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  1. #1
    Lieutenant Commander Benutzerbild von 3of5
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    Der Flug nach Hause - Blödsinn?

    War Janeways Entscheidung, mit der Voyager nach Hause zu fliegen, nicht total aberwitzig?

    Denn wäre die Voyager nicht "zufällig" auf das Transwarpnetzwerk der Borg gestoßen (und schon vorher auf andere Abkürzungen), dann hätte ihre Reise unter idealen Bedingungen 70 Jahre gedauert. Das durchschnittliche Crewmitglied wäre dann 100 Jahre alt gewesen. Selbst bei den Lebenserwartungen des 24. Jahrhunderts wäre das aktive Leben damit so gut wie vorbei. Und anstatt ein gutes Leben auf irgendeinem Klasse M-Planeten zu führen, hätte man es unter tausend Strapazen auf einem engen Schiff verbracht.

    Aber viel wichtiger ist: Die Chance der Voyager, überhaupt durchzukommen, war lächerlich gering. Schon nach den Gefahren der ersten drei Jahre hätte Janeway sich rein statistisch ausrechnen können, dass sie mit 99%iger Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten 20 Jahre alle sterben werden.

    Natürlich hatte man die Idee im Hinterkopf "wir werden nach Wurmlöchern, neuen Technologien etc. Ausschau halten". Aber auch das ist ziemlich unglaubwürdig, denn im ganzen Alphaquadranten gibt es nur ein einziges stabiles Wurmloch. Wie wahrscheinlich war es, dass die Voyager auf dem hauchdünnen Korridor, den sie mit ihren Sensoren erfassen kann, ein weiteres findet?

  2. #2
    Konteradmiral
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    Zitat Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Und anstatt ein gutes Leben auf irgendeinem Klasse M-Planeten zu führen, hätte man es unter tausend Strapazen auf einem engen Schiff verbracht.
    Hätten die Crew-Mitglieder ein gutes Leben auf irgendeinem Klasse-M-Planeten haben wollen, hätten sie auch gleich auf der Erde bleiben können. Warum also überhaupt losfliegen ? Warum nicht alle Abenteuer nur auf dem Holodeck erleben ?

    Und dann, auf welchem Klasse-M-Planeten hätte die Voyager denn landen sollen ?
    Und dann ? Auf einem leeren Planeten lebt es sich auch nicht besser. Außerdem kann dieser Planet auch jederzeit angegriffen werden. Garantien gibt es keine.

    Was ich sehe, was die Voyager hätte besser machen können, ist, sich einen Planeten mit einer Zivliisation zu suchen, die der Voyager behilflich ist, weitere Schiffe zu bauen, damit die Voyager nicht alleine nach Hause fliegen muss.

    Jedenfalls die Reise an sich nach Hause halte ich nicht für Blödsinn, über einzelne Entscheidungen, wie sich mit den Kazon und den Borg einzulassen, kann man diskutieren.

  3. #3
    Lieutenant Commander Benutzerbild von 3of5
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    Zitat Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
    Hätten die Crew-Mitglieder ein gutes Leben auf irgendeinem Klasse-M-Planeten haben wollen, hätten sie auch gleich auf der Erde bleiben können. Warum also überhaupt losfliegen ?
    Das Losfliegen geschah mit der Perspektive, in ein paar Monaten wieder zuhause zu sein. Wenn man aber die Wahl hat zwischen einem guten Leben auf einem Klasse-M-Planeten und einer siebzigjährigen Reise auf einem kleinen Schiff, die mit 99%iger Wahrscheinlichkeit vorher tödlich endet, dann würde man sich als vernünftiger Mensch doch wohl für den Planeten entscheiden.

    Und dann, auf welchem Klasse-M-Planeten hätte die Voyager denn landen sollen ?
    Auf irgendeinem, der recht abgelegen ist oder von einer befreundeten Spezies protegiert wird.

    Auf einem leeren Planeten lebt es sich auch nicht besser.
    Ich denke: Mit der Technologie des 24. Jahrhunderts hätte man in kürzester Zeit eine komfortable Kolonie errichten können.

    Die Voyager-Crew hätte sich natürlich auch als "Emigranten" in einer bereits existierenden Zivilisation niederlassen können.

  4. #4
    Konteradmiral
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    Zitat Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    und einer siebzigjährigen Reise auf einem kleinen Schiff, die mit 99%iger Wahrscheinlichkeit vorher tödlich endet
    Woher kommt diese Einschätzung, dass die Reise mit 99 Prozent tödlich endet ?
    Die Idee, den zweiten Fürsorger oder sonst was zu finden, ist doch nicht schlecht.

    Was man hätte tun können, ist alle Leute, die nicht weiter fliegen wollen, auf einem Planeten ihrer Wahl absetzen. Zum Beispiel auf dem Planeten der 37-er. Dort hätte man auch ein paar neue Leute an Bord nehmen können, die abenteuerlustiger sind. Jedenfalls gibt es keinen Grund, das Schiff auf dem erstbesten Klasse-M-Planeten zu landen und auseinander zu bauen, um eine winzige Kolonie zu gründen.
    Zitat Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Ich denke: Mit der Technologie des 24. Jahrhunderts hätte man in kürzester Zeit eine komfortable Kolonie errichten können.
    Wo hast Du das jemals gesehen ?
    Mir ist so etwas aus keiner der 700 Folgen bekannt.

