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Dunkirk (Christopher Nolan WK2-Film)

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    Dunkirk (Christopher Nolan WK2-Film)

    Christopher Nolan verfilmt die Schlacht um Dünkirchen.
    Gar kein Thread zum neuesten Nolan-Film (ist ja schon über ne Woche im Kino)?

    Hab ihn dieses Wochenende gesehen. Leider war ich anfangs alles andere als begeistert. Da der Film gleich mit der Schlacht beginnt, gibt es keine Gelegenheit sich vorher schon mit den Charakteren anzufreunden. Dazu die ganzen Zeitebenen. Und für meinen Geschmack hätte man 1, 2 Schiffe weniger versenken können .

    Nach rund 30 Minuten wird es dann aber besser. Man lernt doch die Charaktere besser kennen. Man gewöhnt sich an den Erzählstil. Und es gibt auch einige ruhige, durchaus spannende Momente (etwa als das gestrandete Schiff wo man sich versteckt als Zielscheibe missbraucht wird oder der Flugzeugabsturz). Nolans Stil ist auch hier klar zu erkennen, auch wenn es sein bisher untypischster Film ist.

    Am Ende wird dann etwas zu sehr auf die Pathos-Drüse gedrückt, fand ich aber doch sehr emotional.

    Alles in allem ein zu kurzer Film, dem mehr Exposition am Anfang sehr gut getan hätte. Schlecht ist er auf keinen Fall aber IMO Nolans bisher schwächster und etwas überbewertet (wobei ich Kriegsfilmen generell nicht sooo abkann - "Hacksaw Ridge" von Mel Gibson hat mir vom Genre heuer besser gefallen):

    4,5 Sterne!
    10
    ****** einer der besten Filme aller Zeiten
    10,00%
    1
    ***** sehr guter Film - hat alles, was einen Blockbuster ausmacht
    20,00%
    2
    **** guter Film mit unterhaltsamer Story
    20,00%
    2
    *** völlig durchschnittlicher Film
    20,00%
    2
    ** ziemlich schwacher Film - nicht weiter erwähnenswert
    30,00%
    3
    * eine der schlechtesten Filme aller Zeiten
    0%
    0
    Zuletzt geändert von HanSolo; 07.08.2017, 16:35.

    #2
    Habe den Film auch schon gesehen und in meinen Augen ist es schon ein kleines Meisterwerk geworden.
    Visuell eines der besseren Filme, welche ich gesehen habe. Kamera und Regie, dass war auf allerhöchsten Niveau.
    Lobenswert ist auch der Score von Hans Zimmer, welcher meinen Puls fast den ganzen Film höher schlagen lassen hat.
    Es war kein brutaler, aber dafür ein sehr intensiver Film.

    Die Luftschlachten, sowohl das Geschehen auf dem Meer, sahen für mich sehr realistisch aus. Da war man mittendrin, statt nur dabei .
    Geschickt wurden die verschiedenen Zeitebenen/Perspektiven miteinander verbunden.

    Ja, die Helden haben vielleicht ein-zwei mal zu viel Schwein gehabt, aber war jetzt nichts was mich gross gestört hat.
    Die Laufzeit des Filmes ist nicht sehr lang geraten, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass der Film zu schnell vorbei gegangen ist.

    5,5*
    (8,5/10)

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      #3
      Ich war mir ja auch sicher. dass es einen Thread gegeben hätte, aber ich habe ihn nicht gefunden, mein Review dann in einem anderen Forum gepostet und jetzt poste ich es aber gerne noch einmal hier:

      Als großer Nolan-Fan, der gefühlt jeden neuen Nolan-Film besser findet als den jeweils vorherigen (klar, ganz stimmt die Regel nicht, TDK ist einfach das unangefochtene Highlight), war ich dann auch mal in "Dunkirk". Und ich muss sagen: Ich bin etwas enttäuscht. Nein, nicht weil es ein schlechter Film ist, denn das ist es nicht - die Produktionswerte sind großartig und die Ideen, wie man hier "Krieg" erfahrbar macht, sind auf jeden Fall beachtenswert: Durch den Gegenschnitt dreier Zeitebenen und einer Kamera, die häufig sehr nah an den Gesichtern bleibt, weiß man nie so ganz genau, wo (und wann) man sich gerade befindet - die einzigen Ankerpunkte sind (neben den Gesichtern halt) Tag und Nacht auf der einen Seite, Schusslärm oder kein Schusslärm auf der anderen Seite.

