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Rückblick und Gesamtbetrachtung Staffel 8 (VORSICHT MASSIVE SPOILER)

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    Rückblick und Gesamtbetrachtung Staffel 8 (VORSICHT MASSIVE SPOILER)

    Damit endet nun das Spiel der Throne. Insgesamt bin ich persönlich mit dem Ende recht zufrieden, hätte aber besser sein können und ich habe bessere Fan-Theorien diesbezüglich im Internet gelesen. Also ich würde (auf den ersten Blick, muss sie noch mehrmals auch in Gesamtreruns sehen) schon von einer der schwächeren Staffeln der Serie sprechen, was aber beim extrem hohen Niveau dieser nicht viel sagt .

    GoT war schon immer eine Serie der Superlative. Sei es im Produktionsaufwand, der Quoten, der Popularität und jetzt auch beim Internet Bashing. Ich glaube ich habe noch keine Produktion gesehen, die dermaßen gehated wird (von Fake-Filmfehlern wie Jaimes Hand in der Vorfolge bis hin zu den katastrophalen Folgen-Bewertungen auf IMDB). Dagegen war ja der Shitstorm bei Episode 8 harmlos. Ich habe immer vermutet, dass das Ende die Fans spalten wird, da man es nicht jedem Recht machen kann, doch mit dermaßen (meiner Meinung nach überzogener) Kritik habe ich nicht gerechnet.

    Aber um zu meiner persönlichen Meinung der Staffel zurückzukommen. Die Staffel und damit die Serie selbst, hat IMO zwei große Kritikpunkte. Da wären die Weißen Wanderer deren Bedrohung auf einmal nicht mehr so groß scheint, so einfach (und ohne weitere Hintergrundinfos) werden sie abgefrühstückt. Wer sich da ein zweites HdR mit dem ultimativen Kampf Gut vs Böse erwartet hat, wird bitter enttäuscht. Auch weiß ich auch nach dem Ende nicht so recht, warum die Weißen Wanderer unbedingt Bran als Dreiäugigen Raben töten wollten und was es mit dem Herrn des Lichts und seinen Prophezeihungen auf sich hat. Dass der Nachtkönig bei Feuer als Archillesferse auf einmal Drachenfeuer standhalten kann (aber Drachenglas und Valyrischer Stahl können ihn töten) sehe ich ebenfalls mehr als Fehler an.

    Der zweite Kritikpunkt ist Dany. Ich sehe ihren Wandel selbst jetzt nicht als Kritikpunkt (ihre Rede in Folge 6 ist klasse, quasi ne typische Dany-Rede, nur dass der Zuseher sie jetzt aus einem anderen Blickwinkel betrachtet – auch die Einstellung mit dem Drachen hinter ihr, dass es aussieht als hätte sie Flügel ist genial), allerdings wurde hier IMO zu wenig Vorarbeit geleistet. Dany war die 7,5 Staffeln zuvor klar die Heldin der Show (wenn auch mit ein paar dunklen Zügen). Sie nun binnen 2 Folgen zur Schurkin zu machen, ist IMO eher schwaches Storytelliing und ich hoffe GRRM nimmt sich in seinen Büchern mehr Zeit für Danys Fall (auch wenn sie dort generell schon etwas dunkler ist). Ich schätze mal ein Grund für diesen Fehler dürfte sein, dass der Dany-Charakter sich als Symbol des Feminismus verselbständigt hat, dass D&D möglicherweise Angst hatten ihre dunklen Züge zu früh zu zeigen, da sie die ganzen Dany-Fans nicht vergraulen wollten (was ja in den letzten Folgen auch passiert ist).

    Die Stärken der Staffel liegen ziemlich dort, wo bereits die Stärken der vorherigen lagen. Klasse Schauwerte (die Zerstörung von Kings Landing ist weeeit beeindruckender als Smaugs Zerstörung der Seestadt im dritten Hobbit), klasse Charakterszenen, starke Intrigen und unvorhersehbare Twists. Dort dreht Staffel 8 nochmal voll auf und zählt sie sicherlich zu den besten der Serie.

    Als Ende finde ich die Staffel auch sehr gelungen. Auch wenn es tatsächlich mehr süß als bittersüß ist, darf eine Fantasy-Serie am Ende gerne auch etwas Kitsch beinhalten. Es ist eine schöne Verabschiedung der Charaktere. Die Welt selbst soll uns ja in den kommenden Prequels erhalten bleiben.

    Die Serie würde ich weiterhin als meine persönliche Lieblingsserie bezeichnen. Auch wenn die letzte Staffel eine Enttäuschung auf hohem Niveau ist und manche Kritikpunkte (eher ins Nichts verlaufende Bedrohung der Weißen Wanderer, Danys Wandel, Kriegsstrategie scheint auch keine Stärke von D&D zu sein ) die Serie als Ganzes betreffen, kann mir keiner diese tollen Jahre mit der Show und den Büchern nehmen. Apropos Büchern, GRRM hat es den Autoren mit Sicherheit nicht leicht gemacht (nicht umsonst warten wir mittlerweile über 6 Jahre auf „Winds of Winter“), von dem her breche ich hier mal eine Lanze für die beiden wohl mittlerweile im Internet meisthassten Autoren und sage, sie haben einen tollen Job (vor allem für die beschi**ene Ausgangslage vor die sie GRRM stellte) gemacht.


