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    also die "neue" variante von BSG ist ja technisch auf neusten stand, dennoch muss ich sagen das ich es ziemlich lau finde, besonders weil es viel zu viele sexuelle anspielungen und auslebeungen gibt, besonders mit baltar und seiner Zylonen freundin.
    das ruiniert für mich jedesmal den scifi gehalt der serie auch dises "zylonen sehen wie menschen aus" masche finde ich äußerst dumm gestaltet.

    zudem auch noch der fakt das es nur noch einen BS gibt und eine flotte hässlicher raumschiffe : (
    Ganz zu schweigen von dem soundtrack, wäre es wenigstens die alte musik könnte man ja noch was machen.

    ich hatte eigentlich großes potential gesehen besonders wegen der cgi effekte, aber was ich nach der ersten staffel als gesamt eindruck hatte, hatte weniger was mit scifi zu tun als mehr mit Manga echii fanservice

    ich frage mich nur ob es anderen ähnlich geht oder was für schwächen ihr in der "neu" erfindung seht. oder was ihr daran gut findet
    For the Empire!

  • #2
    Zitat von Starwars fan Beitrag anzeigen
    zudem auch noch der fakt das es nur noch einen BS gibt und eine flotte hässlicher raumschiffe : (
    Das war eine Prämisse der alten Serie, die zu ändern Moores Fanversion von Kampfstern Galaktika total unkenntlich gemacht hätte, denn es geht um den Galaktika-Markennamen.
    Und dort geht es um den letzten Kampfstern der Menschheit, welches die "Rag-Tag-Fleet of survivors" eskortiert auf der Suche nach der legendären Heimat des 13. Stammes, der Erde, um Schutz zu suchen vor den Zylonen.

    Der Rest der Moore-Fanserie hat einige Stärken, aber auch deftige Schwächen.

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    • #3
      Zitat von Starwars fan Beitrag anzeigen
      also die "neue" variante von BSG ist ja technisch auf neusten stand, dennoch muss ich sagen das ich es ziemlich lau finde, besonders weil es viel zu viele sexuelle anspielungen und auslebeungen gibt, besonders mit baltar und seiner Zylonen freundin.
      das ruiniert für mich jedesmal den scifi gehalt der serie
      Also ich versteh nicht warum soviele SciFi Fans (wenn man sich die Beiträge in den Threads zur BSG Miniserie durchliest ist das ja einer Hauptkritikpunkte) Sex ein solches Tabuthema ist. Sex ist genauso ein Teil des menschlichen Daseins wie Krieg, Gewalt, Liebe, Freundschaft, usw usf. was in dieser Serie thematisiert wird. Warum Sex nicht etwas mit SciFi zu tun haben sollte erschließt sich mir nicht. Ich kann mir nur vorstellen das die Urerfahrung vieler SciFi Fans TNG war, das ja so etwas wie eine Sexfreie Zone war. Wenigstens bis Roddenberry das Boot verlassen hatte.

      auch dises "zylonen sehen wie menschen aus" masche finde ich äußerst dumm gestaltet.
      Naja man braucht schon menschlich aussehnde Zylonen um die Flotte infiltireren zu können. Und diese Infiltrationsängste machen wenigstens in der 1. Staffel einen Gutteil der Atmosphäre aus.

      zudem auch noch der fakt das es nur noch einen BS gibt und eine flotte hässlicher raumschiffe : (
      Das war auch in der alten Serie schon so. Da hatten die Macher wohl kaum eine andere Wahl. Aber ich sags mal so es gibt viele Parallelen der neuen Serie zur alten. Und in der alten tauchte ja auch ein zweiter Battlestar mit dem Namen Pegasus auf.


