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RoP [108] "Gebunden" / "Alloyed"

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    RoP [108] "Gebunden" / "Alloyed"

    Im Grünwald kommt es zum Kampf zwischen den drei Gestalten und dem Fremden, als dieser sich zu deren Überraschung nicht als Sauron, sondern als ein Istar entpuppt, welcher die Drei in die Schatten verbannt.
    Eigentlich ist die Folge eine Abhandlung von all dem, was die Fans großteils schon seit Folge 1 vermuten: Halbrand ist Sauron und der Fremde ist Gandalf (auch wenn er nicht mit Namen genannt wird).

    Wie Galadriel letztlich auf Halbards Identität kommt ist mir ein völliges Rätsel. Eigentlich hatte sie nicht wirklich mehr Informationen wie zuvor, wo sie ihn noch rettete usw. Aber war halt das Finale. Vielleicht wusste das der Char auch .

    In Sachen HdR Zitaten hat man auch etwas übertrieben. So kommt sowohl Galadriel als "schön und entsetzliche Königin" vor als auch Gandalfs "im Zweifelsfall seiner Nase folgen".

    Die 3 Elbenringe werden auch geschmiedet (wodurch die Serie sich ihren Titel verdient hat). Dass diese aus Mithriel sind ist natürlich völliger Blödsinn, aber ok. Wo sind die anderen Ringe, die Celebrimbor gemeinsam mit Sauron schieden sollte? Die Elbenringe alleine passt ja, aber dass er die 7 Zwergenringe und 9 Menschenringe noch mit Sauron / Halbard gemeinsam schmiedet halte ich nach der Episode für augeschlossen. Gut, ich bin mir bei den Autoren sowieso nicht sicher ob sie jemals Tolkien gelesen haben oder einfach nur bewusst völlig ignorieren .

    Schade, dass das in der Vorfolge angekündigte Balrog-Gemetzel auf Staffel 2 verschoben wurde. Auch sonst gab es im Grunde keine Action. Was man mit dem astronomischen Budget von Staffel 1 gemacht hat, ist mir deshalb ein Rätsel. Außer der Mini-Schlacht mit gefühlt 20 Statisten in Folge 6 gab's nicht wirklich "große Szenen". Die Designs, Kamerafahrten usw. sahen zwar klasse aus, aber das kann doch nicht das Dreifache einer GoT-Staffel verschlungen haben.

    Alles in allem ein nettes Finale einer netten ersten Staffel. Nicht schlecht, aber HdR war bislang immer mehr als "nett". Die parallell laufenden Serien "House of the Dragon" oder "Andor" spielen da schon in einer ganz anderen Liga. Schade, war Mittelerde eigentlich mal das Non Plus Ultra.

    Von dem her war Staffel 1 genauso wie das Finale nicht so schlecht wie befürchtet, aber auch nicht so gut wie erhofft:

    4 Sterne!
    10
    ****** - eine der besten Folgen aller Zeiten
    0%
    0
    ***** - sehr gute Folge, hat alles was die Serie ausmacht
    10,00%
    1
    **** - gute Folge mit unterhaltsamer Story
    60,00%
    6
    *** - komplett durchschnittliche Folge
    10,00%
    1
    ** - relativ schwache Folge, nicht weiter erwähnenswert
    20,00%
    2
    * - eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten
    0%
    0

    #2
    Die beiden großen Twists des Staffelfinales sollen wohl überraschend sein - sind sie am Ende aber eigentlich nicht.

    Also dann, mit SPOILERN:

    1. Halbrand ist Sauron.
    2. Der Metor-Mann ist Gandalf.

    Tatsächlich stört mich eine Sache ganz massiv. Und zwar, dass die Figur des Annatar - was eigentlich Saurons Verkleidung im zweiten Zeitalter war - komplett unter den Tisch fällt. Sauron trat als Annatar in einer wunderschön anzusehenden Elbengestalt auf und hat sich so bei den Elbenschmieden von Eregion eingeschlichen und mit denen zusammen den Plan ausgearbeitet, Ringe der Macht für die Menschen und Zwergenreiche zu schmieden. Als man die Ringe verteilt hatte ging er weg, um den einen Ring zu Schmieden und sich die anderen 16 Untertan zu machen. In der Zeit schuf Celebrimbor dann die drei Elbenringe, die noch einmal deutlich stärker waren, aber die Sauron nicht kontrollieren konnte, da er bei deren Schmieden nicht dabei war, um sie zu verderben.