    Staffel Ranking:
    1. Staffel 6
    2. Staffel 4
    3. Staffel 7
    4. Staffel 3
    5. Staffel 1
    6. Staffel 8
    7. Staffel 2
    8. Staffel 5
    Zuletzt geändert von HanSolo; 21.05.2019, 09:47.

    #2
    Schöne Zusammenfassung und ich kann dir da beinahe in allen Punkten zustimmen. Wie schon mehrfach erwähnt, hätten ein paar Folgen mehr der Staffel gutgetan, gerade im Hinblick auf Daenerys' Fall aber alles in allem ist das, wie du schon sagst, Jammern auf extrem hohen Niveau. Dieses übermässige Kritisieren im Netz, was ich total nicht abkann, hängt irgendwie mit dem aktuellen Zeitgeist zusammen und ist für mich nicht nachvollziehbar. Da haben Crew und Cast über die Jahre ein gewaltiges Serien- und Popkulturphänomen geschaffen, was ähnl wie bei Herr der Ringe von der Buchvorlage wohl äusserst schwierig zu verfilmen war und dann straft man es am Ende so dermaßen ab.
    Das finde ich doch sehr ungerecht und undankbar.Aber die die Brüllen wurden schon immer schneller erhört als die die es nicht tun.

    Ich habe zB zwei weibliche Bekannte, deren Fokus bisher auf Daenerys Arc und den Drachen lag und die jetzt nach der letzten Folge total enttäuscht sind und auch die achte Staffel zerreissen. Ziemlich emotional und unobjektiv wie ich finde. Ich habe versucht denen zu erklären das GoT eben nicht nur aus Danys Arc besteht sondern aus viel mehr. Es war schon immer eine Serie der unerwarteten Wandlungen und Plotttwists und nur weil es an das Schicksal des Lieblingscharakters ging, ist ja nicht plötzlich alles schlecht.
    Die Diskussion ging sogar soweit, dass wir uns fast darüber gestritten haben und die beleidigt waren, dass ich die achte Staffel noch gut finden konnte, so dass ich mich dann lieber doch zurückgezogen habe, um keinen bleibenden Schaden zu verursachen

    Ein Ranking der Staffeln finde ich sehr schwer aber ich versuchs mal 4,6,1,7,8,5,3,2

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      #3
      Insgesamt eine unterhaltsame Staffel, aber für mich nichts, was man sich ein zweites Mal ansehen möchte. Ich möchte die "24"- Analogie, die ich in einigen Folgen benutzt habe, nicht zu sehr ausbreiten, aber im Wesentlichen ist meine Erfahrung als Zuschauer ähnlich: wenn die Wendungen und Opfer bekannt sind, bleibt storytechnisch nicht viel zum Mitfiebern übrig. Stannis mag Recht damit haben, dass das Gute nicht das Schlechte und das Schlechte nicht das Gute auslöscht, aber das Sehvernügen für die Serie als Ganzes wird schon beeinträchtigt, wenn man weiß, dass bestimmte Handlungsbögen im Nichts enden und geliebte Charaktere ermordet werden (haupsächlich charakterlich).

      Die 5 Stufen der Trauer habe ich dennoch recht schnell bewältigt, schließlich gibt es jede Menge andere Serien auf die man sich freuen kann. Wie "Westworld", wo die erste Staffel mich dazu gebracht hat, Bücher über die Philosophie des Bewusstsein aus dem Keller zu holen, "Black Mirror" und sogar eine neue Star Trek Serie über Picard.

      Ich glaube ich habe noch keine Produktion gesehen, die dermaßen gehated wird (von Fake-Filmfehlern wie Jaimes Hand in der Vorfolge bis hin zu den katastrophalen Folgen-Bewertungen auf IMDB)
      Die Serie hat eine Bewertung von 9,5, was absurd hoch ist. Die erste Hälfte der letzten Staffel wurde im Schnitt noch mit Werten um 8,0 bewertet, was ebenfalls noch gut ist. Bei den letzten Folgen ist halt die Frage, wie man außergewöhnliche gute Spezialeffekte/Schnitt/Musik/Regie mit schlechter Drehbucharbeit ("Dany kind of forgot about the Iron Fleet" (sic)) abwägt. Mit etwas Abstand werden sich die Bewertungen da vermutlich um die 7,0 einpendeln, und besser ist das Gesamtprodukt halt nicht.

      Aber D&D sind schon arme Schweine, dass sie mit so einer bescheidenen Vorlage arbeiten mussten. Nicht auszudenken was für Meisterwerke entstehen würden, wenn man einen von ihnen eine Comicbuchvorlage wie die X-Men überlassen würde... ohhh.
      Nunja, mutig sind sie ja, dass sie sich gleich im Anschluss an Star Wars versuchen, wo die Fans noch 15-20 Jahre später jeden von Georges schrecklichen PT-Dialogen zerreißen.
      Zuletzt geändert von KennerderEpisoden; 21.05.2019, 13:28.
      I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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        #4
        Im Grunde kann ich Han Solos Bewertung Bewertung der 8. Staffel von Game of Thrones weitgehend zustimmen.

