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    #16
    Was glaubt ihr warum?

    Warum hat RDM, eine ansonsten grandiose Serie hinbekommen, aber dann beim Ende so kläglich versagt?

    Ich kann mir das einfach nicht erklären. Als ich nbsG zum erstenmal sah; da war ich von Folge zu Folge mehr davon überzeugt ein absolutes Meisterwerk zu erleben.

    - bis " Und die Strömung erledigt den Rest "

    dannach ahnte ich schon, dass es mit dem Ende daneben gehen könnte, und ab Götterdämmerung 2 Teil wußte ich es mit Sicherheit.

    Also: Ich kann mir das wirklich nicht erklären. Hatte RDM aufeinmal keine Lust mehr? Machten die Geldgeber Ärger? Hat jemand eine Idee, woran es aufeinmal gehappert hat?
    A Philosophy

    http://www.youtube.com/watch?v=8dreV...eature=related

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      #17
      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
      Und sie haben einen Plan ...
      Ehrlich gesagt war ich nie jemand, der wirklich viel in diesen Satz hineininterpretiert hat. Aber es stimmt doch, die Zylonen hatten ständig einen Plan, nur hat der sich halt immer wieder verändert. Aber meiner Meinung nach hätten sie den Satz ab Staffel 3 weglassen sollen, weil da durch die neue Machtübernahme in den Reihen der Zylonen durch die Heldinnen sich ja auch endgültig für den Zuseher die Sache aufklärt, dass man ab jetzt auf Koexistenz baut. Nach dem Staffel-2-Finale hätte wirklich niemand mehr die Erwartungshaltungs haben sollen, einen zylonischen Masterplan serviert zu bekommen.

      Man sieht Karas Viper eindeutig explotieren und dann ist sie auf einmal auf der Erde.
      Du führst es ja selbst an: Gott war's.

      Das kann man aber gleich fortführen mit garakvsneelix' Frage, warum Kara nicht wusste, dass sie ein Engel sein soll. Gegenfrage: Warum sollte sie es wissen? Wer würde ihr glauben, wenn sie so etwas behauptet? Selbst Leute (Baltar und Caprica-Six) die nur für sich einen der Engel sehen können, gehen damit nicht hausieren. Gott oder seine Engel treten nie offen in Erscheinung, also warum eine Engelskopie von Kara Thrace erschaffen? Sie hat's doch auch aus Fleisch und Blut bestehend schon schwer genug, die "Botschaft" zu überbringen. Zu behaupten, jetzt mit göttlichem Wissen ausgestattet zu sein würde es nicht gerade erleichtern. Nein, Kara ist zwar für alle sichtbar, musste aber weiterhin "sie selbst" bleiben um noch glaubwürdig zu sein.

      Head Six sagt als sie die Pegasus-Six sieht verzweifelt "Das bin ja ich".
      Ja, das fand ich an der Stelle auch ein bisschen als Überreaktion. (Habe ja nicht gesagt, dass die Serie perfekt ist ) Zumal sie schon ein paar Folgen vorher zugegeben hat, ein Engel Gottes zu sein. Was anderes wäre es gewesen, wenn Caprica-Six da in der Zelle gelegen wäre. Weil Head-Six durchaus die Rolle von Caprica-Six bewusst weiterspielt, auch um seine Gefühle für das "Original" am Leben zu erhalten. Kommt schön am Anfang von Staffel 3 rüber, als Doral Baltar zwingen will, den Exekutionsbefehl zu unterzeichnen. Währenddessen erschießt er Caprica-Six, worauf Baltar sofort Head-Six wieder erscheint.

      Kara Trace führt die Menschheit in ihren Untergang.
      Ja, was laut Head-Six in "Home, Part 2" Gottes Ziel ist. Untergang oder Ende der Menschheit ist aber nicht gleichbedeutend mit dem Tod. Viel mehr ist die "alte" Menschheit (die Colonials) in der "neuen" Menschheit (durch Vermischung der Colonials mit Zylonen und irdischen Ureinwohnern) aufgegangen. Das war die ganze Zeit gemeint mit dem "Untergang der Menschheit". Menschen die so sind wie jene auf Kobol oder in den Kolonien gab's ab dem Zeitpunkt nicht mehr.

      Und Kara Thrace ermöglicht das, indem sie die Bedeutung hinter dem Watchtower-Song erkennt und dass die Noten der Melodie den Koordianten der Erde entsprechen.

      Das Zylonen-Kinder-Entledigen.
      Ist mir im Re-Run nicht wirklich sauer aufgestoßen. Für sich eigenständige Geschichten, aber an keiner Stelle wirklich verbunden mit Hera. Vor allem da natürliche Fortpflanzung für die FinalFive ohnehin normal war Liam trotzdem als Halb-Zylonisches Kind trotzdem nicht das Licht der Welt erblicken durfte.

      Das völlig banale Opernhaus.
      Wahrscheinlich hätte es sie nicht gebraucht, aber Baltars Ansprache im CIC hat dann zumindest für einen Waffenstillstand gesorgt. Also war's nicht so schlecht, dass die Vision Caprica-Six und damit ihn ins CIC geführt hat. (So hat er auch seine Rolle gerechtfertigt als Bewahrer von "Gottes neuer Generation".) Und das führt auch in Folge dessen dazu, dass (durch Torys Tod) das Wissen um die Ressurection-Technologie endgültig verloren geht, die Lage eskaliert und der Notsprung eingeleitet werden muss.

      Und bevor der Einwand kommt, dass dieses Vorausplanen ganz schön viel Aufwand von Gott ist, nur im mit einer Vision einen kleinen Anstoß in die von ihm gewünschte Richtung ist: Deep Space Nine? Sieben Jahre Gerede und Visionen über den Abgesandten damit dieser am Schluss Dukat in einen Abgrund schmeißt? Hätten die Propheten Sisko ja auch sagen sollen, er soll ins Archiv gehen, das Buch holen und in die Feuerhöhlen runterschmeißen.

