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  • Mein Erstseherfazit

    So, nach etwas längerer Zeit und mit etwas mehr Abstand hab ich nun doch mal die Lust bekommen, mein abschließendes Erstseherfazit zu nBSG zu schreiben – wobei das Wort „abschließend“ in diesem Falle fast schon irreführend ist, da ich an Beispielen wie B5 einfach gelernt habe, dass das zweite Sehen fast noch wichtiger für eine abschließende Bewertung ist, wenn man das „gute“ vom „sehr guten“ trennen will. Aber bis ich nBSG ein zweites Mal sehe, wird wohl doch ein wenig Zeit vergehen.

    Eigentlich ist es ziemlich schwierig, zu entscheiden, wo ich bei meinem Erstseherfazit beginne. Wahrscheinlich ist es klug, einfach chronologisch richtig zu starten, und zwar beim Piloten, der rückblickend betrachtet (siehe oben) wohl noch einiges gewinnen wird. Den betrachte ich allerdings fast schon outstanding, denn auch wenn er natürlich Teil der Serie ist, so ist er es dennoch nicht ganz. Die Musik ist noch etwas anders, die Kameraführung noch nicht ganz so verwackelt, die Art, die Geschichte zu erzählen doch noch ein wenig anders. Und da haben wir schon die ersten Stichpunkte, an denen ich mich weiter hangeln kann.

    Ein Dauerthema bei nBSG ist sicherlich die Kameraführung. Nach einer Weile konnte ich mich schon daran gewöhnen, und irgendwie hat es auch gepasst, aber ich denke, wenn man schon so einen ungewöhnlichen Weg geht, kann das noch ein wenig intelligenter sein. Wenn die Kamera ständig wackelt, kann sie auch genauso gut ständig still stehen, nur dass man bei letzterem mehr erkennt. An das Märchen von der Dokumentation glaube ich dabei nicht. Wenn die Illusion einer solchen das Ziel gewesen sein sollte, müsste ich nBSG als Flop verzeichnen, denn dafür war man nicht konsequent genug. Ich denke, man wollte eher eine Art Grundnervosität damit schaffen, aber wenn man dann eben doch auch ruhige Momente in das Drehbuch einbaut, sollte sich meiner Meinung nach die Kamera idealerweise dem auch anpassen. Einige Folgen (auffallend oft diejenigen von Edward James Olmos) haben das auch hinbekommen, aber oftmals wollte es einfach nur einen anderen Stil haben, ohne über diesen Stil zu reflektieren.

    Genauso ist es manchmal auch bei der Erzählweise passiert. Gerade zu Beginn der Serie hat man krampfhaft versucht, aus den bekannten Schemen auszubrechen, in Standalones plötzlich Szenen reinzubringen, die mit den restlichen 40 Minuten in keinem Kontext standen, den man als Erstseher verstehen konnte (dass das in Staffel 4 dann schlussendlich doch alles verbunden wird, weiß der Erstseher einfach noch nicht) – prominentestes Beispiel ist die Boomer-Tyrol-Szene in „Bastille Day“, da wurde viel darüber diskutiert -, ohne vielleicht mal darüber nachzudenken, warum es viele andere Serien gerade im SF-Bereich eben doch nicht so machen. Von anderen „epischen“ Werken wie DS9 oder B5 kennt man es eben so, dass zunächst nur viele Standalones kommen, die dann nach und nach zu einem Packet geschnürt werden. Und das halte ich auch für ganz sinnig. Im SF-Bereich ist es einfach so, dass man auch immer erst noch ein Universum etablieren muss. Wenn man versucht, gleichzeitig auch schon krampfhaft eine Story zu etablieren, geht das manchmal in die Hose. In die Hose ging es bei nBSG nicht, aber es wäre einfach viel eleganter gewesen.

