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Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (2018)

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    Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer (2018)

    Hallo zusammen,

    wie ich erst vor Kurzem erfahren habe, wird in nicht mal so langer Zeit eine Realverfilmung von Michael Endes Kinderbuchklassiker in die Kinos kommen. Am 29. März diesen Jahres soll es schon so weit sein. Ich bin ja mit der Adaption der Augsburger Puppenkiste groß geworden und habe meine alte Ausgabe des Buches immer noch bei mir rumliegen, daher ist mein Interesse geweckt.

    Bei den Darstellern übernimmt Henning "Der letzte Bulle" Baum die Rolle des Lokomotivführers, während Newcomer Solomon Gordon den Part des Jim Knopf spielen wird. Wie bei einem deutschen Kinderfilm üblich, werden die Nebenrollen mit bekannten Serienstars und Comedians gefüllt. So spielt Anette Frier Frau Waas, Christoph Maria Herbst Herrn Ärmel und Uwe Ochsenknicht König Alfons den Viertelvorzwölften. Rick Kavanian wird (offenbar in mehrfacher Ausführung) die Piraten der Wilden 13 mimen. Die Schauspieler der diversen Figuren aus China sagen mir aber allesamt nichts. Kao Chenmin dürfte den Kaiser spielen, Leighanne Esperanzate Li-Si und Eden Gough dem Alter nach den Ping Pong.

    Das führt mich auch zu einem interessanten Punkt. Es gibt im Netz schon einen Trailer, aber der schweigt sich noch darüber aus, ob Lukas und Jim jetzt nach China reisen oder doch nach Mandala. Zur Erklärung: In den frühen Ausgaben des Buches wie auch in der Version der Augsburger Puppenkiste und in dem Hörspiel aus den frühen 80ern, was ich als Kind rauf und runter gehört habe, stellen sich die beiden Helden in die Dienste des Kaisers von China um dessen Tochter Li-Si zu retten. In den späten 1980ern änderte Michael Ende aber den Namen des Landes von China nach Mandala um, offenbar um den Echtweltbezug zu eliminieren. Am Ende ist es nur ein Name, aber ich bin schon gespannt, wie man es in der neuen Adaption halten wird.

    On ich ins Kino gehe, weis ich aber noch nicht. Es ist eben eine moderne Adaption, aber da ich die Geschichte in und auswendig kenne, würde ich schon gerne wissen, wie man sie Anno 2018 adaptiert hat.

    Link zur imdb:
    http://www.imdb.com/title/tt7302634/?ref_=nv_sr_1

    #2
    Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    Rick Kavanian wird (offenbar in mehrfacher Ausführung) die Piraten der Wilden 13 mimen.
    Das ist sehr bedauerlich.

    Alles andere hätte ich mir ja noch gefallen lassen, aber so warte ich dann auch bis spätestens Weihnachten, wenn der Krams in der ARD kommt. Sonst wäre ich mal mit Neffen und so hingegangen. Den Trailer habe ich schon im Kino gesehen und da ich das als Kind auch oft gesehen habe, hätte mich das auch interessiert.

    Das führt mich auch zu einem interessanten Punkt. Es gibt im Netz schon einen Trailer, aber der schweigt sich noch darüber aus, ob Lukas und Jim jetzt nach China reisen oder doch nach Mandala. Zur Erklärung: In den frühen Ausgaben des Buches wie auch in der Version der Augsburger Puppenkiste und in dem Hörspiel aus den frühen 80ern, was ich als Kind rauf und runter gehört habe, stellen sich die beiden Helden in die Dienste des Kaisers von China um dessen Tochter Li-Si zu retten. In den späten 1980ern änderte Michael Ende aber den Namen des Landes von China nach Mandala um, offenbar um den Echtweltbezug zu eliminieren. Am Ende ist es nur ein Name, aber ich bin schon gespannt, wie man es in der neuen Adaption halten wird.

    On ich ins Kino gehe, weis ich aber noch nicht. Es ist eben eine moderne Adaption, aber da ich die Geschichte in und auswendig kenne, würde ich schon gerne wissen, wie man sie Anno 2018 adaptiert hat.
    Wusste ich gar nicht.

    Aber so richtig Grusel habe ich vor dem geplanten Pan Tau Reboot, das uns auch in den kommenden Jahren ins Haus steht.
    Republicans hate ducklings!