    Dies ist einer der drei großen Schlüsselmomente des zweiten Zeitalters - und wird in einer Show, die "Die Ringe der Macht" heißt in gerade einmal 5 Minuten und total unkenntlich abgehandelt. Und es ist Halbrand und eben nicht Annatar, der Celebrimbor auf die Idee mit den Ringen bringt. Und Sauron als Halbrand wird auch nur von Galadriel enttarnt, weil er sich auf einmal extrem verdächtig ihr gegenüber verhält. Dann macht er ihr auch noch das Angebot, an seiner Seite über Mittelerde zu herrschen, bevor er nach Mordor verschwindet.

    Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen. Bei Tolkien ist Galadriel praktisch die einzige Person, die Annatars Verkleidung durchschaut und alle warnt und deren Warnungen von Celebrimbor und den Elben von Eregion in den Wind geschlagen werden. Und in der Show ist es gerade sie, die Halbrand/Sauron das Leben rettet und ihn überhaupt erst in die Position bringt, wieder zur Bedrohung für Mittelerde zu werden. Wenn das so beabsichtigt war, dann ist das extrem mies geschrieben und eine Vergewaltigung von Tolkiens Lore.

    Genauso ist es ein absoluter Canon Bruch, dass die drei Elbenringe vor allen anderen Ringen geschmiedet werden. Genauso, wie sich die drei Hexen in der Gandalf / Haarfuß Handlung als Ringgeister entpuppen, die es zu dem Zeitpunkt auch noch gar nicht geben sollte.

    Ich könnte noch weitermachen - bspw., dass Gil-Galad, der letzte große Elbenherrscher Mittelerdes, weiterhin als totaler Nullchecker charakterisiert wird, oder das es natürlich Galadriel Idee sein muss, dass man die Elbenringe schmiedet, aber ich lasse es hier mal gut sein. Ok, einer noch: Die Elbenringe bestehen also aus einer Legierung von Mithril, Gold und Silber. Wie war das nochmal mit Nenya, dem Ring aus Adamant oder Vilya, dem Ring aus Gold...

    Die Ringe der Macht ist als Serie wohl nett anzuschauen, aber als Tolkien-Fan rollen sich hier die Fußnägel hoch. Und auch sonst ist die Handlung in Grunde sehr generische Fantasy. Und wo man hier eine Milliarde an Produktionskosten versenkt haben will, frage ich mich auch...

    Also das FInale bekommt von mir 2 von 6 Sternen.

    Die erste Staffel als Ganzes würde ich wohl mit 3 / 6 Sternen bewerten, aber das ist schon mit mehr als einem Auge zugedrückt...

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      #3
      Es scheint hier einfach von Vorteil zu sein, wenn man die Tolkien Vorlage nicht wirklich gut kennt und daher der Serie nicht vorwerfen kann, dass sie Dinge anders oder auch falsch darstellt.

      Von daher, 5 Sterne für die beste Folge der Staffel und die Autoren haben perfekten Fanservice betrieben es geschafft den wichtigsten und beliebtesten Charakter der Herr der Ringe Saga ein zu bauen. Gandalf der Graue ist zurück! Und er kam keineswegs zu früh, genau so wenig kam er zu spät, er kam genau dann wann er es beabsichtigt hat.
      Was juckt mich wann und wer irgendwelche Ringe geschmiedet hat und wie lächerlich offensichtlich der Halbrand Twist war, wir haben einen Gandalf und unendliches Budget. Wenn jetzt nicht dieser Unsinn kommt, dass Gandalf eigentlich nicht eingreifen darf, könnten wir ein 50 Mio $ Wort der Macht sehen auf der Leinwand sehen, worauf wir Fans seit über 20 Jahren warten.
      Ich fand das Gandalf Zitat auch genial eingebaut, genau richtig dosiert für den Durchschnittsfan, der das ganze schon so grob einordnen konnte, aber nun auch checkt: Ja, es ist tatsächlich Gandalf!

      Natürlich war es mal wieder viel zu viel Hobbit Kram, besonders die Verabschiedung war eine Qual. Hier will man die Emotionen des Herr der Ringe Abschieds hervorrufen, aber fast jeder dürfte einfach nur genervt sein, weil die Hobbits eben dies sind. Lustig wäre aber gewesen, wenn das Mädchen sich umdreht und Gandalf wäre weg gewesen, weil es selbst ihm zu lange gedauert hat.