    Das sind aber auch schon meine beiden Hauptkritikpunkte gewesen. Nachdem ich ein wenig gemeckert habe, möchte ich an dieser Stelle auch mal einige Dinge lobend erwähnen:
    - ein super Cast mit nur einigen schwächeren Gliedern (mit Boomer etwa konnte ich – warum auch immer – nie richtig warm werden, auch Athena fand ich letztlich doch zu blass; EJO und Mary McDonnell spielen dann dafür zusammen mit Dean Stockwell in ihrer eigenen Liga)
    - Auch wenn es bei einigen prominenteren Beispielen (Nummer Drei, Cavil) nicht ganz so geklappt hat (vielleicht auch wegen vertraglicher Bedingungen), so behalte ich nBSG als eine Serie in Erinnerung, die sich viel Mühe bei der Einführung ihrer Charaktere – besonders auch der Nebencharaktere gegeben hat. Als Musterbeispiel sei hier mal Seelix genannt, die wohl schon in Staffel 1 irgendwann aufgetaucht ist (wie ich neulich gelesen habe), aber erst in Staffel 3 wirklich „prominent“ wurde – und obwohl „prominent“ schon zu viel gesagt ist, so hatte sie z. B. mit ihrer Liebe zu Anders durchaus ein Eigenleben
    - Die (vor allem emotionale) Erfassung der Charaktere klappte insgesamt sehr gut, aber das brauche ich nicht weiter zu erwähnen, oder?

    Man kann sagen, dass alle vier Staffeln dabei auch in etwa gleich waren. Ja, die Bewertungen werden wohl unterschiedlich ausfallen – ich vermute mal, dass Staffel 1 den höchsten Schnitt haben dürfte -, aber dagegen wehre ich mich ein wenig, weil eine Staffel immer etwas anders ist als die Summe ihrer Einzelteile. Staffel 1 profitiert ja auch durch ihre Kürze und das 6-Sterne-Folgen hier einfach eine andere Gewichtung haben werden als etwa in der 3. Staffel. Dass bei so kurzen Staffeln die „durchschnittlichen“ Folgen etwas weniger sind, ist auch klar. Die Frage ist halt, inwiefern eine erzählte Geschichte nicht auch durchschnittliche Folgen braucht, damit das Finale umso krachender ist. Und das Finale von Staffel 1 fand ich ja dann doch eher arg durchschnittlich.

    Staffel 2 etwa ist eben so ein Fall, wo eigentlich immer nur die Höhepunkte (Home, Ressurection Ship, LDYB) wirklich gut waren, zwischendrin viele Durchschnittsfolgen und Standalones (und leider auch Black Market) vorherrschten, die ich jetzt aber nicht schlechter finden würde als Staffel 1.

    Staffel 3 hat dagegen vielleicht nur halb so viele 6-Sterne-Folgen wie Staffel 2, bleibt aber durch die in ihrer Gesamtheit wirklich tolle Caprica-Handlung (die man IMO auch noch viel länger hätte durchziehen können, ich rechnete zu dem Zeitpunkt eigentlich schon mit einer ganzen Staffel) und die Einfürhung von Romo Lampkin in guter Erinnerung. Und Staffel 4 ist einfach der nötige Abschluss. Hier störte es mich übrigens auch (zumindest grundsätzlich) nicht mehr, dass da wild Handlungsfäden und –fetzen in Folgen zusammengemixt wurden, weil es hier eben der Punkt der Serie war, wo man auch als Erstseher verstanden hatte, dass das alles zusammengehörte.

    Jo, bevor ich zum Schluss komme, vielleicht aber noch eine Sache, die mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, die leider aber auch negativ ist: RDM, die eine Masche von wegen in „Was bisher geschah“ Szenen reinzubringen, die man vorher nicht gesehen hat, ist einfach eine miese Nummer. So etwas nie wieder!

    Jetzt aber zum Staffelfinale und den finalen Auflösungen, die…
    Na ja, es ist schwer zu sagen, ob ich es mag oder nicht. Dass sich so sämtliche Prophezeiungen und sonstiges in Luft auflösen finde ich hier sogar cool. Auch wer Gott jetzt wirklich ist, muss ich nicht wissen (auch wenn die Idee, dass sei Fürst Iblis aus der alten Serie, und damit der Teufel ganz reizvoll ist), aber manches ist… nehmen wir einfach mal die Sache mit Kara. Blopp und weg. Da hat man es sich eben doch zu einfach gemacht. Und dass es mit jeder Folge konform geht, dass die HeadWesen Engel sind, wage ich auch zu bezweifeln (gerade in „Resurrection Ship“ will das so nicht passen, fürchte ich). Überhaupt hatte ich die Hoffnung, dass nBSG die erste Serie mit einem richtig miesen Ende werden könnte.