      Ganz zu schweigen von dem soundtrack, wäre es wenigstens die alte musik könnte man ja noch was machen.
      Also dieses Hurrapatriotische Geblubber aus den 70er hätte nun wirklich nicht zur neuen Serie gepasst. Da braucht es schon diese psychodelischen Klänge. Ich bin zwar nicht einer dieser Fans die den Soundtrack von BSG für das Größte halten, aber gestört hat es mich nie.

      ich hatte eigentlich großes potential gesehen besonders wegen der cgi effekte, aber was ich nach der ersten staffel als gesamt eindruck hatte, hatte weniger was mit scifi zu tun als mehr mit Manga echii fanservice
      Mir erschließt sich zwar nicht was BSG mit einem Manga zu tun hat, aber ich häng mich mal aus dem Fenster (ich interpretiere das mal mit deinem Forennamen und den Kommentar über CGI Effekte) und denke mal du hast irgendwie etwas Star Wars mäßiges erwartet. Wenn du das wirklich erwartet hast musstest du zwangsläufig enttäuscht werden. Zwar sind die CGI Effekte und die Raumschlachten bis zum Anfang der 3. Staffel über jeden Zweifel erhaben, aber sie waren nie Sinn und Zweck der Serie. Die Serie sollte zeigen wie Menschen unter Kriegsbedingungen und der Not alles verloren zu haben reagieren und wie weit sie ihre Menschlichkeit behalten können.

      ich frage mich nur ob es anderen ähnlich geht oder was für schwächen ihr in der "neu" erfindung seht. oder was ihr daran gut findet
      Ich war ein begeisterter Fan und bin es teilweise noch. Colonel Tigh ist für mich einer der besten Charaktere im ganzen SciFi Universum. Aber mit fortlaufender Episodenanzahl wurde ich persönlich immer kritischer was diese Serie anging und das Serienfinale hat mir persönlich die ganze Serie vermießt. Die Serie wird immer mystischer und entfernt sich immer mehr von der Kriegssituation aus der Miniserie und der 1. und 2. Staffel. Dieser Mystizismus und die Einbeziehung von Gott war meiner Meinung nach einer der fundamentalsten Fehler der Serie. Was aber wohl am Produzenten von BSG liegt der das Thema Religion einfach nur geil findet. Das kann man z.B. an der Serie DS9 sehen (die am relgiös agehauchteste Star Trek Serie), wo er maßgeblich mitgewirkt hat. Außerdem wurde von Beginn an der Serie gesagt das es einen Plan gibt. Die Zylonen haben einen Plan, Gott hat ein Plan, niemand geht ohne einen Plan aufs Klo. Nur stellte sich immer mehr heraus das es gar keinen Plan gab, was dem Serienfinale sehr schadete, weil man hier die Auflösung erwartete, aber es gab keine wirkliche Auflösung. Mir ging es auch immer wieder auf den Geist das man riesige Logiklöcher in Kauf nahm, nur um ein paar Charakterszenen zu bekommen. Das ist bis zu einem gewissen Grad ja okay, aber damit wurde meiner Meinung nach die Handlung völlig ignoriert und die späten Folgen drehten sich nur noch darum was man denn heute den Chars alles antun konnte. Das wären so meine wesentlichsten Kritikpunkte.
      Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
      Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
      [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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      • #4
        Also das neue BSG hat nur die Grundidee gemeinsam mit dem Original. Ansonsten ist es eine komplette Neuverfilmung mit anderen Ideen. Wie Blue Panther schon sagt stehen hier die Charakter bzw. die Menschen mehr im Mittelpunkt. Wie verhält sich der Mensch in einer Kriegssituation, wenn fast alle Menschen ausgelöscht wurden. Das die Zylonen menschlisch aussehen finde ich nur logisch, denn mMn wollen sich auch intelligente Maschinen weiterentwickeln und für die Zylonen war das eben das Ebenbild ihres Schöpfers. Ausserdem konnten sie so die Menschen infiltrieren. Bezüglich des Plans der vorkommt hoffe ich das wenigstens der Minifilm "The Plan" mehr aufschluss hierzu geben kann. Insgesamt muss ich zwar auch sagen das nBSG zum Ende hin schwächer wurde, aber insgesamt ist es immer noch mit einer der besten Serien im SciFi-Bereich, wobei das nur meine Meinung wiederspiegelt.
        Die Musik finde ich besser als beim Original, der genialste Moment von nBSG und Musik ist das Ende der 3. Staffel in Zusammenspiel mit dem Song "All along the watchtower". Für mich der genialste Zusammenschnitt von Musik und Film.
        Ich persönlich finde nBSG durch die Konzentration auf die Charaktere und nicht die Action besser als das Original. Denn die Unlogik des Originals, was trotzdem keine schlechte SciFi-Geschichte war, findet man schon in der ersten Folge nach dem Pilot. Wer würde sich bitteschön in einer Art Casino vergnügen wenn gerade der größte Holocaust der Geschichte an der eigenen Rasse verübt wurde und jeder mehr als nur einen Verlust zu beklagen hat.