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      #3
      Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
      In den späten 1980ern änderte Michael Ende aber den Namen des Landes von China nach Mandala um, offenbar um den Echtweltbezug zu eliminieren. Am Ende ist es nur ein Name, aber ich bin schon gespannt, wie man es in der neuen Adaption halten wird.
      War das nicht eine Insel mit zwei Bergen?
      Ich kann mich kaum noch daran erinnern, nur noch an Marionetten, das "Intro" wo die Kiste aufgeht und Frischhaltefolie als Wasser.

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        #4
        Meine Mutter hat mir als Kind persönlich beide Bücher vorgelesen . Später gab es dann auch Hörspiele von Karussell die nicht schlecht waren. Die Augsburger Puppenkiste ist zwar nett, jedoch finde ich die eigene Phantasie um Welten besser . Eine Realverfilmung hemmt die eigene Phantasie ebenso ein wenig , sollte aber schon nach Buchvorlagen stattfinden und kein zusammengewürfelter Mix aus zwei Büchern sein. Solche Dinge Bewahrheiten sich auch bei anderen Kinderbüchern wie Krabat, was mir in einem Kinderheim von unserem damaligen Lehrer vorgelesen wurde, ( obwohl wir da schon selbst lesen konnten ) der Realfim war eine entsprechende Enttäuschung.
        Zuletzt geändert von Infinitas; 10.01.2018, 10:09.

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          #5
          Zitat von Infinitas Beitrag anzeigen
          Eine Realverfilmung hemmt die eigene Phantasie ebenso ein wenig , sollte aber schon nach Buchvorlagen stattfinden und kein zusammengewürfelter Mix aus zwei Büchern sein.
          Hier würde ich mir keine Sorgen machen. Die Story von "Jim Knopf und Lukas der Lokomativführer" ist in sich abgeschlossen und bietet genug Stoff für eine knapp zweistündige Verfilmung. Den zweiten Band - Jim Knopf und die Wilde 13 - wird man sich meiner Einschätzung nach daher bei entsprechendem Erfolg für einen zweiten Teil aufheben. Zwar kommt dann die Wilde 13 im Ersten Teil kaum vor, aber man kann sie natürlich immer noch als Vorausschau einbauen.

          Persönlich hielt ich schon als Kind "Jim und die Wilde 13" für den schwächeren Teil. Das mag aber auch daran liegen, dass hier eher 3 kleine Geschichten erzählt werden, die nur lose von einer Klammer zusammen gehalten werden. Auch wirken mir viele Dinge aus Teil 2 irgendwie forciert zu zu "Deus Ex machina"-mäßig.

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            #6
            Also wenn ich daran zurückdenke, was der Herr Ende seinerzeit schon für einen Aufriss um die Verfilmung der "Unendlichen Geschichte" gemacht hat ("Zu düster, zu erotisch etc." - Die gleichen Schein!Argumente hört man heutzutage übrigens auch wieder bei der Bibi Blocksberg-Autorin), sollte man solche Ankündigungen und Gerüchte in der Regel lieber mit Vorsicht genießen.

            Die Cartoonserie fand ich bereits eher schlecht als recht, daher ist für mich - wie vermutlich für zahllose andere auch - vor allem die Aufführung der "Pupsburger Augenkiste" (kleiner Scherz) meine relevante Version (Die Farbversion im Speziellen - Anscheinend gab es Jahre zuvor auch schon einmal eine Aufzeichnung in Schwarzweiß!)
            Ich bin für jeden konstruktiven Beitrag zur Lösung eines Problems dankbar. Das war keiner.

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              #7
              Leicht OT: Die Puppenkiste wird 70: http://www.zeit.de/news/2018-02/23/d...0223-99-205376
              "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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                #8
                Zitat von Schpucki Beitrag anzeigen
                Die Cartoonserie fand ich bereits eher schlecht als recht, daher ist für mich - wie vermutlich für zahllose andere auch - vor allem die Aufführung der "Pupsburger Augenkiste" (kleiner Scherz) meine relevante Version (Die Farbversion im Speziellen - Anscheinend gab es Jahre zuvor auch schon einmal eine Aufzeichnung in Schwarzweiß!)
                In die "Jim Knopf" Zeichtentrickserie aus den frühen 2000er Jahren habe ich seinerzeit nur mal kurz reingeschaut. Darin hat man, soweit ich das noch weis, die Handlung des Buches massiv erweitert, um auch genug Stoff für eine ganze Staffel an Folgen zu haben. So hat man den Oberbonzen Pi-Pa-Po, im Buch nur eine kurze Episode, zum Haupt-Gegenspieler aufgebaut oder die Reise nach Kummerland durch im Buch nur ganz kurz erwähnte Passagen deutlich gestreckt.