    Zu guter letzt habe ich mir mal die Mühe gemacht, ähnlich wie Larkis meine Final Five Episoden zusammenzustellen. Zumindest vorläufig werden es wohl jene sein:
    - Das verlorene Paradies (extrem passende Erklärungen, von der Motivation Cavils bis hin zu Kleinigkeiten, warum Boomer eine Acht ist, obwohl es nur sieben bekannte Modelle gibt
    - Ellen (ich weiß, dass die Folge eigentlich eher nicht für den Stil von nBSG steht, aber ich liebe sie einfach)
    - Der Zwölferrat (herrlich politisch, auf so etwas steh ich)
    - Das neue Caprica Part 2 (einfach ein geiler Abschluss für eine Staffel – und erneut viel Politik)
    - Exodus Part 2 (stellvertretend für den New-Caprica-Strang)

    Ursprünglich sollten hier statt "Der Zwölferrat" und „Das neue Caprica Part 2“ vielleicht „Ruf aus dem Jenseits“ und „Der Pianomann“ hinein, aber die kann ich leider nicht mehr getrennt von der doch unheimlich schwachen Auflösung um Kara Thraces Rückkehr von den Toten sehen. Der Pilotfilm gehört im Grunde auch hier hinein, ist aber doch etwas outstanding.

    Insgesamt bescheinige ich der Serie mal

    4, 5 Sterne

    Worauf es hinausläuft, wird sich beim zweiten Sehen entscheiden, zur Zeit tendiere ich doch zu den 5 Sternen.

    Und jetzt bin ich gespannt auf eure finalen Reaktionen!
    Zuletzt geändert von garakvsneelix; 11.10.2010, 16:57.
    Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

    Für alle, die Mathe mögen

  • #2
    Insgesamt deckt sich meine Meinung sehr mit deiner. Das paralelle Ablaufen anderer Handlungen (etwa die Helo-Überblenden) in der ersten Staffel hat mich eigentlich auch beim Erstsehen nicht gestört. Hier wollte man wohl dem gegenwärtigen Serial-Trend alle Ehre tun (obwohl im Grunde der Großteil von S1, ohne diese Szenen, dann doch eher Einzelfolgen wären - ähnliches geschieht ja auch öfter bei SGU).

    Was mich offensichtlich mehr als dich gestört hat, war die ständige Dauerdeprimiertheit. Klar ist gerade die Menschheit fast ausgerottet worden und düstere Serien sind allgemein gerade "inn", trotzdem hat RDM es hier IMO etwas übertrieben. Dazu kommt die viel zu knappe Beleuchtung der Galactica (was SGU dann noch mehr übertreibt mit der Destiny). Da alle Charaktere auf ihre Art und Weise kaputt sind, gab's für mich dann auch kaum wirkliche Sympathieträger (mit Abstrichen vielleicht Helo, Tyrol und Apolo - Romo war auch cool, ist aber viel zu wenig dabei).

    Ebenso fand ich das "Gott war's" viel zu plump. Die Auflösung des Mystery-Teils empfinde ich (mit Ausnahme der FF) als Griff ins Klo. Bin schon neugierig, was du zu der letzten Staffel "Lost" sagst, die die Gemüter ebenfalls ziemlich gespalten hat.

    Als Endbewertung würde ich sagen gute
    4 Sterne (was so etwa im VOY-Bereich liegt)!

    Kommentar


    • #3
      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
      Insgesamt deckt sich meine Meinung sehr mit deiner. Das paralelle Ablaufen anderer Handlungen (etwa die Helo-Überblenden) in der ersten Staffel hat mich eigentlich auch beim Erstsehen nicht gestört. Hier wollte man wohl dem gegenwärtigen Serial-Trend alle Ehre tun (obwohl im Grunde der Großteil von S1, ohne diese Szenen, dann doch eher Einzelfolgen wären - ähnliches geschieht ja auch öfter bei SGU).
      Und ich denke, genau dieses Nichtentscheidenkönnen hat mich am meisten gestört. Man kann ja durchaus folgenübergreifende Dinge einbauen (soll man sogar), aber dass eine Folge dann so extrem in "Einzelfolgenplot" und "ein paar weitere Szenen" getrennt wird, fand ich wohl einfach gerade beim ersten Sehen zu krass.

