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Floppte das Firefly Universum ?

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  • Floppte das Firefly Universum ?

    Wie findet Ihr das Firefly Universum ? Also nicht die Folgen, die Handlung und Charaktere, sondern das Drumherum:

    A) Die Technologie, siehe auch FireflyWiki.org | Firefly / Category Technology. Bodenständig, aber es gibt dann doch ein paar produktionstechnische Zugständnisse wie künstliche Schwerkraft und verzögerungsfreie Subraum(?)-Kommunikation.

    B) Das Planetensystem, in dem alles spielt. Zig bewohnte Planeten in einem System.
    Realistisch ist das ja wohl nicht. (Mich stört das irgendwie.)

    C) Das 26. Jahrhundert
    . Zu diesem Zeitpunkt müsste einiges weiter fortgeschritten sein.
    500 Jahre sind eine Menge Zeit.

    D) Das ganze Wildwest-Ambiente.
    (Was mir persönlich gefällt.)

    E) Es gibt keine Aliens.

    Meine Fragen nun:

    1) Wie findet Ihr das Firefly Universum ?

    2) Wäre es Eurer Meinung nach besser gewesen, Whedon hätte die Serie in unserem Sonnensytem im 22. Jahrhundert, also nur 100 Jahre in der Zukunft und in Nähe der Erde spielen lassen ?

    3) Woran lag es, dass Firefly floppte ? War es das irgendwie schräge Universum, eine Mischung aus Scifi und Western ? D.h. war das Universum nicht futuristisch genug oder war es zu rückständig, zu westernmäßig ?
    Zuletzt geändert von irony; 24.03.2010, 11:31.

  • #2
    3) FOX hat viel zu schnell den Stecker gezogen. Wie's halt so ist, wenn nur auf die blanken, aktuellen Daten geschaut wird, ohne Blick für zumindest das Mittelfristige. Leider ist das nicht nur eine Krankheit der TV-Sender.
    B5-Musikvideo gefällig?
    Oder auch BSG?

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Mayan Beitrag anzeigen
      3) FOX hat viel zu schnell den Stecker gezogen. Wie's halt so ist, wenn nur auf die blanken, aktuellen Daten geschaut wird, ohne Blick für zumindest das Mittelfristige.
      Das stimmt schon. Die Sendung von Firefly wurde nach nur 11 von 14 produzierten Folgen eingestellt. Aber warum haben die Quoten nicht von Anfang an gestimmt ? Bei einer richtig guten Serie spricht sich das rum, und mehr Leute schalten zu. Bei Firefly muss der Trend wohl umgekehrt gewesen sein.

      Joss Whedon hatte über Buffy und Angel eine große Fanbasis, und meine Vermutung ist, dass ein Großteil dieser Fans wegen Whedon, der für Qualität steht, anfangs bei Firefly noch zugeschaut haben, aber das Firefly Universum hat ihnen im Gegensatz zum Buffy-Versum nicht gefallen.

      Z.B. könnte man auch argumentieren, dass Firefly im Vergleich zu Buffy als "Creature" Show zu wenig Aliens hatte, eben gar keine. Oder man könnte auch argumentieren, Firefly war zu weit in der Zukunft, zu weit weg in einem fremden System, das dem Zuschauer egal ist, weil er sich damit nicht heimatlich verbunden fühlte.

      Die Erde in der Zukunft ist immer noch die Erde. Und die hat Whedon rausgenommen.

      Und statt zahlreicher popkultureller Referenzen für die "Buffy" berühmt ist, gab es in Firefly dieses seltsame Chinesisch für Flüche, was kaum jemand versteht.

      Kommentar


      • #4
        Ich denke auch, dass die Serie eher den Verantwortlichen von FOX nicht gefiel und deshalb das frühe Ende kam.

        Ich persönlich finde das Firefly-Universum wirklich sehr interessant, mir gefällt das Bodenständige sowohl beim Umfeld als auch bei den Charakteren, was ich bedeutend lieber habe, als die futuristischen Strahlemänner und -frauen.

        zu A) Ein Raumschiff muss nicht immer glänzend und hübsch sein. Frachter sind tatsächlich in sehr vielen SciFi-Produktionen wesentlich schäbiger dargestellt als andere Schiffe und wenn man die Besatzung eines zivilen Frachtschiffes schon in den Mittelpunkt einer Serie rückt, ist das ganz normal, dass man sich an dieser Optik orientiert bzw. muss man dies fast erwarten.

