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Bald Krieg zwischen China und Taiwan?

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    #61
    Ausserdem sehe ich das so das die meisten deutschen noch nie in den USA waren und von daher Bush Rice und wie sie alle heissen vielleicht sogar als Durschnittsamerikaner empfinden
    Stimmt, ich war noch nie in den USA und hab auch schon von u.A. meiner Mutter, die schon einen Aufenthalt in den USA hinter sich hat, gehört, dass die Amerikaner total freundlich sind etc.

    Allerdings ist das, was zu mir aus den USA rüberdringt, meistens alles andere als positiv. Ich sehe da zum Beispiel ein Volk, von dem große Teile immer noch Homosexuellen ihre Rechte absprechen, die ihren Präsidenten, der sich absolut offen als falsch, raffgierig, militaristisch und fundamentalistisch darstellt, mit erstaunlich großer Mehrheit wiederwählen und dabei ihrgendwelche Werte höher als Wirtschaft und Außenpolitik (wie blind kann man denn sein) einschätzen. Da stellt sich mir doch die m.E. berechtigte Frage nach dem warum.

    Das ist für mich kein Anti-Amerikanismus, sondern eine berechtigte kritische Ansicht der Mentalität der US-Amerikanern, oder jedenfalls das, was und durch die Medien davon rübergebracht wird.

    Das der Großteil der Amerikaner trotzdem freundlich ist, wird sicherlich niemand ausschließen.
    "Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." Arthur Schopenhauer

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      #62
      da hast du sicher recht nur glaube ich das wenn es "hart auf hart " kommt nicht mehr alles klar ist :

      Zitat von blueflash
      Sollte daraus aber ein weltkrieg werden, werden wir uns wohl an die Seite der USA stellen, schon allein aus ideologischen Gründen.
      sondern das schon fragezeichen existieren wo sich unsere aktuelle Regierung und ein grossteil der bevölkerung sehen will .Insbesondere Putin fällt mir da noch ein und eine gewisse Politische nähe zu China kann man unserem Kanzler auch unterstellen .

      Ausserdem glaube ich nicht das man noch lange von einer gemeinsamen ideologie sprechen wird .Ebenso wie die Koninente auseinanderdriften driften glaube ich auch die einstellungen auseinander. Insbesondere was themen wie Militär ,Gott,Homosexualität und so weiter betrifft .

      Es werden also quasi weltpolitisch die Karten neu gemischt .

      Zitat von Fellfrosch
      Allerdings ist das, was zu mir aus den USA rüberdringt, meistens alles andere als positiv. Ich sehe da zum Beispiel ein Volk, von dem große Teile immer noch Homosexuellen ihre Rechte absprechen, die ihren Präsidenten, der sich absolut offen als falsch, raffgierig, militaristisch und fundamentalistisch darstellt, mit erstaunlich großer Mehrheit wiederwählen und dabei ihrgendwelche Werte höher als Wirtschaft und Außenpolitik (wie blind kann man denn sein) einschätzen. Da stellt sich mir doch die m.E. berechtigte Frage nach dem warum.

      Das ist für mich kein Anti-Amerikanismus, sondern eine berechtigte kritische Ansicht der Mentalität der US-Amerikanern, oder jedenfalls das, was und durch die Medien davon rübergebracht wird.
      Eben das meine ich ja für einen Amerikaner zählen die Dinge nach 9.11 deutlich mehr als Wirtschaft oder sonstwas ....
      Auch der Glauben hat eben auch einen anderen Stellenwert ...
      Ausserdem wirst du verdammt selten einen Amerikaner treffen der zum Militär eine Einstellung hat wie wir zur Bundeswehr !

      Wenn sich Europa und USA dann nicht auf ihre gleiche abstammung berufen wüsste ich nicht was Deutschland mehr mit den tiefgläubigen Amerikanern verbinden sollte als mit den Japanern (die glaube ich zur Mehrheit shintoisten sind und somit an ganz was anderes glauben ) mit denen wir ja eine ähnliche geschichte nach dem 2ten WK teilen.
      Es ist nicht der Klug der viel weiß, viel klüger ist der der weiß wo er nachgucken muß wenn er was wissen will!
      Londo Mollari:Everyone remembered the great rulers, and everyone remembered the insane rulers, but no one ever cared about the competent ones.