      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
      Was mich offensichtlich mehr als dich gestört hat, war die ständige Dauerdeprimiertheit. Klar ist gerade die Menschheit fast ausgerottet worden und düstere Serien sind allgemein gerade "inn", trotzdem hat RDM es hier IMO etwas übertrieben. Dazu kommt die viel zu knappe Beleuchtung der Galactica (was SGU dann noch mehr übertreibt mit der Destiny). Da alle Charaktere auf ihre Art und Weise kaputt sind, gab's für mich dann auch kaum wirkliche Sympathieträger (mit Abstrichen vielleicht Helo, Tyrol und Apolo - Romo war auch cool, ist aber viel zu wenig dabei).
      Nun, das mit den wenigen Sympathieträgern wollte ich eigentlich auch erwähnen, hab es dann aber in der Hülle und Fülle vergessen

      Allerdings ist das widerum etwas, das trotz meinen leisen Rufen nach einem düsteren Schluss vielleicht doch für den eher positiven spricht: Dadurch wurde diese Düsternis quasi der lange Weg zur Erhebung des Phoenix aus der Asche und passte doch ganz gut. Zwischendrin fand ich es aber auch nervig, ja.

      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
      Ebenso fand ich das "Gott war's" viel zu plump. Die Auflösung des Mystery-Teils empfinde ich (mit Ausnahme der FF) als Griff ins Klo. Bin schon neugierig, was du zu der letzten Staffel "Lost" sagst, die die Gemüter ebenfalls ziemlich gespalten hat.
      Na ja, dass Gott mal einfach nur Gott war, fand ich recht kreativ. Und sooo viel Aufklärungspotenzial sah ich da einfach (bis auf die HeadWesen natürlich) auch gar nicht. Vor allem das mit der Supernova hätte ich sogar ohne die Gottgeschichte als gegeben hingenommen.

      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
      Als Endbewertung würde ich sagen gute
      4 Sterne (was so etwa im VOY-Bereich liegt)!
      Hm, gute 4 Sterne könnten es bei mir nach dem zweiten Sehen auch werden, ja. Aber ich sehe die Serie doch schon über Voyager
      Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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      • #4
        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
        Aber ich sehe die Serie doch schon über Voyager
        nBSG ist in sehr vieler Hinsicht VOY überlegen. Was aber IMO ein großer Vorteil von VOY ist, was nBSG großteil fehlt, sind eben sympathischere Charaktere (außer Tante Käthe natürlich), die eher heimelige Stimmung an Bord und mehr Humor (auch IMO ein Kritikpunkt an nBSG, aufgrund der vielen Düsternis nahm man sich etwas zu bierernst - B5, DS9 und Lost haben doch gezeigt, dass man beides sehr schön kombinieren kann).

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        • #5
          Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
          (auch IMO ein Kritikpunkt an nBSG, aufgrund der vielen Düsternis nahm man sich etwas zu bierernst - B5, DS9 und Lost haben doch gezeigt, dass man beides sehr schön kombinieren kann).
          Ich denke, das kam aber erst so mit der Zeit. Die Witze in Staffel 4 sind wohl echt sehr spärlich, höchstens die eine oder andere Baltar-Szene würde einem dann einfallen (dafür war Baltar mit dem Zylonen einfach genial ).

          Wenn ich aber an den Pilotfilm zurückdenke, dann sind da schon mehr "coole" Sprüche dagewesen. Nie aufdringlich, sondern immer schön subtil. Etwa wie bei "The Dark Knight" (von dem auch immer behauptet wird, er sei humorlos - stimmt gar nicht, da steckt IMO auch sehr viel Wortwitz drin, gerade beim Joker). "Sie sollten damit beginnen, Kinder zu bekommen" - "Ist das ein Befehl?"
          Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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          • #6
            Na die Düsternis in der 4. Staffel ist doch verständlich.


            Ihre Kolonien wurden zerstört, aber die Suche nach der Erde bringt Hoffnung.
            Dann finden sie Neu Caprica, aber diesen Planeten mußten sie wieder verlassen.
            Und dann finden sie endlich die Erde und stellen fest daß sie unbewohnbar und verstrahlt ist. Damit ist dann auch die Hoffnung zu Ende, was auch die Düsternis in der 4. Staffel erklärt.



