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Alt 02.03.2006, 16:41   #1
Cadet 4th Class
 
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Question Blade Runner:lesen oder sehen?

Hallo,

ich kenne Blade Runner nicht, was wäre besser: zuerst das Buch lesen oder zuerst den Film sehen ?
Das Problem ist, wenn man zuerst den Film sieht, dann stellt man sich beim Lesen des Buches wie im Film vor. Es könnte aber sein, daß der Film mit einer höheren Intensität, bei eventuellen Enthüllungen (sicherlich, ist ja Philip K Dick) eindringlicher wirkt als das Buch.
Ich bitte um Hilfe.

danke

Christoph
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Alt 04.03.2006, 13:59   #2
Ensign
 
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Liess das Buch erst gar nicht.

cu, Spaceball
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Der Autor dieses Beitrags möchte darauf hinweisen das die Darstellung auf seiner persönlichen Meinung beruht. Diese Meinung entspricht nicht zwingend der Meinung anderer User. Des weiteren möchte der Autor versichern das er in der Hast lediglich ein "imho", "aus meiner Sicht" oder ein "meiner Meinung nach" vergessen hat.
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Alt 04.03.2006, 15:05   #3
Cadet 2nd Class
 
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Es ist egal, in welcher Reihenfolge man Blade Runner angeht. Buch und Film unterscheiden sich in vielen Belangen. So ist die Welt im Film überbevölkert, im Buch aber unterbevölkert (Atomkrieg). So entsteht eine ganz andere Atmosphäre. Beide sind empfehlenswert.

Zitat:
Liess das Buch erst gar nicht.
Gründe?
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Caprica City
Pellos ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2006, 21:35   #4
Ensign
 
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Beiträge: 919
Zitat:
Zitat von Pellos
Gründe?
Weil in dem Buch viel zu viel über die Religion gelabert wird. Daneben hat das Buch zwar nicht direkt die selbe Handlung aber dafür die selben Protagonisten. Ich fand es ausserdem unsäglich langweillig.

cu, Spaceball
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Alt 04.03.2006, 21:41   #5
Captain
 
Benutzerbild von EREIGNISHORIZONT
 
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Beiträge: 5.029
Ist jetzt hier vom Buch "Blade Runner" zum Film die Rede? Oder meint ihr die Kurzgeschichte "Träumen Androiden von elektrischen Schafen"?

Die Kurzgeschichte kenne ich, schon vor dem Film, das Buch zum Film habe ich aber nie gelesen. Ich wollte mir da nichts kaputt machen.
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Alt 04.03.2006, 22:18   #6
Cadet 2nd Class
 
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Beiträge: 72
"Träumen Androiden von elektrischen Schafen" ist keine Kurzgeschichte, sondern ein ganzes Buch (260 Seiten lang). Ist bei Heyne unter dem Filmnamen erhältlich.
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Caprica City
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Alt 04.03.2006, 22:45   #7
Commander
 
Benutzerbild von Zocktan
 
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Beiträge: 3.244
zum topic:
nur wenn man viel liest sollte man sich an das buch trauen.
dick ist ein anstrengender autor. in seine geschichten muss man (oder jedenfalls ich) sich immer wieder neu reinlesen und die geschichten brauchen zeit um in fahrt zu kommen.
mir geht es bei werken von dick auch so, dass ich erst wenn ich den roman gelesen habe feststelle, was das für ein klasse buch war.
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Alt 05.03.2006, 00:14   #8
Captain
 
Benutzerbild von EREIGNISHORIZONT
 
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Beiträge: 5.029
Zitat:
Zitat von Pellos
"Träumen Androiden von elektrischen Schafen" ist keine Kurzgeschichte, sondern ein ganzes Buch (260 Seiten lang). Ist bei Heyne unter dem Filmnamen erhältlich.

