Dich benutzt und getäuscht und schäme mich dafür. Ich wollte, ich könnte vieles ungeschehen machen.

          Ich hatte anfangs nur geplant, Deine Liebe zur Musik, das Lied, welches ich Dir als Kind beigebracht hatte, vielleicht einsetzen zu müssen, um Ellen, Saul und den anderen ihre Erinnerungen wieder zu geben. Es war ein verzweifelter Plan, ein nicht genug durchdachter Plan – und er ging nicht auf. Und dann kam der Gasriese, wo alles auseinander fiel. Du verfolgtest einen Raider in die Atmosphäre, einen Raider, von dem Du dachtest, er käme von Cavil und seinen Leuten. Aber es war einer MEINER Raider hier an Bord. Ich hatte mich in der Atmosphäre des Planeten versteckt um unentdeckt zu beobachten und den Raider als Lauschposten ausgeschleust. Leider hast Du ihn geortet und verfolgt. Du konntest nicht aufgeben, nicht nachlassen, nicht abdrehen, selbst als es zu gefährlich für Dich wurde – so bist Du nun mal – und es kam wie es nie hätte kommen dürfen. Deine Viper hielt den Belastungen nicht stand und wurde zerstört – und Du bist gestorben. Nur noch wenige Sekunden und Du hättest mich gesehen! Du warst ganz nahe bei mir. Es ging alles so schnell, ich konnte nicht eingreifen, dich nicht retten. Das einzige, was ich tun konnte, war, Deinen Upload „einzufangen“. Du hast cylonisches Erbe in Dir und deshalb konnten die alten Computer und Maschinen an Bord, mit denen Ellen und die anderen die Ressurection-Technik mitgebracht hatten, im Moment Deines Todes Deine mentale Substanz einspeichern. Direkt in der Nähe trieben die Überreste Deiner Viper. Wir sammelten auf, was wir finden konnten und ich begann, aus noch lebenden Zellen Deines Körpers hier an Bord einen Clone zu züchten – was hätte ich sonst tun sollen? Ich war verzweifelt. Ich wollte Dich nicht verlieren. Ich fühlte mich schuldig. In den Monaten, die der Clone brauchte, um heranzuwachsen, entwickelte ich einen weiteren, verzweifelten Plan: Wenn es mir gelingen würde, die überlebenden Final Five zu ihrer Heimatwelt zu locken, könnten vielleicht deren restlichen Erinnerungen zurückkehren. Also benutzte ich dich erneut für meine Pläne. Als es so weit war, Dein Bewusstsein in den Clone zu tranferieren, manipulierte ich Deine Erinnerungen genau so, wie es Cavil mit den Fünf gemacht hatte. Du wusstest nicht, wer Du warst, was genau passiert war und was Du erlebt hattest. Du wusstest nur, dass Du auf der vermeintlichen Erde warst und den Weg dahin finden konntest. Du warst mein Lockvogel! Wir gaben Dir eine neue Viper, die wir im ersten Krieg zu Studienzwecken erbeutet und noch an Bord hatten. In den Monaten bis zu Deinem Erwachen hatten wir genügend Zeit, sie zu einer exakten, ununterscheidbaren Kopie Deiner zerstörten Viper umzurüsten. Die Trümmer mit Deinen Körper liessen wir auf dem Planeten als Signalgeber zurück. Dann setzen wir Dich während des Energieausfalls im Nebel unbemerkt aus und die Dinge nahmen ihren Lauf...“

          Kara ist entsetzt, verstört und wütend. Ist sie Kara oder doch nur eine Kopie? Jetzt weiss sie was sie ist, aber immer noch nicht wer. Und was soll sie jetzt machen, wie ihr Leben mit diesem Wissen gestalten? Sie geht wortlos von Bord, meldet sich zum Dienst für den Kampf. Die GALACTICA und DANIEL springen in den Einsatz...

          (Der Kampf verläuft ziemlich genau so, wie gesehen, bis zu dem Punkt, wo Athena Boomer erschiesst. Zusätzlich gelingt es Daniel, einige Centurions von ihrer Blockade zu befreien. Sie erheben sich gegen Cavil und seine Spießgesellen. Es gelingt Cavil somit nicht, auf die GALACTICA vorzudringen.)