        zu B) Wenn ich mich nicht irre, ist es in der Serie noch gar nicht etabliert worden, dass sich sämtliche Planeten in einem System befinden, das kam meines Wissens erst mit Eröffnungssequenz von "Serenity", auch wenn Whedon natürlich schon diese Idee zur Zeit der Serie gehabt haben dürfte. Auf jeden Fall finde ich es sehr faszinieren und würde mir auch gerne das Poster zum "Verse" gerne holen:
        Official Map of the Verse

        zu C) Die Erde hat man weit hinter sich gelassen. Ich finde es interessant, dass wenn der Planet erwähnt wird, von der "Erde von einst" gesprochen wird. Das mystifiziert sie richtig und sagt, dass sie ein Teil der Vergangenheit ist. Was immer dort geschah, wann auch immer der Exodus begann, hat keine Relevanz mehr für die neue Heimat der Menschheit. Daher finde ich es auch müßig darüber zu streiten, ob das gezeigte zu modern/zu antiquitiert für das 26. Jahrhundert ist. Man muss bedenken, hier hat eine menschliche Zivilisation fast von Null weg ein neues Leben begonnen und sich alles neu aufgebaut. Hier Zahlen, Entwicklungen, Daten zusammenzuspekulieren, halte ich für sinnfrei.

        zu D) Im Grunde bin ich kein Western-Fan, aber ich fand die Mischung zur SciFi eigentlich ziemlich gut, vor allem wenn man die äußeren Welten als recht unzivilisiert im Vergleich zu den fortschrittlicheren inneren Welten zeigen will. Mir gefällt der Stil einfach und mal ehrlich: Im Grunde ist der Western-Anteil jetzt gar nicht so prägend, spiegelt sich im Grunde in erster Linie im Produktionsdesign wieder, aber kaum in der Handlung selbst.

        zu E) Ich bin jemand, der für SciFi nicht unbedingt Aliens braucht. Ich meine, Firefly spielt auf einem RAUMSCHIFF!!! Und nicht nur das, für die Menschen an Bord ist das alles ganz normaler Alltag! Also ich finde, dass ist doch schon genügen Utopie. Wozu braucht es da noch Aliens, wenn man z.B. ohnehin schon drei Fraktionen in 13 Folgen und einem Film sieht: Allianz, Browncoats und Reaver. Was würde sich an der Story ändern, wenn man jeder Fraktion einer Alien-Spezies zuordnet?

        Fazit:
        Alleine von den Einzelbewertungen der Folgen wäre "Firefly" definitiv meine absolute Lieblings-SciFi-Serie. Das Setting ist interessant gewählt. Ich sehe nicht, was die Verlegung der Ereignisse um ein paar 100 Jahre oder an einen Ort näher an der Erde bringen sollte?


        .
        EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

        MFB schrieb nach 5 Minuten und 44 Sekunden:

        Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
        Joss Whedon hatte über Buffy und Angel eine große Fanbasis, und meine Vermutung ist, dass ein Großteil dieser Fans wegen Whedon, der für Qualität steht, anfangs bei Firefly noch zugeschaut haben, aber das Firefly Universum hat ihnen im Gegensatz zum Buffy-Versum nicht gefallen.

        Z.B. könnte man auch argumentieren, dass Firefly im Vergleich zu Buffy als "Creature" Show zu wenig Aliens hatte, eben gar keine.
        Da könnte man aber auch argumentieren, dass die SciFi-Fans, die keine Buffy-Fans sind (ist sicher ein Großteil) die Serie von Anfang an gerade wegen Whedon und deren niedrigen Erwartungen an nicht geschaut haben und ehe es sich rumgesprochen hat, dass die Serie ganz anders als "Buffy" ist, es bereits zu spät war, damit die SciFi-Fans noch für die Serie begeistert werden konnte, ehe sie eingestellt wurde.

        Du kannst das Argument also auch umkehren.

        Oder man könnte auch argumentieren, Firefly war zu weit in der Zukunft, zu weit weg in einem fremden System, das dem Zuschauer egal ist, weil er sich damit nicht heimatlich verbunden fühlte.
        Ja, deshalb ist "Star Wars" auch so erfolglos.
        Zuletzt geändert von MFB; 24.03.2010, 09:47. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