      Tja, diese ganze Schmiedesache, keine Ahnung. In der Tat sind alle Elben dumm wie Stroh. Haben unendliche Erfahrung, aber kommen nicht auf die einfachsten Dinge. Der größte Depp ist der König, der auch noch ziemlich unsympathisch daher kommt. Diese Galadriel Fantasie Nummer mit dem sehr merkwürdigen Bruder war auch schon qualvoll lange und unnötig.

      Ich jetzt kann spontan auch nicht nachvollziehen wo das enorme Budget hin ist, schließlich gibt es auch (noch) keine deutlich überbezahlten Schauspieler.
      Ich vermute neben den reinen Lizenzkosten für das 2. Zeitalter hat man für ein paar hundert Millionen wohl noch Gandalf dazu gekauft. Diese Investition könnte ich natürlich nur nachvollziehen und begrüßen.

      Am Ende kann man die Staffel quasi als ausführlichen Trailer sehen, vielleicht schnippelt das mal ein Fan auf 15-20 Minuten "The Rise of Gandalf" zusammen und dann kannst hoffentlich in Staffel 2 richtig losgehen!

      Kommentar


        #4
        Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
        Wie Galadriel letztlich auf Halbards Identität kommt ist mir ein völliges Rätsel. Eigentlich hatte sie nicht wirklich mehr Informationen wie zuvor, wo sie ihn noch rettete usw. Aber war halt das Finale. Vielleicht wusste das der Char auch .
        Das war das "Not of the flesh, but over flesh." Zitat, das Celebrimbor genutzt hat, ohne sich an die Herkunft zu erinnern.

        Und in Episode 6 haben wir gelernt: "After Morgoth's defeat, the one you call Sauron... Devoted himself to healing Middle-earth, bringing its ruined lands together in perfect order. He sought to craft a power not of the flesh... But over flesh. A power of the Unseen World."


        Ansonsten war das alles mal wieder ziemlich mäßig, wenn auch nicht richtig schlecht.
        1966 Star Trek 2005

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          #5
          Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
          RoP [107] "Gebunden" / "Alloyed"
          Ist das nicht Folge 8?
          Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
          Was man mit dem astronomischen Budget von Staffel 1 gemacht hat, ist mir deshalb ein Rätsel. Außer der Mini-Schlacht mit gefühlt 20 Statisten in Folge 6 gab's nicht wirklich "große Szenen". Die Designs, Kamerafahrten usw. sahen zwar klasse aus, aber das kann doch nicht das Dreifache einer GoT-Staffel verschlungen haben.
          Geldwäsche, es ist bestimmt Geldwäsche.


          Ich habe der Folge mal 3 Sterne gegeben und würde die Serie gut sein, dann könnte sie sogar 5 erreichen, aber Planting und Payoff funktionieren nur, wenn der Baum zwischendurch nicht gefällt wurde.

          Wie gesagt war die Folge eigentlich gut, aber Szenen wie der Tod des nicht-Hobbits, nach der Schlacht mit nicht-Gandalf ... wisst ihr was, das ist mir jetzt zu doof. Ist mir egal, dass Amazon nicht die Namensrechte hat, sie sind genau das. ... funktioniren halt nur, wenn die Person einem auch irgendetwas bedeutet. Daher kritisiere ich hier mal mehr die Details.


          Die Schmiede.
          Nickel wurde erstmals 1751 dargestellt. Das Traue ich Elben, Zwergen und Numenor zu, aber nicht den Südländern. Wäre die Serie gut, dann hätte sich Sauron durch diese Aussage verraten, aber da sie es nunmal nicht ist, ist das ein klarer Fehler der Schreiber. Nickel wurde zwar in Legierungen genutzt, aber praktisch nur unwissend in Meteormetallen.

          Dass die Klinge mit einem Mal schmilzt ist auch unsinn, außer es wäre die gleiche Legierung oder aus einem großen Zufall haben beide den gleichen Schmelzpunkt. Es bedeutet außerdem, dass die Klinge aus Gold und Silber und nicht aus Eisen bestand. Wahrscheinlich ist es Mondsilber.

          Und was haben die eigentlich mit dem ganzen Rest der Mithrillegierung gemacht? Nach 3 Ringen ist das noch genug für mehr übrig. Für die Zwergenringe reicht das bestimmt auch noch.

          Druck benutzt man meines Wissens auch nicht um Metalle zu verbinden. Dadurch steigt der Schmelzpunkt sogar.