      Bei "Home" sieht man unsere Erde, im Finale ist unsere Erde aber Erde 2.0.
      Nein, in "Home" sieht man Erde 1.0, jenen Ort wohin der 13. Stamm ging. Sind die Sternbilder in "Home" jene, die wir am Himmel sehen, sind sie stark stilisiert und nicht an der richtigen Position. Das Thema ist außerdem in einem anderen Thread schon besprochen worden, mit dem Programm "Celestia" war glaube ich erst bei einer Entfernung von 12 LJ eine markante Veränderung des Sternenhimmels erkennbar.

      Also ne Auszeichnung ist das mit Sicherheit nicht. Vor allem im Vergleich zu B5 ist es bestenfalls ne 2 Minus.
      Naja, B5 hat im Vergleich dazu aber auch eine wesentlich kompaktere Handlung. Was war da großartig aufzulösen? Nicht falsch verstehen: Ich finde auch B5 genial, aber die Handlung war jetzt nie sonderlich verstrickt und mit Rätseln versehen. Sie hatte abgesehen von den Allerersten eigentlich keine Mystery-Elemente.

      BSG ist da von der Handlung her wesentlich komplexer und dass nicht 100 % aufgelöst wird, weil man eben mit Gott eine esoterische Ebene miteingebaut hat, die bestenfalls die Hauptereignisse - in Gestalt der Engel - streift und sonst im Hintergrund blieb, hatte ich auch bei der Erstausstrahlung der Serie ein eher mysteriöses Ende angenommen. Warum manche meinen, das "religiöse Zeug" wäre eine Erfindung der vierten Staffel weiß ich ehrlich gesagt wirklich nicht, wenn schon in Staffel 1 munter losgelegt wird. Wahrscheinlich hat sich da mancher zu stark an "Erklärungen" à la "Chip im Kopf" und "Chamala-Halluzination" geklammert ohne das zu hinterfragen.
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        #18
        Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
        Warum hat RDM, eine ansonsten grandiose Serie hinbekommen, aber dann beim Ende so kläglich versagt?
        Fehlende Planung. Er hat mehrmals betont, das er maximal eine Halbstaffel im Groben vorausplant. Das man sich so eventuell in eine Sackgasse schreibt, liegt auf der Hand. Ob man nun beim Ende so kläglich gescheitert ist, ist Ansichtssache. Meiner Meinung nach ist das nicht der einzige Fehler den die "große" Handlung/Geschichte/rote Faden aufweist. Man mäandert, insbesondere schon in Staffel 3 (teilweise auch schon in der Zweiten) recht ziellos umher, legt mal den Fokus auf dieses und jeniges ohne großartig was zu einem wirklich spürbaren Fortschritt der Rahmenhandlung beizutragen. Viele Köche - viele Schreiber verderben manchmal den Brei. Und dann bestand auch noch der Sender auf vermehrten Einzelfolgen.

        Die letztendliche Entscheidung Gott als eingreifende Partei einzubauen ist auch Geschmacksache. Es wirkt zwar relativ rückblickend passend, aber der fade Beigeschmack, das den Autoren nichts besseres als Deus Ex Machina im wörtlichen Sinn eingefallen ist, bleibt.

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          #19
          Mein Fazit ist, dass nBSG zu düster und in der zweiten Hälfte zu langatmig ist, um mich wirklich zu begeistern. Der Schluss, mit der doch zu plumpen "Technik ist böse"-Botschaft gefällt mir auch nicht besonders. Für mich persönlich stellt die anfängliche nBSG-Miniseries bereits den Höhepunkt dar, von dem es, was den Unterhaltungswert angeht, stetig abwärts geht. Der Tiefpunkt ist die komplette vierte Staffel. Da war fast nichts drin, was mich interessiert hat.

          Charaktere, Drama, Musik, Spezialeffekte, da hat man viel investiert, aber die Anreize, mir die Serie mehrfach anzuschauen, sind sehr gering. Letztlich gefällt mir eine Serie wie Star Trek: Deep Space Nine, wo Ronald D. Moore ja auch mitgearbeitet hat, besser, wobei ich dort die siebte Staffel am wenigsten mag. Für eine Space Opera bietet mir nBSG einfach zu wenig Scifi.

          Während ich mir bei DS9 noch ein ganzes Dutzend Reruns vorstellen kann, wage ich bei nBSG keine Prognose abzugeben. Möglicherweise bleibt es da bei Miniseries + 1./2. Staffel + Razor. Den Rest (3./4. Staffel) kann ich mir irgendwie schenken.

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            #20
            Zitat transportermalfunction " Mein Fazit ist, dass nBSG zu düster.... "

            Diese immer wiederkehrende Kritik ist mir ein Rätsel. Angesichts der Ausgangslage und der gesamten Situation ist nBSG eher noch zu hell, die Figuren noch zu optimistisch.

            Warum wollen soviele Zuschauer immer wieder Charaktere sehen, die sich völlig unrealistisch verhalten? Figuren wie Jack O' Neil etwa. Nach dem Motto : Ist die Situation auch noch so gefährlich - ich habe nie Angst, und mache immer coole Sprüche.

            Oder Star Wars. Da wird eine ganze Welt in die Luft gesprengt; und nach einer kurzen Anstandspause gehen die Späßchen weiter, als wäre nie etwas geschehen.

            Es ist mir echt ein Rätsel. das so ein Nonsens überhaupt Zuschauer findet. Warum will die Mehrheit der SF Fans sowas sehen? Warum muss im SF Bereich beinahe Alles so märchenhaft kindlich sein, um richtig Erfolg zu haben? Jedenfalls im TV.