            Ich würde nBSG 5 von 5 Sternen geben, das hat sie voll und ganz verdient.
            Schlechte Folgen hat jede Serie mal, die hatte auch DS9, aber was ich in nBSG besonders toll fand, war die Tatsache, daß man das Ende schön ausgefüllt hat und nicht wie in VOY einfach abgewürgt hat. Das ärgert mich nämlich noch heute, daß da nicht mehr in VOY kam.

            Die Sache mit Gott und den Engeln finde ich eigentlich nicht so schlecht, denn in welcher Science Fiction Serie wird eine Serie schon mit Gott und Engeln aufgelöst? Von daher war es eher originell als langweilig.
            Die erste Kara Thrace war ein Mensch, die zweite eben dann ein Engel.

            Von Schluß ist doch eigentlich nur ärgerlich, daß man die ganze Technik wegwirft, das ist IMO dann doch zu unrealistisch.
            Denn man klammert sich ja auch an diesen Lebensstil und für so manchen Lebensstil kann ich mir auch gut vorstellen, daß man lieber weiterhin mit Zylonen in Konflikt gerät, als diesen Lebensstil aufzugeben.
            Von daher ist die ganze Verabschiedung von der Technik eher absurd.
            Ein paar praktische Links:
            In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
            Aktuelles Satellitenbild
            Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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            • #7
              Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
              aber was ich in nBSG besonders toll fand, war die Tatsache, daß man das Ende schön ausgefüllt hat und nicht wie in VOY einfach abgewürgt hat. Das ärgert mich nämlich noch heute, daß da nicht mehr in VOY kam.
              Die Abschiedsstimmung in den letzten 30 Minuten ist wirklich wunderschön. Hat mir sehr gefallen. Von der Emotionalität sind die Finale von nBSG, "Lost", B5 und DS9 wohl die Besten (wobei einzig beim DS9-Finale IMO wirklich ALLES, auch die Auflösung der einzelnen Handlungsstränge, gepasst hat).

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              • #8
                Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                Na die Düsternis in der 4. Staffel ist doch verständlich.

                Ihre Kolonien wurden zerstört, aber die Suche nach der Erde bringt Hoffnung.
                Dann finden sie Neu Caprica, aber diesen Planeten mußten sie wieder verlassen.
                Und dann finden sie endlich die Erde und stellen fest daß sie unbewohnbar und verstrahlt ist. Damit ist dann auch die Hoffnung zu Ende, was auch die Düsternis in der 4. Staffel erklärt.
                Und deswegen verdamme ich die Düsternis ja dann auch nicht. Dass nBSG darum aber auch nicht unbedingt abwechslungsreich war, kann man jedoch auch nicht bestreiten. Es wirkte einfach alles sehr homogen düster.

                Was mir dabei halt nur nicht gefallen hat, war, dass man auch wirklich alles immer so enden ließ, damit es düster sein konnte. Nach einer Weile war das einfach echt offensichtlich. Man trifft auf die Pegasus - da stimmt doch was nicht. Es gibt Wahlen - natürlich gewinnt Baltar sie. Man findet einen Planeten, auf dem man sich niederlassen könnte - wirklich schön ist der nicht. Starbuck und Lee könnten so ein schönes Paar sein - nein, Starbuck muss immer die selbe Masche abziehen, lernt einfach gar nix dazu. Man konnte teilweise richtig vorausahnen, was in den nächsten paar Folgen schief laufen wird.

                Allerdings akzeptiere ich das schon auch als Stil des Filmes. Wenn in ST eben alles gut laufen kann, dann wird in nBSG auch sehr vieles schlecht laufen dürfen. Manchmal war es aber schon absurd, welche Ausmaße das annahm. Ich erinnere nur an die legendäre Anfangssequenz in "Guess what's coming to dinner".

                Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                Die Sache mit Gott und den Engeln finde ich eigentlich nicht so schlecht, denn in welcher Science Fiction Serie wird eine Serie schon mit Gott und Engeln aufgelöst? Von daher war es eher originell als langweilig.
                Die erste Kara Thrace war ein Mensch, die zweite eben dann ein Engel.
                Und warum durfte Kara Thrace als einzige der Engel, die wir kennen, nicht wissen, was sie war?

                Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                Die Abschiedsstimmung in den letzten 30 Minuten ist wirklich wunderschön. Hat mir sehr gefallen. Von der Emotionalität sind die Finale von nBSG, "Lost", B5 und DS9 wohl die Besten (wobei einzig beim DS9-Finale IMO wirklich ALLES, auch die Auflösung der einzelnen Handlungsstränge, gepasst hat).
                Was fandest du denn an der finalen Auflösung im B5-Ende schlecht (d. h. gab es da überhaupt noch so etwas)?
                Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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                • #9
                  Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                  Was fandest du denn an der finalen Auflösung im B5-Ende schlecht (d. h. gab es da überhaupt noch so etwas)?
                  Wie man im entsprechenden Episoden-Tread nachlesen kann, fand ich das Finale insgesamt sehr gelungen.


                  Spoiler
                  Die ganze unabgeschlossenen Handlungsbögen (Garibaldis Rache, Lytas Schicksal, die Drakh, Londo und sein Wächter, das "Geschenk" für Sheridans Sohn) sind aber weniger toll. Zumal man diese tlw erst kurz vor dem Finale eingeführt hat und dann in Romanform irgendwie abschließt. Wirkt fast so als hätte man die Serie aus heiterem Himmel abgesetzt.

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                  • #10
                    Mein Zweitseher Fazit:

                    Das ganze Setting ( vor allem die Düsternis und die kaputten Charakter) finde ich genial. Etwas anderes wäre bei der Ausgangslage ( beinahe komplette Vernichtung der Menschheit ) völlig unglaubwürdig gewesen. Da hat RDM wohl eher untertrieben.

                    Musik grandios. Dialoge genial,Kamera genial, Schauspieler genial, Effekte genial usw. Eigentlich alles genial -

                    bis auf:

                    1. Und sie haben einen Plan. Diese reißerische Einblendung ohne Substanz hätte sich RDM sparen sollen.

                    2. Viel wichtiger: Der absolut enttäuschende Schluss. Da wird so oft angedeutet, dass Kara Trace die Menscheit zu ihrem Ende führen wird. Auch bei Balthar wird es erwähnt - und dann? Dann spielt das aufeinmal keine Rolle mehr. Abgesehen von den vielen anderen Spannungsbögen die entweder gar nicht oder völlig unbefriedigend aufgelöst werden. Das ist Zuschauer Verhöhnung. In der Literatur völlig unvorstellbar. Nichteinmal der trivialste SF Schriftsteller würde sich so eine Frechheit trauen.

                    Nach die " Strömung erledigt den Rest " ist für mich deshalb Schluss. Diese Folge ( mit ein paar Änderungen ) wäre ein passendes Ende gewesen. Alles was danach kommt, ist zwar in den einzelnen Szenen weiter genial - aber der Gesamtzusammenhang stimmt einfach nicht mehr.

                    Richtig Schade. nBSg wäre mit einem passenden Ende ein absolutes Meisterwerk gewesen. Vom Niveau her um Welten höher angesiedelt als alle anderen SF Serien. Meiner Meinung nach jedenfalls.

                    Aber so ist es zwar für mich immer noch die beste SF Serie, die es bisher gab; aber ein Meisterwerk ist es nicht mehr. Und so bleibt es für mich dabei, dass es zwar viele gute SF Filme/Serien gibt- aber nichts wirklich Geniales. Ganz im Gegensatz zur SF Literatur. Da gibt es jede Menge wahrer Meisterwerke.
                    Zuletzt geändert von Sargon; 18.10.2010, 21:31.
                    A Philosophy

                    http://www.youtube.com/watch?v=8dreV...eature=related

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                    • #11
                      Inzwischen kann ich auch schon ein "Zweitseherfazit" anbringen, merke aber, dass ich auch noch kein "Erstseherfazit" verfasst habe

                      Nun gut, als die Serie aktuell war habe ich sie natürlich laufend verfolgt und schon damals war sie für mich die beste aktuelle Serie und eine der besten SciFi-Serien überhaupt. Die Inszenierung, die Stimmung, die Musikuntermalung und die Charaktere - alles wirklich grandios! Und auch die Auflösung fand ich schon damals wirklich schön stimmig. (Man darf halt nicht wirklich alles wortwörtlich nehmen. Kara Thrace hat die "Menschheit" in ihren Untergang geführt. Aber unsere "aktuelle" Menschheit ist ja nicht die gleich wie jene menschliche Kultur der Colonials.)