        Kommentar


        • #5
          Allgemein: Die Charaktere finde ich auch gelungen, an denen wird es nicht gelegen haben.
          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
          Auf jeden Fall finde ich es sehr faszinieren und würde mir auch gerne das Poster zum "Verse" gerne holen: Official Map of the Verse
          Ja, dieses Poster finde ich auch supercool und hätte es gerne .
          Mir helfen solche visuellen Hilfsmittel allgemein auch zum besseren Verständnis eines SF-Universums.
          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
          zu C) Die Erde hat man weit hinter sich gelassen. Ich finde es interessant, dass wenn der Planet erwähnt wird, von der "Erde von einst" gesprochen wird. Das mystifiziert sie richtig und sagt, dass sie ein Teil der Vergangenheit ist.
          Das klingt für mich so, als ob "Firefly" die optimale Fortsetzung, also ein Sequel für das neue "Battlestar Galactica" wäre (wo es ja auch keine Aliens gibt) .
          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
          Was immer dort geschah, wann auch immer der Exodus begann, hat keine Relevanz mehr für die neue Heimat der Menschheit.
          Da bin ich noch nicht so überzeugt. Und mir ist auch noch nicht klar, warum Whedon das so wollte.
          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
          Mir gefällt der Stil einfach und mal ehrlich: Im Grunde ist der Western-Anteil jetzt gar nicht so prägend, spiegelt sich im Grunde in erster Linie im Produktionsdesign wieder, aber kaum in der Handlung selbst.
          Ich bin Western-Fan, und ich finde, da spiegelt sich auch einiges in den Charakteren und der Handlung wieder.
          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
          zu E) Ich bin jemand, der für SciFi nicht unbedingt Aliens braucht.
          Erst mal brauche ich die auch nicht. Aber ich frage mich halt, wie es bei Firefly weiter gegangen wäre. Für mich ist es einfach eine verschenkte Chance, wenn man schon in ein fremdes System mit zig Planeten fliegt, dann überhaupt nichts Fremdes dort zu finden. Bei Dune gab es wenigstens die Sandwürmer. Und irgendwie wünsche ich mir auch, Malcolm Reynolds hätte nicht nur etwas von Han Solo, sondern auch von Indiana Jones. Ich wäre ja schon zufrieden, wenn man Artefakte finden würde, Aliens selbst müssten nicht vorkommen.
          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
          Ja, deshalb ist "Star Wars" auch so erfolglos.
          Der Erfolg von "Star Wars" wurde dadurch, dass alles in ferner Vergangenheit in einer weit entfernten Galaxie spielt, nicht beeinträchtigt. Das stimmt. Aber ich denke, das Setting von Firefly, im 26. Jahrhundert, Erde kaputt, fremdes Sonnensystem, keine Aliens, ist dann doch etwas anders als jenes von "Star Wars". Hätten alle "Star Wars" Fans auch "Firefly" geschaut, wäre die Serie sicher nicht aus dem Programm genommen worden.

          Dass Malcolm Reynolds Erinnerungen an Han Solo weckt, gut. Aber das alleine hat wohl nicht gereicht.

          Zitat von MFB Beitrag anzeigen
          Da könnte man aber auch argumentieren, dass die SciFi-Fans, die keine Buffy-Fans sind (ist sicher ein Großteil) die Serie von Anfang an gerade wegen Whedon und deren niedrigen Erwartungen an nicht geschaut haben und ehe es sich rumgesprochen hat, dass die Serie ganz anders als "Buffy" ist, es bereits zu spät war, damit die SciFi-Fans noch für die Serie begeistert werden konnte, ehe sie eingestellt wurde.
          Das ist ein interessantes Argument, aber ich glaube nicht so daran, dass viele Scifi-Fans wegen Whedon anfangs weggeblieben sind. Typische Scifi-Fans sind erst mal auf alles Neue neugierig und schalten dann eher weg, wenn es nicht gefällt. Diese Richtung halte ich für wesentlich wahrscheinlicher.

          Kommentar


          • #6
            Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
            Ich wäre ja schon zufrieden, wenn man Artefakte finden würde, Aliens selbst müssten nicht vorkommen.
            Naja, da gab aus in einer Folge so als Sensation auf einer Art Jahrmarkt ja den "Beweis für außerirdisches Leben". (Was laut Simon in Wirklichkeit ein Kuh-Embrio war )

            Ich weiß nicht, warum man jetzt unbedingt erwarten muss, was Außerirdisches auf einem Planeten zu finden. Es gibt auch in anderen SciFi-Universen bewohnbare aber unbewohnte Planeten und trotz vieler vorhandener Welten kommt die Serenity ja nicht wirklich viel rum, außerhalb des Systems ist man gar nicht unterwegs. Das ist im Grunde eine wirklich kleine Ecke des Universums. Und wie gesagt, gibt es schon genug Fraktionen bei den Menschen. Die Allianz und die Reaver sind im Vergleich zu den bodenständigen Browncoats, die noch am meisten Ähnlichkeit mit uns Gegenwarts-Menschen haben, auch "fremd" bzw. "alien".