  5. #5
    Lieutenant Commander Benutzerbild von 3of5
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    Woher kommt diese Einschätzung, dass die Reise mit 99 Prozent tödlich endet ?
    Guck dir nur an, wie viele Situationen es in den ersten vier Staffeln gegeben hat, in denen die Crew dem Tod nur durch Glück oder Zufall von der Schippe gesprungen ist. Überträgt man diese Erfahrungen auf 70 Jahre, dann sinkt die Überlebenschance auf ein Minimum.


    Die Idee, den zweiten Fürsorger oder sonst was zu finden, ist doch nicht schlecht.
    Doch, weil die Voyager nur eine Haar-dünne Region des Deltaquadranten durchfliegt. Und wenn es so leicht wäre, im D-Quadranten an Transwarp-Technologie zu kommen, dann hätte der Alphaquadranten schon viel häufiger Besuch aus diesem Teil der Galaxie haben müssen.

    Wo hast Du das jemals gesehen ?
    Mir ist so etwas aus keiner der 700 Folgen bekannt.
    Für mich ist das eine Sache der Logik. Mit den Replikatoren der Voyager könnte man die Bauteile für die erste Generation von Maschinen (Reaktoren, Erzgewinnungsanlagen etc.) herstellen. Mit diesen Maschinen könnte man eine zweite, größere Generation produzieren. Auf diese Weise hätte man in kürzester Zeit alles nötige hergestellt. Und was man nicht selbst produzieren kann, das tauscht man eben.

  6. #6
    Commodore Benutzerbild von McWire
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    Zitat Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Guck dir nur an, wie viele Situationen es in den ersten vier Staffeln gegeben hat, in denen die Crew dem Tod nur durch Glück oder Zufall von der Schippe gesprungen ist. Überträgt man diese Erfahrungen auf 70 Jahre, dann sinkt die Überlebenschance auf ein Minimum.
    Das ist aber auch nur so, weil uns die Serie ein unrealistisches Bild liefert.

    Es ist klar das eine TV-Serie in jeder Episode irgendein Abenteuer zeigt, so wie schon bei TOS und TNG.

    Das heißt aber nicht, dass Star Trek intern dies absoluter Normalfall ist.

    Normalerweise kann man bei den riesigen Abständen im All und der nach der Drake-Gleichung geringen Wahrscheinlichkeit für bewohnte Planeten in einem kleinen Radius um einen Zufallspunkt davon ausgehen, dass man einmal quer durch die Milchstraße fliegen kann, ohne auch nur einer einzigen intelligenten Spezies zu begegnen.

    Janeway ist natürlich von einem viel ruhigeren Flug ausgegangen und viel weniger Kontakte zu anderen Völkern, alleine wegen der Obersten Direktive.

    Viele Begebenheiten kann man unter reinem Zufall verbuchen.

    Die Chance heile ans andere Ende der Milchstraße zu gelangen dürfte wohl bei mehr als 50% liegen. Es ist wahrscheinlicher dass einem unterwegs der Treibstoff ausgeht, als das man auf eine feindliche Spezies mit interstellarer Raumfahrt trifft.
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  7. #7
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    Zitat Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    War Janeways Entscheidung, mit der Voyager nach Hause zu fliegen, nicht total aberwitzig?
    Ja, war sie. Ich stimme deiner Argumentation da voll und ganz zu. Welchen Sinn macht es, in 70 Jahren (dabei ist das noch optimistisch, weil es voraussetzt, dass man das Schiff über Jahrzehnte voll einsatzbereit halten kann) einen Seniorenclub zu Erde gebracht zu haben, für den sich auf der Erde dann niemand mehr ernsthaft interessieren wird.

    Idealerweise hätte man sich der menschlichen Gemeinschaft in "Die 37'er" angeschlossen. Dass kein einziges Crewmitglied realistisch genug war, diese Chance zu ergreifen, zeigt mal wieder, was für eine Traumtänzertruppe dort am Werk ist.
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  8. #8
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    Zitat Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    [...]Wenn man aber die Wahl hat zwischen einem guten Leben auf einem Klasse-M-Planeten und einer siebzigjährigen Reise auf einem kleinen Schiff, die mit 99%iger Wahrscheinlichkeit vorher tödlich endet, dann würde man sich als vernünftiger Mensch doch wohl für den Planeten entscheiden.
    Warum ist deine Wahrscheinlichkeitsrechnung so hoch? Nur weil man sich in einer unerforschten Gegend befindet? Wie sehe unser Wissen aus, wenn es nicht Menschen gegeben hätte, die solch ein Risiko auf sich genommen hätten und unerforschtes Territorium auf der Erde erfoscht hätten? Warum von Anfang an resignieren und sich auf dem erst besten Planeten ansiedeln, wenn es eine Chance gibt, einen Weg nach Hause zu finden? Es ist ja nicht so, dass eine Rückkehr unmöglich ist und es gibt genügend Wege, das Ziel zu erreichen.

    Ausserdem handelt es sich hierbei um Forscher. Es bietet sich hier die Chance, einen völlig unerforschten Quadranten kennenzulernen.

