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Name: caprica_finale.jpg
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Größe: 56,6 KB
ID: 4288673
    US-Premiere: 30.11.2010
    Drehbuch: Jane Espenson
    Regie: Jonas Pate

    Auf dem kanadischen Sender Space wird Dienstagnacht mit Episode 1.18, "Apotheosis", das letzte Kapitel der ambitionierten Science-Fiction-Saga "Caprica" ausgestrahlt.

    Es ist das endgültige Ende eines Prequels, welches nie wirklich an die Erfolge seiner Mutterserie anknüpfen konnte. Trotz allem waren es gerade die letzten, in den USA noch immer unveröffentlichten Folgen von "Caprica", welche die Qualitäten der Serie betonten und vielseitig in Szene setzten.

    Es wird noch einige Zeit vergehen bis mit "Blood & Chrome" einer weiteren Produktion aus dem "Battlestar Galactica"-Universum Leben eingehaucht wird. Bis dahin müssen die offenen Fragen, welche "Apotheosis" sicher zahlreich hinterlassen wird, mit Spekulation und Interpretationen beantwortet werden.
    Quellen:
    Caprica City
    1.18 - Apotheosis - Caprica-City-Forum
    1
    ****** eine der besten Folgen aller Zeiten!
    84.62%
    22
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was die Serie ausmacht!
    11.54%
    3
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    0.00%
    0
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    3.85%
    1
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0.00%
    0
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten!!
    0.00%
    0

  • #2
    Wow, also eine echt tolle Folge zum Abschluss der Serie. Und eines muss man den Produzenten lassen: Sie haben sicherheitshalber ein Finale kreiert, das auch als Serienfinale hervorragend funktioniert. Das ist natürlich allen voran der 5-Minuten-Passage am Ende zu verdanken, eingeleitet durch die dem BSG-Fan bereits bekannten Worte "The shape of things to come".

    Die Folge "Apotheosis" zeigt im Groben zusammengefasst den Grund, warum die Zylonen in der Gesellschaft anerkannt wurden und ihnen die Tür geöffnet hat, um mehr zu werden, als nur Soldaten. Man sieht Zylonen offenbar nur ca. 3 oder 4 Jahre in der Zukunft als Bauarbeiter genauso wie als Gassi-Geher für die Hunde. Und während sie all das machen, sammeln sie sich V-World in einer Kirche und werden von Sister Clarice aufgehetzt, deren Apotheose-Pläne von Zylonen unter menschlichem Befehl vereitelt wurden.

    Also mit diesem Abspann plus der zukünftigen Entwicklung, die man als BSG-Seher ja schon kennt, lässt sich da auch ohne weitere Episoden "Caprica" ein gutes Bild bis zum Ausbruch des Krieges machen.

    Was man der Folge vielleicht ankreiden kann ist, dass sie etwas gemächlich begonnen hat. Aber das war ganz okay, weil hier die Mafia-Handlung zu einem Ende gebracht wurde. Und auch hinter Zoe steht noch ein ziemlich großes Fragezeichen, was sie genau ist, auch in Bezug zu den Personen. Warum ist sie in Clarice' Kriche, obwohl sie im virtuellen Himmel in Opposition zu ihr trat. Dass ihre Wiedergeburt in einem humanoiden Körper geklappt hat, fand ich nicht so schlimm, sie ist ja trotzdem technisch immer noch keineswegs ein Humlon wie man sie aus BSG kennt, eher ein T-800-Android oder eine Menschmaschine wie in "Metropolis". Dieser Part wäre noch interessant gewesen erläutert zu werden. Ansonsten kann man eigentlich die weitere Entwicklung gut sehen. Sogar der neue alte Bill Adama wird vorgestellt.

    Nachdem mich die Folge in Sachen Serien-Abschluss wirklich positiv überrascht hat, gibt's hier wohlverdiente 6 Sterne.
    Aber nicht nur das war eine Überraschung. Ich war bisher eigentlich davon ausgegangen, dass der Zylonen-Aufstand das Resultat einer gelungenen Apotheose ist. Stattdessen ist er die indirekte Konsequenz aus deren Scheitern.
    Zuletzt geändert von MFB; 01.12.2010, 16:52.