          Während Athena und ihre Gruppe Hera auf die GALACTICA bringen, toben in der Colony heftige Kämpfe zwischen Cavil-treuen Centurions und den Befreiten. Die Colony wird in immer größeren Teilen zerstört und trudelt auf die Singularität zu – mit der an ihr „hängenden“ GALACTICA! Es gelingt der GALACTICA nicht, sich von der Colony aus eigener Kraft zu befreien. Starbuck erkennt die Situation und will helfen. Es gibt als schnelle Lösung nur eine Möglichkeit – die GALACTICA, bzw. deren festhängender Bug, muss von der Colony gezielt weggesprengt werden – und zwar schnell! Starbuck schleust sich in ihrer Viper aus und muss feststellen, dass ihre Waffensysteme in dem energetischen Chaos nicht funktionieren. Es gibt nur noch eine Möglichkeit die GALACTICA und alle an Bord zu retten – Sie dreht eine schnelle Schleife, beschleunigt und rammt ihre Viper genau in die Verbindungsstelle zwischen der Colony und der GALACTICA. Die verheerende Explosion der Tyliumvorräte reicht aus, die beiden Giganten voneinander zu trennen. Daniel ist entsetzt über die Selbstopferung seiner Tochter und versucht, das zu wiederholen, was ihm schon einmal gelungen ist: ihr Bewusstsein aufzufangen und später in einen Clone einzuspeisen. Deshalb springt er nicht in Sicherheit, sondern bleibt bei der zum Untergang verurteilten Colony. Bis es zu spät ist! Die Gravitationskräfte der Singularität sind für die Triebwerke zu starkt. Daniel wird unwiderbringlich, zusammen mit der kollabierenden Colony hinter den Ereignishorizont gezogen...

          Inzwischen war auf der GALACTICA verzweifelt versucht worden, sich von der Colony zu lösen. Erst als Starbuck durch ihren Opfergang die Verbindung getrennt hatte, wurde in letzter Sekunde vor der Vernichtung durch die Singularität der vorprogrammierte, letzte Sprung von Anders ausgelöst. Der Sprung nach Kobol! Direkt. Ein Gewaltsprung. Weit über die Belastungsgrenzen der Triebwerke und der GALACTICA hinaus! Im gleichen Moment löst sich, von allen unbemerkt, ein Basestar von der totgeweihten Colony...

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          • #6
            Zitat von Nummer 5 lebt Beitrag anzeigen
            (Der Kampf verläuft ziemlich genau so, wie gesehen, bis zu dem Punkt, wo Athena Boomer erschiesst.
            Wie kannst du nur genau so herzlos sein wie RDM
            Fear is temporary, regrets are forever.

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            • #7
              Die Colony wird also in das Schwarze Loch gesogen. Nicht schlecht. Der Endkampf schaut auch schön nach "alle gegen alle" aus und das Daniel mitspielt stört mich auch nicht mehr.

              Nur leider bleibt das echte Finale ja wie es ist ...
              Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

              - Mencius

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              • #8
                Ih gucke die ganze Zeit BSg auf RTL2,also die "eingedeutschte" Version und immer mehr wird mi bewusst,wie "vermurkst" das Ende doch ist,grade im Vergleich dazu wie sehr die "Spannung" und die "Geheimnisse" vorher aufgebaut wurden....wie oder wo im Konsenz des Endes,sind denn die "Mysterien" geblieben,wie sie grade in Folge "310/Auge des Jupiter" aufgebaut wurden??
                .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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                • #9
                  0421 – Sunset

                  Die GALACTICA erscheint neben der Flotte bei Kobol aus dem Hyperraum. Das Schiff ist ein Wrack. Noch extremer als in der Serie gesehen, beginnt sie sich aufzulösen, der FTL-Drive explodiert, Vakuumeinbrüche überall, es gibt hunderte von Toten...
                  Adama gibt den Befehl, das Schiff zu evakuieren. Er selbst bleibt an Bord, von der restlichen Brückencrew nur noch freiwillig Hoshi und der mit der GALACTICA verkabelte Anders. Tigh geht nur widerwillig. Adama weist ihn darauf hin, hier auf Kobol gäbe es die letzten Antworten, und wenn alles Erlittene nicht vergeblich gewesen sein soll, dann müssten die verbliebenen FF in den Ruinen des Opernhauses nach den von Daniel angekündigten Antworten suchen – zusammen mit Hera und denen, die in ihren Visionen immer wieder die Wichtigkeit dieses Ortes erfahren hatten. Eine gespenstisch leere GALACTICA, von der sich noch immer Trümmerstücke lösen und überall Gase entweichen, bleibt zurück. Zeugnis einer langen, beschwerlichen Reise mit immer noch unbestimmtem Ausgang. An Bord ein völlig verzweifelter Admiral. Starbuck tot, seine GALACTICA nicht mehr flugfähig, seine letzte große Liebe liegt im Sterben, hundert- und tausendfacher Tod der ihm anvertrauten Colonials. War alles umsonst? Was kann jetzt noch aus der Katastrophe Positives erwachsen? Über den Kartentisch gebeugt schweifen seine Augen über das leere CIC, die tote DRADIS-Anzeige, die flackernden roten Warn- und Alarmlichter. Nachdem die akkustischen Warnsirenen erloschen sind, herrscht völlige Stille an Bord. Das ansonsten immer im Hintergrund vernommene Gemurmel der Maschinen und Lüfter, das Hintergrundsummen der Gespräche, die an Bord eines Schiffes immer präsente LEBENDIGKEIT sind erloschen. Nur unregelmäßiges Knacken brechender Schotte und Wanten und das entfernte Zischen entweichender Luft. Adama gibt Hoshi den Befehl, das CIC hermetisch zu isolieren und auf interne Luft- und Notenergieversorgung umzuschalten – solange diese noch funktionieren. Adama will versuchen mit Hilfe von Anders und Hoshi, die GALACTICA in einen stabilen Orbit um Kobol zu bringen, bevor man sie endgültig aufgibt...

