WOW! Das gig ja schnell! Meine das Finden von Fragmenten.
Wenn einige Beobachtungen und sogar Filmaufnahmen vorliegen ist es relativ leicht das Gebiet und die Landeellipse einzugrenzen, wo der Meteorit niedergegangen ist. Nun lag der Meteorit auch auf blankem Eis, so dass das Auffinden ebenfalls erleichtert wurde.
Beim Neuschwanstein ging es auch "relativ" schnell, obwohl dieser weitaus schwieriger zu finden war, da die Reste in schwer zugänglichem Gelände runterkamen.
R.I.P. SGU // R.I.P. STARGATE™ *** "Der Horizont vieler Menschen ist ein Kreis mit Radius Null - und das nennen sie ihren Standpunkt." Albert Einstein
Schade, dass es bewölkt gewesen ist. Am Samstag gegen 20.10 Uhr soll an der südlichen Ostseeküste ein tiefes Grollen gehört und Blitze durch die geschlossene Wolkendecke sichtbar gewesen sein, was von vielen als Wintergewitter interpretiert wurde. Die Feuerkugel dürfte so um die -20 mag gehabt haben (ähnlich dem Kanada-Meteor vor einigen Wochen). Ob Bruchstücke runter gekommen sind und gefunden werden, steht weiß man noch nicht, weil der Meteorit wahrscheinlich in die Ostsee gestürzt sei.
Hier in Mecklenburg-Vorpommern hab' ich es gestern mitbekommen. Ich saß gerade im Sessel vor dem Fernseher als ich kurz zum Fenster schaute und der Himmel plötzlich für ein paar Sekunden hell-grün-bläulich erleuchtet war. Direkt Blitze oder Donnergrollen habe ich aber nicht vernehmen können. Tolles Phänomen, Hauptsache, wir bleiben von einem wirklich dicken Brocken, der eine ernsthafte Gefahr sein könnte, noch ein Weilchen verschont.
* Aus dem Sternenstaub kamst Du, zu Sternenstaub wieder wirst Du. Für Mama 1956 - 2013 * „Um das Herz und den Verstand eines Menschen zu verstehen, schaue nicht darauf, was er erreicht hat, sondern wonach er sich sehnt.“ . ~Khalil Gibran~
In einem Kommentar auf KOSMOlogs zum Meteoritenfall stehen einige interessante Aspekte:
Aus den Beobachtungen bei Rostock und dem schwedischen Video lässt sich relativ genau die Flugbahn bestimmen!
Eintritt: ca 50km Höhe NNO von Rügen fast mittig zu Schweden.
Beobachtungsende: ca.5-10km Höhe NNW von Rostock fast mittig zu Dänemark.
Geschwindigkeit: 20km/s +-5km/s
Freigesetzte Energie: ~0.5Mt TNT +-30%
Masse: ~ 10kt +-30%
Die Streuelipse des Restmateriales ist gleichfalls angebbar!
Karte der wahrscheinlichen Flugbahn und der Streuelipse ist vorhanden.
Dort könnte er also schon verglüht sein. Oder zumindest zerbrochen, so dass kein tsunamiverursachender Megaberg in die Ostsee gefallen ist.
Und die Energie, die der Meteorit freigesetzt hat, mag viel klingen, aber sie wurde ja nicht, wie in Hiroshima, in einer Millisekunde an einem Punkt freigesetzt, sondern über zig Kilometer verteilt in einem Zeitraum, der das mehrmals Tausendfache beträgt.
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Wenn der in der Ostsee niederging, wieso gab es dann keine größeren Wellen?
Deine Logik ist genau verkehrt herum.
Weil es an Nord- und Ostseeküste keine großen Wellen gab, gab es auch keinen Fall ins Wasser. Der Meteorit muss also der Atmosphäre nahe dem "Beobachtungsende" zerbrochen sein.
Und was die freigesetzte Energie angeht, hat LuckyGuy vollkommen recht.
Aber was die Masse angeht, halte ich zwei bis 3 Größenordnungen weniger für eher wahrscheinlich. Vielleicht ein Druckfehler?