Das Original ist eine Kurzgeschichte!
PKD hat erst später diese zu einem Roman verlängert.
Die O-Ausgabe war nur 80 Seiten dick. Erschien damals im SF-Omnibus, eine Buchserie. Werde noch einen Link dazu suchen.
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Alt 05.03.2006, 13:53   #9
Cadet 2nd Class
 
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Beiträge: 72
Das kann durchaus sein, doch gibt es "Träumen Androiden von elektrischen Schafen" schon seit 1968 in Romanform. Somit ist die Kurzgeschichtenvergangenheit ziemlich unwichtig.
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Alt 05.03.2006, 14:32   #10
Lieutenant Commander
 
Benutzerbild von Weyoun 5
 
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Ort: Gamma-Quadrant ;-)
Beiträge: 2.278
Ich habe zuerst den Film gesehen und irgendwann danach das Buch gelesen und fand dies dann doch sehr gewöhnungsbedürftig.

Die Grundhandlung mag in etwa dieselbe sein, aber bei den Charakteren hört es dann schon auf. Ist schon ne Weile her, daß ich den Roman gelesen habe, aber ist Deckert dort nicht sogar verheiratet? Und hat so´n elektrisches Schaf als Haustier auf seinem Dach stehen .

Was aus dem Film völlig rausgehalten wurde, ist der ganze Religionskram, der im Buch vorkommt, die dortige Pseudo-Religion, der Mercerismus. Hätte IMO im Film auch nicht wirklich Platz gehabt.

Ich seh mir lieber den Film an, zum einen, weil Blade Runner einer meiner Lieblingsfilme ist, zum anderen, weil er mich von den Special Effects, der Ausstattung, der ganzen Optik immer wieder beeindruckt. Ich würde den gerne mal im Kino sehen.
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Weyoun 5 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.03.2006, 19:02   #11
Captain
 
Benutzerbild von EREIGNISHORIZONT
 
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Beiträge: 5.029
Zitat:
Zitat von Pellos
Das kann durchaus sein, doch gibt es "Träumen Androiden von elektrischen Schafen" schon seit 1968 in Romanform. Somit ist die Kurzgeschichtenvergangenheit ziemlich unwichtig.
Dann solltest du sie erst einmal gelesen haben! Mist, ich wollte einen Link dazu suchen!! Wird noch gemacht.

In der Kurzgeschichte kommt diese moralische Zerrissenheit viel deutlicher rüber, zumal PKD auch in dieser Kurzgeschichte sich selbst als Protagonisten darstellt. Das hat er ja in vielen seiner Geschichten/Romane gemacht.
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Alt 27.04.2006, 22:28   #12
Cadet 3rd Class
 
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Beiträge: 31
Kennt jemand "Minority Report" ?

Den Film (vor ein paar Jahren, mit Tom Cruise und Colin Farrel) kennen vermutlich die meisten. Der basiert ja auch auf einer Kurzgeschichte von Philip K.Dick.

Aber die Kurzgeschichte hat eine komplett andere Poite als der Film !
Edelfernseher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.04.2006, 22:55   #13
Commander
 
Benutzerbild von maestro
 
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Beiträge: 3.301
Tja, ich hab natürlich mehrfach den Film gesehen und unlängst den Roman gelesen und fand ihn eigentlich gut.

Dieser ganze 'Film noir'-Flair und großstadtmäßige (das, was ich eigentlich am Film schätze) fehlt ja im Buch. Stattdessen ist alles staubig und Großstadtatmosphäre kommt bei den leeren Wohnungen und relativ wenigen Menschen überhaupt nicht auf. Interessant zu lesen, aber die filmische Umsetzung hat bei mir mehr Eindruck hinterlassen.