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    • #3
      Schade, dass es vorbei ist, aber danke an die Autoren für ein Staffelende, welches auch als Serienabschluss funktioniert.

      Zwar gibt es noch (viele) offene Fragen, aber mir hat das Ende besser gefallen, und die Fragen besser aufgelöst, als es selbst beim "Meisterwerk" nBSG der Fall war.

      Fragen, deren Auflösung mich noch interessieren würden:
      1 - welche Rolle hat Zoe in der Entwicklung der Cylonen gespielt, bis zu welchem Zeitpunkt in der Cylonen-Geschichte? Schliesslich war sie die "Urmutter", die "Eva" aller Cylonen!

      2 - Warum lebt Clarice noch? Durch die Greystones war ihre Verantwortung für den Terroranschlag ja bekannt geworden, Wieso kann sie sich frei bewegen, predigen und sogar offiziell noch Gemenon reisen?

      3 - Nachdem die Monotheisten hinter den Terroranschlägen steckten - wieso existieren noch Kirchen und sogar eine scheinbar völlig legale Vertretung auf Gemenon? Schliesslich hatten sie nie eine Anerkennung als Kirche, sondern galten von Anfang an als Terrortruppe. Wieso können sie jetzt überhaupt noch aktiv sein?

      4 - Vielleicht habe ich es überhört: aber woher kam plötzlich der "neue" Bill Adama? Spielte diese Szene so weit in der Zukunft (ca. 12 geschätzte Jahre), dass es ein inzwischen geborener Halbbruder war?

      Trotz dieser etwas unklaren Fragen, hat mich das Ende nicht mit einem so "leeren" Gefühl zurückgelassen, wie es nBSG getan hat. Die Folge selber war spannend (wenn auch nicht immer logisch - aber, es ist TV!), schnell und unterhaltsam. Hätte CAPRICA von Beginn an dieses Tempo gehabt, könnten wir uns jetzt sicher auf eine zweite Staffel freuen!

      Jetzt warte ich auf "Blood & Chrome"...

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Nummer 5 lebt Beitrag anzeigen
        2 - Warum lebt Clarice noch? Durch die Greystones war ihre Verantwortung für den Terroranschlag ja bekannt geworden, Wieso kann sie sich frei bewegen, predigen und sogar offiziell noch Gemenon reisen?
        Das sollte nicht so wirklich ein Problem sein. Sie taucht wohl unter und reist so frei nach Gemenon wie es alle STO-Mitglieder und -Rekruten wie auch diverses anderer kriminelle Klientel schon die ganze Zeit tut.

        3 - Nachdem die Monotheisten hinter den Terroranschlägen steckten - wieso existieren noch Kirchen und sogar eine scheinbar völlig legale Vertretung auf Gemenon? Schliesslich hatten sie nie eine Anerkennung als Kirche, sondern galten von Anfang an als Terrortruppe. Wieso können sie jetzt überhaupt noch aktiv sein?
        Nun, in der Serie sieht es ja noch nicht so aus, als ob es eine wirklich zentrale Gesetzgebung gäbe (ist nicht einmal später der Fall, vor allem wenn es um Gemenon geht). Zumal es auch möglich sein kann, dass das ganze Kloster alles nur Fassade ist. Genauso wie die Schule auf Caprica.

        4 - Vielleicht habe ich es überhört: aber woher kam plötzlich der "neue" Bill Adama? Spielte diese Szene so weit in der Zukunft (ca. 12 geschätzte Jahre), dass es ein inzwischen geborener Halbbruder war?
        Wie weit das ganze in der Zukunft spielt wurde nicht gesagt oder angedeutet, tippe aber schon auf ein paar Jahre. Immerhin müssen die Zylonen für alle möglichen Verwendungszwecke erst einmal entworfen und gebaut werden, um sie so weitgefächert einzusetzen, wie man es sah. Der "neue" Bill Adama sieht jetzt auch nicht so alt aus. Sieht eher aus wie ein Dreijähriger aus. Die bekannten Leute sehen auch nicht sonderlich gealtert aus. Also würde ich das Gezeigte eher vier bis fünf Jahre in der Zukunft sehen.