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        #63
        Das Problem bei den Amerikanern ist, dass die Radikalen - eigentlich überall so - immer am lautesten brüllen und man vor allem im Ausland, dann nur diese Stimmen wahrnimmt. Besonders wenn die Regierung ebenso radikale Töne anschlägt.

        Ich bin inzw. drei- bzw. viermal (2 nach 9/11) in den USA gewesen, davon dreimal länger als 4 Wochen und habe zum großen Teil nur sehr weltoffene, liberale, tolerante unf freundliche Menschen kennengelernt.
        Mag aber auch damit zusammenhängen, dass meine Reisen zufälligerweise immer in traditionelle Gebiete der Demokraten gingen und es komischerweisen häufig "Randgruppen" waren, mit denen ich zusammenkam. Also Amerikaner kanadischer, japanischer, hawaiianischer, deutscher Abstammung aus jüngeren Generationen oder halt aus Städten wie New York, Seattle oder San Fransisco. Ich denke da gibt es regional wirklich große Unterschiede.
        Aber selbst da kann man natürlich nicht von gewissen Gruppen auf Alle oder Einzelne schließen. Schon was lästiges, diese menschliche Individualität...
        Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
        Makes perfect sense.

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          #64
          Zitat von Fellfrosch
          Da stellt sich mir doch die m.E. berechtigte Frage nach dem warum.
          Angst?!
          Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum!
          Bilder vom 1. und 4.Treffen

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            #65
            Ich finde das wir hier ziemlich weit vom Thema abweichen. Es geht um Fernost und nicht die Innenpolitik und Ideologien der Amerikaner.

            Also neben den Konflikt mit Taiwan legen sich die Chinesen wohl zusätzlich mit Japan an. Die Japaner sollen nicht ihre Greueltaten in der Vergangenheit verharmlosen oder gar nicht erwähnen. Zahlreiche Chinesen abgeschlachtet haben und bis heute nicht dazu einstehen.

            Außerdem beanspruchen beide Länder Erdölvorkommen im pazifischen Ozean für sich.

            Das könnte eine Pulverfass sein was kurz vorm explodieren ist. Neben den Spannungen in Taiwan.

            Gleichzeitig wollen die Europäer das Waffenembargo gegen China aufheben. Und stehen ebenfalls mit Japan in wichtigen wirtschaftlichen Beziehungen. Irgendwie zwiespältig.

            Ich glaube das sie sich militärisch falls es zum Krieg kommen sollte nicht einmischen werden. Wenn die Amerikaner sich einmischen könnte es einen 3. Weltkrieg geben. Und sie werden kein leichtes Spiel haben. Nicht wie im Irak oder Afghanistan.....

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              #66
              Ich denke nicht, dass sich irgendjemand einmischen würde.
              Heutzutage will sicher kein Land auf die Vorteile durch diese Länder verzichten.
              China ist politisch immer noch sehr mächtig - wer sollte es sich mit denen Verscherzen wollen? Zudem ist es inzwischen ein guter Platz für Investitionen.

              Japan hat durch seine Exporte (z.B. Touristen , die hat China besonders in Europa aber inzwischen genauso) einen hohen Stellenwert.

              Ich bezweifle sogar noch, dass es zu einer politischen auseinandersetzung kommt.
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                #67
                Zitat von Skymarshall
                Gleichzeitig wollen die Europäer das Waffenembargo gegen China aufheben. Und stehen ebenfalls mit Japan in wichtigen wirtschaftlichen Beziehungen. Irgendwie zwiespältig.
                Das ist nicht ganz richtig. Die EU selber will das Embargo keinesfalls aufheben und auch nicht die Mehrheit der Mitgliedsstaaten. Das ist nur unser hirnamputierter Kanzler, der für Geld und Stimmen wohl auch seine Adoptivtochter verkaufen würde, der das Embargo aufheben will, weil sich die chinesische Regierung in Bezug auf Menschenrechte ja so sehr gebessert hat. *hust*
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                  #68
                  Ok, dann hatte ich mich vertan. Finde auch das es nicht angebracht ist von Schröder. Eigentlich schon abgebrüht.