Also, meine Meinung: Film gucken und bei allgemeinem Interesse das Buch lesen.
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maestro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.04.2006, 01:05   #14
Crewman
 
Registriert seit: 18.03.2006
Beiträge: 189
Ich erinner mich daran den film damals im kino gesehen zu haben, es war hoelle laut, kein hansel hat sich um irgendwas gescherrt, allegemeines chaos auch durch die werbung durch.
Dann war schlagartig ruhe als der film anfing. nichts, kein ton aus dem publikum war zu hoeren, den gesammten film ueber.
Auralis ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2009, 15:21   #15
Lieutenant Commander
 
Benutzerbild von Keymaster
 
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Beiträge: 2.296
Ich habe bisher zwar nur denn Film gesehen, jedoch ist mir Philipp K. Dick durchaus ein Begriff, ich habe von im nämlich einige Bücher in meinem Bücherregal stehen unter anderem Simulacra, Die Valis-Trilogie, Ubik und Der dunkle Schirm jedoch eben nicht Träumen Androiden von elektrischen Schafen? Alsias Blade Runner. Jedoch gehört es wohl zu denn Büchern die auf meiner "Muss ich unbedingt Lesen-Liste" stehen, immerhin habe ich bisher nur gutes über das Buch gehört und gelesen und wenn es auch nur halb so gut ist wie der Film, bereue ich denn Kauf auch nicht . Immerhin ist es ein perfektes Beispiel dfür das Romanverfilmungen durchaus ein nicht unbegründeter Erfolg seien können.


nun zum Film:

Ich habe in mir mindestens ein dutzend mal angesehen und bei jedes mal scheint er besser zu werden. Ich besitzte die Director’s Cut Version die angeblich deutlich besser seien soll, Anfangs muss ich zugeben fand ich denn FIlm etwas langatmig, jedoch muss man die Handlung des Film auf sich wirken lassen,man darf in eben nicht aus heutiger Sicht als Actonfilm betrachtet, er ist so tiefgründig wie kaum ein SF-Film der in denn letzten Jahren erschienen ist. Sean Young und Harrison Ford haben großartig ihre Charaktere verköpert und auch Rutger Hauer hat besonders in der Schlussszene bei der Finalen Verfolgungsjagd mit Harrison Ford alias Deckard geglänzt, besonders die ungewohnte Position der künstlichen Lebensformen, die hier ausnamsweise menschlicher wirkten als die Menschen in diesem Film, der Witz ansich ist dieses Gerät, mit dem man Replikanten und Menschen unterscheiden kann, es zeigt das die künstlichen Wesen kein Vermögen für Empathie besitzten, was aber im laufe des FIlms ürgendwie an beudeutung verliert, denn obwohl sie morden scheinen sie doch eher Gefühle zu zeigen als die Menschheit sie kosten das Leben voll aus und wissen das ihnen nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung steht. das hat mich schlussendlich faszinierd, der Film regt zum denken an und hinterlässt wohl nicht nur bei mir eine Menge offnener Fragen, ob zum Beispiel Deckard ein Replikant ist oder nicht, eine Menge dinge Sprechen dafür, denn Traum denn er hatte, bezieht sich ja auch sogar irgenwie auf denn Buchtitel, dann spricht in Rachel an, ob der "denn Test" schon bei sich vollzogen hat und und und....
Der Film hat zwar so seine actionreichen Momente jedoch snd die für mich nicht sonderlich wichitig, der magische Moment ist immernoch als Roy mit der Taube unterm Arm Deckard diesen Philosopischen Satz an denn Kopf wirft kurz nach dem er in gerettet hat. das er Dinge gesehen hat die die meisten Menschen wohl nie sehen oder erleben werden, das hat mich ohne Zweifel auch irgendwie bewegt, immerhin ist das die Botschaft des Films, das uns trotz allem die Zeit davon läuft, und uns niemand das Gestern wieder geben kann außerdem scheint der Film förmlich auszurufen "Wo beginnt Leben?" "das es zu achten gillt?" "Ist eine KI als Exstinz anzuerkennen?" Fragen über Fragen....

Ich kann nicht anders als dem Film 10 von 10 Sternen zu geben, dafür habe ich ja bereits schon meine Meinung mehr als begründet.
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"Bist Du der Schlüsselmeister?" - "...nicht dass ich wüsste..."