                  Eine Flotte von Raptors, Vipers und allem was Fliegen kann schwärmt aus und verteilt die Überlebenden auf der Flotte. Die noch lebenden Hauptakteure, Lee, Ellen, Tyrol, Tory, Athena, Helo, Hera, Baltar, Caprica und Roslyn, die sich kaum auf den Beinen halten kann, mit Dr. Cottle und einer Krankenschwester als Betreuer, versammeln sich auf der COLONIAL 1. Auch die „Engel“, die Head-Wesen sind anwesend, (wie in der Serie gesehen, haben Caprica und Baltar während des Kampfes bereits mit ihnen und über sie gesprochen) und versprechen Caprica und Baltar: „Die Entscheidung ist nah! Nach Leid und Schmerz folgt die Erlösung, so wie nach einem Sonnenuntergang der nächste Morgen kommen wird. Sorgt euch nicht! Gottes Plan naht sich der Erfüllung.“

                  Dort herrscht eine beklemmende Stille. Die Cylonen sind wohl endgültig besiegt, aber zu welchem Preis? Und wie soll es weitergehen? Was soll Hera hier bewirken?
                  Die C1 geht in einen engen Orbit um den Planeten und es wird beschlossen, umgehend mit zwei Raptor auf Kobol zu landen. Nur Lee bleibt auf der C1 zurück um die Flotte neu zu organisieren und eine Bestandaufnahme zu machen. Die Raptoren landen in der „Stadt der Götter“ direkt neben den Ruinen des Opernhauses. Alle steigen aus, Athena trägt Hera auf dem Arm, man steht zwischen den Ruinen, alle sehen sich an und die auf Tory gestützte Roslyn flüstert: „und was geschieht jetzt mit uns allen...?

                  Plötzlich beginnt Roslyn zu taumeln, die bekanntenVisionen vom Opernhaus durchfluten ihr Bewusstsein. Alle Anwesenden werden jetzt von der Vision ergriffen. Hera reisst sich von ihrer Mutter los und rennt durch die Ruinen. Caprica ergreift sie und die bekannten Abläufe der Vision werden Wirklichkeit...
                  Im Schnitt und Gegenschnitt sieht man die Beteiligten wechselweise in der Vision durch das intakte Opernhaus und in der Realität durch die Ruinen rennen und stolpern. Bis plötzlich Caprica und Baltar vor den leuchtenden Umrissen der Final Five stehen. In den Ruinen stehen sie vor Ellen, Tigh, Tory und Tyrol – die jeweils zu zweit links und rechts einer verfallenen Säule mit eingravierten Runen stehen. Hera streckt die Hände nach dieser Säule aus. Baltar setzt Hera ab und sie läuft auf die vier FF zu. Sie ergreift die Hände von Ellen und Tigh. Die vier sehen sich an und bilden zusammen mit Hera einen Ring um die Säule, ergreifen ihre Hände und die Vision setzt sich jetzt fort – über das bisher bekannte Ende hinaus...