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                    #69
                    Zitat von Harmakhis
                    Das ist nicht ganz richtig. Die EU selber will das Embargo keinesfalls aufheben und auch nicht die Mehrheit der Mitgliedsstaaten. Das ist nur unser hirnamputierter Kanzler, der für Geld und Stimmen wohl auch seine Adoptivtochter verkaufen würde, der das Embargo aufheben will, weil sich die chinesische Regierung in Bezug auf Menschenrechte ja so sehr gebessert hat.
                    Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es einen Ministerratsbeschluss der EU auf die Aufhebung des Waffenembargos hinzuarbeiten. Nicht nur Schröder ist hier sehr eifrig, sondern auch Chirac.
                    Zitat von Noulder
                    Ich denke nicht, dass sich irgendjemand einmischen würde.
                    Das ist eine interessante Ansicht. Es stimmt natürlich, dass China, Japan und im geringeren Umfang Taiwan wichtige Handelspartner für die anderen Grossmächte sind. Aber die Frage ist, ob sich wieder Blöcke herausbilden werden, z.B. USA, UK und Japan auf der einen Seite und Russland, Frankreich, Deutschland und China auf der anderen Seite. Bei einer solchen ist es sehr wahrscheinlich, dass es zu einem Weltkrieg kommt, wenn ein regionaler Konflikt in der Region ausbricht. Die genannte Koalition war übrigens nicht total willkürlich, sondern könnte eine mögliche Koalition bei Stimmen für neue Mitglieder des Sicherheitsrats sein.
                    Resistance is fertile
                    Für die AGENDA 3010! 30-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich und 10 Euro gesetzlichem Mindestlohn!
                    The only general I like is called strike

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                      #70
                      Zitat von max
                      Aber die Frage ist, ob sich wieder Blöcke herausbilden werden, z.B. USA, UK und Japan auf der einen Seite und Russland, Frankreich, Deutschland und China auf der anderen Seite. Bei einer solchen ist es sehr wahrscheinlich, dass es zu einem Weltkrieg kommt, wenn ein regionaler Konflikt in der Region ausbricht.
                      Also das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Und ich traue mal sogar den Menschen zu (diesmal), dass die schlicht und einfach nicht mit in den Krieg ziehen würden. Wer kann sich denn bitte in der heutigen Zeit gegen England oder USA in den Krieg zu ziehen? Das ist mir zu absurd...
                      Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
                      Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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                        #71
                        Zitat von Eye-Q
                        Also das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Und ich traue mal sogar den Menschen zu (diesmal), dass die schlicht und einfach nicht mit in den Krieg ziehen würden. Wer kann sich denn bitte in der heutigen Zeit gegen England oder USA in den Krieg zu ziehen? Das ist mir zu absurd...
                        Seh ich ähnlich. Schon möglich das es einmal zu einem neuen Weltkrieg kommt, aber daß nun ausgerechnet Deutschland auf Seiten Chinas gegen die USA in einen solchen Krieg eintritt, ist dann doch ziemlich abwegig. Falls es zu einem Krieg zwischen China und den USA kommen würde, würde sich Deutschland bei einer SPD Regierung vermutlich einfach wortreich heraushalten, bei einer CDU Regierung vermutlich eher auf Seiten der USA in den Kreig eintreten ( Angie ist ja dem Bush auch schon beim Irak - Krieg gaaaaanz tief in den allerwertesten gekrochen ). Aber auch in dem Fall wäre der Beitrag D wohl eher Symbolisch wenn man sich den Zustand der Bundeswehr da mal näher ansieht ...

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                          #72
                          Zitat von MRM
                          Schon möglich das es einmal zu einem neuen Weltkrieg kommt, aber daß nun ausgerechnet Deutschland auf Seiten Chinas gegen die USA in einen solchen Krieg eintritt, ist dann doch ziemlich abwegig. Falls es zu einem Krieg zwischen China und den USA kommen würde, würde sich Deutschland bei einer SPD Regierung vermutlich einfach wortreich heraushalten, bei einer CDU Regierung vermutlich eher auf Seiten der USA in den Kreig eintreten
                          Ich habe hier keine Prognose aufgestellt

                          Es ist allerdings eines festzustellen: die alten Bündnissysteme des Kalten Kriegs zerfallen und dies stimmt auch für die westlichen Bündnissysteme (NATO etc.). Diese Bündnisse werden nach Verlust ihrer ehemaligen Feinde nicht mehr zusammengehalten, so dass sie schon immer zwischen den westlichen Staaten bestehenden Interessensgegensätze (s. z.B. die Handelskonflikte zw. den USA und der EU) bedeutender werden.