            Vielleicht hatte RDM ja auch deshalb am Ende keinen Bock mehr, da macht er die anspruchsvollste SF Serie, die es je gab ( unter anderem eben auch mit komplexen glaubwürdigen Charaktern ) aber die Einschaltquoten sinken; weil der durchschnittliche SF Zuschauer nichts Ernsthaftes oder gar Düsteres sehen mag. Nicht als SF.
            A Philosophy

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              #21
              Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
              Warum wollen soviele Zuschauer immer wieder Charaktere sehen, die sich völlig unrealistisch verhalten? Figuren wie Jack O' Neil etwa. Nach dem Motto : Ist die Situation auch noch so gefährlich - ich habe nie Angst, und mache immer coole Sprüche.
              Ich mache es mal kurz mit meiner Antwort auf deinen ganzen Beitrag: Wenn ich Realismus haben will, dann schaue ich mir die Realität selbst an. Wenn ich Unterhaltung haben will, ist nBSG nicht das Erste, was mir in den Sinn kommt. Warum auch? Und warum auch Leuten vorwerfen, dass sie lieber ab und zu etwas Heiteres sehen wollen und keine endlose Dauerdepri?

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                #22
                Zitat von [OTG]Marauder Beitrag anzeigen
                Wo ist "Gottes Plan" für Baltar abgeblieben,den ihm Head Six immer wieder vorgesabbert hat??
                es fehlt halt einfach was..
                Na ja, das allerdings fand ich gut gelöst. Erst dachte man halt, da würde eine Wahnsinnssache dahinterstehen, dann musste er halt für ein paar Minuten Hera beschützen. Überraschender konnte man das gar nicht auflösen. Und Humor entschuldigt bei mir eh extrem viel, also tat der "Und das war's? Na toll!"-Spruch sein übriges.

                Ich denke ja sowieso, dass irgendwann mal der Tod von Athena und Helo angedacht war und Baltar wie CapricaSix Heras Adoptiveltern geworden wären. Keine Ahnung, warum das dann doch nicht so gemacht wurde. Das hätte wohl viele glücklicher gemacht. Ich hätte es auch nicht schlecht gefunden, aber nicht unbedingt besser als das, was über den Bildschirm lief.

                Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
                Was glaubt ihr warum?

                Warum hat RDM, eine ansonsten grandiose Serie hinbekommen, aber dann beim Ende so kläglich versagt?
                Dasselbe Problem, das viele Serienautoren aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen haben: Sie stoßen auf irgendeine Art von Geheimnis, die sie wohl "cool" finden, bauen das ein und wissen doch großteils selber nicht, was dahintersteckt.

                Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                Aber es stimmt doch, die Zylonen hatten ständig einen Plan, nur hat der sich halt immer wieder verändert. Aber meiner Meinung nach hätten sie den Satz ab Staffel 3 weglassen sollen, weil da durch die neue Machtübernahme in den Reihen der Zylonen durch die Heldinnen sich ja auch endgültig für den Zuseher die Sache aufklärt, dass man ab jetzt auf Koexistenz baut. Nach dem Staffel-2-Finale hätte wirklich niemand mehr die Erwartungshaltungs haben sollen, einen zylonischen Masterplan serviert zu bekommen.
                Die Erklärung hat Larkis (wo ist er eigentlich, dachte wirklich, er äußert sich hier auch mal) auch schon mal gegeben, ich bin aber der Ansicht, dass das nur leider nicht das war, was die Macher einem 3 Staffeln lang suggeriert haben.

                Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                Du führst es ja selbst an: Gott war's.
                Und bei vielen Dingen, die uns vielleicht eine Folge lang beschäftigt haben (Supernova anyway), konnte ich das auch akzeptieren. Aber das finale Schicksal von Kara Thrace war spätestens seit der dritten Staffel echt ein zentrales Rätsel. Das so plump aufzulösen, ist einfach eine Frechheit.

                Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                Nein, Kara ist zwar für alle sichtbar, musste aber weiterhin "sie selbst" bleiben um noch glaubwürdig zu sein.
                Und warum dann nicht die selbe Taktik wie immer und es diesmal einfach Roslin oder gar Adama als Zielperson auswählen?

                Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                Ja, was laut Head-Six in "Home, Part 2" Gottes Ziel ist. Untergang oder Ende der Menschheit ist aber nicht gleichbedeutend mit dem Tod. Viel mehr ist die "alte" Menschheit (die Colonials) in der "neuen" Menschheit (durch Vermischung der Colonials mit Zylonen und irdischen Ureinwohnern) aufgegangen. Das war die ganze Zeit gemeint mit dem "Untergang der Menschheit". Menschen die so sind wie jene auf Kobol oder in den Kolonien gab's ab dem Zeitpunkt nicht mehr.
                Diese Erklärung hingegen halte ich in gewisser Hinsicht ausreichend. Nur dass es per Definition einfach nicht mehr Kara Thrace war, die der Menschheit den Untergang bringen würde. Also hat man sich da wohl doch etwas verrannt.

                Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                Ist mir im Re-Run nicht wirklich sauer aufgestoßen. Für sich eigenständige Geschichten, aber an keiner Stelle wirklich verbunden mit Hera. Vor allem da natürliche Fortpflanzung für die FinalFive ohnehin normal war Liam trotzdem als Halb-Zylonisches Kind trotzdem nicht das Licht der Welt erblicken durfte.
                Die Frage ist halt, warum man so etwas einbaut, wenn man es einfach wieder plump entsorgt. Da wusste man wohl noch nicht, welche Rolle Hera im Finale spielen würde

                Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                Und bevor der Einwand kommt, dass dieses Vorausplanen ganz schön viel Aufwand von Gott ist, nur im mit einer Vision einen kleinen Anstoß in die von ihm gewünschte Richtung ist: Deep Space Nine? Sieben Jahre Gerede und Visionen über den Abgesandten damit dieser am Schluss Dukat in einen Abgrund schmeißt? Hätten die Propheten Sisko ja auch sagen sollen, er soll ins Archiv gehen, das Buch holen und in die Feuerhöhlen runterschmeißen.
                Fand ich auch immer doof. Eigentlich war es cool, Dukat als "Endgegner" für Sisko aufzubauen, aber als finale Auflösung... nö.

                Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                Naja, B5 hat im Vergleich dazu aber auch eine wesentlich kompaktere Handlung. Was war da großartig aufzulösen? Nicht falsch verstehen: Ich finde auch B5 genial, aber die Handlung war jetzt nie sonderlich verstrickt und mit Rätseln versehen. Sie hatte abgesehen von den Allerersten eigentlich keine Mystery-Elemente.
                Und warum hat man sich nicht einfach an dieses Vorbild gehalten? Gerade der Weg zur Erde an sich wäre doch eine prima kompakte Handlung gewesen. Da brauchte ich nicht noch irgendwelche Engel, die nicht wissen, was sie sind und merkwürdige weitere Engel, die einem Engel erscheinen...

                Wo wir gerade dabei sind... Das mit dem Pianomann musst du mir auch mal erklären. Ich versteh es nicht.

                Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                BSG ist da von der Handlung her wesentlich komplexer und dass nicht 100 % aufgelöst wird, weil man eben mit Gott eine esoterische Ebene miteingebaut hat, die bestenfalls die Hauptereignisse - in Gestalt der Engel - streift und sonst im Hintergrund blieb, hatte ich auch bei der Erstausstrahlung der Serie ein eher mysteriöses Ende angenommen. Warum manche meinen, das "religiöse Zeug" wäre eine Erfindung der vierten Staffel weiß ich ehrlich gesagt wirklich nicht, wenn schon in Staffel 1 munter losgelegt wird. Wahrscheinlich hat sich da mancher zu stark an "Erklärungen" à la "Chip im Kopf" und "Chamala-Halluzination" geklammert ohne das zu hinterfragen.
                Es stimmt schon, dass da vieles bereits in Staffel 1 gesagt wurde. Und gegen Gott habe ich ja auch nichts. Nur wenn es um ein ganz persönliches Schicksal geht, um Kara Thrace, deren Weg wir doch sehr begeleiten, sie eine wirkliche Hauptfigur ist, deren Innenleben man doch sehr genau kennt und um sie ein wirklich großes Rätsel aufgebaut wird... ich meine, immerhin muss die Antwort darauf dann immerhin zum Rest passen. Und das tut sie einfach nicht.

                Nehmen wir es z. B. so: Warum konnte AngelKara nicht einfach wie HeadSix so tun, als sei sie eine bestimmte Person? Warum musste sie wirklich diesen Leidensweg gehen?


                Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
                Diese immer wiederkehrende Kritik ist mir ein Rätsel. Angesichts der Ausgangslage und der gesamten Situation ist nBSG eher noch zu hell, die Figuren noch zu optimistisch.
                Wie gesagt: Als Anfangsstimmung war es auch auf jeden Fall okay und plausibel. Und angesichts der Dinge, die danach gekommen sind, war es auch okay und plausibel. Aber wenigstens die Dinge, die danach gekommen sind, hätten einfach weniger schlimm sein können.

                Was der Serie leider bis zur vorletzten Folge gefehlt hat, waren Hoffnungsmomente. Egal, was man anpackte, es ging immer schief. Man fand einen Ehepartner, aber wirklich glücklich war man nicht. Man fand seine große Liebe, aber die musste ja sterben. Man baute sich ein schönes Tarnschiff, zwei Folgen später war das auch wieder futsch. Man fand einen Planeten zum Leben, na ja, so schön war der auch nicht. Das machte alles etwas vorhersehbar und egal, was es Neues gab, man wusste doch, dass es schief gehen würde. Und das hätte nicht unbedingt sein müssen.

                So wie es ist, war es ja nicht schlecht. Sogar sehr gut und atmosphärisch. Aber bei nBSG ist es eben leider so, dass der Film, um in meinen Augen wirklich sehr gut (6 Sterne) zu sein, zu einseitig ist. Die Düsternis war klasse, aber es gab einfach immer nur Düsternis.

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                  #23
                  Zitat garakvsneelix

                  "Was der Serie leider bis zur vorletzten Folge gefehlt hat, waren Hoffnungsmomente. Egal, was man anpackte, es ging immer schief. Man fand einen Ehepartner, aber wirklich glücklich war man nicht. Man fand seine große Liebe, aber die musste ja sterben. Man baute sich ein schönes Tarnschiff, zwei Folgen später war das auch wieder futsch. Man fand einen Planeten zum Leben, na ja, so schön war der auch nicht. Das machte alles etwas vorhersehbar und egal, was es Neues gab, man wusste doch, dass es schief gehen würde. Und das hätte nicht unbedingt sein müssen.

                  So wie es ist, war es ja nicht schlecht. Sogar sehr gut und atmosphärisch. Aber bei nBSG ist es eben leider so, dass der Film, um in meinen Augen wirklich sehr gut (6 Sterne) zu sein, zu einseitig ist. Die Düsternis war klasse, aber es gab einfach immer nur Düsternis."



                  garakvsneelix :

                  Genau das finde ich gerade Klasse! Warum muss es immer Happy End's geben? Ich jedenfalls habe von diesem Hollywood "Alles wird am Ende gut" gründlich die Nase voll. Bei 99% aller Filme/Serien langweile ich mich deshalb gnadenlos, den Helden kann ja sowieso nicht's wirklich Schlimmes passieren. Das finde ich extrem vorhersehbar.

                  Anders nBSG. Als Erstseher war ich da ständig besorgt um das Schicksal der Protagonisten. Denn es war absolut nicht vorhersehbar, wer davon kommt und wer nicht.

                  Genial gemacht.

                  Und da bin ich wieder beim Thema. Wenn nur dieses nichtssagende Ende nicht wäre. nBSG wäre für mich das Meisterwerk der filmischen SF schlechthin.....

                  Aber gut, diese düstere Grundstimmung ist natürlich auch Geschmackssache. Ich mag sowas. Aber wer mehr auf Licht und Optimismus und Helle Farben abfährt - ja für den ist das sicher nichts.