            Ich bin Western-Fan, und ich finde, da spiegelt sich auch einiges in den Charakteren und der Handlung wieder.
            Ich glaube, es spiegelt sich im Grunde eher wieder, dass sich der Mensch seit dieser Zeit verblüffend wenig verändert hat. Steckt man ihn in ein Ambiente wie vor 200 Jahren in Amerika, passt er sich erstaunlich schnell wieder an.

            Da bin ich noch nicht so überzeugt. Und mir ist auch noch nicht klar, warum Whedon das so wollte.
            Im Grunde ist doch das der Vorwand, diesen Western-Flair hineinzubringen, der Aufbruch in die "neue Welt", dann immer weiter Westwärts. Wozu braucht man da noch die "alte Welt"?


            .
            EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

            MFB schrieb nach 11 Minuten und 29 Sekunden:

            Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
            Der Erfolg von "Star Wars" wurde dadurch, dass alles in ferner Vergangenheit in einer weit entfernten Galaxie spielt, nicht beeinträchtigt. Das stimmt. Aber ich denke, das Setting von Firefly, im 26. Jahrhundert, Erde kaputt, fremdes Sonnensystem, keine Aliens, ist dann doch etwas anders als jenes von "Star Wars".
            Da finde ich jetzt nicht so die großen Unterschiede. Zwischen "Ferne Vergangenheit und weit weg von der Erde in einer anderen Galaxie" und "Ferne Zukunft und weit weg von der Erde in einem anderen Sonnensystem"

            Zumal in der Serie meiner Erinnerung nach nie gesagt wurde, dass die Erde "kaputt" ist, sondern nur verlassen wurde und das 26. Jahrhundert auch nicht festgelegt wurde, ehe der Kinofilm kam.

            Das ist ein interessantes Argument, aber ich glaube nicht so daran, dass viele Scifi-Fans wegen Whedon anfangs weggeblieben sind. Typische Scifi-Fans sind erst mal auf alles Neue neugierig und schalten dann eher weg, wenn es nicht gefällt. Diese Richtung halte ich für wesentlich wahrscheinlicher.
            Nun, ich kann nur für mich selbst sprechen, aber als die Serie rauskam, habe ich sie eigentlich ignoriert. Ich habe mir grobe Zusammenfassungen durchgelesen (ohne Hinweise auf zeitliches oder örtliches Setting) und der obligatorische Hinweis wie "Vom Macher von Buffy" hat mich gar nicht interessiert, weil mich "Buffy" nicht interessiert hat. Insofern gab's damals mit "Enterprise", "Battlestar Galactica" und "Stargate" andere Serien, die ich weiter verfolgt habe.
            (So kann man wiederum auch sagen, dass die Konkurrenz im SciFi-Sektor damals auch sehr groß war.)

            Auf jeden Fall bin ich erst Jahre später auf "Firefly" aufmerksam geworden, sogar erst ein oder zwei Jahre nachdem "Serenity" gelaufen war. Ich war damals einfach auf der Suche nach einer neuen Serie, die ich mir anschauen konnte und durch die guten Kritiken (aber insgesamt wenigen) die ich hier in diversen Threads gelesen habe und weil man bei einer Serie mit 13 Folgen und einem guten Preis nicht viel falsch machen konnte, habe ich sie mir schließlich auf DVD geholt und war begeistert.

            Haben viele SciFi-Fans in den USA genauso wie ich gehandelt, gibt's nun jede Menge Fans von Firefly, die die Serie nicht damals bei den TV-Ausstrahlungen gesehen haben.
            Zuletzt geändert von MFB; 24.03.2010, 10:18. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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            • #7
              Zitat von MFB Beitrag anzeigen
              Naja, da gab aus in einer Folge so als Sensation auf einer Art Jahrmarkt ja den "Beweis für außerirdisches Leben". (Was laut Simon in Wirklichkeit ein Kuh-Embrio war )
              Das ist netter Gag, aber mehr nicht. Interessanter wäre für mich gewesen, zu erfahren, wie man überhaupt in dieses fremde System hingekommen ist, was das SETI-Projekt gebracht hat, usw. 500 Jahre sind einfach eine Menge Zeit.
              Zitat von MFB Beitrag anzeigen
              Ich weiß nicht, warum man jetzt unbedingt erwarten muss, was Außerirdisches auf einem Planeten zu finden.
              Wirklich zwingend ist es nicht.
              Zitat von MFB Beitrag anzeigen
              Es gibt auch in anderen SciFi-Universen bewohnbare aber unbewohnte Planeten und trotz vieler vorhandener Welten kommt die Serenity ja nicht wirklich viel rum, außerhalb des Systems ist man gar nicht unterwegs. Das ist im Grunde eine wirklich kleine Ecke des Universums.
              Wie ich schon schrieb: Firefly ist ein würdiges Sequel zu Battlestar Galactica. Die beiden Universen passen optimal aufeinander. Mein Tipp: Nach dem Finale von BSG (Ende der vierten Staffel) gleich mit Firefly weiter machen .