                          Für die europäischen Staaten bedeutet dies, dass sie momentan zwischen einer eigenständigen (aber trotzdem imperialistischen) Politik und einer Unterordnung gegenüber der USA schwanken. Grossbritannien steht für das eine Extrem. Frankreich für das andere. In der BRD steht die CDU näher an den USA, während Schröder/Fischer eher daran arbeiten von den USA unabhängig zu werden, wobei sie sich auf die EU und Russland stützen. Auffallend ist aber, dass offensichtlich jetzt auch China einbezogen wird. Genau in diesem Zusammenhang sind doch die Forderungen nach einer Aufhebung des Waffenembargos einzuordnen.

                          Im übrigen hat der Zerfall der alten Bündnissysteme auch eines bewirkt. Während China ab den 70ern oft mit den USA zusammengearbeitet haben (z.B. bei der Unterstützung Pol Pots gegen Vietnam), nähern sich jetzt Russland und China wieder an. Dies sieht man nicht nur an den Waffenexporten Russland nach China, sondern es sind auch wieder gemeinsame Manöver geplant.

                          In der UN gibt es gerade die Situation, dass die USA wahrscheinlich ein Veto gegen einen ständigen Sicherheitsratssitz der BRD einlegen werden, während China und Russland gegen Japan vetoen werden. Das ist aber kein Bündnis der USA, China und Russland gegen die BRD und Japan, sondern ein Hinweis auf die Interessensgegensätze zwischen den USA und China/Russland.

                          Dies sind nur Hinweise, dass man nicht mehr in der Kriterien des Kalten Kriegs denken sollte, sondern dass sich die Verhältnisse und mit ihnen die Bündnisse ändern.
                          Zitat von MRM
                          Aber auch in dem Fall wäre der Beitrag D wohl eher Symbolisch wenn man sich den Zustand der Bundeswehr da mal näher ansieht ...
                          Bei Kriegen sollte man nicht mit dem status quo argumentieren. Der Zustand des Militärs vieler Mächte 1939 sollte da eine Warnung sein.

                          Die USA sind z.B. momentan mit zwei Kriegen - Irak, Afghanistan - militärisch schon überlastet. Aber dies bedeutet nicht, dass die USA nicht weitere Kriege führen könnte. Momentan gibt es in den USA noch eine "Friedens"wirtschaft und eine Umstellung auf eine Kriegsproduktion würde noch gewaltige Kapazitäten frei machen. Dies gilt natürlich auch für die BRD. Diese rüstet momentan schon von einer Verteidigungsarmee auf eine Angriffsarmee um, aber verwendet dafür nur einen kleinen Teil der vorhandenen Ressourcen (aber immer noch viel zu viel, wenn man den gleichzeitigen Sozialabbau sieht). In einem Kriegsfall, in dem andere Grossmächte (z.B. auch China) der Gegner ist, würde hier die Wirtschaft auf Kriegsproduktion umgestellt werden.
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                            #73
                            Es ist schon bedenklich, wie wirtschaftliche Interessen mal wieder für eine fundamentale Richtungsänderung verantwortlich sind. Das dabei willentlich in Kauf genommen wird, den Chinesen einen Blankocheck für das Agieren gegen Taiwans Souveränität auszustellen, ist pervers.

                            Aber was soll Schröder machen, er will an der Macht bleiben, mit Biegen und Brechen und ob nun die CDU sich dem wirtschaftlichen Honigtopf in Asien verkneifen kann, stelle ich hier mal klar in Frage.

                            Chinas Auftreten gegenüber Japan zeigt auch in beeindruckender Weise, dass sich dieses Land vorgenommen hat, ein paar Zäszuren einzuleiten. Ich denke, wir werden noch so manch andere erleben.
                            "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                            DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                            ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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                              #74
                              Also was das Weggucken Japans bzgl. Kriegsverbrechen betrifft, kann ich die Chinesen verstehen.

                              Ansonsten liebe Leute, entwickelt sich die Politik der Länder immer mehr zu rein wirtschaftlichem Denken. Die Wirtschaft bestimmt die Politik, und die größten Konzerne haben da auch den größten Einfluss. Globalisierungseffekt.

                              Das klingt furchteinflößend. Ist es auch. Das kann böses hervorbringen.
                              Aber um ehrlich zu sein: Das bringt uns auch das erste Mal in die Lage, mehr Frieden und gemeinsames Agieren auf Erde zu schaffen, als zuvor, denn Wirtschaft verbindet auch. Man bedenke nur die Geschäfte mit Russland und China. Mit den Mächten hatte man früher nicht so viel am Hut.