                  Doch man bedenke: große Werke in Literatur oder Film sind eigentlich fast immer düster. Es gibt nicht viele optimistische Bücher/Theaterstücke und Filme die als große Kunst gelten. Fast nur bloße Unterhaltung, Ablenkung vom Alltag - mehr nicht.
                  A Philosophy

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                    #24
                    Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
                    Genau das finde ich gerade Klasse! Warum muss es immer Happy End's geben? Ich jedenfalls habe von diesem Hollywood "Alles wird am Ende gut" gründlich die Nase voll.
                    Vielleicht hast du mich missverstanden. Ich sage nicht, dass es immer Happy Ends geben muss oder dass nBSG "schlecht" ist. Es mag sogar sein, dass es aus künstlerischer Sicht noch "besser" gewesen wäre, wenn es noch düsterer und hoffnungsloser gewesen wäre. "Besser" ist aber nicht notwendig unterhaltsamer.

                    Das Problem ist meiner Ansicht nach die Länge (und das Ende) der Serie. Wie viele Leute etwa hätten sich "Schindler's Liste" bis zum Ende angeschaut, wenn es ein als Serie formatierter 3000-Minuten-Film und noch düsterer gewesen wäre?
                    Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
                    Und da bin ich wieder beim Thema. Wenn nur dieses nichtssagende Ende nicht wäre. nBSG wäre für mich das Meisterwerk der filmischen SF schlechthin.....
                    Das Ende hätte man sicher etwas überzeugender hinkriegen können: Vernichtung der Schiffe in einer Schlacht, statt sie selbst in die Sonne zu schießen. Aber es sollte ja eine "Technik ist böse"-Botschaft mit Nachdruck formuliert werden.
                    Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
                    Aber gut, diese düstere Grundstimmung ist natürlich auch Geschmackssache. Ich mag sowas. Aber wer mehr auf Licht und Optimismus und Helle Farben abfährt - ja für den ist das sicher nichts.
                    Wer mehr auf Licht und Optimismus und helle Farben abfährt und z.B. gerne Star Trek TNG schaut, der wird auch nBSG ertragen können, aber vielleicht nur in Maßen. Das ist individuell verschieden.
                    Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
                    Doch man bedenke: große Werke in Literatur oder Film sind eigentlich fast immer düster. Es gibt nicht viele optimistische Bücher/Theaterstücke und Filme die als große Kunst gelten. Fast nur bloße Unterhaltung, Ablenkung vom Alltag - mehr nicht.
                    Ja, da kann man drüber philosophieren, woran das liegt.

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                      #25
                      Zitat von Sargon
                      Genau das finde ich gerade Klasse! Warum muss es immer Happy End's geben?
                      Ich würde sagen, dass es die große Stärke von BSG war, immer wieder überraschen zu können. Und mal ehrlich: So wie sich alles gegen Ende entwickelt hat, war das einzige, das einen noch überraschen konnte ein Happy-End. Ohne dieses hätte es viele schöne Abschiedsszenen im Finale nicht gegeben, die ich keinesfalls missen möchte.


                      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                      Na ja, das allerdings fand ich gut gelöst. Erst dachte man halt, da würde eine Wahnsinnssache dahinterstehen, dann musste er halt für ein paar Minuten Hera beschützen. Überraschender konnte man das gar nicht auflösen.
                      Ja, ich denke hier war der Maßstab einfach zu groß angelegt. Im Endeffekt bewahrheitet sich Head-Six Voraussage für Balter als Beschützer von Gottes neuen Kindern und die Verbindung zwischen ihm und Hera ist auch schon seit dem Finale von Staffel 1 etabliert.

                      Hier könnte man der Opernhaus-Vision von Staffel 3 zumindest gutschreiben, dass sie nochmals an diesen Umstand erinnert.

                      Und Humor entschuldigt bei mir eh extrem viel, also tat der "Und das war's? Na toll!"-Spruch sein übriges.
                      Oder noch besser:

                      Head-Six: "Gods plan is never complete."
                      Balter: "Great."

                      Echt herrlich, sein Gesichtsausdruck und seine Stimmlage, als er dieses eine Wort erwidert.

                      Ich denke ja sowieso, dass irgendwann mal der Tod von Athena und Helo angedacht war und Baltar wie CapricaSix Heras Adoptiveltern geworden wären. Keine Ahnung, warum das dann doch nicht so gemacht wurde. Das hätte wohl viele glücklicher gemacht. Ich hätte es auch nicht schlecht gefunden, aber nicht unbedingt besser als das, was über den Bildschirm lief.
                      Zumindest hätte man nie etwas mitbekommen, dass so etwas geplant gewesen wäre. Würde zwar Athenas Anwesenheit in der Vision besser erklären, aber das zwangsläufig darauf hinweisen muss?

                      Dasselbe Problem, das viele Serienautoren aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen haben: Sie stoßen auf irgendeine Art von Geheimnis, die sie wohl "cool" finden, bauen das ein und wissen doch großteils selber nicht, was dahintersteckt.
                      Naja, in diesem Fall ist es so, dass hier die Mechanismen, die in BSG hinter dem Begriff "Gott" (wer oder was er/sie/es auch sein mag) stehen, erklärt werden müssten. DAS war wiederum nicht zu erwarten. "Gott" blieb am Schluss das, was er die ganze Serie über war, ein abstrakter Begriff, lediglich repräsentiert durch seine Engel. Seine Handlungen und die Definition was er kann oder nicht kann und was er weiß oder nicht weiß bleiben im Dunkeln. Am Ende offenbart sich aber sein Ziel und sein Motiv. Das ist eigentlich eine ganze Menge.

                      Die Erklärung hat Larkis (wo ist er eigentlich, dachte wirklich, er äußert sich hier auch mal) auch schon mal gegeben, ich bin aber der Ansicht, dass das nur leider nicht das war, was die Macher einem 3 Staffeln lang suggeriert haben.
                      Aber als Zuseher sieht man ja, dass sich die Pläne der Zylonen ändern. Ab Staffel 3 sieht man sehr viel von den Zylonen, über was sie reden, was sie entscheiden, wie sie reagieren. Da noch anzunehmen, das alles sei "Fassade" für einen noch unbekannten Masterplan ging ja echt nicht, oder? Wie gesagt, dieser Vorspanntext war eine Staffel zu lang drinnen. Ab Staffel 4 war er ohnehin weg. Also in der letzten Staffel wurde ohnehin kein Plan mehr suggeriert.