              Ich weiß auch Alien-lose Universen als puristischen Ansatz und Gegenentwurf zu Star Trek, Stargate und Star Wars zu schätzen, aber wie Du auch selbst schreibst: Bei Firefly sieht man eine kleine Ecke des Universums. Irgendwo könnte es Aliens geben.
              Zitat von MFB Beitrag anzeigen
              Ich glaube, es spiegelt sich im Grunde eher wieder, dass sich der Mensch seit dieser Zeit verblüffend wenig verändert hat. Steckt man ihn in ein Ambiente wie vor 200 Jahren in Amerika, passt er sich erstaunlich schnell wieder an.
              Dann wäre Firefly ein Gegenentwurf zum übertriebenen Gutmenschentum in Star Trek TNG. Aber dass sich Menschen im Lauf so langer Zeit so wenig ändern, ist nicht plausibel. Wir haben jetzt etwa die Gentechnik, möglich sind auch Implantate, und rein theoretisch müsste es im 26. Jahrhundert auch bei Firefly schon so etwas wie die Borg geben.
              Zitat von MFB Beitrag anzeigen
              Im Grunde ist doch das der Vorwand, diesen Western-Flair hineinzubringen, der Aufbruch in die "neue Welt", dann immer weiter Westwärts. Wozu braucht man da noch die "alte Welt"?
              Kulturelle Wurzeln wird man nicht so einfach los. Mir geht es aber auch darum zu verstehen, was den Zuschauern, die Firefly nicht weiter verfolgt haben, gefehlt hat.
              Zitat von MFB Beitrag anzeigen
              Nun, ich kann nur für mich selbst sprechen, aber als die Serie rauskam, habe ich sie eigentlich ignoriert.
              Bei mir war es so, dass ich die DVDs sofort als UK-Import gekauft habe, als ich sie irgendwo günstig gesehen habe, und zwar nahezu ohne die geringste Ahnung zu haben, um was es da geht. Mir genügten einfach Stichwörter wie Science-Fiction, Joss Whedon, ... "Serenity" habe ich dann auch sofort auf DVD gekauft. Um die fünf Mal dürfte ich die Serie und den Film mittlerweile gesehen haben.

              Kommentar


              • #8
                Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
                Dann wäre Firefly ein Gegenentwurf zum übertriebenen Gutmenschentum in Star Trek TNG. Aber dass sich Menschen im Lauf so langer Zeit so wenig ändern, ist nicht plausibel. Wir haben jetzt etwa die Gentechnik, möglich sind auch Implantate, und rein theoretisch müsste es im 26. Jahrhundert auch bei Firefly schon so etwas wie die Borg geben.
                Wie gesagt, halte ich wenig davon "vorauszuberechnen" was wann möglich sein müsste. Von den vor 50 Jahren oder so prophezeiten fliegenden Autos sind wir ja auch noch weit entfernt.

                Zudem würde ich sagen, dass diese fortschrittliche Gesellschaft auch in "Firefly" in Form der "Allianz" präsent ist. Nur dreht es sich halt in "Firefly" um, dass diese Art von "Föderation", die ihre Lebensweise im Namen des Fortschritts allen anderen aufzwingen will, das "Böse" repräsentiert, während die einfachen Menschen, die jahrelang auf ihren öderen und nicht auf angenehm terraformierten Planeten lebte und überlebte, hier die Sympathieträger sind.

                Mir geht es aber auch darum zu verstehen, was den Zuschauern, die Firefly nicht weiter verfolgt haben, gefehlt hat.
                Wahrscheinlich habe sie "Buffy" und die Kreatur-der-Woche vermisst. Denn sonst habe ich eigentlich keine serien-interne Erklärung für den Misserfolg.