                  Hera und die vier der FF gehen eine enge geistige Verbindung ein – jeder erfährt alles über jeden. So erfährt auch Tyrol von Torys Mord an Cally. Sie erfahren aber auch als Vision ein bisher fehlendes Stück aus der Geschichte Kobols, der Cylonen und ihrer eigenen Vergangenheit:
                  Bevor der 13. Stamm Kobol verlies, suchte man nach einem bewohnbaren Planeten – und fand zwei! Einer war allerdings von intelligenten Lebewesen auf archaischem Niveau bewohnt und kam deshalb für eine Besiedlung nicht in Frage. Zudem waren diese Lebewesen Menschen! Ob es eine zurückentwickelte Kolonie der ursprünglichen Menschheit, oder durch DNA-Manipulation der Menschheit geförderte Einheimischen-Spezies war, wurde nie festgestellt. Jedenfalls kam der Planet nicht als Kolonie für den 13. Stamm in Frage – seine Koordinaten wurde aber in der Geschichtsschreibung der cylonischen Rasse auf den Stelen im Opernhaus festgehalten. Allerdings verschlüsselt und nur durch geistigen Kontakt von Mitgliedern des 13. Stammes zu enträtseln. Im Rassenbewusstsein der Cylonen war diese Information immer bekannt, aber tief vergraben und nur Hera, als Mischling zwischen Mitgliedern des 13. Stammes und Abkömmlingen der anderen 12. Stämme konnte bereits als Fötus im Mutterleib unterbewusst auf diese Information zugreifen. HIERIN lag ihre besondere Rolle, von der vielleicht auch Cavil wusste – woher auch immer. Nur sie konnte die Überlebenden zu neuen Ufern, zu einem Neuanfang auf einem neuen Planeten führen. Dorthin, wo noch Reste der urspünglichen Menschheit lebten. Dorthin, wo diese Reste der „Erschaffer“ nun nach Äonen die Chance hatten, endlich mit ihren „Kindern“ eine gemeinsame Zukunft zu finden, sich auszusöhnen. Die mentale Verbindung schwächt sich langsam und Roslyn blickt Hera an. Vor Roslyns innerem Auge entsteht eine Zahlenreihe. Die Koordinaten dieses Planeten. Sie flüstert die Zahlenreihe, zieht das zerfledderte Buch, aus dem ihr Adama am Krankenbett vorgelesen hatte aus ihrer Tasche und schreibt sie mühsam auf die letzte Seite. Dann bricht sie zusammen...

                  Die Anwesenden erwachen aus ihrer Erstarrung und sofort stürzt sich Tyrol auf Tory. Er erwürgt sie, bevor die anderen einschreiten können.

                  Umschnitt ins All (parallel zu den Ereignissen auf dem Planeten):
                  Direkt neben der Flotte kommt ein Basestar aus dem Hyperraum!
                  Es ist Cavil, der in letzter Sekunde mit wenigen Getreuen aus der Colony entkommen konnte. Er hatte aus aufgefangenen Funksprüchen während der Schlacht vom Ziel der GALACTICA erfahren und wird jetzt nur noch von Rachegedanken getrieben. Er, der doch die perfekte Maschine sein möchte, steht vollkommen unter dem Einfluss niedrigster menschlicher Emotionen. Ohne Vorwarnung stürzt er sich auf den sowieso immer noch beschädigten Rebellen-Basestar und bevor dieser seine Verteidigung organisieren kann, wird er vernichtet. Er vergeht in einer gigantischen Explosion, welche mehrere Kolonisten-Schiffe in seiner Nähe mitreisst. Ohne effektive Verteidigung sind die Schiffe der Flotte dem Angriff Cavils hilflos ausgeliefert. Adama steht ohnmächtig im CIC der GALACTICA. Die Waffensysteme sind komplett ausgefallen, die Viperflotte nach der Evakuierung ohne Besatzung. Nur einige wenige Viper waren ausserhalb unterwegs um die Neuorganisation zu koordinieren. Diese stürzen sich mit Todesverachtung auf dem Basestar und dessen Raider. Die Verluste der Flotte sind fürchterlich. Schiff um Schiff wird vernichtet. Die FTL-Dives waren heruntergefahren, und selbst die wenigen Minuten, die man benötigen würde, um in Sicherheit zu springen, stehen nicht zur Verfügung. Adama rennt los, wirft sich in einen Pilotenanzug und steigt in seine uralte Viper, um sich an dem aussichtslosen Kampf zu beteiligen. Hoshi entscheidet sich dafür, an Bord zu bleiben, dort, wo seine Liebe Gaeta lebte und starb. Die wenigen Viper, die den Kampf aufgenommen haben, werden von der Übermacht der Reihe nach abgeschossen. Adama will wenigstens kämpfend untergehen...