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  9. #9
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    Hallo, schon mal gemerkt, auf wie viele Anomalien die Voyager allein in den 7 Jahren getroffen ist, die sie - hätte man es hier und da nicht verbockt - nach Hause hätten bringen können? Tatsächlich war die Wahrscheinlichkeit, durch eine Anomalie nach Hause geschickt zu werden ziemlich hoch

    Nein, aber auch abseits solcher Spekulationsgeschichten denke ich mal, dass ein Niederlassen auf einem anderen Planeten auch gleichzeitig bedeutet hätte, dass man die Hoffnung aufgibt und das hätten viele nicht gern gesehen, wären vielleicht unter eigener Hand weitergeflogen. Zumindest in den ersten sieben Jahren. Was passiert wäre, wenn die Personen älter geworden wären und jene Generation, die die Erde überhaupt noch kannte, fast tot gewesen wäre, weiß ich nicht. Aber so war es noch kein Thema, sich niederzulassen.
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  10. #10
    Konteradmiral
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    Zitat Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Tatsächlich war die Wahrscheinlichkeit, durch eine Anomalie nach Hause geschickt zu werden ziemlich hoch
    Sehe ich auch so. Technologien, die über große Entfernungen transportieren waren doch bekannt. Z.B. die Tore der Iconianer, oder eben auch Anomalien wie das Wurmloch, die aufzuspüren die Voyager doch bestens gerüstet war.
    Zitat Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Nein, aber auch abseits solcher Spekulationsgeschichten denke ich mal, dass ein Niederlassen auf einem anderen Planeten auch gleichzeitig bedeutet hätte, dass man die Hoffnung aufgibt und das hätten viele nicht gern gesehen, wären vielleicht unter eigener Hand weitergeflogen.
    Eben, wer keine Lust hat, kann sich ja auf einem geeigneten Planeten absetzen lassen, z.B. auch einem, der technisch fortgeschritten ist, also nicht so wie der Planet, auf dem die Kazon die Crew ausgesetzt haben. Der Rest fliegt weiter. Das Ganze wurde auch in der 37-er Episode thematisiert, und damit war das Thema für mich gegessen.
    Zitat Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Zumindest in den ersten sieben Jahren. Was passiert wäre, wenn die Personen älter geworden wären und jene Generation, die die Erde überhaupt noch kannte, fast tot gewesen wäre, weiß ich nicht.
    Was ich noch nicht so richtig verstehe ist Folgendes:

    A) Wenn ein Schiff mit fast Lichtgeschwindigkeit = c fliegt, z.B. vom DQ zum AQ gibt es ja diese Zeitdilatation, d.h. die Zeit an Bord vergeht langsamer.

    B) Ein Schiff, das mit Geschwindigkeit v auf Warp geht, behält irgendwie diese Geschwindigkeit bei, d.h. wenn es das Warpfeld verlässt, hat es wieder die Geschwindigkeit v.

    C) Warum kann man nicht mit v nahe bei c auf Warp gehen und den Dilatations-Effekt ausnutzen D ? Wo ist der Denkfehler ?

    Die Crew würde dann etwa mit Warp 6 nach Hause fliegen, d.h. 70 Jahre brauchen, aber nur um vielleicht 10 Jahre altern.

  11. #11
    Commodore Benutzerbild von McWire
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    Zitat Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
    Was ich noch nicht so richtig verstehe ist Folgendes:

    A) Wenn ein Schiff mit fast Lichtgeschwindigkeit = c fliegt, z.B. vom DQ zum AQ gibt es ja diese Zeitdilatation, d.h. die Zeit an Bord vergeht langsamer.

    B) Ein Schiff, das mit Geschwindigkeit v auf Warp geht, behält irgendwie diese Geschwindigkeit bei, d.h. wenn es das Warpfeld verlässt, hat es wieder die Geschwindigkeit v.

    C) Warum kann man nicht mit v nahe bei c auf Warp gehen und den Dilatations-Effekt ausnutzen D ? Wo ist der Denkfehler ?

    Die Crew würde dann etwa mit Warp 6 nach Hause fliegen, d.h. 70 Jahre brauchen, aber nur um vielleicht 10 Jahre altern.
    Das Warpfeld vom Warpantrieb schließt das Objekt gegenüber dem restlichen RZ-Kontinuum ab. Das ist ja auch der Grund, warum dieses Antriebsfeld nicht die SRT bricht, da die RZ-Metrik innerhalb der Blase verändert wird.

    Würde sich ein Raumschiff gleichzeitig mit Warp und mit v~c bewegen, würde die relativistische Zeitdilatation gegenüber der Blasenwand und nicht gegenüber dem Außenkontinuum auftreten.


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    McWire schrieb nach 12 Minuten und 46 Sekunden:

    Zitat Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
    Idealerweise hätte man sich der menschlichen Gemeinschaft in "Die 37'er" angeschlossen. Dass kein einziges Crewmitglied realistisch genug war, diese Chance zu ergreifen, zeigt mal wieder, was für eine Traumtänzertruppe dort am Werk ist.
    Pragmatisch richtig: vermutlich Ja

    Ideal: sicherlich nicht

    Der Mensch hat nunmal den Hang jede Chance zu nutzen, egal wie klein sie auch ist.
    Kein Crewmitglied hätte nach so kurzer Zeit (diese Episode spielte gerade mal 1 Jahr nach dem Aufbruch) sich mit dem endgültigen Abschied von Bekannten und Verwandten arrangieren können.