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        • #5
          Zitat von Panzergrenadier Beitrag anzeigen
          Denn die Unlogik des Originals, was trotzdem keine schlechte SciFi-Geschichte war, findet man schon in der ersten Folge nach dem Pilot. Wer würde sich bitteschön in einer Art Casino vergnügen wenn gerade der größte Holocaust der Geschichte an der eigenen Rasse verübt wurde und jeder mehr als nur einen Verlust zu beklagen hat.
          Das klingt immer so, als hätte man in der alten Serie an Bord der Galactica gesagt: "So, Leute, die Kolonien sind zerstört, die Zylonen jagen uns und wir sind die letzten Überlebenden der Menschheit. Nix zu machen. Was soll's! Lassen wir's uns gut gehen und gucken mal im Spielcasino vorbei."

          So war es aber nicht. Der Planet wurde eher zufällig entdeckt und man war total erstaunt, dass hier alle vom Zylonenangriff verschont geblieben sind. Nachdem man sozusagen die totale Zerstörung erlebt hat, findet man plötzlich einen Ort, an dem die Welt noch in Ordnung zu sein scheint. Vielleicht will man die erlebten Schrecken einfach mal vergessen?

          Verdrängung traumatischer Erlebnisse ist etwas absolut typisch Menschliches.
          Ich finde das längst nicht so weit her geholt, wie die Zylonen, die Songs in ihrem Kopf hören, die erst noch geschrieben werden, denn dass sich im Kreislauf der Zeit alles dermaßen exakt wiederholen soll, kann mir keiner weiß machen. Im Zweifelsfall nehmen sich die beiden Serien da in Sachen Logik vermutlich nicht besonders viel.

          Ich kann mit der depressiven Stimmung der neuen Serie, ihrer Anbiederung an alltägliche Sehgewohnheiten (nach dem Motto: Wir sind SF, aber es soll keiner merken) und den oberambivalenten Charakteren nicht viel anfangen. Schon gar nicht, wenn der Titel etwas verspricht, was die Serie letztendlich nicht hält.

          Wenn George Lucas einen neuen Star Wars - Film als psychologisch-politisches, düster-realistisches Kriegsdrama gedreht hätte, wären ihm die Fans vermutlich mit dem nackten Hintern ins Gesicht gesprungen. Galactica war von der Stimmung und dem abenteuerlichen Aspekt her an Star Wars angelehnt.

          So etwas will ich dann auch sehen, wenn jemand diesen Titel verwendet und wenn man etwas anderes zeigen will, dann macht man gefälligst etwas Eigenständiges. Aber dann könnte man ja an kein bereits bestehendes Franchise anknüpfen, das bereits von vorn herein auf Erfolg hoffen lässt und man muss sich weniger Mühe damit geben. Die einen nennen es Re-Imagine, andere schlichtweg Kulturschändung .

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          • #6
            Ich finde, BluePanther hat es sehr schön gesagt:
            Zitat von BluePanther Beitrag anzeigen
            Ich war ein begeisterter Fan und bin es teilweise noch. Colonel Tigh ist für mich einer der besten Charaktere im ganzen SciFi Universum. Aber mit fortlaufender Episodenanzahl wurde ich persönlich immer kritischer was diese Serie anging und das Serienfinale hat mir persönlich die ganze Serie vermießt. Die Serie wird immer mystischer und entfernt sich immer mehr von der Kriegssituation aus der Miniserie und der 1. und 2. Staffel.
            Die Miniserie und die erste und zweite Staffel halte für eine recht gelungene Neuinterpretation der Grundidee der alten Serie. Die menschlichen Kolonien wurden von den Zylonen angegriffen, überrannt, und eine überschaubare zivilie Rag-Tag-Fleet unter der Führung des mehr oder weniger letzten Kampfsterns macht sich auf einen weiten Weg.

            Mit zunehmender Episodenzahl wird man dann aber vielleicht auch immer kritischer, bis einem das Serienfinale die Serie doch etwas vermiest. An die Stelle des eher militärisch-politischen Konfliktes mit den Zylonen, der die ersten beiden Staffel gestaltete, rückt ein zunehmend bizarrerer Mystizismus, bei dem mir insbesondere die Rolle von Colonel Tigh ... Aber gut, es ist nicht zu ändern.