          Dass Galadriel ganz plötzlich Sauron gegenüber misstrauisch ist kommt völlig aus dem Nichts. Habe ich etwas verpasst oder woher weiß sie es auf einmal? Wenn sie Sauron kennen würde und dieser bestimmte Worte benutzen würde, ja, dann könnte der Satz von Celebrimbor sie misstrauisch machen, aber ich sehe nicht wo das der Fall sein soll.

          Das Gespräch zwischen Sauron und Galadriel war dann auch unfreiwillig komisch. "Ihr wollt mich zur Tyrannin machen!", sagte die Elbin, die am Anfang der Serie noch wie ein Tyrann ihren Trupp angeführt hat. Sauron nennt die Soldaten entbehrlich und genau das waren sie auch für Galadriel. Ganz ehrlich, würde Galadriel endlich ihren ungezügelten Hass auf Sauron überwinden, dann könnten die beiden ein so gutes Paar sein. Schaut euch nur ihren Blick am Ende an. Elrond nur so, "ich weiß was du getan hast", und sie nur so, "glaubst du, dass du mich noch aufhalten kannst?" Kein Wunder, dass sie nie nach ihrem Ehemann gesucht hat. Sauron ist hier eindeutig ihr Seelenverwandter.
          Und wie gesagt hat mich das ganze Melodrama zwischen den beiden zum Lachen gebracht. Meine Güte, nun küsst euch doch endlich.

          Und können wir mal die armen Pferde bedauern, die 6 Tage lang ohne Rast durchreiten mussten und wahrscheinlich danacht vor Erschöpfung tot umgefallen sind. Furchtbar diese Tierquälerei, aber vor Menschen und Elben hat Galadriel bekanntlich auch keinen Respekt.


          Es gab noch 2 kurze Szenen in Numenor, die erst in der nächsten Staffel aufgelöst werden. OK.

          Und natürlich der Kampf mit Gandalf. Die 3 Nazgul verwechseln also Gandalf mit Sauron, weil er das Feuer beherrscht. Hätten sie bloß gewusst, dass er damals die Schule für Feuermagier besucht hat, dann wäre das nicht passiert. Sie zeigen ihm also zuerst eine Wahrheit und er denkt kurz, dass er tatsächlich Sauron ist, aber die Hobbits erinnern ihn an das Gute in ihm und er wechselt schnell wieder die Seiten. Klingt dämlich, aber war ganz gut.
          Am Ende pustet er die ringlosen Ringgeister dann ins Nirvana. Die sehen wie bestimmt nie wieder!

          Der schwarze Hobbit stirbt, erst wenn die Sonne aufgeht, und das Mädchen verlässt die Gruppe.



          Das wars mit der Folge, kommen wir zum Gesamturteil der Serie.
          Würde man die Serie danach bewerten, wie sehr sie sich an die Lore hält, dann müsste man hier Minuspunkte geben. Die Serie versucht es noch nicht einmal, sondern pickt sich nur hier und da etwas aus den Büchern heraus und macht dann ihr eigenes Ding.
          Und nein, das ist nicht das Gleiche wie bei den Filmen, wo auch Dinge verändert wurden. Dort ist man der Linie der Bücher treu geblieben und die Änderungen passen entweder zur erzählten Geschichte, sehen cool und passend aus, oder waren für die erzählte Geschichte nicht wichtig und wurden rausgelassen, bei sowieso schon viel zu langen Filmen.

          Ignorieren wir also die Loretreue komplett. Was hat denn die Serie als eigenständiges Produkt mit mangelden Namensrechten zu bieten?

          Beginnen wir doch gleich mit dem Kardinalfehler, Galadriel. Wir lernen sie zuerst als Mädchen kennen, die viel besser ist als die anderen und darum gehänselt wird. Anschließend sagt ihr Burder zu ihr, dass sie Recht hat und besser ist. Gefolgt von einer Verfolgung Saurons, bei der sie als Anführerin ohne Gewissensbisse ihre Untergebenen zurücklassen würde, weshalb sie gezwungen sind zu desertieren. Dazu gibt es noch ein paar tolle Schwertmoves gegen den Troll. Zurück bei den Elben wird sie dann nach Eden abgeschoben, weil sie allen auf die Nerven geht. Selbst Elrond stimmt dem zu, dabei ist er ihr Freund, aber wahrscheinlich hat er nach ihrer "Begrüßung" seine Meinung geändert.