    Solange Hoffnung da ist, ist die Reise in den Köpfen der Mannschaft sinnvoll, selbst mit einem so großen Zeithorizont.

    Wenn mich jemand irgendwo auf der Erde aussetzen würde und ich weiß, dass ich zu Fuß Jahre für den Rückweg brauche, würde ich trotzdem los stapfen, da alleine die Chance die Heimat ein einziges mal wieder zu sehen Ansporn genug wäre um aufzubrechen. Ohne einen zusätzlichen Anreiz hält es die meisten Menschen nicht in der Ferne.

    Bei Voyager gab es diesen Anreiz kaum, da sich alle Völker als feindlich oder pseudofreundlich herausgestellt haben. Es gab immer irgendeinen Moment, irgendeine Begebenheit die den Wunsch nach Aufgabe pulverisiert hat.

    Aus menschlicher Perspektive war der Rückflug die einzig ernsthaft richtige Entscheidung. Und selbst wenn sie nach 70 Jahren als alte Männer und Frauen zurückgekehrt wären, wäre der Anblick der Heimat alle Mühe wert gewesen.

    Und man muss nunmal auch sehen, dass niemand von der Crew wirklich ernsthaft mit der vollen Reisezeit gerechnet hat. Die meisten Leute gingen wohl von weniger als einem Jahrzehnt aus, was ja im Endeffekt auch der Realität entspricht. Der Flug wurde immer und immer wieder unter der Prämisse fortgesetzt, dass man doch noch eine Abkürzung findet und nur unter diesen Grundton sind viele viele Episoden der Serie überhaupt zu Stande gekommen. Man hat immer mit dieser Möglichkeit gespielt und immer wieder Rückschläge eingebaut.

    Irgendwo im Forum habe ich mal alle verpassten Gelegenheiten gepostet...

    Nachtrag:
    -> http://www.scifi-forum.de/science-fi...ml#post1372162
    -> http://www.scifi-forum.de/science-fi...ml#post1372227
    Geändert von McWire (03.11.2009 um 17:55 Uhr) Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
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  12. #12
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    Zitat Zitat von McWire Beitrag anzeigen
    Der Mensch hat nunmal den Hang jede Chance zu nutzen, egal wie klein sie auch ist.
    Kann man nicht so pauschalisieren. Es wird sicherlich auch Crewmitglieder geben, die keine Freunde oder Verwandte haben, die zu Hause warten. Sternenflottenangehörige scheinen sogar generell selten Familienmenschen zu sein. Nachdem über die Hiogen-Phalanx temporärer Kontakt zur Erde hergestellt worden konnte, wird außerdem klar, dass die Angehörigen entweder gelernt haben ohne die Voyagerbesatzungsmitglieder zu leben (Janeways Ex-Verlobter bspw.) oder nicht mehr am Leben sind (Maquis).


    Wenn mich jemand irgendwo auf der Erde aussetzen würde und ich weiß, dass ich zu Fuß Jahre für den Rückweg brauche, würde ich trotzdem los stapfen, da alleine die Chance die Heimat ein einziges mal wieder zu sehen Ansporn genug wäre um aufzubrechen. Ohne einen zusätzlichen Anreiz hält es die meisten Menschen nicht in der Ferne.
    Wenn du weder Kleidung noch Nahrung hast, diese Reise zu überstehen, wenn du von wilden Barbarenhorden gejagd wirst, wenn du weißt, dass du nach der Ankunft nicht mehr lange zu leben hast und sich dort dann niemand mehr an dich erinnern wird- dann würdest du dich nicht einem Stamm anschließen, der vor einiger Zeit aus deinem Heimatland ausgezogen ist, aber noch viele Elemente deiner Kultur aufweist und der dich herzlich aufnehmen würde?

    Und selbst wenn sie nach 70 Jahren als alte Männer und Frauen zurückgekehrt wären, wäre der Anblick der Heimat alle Mühe wert gewesen.
    Die Erde ist auch nur einer von tausenden Klasse M-Planeten.