                Für mich ist die Adaption der Augsburger Puppenkiste auch sehr nah an der definitiven Visualisierung des Werkes, auch wenn man sich dort ebenfalls einige Freiheiten genommen hat. Tatsächlich gab es dafür tatsächlich zwei Adaptionen. Einmal die schwarz/weiß Version aus den frühen 1960ern und eine spätere Farbversion aus den frühen 70ern, für die die Puppenkiste das ganze noch einmal komplett neu eingespielt hat.

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                  #9
                  Ich war am Wochenende im Kino und will mal kurz meine Eindrücke von der Neuverfilmung schildern.

                  Im Großen und Ganzen ist die 2018er Verfilmung von "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" eine würdige Adaption des Originalstoffes. Große Änderungen zum Buch finden sich hier nicht - diese sind aber auch nicht notwendig. Die Handlung wird halt sehr werksnah wiedergegeben. Interessant ist, dass man bei geschriebenen Briefen, etc. auf Michael Endes Originalskizzen aus dem Buch zurückgegriffen hat. Ansonsten sind alle Schwächen an der Handlung dem Original geschuldet (vor allem die etwas zu vielen Deus-Ex-Machina Momente für unsere Helden).

                  Bei den Schauspielern ist Henning Baum eine gute Wahl für Lukas - er spielt den auch im Original etwas wortkargen Lukas sehr gut. Auch Newcomer Solomon Gordon kann als Jim Knopf überzeugen - der Part ist ja die Crux bei der Realverfilmung, aber hier funktioniert es wunderbar. Frier, Herbst und Ochsenknecht sind als die Lummerländer absolute Nebencharaktere und stören daher nicht so sehr, auch wenn sie wegen ihrer Bekanntheit in Deutschland wohl mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als es für die Figuren angemessen wäre. Die übrigen Charaktere, vor allem die Mandalaner sind mir unbekannt, aber im Rahmen der Möglichkeiten gut getroffen.

                  Bei den Effekten sind diese für eine deutsche Adaption schon recht ordentlich, auch wenn man bei den CGI Kreaturen (Nepomuk und Frau Mahlzahn) leider doch ziemlich klar die Herkunft aus dem Computer erkennt. Bei den Landschaften ist das zum Glück nicht der Fall - und ich habe absolut nichts gegen das Lummerland aus dem Computer. Auch sind die Effekte an sich weit weniger aufdringlich als es noch die Trailer vermuten ließen.

                  Die Filmmusik ist allerdings ziemlich mau geraten. Vor allem bei der "Todesfahrt" im Tal der Dämmerung ist die Musik viel zu seicht. Für mich war die als Kind immer die beängstigendste Stelle im ganzen Buch - und die Musik ist hier viel zu ruhig und will so gar nicht zu den gezeigten, dramatischen Bildern passen. Ansonsten kommt das Lummerland-Thema aus der Augsburger-Adaption immer mal wieder vor, aber nur instrumental und wird nie mit einem gesungenen Text unterlegt - nicht mal im Abspann. Das ist schon etwas schade, finde ich.

                  Also, ein gute Film, der für mich vor allem von seinen nostalgischen Gefühlen lebt. Unterm Strich muss man aber auch sagen, dass es eine Neuverfilmung des Stoffes nicht unbedingt gebraucht hätte. Im Gesamtpaket vergebe ich gute 4 von 6 Sternen. Im Punkten wären das 7 von 10..

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                    #10
                    In meiner Kindheit gab es die Augsburger Puppenkiste noch im Ersten oder Zweiten. Heutzutage würden die Kids da wahrscheinlich gelangweilt wegschalten.
                    Ich bin noch mit Schlupp vom grünen Stern, Jim Knopf und Urmel aus dem Eis aufgewachsen. Aus nostalgischen Gründen würde ich mir den Film zu Jim Knopf im FreeTV ansehen, vielleicht läuft er mal wenn mein Töchterchen etwas älter ist.

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