          Aber nein, sie springt mitten im Nichts des Ozeans im letzten Moment von Bord. Und wie es der Zufall will findet sie ein Floß voller Überlebender, die daraufhin alle bis auf den König gefressen werden. Nur um danach noch einmal mitten im Nichts des Ozeans gerettet zu werden. Auf Numenor angekommen sagt sie der Königin erst einmal so richtig ihre Meinung, wird daraufhin eingesperrt, aber befreit sich ohne Anstrengung, um am Ende doch ihren WIllen zu bekommen.

          Sie ist arrogant, gewissenlos, blind vor Zorn, handelt impulsiv, sie hat einen furchtbaren Charakter, aber hat das Konsequenzen? Nein, sie wird sowohl gelobt, als auch belohnt für ihr Verhalten. ... Wartet mal. Sie ist unausstehlich und wird dafür gelobt, handelt respektlos und wird dafür belohnt, ist außerdem lächerlich overpowered ... OMG, sie ist eine Mary Sue. Es fällt bei ihr nicht so auf wie bei Rey, weil die Serie viel langatmiger ist, aber es gibt keinen Zweifel.

          Es ist kein Wunder, dass Galadriel so unausstehlich ist, aber da ist sie nicht allein. Die Hobbits machen ihr ernsthaft Konkurrenz. Oft nervig und uninteressant, besiegeln sie ihr Schicksal durch ihre "der Schwächste wird zum Sterben zurückgelassen" Politik. Damit passen sie ehrlich gesagt perfekt zu Galadriel, die macht das auch.
          Aber die halbpsychopathischen Hobbits sind auch schizophren, denn in der vorletzten Folge hält ausgerechnet der eben noch zum Sterben zurückgelassene eine Rede, wo er den Zusammenhalt der Hobbits betont. Hat er unterwegs eine Gehirnerschütterung gehabt oder wie kommt er auf diese Idee? Man kann doch nicht seine Figuren als fragwüdig bis unnötig böse charakterisieren und dann plötzlich eine 180° Wende machen.

          Gandalf ist durch seinen Gedächtnisverlust auch eher uninteressant. Man macht ein großes Geheimnis um ihn, aber geheim ist es nicht wirklich.

          Numenor sieht zwar toll aus, aber der dortige Plot ist so verwirrend. Erst will sie Galadriel wegschicken, aber doch lieber erst festhalten. Das auch nur, weil sie eigentlich auf der Seite der Elben ist und einen Weg sucht ihr zu helfen. Schafft sie aber nicht, also wir Galadriel doch weggeschickt, aber im letzten Moment gibt der Baum ein Zeichen. Alles wieder gut.

          Nur schafft es die Seemacht Numenor, die wie Karthago gut 100000 Matrosen haben sollte, nur 5 Schiffe bereit zu machen. Die restlichen Schiffe im Hafen hatten wohl andere Dinge zu tun. Glücklicherweise haben diese Schiffe auch eine eingebaute TARDIS, denn sie können mehr Pferde mitnehmen, als von außen gesehen reinpassen sollten. Und wie bei der TARDIS spielen Reisezeiten auch keine Rolle. Alles ist in den gesagten Zeiten erreicht, egal wie weit weg.
          Ich konnte in wenigen Stunden die Größe Mittelerdes und die Reisegeschwindigkeiten von Schiffen und Pferden heraussuchen. Warum ist diese Serie nicht dazu in der Lage? Wo ist das Geld geblieben? Copy-past Dorfbewohner sind normal, aber hier hat man sich nicht einmal Mühe gemacht irgendetwas zu verändern. Das hätte so ziemlich jeder mit etwas Übung und dem passenden Programm (Paint reicht dafür eher nicht) hinbekommen. Warum hat die Serie so oft C-Movie Niveau?

          In den Südlanden übernimmt eine Frau das Kommando. Meinetwegen, aber sie ist als Anführerin wirklich nicht gut. Im Turm verschanzen, gut, dabei vergessen Essen mitzunehmen, schlecht, vor der Übermacht der Orks aus dem Turm fliehen, gut, sich dann im Dorf verbarrikadieren, das zuvor verlassen wurde, weil es dort nicht sicher war, schlecht. RENNT UM EUER VERDMMTES LEBEN! Es ist noch Sommer bis Herbst. Die Sonne scheint länger als es Nacht ist, also nutzt diese Zeit um zu entkommen. Wenn ihr schon im Turm keine Chance habt, wie soll das erst im Dorf sein? Ach ja, genau so.
          Und der schwarze Elb kann auch nur Bogenschießen. Er hämmert auf der Klinge herum und gibt dann auf. Er lässt sich beim Verstecken dieser beobachten und schaut am Ende nicht einmal nach, ob er sie wirklich hat. Was für eine Pfeife.