                  Anders schlägt die Augen auf...
                  Kaum hat Adams Viper die GALACTICA verlassen, zünden stotternd die Sublicht-Triebwerke des waidwunden Schiffes. Die GALACTICA setzt sich langsam in Bewegung und hält auf Cavils Basestar zu. Dort wundert sich Cavil über die aussichtslose Geste des hilflosen Schiffes. Plötzlich kommt ihm die Erkenntnis – aber zu spät. Ohne Abzubremsen rammt Anders die GALACTICA in den Basestar, genau so, wie Hera es einige Zeit vorher in ihrem Spiel mit den Modellen vorausgesehen hatte. Beide Giganten vergehen in einer gewaltigen Explosion und ohne Führung vom Basestar schalten sich die von Cavil befohlenen Raider einfach ab und treiben im All.

                  Adama treibt in seiner Viper zwischen den Trümmern der ehemaligen Flotte. Alle Schiffe sind entweder vernichtet oder schwer beschädigt. Tränen rinnen über sein Gesicht und der Funk ist überlastet von Hilferufen – denen niemand Folge leisten kann. Einige, wenige Raptors suchen das Trümmerfeld nach Überlebenen ab – sie finden nur wenige. Das einzige unbeschädigte Schiff ist die COLONIAL 1, die im engen Orbit steht und sich somit ausserhalb der Kampfzone befand. Sie ist das einzige noch flugfähige Schiff! Adama steuert sie an und gibt Order, alle Überlebenden an Bord zu bringen. Dann nimmt er den letzten Raptor und landet auf Kobol, neben den Ruinen des Opernhauses.

                  Dort stehen die drei letzten der FF, Athena, Helo, Hera, Baltar und Caprica neben der auf dem Boden liegenden Roslyn. Adama eilt hinzu und kniet neben ihr nieder. Sie ist tot! Er nimmt das Buch aus ihren Händen, sieht die krakelige Schift und erkennt sie als Koordinaten im All. Zärtlich streicht er Roslyn über die Wangen, während Tränen über sein Gesicht rinnen. Mit gebrochener Stimme sagt er: „Wir werden sie hier begraben.



                  Neben dem einfachen Grabhügel, mitten in den Ruinen des Opernhauses, weht die Flagge der Kolonien im Wind. Auf dem Grabhügel liegt eine Steinplatte mit der Inschrift:

                  LAURA ROSLYN
                  There will be light after each sunset



                  Die COLONIAL 1 erscheint aus dem Hyperraum vor einem blauen Planeten.
                  (So wie in der Serie die GALACTICA, fliegt sie über die Mondoberfläche auf dem Planeten zu - unsere Erde)
                  An Bord befinden sich ein paar hundert Überlebende. Zu wenige, um eine Population aufrecht zu erhalten. Adama, in Zivil, die drei überlebenden FF, Helo und Athena mit Hera auf dem Arm, Baltar und Caprica stehen an Aussichtsfenstern und blicken auf den Planeten. Adama, schwer gezeichnet, blickt in die Runde und fragt: „Was jetzt?
                  Baltar schaut in die Runde:
                  Es muss einen Sinn für all das geben! Das alles kann kein Zufall gewesen sein. Zuviele unerklärliche Dinge. Hier ist noch eine andere Macht am Werk.
                  Adama flüstert: „Woher wollen Sie das wissen?
                  Baltar (leicht abgeänderter Originaldialog):
                  I see Angels!
                  Angels in this very room. Now, I may be mad but that doesn´t mean that I`m not right. Because there´s another force at work here! There always has been. It´s undeniable – we´ve all experienced it – everyone in this room has witnessed events that they can´t fathom let alone explain away by rational means. Puzzles, ciphered in prophesy. Dreams given to a chosen few. Our loved ones: dead – risen…
                  Whether we want to call that god or gods or some sublime inspiration or a devine force that we can´t understand: it doesn´t matter! It doesn´t matter…
                  It´s here! It exists! And all our destinies are entwined in it´s force…
                  Adama:
                  If that were true, and that´s a big if, how do we know that this force has our best interests at heart? How do you know that god is on our side, doctor?
                  Baltar;
                  I don´t! God´s not on any ONE side. God´s a force of nature. Beyond good and evil. Good and evil – WE created those!
                  Adama:
                  Immer noch angenommen Sie hätten Recht - was schlagen sie vor?
                  Baltar:
                  Dort unten liegt das, was von unserer Zukunft geblieben ist, der Ort, an den Gott uns geführt hat. Dort liegt unsere Aufgabe – was immer sie sein mag. Wir können nur versuchen, unsere Fehler nicht zu wiederholen und vielleicht gelingt es uns zu verhindern, das diese Wesen, diese MENSCHEN dort unten, unsere Fehler wiederholen. Vielleicht gelingt es uns HIER, den Zyklus zu durchbrechen.
                  Dort, rund um das Meer mitten zwischen drei Kontinenten existiert nach unseren vorläufigen Untersuchungen eine Zivilisaton auf niedrigem Niveau. Sie haben gerade die Schrift entdeckt und benutzen rudimentäre Technologie. Bergbau, Verhüttung. Sie entdecken gerade das Prinzip der Demokratrie. Sie sind noch in Stämme und Nationen zerfallen – aber vielleicht können wir ihnen helfen, ihre Entwicklung voranbringen. Vielleicht können wir ihnen Werte vermitteln, deren Bedeutung wir selber gerade gelernt haben. Friede, Liebe, Verständnis. Keine technologische Unterstützung, sondern moralische Hilfe. Vielleicht können wir unter ihnen leben, als Ratgeber, Helfer, Freunde! Wir sind zuwenige, um als eigenständiges Volk zu überleben. Aber Dr. Cottle untersucht gerade, ob unsere DNA mit der ihren kompatibel ist. Vielleicht sind sie ebenso der Schlüssel zum Fortbestand unserer Rasse, wie wir der Schlüssel für die Gestaltung ihrer eigenen Zukunft sein können. Vielleicht MUSSTEN wir zusammenkommen. Vielleicht schliesst sich hier endgültig der Kreis! Vielleicht war DAS Gottes Plan!
                  Von uns bleibt dann vielleicht eine Erinnerung, vielleicht bleiben Namen und Ideen, vielleicht werden sie sich noch in Jahrtausenden an Apollo, Saul, Hera, Athena und Caprica erinnern. In ihren Sagen und Mythen. Und vielleicht können wir endlich etwas Gutes bewirken...