                Es sei übrigens noch erwähnt: FOX war damals übrigens so schlau, den Pilotfilm NICHT als erste Folge zu zeigen, stattdessen zeigte man die zweite Folge und nicht, wie alle an Bord kamen, das wurde ne' Woche später oder so nachgeholt.

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                  Wie gesagt, halte ich wenig davon "vorauszuberechnen" was wann möglich sein müsste. Von den vor 50 Jahren oder so prophezeiten fliegenden Autos sind wir ja auch noch weit entfernt.
                  Vorausberechnen ist sicher schwierig, aber ich denke, das muss man auch gar nicht. Ich denke, es dauert keine zehn bis zwanzig Jahre mehr, bis einige Technologie-Aspekte des Firefly-Universums von der Realität eingeholt werden.

                  Was mir aber aufgefallen ist: So etwas wie Kameras, auch kleine fliegende Spionkameras, usw. hat man selten gesehen. Der Zugüberfall kommt mir auch irgendwie unrealistisch vor.
                  Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                  Zudem würde ich sagen, dass diese fortschrittliche Gesellschaft auch in "Firefly" in Form der "Allianz" präsent ist.
                  Von der Allianz und deren High-Tech sieht man nicht so viel, aber das stimmt, dort hat man eher Scifi-typisch Fortschrittliches.
                  Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                  Wahrscheinlich habe sie "Buffy" und die Kreatur-der-Woche vermisst. Denn sonst habe ich eigentlich keine serien-interne Erklärung für den Misserfolg.
                  Es sind nicht nur die Kreaturen der Woche, die Buffy beliebt gemacht haben. Dialog, Wortwitz (gibt es bei "Firefly" auch), ein bisschen Feminismus, und insbesondere auch popkulturelle Referenzen bis hin zur Mode. "Buffy" traf auch irgendwie den Zeitgeist und war in unserer Welt verankert. Das machte einen Großteil des Erfolges aus. "Firefly" ist im Gegensatz dazu nicht in unserer Welt verankert, und popkulturelle Referenzen wurden durch unverständliches Chinesisch ersetzt.

                  Wie man das bewertet, ist eine Sache, aber es ist ein fundamentaler Unterschied. Es ist auch nicht zu vernachlässigen, dass "Buffy" sehr viele Akademikerinnen begeistern konnte, also Geisteswissenschaftlerinnen, die darüber geschrieben haben. Bei Firefly gibt es so etwas deutlich weniger.
                  Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                  Es sei übrigens noch erwähnt: FOX war damals übrigens so schlau, den Pilotfilm NICHT als erste Folge zu zeigen, stattdessen zeigte man die zweite Folge und nicht, wie alle an Bord kamen, das wurde ne' Woche später oder so nachgeholt.
                  FOX hat da sicher viel Mist gebaut. Das ist klar.
                  Zuletzt geändert von irony; 24.03.2010, 10:54.

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                  • #10
                    Ich denke auch, man könnte vieles diskutieren, was vielleicht interessanter gewesen wäre und der Serie vielleicht zu mehr Erfolg verholfen hätte. Ich selbst würde die Ursachen aber gar nicht in der Serie selbst suchen, sondern eher darin, wie mit dieser umgegangen wurde.

                    Das Studio mochte Firefly einfach nicht bzw. hat keine Erfolgsaussichten gesehen, und hat es dadurch mehr oder weniger von Anfang an "sabotiert". Schlechter Sendeplatz, kaum Werbung und Marketing, völlig Sinn befreite Umstellung der Reihenfolge - selbst die besten Serien haben es unter solchen Umständen schwer, zu überleben.

                    Den Amis ging es da - Joss Whedon hin oder her - vermutlich auch nicht besser als den Deutschen hier - es kannte einfach keiner die Serie. Wenn ich außerhalb dieses Forums Firefly erwähne, ernte ich zumeist nur fragende Gesichter.

                    Firefly hätte als Geheimtipp im Nachhinein sicher trotz allem noch erfolgreich werden können, doch als dies eintrat war es zu spät und die Produktion gestoppt. Und es trat ein, denn die DVDs verkauften sich phänomenal. So phänomenal, dass es gereicht hat, noch einen Kinofilm (!) dazu zu produzieren. Man sollte mal sacken lassen WIE gut sich die DVDs verkauft haben müssen, um das Studio dazu zu bewegen.

                    Ähnlich hätte die Serie vermutlich auch einen Aufschwung gehabt, wenn sie etwas mehr Zeit gehabt hätte. Wäre die erste Staffel komplett gelaufen, dann noch die übliche Pause zwischen den Staffeln, so hätte der Beginn von Staffel 2 quotentechnisch sicherlich auch schon sehr viel anders ausgesehen. Aber hätte wäre wenn - leider trat dies nicht ein.