    Und man muss nunmal auch sehen, dass niemand von der Crew wirklich ernsthaft mit der vollen Reisezeit gerechnet hat.
    Ja, man mag das anfangs verdrängt haben. Aber nach einigen Wochen oder Monaten, ständig in Konflikt mit feindlichen Völkern wie den Vidianern und Kazon, hätte man sich schon Gedanken machen sollen, was eine Reise von 70 Jahren wirklich bedeutet. Wobei ich 70 Jahre wie gesagt für zu optimistisch halte. Die Voyager hat begrenzte Ressourcen, es gibt keine Werften, in denen sie überholt werden könnte und Janeways Unfähigkeit nützliche Bündnisse zu schließen wurde auch früh deutlich. In der dritten Enterprise Staffel wird die Enteprise um die 100 Jahre in die Vergangenheit geschleudert. Durch Abnutzungerscheinung war sie am Ende dieser 100 Jahre bei weitem nicht mehr so schnell wie ursprünglich. Ähnliches hätte man von der Voyager erwarten müssen. Die Fähigkeit dauerhaft hohe Geschwindigkeiten zu fliegen hätte abgenommen und nicht durch irgendwelche Wundererfindungen (von wem auch) zugenommen.
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  13. #13
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    Zitat Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
    Kann man nicht so pauschalisieren. Es wird sicherlich auch Crewmitglieder geben, die keine Freunde oder Verwandte haben, die zu Hause warten. Sternenflottenangehörige scheinen sogar generell selten Familienmenschen zu sein. Nachdem über die Hiogen-Phalanx temporärer Kontakt zur Erde hergestellt worden konnte, wird außerdem klar, dass die Angehörigen entweder gelernt haben ohne die Voyagerbesatzungsmitglieder zu leben (Janeways Ex-Verlobter bspw.) oder nicht mehr am Leben sind (Maquis).
    Ja das ist sicher richtig. Entscheidend ist aber, dass dies nunmal nicht die Mehrzahl ausgemacht hat, wie man später anhand der vielen Familienkontakte durch das Pfadfinder-Projekt gesehen hat.

    Der unbedingte Wille nach Hause zu kommen, war ja da. Paradebeispiele ist da Harry Kim. Später nach 7 Jahren in "Endspiel" hat sich das natürlich auch relativiert, wie man an den Reaktionen der Crew auf das Angebot von Admiral Janeway gesehen hat.


    Zitat Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
    Wenn du weder Kleidung noch Nahrung hast, diese Reise zu überstehen, wenn du von wilden Barbarenhorden gejagd wirst, wenn du weißt, dass du nach der Ankunft nicht mehr lange zu leben hast und sich dort dann niemand mehr an dich erinnern wird- dann würdest du dich nicht einem Stamm anschließen, der vor einiger Zeit aus deinem Heimatland ausgezogen ist, aber noch viele Elemente deiner Kultur aufweist und der dich herzlich aufnehmen würde?
    Es gibt keine Garantie, dass der neue Ort sicher ist. Genauso gut kann die neue Heimat sich als unbewohnbar herausstellen und ein ewiges Nomaden-Dasein wäre auch nicht mein Ding. Dann lieber ein klares Ziel vor Augen.

    Statistisch hat eine kleine Gruppe nicht evolutionär angepasster Individuen in einer fremden Umgebung auch nicht gerade große Chancen alt zu werden oder lange zu bestehen. Es gibt eben nur eine Heimat.

    Zitat Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
    Die Erde ist auch nur einer von tausenden Klasse M-Planeten.
    Aber keiner dieser tausend Planeten bietet eine Umgebung, die mit der der Erde identisch ist. Es gibt Null Garantie, dass man auf einem fremden Planeten nicht durch dort ansässige Spezies vertrieben wird oder einen neuen völlig fremdartigen Seuche zum Opfer fällt.

    Zitat Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
    Ja, man mag das anfangs verdrängt haben. Aber nach einigen Wochen oder Monaten, ständig in Konflikt mit feindlichen Völkern wie den Vidianern und Kazon, hätte man sich schon Gedanken machen sollen, was eine Reise von 70 Jahren wirklich bedeutet. Wobei ich 70 Jahre wie gesagt für zu opimistich halte. Die Voyager hat begrenzte Ressourcen, es gibt keine Werften, in denen sie überholte werden könnte und Janeways Unfähigkeit nützliche Bündnisse zu schließen wurde auch früh deutlich. In der dritten Enterprise Staffel wird die Enteprise um die 100 Jahre in die Vergangenheit geschleudert. Durch Abnutzungerscheinung war sie am Ende dieser 100 Jahre bei weitem nicht mehr so schnell wie ursprünglich. Ähnliches hätte man von der Voyager erwarten müssen. Die Fähigkeit dauerhaft hohe Geschwindigkeiten zu fliegen hätte abgenommen und nicht durch irgendwelche Wundererfindungen (von wem auch) zugenommen.
    Die Wahrscheinlichkeit auf einem völlig fremden Planeten dauerhaft zu überlegen ist auch nicht wesentlich größer als ein Heimflug über mehrere Jahrzehnte. Und wenn sich die Wahrscheinlichkeiten nichts nehmen, kommt halt der menschliche Faktor zum Tragen und dieser Faktor reicht aus sich für die Heimreise zu entscheiden.

    Außerdem kann man nicht davon ausgehen, dass die Reise wirklich 70 Jahre gedauert hätte. Das war eher ein Schätzwert aufgrund des aktuellen Zustand des Raumschiffes.
    Ein weltraumerprobtes Raumschiff mit einer eingefleischten und eingespielten Crew wie auf den Enterprises zu ihren 5-Jahres-Missionen hätten die Strecke vermutlich in der Hälfte der Zeit geschafft.

    Die Voyager war absolut neu, die Crew nicht eingespielt und ein Haufen aus individuellen Problemfällen. Nach den Schäden im Pilotfilm wurde natürlich die Erwartungshaltung herunter geschraubt.