                  Adama:
                  Das sind verdammt viele „vielleicht“, Doktor!
                  Baltar:
                  Haben wir eine Wahl?



                  EPILOG 1
                  3000 Jahre später:
                  (Die Szene mit Head-Six und Head-Baltar in NY, ohne RDM mit dem Artikel über den Skelettfund)

                  EPILOG 2

                  ca. 3600 Jahre vor den Ereignissen:
                  Auf einem Planeten, der als Kobol identifiziert wird, liegt eine Frau auf den Stufen des Opernhauses. Sie ist verwirrt, blinzelt und ist umringt von Passanten. Sie sieht aus wie Roslyn. Die Umstehenden unterhalten sich flüsternd:
                  Sie kann sich an nichts erinnern.
                  Sie weiss nicht wo sie herkommt.
                  Sie war plötzlich hier.
                  Sie sagt nur, ihr Name sei Pythia.

                  Roslyn/Pythia blickt auf in die Menge. Dort, im Hintergrund steht ein Mann. Head-Adama lächelt ihr aufmunternd zu...


                  FADE TO BLACK
                  ---------------------------------------------------


                  So, das ist meine alternative Version!
                  Sie ist sicher nicht perfekt und man wird sicher Lücken und Fehler in ihr finden. Aber ich habe versucht, die Mysterien der Serie einigermaßen aufzulösen.
                  Entgegen meiner ursprünglichen Absicht habe ich dann doch einen "Gott" im Hintergrund wirken lassen - allerdings in eingeschränkter Funktion. Wie einige hier richtigerweise anmerkten, spielten die Religion und Gott von Anfang an eine wichtige Rolle, deshalb wollte ich dann doch nicht alles "rational" erklären. Ich habe mich allerdings darauf beschränkt, "Gott" nur für die Head-Wesen und deren "Steuerung" verantwortlich zu machen, sowie für die mysteriöse Supernova. Es gibt in der Serie einfach keine Technik, mit welcher man das Auslösen einer Supernova plausibel erklären könnte. Bei mir ist "Gott" nur eine Kraft im Hintergrund, die die Charaktere durch die Head-Wesen hin und wieder in die gewünschte Richtung schubst. Auch Pythia könnte in meiner version durch "Gott" erklärt werden - aber das überlasse ich euch...


                  Das Ende habe ich zeitlich anders gestaltet. Mir erschien es logischer, die Colonials etwa 2000 v.Chr. im Mittelmeerraum stranden zu lassen. Das erklärt besser, wieso Namen sich bis zu "uns" in der Mythologie erhalten konnten. Ich fand auch die Idee ganz attraktiv, die Menschen als Abkömmlinge der ursprünglichen Menschheit zu beschreiben - ob eine zurückentwickelte Kolonie oder DNA-manipulierte Einheimischenrasse. Das gefiel mir, weil es mit der Ankunft der überlebenden Colonials, als Cylonenabkömmlinge, geschaffen von der ursprünglichen Menschheit, tatsächlich einen Kreis schliesst! Und darum ging es ja schliesslich immer!