Geändert von HiroP (19.01.2009 um 11:24 Uhr)
Ever danced with the devil in the pale moonlight?
-- Thug --
Heute (19.1.) um 18.30 Uhr gab es einen winzigen Beitrag bei "nano" auf 3sat zur samstäglichen Meteorerscheinung. Wer die Sendung verpasst hat, kann sie sich in den Wiederholungen noch einmal ansehen. Zu sehen gab es dieses Überwachungsvideo und eine Moderation, die allerdings keine neuen Informationen einbrachte. Na mal schauen, ob es Folgesendungen zum Thema gibt.
Sendedaten: "nano - die Welt von morgen"
Das Zukunftsmagazin in 3sat - montags bis freitags, 18.30 Uhr
Erstausstrahlung und Wiederholungen in 3sat
Erstsendung 3sat: Montag bis Freitag von 18.30 bis 19.00 Uhr
Erste Wiederholung 3sat: gegen 1.00 Uhr (in der Nacht) - Montag bis Freitag
Zweite Wiederholung 3sat: 9.45 Uhr (nächster Tag) - Montag bis Freitag
Weitere Wiederholungen in unseren Partnersendern
Wiederholung SWR: 4.30 und 7.00 Uhr (nächster Tag) - Montag bis Freitag
Wiederholung MDR: 7.15 Uhr (nächster Tag) - Dienstag bis Freitag
Wiederholung SF 1: 10.30 Uhr (nächster Tag) - Montag bis Freitag
Wiederholung RBB: 12.00 Uhr (nächster Tag) - Montag bis Freitag
Wiederholung BRalpha: 16.30 Uhr (nächster Tag) - Montag bis Freitag
Hier in Mecklenburg-Vorpommern hab' ich es gestern mitbekommen. Ich saß gerade im Sessel vor dem Fernseher als ich kurz zum Fenster schaute und der Himmel plötzlich für ein paar Sekunden hell-grün-bläulich erleuchtet war. Direkt Blitze oder Donnergrollen habe ich aber nicht vernehmen können. Tolles Phänomen, Hauptsache, wir bleiben von einem wirklich dicken Brocken, der eine ernsthafte Gefahr sein könnte, noch ein Weilchen verschont.
So ähnlich war es bei uns in Waren (Müritz) auch, ich sah kurz nach links zum Fenster und da war dann dieses hellblaue Licht oder besser weißblaue Leuchten, was kurze Zeit später auf der anderen Hausseite (die Tür stand offen) auch zu sehen gewesen ist. Ein Geräusch habe ich aber (na gut der Fernseher lief) nicht mitbekommen, aber wir wohnen hier ja auch ca. 100 km südlich von der Ostseeküste entfernt.
Hau kola-Hallo Freund-Lakota Akita´mani´yo-Ich wünsche Dir alles Gute-Navajo
Ya´at´eeh-Ich grüße Euch-Navajo
Mani wastete yo-Glück auf Deinem Weg-Lakota
Na klasse, ich wohne direkt in Rostock und habe überhaupt nichts mitbekommen.^^
Nach dem Clip zu urteilen, habe ich da wohl eine spektakuläre Show verpasst, schade. Eine Masse von 10.000t scheint mir aber auch ein klein wenig zu hoch gegriffen zu sein. Da liegt ganz sicher ein Fehler vor. Wäre der 5 - 10 Kilometer über der Ostsee noch in der Größenordnung gewesen, hätte ich es am Samstag sicher nicht verpasst.^^
"Not born. SHIT into existence." - Noman the Golgothan
"Man schicke dem Substantiv zwanzig Adjektive voraus, und niemand wird merken, daß man einen Haufen Kot beschreibt. Adjektive wirken wie eine Nebelbank."