                      Und bei vielen Dingen, die uns vielleicht eine Folge lang beschäftigt haben (Supernova anyway), konnte ich das auch akzeptieren. Aber das finale Schicksal von Kara Thrace war spätestens seit der dritten Staffel echt ein zentrales Rätsel. Das so plump aufzulösen, ist einfach eine Frechheit.
                      Auch hier die Sache die, dass aufgeklärt wird, was Karas "besonderes Schicksal" ist, aber nicht das Warum. Ich kann auch hier gut damit leben, dass Endergebnis zu kennen, ohne die Hintergründe zu verstehen. Und als Zuseher ist man auch mehr in der Rolle eines Colonials als in der Rolle eines Engels oder von Gott selbst. Du bekommst am Ende eigentlich die Infos, die auch die Protagonisten bekommen. Da diese aber nicht wussten, was dahinter steckt, bekommt der Zuseher diese Infos auch nicht. Er hat sie über die gesamte Serie hinweg nicht bekommen. Deshalb fordere ich sie auch nicht vom Serienfinale.

                      Und warum dann nicht die selbe Taktik wie immer und es diesmal einfach Roslin oder gar Adama als Zielperson auswählen?
                      Ich denke, weil die Engel, die Baltar und Caprica-Six erschienen sind, einfach noch einen anderen Zweck hatten. Im Grunde (auch wenn es Balter nur schwer zugeben würde ) war das die erste Liebesbeziehung zwischen Menschen und Zylonen. Und das ist etwas, das Gottes Absicht, eine menschlich-zylonische Mischkultur zu erschaffen, entgegen kam. Also waren Head-Six und Head-Balter nicht nur Überbringen von Botschaften, Tipps und Warnungen, sondern förderten auch, dass trotz der räumlichen Trennung zwischen Baltar und Caprica-Six ihre Zuneigung zueinander aufrecht erhalten blieb. Deshalb erschienen die Engel diesen beiden eben jenen Gestalten und logischerweise nur im Unterbewusstsein, weil eine Six an Bord der Galactica für alle sichtbar aufgefallen wäre - und noch mehr ein realer Baltar auf Caprica unter all den Zylonen.

                      Also ist die Frage eigentlich nicht: "Warum war Kara Thrace für alle sichtbar?"
                      Sondern "Warum waren die anderen Engel nicht für alle sichtbar?" Erklärung siehe oben.

                      Diese Erklärung hingegen halte ich in gewisser Hinsicht ausreichend. Nur dass es per Definition einfach nicht mehr Kara Thrace war, die der Menschheit den Untergang bringen würde. Also hat man sich da wohl doch etwas verrannt.
                      Es war schon Kara Thrace. Zwar nicht körperlich, aber von der Person her war sie es. Kann man vergleichen mit einem Download bei den Zylonen: Neue, glänzende Hülle (wie ihre Viper ) aber die gleiche Persönlichkeit + ein paar Hinweise darauf, wo sich die Erde befindet.

                      Also immer noch Kara Thrace.

                      Die Frage ist halt, warum man so etwas einbaut, wenn man es einfach wieder plump entsorgt. Da wusste man wohl noch nicht, welche Rolle Hera im Finale spielen würde
                      Es nimmt jetzt in der Serie wirklich nicht so viel Raum ein, deshalb stört es mich auch nicht. Vielleicht wirken die beiden Handlungsstränge um Nicki und Liam größer, wenn man immer nur eine Folge pro Woche sieht. Gesamt gesehen haben diese Handlungsstränge aber nie eine Verbindung mit der Hera-Handlung und wie gesagt ist Hera von ihrer Natur her anders, als es Nicki oder Liam gewesen wären. Kann mir vorstellen, dass die Macher diese beiden Figuren einfach rausgenommen haben, um den Zuseher nicht mit Technobabble-artige Erklärungen à la "Mensch mit Zylon geht gut, FinalFive mit Zylon geht nicht mehr so gut, Zylon mit Zylon geht gar nicht weil ..." belästigen wollte.

                      Und warum hat man sich nicht einfach an dieses Vorbild gehalten? Gerade der Weg zur Erde an sich wäre doch eine prima kompakte Handlung gewesen.
                      Sie wäre kompakt gewesen, hätte man von Anfang an die Koordinaten gekannt und wäre drauflos geflogen. Aber vom Staffel 1-Finale an war die Reise zur Erde eine Art mythologische Spurgensuche, geleitet von Visionen und Rätseln. Ich denke, BSG wäre mit einer rein so geradlinigen Handlung doch um einiges beraubt worden.

                      Da brauchte ich nicht noch irgendwelche Engel, die nicht wissen, was sie sind und merkwürdige weitere Engel, die einem Engel erscheinen...

                      Wo wir gerade dabei sind... Das mit dem Pianomann musst du mir auch mal erklären. Ich versteh es nicht
                      Die Sache ist, dass die "neue" Kara Thrace halt einfach keine neue Person ist, sondern sie selbst geblieben ist. Sie ist jetzt nicht ein Engel, der eine Rolle spielt (für die gibt es ein anderes "Einsatzgebiet"), sondern ist einfach nur mit einem Instinkt zurückgeschickt worden, die Erde zu finden.

                      Der Pianomann ist schwer auszulegen, war's eine Personifizierung ihres Vaters in ihrer Vorstellung, ein weiterer Engel, der darauf aufpasst, dass Kara auch ja nicht vom Weg abkommt, etc. Man wird's nie erfahren, aber egal ob diese Vision von Gott vorausgesehen oder vorgeplant war, hat der Pianomann Kara einfach auf die Spur gebracht, dass das Signal kein Funkfeuer ist, dem man folgen soll, sondern dass das Signal einen Inhalt hat. Ein paar Folgen später wissen wir: Es sind Sprungkoordinaten.