          Und wenn ich schon hier bin, ja, die gemischten Hautfarben irritieren. Wo ist der Rest der Population? Man bekommt fast den Eindruck, es ist eine Hautstörung wie Albinismus und deshalb so selten.
          Außerdem sollten die Zwergenfrauen definitiv Bärte tragen, wie es im Hobbit zu sehen war, aber wir wollten ja nicht über die Lore reden.

          Das Todesurteil erhält RoP aber durch Sauron und Adar. Nicht wegen den Charaktere, sondern wegen deren Geschichten.
          Adar gehört zusammen mit Elrond und Durin zu den Charakteren, die ich am meisten mag. Durin redet zu oft in Metaphern und Elrond ist zwar sympathisch, aber doch irgendwie ziemlich flach ... ist Adar wirklich mein Lieblingscharakter in RoP? Ich glaube schon.

          Die Beziehung zwischen Elrond und Durin gehört ganz nebenbei zu den wenigen Lichtblicken der Serie, aber sie dreht sich irgendwie im Kreis. Im Internet werden die beiden bereits geschippt.

          Adar hat also vor den Vulkan mit etwas Wasser zu sprengen. Nein, das ist lächerlich unglaubwürdig. Dafür lässt er Graben graben, wo ein Baum aus unbekannten Gründen im Weg ist, und das alles unbeobachtet, trotz Superelbenaugen. Er ist so nett, dass er den schwarzen Elb freilässt, obwohl seine Kinder wohl wollten, dass er ihn foltert oder so, denn sonst hätten sie ihn wie gewollt hingerichtet. Und hätte er ihn nicht gehen lassen, dann hätte er die Klinge viel früher in Händen gehalten. Wären die Dorfbewohner dann nicht sogar verschont worden? Er wollte sie ja nur töten, wenn sie sich widersetzen. Apropos widersetzen. Irgendwie schaffen es die Dorfbewohner den ganzen Weg vom Berg herunterzulaufen, zurück ins Dorf, und das ohne von den Orks gesehen zu werden. Wie haben die das geschafft? Adar schafft es schließlich und Mordor ist geboren. Auch hier nein. Korrektur, das hat 2012 Niveau an Plotdummheit. Bei einem pyroklastischen Strom ist man tot. Kein Rettungswurf erlaubt, da ist einfach Ende. Aber man legt noch eine Schippe Dummheit drauf und zeigt brennende Holzhäuser und Pferde. Holz entflammt ab 260°C. Wenn das anfängt zu brennen, dann brennst du auch.

          Und wofür? Weil "Uruk Lives Matter!" Ja, Adar ist hier der Gute und möchte den diskriminierten Uruks ein Zuhause gebeben. Dass er von den Verrätern verlangt sich gegenseitig umzubringen und sie später verheizt, damit habe ich ehrlich gesagt kein Problem. Sie waren bereit ihre Nachbarn zu töten, die haben das alles verdient.

          Kommen wie aber zu dem Moment, wo, von allen möglichen Personen, ausgerechnet Sauron zu Galadriel sagt, sie geht zu weit und sollte keine Kriegsverbrechen wie das zu Tode foltern von Kriegsgefangenen begehen. Die Serie hat hier tatsächlich gesagt, dass Galadriel böser als Sauron ist. WTF.

          Kommen wir zu Sauron. Der wollte einfach nur seine Ruhe, aber Galadriel hat ihn immer weiter getrieben. Sie hat ihn zum König gemacht, sie hat ihn in die Südlande mitgenommen, sie hat ihm das Leben gerettet (ob die Wunde wirklich tödlich war?) und zu guter Letzt hat sie ihn zu den Ringen geführt. Das alles wäre ohne Galadriel wohl nie passiert.

          Und was sollte das mit, es er sieht zwischen herrschen und helfen keinen Unterschied? Ja, du musst nicht herrschen um zu helfen, aber Herrscher sollten helfen, das schließt sich nicht gegenseitig aus. Er hat es vielleicht schlecht formuliert, aber er hat nicht Unrecht. Kein Grund für Galadriel da sofort so auszuticken. Wobei, ihr Herz ist ja immer noch voller Hass auf ihn wegen dem Bruder. Warum eigentlich nicht wegen ihrem Mann? Der scheint zwar nur verschollen zu sein, aber sie sucht mehr nach Sauron als nach ihm, also geht sie wohl von seinem Tod aus.