Eine Masse von 10.000t scheint mir aber auch ein klein wenig zu hoch gegriffen zu sein. Da liegt ganz sicher ein Fehler vor. Wäre der 5 - 10 Kilometer über der Ostsee noch in der Größenordnung gewesen, hätte ich es am Samstag sicher nicht verpasst.^^
Dachte ich auch erst. Aber:
Eine kurze Abschätzung:
Es war sehr wahrscheinlich ein Gesteinsmeteorit, der Statistik folgend ein gewöhnlicher Chondrit. Nehmen wir die Dichte zu 3500 kg/m³ an, so erhielte man bei 10 000 000 kg Gewicht ein geschätztes Volumen von 2900 m³, was bei angenommener Kugelform (1. Näherung) einen Durchmesser von etwa 18 m ergäbe. Das Teil könnte locker in der Luft auseinanderfliegen. Selbst ein Eisenmeteorit dieser Größe muss nicht an einem Stück herunterkommen.
Ever danced with the devil in the pale moonlight?
-- Thug --
Ist ja noch relativ klein gewesen, das Teil. Tinguska war ja auch nur so groß, weil der Asteroid in größerer Höhe explodiert ist. Bei einem Einschlag dieses vergleichbar großen Himmelskörpers wäre deutlich weniger Fläche betroffen.
@Bynaus: Na was ist denn jetz aus dieser Theorie geworden, ich verstehe eben keine Fachbegriffe in Englisch, könntest du das mal kurz erklären? Wurde die Theorie nun bestätigt oder nicht?
Wer bist du denn? - Ich weiss, dass ich ich bin! Aber ich weiss nicht, ob du du bist! Weisst du, ob er er ist?
Ich brauche mehr Details! / Das ist nur Ihre Meinung! / Schreiben Sie's auf, ich beschäftige mich später damit!
Na gut, ich glaube dir, ABER MEINE MASCHINENPISTOLE NICHT
There's a rainbow inside the mind
Die Theorie, dass die Dinosaurier durch einen Impakt ausgestorben sind, steht schon lange unter Beschuss. Das Problem ist:
- Im Krater selbst befinden sich Ablagerungen aus der spätesten Kreidezeit
- Die beim Impakt erzeugte Schicht ausserhalb des Kraters liegt unterhalb der obersten Kreidezeit-Fossilien - darum gehts in dem verknüpften Artikel.
- Kein anderes Massenaussterben ist eindeutig mit einem Meteoriteneinschlag verknüpft. Dafür gibt es jede Menge Massenaussterben, die mit Trapp-Vulkanismus-Episoden verknüpft sind ("Flutbasalte", eine Art Megavulkan, bei dem reisige Gebiete von Lava überschwemmt werden und sehr grosse Mengen Treibhausgase / giftige Gase in die Atmosphäre gelangen). Auch beim Kreide/Tertiär-Übergang (oder Kreide/Neogen, wies neu heisst) gibt es einen Trappvulkan, die Dekkan-Trapps in Indien.
Wie wurden die Schichten ìnnerhalb und außerhalb des Kraters denn datiert? Ist das eindeutig oder umstritten?
Angenommen, die Datierung stimmt. Dann hieße das also, dass man entweder an der Impakttheorie festhält oder zumindest Teile der Grundlagen der Geologie, nämlich die Stratigraphie, über den Haufen wirft.
Ever danced with the devil in the pale moonlight?
-- Thug --
Der Einschlag fand nun mal zur Zeit der K-T-Grenze statt. Das ist schon eindeutig und darum kommt man auch nicht drum rum. Also wegdiskutieren kann man die Einschlagtheorie nicht. Man kann sie aber sicher ergänzen. Vulkanismus, Veränderung des Meeresspiegels, Änderung der Fauna... usw... haben sicher ihren Teil dazu beigetragen das es keine Dinos mehr gibt.
Ein kleines Land kann nicht mit einem großen wetteifern, wenige nicht mit vielen; die Schwachen nicht mit den Starken.
Sowas habe ich auch schon mal gesehen 2000 rum in den Sommerferien auf Usedom. Da war ich mal Abends um 20Uhr 21Uhr rum an Strand und habe den Sonnenuntergang und das erwachen der Sterne beobachtet, als über den ganzen Himmel ein großer Brocker lang zog und man hat richtig das Feuer/schweifgemisch erkannt.
Geändert von RTW112 (29.04.2009 um 15:37 Uhr)
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