                    Ich mag mich auch irren, aber diese Erklärung ist für mich sehr viel nahe liegender, als den Grund IN der Serie zu suchen. Denn die meisten Folgen sind klasse, die ganze Atmosphäre und Charaktere in meinen Augen einfach super.

                    Daher bleibe ich bei meiner Meinung: Für einen Erfolg von Firefly hätte es keine Aliens gebraucht und keine Alien-Artefakte, keine Erde und kein Sonnensystem, keine zeitliche Verschiebung und keine Kreatur der Woche und es hätte auch nicht mehr oder weniger futuristisch sein müssen, als es ist. Es hätte nur ein Studio gebracht, das die Serie richtig vermarktet hätte und ihr wirklich eine Chance gegeben hätte.

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Kelshan Beitrag anzeigen
                      Ich selbst würde die Ursachen aber gar nicht in der Serie selbst suchen, sondern eher darin, wie mit dieser umgegangen wurde.
                      Es gibt einen Aufsatz "Who Killed Firefly?" von Ginjer Buchanan, die die Schuld nicht allein dem Studio gibt, sondern u.a. auch Gene Roddenberry und Star Trek .

                      Hat irgendjemand eine Statistik zur Zuschauerentwicklung von Firefly ?

                      Zur Karte : http://store.quantummechanix.com/Com...e_p_0-54.html#

                      Sehe ich das richtig, dass da mehrere Sonnen im System sind, also quasi Sonnensysteme mit Planeten, die um eine zentrale Sonne (auch mit Planeten) kreisen ?

                      Kommentar


                      • #12
                        B) Das Planetensystem, in dem alles spielt. Zig bewohnte Planeten in einem System.
                        Realistisch ist das ja wohl nicht. (Mich stört das irgendwie.)
                        Was ist daran Unrealistisch es wurde doch erklärt das viele Planeten im System
                        durch Terraforming bewohnbar gemacht wurden.

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von Darth Venku Beitrag anzeigen
                          Was ist daran Unrealistisch es wurde doch erklärt das viele Planeten im System durch Terraforming bewohnbar gemacht
                          wurden.
                          Abgesehen davon, dass Terraforming seine Zeit braucht, aber da hat Whedon ja vorgesorgt, ist es unrealistisch, dass ein Sonnensystem so viele Planeten im richtigen Abstand zur Sonne hat. Terraforming alleine bringt überhaupt nichts, wenn ein Planet zu nah an der Sonne oder zu weit entfernt ist.

                          Überhaupt ein System mit so vielen Planeten scheint mir sehr unrealistisch zu sein, da sich Planeten auf ihren Bahnen auch gegenseitig stören. Ein so komplexes Sonnensystem wie bei Firefly wäre überhaupt nicht stabil, und ich glaube auch nicht, dass jemals ein Sonnensystem mit so vielen Planeten entdeckt wird, und wenn, dann wären wohl auch viele Gasplaneten darunter.

                          Whedon hat sich seine Phantasiewelt recht einfach gebastelt. Man nehme hundert Planeten in einem System, terraformiere sie, vergesse die Erde und alles was vorher war, und komme so ohne FTL-Antrieb usw. aus. Abgesehen vom Unterschied Allianz - Backwater sehen die Planeten sowieso auch alle gleich aus.

                          Da ist nicht mal was Mars-ähnliches dabei. Z.B. bei Babylon 5 wurde der Mars terraformiert, so weit ich weiß, behielt aber seine Charakteristika noch bei. Hier schnippt Whedon einfach mit dem Finger, und fertig, sieht alles gleich aus. Etwas mehr Abwechslung hätte es schon sein dürfen.
                          Zuletzt geändert von irony; 24.03.2010, 12:11.

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                          • #14
                            Wer weiß, wie weit die Planeten im Firefly Universum schon Erd-Ähnlich waren. Das so viele Planeten existieren ist vielleicht für unsere Verständnisse unrealistisch, weil wir es eben nicht besser Wissen.
                            Ein System mit mehreren Sonnen und dementsprechend mehreren Planeten ist jedoch nicht soo weit hergeholt.
                            Bei "2010, Das Jahr in dem Wir Kontakt aufnehmen" wurde Jupiter in eine zweite sonne verwandelt, und so die Jupiter Monde zu Lebensfähigen Planeten.
                            Ähnliches könnte auch im 'Verse gewesen sein. Man weiß es eben nicht.