          Wir haben hier also eine Mary Sue, die den Antagonisten in seine Rolle drängt und selbst noch böser ist als er. Außerdem einen 2. Antagonisten, der seinen diskriminierten Kindern ein Zuhause geben will.
          Wer ist hier nochmal der Gute und der Böse? Die Serie hat mich inzwischen davon überzeugt, dass Sauron und Adar die Guten, während Galadriel und die Hobbits "patently evil" sind. Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich dazu sagen soll.

          Aber wie konnte es dazu kommen? Angefangen hat es mit J.J.Abrams, der die beiden empfohlen hat. Und wie wir alle wissen hat J.J. noch nie eine schlechte Entscheidung getroffen. Die beiden hatten zwar keine Erfahrung, aber dafür reichlich Ego, in Abrams Augen also perfekt. Sie haben selbst gesagt, sie haben während der Dreharbeiten von RoP so viel gelernt.
          WTF Amazon, ich lasse den Fahranfänger doch auch nicht den Ferrari fahren. Wie hinrverbrannt muss man für so eine Entscheidung sein? Amazon ist jetzt berechtigt in Panik und mal sehen ob es überhaupt eine 2. Staffel geben wird. Bei einer Serie, die selbst die eigenen Analysten einschlafen lässt, weil die Szenen entweder viel zu langatmig oder viel zu schnell sind, ist das alles andere als gewiss.

          Ach ja. die Slowmos sind lachhaft unpassend, genau wie die übertrieben epische Musik. Aber wie J.D. Payne und Patrick McKay selbst gesagt haben, sie sind noch Anfänger und haben viel zu lernen.

          Urteil: Wie die SW-ST eine Serie, die nur dazu da ist um zu zeigen wie man es nicht machen sollte.

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            #6
            Jup, ist Folge 8. Habe mich verschrieben. Leider kann ich den Thread nicht mehr editieren .

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              #7
              Der Sauron-Verdacht um den Zauberer-"Riesen"ist ausgeräumt, die nervigen Elben-Hexen verbannt, der wahre Sauron enrdeckt, der Dolch der Heerführerin endlich eingeschmolzen (den diese ständig umklammerte wie es die heutigen Leute es mit ihren Handys tun) die Ringe geschmiedet. Die Folge hat mich etwas zufriedener zurück gelassen wie die Vorgängerfolgen.

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                #8
                Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                Lustig wäre aber gewesen, wenn das Mädchen sich umdreht und Gandalf wäre weg gewesen, weil es selbst ihm zu lange gedauert hat.
                *tehehe Das hatte ich mir so in etwa auch gedacht. ^^

                Ich fand die Schmiedegeschichte auch irgendwie zu simpel und uneinprägsam inszeniert. Ich kenne Tolkiens Gedankenkonstrukt nur von den Filmen und Wikis, habe selber kein Buch von ihm gelesen (dauert mir zu lange, hab besseres zu tun). Aber es stimmt damit dennoch: es ist schon etwas ärgerlich, dass man gerade diesen Schlüsselmoment recht stark abändert, indem man Annatar gar nicht benutzt und stattdessen Halbrand in ein paar recht langweiligen Szenen husch, husch ein bisschen Schmiedelehrstoff für Fortgeschrittene zitieren lässt. Dann sollten ja die Ringe mächtige Gegenstände sein. Nur hat man bei dem ganzen Schmiedeszenen gar nicht wahrgenommen, dass da sehr starke maagische Objekte hergestellt wurden. Es sah einfach nach ein paar Ringen aus aus einem kleinen, blöden Stück Mithril, dass bei den Zwergen in Massen rumliegt, etwas Aurum und etwas Argentum. Theroethisch könnte das jeder Zwerg in seiner Bude genauso machen. Wo ist da also bei den Elf der große Unerschied, dass das mit die mächtigsten magischen Objekte der Welt sind? Ja, es lagen da noch drei Edelsteine rum, aber die waren auch einfach nur da, lagen offen in der Werkstatt rum und ein einfacher, verletzter Numenorer konnte einfach in diese Werkstatt gehen. Er durfte daann auch noch einfach die ganze Zeit mitschmieden, obwohl die Elf diese prozedur ja unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen hätten machen müssen. Man stelle sich vor, die USA entwickelt gerade die beste Atomrakete, die es gibt und in das Labor kann einfach so ein komischer Einwanderer-Typ aus dem Krankenhaus reinlaufen und bissl über Atome quatschen … Also alles in allem echt blöd umgesetzt.