                  Natürlich bin ich weder Schriftsteller noch Drehbuchautor!
                  Demzufolge richtet eure Kritk bitte mehr auf das Konzept und weniger auf die schriftstellerische Umsetzung. Sicher hätte man das alles dramaturgisch besser gestalten und schriftstellerisch besser formulieren können.


                  Viel Spaß damit und Feuer frei...
                  Zuletzt geändert von Nummer 5 lebt; 12.04.2009, 14:37.

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                  • #10

                    Nach zwei Tagen noch kein Kommentar?

                    Da habe ich mir so eine Mühe gegeben, und dann ist es wohl so schlecht, dass nicht mal jemand Lust hat, einen kompletten Verriss zu schreiben?

                    Oder ist es so gut, dass euch die Worte der Lobpreisung fehlen?

                    Wäre schon schade, wenn meine Arbeit so ganz umsonst gewesen wäre...

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Nummer 5 lebt Beitrag anzeigen

                      Nach zwei Tagen noch kein Kommentar?

                      Da habe ich mir so eine Mühe gegeben, und dann ist es wohl so schlecht, dass nicht mal jemand Lust hat, einen kompletten Verriss zu schreiben?

                      Oder ist es so gut, dass euch die Worte der Lobpreisung fehlen?

                      Wäre schon schade, wenn meine Arbeit so ganz umsonst gewesen wäre...
                      Also ich finde du verdienst Feedback, nach der ganzen Arbeit die du dir gemacht hast.

                      Nun, wie soll ich es sagen - deine Lösung ist auf jeden Fall wesentlich kreativer und einfallsreicher als RDMs faules "Gott wars".
                      Ich finde zum Beispiel die Bedeutung des "frakking songs" bei dir wirklich gut. Auch Pythia=Roslin (btw, Roslin nicht mit y ) gefällt mir.
                      Als Boomerfan finde ich es schade, dass du sie in deiner Version auch einfach so sterben lässt

                      Letztendes ist mir aber klar geworden, dass weder RDM noch du eine Lösung bieten können, die mir wirklich zusagt. Ich finde wirklich toll, dass du dir hier die Zeit genommen hast uns deine Version zu präsentieren - Respekt. Aber ich finde einfach, RDM hat ab Staffel 3 so viel Blödsinn in die Show einfliessen lassen, dass eine befriedigende und runde Lösung ohne plot devices nicht mehr möglich gewesen ist. Auch du musst ja eines benutzen, nämlich Daniel. RDM hat Gott als plot device benutzt, was natürlich wesentlich fauler und bequemer ist - du hast mit deinem plot device wenigstens noch richtige Erklärungen zusammengestellt. Aber das ändert nichts daran, dass es ohne plot device nicht mehr aufzulösen war - und das zeigt einfach, in welche Ecke man BSG geschrieben hat. Da kannst du natürlich gar nichts für.

                      Aber nochmal, danke für deine Mühe. Statt wie andere Krtiker (z.b. ich ) nur das Finale zu kritisieren hast du versucht, selbst kreativ zu sein und es besser zu machen.
                      Leider kannst auch du den Misthaufen von RDM nicht wegschaffen. Zumindest sehe ich das so.
                      Fear is temporary, regrets are forever.

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                      • #12
                        Danke für Dein Feedback!

                        Ja, leider wurde im Verlauf der Serie ein Sammelsurium von Mythen und geheimnisvollen Geschehnissen eingebaut, die zum Schluss keine "einfachen" und logischen Erklärungen mehr zuliessen. Die vielen Fantasy-Elemente machten es nahezu unmöglich, alles nachvollziehbar und rational zu erklären. Damit habe ich prinzipiell kein Problem, wenn man nur wenige Facetten letztendlich durch den Eingriff einer "höheren Macht" beschreibt. RDM hat aber zum Schluss alles auf den Einfluss dieser Macht zurückgeführt - und das war das Enttäuschende am Finale! Ich wollte nur versuchen, zu zeigen, dass mit etwas Arbeit und gutem Willen auch Teile der Rätsel mit "realen" Faktoren zu erklären gewesen wären.

                        Es hätte natürlich auch noch andere (sicher bessere, durchdachtere, von Profis entwickelte) Wege zu diesem Ziel gegeben, und ich bin sehr enttäuscht, dass sich RDM bei einer Serie, die sich immer ob ihres "Realismus" gerühmt hat, diese Mühe nicht gemacht hat.