            Die alte Serie - Originalserie - finde ich auch noch relativ unterhaltsam, insbesondere können dort die Centurions sprechen, was mir sehr gut gefällt, aber die neue Serie finde ich doch vielschichtiger und auch insgesamt interessanter, nicht nur von den Charakteren her.

            Da jetzt auch noch ein Prequel - Caprica - kommen wird, kann man diese Entwicklung, die Ronald D. Moore in Gang gesetzt hat, als SF-Fan schon begrüßen. Man erfährt jetzt doch einiges mehr über die Zylonen, als man von der alten Serie her erzählt bekam.

            Wobei mir die Unterschiede schon klar sind: In der Originalserie gab es Aliens, in der neuen Serie gibt es so etwas nicht, mit den entsprechenden Konsequenzen, etwa, dass nun die Menschen selbst die Schöpfer der Zylonen sind.

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            • #7
              Es gibt Aliens in Moores Fanversion von Kampfstern Galaktika.
              Und wie der olle Kirk grünhäutige Alienbabes anbaggert, geht der olle Baltar zusammen mit seiner Cylonen-Schnecke vielleicht auch ein paar menschen-ähnliche Neger-Aliens auf dem fremden Planeten Erde 2.0 anbaggern, und ihnen die wahre capricanische/amerikanische Kultur beizubringen.
              Mit ein bisschen Glück ist jeder der Kobolianer ausgestorben, sowie die Fleischsack-Zylonen und ihre Baby-Hybriden (Mitochondria-Eve ist nicht die gemeinsame Urmutter der gesamten Menschheit, sondern nur von einer Generation, aber um es in den Worten von Tv-Trope zu sagen: You fail Biology forever. Die Autoren von Moores Faninterpretation haben sich nie für Logik interessiert).

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              • #8
                Zitat von Makaan Beitrag anzeigen
                Es gibt Aliens in Moores Fanversion von Kampfstern Galaktika.
                Ohne jetzt auch noch den Rest zu zitieren, von dem ich nicht verstehe, was Du damit sagen willst: Welche Aliens gibt es jetzt in Moores BSG ? Unter Aliens verstehe ich etwas Anderes als ein paar genetisch veränderte Menschen, oder sonst eine spitzfindige Definition von Alien. Für mich sind weder die Kolonisten noch die Zylonen noch die sich daraus ergebenden Hybriden Aliens.

                In der Originalserie gab es diese Echsenwesen (ausgestorben), die die Zylonen geschaffen hatten, und auf dem Glücksspielplaneten etwa jene Insektoiden. So etwas meine ich mit Aliens.
                Zuletzt geändert von irony; 23.08.2009, 12:08.

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                • #9
                  Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
                  So war es aber nicht. Der Planet wurde eher zufällig entdeckt und man war total erstaunt, dass hier alle vom Zylonenangriff verschont geblieben sind. Nachdem man sozusagen die totale Zerstörung erlebt hat, findet man plötzlich einen Ort, an dem die Welt noch in Ordnung zu sein scheint. Vielleicht will man die erlebten Schrecken einfach mal vergessen?
                  Na ja, aber ganz so wie du es beschreibst war es ja nun auch wieder nicht.

                  Ja, der Planet wurde zufällig entdeckt, aber es wurde eben nicht so getan als wolle man mal nur für ein paar Tage Party machen, um die zurückliegenden Schrecken zu vergessen, um danach wieder in den tristen grauen Alltag zurückzukehren.

                  Stattdessen wird gezeigt wie die Flüchtlinge auf einmal bereit sind, die ihnen noch verbliebende Existenz aufs Spiel zu setzen (und zwar eben nicht nur für einen Moment). Starbuck will aus dem Militär austreten und eine Alien-Popgruppe managen um damit reich zu werden (klar die Cylonen, die ja das "ganze" Universum erobern werden ihn schon lassen... ) und Sire Uri erntet lautstark Beifall für die Forderung das was den Kolonisten an Waffen noch verblieben ist (damit ist zweifellos die Galactica und ihre Vipers gemeint) zu vernichten und sich der Gnade der Cylonen auszuliefern. Eben genau jenen Cylonen die noch eine Stunde Pilotfilm-Laufzeit zuvor, die Kolonien vernichtet und alle Zurückbleibenden ermordet haben, werden jetzt natürlich damit zufrieden sein die Menschen nur zu entwaffnen und sie ansonsten in Ruhe und Frieden auf dem Casino-Planeten weiterleben zu lassen.