                      Jetzt habe ich kürzlich die komplette Serie innerhalb von ca. 2 Wochen angeschaut. Und mein "Zweitseherfazit" fällt da noch viel positiver aus!

                      Mit dem Wissen um das Serienende stellt sich in den ersten Staffeln auch bei BSG der "Babylon 5-Effekt" ein. Früher getätigte Aussagen erscheinen mit dem Vorwissen in einem neuen Licht, ohne dass man sagen könnte, dass hier ein Fehler gemacht wurde. Im Grunde denkt man sich an diesen Stellen "Na klar!". So kompakt innerhalb von kurzer Zeit konsumiert besteht BSG den Kontinuitätstest mit Auszeichnung. Es fügt sich alles schön zusammen.

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                      • #12
                        Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                        So kompakt innerhalb von kurzer Zeit konsumiert besteht BSG den Kontinuitätstest mit Auszeichnung.
                        Und sie haben einen Plan ...
                        Man sieht Karas Viper eindeutig explotieren und dann ist sie auf einmal auf der Erde.
                        Head Six sagt als sie die Pegasus-Six sieht verzweifelt "Das bin ja ich".
                        Kara Trace führt die Menschheit in ihren Untergang.
                        Das Zylonen-Kinder-Entledigen.
                        Das völlig banale Opernhaus.
                        "Gott war's" als Auflösung.
                        Bei "Home" sieht man unsere Erde, im Finale ist unsere Erde aber Erde 2.0.

                        Also ne Auszeichnung ist das mit Sicherheit nicht. Vor allem im Vergleich zu B5 ist es bestenfalls ne 2 Minus.

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                        • #13
                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Nun gut, als die Serie aktuell war habe ich sie natürlich laufend verfolgt und schon damals war sie für mich die beste aktuelle Serie und eine der besten SciFi-Serien überhaupt. Die Inszenierung, die Stimmung, die Musikuntermalung und die Charaktere - alles wirklich grandios! Und auch die Auflösung fand ich schon damals wirklich schön stimmig. (Man darf halt nicht wirklich alles wortwörtlich nehmen. Kara Thrace hat die "Menschheit" in ihren Untergang geführt. Aber unsere "aktuelle" Menschheit ist ja nicht die gleich wie jene menschliche Kultur der Colonials.)
                          An dich dann mal die selbe Frage wie an Cordess, denn ich fürchte, diesen Part habe ich immer noch nicht kapiert (vielleicht wird das ja nach dem "B5-Effekt" durch frühere Andeutungen klar):

                          Warum durfte Kara Thrace als einziger Engel nicht wissen, was sie ist?
                          Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                          Für alle, die Mathe mögen

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                            Warum durfte Kara Thrace als einziger Engel nicht wissen, was sie ist?
                            Hab die Serie mittlerweile auch 2 mal (einmal deutsch, einmal englisch) gesehen. Diese Frage wird in keinster Weise geklärt, nicht mal angedeutet. Wie so vieles bei nBSG lässt es sich wohl nur mit einem "Gott wollte es so" erklären .

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                            • #15
                              Um als "Episch" durchzugehen fehlen einfach die "details"..die auflösungen der anderen Handlungstränge,die man einfach hat unter den tisch fallen lassen oder mit ner "doofen" Abhandlung abrupt abgebrochen hat (wie den Kindern der Cylonen,die sie ja eigentlich gar nicht hätten haben dürfen)..oder das halt kara genauso ein "Engel" ist wie Head Six und Baltar,aber im Gegensatz zu denen keinerlei "Plan" hat und von gar nix weiss..das passt einfach nicht zusammen..das Ende mit "Gott wollte es so" wäre noch akzeptabel wenn nicht die ganzen anderen "Losen Enden" wären,die nicht verknüpft wurden (um ins Gesamtbild zu passen) oder mit nem "einfachen" Knoten abgewürgt wurden..
                              Wo ist "Gottes Plan" für Baltar abgeblieben,den ihm Head Six immer wieder vorgesabbert hat??
                              es fehlt halt einfach was..
                              .>ACHTUNG, freilaufender "Linker Gutmensch"! VORSICHT BISSIG!<

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