    Wie Voyager hätte mit Sicherheit früher oder später wie die Equinox geendet. Da war halt großteils Glück im Spiel. (oder eben Autoren mit dem unbedingten Willen einer ständigen Fortsetzung )

    Im übrigen wenn man dem TOS-Canon glaubt, hätte es gereicht nach 30 Jahren das galaktische Zentrum zu erreichen. Danach hätte die Heimreise nur noch paar Tage gedauert
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  14. #14
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    Zitat Zitat von McWire Beitrag anzeigen


    Statistisch hat eine kleine Gruppe nicht evolutionär angepasster Individuen in einer fremden Umgebung auch nicht gerade große Chancen alt zu werden oder lange zu bestehen. Es gibt eben nur eine Heimat.
    In Star Trek gibt es Klasse M-Planeten en masse, auf die Milchstraße bezogen sollte die Zahl in die Millionen geben. Im Alpha-Quadranten konnte man beobachten, wie viele kolonisierbare Welten es für Menschen gibt (Siedlertransport durch die Enterprise D). Auch im Delta-Quadranten scheint es nicht anders zu sein. Eher trifft das Gegenteil zu: Man muss lange suchen, um einen Planeten zu finden, auf dem Menschen nicht leben können (der "Höllenplanet z.B).

    Aber keiner dieser tausend Planeten bietet eine Umgebung, die mit der der Erde identisch ist. Es gibt Null Garantie, dass man auf einem fremden Planeten nicht durch dort ansässige Spezies vertrieben wird oder einen neuen völlig fremdartigen Seuche zum Opfer fällt.
    Man hat Scanner und anderes wissenschaftliches Gerät, mit dem man den Planeten entsprechend untersuchen kann. Und wenn es wirklich Probleme geben sollte, kann man immer noch weiterfliegen ( es gibt keinen Grund das Schiff einzumotten).

    Die Wahrscheinlichkeit auf einem völlig fremden Planeten dauerhaft zu überlegen ist auch nicht wesentlich größer als ein Heimflug über mehrere Jahrzehnte.
    Wieso sollte die Voyager-Besatzung nicht überleben, wenn sie die Gastfreundschaft eines anderen Volkes (Thalaxianer, 37'er, etc.) annimmt?

    Außerdem kann man nicht davon ausgehen, dass die Reise wirklich 70 Jahre gedauert hätte. Das war eher ein Schätzwert aufgrund des aktuellen Zustand des Raumschiffes.
    Wie gesagt, 70 Jahre sind sehr optimistisch. Was man da zur Grundlage genommen hat, weiß ich nicht. Die Höchstgeschwindigkeit des Schiffes sicherlich nicht ... vielleicht die maximale Reisegeschwindigkeit?

    Ein weltraumerprobtes Raumschiff mit einer eingefleischten und eingespielten Crew wie auf den Enterprises zu ihren 5-Jahres-Missionen hätten die Strecke vermutlich in der Hälfte der Zeit geschafft.
    Wenn man davon ausgeht, dass man immer wieder auf freudliche Aliens trifft, die einem das Schiff für umsonst warten und mit neuen Vorräten vorsorgen und auf keine bösen Alien, die einem das Schiff kaputtschießen.

    Wie Voyager hätte mit Sicherheit früher oder später wie die Equinox geendet. Da war halt großteils Glück im Spiel. (oder eben Autoren mit dem unbedingten Willen einer ständigen Fortsetzung )
    Ja genau, die Equinox zeigt genau wie es laufen würde, hätte man nicht am laufenden Band das unverschämte Glück, dass das Serienkonzept eine flotte und relativ bequeme Heimreise vorsah.

    Im übrigen wenn man dem TOS-Canon glaubt, hätte es gereicht nach 30 Jahren das galaktische Zentrum zu erreichen. Danach hätte die Heimreise nur noch paar Tage gedauert
    Die Enterprise begann ihre Reise auch an der galaktischen Grenze nur um wenige Folgen später wieder im Zentrum der Föderation zu sein. Aber an Tom Paris mit seiner Reisezeit von 0 Sekunden zu jeden Punkt des Universums gleichzeitig, reicht das trotzdem nicht heran.
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  15. #15
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    Zitat Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    War Janeways Entscheidung, mit der Voyager nach Hause zu fliegen, nicht total aberwitzig?
    Da kann ich absolut nicht zustimmen. Vor allem in der Situation nach der Strandung in DQ wäre es wohl für niemanden in Frage gekommen, einfach die Hoffnung aufzugeben irgendwann doch nachhause zu kommen. Natürlich ist es nicht realistisch, dass die Voyager all die erlebten Abenteuer heil übersteht, aber wohl kein Fan hat damit gerechnet, dass das Schiff zerstört wird. Ich denke mal, die Möglichkeit eine Kolonie zu gründen, wäre wenn überhaupt, erst nach vielen Jahren gekommen, aber solch eine Kolonie wäre dann nicht lebensfähig gewesen, da die meisten Crewmen schon aus dem paarungsfähigen Alter raus wären.