                  Da liegt der Hund nämlich in Wirklichkeit begraben, wenn manchmal nur schlicht über den "Casino-Planeten" aus oBSG gelästert wird. Der Casino-Planet an sich ist nur eine 70er Jahre Kuriosität und ein sehr gutes Beispiel dafür, dass SciFi egal wie weit sie in der Zukunft angesiedelt sein mag, immer nur ein Spiegel der Gegenwart ist in der sie entsteht.

                  Ohne dieses absurde Verhalten von Hauptcharakteren nachdem noch kurz zuvor die Tragödie der Vernichtung der Kolonien gezeigt wurde, wäre der Casino-Planet heute nur einen Lacher mehr wert wegen der 70er Jahre Disco-Optik. Es ist aber das Verhalten der Figuren, dass diesen Teil schon bei Erstausstrahlung qualitativ im Vergleich zum Beginn des Pilotfilms abfallen lässt.

                  Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
                  Verdrängung traumatischer Erlebnisse ist etwas absolut typisch Menschliches.
                  Nur will das bei mir in Bezug auf diesen Teil des oBSG Pilotfilms einfach nicht funktionieren. Aber schön, dass es wenigsten bei dir funktioniert...

                  Noch ein paar Worte zum Thread-Starter:
                  Zitat von Starwars fan
                  zudem auch noch der fakt das es nur noch einen BS gibt und eine flotte hässlicher raumschiffe : (
                  Also den Punkt finde ich witzig (wann immer der kommt, ist ja nicht das erste Mal). Auch in der Originalserie gab es nur den einen Kampfstern (wenn wir mal die Pegasus außen vor lassen). Und der überwiegende Teil der ach so hässlichen Raumschiffe, wurde 1:1 von den CGI-Designern aus der Originalserie übernommen.

                  Hier ist also eigentlich nicht wirklich klar was der Thread-Starter den nun eigentlich bemängelt und welche Serie er den nun wirklich kritisiert...?

                  Zitat von Starwars fan
                  Ich frage mich nur ob es anderen ähnlich geht oder was für schwächen ihr in der "neu" erfindung seht. oder was ihr daran gut findet
                  Schwächen hat die neue Serie auf jeden Fall, aber nichts von dem am Anfang genannten gehört für mich dazu.

                  Ich persönlich habe ja die Theorie entwickelt, dass nBSG erst dann größere Schwächen offenbarte als sich der Fokus der Serie über die Aspekte hinausentwickelte, die noch von der Originalserie abgedeckt werden konnten, bevor diese abgesetzt wurde.

                  Bis dahin hatte nBSG immer die Möglichkeit sich am Original zu reiben und es besser zu machen also dort geschehen. Anders gesagt hat nBSG lange Zeit die Schwachpunkte des Originals gezielt herausgegriffen und daraus etwas gemacht das (heute?) besser funktioniert.

                  Ab dem Ende der zweiten Season hat sich die Geschichte allerdings weiter entwickelt als oBSG sie jemals für sich erzählen konnte. Von da an kommt dann auch bei nBSG ein verstärktes "Hit or Miss"-Gefühl auf. Die Episoden funktionieren mal, mal aber wieder auch komplett nicht. Gleiches gilt auch für die Charakterzeichnungen.

                  Mit dem Serienende (ich persönlich hätte es auch anders gemacht) habe ich für mich Frieden geschlossen. Dafür gefällt mir die erste Hälfte der Serie (und die Charaktere) einfach zu gut, um nur wegen eines mir nicht ganz genehmen Endes die ganze Serie rückwirkend abzuschreiben...