        Hätte CAPRICA von Beginn an dieses Tempo gehabt, könnten wir uns jetzt sicher auf eine zweite Staffel freuen!
        Yep, am Anfang hat sich die Serie einfach zu sehr gezogen, viele unnötige Handlungsstränge eingebaut. Aber man muss den Machern zu Gute halten, dass sie "nur" 8 Folgen gebraucht haben, um den Umschwung einzuleiten.

        Aber anderseits empfinde ich jetzt nach dem Abspann von "Apotheosis" die Serie als ziemlich abgeschlossen, ohne jetzt wirklich das Bedürfnis zu haben, diese Abspannszenen in einer zweiten Staffel "ausformuliert" zu sehen.

        Ich freue mich jetzt schon mal auf "Blood & Chrome" und ich würde jetzt nach dem Caprica-Finale auch gar nicht mehr ausschließen, dass es zwischen den beiden BSG-Spin-Offs ziemlich deutliche Anknüpfungspunkte geben könnte.

        Kommentar


        • #5
          Warum lebt Clarice noch?
          Sie hätte verrecken sollen, extrem widerlich diese Frau.

          Nein im Ernst ich finde sie war ein Schwachpunkt in dieser Serie, nicht sehr glaubwürdig als charismatische Anführerin, in meinen Augen jedenfalls.

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          • #6
            Hey.

            Was für ein hammergeiles Ende. Ich hatte ja die Befürchtung, dass die ganze Sache ein offenes Ende haben wird, weil die Serie nach so kurzer Zeit schon abgesetzt wurde, aber die Macher haben das wirklich fantastisch hingezaubert. Die wesentlichen Handlungsstränge wurden zu Ende geführt. Und die letzten Minuten waren einfach Gänsehaut pur, weil sie einfach all das einleiten, was man später bei BSG kennt.

            6 Sterne.

            Schade, dass es schon vorbei ist, die Serie hätte mehr verdient.

            Gruß,
            Soran
            Sorans Fußballblog - Einblicke in die Welt des Fußballs - Spielberichte, Fotos und mehr. :)
            Mein Videokanal - Supportvideos vom Fußball

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            • #7
              Ja einfach nur BOOAAAHHHH!!!

              Bestes Zitat: Dieses Unternehmen befindet sich von nun an im STO Ausrottungsgeschäft.

              Anders kann man das Finale gar nicht beschreiben.

              Der Graystone Handlungsstrang löst sich einer Explosion auf. Das einfliegen der Marinestransporter mit den Centurions hat mich an das Auftauchen der Stormtrooper mit Yoda in Stwar Wars Episode II erinnert. Aber ich muss sagen, dass die Caprica Centurions wesentlich mehr drauf haben, als die Centurions aus BSG. Ob die BSG Centurions einen solch militärisch chirurgischen Angriff hätten durchführen können wage ich zu bezweifeln. Okay sie wurden von Daniel geführt, aber trotzdem.

              Der Willow/Apotheose Handlungsstrang wurde durch Zoe beendet. Als Zoe sagte sie wäre Gott und dann der spätere Gottesdienst wo Clarice etwas von Kinder Gottes erzählte, musste ich an Razor denken. Dort sagte der Hybrid zu Kendra das seine Kinder (Centurions) ihn Gott nannten. Ob in diesem Körper wohl Zoe steckte? Das gescheiterte Experiment einen Zylonen in einen menschlichen Körper zu transferieren?

              Der Adama/Ha'la'tha Handlungsstrang kam mit den Tod des Guatrau auch zu einem Ende. Die Ha'la'tha lebt aber weiter.

              Ja die Ausblicke auf die Zukunft (ich schätze mal das war wohl 5 bis 6 Jahre), sind sehr interessant und man kann sich zusammen reimen wie es zu diesme Krieg kam. Das wars aber auch schon. Viele Fragen bleiben unbeantwortet. Z.B. was ist mit Tamara geschehen. Das letzt mal sah man sie am Anfang von Folge 1x16 im Zwischenspeicher von Daniel. Und danach nie wieder. Ist sie mit Zoe gegangen und dann ihres eigenen Weges gezogen und befindet sie sich weiterhin in diesem dunklen Raum.