                Nun hat man (vorerst) auf Annatar verzichtet, aber vielleicht kommt er ja noch und wird dann beim Schmieden der weiteren Ringe eingesetzt. So hätte man dann zwar die drei Elf-Ringe vor den anderen geschmiedet (im Tolkien-Orginal ist das wohl umgekehrt), aber im Endeffekt käme ja dann das gleiche raus. Vlt. ist es ja auch sinnvoller so, dass Sauron jetzt erst erstmals bei den Elf war und jetzt erst weiß, wie die sich dort alle verhalten und dadurch erst einen Annatar spielen kann. Ist zwar Spekulation, aber wenn die es halt irgendwie so sinnvoll lösen, könnte ich damit wieder leben. Muss man aber abwarten.

                „Da real“ Gandalf ist endlich da und den Hobbit trek haben wir nun hoffentlich überstanden. Ich verstehe die Idee, dass die Hobbit zuerst Nomaden waren, das ist schon plausibel so und hat man für so eine fantasy-Welt auch durchaus gut dargestellt. Aber es war trotzdem echt langweilig … Das spricht wohl eher Mädchen als Zielgruppe an, die das bestimmt schön anzusehen fanden. Das ist aber nun hoffentlich vorbei und in den nächsten Folgen sehen wir hoffentlich Gandalf auf Abenteuer zu allen möglichen Orten in Middle Earth zusammen mit female Frodo. Das stelle ich mir tatsächlich durchaus unterhaltsam vor, weil mir Gandalf/Frodo zusammen auf Reisen in den Jackson-Filme dann doch zu wenig vorkam. Das war ja da beim Balrog schon vorbei und Gandalf hat sich dann immer woanders rumgetrieben und bei den Hobbit-Filmen erinnere ich mich nur an Bilbo und die Zwerge …

                Kein Durin mehr, aber das wird denke ich dann wieder in den nächsten Folgen vorkommen, wenn es darum geht, die Zwergenringe zu machen und zu verteilen und wenn Sauron anfängt, seine Orcs loszuschicken. Der Balrog is ja auch noch da. Insgesamt also ist das ganze bisher eine kleine Vorgeschichte gewesen, in der sih ein paar Southlanders mit Orcs geprügelt haben, die Zwerge Mithril fanden und die Hobbits baby-Gandalf großzogen. Der kranke Kram mit den ricchtigen Schlachten kommt sicher noch und ich freu mich trotz der Dehnungen der Tolien-Orignaldinge drauf. Und hoffentlich lernt man auch aus den Macken, die man bisher gemacht hat. Die ersten Folgen von DS9 oder Evangelion waren auch solala und es ging später trotzdem gut ab. ;P

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                  #9
                  Gut an dieser Folge hat es mir gefallen das endlich das Rätsel um Gandalf und Sauron gelöst wurde, wobei mir jedoch nicht ganz klar war, wie Galadriel auf einmal darauf gekommen ist. Irgendwie hatte ich ja schon immer ein wenig den Verdacht das mit Halbrand etwas nicht stimmte.
                  Etwas mehr Sendezeit hätte ich gerne für die Eärien-Handlung gehabt bzw. etwas mehr Erklärung warum sie Königin werden sollte, wäre schon nett gewesen. Dieser Handlungsstrang war leider zu sehr abgehakt.
                  Alles in allem denke ich das vier Sterne für die Folge in Ordnung gehen.
                  Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2021

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von Rommie's Greatest Fan Beitrag anzeigen
                    Gut an dieser Folge hat es mir gefallen das endlich das Rätsel um Gandalf und Sauron gelöst wurde, wobei mir jedoch nicht ganz klar war, wie Galadriel auf einmal darauf gekommen ist. Irgendwie hatte ich ja schon immer ein wenig den Verdacht das mit Halbrand etwas nicht stimmte.
                    Also laut den Videos hat Celebrimbor die Worte benutzt, die auch Adar benutzt hat, als er beschrieben hat was Sauron versucht hat.
                    Ist also schon nicht offensichtlich und dazu kommt, dass Celebrimbor damit genau das beschreibt was die Ringe tun sollen. Ihr ganzer Verdacht ist somit ziemlich konstruiert.

                    Und das mit Halbrand ist nicht verwunderlich, schließlich hat die Serie die ganze Zeit über angedeutet, dass er Sauron ist. Und als Protagonist ist er nochmals verdächtiger.

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