    Zitat Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Aber viel wichtiger ist: Die Chance der Voyager, überhaupt durchzukommen, war lächerlich gering. Schon nach den Gefahren der ersten drei Jahre hätte Janeway sich rein statistisch ausrechnen können, dass sie mit 99%iger Wahrscheinlichkeit innerhalb der nächsten 20 Jahre alle sterben werden.
    Wie ich schon schrieb, die Voyager hat auf jeden Fall ne Menge Glück gehabt alle Abenteuer heil überstanden zu haben, das ist eben Fernsehen.
    Aber das war wohl der Forscherdrang von Starfleet, dass man sich nicht einfach niederlassen will, sondern soviel erforschen wie nur möglich, und nebenbei vielleicht irgendeine Technologie zu bekommen, die eine Heimkehr ermöglicht.
    Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
    die Internationale erkämpft das Menschenrecht


    das geht aber auch so

  16. #16
    Commodore Benutzerbild von McWire
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    Zitat Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, 70 Jahre sind sehr optimistisch. Was man da zur Grundlage genommen hat, weiß ich nicht. Die Höchstgeschwindigkeit des Schiffes sicherlich nicht ... vielleicht die maximale Reisegeschwindigkeit?
    Hier verweise ich einfach mal auf:

    -> http://www.scifi-forum.de/science-fi...ger-reise.html
    (Da können wir das Thema gerne weiter ausbreiten)

    -> http://www.scifi-forum.de/science-fi...ml#post2029634
    (Letzter Beitrag von mir)

    -> http://www.scifi-forum.de/science-fi...ml#post1889794
    (Dort gibt es eine ausführliche Antwort mit entsprechender Berechnung.)

    -> http://www.scifi-forum.de/science-fi...ml#post1788699
    (ff, weitere Berechnungen und Argumente)
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  17. #17
    Commander Benutzerbild von Seether
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    Die eigentliche Frage müsste lauten:

    Wieso hat Janeway die "Torpedos" nicht mit Zeitzündern in die Station gebeamed?
    Die primitiven Kazon hätten nie alle rechtzeitig finden können, wenige Minuten hätten zudem gereicht. Im Ernstfall sogar "Rückkehrzeit der Voyager + 1 Sekunde".

    Achja, stimmt.

    Dann wäre die Serie nach dem Piloten ja vorbei gewesen.

  18. #18
    Lieutenant Commander Benutzerbild von 3of5
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    Zitat Zitat von Mr.Viola Beitrag anzeigen
    Da kann ich absolut nicht zustimmen. Vor allem in der Situation nach der Strandung in DQ wäre es wohl für niemanden in Frage gekommen, einfach die Hoffnung aufzugeben irgendwann doch nachhause zu kommen.
    Aber doch nur, weil das alles Wirrköpfe sind!

    Wenn ich die Wahl habe zwischen der zu 99% sicheren Vernichtung und einem guten Leben auf einem Klasse-M-Planeten, dann wäre für mich die Entscheidung klar.

    Und ist es denn wirklich sooo schrecklich, die Heimat aufzugeben? Das haben früher viele Menschen getan. Die konnten oft, aus finanziellen Gründen, auch nicht mehr zurück nach Hause.

    Jedenfalls ist es ziemlich absurd, bei der Wahl des "Wohnortes" so eigen zu sein, wenn das bedeutet, dass man fast sein ganzes Leben zwischen Metallwänden verbringt.

    Ich denke mal, die Möglichkeit eine Kolonie zu gründen, wäre wenn überhaupt, erst nach vielen Jahren gekommen,
    Wieso das denn? Die ST-Galaxie ist so vollgestopft mit erdähnlichen Klasse M-Planeten, da hätte man doch schnell etwas schnuckeliges finden können.

  19. #19
    Commodore Benutzerbild von McWire
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    Zitat Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Aber doch nur, weil das alles Wirrköpfe sind!

    Wenn ich die Wahl habe zwischen der zu 99% sicheren Vernichtung und einem guten Leben auf einem Klasse-M-Planeten, dann wäre für mich die Entscheidung klar.
    Und da die Wahrscheinlichkeit der sicheren Vernichtung nunmal nicht 99% beträgt, war für die Crew die Entscheidung in die andere Richtung relativ einfach.

    Wenn man eine 8000 Lichtjahre breite Einflusssphäre der Föderation unbeschadet durchfliegen kann, was ja scheinbar sogar der Normalfall zu sein scheint, wenn man nicht ausgerechnet mit einem Raumschiff namens Enterprise fliegt, was von einem Abenteuer ins nächste stürzt, dann sind 70.000 Lichtjahre auch eine sehr überschaubare und kalkulierbare Distanz.

    Das ist gerade mal die 9-fache Föderationsausdehnung oder um es mal mit Deutschland zu vergleichen wären das knapp 10.000 km Landweg.

    Zitat Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Wieso das denn? Die ST-Galaxie ist so mit erdähnlichen Klasse M-Planeten, da hätte man doch schnell etwas schnuckeliges finden können.
    Die meistens dieser Planeten sind aber auch bewohnt. Es wäre möglich auf einheimische Lebensformen zu treffen die die Menschen entweder bedrohen, z.B. Mikroorganismen in Form von Krankheiten oder unter die oberste Direktive fallen.
    De oberste Direkte verbietet nunmal den Kontakt zu Präwarp-Zivilisationen, d.h. jeder Planet der auch nur einen Hauch von intelligentem Leben zeigt wäre tabu, da eine Kolonie dort zur Einmischung führen würde.