Geändert von Keymaster (10.11.2009 um 14:30 Uhr)
Keymaster ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2009, 19:05   #16
Master Chief Petty Officer
 
Benutzerbild von Adm.Hays
 
Registriert seit: 02.12.2007
Beiträge: 598
Da im Film nicht wirklich sonderlich auf das Buch eingegangen wird, kann man sich das Buch auch sparen, denn man wird recht derbe enttäuscht, wenn man den Film zu erst sieht und dann das Buch liest. Der Film ist wirklich ein Meisterwerk.
Adm.Hays ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2009, 19:55   #17
Lieutenant
 
Benutzerbild von Logan5
 
Registriert seit: 12.02.2006
Ort: Gießen
Beiträge: 1.759
Ich kann beides gleichermaßen empfehlen.
Roman und Film unterscheiden sich sehr stark voneinander und besitzen jeweils einen entsprechenden Eigenwert.

Dicks Geschichte ist weitaus komplexer in ihrer Zukunftsbeschreibung und ist vielschichtiger auslegbar, während der nicht weniger großartige Film im Grunde nur einen Teil der Romanhandlung aufnimmt, ihn umgestaltet und näher beleutet. Daraus ergeben sich auch ganz andere Interpretationen.

In beiden Versionen wird das Thema behandelt, was den Menschen eigentlich zum Menschen macht, allerdings werden die Androiden/Replikanten in Film und Roman in unterschiedlicher Weise verwendet, denn während sie sich in "Blade Runner" gerade dadurch vom Menschen unterscheiden, dass sie letztendlich menschlicher wirken, als ihre Erschaffer, sind sie in "Träumen Androiden..." gerade an ihrer fehlenden Empathiefähigkeit zu erkennen.

Ich selbst habe den Film zuerst gesehen und erst Jahre später den Roman gelesen. Beides hat mich schwer begeistert. Der Film zeichnet sich vor allem durch seine intensive Bildästhetik und seinen grandiosen Soundtrack aus. Für das Buch spricht die andere, komplexere und detailiertere Herangehensweise an das Thema und die entsprechend vielfältigere Deutbarkeit. Ich fand es auch sehr spannend, beides gerade der Unterschiede und Gemeinsamkeiten wegen miteinander zu vergleichen. Einen Verlierer gibt es in meinen Augen dabei nicht.

Zitat:
Zitat von EREIGNISHORIZONT Beitrag anzeigen
Dann solltest du sie erst einmal gelesen haben! Mist, ich wollte einen Link dazu suchen!! Wird noch gemacht.
Ja, mach mal. Die würde mich mal interessieren. Ich kenne nur den Roman. Von einer Kurzgeschichte hatte ich bisher noch nie etwas gehört und Tante Wikipedia weiß leider auch nicht alles .

Zitat:
Zitat von EREIGNISHORIZONT Beitrag anzeigen
In der Kurzgeschichte kommt diese moralische Zerrissenheit viel deutlicher rüber, zumal PKD auch in dieser Kurzgeschichte sich selbst als Protagonisten darstellt. Das hat er ja in vielen seiner Geschichten/Romane gemacht.
Meinst du damit, dass die Geschichte autobiographische Züge hat oder dass Dick als Erzählweise die Ich-Form gewählt hat? Mit der Gleichsetzung eines Ich-Erzählers mit der Person des Autoren der Geschichte wäre ich allerdings vorsichtig. Das sind einfach immer zwei paar Schuhe.
__________________
Der Zeitgeist kann mir den Buckel runter rutschen!
Logan5 ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 09.11.2009, 21:34   #18
Commander
 
Benutzerbild von Mr.Viola
 
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Beiträge: 4.692
Also ich meinerseits habe kürzlich das Buch gelesen. Es hat mir sehr gut gefallen. Dunkle, postapokalyptische Atmosphäre, Charaktäre mit ihren Stärken und Schwächen,... Ich bezeichne mich zwar nicht als Kenner von PKD, denn dies war erst mein drittes Buch von ihm, aber alle 3 Bücher haben mir sehr gut gefallen.
Aber eins muss dem potentiellen Leser schon klar sein, es ist kein Buch mit Cliffhangern am Ende jedes Kapitels, es ist nicht so, dass man unbedingt weiterlesen muss, weil es grad so spannend ist. Aber PKD beschreibt eine wirklich detailtreue Welt nach einem Atomkrieg, man kann sich die verlassenen Städte gut vorstellen, und vor allem dass trostlose Leben der Menschen wird gut beschrieben. Dazu noch die neue Religion, der Mercerismus sowie das hohe Image von Haustieren.
Und natürlich die Grundfrage, was macht einen Menschen zu einen Menschen und wie weit ist künstliches Leben ein wirkliches Leben? PKD liefert auf jeden Fall einen grundsoliden Roman ab über KI's, dazu noch eine große Portion trostloser Atmosphäre. Auf jeden Fall empfehlenswert.