                      Es stimmt schon, dass da vieles bereits in Staffel 1 gesagt wurde. Und gegen Gott habe ich ja auch nichts. Nur wenn es um ein ganz persönliches Schicksal geht, um Kara Thrace, deren Weg wir doch sehr begeleiten, sie eine wirkliche Hauptfigur ist, deren Innenleben man doch sehr genau kennt und um sie ein wirklich großes Rätsel aufgebaut wird... ich meine, immerhin muss die Antwort darauf dann immerhin zum Rest passen. Und das tut sie einfach nicht.
                      Was stimmt denn nicht? Hat sie etwa kein besonders Schicksal?

                      Nehmen wir es z. B. so: Warum konnte AngelKara nicht einfach wie HeadSix so tun, als sei sie eine bestimmte Person? Warum musste sie wirklich diesen Leidensweg gehen?
                      Wie oben erklärt: Die Frage sollte man umgekehrt stellen.

                      So wie es ist, war es ja nicht schlecht. Sogar sehr gut und atmosphärisch. Aber bei nBSG ist es eben leider so, dass der Film, um in meinen Augen wirklich sehr gut (6 Sterne) zu sein, zu einseitig ist. Die Düsternis war klasse, aber es gab einfach immer nur Düsternis.
                      Aber was ist dann mit anderen Serien, die umgekehrt verlaufen? In vielen Serien gibt es gar keine düsteren Momente mit kurzen Ausnahmesituationen. Bei BSG ist es umgekehrt, aber die Serie beginnt ja auch gleich mit der Auslöschung von Milliarden Lebewesen. Viel besser kann's dann ja eh nicht mehr werden. Also warum auf fröhlich tun. Außerdem empfinde ich die Serie zwar von der Grundstimmung her sicher als düster, sie ist aber sicher nicht so depressiv, wie angedichtet wird. Außerdem ist in dieser Grundstimmung dann ein Triumphmoment auch viel mehr wert, als wenn man von einem Erfolg zum nächsten eilen würde. Solche Dinge wie die Vernichtung der Thylium-Raffinerie oder der Befreiung von Neu-Caprica sind dann ganz besondere Momente in der Serie. Aber es wird auch nie alles so dargestellt, als würden Triumphe nichts kosten.

                      Außerdem sollte man immer daran denken, welche Personen man sieht: Die Kommandanten der Flotte der letzten Überlebenden der Kolonien, Viper-Piloten, Soldaten, etc. Es geht in der Serie nicht um den lustigen Barkeeper der Cloud 9.
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                        #26
                        Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                        Außerdem empfinde ich die Serie zwar von der Grundstimmung her sicher als düster, sie ist aber sicher nicht so depressiv, wie angedichtet wird.
                        Du übersiehst, dass es keinen objektiven Maßstab für Depressivität gibt. Für manche ist die Serie allein deshalb schon deprimierend, weil sie vielfach an Bord von Raumschiffen spielt, die durchs nachtschwarze Weltall fliegen. Aber es hat auch niemand hier im Forum behauptet, nBSG würde die Suizidrate nach oben treiben.

                        Dass man auch in nBSG Momente finden kann, in denen Humor zum Vorschein kommt, bestreite ich nicht, aber wenn jemand eine Weltraumserie sucht, in der der Humor nicht zu kurz kommt, kann ich ohne mit der Wimper zu zucken Star Trek DS9 oder Babylon 5 empfehlen, aber eben nicht nBSG.

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                          #27
                          Zitat von Sargon Beitrag anzeigen

                          Genau das finde ich gerade Klasse! Warum muss es immer Happy End's geben? Ich jedenfalls habe von diesem Hollywood "Alles wird am Ende gut" gründlich die Nase voll.
                          Aber dnBSG hatte doch ein "Happy End" (gut, das blendest du halt aus, aber dass du das tust, bedeutet ja, dass die Serie, so gut du sie bis dahin fandest, letztlich für dich unterirdisch schlecht war).

                          Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
                          Bei 99% aller Filme/Serien langweile ich mich deshalb gnadenlos, den Helden kann ja sowieso nicht's wirklich Schlimmes passieren. Das finde ich extrem vorhersehbar.
                          Genauso ist es auf der anderen Seite leider auch extrem vorhersehbar, wenn andauernd etwas schlechtes geschieht. Hat mir so manche Folge in nBSG total kaputt gemacht (etwa "Pegasus", das mir, je weiter der Abstand ist, immer schlechter vorkommt).

                          Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
                          Anders nBSG. Als Erstseher war ich da ständig besorgt um das Schicksal der Protagonisten. Denn es war absolut nicht vorhersehbar, wer davon kommt und wer nicht.
                          Allerdings geht das auch noch ein paar Spuren besser. Schau mal LOST. Da waren - bis auf drei, vier Charaktere vielleicht - alle stets in Gefahr.

                          Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
                          Und da bin ich wieder beim Thema. Wenn nur dieses nichtssagende Ende nicht wäre. nBSG wäre für mich das Meisterwerk der filmischen SF schlechthin.....
                          Und so ist es leider richtig mies für dich. Tut mir Leid. Für mich hat das Ende die Serie sogar noch etwas dazu beigetragen, dass ich die Serie besser akzeptieren kann.