    Ich sehe keinen echten Grund die Heimreise nicht erstmal anzutreten. Man kann sich sicherlich später (so nach 10 Jahren) nochmal umentscheiden, falls die Reise zu aussichtslos wird.
    Aber die Crew war ja bereits nach 7 Jahren, also einer vertretbaren Zeitspanne, wieder zu Hause und hatte innerhalb der 7 Jahre durchaus gutes Dutzend potentieller Chancen verschenkt, wodurch die Crew jedesmal aufs neue motiviert war eine neue Abkürzung zu finden.

    Wenn man alle paar Monate auf Anomalien, Supertechnologien und zunächst freundliche Spezies trifft, dann dürfte jeder mit gesundem Menschenverstand den Weg fortsetzen und auf die nächste Chance hoffen, da sie ja sehr wahrscheinlich kommen wird.
    Geändert von McWire (05.11.2009 um 21:53 Uhr) Grund: Ausdruck, Rechtschreibung + nicht
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  20. #20
    Moderator Benutzerbild von KennerderEpisoden
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    Zitat Zitat von McWire Beitrag anzeigen

    Das ist gerade mal die 9-fache Föderationsausdehnung oder um es mal mit Deutschland zu vergleichen wären das knapp 10.000 km Landweg.
    Entfernung ist nicht Entfernung. 100 km von der deutschen Stadt A zur deutchen Stadt B ist etwas anderes als 100 km vom afghanischen Berg A zum pakistanischen Berg B, ist etwas anderes als 100 km von der Wüstenstadt A zur Wüstenstadt B. Ein 10.000 km Landweg ist bequem wenn man ihn mit einer transkontinentalen Eisenbahn abfahren kann; wenn man aber mit dem Ochsenwagen unterwegs ist und die Strecke alle paar Kilometer von Schlagbäumen unterbrochen wird, an denen Gangster Durchgangsgebühren erpressen, während die Nebenwege nur schwer befahrbar sind und und ebenfalls von Banden unsicher gemacht werden, dann kann stellen sie eine praktisch unüberbrückbare Distanz dar. In der Föderation kann man stets eine Sternenbasis anfliegen, um sich versorgen und etwaige Schäden beseitigen zu lassen. Im Notfall kann man Unterstützung anfordern, um sich abschleppen oder bei Kämpfen beistehen zu lassen. Vor allem kann man den direktesten Kurs setzen, ohne sich Sorgen machen zu müssen, dass eine fremde Spezies einem die Durchflugrechte verweigert.

    Ich sehe keinen echten Grund die Heimreise erstmal anzutreten. Man kann sich sicherlich später (so nach 10 Jahren) nochmal umentscheiden, falls die Reise zu aussichtslos wird.
    Klar, irgendwohin muss man ja fliegen, bevor der böse Kazon-Mob zurückkommt. An der Richtung Erde ist nichts ausszusetzen. Nur dieses kompromisslose Festhalten an diesem Ziel, selbst als die ersten Toten zu verzeichnen sind, ist halt wenig überzeugend.

    Aber die Crew war ja bereits nach 7 Jahren, also einer vertretbaren Zeitspanne, wieder zu Hause
    Allerdings auch nicht in der Originalzeitspanne.

    Wenn man alle paar Monate auf Anomalien, Supertechnologien und zunächst freundliche Spezies trifft, dann dürfte jeder mit gesundem Menschenverstand den Weg fortsetzen und auf die nächste Chance hoffen, da sie ja sehr wahrscheinlich kommen wird.
    Man kann den Spieß auch umdrehen: Wenn man sich am laufenden Band in lebensgefährliche Situationen bringt, wird der gesunde Menschenverstand sehr schnell "Stop" sagen.

    Letztendlich ist jeder große Reisefortschritt auf einen riesigen (extrem unwahrscheinlichen) Glücksfall zurückzuführen. Dass ein Crewmitglied sich kurzfristig in ein Überwesen verwandelt, dass man den Borg mit Hilfe einer Ex-Drohne eine Transwarpspule abjagen kann und dass ein fremdes Alien das Schiff im Rahmen eines perfiden Racheplans mit einem Superantrieb in Kontakt bringt, hätte man nie erwarten können.

    (Da können wir das Thema gerne weiter ausbreiten)
    Ob es nun 70 Jahre sind oder 100 Jahre oder 150 Jahre, ist für die Diskussion prinzipiell nicht einmal so wichtig. In jedem Fall würde das, was am Ende bei der Erde ankommt, nicht mehr viel mit dem Schiff zu tun haben, das ursprünglich gestrandet ist, und in jedem Fall würde es einen ernsthaften Begründungszwang geben, wieso man die Reise unternimmt. Aber es kann nicht schaden drauf hingewiesen zu haben, dass es sehr optimistisch von eine Durchschnittsgeschwindigkeit von Warp 8 auszugehen, wenn man a. ständig mit langsameren Geschwindigkeiten fliegt, b. ständig Umwege fliegt c. ständig zusammengeschossen wird, d. nicht davon ausgehen kann, dass das Schiff über einen solchen Zeitraum in Schuss gehalten werden kann.
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