      Trotzdem ist es einfach so: Dadurch, dass das Thema eben "Krieg" ist, so konsequent es durchgezogen wird, gehen für mich einfach die Tugenden, die ich normalerweise an Nolan-Filmen mag, verloren. Ja, es wäre irgendwie auch nicht passend gewesen, hier Mindfucks einzubauen. Und ja, dass es eben nicht die Nolan'schen "Erklärbär-Szenen" gibt (die ich übrigens, trotz der negativen Konnotation des Wortes, sehr zu schätzen weiß) ist nach langer Zeit mal wieder was Neues bei Nolan, aber dennoch: Die Abwesenheit dieser Dinge führt eben dazu, dass ich "Dunkirk" als einen aus meiner Sicht schwächeren Nolan-Film sehe. Bei Nolan ist das Interessanteste immer die Konstruktion - und auch, wenn er das hier ebenfalls durch die 3 Zeitebenen einbringt, so kann (ja eigentlich darf) die Konstruktion in einem Kriegshistorienfilm nicht so kunstvoll sein, wie sie es beispielsweise in "Inception" ist. Das führt dann an manchen Stellen dazu, dass ich - obwohl es dem Thema an sich irgendwie doch gerecht wurde - manche Gegenschnitte (wenn z. B. in zwei verschiedenen Strängen gerade ein Boot untergeht) sogar ein wenig platt fand.

      Insofern mag es vielleicht folgendermaßen sein: "Dunkirk" ist ein Film, der konsequent an seinem Thema "Krieg" bleibt und das ist auch gut so. Lediglich die Nolan'schen Tugenden passen für mich nicht so ganz zu der selbstgestellten Aufgabe. So gut ihm der Film also gelungen ist, so sehr denke ich, dass er andere Genres - vielleicht sogar einfach erst einmal nur den Bereich des Fiktionalen - noch etwas besser kann.

      Fast würde ich dem Film, weil er als Nolan-Film für mich quasi eine kleine Enttäuschung darstellt,

      4 Sterne

      geben, aber so ganz einfach ist das dann eben doch nicht. Die Höchstpunktzahl ist er mir nicht wert, aber ich denke

      5 Sterne

      sind okay (auch wenn er eben nicht alles von dem hat, was einen Blockbuster ausmacht )

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        #4
        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
        Ich war mir ja auch sicher. dass es einen Thread gegeben hätte, aber ich habe ihn nicht gefunden,
        Hatte mir auch eingebildet, dass es so nen Thread gibt. Allerdings fand ich dann weder mit Google noch bei rund 10 Seiten nach hinten klicken etwas.

        Das Forum (nicht nur dieses, generell merkt man ein fallendes Interesse) ist halt leider auch nicht mehr das, was es einmal gewesen ist. Heutzutage sind mehr Twitter und Facebook angesagt. Da braucht die Jugend dann auch keine elendslangen Posts zu verfassen sondern reicht ein Einzeiler alles "Klasse Film" oder "der Film ist kacke"

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          #5
          Leider ein ziemlich langweiliger Film von Christopher Nolan und für mich auch der schlechteste Film dieses Regisseurs. Die Charaktere bleiben blass und dem Zuschauer ist egal, was mit ihnen passiert. Zumindest ging es mir so.
          sqrt(x^2) = Frieden

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            #6
            Inzwischen hab ich den nachgeholt und kann mich chrysi nur anschließen. Der Film hat Nolans Schwächen, aber keine seiner Stärken. Die drei Handlungsstränge haben kaum eine Spannungskurve, die Charaktere sind einem weitgehend egal, die spärlichen Dialoge helfen hier nicht gearde, und alles ist, wie von Nolan gewohnt, ziemlich emotionslos inszeniert. Damit kriegt man dann einen Film, der technisch sicher sehr gut ist, auch wenn sich das nie so ganz wie die Evakuierung Hunderttausender anfühlt, aber leider auch etwas langweilig.