              Schade das es nicht wenigstens eine Fortführung als Buchreihe gibt. Die würde ich mir sofort kaufen. Selbst im englischen Original.

              Ich vergebe 6 ****** Sterne.
              Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
              Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
              [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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              • #8
                Was soll ich dazu sagen außer GENIAL. Ich weiß nicht, ob die Folge, gäbe es eine zweite Staffel gleich abgelaufen wäre. Aber als Serienfinale ist die Episode TOP und "Caprica" wirkt runder und abgeschlossener als nBSG selbst.

                Die Folge selbst ist eigentlich das klassische Finale eines "24"-Tages. Es gilt einen Anschlag - diesmal auf das Stadion - zu verhindern. Dafür arbeiten Daniel und Amanda perfekt (gejagt und auf eigene Faust - in bestem Jack-Bauer-Stil halt ) zusammen. Das Ende mit den ganzen Cylonen als Retter des Tages ist hierbei toll.

                Clarice ist´die "klassische Sektenanführerin", wenn sie mit dem Versprechen der Wiederauferstehung ihre Anhänger die Drecksarbeit erledigen lässt und sie "zufällig" nur in "Bruchtal" warten kann. Doch da hat sie ihre Rechnung ohne Zoe gemacht, welche wirklich gottgleich wütet.

                Auch Adama darf den Tod seines Sohnes rächen, indem er den Mafia-Boss tötet und seine Ex-Geliebte neue Anführerin wird.

                Am Besten sind aber eindeutig die letzten 5 Minuten. Gäbe es eine zweite Staffel würde ich diesen Ausblick für unpassend halten. Doch so wird wunderbar der Bogen zum ersten Cylonen-Krieg fertiggesponnen: "Unser" Bill Adama bekommt seinen Namen, die Cylonen sind in die Gesellschaft integriert und Clarice hetzt sie gegen die Menscheit auf. Dazu wird Zoe eine Art Prototyp der Humlons und Lacy ist die neue "große Mutter".

                Fazit: Ein perfekt rundes Finale für eine starke Thriller-Serie und tolles Prequel:
                6 Sterne, keine Frage!

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                • #9
                  Hier für alle die es interessiert wie denn die 2. Staffel ausgesehen hätte.

                  Caprica: Season 2 - Caprica-City-Forum

                  Teile davon gefallen mir gut. Z.B. die Anti-Zylonengruppierung. Bei den Final Five bin ich zwiespältig, da sehe ich doch einige Logiklöcher (wie kriegt man denn bei annähernd Lichtgeschwindigkeit eine Verbindung mit der V-World), bzw. Erklärungsbedarf (warum zum Teufel warnen sie die Menschen nicht). Sehr froh bin ich das man James Callis und Tricia Helfer als Head Figuren aus Zeitterminen nicht bekommen hat. Obwohl das sicherlich die Quoten nach oben gedrückt hätte.

                  Sehr interessant das eine Caprica Folge fast 2 Millionen Dollar gekostet hat. Aber man merkt an der Serie das da ordentlich Geld geflossen ist.
                  Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
                  Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
                  [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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                  • #10
                    Ach, dieses ganze nBSG-Universum ist mir schon eines. Gerade das erste Mal nBSG wird mir immer als Forenerlebnis in Erinnerung bleiben. Dann dachte ich, dass ich mit nBSG durch bin, habe gesehen, dass es da noch "The Plan" gab... und dann kam mit etwas mehr Abstand nun noch Caprica dazu.

                    Bis "Blood & Chrome" anläuft, habe ich damit alles, was es zu nBSG gibt, gesehen (außer man möchte unbedingt noch die alte Serie dazuzählen, von der habe ich zwar einiges, aber sicherlich nicht alles gesehen). Je nachdem, wie das mit "Blood & Chrome" laufen wird, könnte dies also die letzte "neue" Episode aus diesem Universum gewesen sein, die ich mir anschauen durfte. Doch wie bewerte ich sie nun?

                    Egal, was man von der Folge an sich hält, ihr herausragendes Merkmal sind die letzten 5 Minuten. Im Guten wie im Bösen. Ja, diese 5 Minuten sind wirklich "halsbrecherisch" gut. Allein in diesen 5 Minuten hat man irgendwie das Gefühl, hier wäre mehr erzählt worden, als eine ganze Staffel "Caprica" gezeigt hat. Dazu nochmal eine Hülle an Andeutungen und Referenzen und fertig ist der ganz heiße Bezug zur Mutterserie bzw. auch die gelungene Brücke dorthin.