                            Und sicher, es ist die Phantasiewelt Whedon's. Er hat Firefly erschaffen, genauso wie das ST Universum die Phantasiewelt Roddenberry's war. Aber alles jetzt physikalisch zu zerpflücken ist auch nicht das richtige. Firefly ist eine Serie die zur falschen Zeit auf dem falschen Sender gelaufen ist. Dieses Was wäre Wenn bringt sie auch nicht zurück, was zwar schade ist, aber eben nicht vermeidbar. Viele gute Serien hatten einfach nicht die möglichkeit sich zu entfalten, weil die Studiobosse einfach Blind und Stur ihren Zahlen glauben schenken.
                            Inmitten des ewigen Kreislaufs der Zeit, wird aus lauem Wind ein Sturm entstehen.
                            Vom Abgrund starren Dämonenaugen weit, die die Razgriz, die schwarzen Flügel sehen.

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                            • #15
                              Zitat von Darthbot Beitrag anzeigen
                              Wer weiß, wie weit die Planeten im Firefly Universum schon Erd-Ähnlich waren. Das so viele Planeten existieren ist vielleicht für unsere Verständnisse unrealistisch, weil wir es eben nicht besser Wissen.
                              Wenn man mehr darüber weiß, wie Sonnensysteme entstehen, kann man schon Vorhersagen machen, wie wahrscheinlich es ist, dass ein System ein Dutzend und mehr erdähnliche Planeten hat. Aber ich denke, es ist einfach unwahrscheinlich.
                              Zitat von Darthbot Beitrag anzeigen
                              Bei "2010, Das Jahr in dem Wir Kontakt aufnehmen" wurde Jupiter in eine zweite sonne verwandelt, und so die Jupiter Monde zu Lebensfähigen Planeten. Ähnliches könnte auch im 'Verse gewesen sein. Man weiß es eben nicht.
                              Der Vergleich mit "2010" gefällt mir recht gut, das ist eine sehr schöne Idee, müsste man mal weiter drüber nachdenken. Aliens soll es bei Firefly aber nicht geben, wäre aber cool, wenn es dort diese Monolithen-Aliens gäbe.
                              Zitat von Darthbot Beitrag anzeigen
                              Und sicher, es ist die Phantasiewelt Whedon's. Er hat Firefly erschaffen, genauso wie das ST Universum die Phantasiewelt Roddenberry's war. Aber alles jetzt physikalisch zu zerpflücken ist auch nicht das richtige. Firefly ist eine Serie die zur falschen Zeit auf dem falschen Sender gelaufen ist.
                              Negative Kritiken zu Firefly, die etwas Anderes sagen, als einfach nur zur falschen Zeit auf dem falschen Sender, gibt es wenige. Bei Amazon immerhin etwa folgende von 2005:
                              10 von 221 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
                              1.0 von 5 Sternen Nicht zu empfehlen aus folgendem Grund, 7. Dezember 2005
                              Von Ein Kunde

                              vorneweg ich bin großer Babylon5, Stargate, Akte X, Andromeda Fan - deswegen wollte ich diese Serie. Der Hype um Firefly ist vollkommen zu unrecht. Mittelmäßige Schauspieler, sehr schlechte Kulissen und eine immer gleiche Handlung im Westernmilieu. Keine Innovationen im Hinblick auf Raumschiffe, Rassen, Technologien etc. - jede Folge ist wie die andere.
                              Zur deutschen Synchro, die DVDs hören sich wie im Hörspiel an, wenn die Charaktere z.B. im Raumschiff reden, gibt es keinerlei Hintergrundgeräusche / Betriebsgeräusche vom Schiff, um nur ein Manko zu nennen.
                              Die Serie wurde zurecht abgesetzt. Es gibt bessere Serien. Für echte SCI-FI Fans mit Sicherheit nicht zu empfehlen.
                              Persönlich sehe ich das anders, bis auf den Punkt mit der - mehr oder weniger - immer gleichen Handlung im Westernmilieu. Für eine Staffel war das okay so, aber für zwei oder gar drei Staffeln hätte noch mehr kommen müssen, und ich frage mich halt: Was ?

                              Hatte Joss Whedon wirklich einen Plan für Firefly ?

                              Star Trek und Stargate bieten einfach mehr Abwechslung, während Firefly für mich wieder eine schöne Abwechslung zu Star Trek und Stargate bedeutet. Das Firefly Universum wäre natürlich auch ausbaufähig gewesen.

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