                              Das einzige, worauf ich mich aber verlasse, ist, dass ich alles genau beobachten werde.

                              Hm, gibt's hier eigentlich irgendwo einen Thread zum Thema Bibel-Code?
                              Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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                                #75
                                Zitat von max
                                Es ist allerdings eines festzustellen: die alten Bündnissysteme des Kalten Kriegs zerfallen und dies stimmt auch für die westlichen Bündnissysteme (NATO etc.). Diese Bündnisse werden nach Verlust ihrer ehemaligen Feinde nicht mehr zusammengehalten, so dass sie schon immer zwischen den westlichen Staaten bestehenden Interessensgegensätze (s. z.B. die Handelskonflikte zw. den USA und der EU) bedeutender werden.

                                Für die europäischen Staaten bedeutet dies, dass sie momentan zwischen einer eigenständigen (aber trotzdem imperialistischen) Politik und einer Unterordnung gegenüber der USA schwanken. Grossbritannien steht für das eine Extrem. Frankreich für das andere. In der BRD steht die CDU näher an den USA, während Schröder/Fischer eher daran arbeiten von den USA unabhängig zu werden, wobei sie sich auf die EU und Russland stützen. Auffallend ist aber, dass offensichtlich jetzt auch China einbezogen wird. Genau in diesem Zusammenhang sind doch die Forderungen nach einer Aufhebung des Waffenembargos einzuordnen.

                                Im übrigen hat der Zerfall der alten Bündnissysteme auch eines bewirkt. Während China ab den 70ern oft mit den USA zusammengearbeitet haben (z.B. bei der Unterstützung Pol Pots gegen Vietnam), nähern sich jetzt Russland und China wieder an. Dies sieht man nicht nur an den Waffenexporten Russland nach China, sondern es sind auch wieder gemeinsame Manöver geplant.

                                In der UN gibt es gerade die Situation, dass die USA wahrscheinlich ein Veto gegen einen ständigen Sicherheitsratssitz der BRD einlegen werden, während China und Russland gegen Japan vetoen werden. Das ist aber kein Bündnis der USA, China und Russland gegen die BRD und Japan, sondern ein Hinweis auf die Interessensgegensätze zwischen den USA und China/Russland.

                                Dies sind nur Hinweise, dass man nicht mehr in der Kriterien des Kalten Kriegs denken sollte, sondern dass sich die Verhältnisse und mit ihnen die Bündnisse ändern.

                                Bei Kriegen sollte man nicht mit dem status quo argumentieren. Der Zustand des Militärs vieler Mächte 1939 sollte da eine Warnung sein.

                                Die USA sind z.B. momentan mit zwei Kriegen - Irak, Afghanistan - militärisch schon überlastet. Aber dies bedeutet nicht, dass die USA nicht weitere Kriege führen könnte. Momentan gibt es in den USA noch eine "Friedens"wirtschaft und eine Umstellung auf eine Kriegsproduktion würde noch gewaltige Kapazitäten frei machen. Dies gilt natürlich auch für die BRD. Diese rüstet momentan schon von einer Verteidigungsarmee auf eine Angriffsarmee um, aber verwendet dafür nur einen kleinen Teil der vorhandenen Ressourcen (aber immer noch viel zu viel, wenn man den gleichzeitigen Sozialabbau sieht). In einem Kriegsfall, in dem andere Grossmächte (z.B. auch China) der Gegner ist, würde hier die Wirtschaft auf Kriegsproduktion umgestellt werden.
                                Das verbunden mit der tatsache das ich natürlich nicht sage das alle amerikaner so wie bush sind sondern es einfach mehr religiöse Menschen gibt.
                                Und das so ziemlich alle Amerikaner toleranter und weltoffener sind als Bush versteht sich von selbst .(Nur falls oben der eindruck entstanden sein sollte .)

                                Und ich finde das die neuen engen Beziehungen beziehungen Russland und der BRD auch einen einfluss hierauf haben .

                                Kann ich eigentlich nur unterschreiben !(Was glaub ich das erste mal ist bei einem Post von Max )

                                Wobei ich den Wirtschaftsimperialismus ehr als eine logische Konsequens der freien Marktwirtschaft sehe .
                                Es ist nicht der Klug der viel weiß, viel klüger ist der der weiß wo er nachgucken muß wenn er was wissen will!
                                Londo Mollari:Everyone remembered the great rulers, and everyone remembered the insane rulers, but no one ever cared about the competent ones.

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