            3*

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              #7
              Endlich hab Ichs geschafft, Netflix sei Dank wobei: dieser Film gehört auf die grosse Leinwand! Werde das bei Zeiten mal nachholen. Die Verschachteln der Handlungsstränge ist nichts Neues, dass diese aber 3 Komplet unterschiedlich Dauern...interessant. Definitiv kein Blockbuster a la Soldat Ryan, der mMn handwerklich Top ist aber ansonsten total überschätzt ist, Hollywood pur. Nolan geht hier definitiv einen eigenen Weg und lässt Bilder und Ton für sich sprechen. Ja, die Charaktere bleiben grau/blass, Hauptdarsteller? Der Ärmelkanal...(praktisch) keine Frauen,keine Deutschen, Nolan reduziert hier gewaltig, und das mit voller Absicht.
              Für mich mit Interstellar und The Prestige herausragend.

              9 von 10
              Zuletzt geändert von textor; 22.06.2019, 18:37.
              "Unveräußerliche... Menschenrechte … Schon allein das Wort ist rassistisch!"
              Azetbur

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                #8
                Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen

                5 Sterne

                sind okay (auch wenn er eben nicht alles von dem hat, was einen Blockbuster ausmacht )
                Er fühlt sich für mich irgendwie nicht wirklich Blockbuster mässig an (im Gegensatz zu seinen anderen Filmen), Tja, was ist zeichnet denn einen Blockbuster überhaupt aus? Ist ein Film ab 100Mio Budget automatisch einer? Ja, irgendwie schon. Trotzdem ist es wohl sein Film der wohl am meisten polarisiert.
                "Unveräußerliche... Menschenrechte … Schon allein das Wort ist rassistisch!"
                Azetbur

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                  #9
                  Zitat von human8 Beitrag anzeigen

                  Die Luftschlachten, sowohl das Geschehen auf dem Meer, sahen für mich sehr realistisch aus. Da war man mittendrin, statt nur dabei .
                  Ja, ganz grosses Kino. Auch die Ausstattung/Kleidung/Cockpit ungemein detailgetreu.
                  "Unveräußerliche... Menschenrechte … Schon allein das Wort ist rassistisch!"
                  Azetbur

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                    #10
                    Hab ihn jetzt auch mal angesehen. Fands echt gut, dass er nicht so auf Bombast-Kriegsheldenepos gemacht hat, wo es nur Granaten regnet. Hier wurde der Fokus auf Schiffchen und Luftgefechte gelegt sowie einfach auf Soldaten, die sich verdrücken wollten, was ich sehr angenehm empfand, auch mal das zu sehen in einem Kriegsfilm. Alles wirkte eben auch sehr authentisch und aus der Perspektive der ganz normalen Soldaten. Man sieht glaube ich im ganzen Film nur am Ende feindliche Soldaten, ansonsten nur einen kalten Bomber mit Begleitflugzeugen oder einen herannahenden Torpedo. Man hat schon die Beklemmtheit selber gefühlt, nicht genau zu wissen, was um einen rum los ist, wann „es losgeht“ mit dem Angriff. Echt gut gemacht, allerdings auch nicht so intensiv, wie es hätte sein können. Dafür hat man aber schöne Aufnahmen von Schiffen und Fliegern und dem weiten Meer/Strand gesehen, das entschädigt.