                    Allerdings sind aber auch genau diese 5 Minuten ein riesiger Bruch.

                    Egal, was man von der Serie hielt, ob man sie nun gut oder schlecht fand, ein hohes Tempo konnte man ihr nicht gerade zusagen. Die Entwicklungen kamen doch eher schleichend - was erstmal gar nicht schlecht sein muss. Bestes Beispiel ist diese Folge selbst: Es ist alles sehr spannend, aber im Endeffekt passiert nicht viel mehr, als dass der Guatrau stirbt und Daniel das verhindern kann, was man eh schon abgeschrieben hat. Das bringt die Folge aber auch sehr gut rüber: Das beste Detail war IMO Cyrus (wird der so geschrieben), der sich für Daniel "opferte", und zwar, ohne dass wir das überhaupt sahen. Sieht man wieder die ganzen Schachzüge des einen Spions da, fragt man sich erneut, warum dieses Polizei-Thema nicht schon viel früher eingebaut wurde.

                    Und genau diese Stimmung, dass einem die spannenderen Dinge gar nicht erzählt wurden, verbreitet das Ende. Es fühlt sich ein wenig an, als wollten die Autoren ein wenig sagen: "Haha, das verpasst ihr!" Und das miese ist: Nein, wäre ja noch nicht mal so gewesen.

                    Darf man dem Link von BluePanther Glauben schenken, hätte Staffel 2 dort weitergemacht, wo der "Zeitsprung" aufhört (inklusive ein paar Rückblenden, die erklären, warum Zoe später nicht mehr bekannt war). Aber so etwas macht man einfach nicht: Man zeigt nicht eine Staffel lang die tiefsten Anfänge, um dann das, was eigentlich jeder von Caprica erhofft hat, zu überspringen.

                    Nun gut, es gibt keine 2. Staffel und ich bin nicht hier, um etwas zu bewerten, was nie gedreht wurde. Ich bin hier um diese Folge zu bewerten, und ja, sie ist defintiv ein guter Abschluss. Nahezu alles, was in den letzten Folgen aufgebaut wurde, wird hier zu einem Ende gebracht. Vermisst habe ich nur Tamra und im gewissen Maße auch Lacy, die ja nur gegen Ende mal kurz aufgetaucht ist. Aber gerade das mit Tamra sehe ich einfach in der Absetzung geschuldet.

                    Sehr schön fand ich auch beim letzten Mal wieder die Mafiahandlung. Insgesamt ist diese zwar für das, was "Caprica" erzählen wollte, am unwichtigsten gewesen, aber IMO hat man die Mafia nur eingebaut, um ein paar Zylonen nach Geminon schicken zu können. Der Tod des Guatrau war einfach noch ein loser Faden, der daraus entstanden ist und den man eben auch abschneiden musste. Wie man das tat, gefiel mir und wer weiß, was noch alles daraus entstanden wäre?

                    Nein, das zweischneidige Schwert bleibt einfach immer noch das Ende. Ja, es ist unheimlich genial und trägt dazu bei, dass dieses Staffelfinale auch als Serienfinale brauchbar ist, aber mir ist da einfach der Cut zu groß. Ich beobachte nicht eine ganze Staffel lang jeden kleinsten Fitzelschritt der Charaktere, um dann am Ende einfach ein paar Sprünge auszulassen. Darum gibt es

                    5 Sterne

                    und am Ende für Neulinge doch die Empfehlung, sich Caprica anzuschauen, weil sich das Ende trotz der Absetzung einfach lohnt
                    Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                    Für alle, die Mathe mögen

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                    • #11
                      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                      Und genau diese Stimmung, dass einem die spannenderen Dinge gar nicht erzählt wurden, verbreitet das Ende. Es fühlt sich ein wenig an, als wollten die Autoren ein wenig sagen: "Haha, das verpasst ihr!" Und das miese ist: Nein, wäre ja noch nicht mal so gewesen.