                        Was Boomer betrifft, so wollte ich so nahe wie möglich an den Geschehnissen des Finales bleiben. Zum einen, weil ich zu faul war, alles komplett umzuschreiben, zum anderen, weil ich zeigen wollte, dass man nur Teile hätte anders konzipieren müssen, um zu einem völlig anderen Gesamtergebnis zu kommen.

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                        • #13
                          Zitat von Nummer 5 lebt Beitrag anzeigen
                          Danke für Dein Feedback!
                          Kein Problem. Schade, dass sich hier nicht mehr Leute äußern.

                          Ja, leider wurde im Verlauf der Serie ein Sammelsurium von Mythen und geheimnisvollen Geschehnissen eingebaut, die zum Schluss keine "einfachen" und logischen Erklärungen mehr zuliessen. Die vielen Fantasy-Elemente machten es nahezu unmöglich, alles nachvollziehbar und rational zu erklären. Damit habe ich prinzipiell kein Problem, wenn man nur wenige Facetten letztendlich durch den Eingriff einer "höheren Macht" beschreibt. RDM hat aber zum Schluss alles auf den Einfluss dieser Macht zurückgeführt - und das war das Enttäuschende am Finale! Ich wollte nur versuchen, zu zeigen, dass mit etwas Arbeit und gutem Willen auch Teile der Rätsel mit "realen" Faktoren zu erklären gewesen wären.
                          Viele Verteidiger des Finales weisen immer wieder darauf hin, dass es seit Season 1 übernatürliche Elemente gab. Und sie haben Recht. Was den fundamentalen Unterschied ausmacht ist, dass im Finale klipp und klar gesagt wird, dass wirklich alles von Gott gesteuert wurde. Und zwar wirklich ALLES. Jede Ungereimtheit war jetzt eben Gott.

                          Das ist einfach nur die faulste Lösung, die man sich ausdenken kann. Man hat keine Lösung mehr hingekriegt, die sich nicht vollständig auf übernatürliches stützt. Das ist imo eine Bankrotterklärung aller Autoren.

                          Es hätte natürlich auch noch andere (sicher bessere, durchdachtere, von Profis entwickelte) Wege zu diesem Ziel gegeben, und ich bin sehr enttäuscht, dass sich RDM bei einer Serie, die sich immer ob ihres "Realismus" gerühmt hat, diese Mühe nicht gemacht hat.
                          Genau das sehe ich nicht so. Imo war eine richtig gute, zufriedenstellende Lösung ob des ganzen nicht zusammenpassenden Quarks, den man in S3+4 eingeführt hat, einfach nicht mehr möglich. BSG war einfach in einer Ecke, aus der es kein Entkommen mehr gab. Dank der fehlenden Vorrausplanung hat man sich völlig verstrickt.

                          Was Boomer betrifft, so wollte ich so nahe wie möglich an den Geschehnissen des Finales bleiben. Zum einen, weil ich zu faul war, alles komplett umzuschreiben, zum anderen, weil ich zeigen wollte, dass man nur Teile hätte anders konzipieren müssen, um zu einem völlig anderen Gesamtergebnis zu kommen.
                          Na ja, Boomer und viele andere Charaktäre (allen voran die Significant Seven) waren ja eh schon völlig versaut. Keine durchgängige Charakterisierung mehr, sie tun immer genau das, was der plot verlangt.
                          (Siehe auch Tyrol: In einer Folge nimmt er seinen Job von Adama wieder an, in der nächsten will er weg von den Menschen, in der nachfolgenden Folge schlägt er dann das Angebot von Boomer aus, die Menschen zu verlassen. Plot device.)
                          Fear is temporary, regrets are forever.

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                          • #14
                            Zitat von Nummer 5 lebt Beitrag anzeigen
                            ... Wäre schon schade, wenn meine Arbeit so ganz umsonst gewesen wäre...
                            Jedenfalls ist deine Idee besser als das reale Finale. Sicher könnte ich jetzt ein bisschen was kritisieren, aber das erscheint mir so sinnlos. Du hast dir echt Mühe gegeben. Echt tolle Arbeit, wirklich gut gemacht.

                            Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.

                            - Mencius

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                            • #15
                              ch habs jetzt erst gesehen und fand das Nicht-Gott-Ende besser als den Quark, mit dem sie BSG haben enden lassen. Sorry, aber es ist nicht jeder Christ oder glaubt an Gott. IMO hätten sie wirklich mehr Sci Fi einfließen lassen oder einfach kein Happy End.

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