                    Eine gute Idee ist auch, die Geschehnisse unchronologisch zu zeigen. Allerdings ist das etwas misslungen, finde ich. Man verliert da doch gerne mal den Überblick, in welchem Zeitabschnitt man sich befindet. Leider ist auch schon ziemlich früh klar, dass es unchronologisch erzählt wird, da man dann gerne Dinge sieht, die einem von früher im Film bekannt vorkommen, aber eigentlich davor spielen müssten (der Typ, der zuerst vom kleinen Kutter auf See gerettet wird, aber in der nächsten Szene munter auf dem Kriegsschiff was erzählt). Schade, das hätte subtiler gemacht werden können. Aber schön, dass sich alles dann zusammen ergeben hat.

                    Da man auch mehrere Einzelschicksale in einem relativ kurzen Film gezeigt hat, fand ich auch, dass die Figuren da großteils wenig Aufmerksamkeit bekamen, sodass man mit ihnen sypathisieren konnte. Am ehesten hat das irgendwie mit der Kuttercrew funktioniert. Mindestens 2 ks mehr Filmlänge hätte dem Film sicher gut getan. Auch fand ich waren sich die Bodentruppensoldaten etwas zu ähnlich. Ich wusste gerne mal nicht, um welche Person es sich genau gehandelt hat, die man früher im Film schonmal sah.

                    Ein paar Dinge waren auch etwas unlogisch. Warum der Pilot zum Schluß den leeren Flieger nicht auch wie sein Kollege aufs Meer in die Nähe eines Schiffes zugesteuert hat und stattdessen am Strand in Feindeshand gelandet ist, versteht auch nur er. Auch das Uboot hätte doch weit mehr Schaden anrichten können. Und selbst in der ersten Szene ist es echt unlogisch, dass alle gezielt abgeschossen werden können, aber den einen treffen sie nicht? Und er versteckt sich statt hinter der Mauer hinter dem Holztor, das schon ein paar Löcher hatte … Oder das Versteck im Boot. Wo sind die deutschen Soldaten, die schon in Schußreichweite zu dem kleinen Boot waren? Solche Sachen hätte man auch plausibler aussehen lassen können.

                    Insgesamt aber ein toller Film, vor allem setting und Optik überzeugen! Würde in einer Zahl ausgedrückt 0,82 wählen, halt Punktabzug wegen der Schwächen hier und da.

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                      #11
                      Ich fand den Film sehr durchwachsen. Weniger gut gefallen haben mir die doch etwas verwirrenden Zeitebenen und das die Handlung ein vielen Stellen sehr abgehackt wirkte. Auch finde ich das viele Charaktere sehr blass blieben und die Handlung einige träge Stellen hatte.
                      Gut hingegen haben mir Luftkämpfe gefallen, da diese sehr realistisch rüberkamen. Auch gab es noch einige andere sehr realistisch rüberkommende Kriegsszenen. Weiters gab es einige sehr gut inszenierte Szenen, wo Ton und Bild mehr als tausend Worte sagten.
                      Alles in allem gebe ich dem Film starke drei Sterne.
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                        #12
                        Einen Nachteil hat für mich der Film. Wer die geschichtlichen Hintergründe um die Schlacht von Dünkirchen nicht wirklich kennt wird aus dem Film darüber nicht wirklich schlauer.

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                          #13
                          Einen Nachteil hat für mich der Film. Wer die geschichtlichen Hintergründe um die Schlacht von Dünkirchen nicht wirklich kennt wird aus dem Film darüber nicht wirklich schlauer. Das ist wie die Schilderung Dumas bei der Belagerung der Bastion nahe La Rochelle's in seinen "Drei Musketieren".

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                            #14
                            Gehören die Geschehnisse rund um Dünkirchen nicht zur Allgemeinbildung?

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                              #15
                              Befrage 1000 Passanten und Du wirst erschreckend feststellen: anscheinend nicht. Bestenfalls wissen sie das die Britten dort am Strand eingekesselt waren und sich zur Insel abgesetzt haben. Das umfasst aber nur ein Bruchteil der Geschehnisse und Hintergründe.

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