                  Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass für mich das Battlestar Galactica Szenario noch nicht perfekt erzählt wurde. Ich könnte sehr gut noch eine weitere Interpretation vertragen und wäre gespannt darauf was da noch im Vergleich zu den jetzt zwei Vorgängern optimiert und verbessert werden kann. Vielleicht wirds ja bald einen Galactica Kinofilm geben, wie die Gerüchteseiten seit einigen Monaten (wohl auch im Hinblick auf Star Treks Kinoerfolg) immer deutlicher verlauten lassen. Obwohl ich auch sagen muss, dass ich die Galactica Geschichte für relative kinoungeeignet halte. Denn eigentlich kann man das in der nötigen Ausführlichkeit nur in einer Serie erzählen.

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                  • #10
                    Zitat von helo Beitrag anzeigen
                    Stattdessen wird gezeigt wie die Flüchtlinge auf einmal bereit sind, die ihnen noch verbliebende Existenz aufs Spiel zu setzen (und zwar eben nicht nur für einen Moment). Starbuck will aus dem Militär austreten und eine Alien-Popgruppe managen um damit reich zu werden (klar die Cylonen, die ja das "ganze" Universum erobern werden ihn schon lassen... ) und Sire Uri erntet lautstark Beifall für die Forderung das was den Kolonisten an Waffen noch verblieben ist (damit ist zweifellos die Galactica und ihre Vipers gemeint) zu vernichten und sich der Gnade der Cylonen auszuliefern. Eben genau jenen Cylonen die noch eine Stunde Pilotfilm-Laufzeit zuvor, die Kolonien vernichtet und alle Zurückbleibenden ermordet haben, werden jetzt natürlich damit zufrieden sein die Menschen nur zu entwaffnen und sie ansonsten in Ruhe und Frieden auf dem Casino-Planeten weiterleben zu lassen.
                    Im Prinzip ist die Ausgangssituation beider Serien ja dieselbe. Die Kolonien werden angegriffen, zahllose Menschen sterben, und die nächste Frage ist, wie die Überlebenden damit fertig werden, wie sie reagieren, und da denke ich, geht die Originalserie viel zu einfach zu Jux und Dollerei über. Schauspielerisch sehe ich gerade beim A-Team Sonnyboy Dirk Benedict = Starbuck erhebliche Defizite. Und der Casino-Planet ist im Pilotfilm schon ziemlich bizarr, wenn auch sehenswert. Aber da hätte man besser schauspielern bzw. ein sinnvolleres Drehbuch haben können, dass die vorangegangene Zerstörung der Kolonien glaubwürdiger reflektiert.

                    Aber auch ansonsten wüsste ich nicht, was es gegen die ersten beiden Staffeln der neuen BSG aus Sicht von TOS zu meckern gibt. Ronald D. Moore hat schon gute Arbeit darin geleistet, aus der Vorlage etwas Interessantes zu machen, das in die heutige Zeit passt. Nur gegen Ende der Serie ... Wie helo es eben schreib, solange RDM sich an der Vorlage reiben konnte, lief es gut, danach ... Wie weit RDM dafür verantwortlich ist, weiß ich nicht, aber die letzte Staffeln von DS9 gefiel mir auch schon nicht mehr so gut wie die Staffeln zuvor, und es gibt wohl Parallelen zu BSG.

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                    • #11
                      Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                      Aber auch ansonsten wüsste ich nicht, was es gegen die ersten beiden Staffeln der neuen BSG aus Sicht von TOS zu meckern gibt.
                      Das Problem ist, dass Moore etwas vollkommen anderes daraus gemacht hat. Es ist ja in Ordnung, wenn jemand Kartoffelchips verkaufen will, aber dann schreibt man eben nicht Cornflakes auf die Packung!

                      Was den Casinoplaneten angeht - ich fand das durchaus nachvollziehbar. Der Punkt ist einfach der, dass die alte Serie den Schwerpunkt auf den Abenteueraspekt legt und den Holocaust nicht ernsthaft auslotet. Das heißt aber nicht, dass man das völlig unter den Tisch fallen lassen würde. Immerhin gibt es ausreichend dramatische Szenen, die zeigen, dass hier nicht alle immer nur Spaß haben, sondern dass die Zerstörung der Kolonien durchaus großes Elend hervorgerufen hat.

                      Klar hätte man bestimmte Sachen näher thematisieren können und ich will auch gar nicht behaupten, die Originalserie wäre perfekt gewesen. Man darf bei aller Kritik aber auch nicht ganz vergessen, dass es nicht allzu viele Serien gibt, die bereits in der ersten Staffel dermaßen viel richtig gemacht haben, um ein relativ großes Franchise zu etablieren, ohne das eine Neuauflage nicht entstanden wäre.