                          Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
                          Doch man bedenke: große Werke in Literatur oder Film sind eigentlich fast immer düster. Es gibt nicht viele optimistische Bücher/Theaterstücke und Filme die als große Kunst gelten. Fast nur bloße Unterhaltung, Ablenkung vom Alltag - mehr nicht.
                          Doch bedenke: Große Werke in der Literatur haben auch immer retardierende Momente, in denen es so scheint, als ob das Düstere doch besiegt werden könnte. Es gibt immer wieder prägende Momente der Hoffnung und des Glücks. Und wenn du jetzt behauptest, nBSG sei wie ein klassisches Theaterstück aufgebaut, sei gewarnt, dass ich Deutsch LKler bin und dir ganz genau erklären kann, warum es das nicht ist. Wenn du eine Serie suchst, die wie die großen Werke der Literatur (insbesondere eben auch Theaterstücke) aufgebaut sind (also schön mit Einleitung, steigender Handlung, Höhepunkt, retardierendem Moment und Epilog bzw. Katastrophe), dann würde ich dir am ehesten noch B5 empfehlen. Ganz passen tut es da auch nicht immer (gerade die Katastrophe ist nur mit Abstrichen in der üblichen Form vorhanden), aber doch am allerehesten.

                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Ich würde sagen, dass es die große Stärke von BSG war, immer wieder überraschen zu können.
                          WHAT? Ein paar Überraschungen gab es immer, aber es war nicht überraschender als DS9, Farscape und Co... Zu großen Stärke könnte ich dir nur mein "Pegasus"-Review hinterherklatschen.

                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Zumindest hätte man nie etwas mitbekommen, dass so etwas geplant gewesen wäre. Würde zwar Athenas Anwesenheit in der Vision besser erklären, aber das zwangsläufig darauf hinweisen muss?
                          Ich hatte einfach während des Guckens immer wieder das Gefühl, als würde man mit dieser Idee spielen.

                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Aber als Zuseher sieht man ja, dass sich die Pläne der Zylonen ändern. Ab Staffel 3 sieht man sehr viel von den Zylonen, über was sie reden, was sie entscheiden, wie sie reagieren. Da noch anzunehmen, das alles sei "Fassade" für einen noch unbekannten Masterplan ging ja echt nicht, oder?
                          Also auch noch schlechte Absprache unter den Machern. Da wusste die rechte nicht, was die linke Hand tut.

                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Wie gesagt, dieser Vorspanntext war eine Staffel zu lang drinnen. Ab Staffel 4 war er ohnehin weg. Also in der letzten Staffel wurde ohnehin kein Plan mehr suggeriert.
                          Wobei das auf eine gewisse Art und Weise auch schon feige war.

                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Die Sache ist, dass die "neue" Kara Thrace halt einfach keine neue Person ist, sondern sie selbst geblieben ist. Sie ist jetzt nicht ein Engel, der eine Rolle spielt (für die gibt es ein anderes "Einsatzgebiet"), sondern ist einfach nur mit einem Instinkt zurückgeschickt worden, die Erde zu finden.
                          Und warum hat man das so gemacht? Warum hat man nicht einen Engel erschaffen, der einfach schon alles wusste und nur eine Rolle zu spielen hatte? Warum hat man stattdessen einen Engel erschaffen, dem erst noch ein anderer Engel (Pianomann) erscheinen muss, damit er endlich weiß, wo es langgeht?

                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Was stimmt denn nicht? Hat sie etwa kein besonders Schicksal?
                          Sie ist gestorben. Tolles Schicksal.

                          "Great."

                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Wie oben erklärt: Die Frage sollte man umgekehrt stellen.
                          Beantworte sie mir aber auch in diese Richtung, vielleicht ergibt es dann mehr Sinn für mich.

                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Aber was ist dann mit anderen Serien, die umgekehrt verlaufen? In vielen Serien gibt es gar keine düsteren Momente mit kurzen Ausnahmesituationen. Bei BSG ist es umgekehrt, aber die Serie beginnt ja auch gleich mit der Auslöschung von Milliarden Lebewesen. Viel besser kann's dann ja eh nicht mehr werden. Also warum auf fröhlich tun.
                          Wie gesagt: Durch die Auslöschung von Milliarden war es klar, dass es düster werden musste. Nur warum man es noch immer weiter DÜSTERER machen musste... na ja, im Endeffekt ist es einfach einseitig. Einseitig froh ist schlecht, einseitig düster ist auch nicht das Gelbe. Beides kann für mich immer nur in der zweiten Reihe stehen. In der ersten Reihe stehen Serien, die beides haben, wie B5, DS9 oder Farscape.

                          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                          Außerdem sollte man immer daran denken, welche Personen man sieht: Die Kommandanten der Flotte der letzten Überlebenden der Kolonien, Viper-Piloten, Soldaten, etc. Es geht in der Serie nicht um den lustigen Barkeeper der Cloud 9.
                          Alles klar. Nur warum musste es für diese Leute noch weiter bergab gehen, NACHDEM ihre Rasse bereits nahezu vollstädnig ausgelöscht war?

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                            #28
                            Eine der besten Serien der letzten 10 Jahre!

                            Hab grad die letzten beiden Folgen gesehen und bin einfach nur beeindruckt! Natürlich muss ich die alle irgendwann nochmal sehen, denn ich hab die alle nicht am Stück gesehen, sondern in Abständen.
                            Bei der Serie gefällt mir einfach alles! Die Story, die Schauspieler und natürlich die Action. Auch die Tiefe der Charaktere ist beeindruckend. Jeder hat da irgendwelche Probleme. Nicht so wie öde wie in der perfekten Star Trek-Welt.
                            Ich kann die Serie wirklich jedem empfehlen!
                            "Der Herr vergibt alles. Aber ich bin nur ein Prophet, ich muss nicht vergeben.
                            Amen."

                            Zachary Hale Comstock

                            Kommentar


                              #29
                              Zitat von Mister Cavit Beitrag anzeigen
                              Ich kann die Serie wirklich jedem empfehlen!
                              Tatsächlich? Auch 6-jährigen Kindern und Leuten, die gerne mal etwas Lustiges sehen wollen?

                              Kommentar


                                #30
                                Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                                Tatsächlich? Auch 6-jährigen Kindern und Leuten, die gerne mal etwas Lustiges sehen wollen?
                                Natürlich, grade denen!
                                "Der Herr vergibt alles. Aber ich bin nur ein Prophet, ich muss nicht vergeben.
                                Amen."

                                Zachary Hale Comstock

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