                      Darf man dem Link von BluePanther Glauben schenken, hätte Staffel 2 dort weitergemacht, wo der "Zeitsprung" aufhört (inklusive ein paar Rückblenden, die erklären, warum Zoe später nicht mehr bekannt war). Aber so etwas macht man einfach nicht: Man zeigt nicht eine Staffel lang die tiefsten Anfänge, um dann das, was eigentlich jeder von Caprica erhofft hat, zu überspringen.
                      Wobei das meiner Meinung nach einfach ein Zugeständnis an die "Fans" ist. Ich hab das ja noch mitbekommen als man im Vorfeld über die Serie diskutierte. Und im Grunde drehte sich alles um ein Thema: Wann bricht denn nun der 1. zylonische Krieg aus? Und als dann den Leuten immer mehr dämmerte das das wenn überhaupt in einer wesentlich späteren Staffel stattfinden würde, war die Stimmung erst mal im Keller. Und wie die Stimmung war konnte man an den unterirdischen Quoten erkennen. Seitdem ist übrigens meine Meinung über die ach so anspruchsvolle SciFiFan Gemeinde auch gesunken. Was machen also die Macher von Caprica um ihre Serie zu retten. Sie versprechen das es einen Zeitsprung gibt und man dadurch wesentlich näher am 1. zylonischen Krieg sein wird.
                      Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
                      Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
                      [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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                      • #12
                        Was ich von BluePanthers beschriebenen Zeitsprung gehalten hätte, weiß ich auch nicht. Vielleicht ist es von dem her sogar ganz gut, dass "Caprica" nur eine Staffel hatte. Oder man hätte sich noch mehr in Richtung "24" entwickelt, wo ja auch jede Staffel mehr oder weniger ihre eigene Geschichte erzählt und oftmals Jahre zwischen den einzelnen Tagen liegen.

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                        • #13
                          Das war es also, das Staffel-/Serienfinale, und ich muss sagen, ich bin begeistert. Alle Stränge werden nochmals aufgeworden (Adama, Greystones, Clarice, Lacy, Zoe) u. es ist für eine abgesetzte Serie wirklich ein brauchbares Ende geworden. Grandios an der Folge war natürlich wie die Cylonen das Stadium gestürmt haben u. die potentiellen STO-"Zerstörer" nach der Reihe abgeschossen haben. Der Adama Plot hat sich doch noch halbwegs gut gelöst u. mit dem "neuen" Bill war es dann auch kein Problem den "alten" sterben zu lassen. Und das Ende mit der "Vorschau" auf Season 2 war einfach nur der Hammer u. macht doch einen recht guten Bogen zu nBSG.
                          Klare 6 Sterne.

                          Ich muss sagen, am Ende trauere ich der Serie doch extrem nach. Es hätte noch so viel interessantes, gerade in Hinblick Richtung nBSG erzählt werden können. Schade um eine wirklich gute halbwegs noch aktuellere Scifi-Serie, ich kann einfach mit den momentanen Scifi-Angebot (Tera Nova etc.) einfach nix anfangen.
                          Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

                          Ich war Teil der Lösung - und mein größtes Problem.

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                          • #14
                            Zitat von Aci Beitrag anzeigen
                            ich kann einfach mit den momentanen Scifi-Angebot (Tera Nova etc.) einfach nix anfangen.
                            Wo man halt schauen muss, inwiefern man das noch als SF anrechnet, was ich aber auch sehr gerne gucke, ist EUREKA. Allerdings darf man hier von den durchgehenden Bögen eher weniger erwarten, Grundstärke der Serie ist die Grundstimmung.
                            Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                            Für alle, die Mathe mögen

                            Kommentar


                            • #15
                              Die Folge fand ich einfach nur Hammer
                              Ein würdiger Abschluss dieser grandiosen Serie.
                              Schade das es nur eine Staffel gibt und das Blood & Chrome nicht produziert wird.

                              Zitat von Aci Beitrag anzeigen
                              ich kann einfach mit den momentanen Scifi-Angebot (Tera Nova etc.) einfach nix anfangen.
                              Terra Nova war schon sehr entäuschend, die Serie hatte zwar großes Potential wurde aber sehr schlecht umgesetzt.

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