                      Wenn ich mir vorstelle, wieviel Potential in der Originalserie gesteckt hat und dass die gegen Ende der ersten Staffel gerade erst realisiert hatten, was gut funktioniert und was nicht, wäre ich an einer richtigen Fortsetzung wesentlich interessierter gewesen, als an Moores Un-Imagine.

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                      • #12
                        Die neue Serie begann eigentlich gut , mit all ihren menschlich gut dargestellten Charkteren ..aber Fehler Nr 1 waren schon die zu menschlichen Zylonen , nicht einfach nur Cyborgs (wie in bladerunner) nein Maschinen die an Gott glauben und menschlicher agieren als die Menschen ...da hätte man dann leiber auch völlig mit der Origibnalserie brechen sollen ,und die Gegner auhc zu Menschen machen können (zb eine Technologie Sekte ala Battletech -Blakes Word)

                        ...nur um dann die Serie in Psychologische Theorien verquarst mit christlicher Theologie (naja herrkömmliche Psychologie und Theologie stehen ja nicht weit auseinader) verrecken zu lassen ...also da bleibe ich dann doch lieber bei Space 2063 , die war dann doch wesentlich realistischer und überzeugender, was Verhalten von Menschen im krieg angeht ,ohne sich in christliches oder mythologisches zu ergehen ...etwas ,was mich auch an Babylon 5 störte ....diese Neoreligiosität ist zum ...und die protestantsichen kreationisten sind ja inzwischen ärger, als die Katholische Amtskirche

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                        • #13
                          Zitat von Logan5 Beitrag anzeigen
                          Das Problem ist, dass Moore etwas vollkommen anderes daraus gemacht hat. Es ist ja in Ordnung, wenn jemand Kartoffelchips verkaufen will, aber dann schreibt man eben nicht Cornflakes auf die Packung!
                          Finde ich ehrlich gesagt faszinierend was du aus dem Titel "Battlestar Galactica" alles herausholst. Für mich steckt in beiden Serien "Battlestar Galactica" drin, weil es in beiden Serien Raumschiffe gibt die Galactica heißen und als sogenannte Battlestars klassifiziert werden. Mehr sagt der Titel nicht aus und suggeriert für mich auch erstmal nicht mehr was den zu erwartenden Inhalt angeht (tatsächlich gibt es sogar noch viel mehr Gemeinsamkeiten, aber das nur der Vollständigkeit halber).

                          Natürlich sind in einem Remake Sachen anders als im Original. Darum macht man es ja überhaupt erst. Die Unterschiede sind doch gerade das Interessante an einer Neuinterpretation.

                          Die Neuinterpretation gefällt einem oder nicht, aber ständig so tun als hätten die Macher der Neuinterpretation das persönliche Allerheiligste geschändet ist schon mehr als albern...

                          Kommentar


                          • #14
                            Ich kenne die Original-Serie nicht. Von dem her weiß ich auch nicht inwieweit er sich an das Original gehalten hat. Auf alle Fälle ist RDMs "Pessimismus" weitaus realitischer als ein Casinoplanet.

                            Ich persönlich halte Staffel 1 und 2 von nBSG für etwas überbewärtet, während Staffel 3 und 4 IMO unterschätzt werden (die Mehrteiler beider Staffeln - und vor allem der "New Caprica"-Arc - waren genial). Insgesamt sehe ich eine ziemlich konstante Qualität bei der Serie: Überdurchschnittlich, aber kein Meisterwerk.

                            Wäre die Endauflösung besser ausgefallen als "Gott war's" wäre mein Gesamteindruck mit Sicherheit besser gewesen. Von dem her leidet nBSG an der Akte-X-Krankheit (welche auch der TCW-Handlungsbogen von ENT hatte), nämlich, dass die Autoren Rätsel einführten, von deren Auflösung sie selbst keine Ahnung hatten.

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von helo Beitrag anzeigen
                              Finde ich ehrlich gesagt faszinierend was du aus dem Titel "Battlestar Galactica" alles herausholst.
                              Ach komm...
                              Vorgabe des Titels erfüllt - Remake perfekt, oder wie?