Den Film habe ich vor vielen Jahren mal gesehen, kann mich aber leider an nichts mehr erinnern, möchte ihn mir aber unbedingt mal kaufen, da er auf jeden Fall ein Klassiker des Genres ist.
__________________
Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
die Internationale erkämpft das Menschenrecht


das geht aber auch so
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Alt 22.11.2009, 10:15   #19
Commander
 
Benutzerbild von Rommie's Greatest Fan
 
Registriert seit: 02.03.2005
Ort: Rommie's Quartier
Beiträge: 4.857
Ich habe den Film gesehen, dieser war recht spannend und unterhaltsam. Jedoch fand ich das man zu wenig Hintergrundinformationen bekommt und das die Story ein klein wenig zu sehr in die Länge gezogen wurde.
Harrison Ford spielte die Rolle des Rick Deckard sehr gut und überzeugend. Auch Rutger Hauer war sehr gut in der Rolle des Roy Batty. Besonders klasse fand ich die Schlußszene der Beiden, wo sie den Kampf zuerst im Haus und danach auf dem Dach austrugen. Die düstere Darstellung von Los Angeles fand ich klasse.
Ich vergebe für den Film vier von sechs Sterne.
__________________
Gewinnerin der Umfrage Miss Sci-Fi Forum 2007 wurde Rommie [Lexa Doig] aus Gene Roddenberry's Andromeda!
Gewinnerin der Umfrage Miss Sci-Fi Forum 2008 wurde Adria [Morena Baccarin] aus Star Gate SG-1!
Gewinnerin der Umfrage Miss Sci-Fi Forum 2009 wurde Kaylee/Dr. Jennifer Keller [Jewel Staite] aus Firefly bzw. Star Gate Atlantis!
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Alt 23.11.2009, 16:55   #20
Crewman
 
Benutzerbild von Jobe
 
Registriert seit: 14.09.2009
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 191
Es gibt ja einige, die mit PKD nicht soviel anfangen können. Er hat halt einen sehr eigenen Stil. Das zieht sich durch die meisten seiner Kurzgeschichten und Romane.
Ich für meinen Teil kann mich absolut nicht entscheiden, ob ich jetzt das Buch oder den Film bevorzugen soll. Sie unterscheiden sich natürlich sehr voneinander.
Ich habe vor kurzem die große BLADE RUNNER BOX mit 5 verschiedenen Versionen des Films und Tonnen von Zusatzmaterial genießen dürfen.
Sie enthält auch ein Interview mit PKD und es wird auch ausführlich auf den Unterschied zwischen Romanvorlage und Film eingegangen. Wenn man diese Doku gesehen hat, muß man das Buch nicht mehr unbedingt lesen.
Ich empfehle es aber trotzdem.

Übrigens: Ganz überraschend ist die Tatsache, daß der oberste Satz, der unten in meiner Signatur steht, weder aus dem Roman stammt, noch im Drehbuch stand. Und es geht ja auch noch weiter und endet mit:"...All das wird verloren sein. So wie Tränen im Regen." Das hat Rutger Hauer (Roy Batty) höchstselbst am Set improvisiert. Was Ridley Scott so gefiel, daß er es dringelassen hat.
Eine sehr weise Entscheidung.
__________________

"Denkt immer daran: Egal wo Ihr hingeht - Da seid Ihr dann." (buckaroo banzai)
-
"Für den Arsch, ich will Fleisch" (nightbreed)

Geändert von Jobe (23.11.2009 um 17:17 Uhr)
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