                              Na dann kann man ja froh sein, dass die Neuauflage von Doctor Who keine weitere Krankenhausserie über einen Arzt namens Who geworden ist, denn die Titelvorgabe wäre ja erfüllt.

                              Geht's noch spitzfindiger?


                              Zitat von helo Beitrag anzeigen
                              Natürlich sind in einem Remake Sachen anders als im Original. Darum macht man es ja überhaupt erst. Die Unterschiede sind doch gerade das Interessante an einer Neuinterpretation.
                              Sicher ist ein Remake in der Regel anders als das Original. Wenn es allerdings so weit geht, dass man das Original nur noch dann wieder erkennt, wenn man vorher genau weiß, worum es sich handeln soll, geht es in meinen Augen zu weit. Wenigstens den Grundtenor der Vorlage sollte man meiner Meinung nach schon beibehalten.

                              Das eine ist eine Familienserie, das andere ein Kriegsdrama, ausschließlich für Erwachsene. Das ist in etwa so, als würde man eine Spin Off von CSI mit den "Fünf Freunden" drehen. Es passt einfach nicht.

                              Moore hätte diese Serie ebenso gut unter einem eigenständigen Titel drehen können, denn die Parallelen zum Original sind dermaßen minimal, dass eine Plagiatsklage niemals durchgekommen wäre. Wäre das Raumschiffdesign anders und würden die Zylonen Zolynen heißen, wär's vermutlich gar keinem aufgefallen.

                              Zitat von helo Beitrag anzeigen
                              Die Neuinterpretation gefällt einem oder nicht, aber ständig so tun als hätten die Macher der Neuinterpretation das persönliche Allerheiligste geschändet ist schon mehr als albern...
                              Diese "Neuinterpretation" gefällt mir einerseits als Neuinterpretation nicht, weil ich das, was neu interpretiert wird, kaum wieder erkenne. Das kannst du gerne albern finden, aber wenn eine Neuinterpretation von Gummibärchen wie Hühnerkacke schmeckt, werde ich sie nicht essen und auch mit meiner Meinung darüber nicht hinterm Berg halten.

                              Die Serie gefällt mir aber auch andererseits als Serie - ganz unabhängig vom Titel - nicht besonders, weil ich auch das Kriegsthema schon wesentlich interessanter umgesetzt gesehen habe, beispielsweise in "Space - Above and Beyond" oder auch in "Babylon 5". Bei letzterem wurden auch die mystischen Themen weitaus interessanter behandelt.

                              Ich finde diese Serie einfach in überhaupt keiner Weise originell, sondern einfach nur pseudotiefgründig und stinklangweilig. Dass sich das dann auch noch nach einer meiner Lieblingsserien benennt, finde ich einfach ärgerlich und dazu eben auch einfach unpassend.

                              Dazu drängt sich eben auch der Verdacht auf, dass man eine zweitklassige Serie durch einen bekannten Titel aufwerten wollte, zumal das Ganze dann auch noch dermaßen schablonenartig auf aktuelle Rezeptionsvorlieben zugeschnitten ist, dass einem übel wird.

                              Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                              Ich kenne die Original-Serie nicht. Von dem her weiß ich auch nicht inwieweit er sich an das Original gehalten hat. Auf alle Fälle ist RDMs "Pessimismus" weitaus realitischer als ein Casinoplanet.
                              Zugegeben "Casinoplanet" kann missverständlich sein, wenn man nicht weiß, worum es geht. Das Wort hat sich hier als Metonymie für "Planet, auf dem sich ein Casino befindet" eingeschlichen.

                              So einen findet die Galactica und einige Krieger der Galactica versuchen herauszufinden, was es damit auf sich hat. Sire Uri drängt dann darauf, dass alle den Planeten besuchen sollten, um sich an diesem Ort von den erlebten Schrecken zu erholen. Außerdem möchte er dort dann einige Krieger im Rahmen eines großen Festes für ihre Verdienste ehren, um die entstehende Euphorie zu nutzen, alle zu überreden, die Waffen zu zerstören, um den Zylonen daraufhin anzubieten, sich ihnen völlig zu unterwerfen.

                              Vom psychologischen Standpunkt ist das Verhalten der Leute aber nicht ganz so abwegig, wie es manche gerne darstellen wollen.
                              Zuletzt geändert von Logan5; 24.08.2009, 21:31. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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