        Die Schauwerte wurden noch einmal deutlich nach oben geschraubt und bewegen sich in den finalen Folgen auf dem Niveau von Blockbuster-Produktionen. Da ist die Serie einen weiten Weg gegangen - wo man uns in der ersten Staffel budgettechnisch nicht einmal ein kleines Gefecht zeigen konnte.

        Allerdings gibt es halt die beiden großen Kritikpunkte, die nicht wegzudiskutieren sind.

        Zum einen ist da das Ende des White Walker Handlungsstrangs. Da wurden die Walker und ihre Untoten von Folge 1 an als DIE große Bedrohung im Hintergrund aufgebaut. Eine Bedrohung vor der die Thronstreitigkeiten im Süden wie ein Kindergeburtstag erscheinen. Und als es dann endlich zur großen Konfrontation kommt, ist die große Bedrohung in einer kaum zu erkennenden Schlacht auch schon wieder abgefrühstückt. Der Vogel schießt man natürlich am Ende ab. Da haben die Untoten schon Winterfell fast komplett überrannt, der Nachkönig und seine Leutnants stehen dem Ziel Bran Auge in Auge gegenüber - und aus dem Nichts erscheint Deus-Ex-Arya und macht der vermeintlich größten Bedrohung der Serie flugs den Garaus - so wie es sonst nur mit einem drittklassigen Groschenroman-Schergen passiert. Und der noch größere Brüller passiert in der anschließenden Folge, denn obwohl Winterfell fast komplett eingenommen wurde, sind nur rund die Hälfte aller Soldaten gefallen. Und man fragt sich gleich, wo die denn alle überlebt haben wollen.

        Dies kann man halt nicht wegdiskutieren. Dieser eigentlich größte Handlungsstrang der Serie wurde leider am Ende total in den Sand gesetzt und erfährt keinen befriedigenden Abschluss.


        Und zu anderen haben wir natürlich Daenerys. Ich bin hier nicht objektiv -. mir geht es wie gazzmans Bekannten. Es ist extrem unbefriedigend und für mich persönlich richtig traurig. Wenn man Dany 7 und 2/3 Staffeln lang als Heldin aufbaut, nur um sie dann in der vorletzten Folge zur größten Massenmörderin der Serie zu machen und dann sofort im Finale abzuservieren. Dann hat das die Figur nach ihrem ganzen Weg durch die Serie einfach nicht verdient! Und hier lastet die Schuld meiner Meinung nach ganz klar bei den Serienmachern. Die behaupten ja von sich aus, schon einige Jahre zu wissen, wie die Serie ausgeht. Wenn ich aber wies, was mit Dany am Schluss passiert, dann behandle ich sie doch nicht bis Mitte von Episode 8X05 als Heldin, sondern ich fange rechtzeitig an, Ihren Fall vorzubereiten. Gerade bei einer Serie wie Game of Thrones, die immer viel wert auf nachvollziehbare Charakterwendungen legte, ist dies unverzeihlich.

        Deswegen ist Staffel 8 für mich eine der schwächsten der Serie, trotz der grandiosen Schauwerte und einem ansonsten sehr versöhnlichen Finale. Als großer Daeenarys-Fan quasi seit Folge 1 an kann ich gar nichts anders sagen.

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          #5
          Souvreign Aus deiner Sicht kann ich es ja auch irgendwie nachvollziehen, dass Daenerys' Entwicklung die achte Staffel eher enttäuschend auf dich wirken liess. Du erklärst es zumindest recht objektiv. Ich dagegen fand die Handlungsstränge in Westeros immer interessanter als Danys Werdegang in Essos. Die Essos Story wirkte für mich immer wie ein abdriften in eine andere Welt auch visuell vollkommen losgelöst vom Rest der Serie. Ich fand Daenerys als Charakter okay aber sie hat mich nie vollkommen mitgenommen.
          Charaktere wie Jon, Tyrion, Jaime, Arya, der Hund (seine Soloepisode war klasse), oder auch die hassenswerte Cersei fand ich immer interessanter. Von daher liessen sich die Ereignisse in Staffel 8 auch wesentlich leichter für mich verdauen als vielleicht für dich.

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            #6
            Zitat von gazzman Beitrag anzeigen
            Souvreign Aus deiner Sicht kann ich es ja auch irgendwie nachvollziehen, dass Daenerys' Entwicklung die achte Staffel eher enttäuschend auf dich wirken liess. Du erklärst es zumindest recht objektiv. Ich dagegen fand die Handlungsstränge in Westeros immer interessanter als Danys Werdegang in Essos. Die Essos Story wirkte für
            mich immer wie ein abdriften in eine andere Welt auch visuell vollkommen losgelöst vom Rest der Serie..
            Ich mochte immer beides. Wobei die Essos-Handlung oft die epischeren Szenen (Bad-Ass-Dany Momente) hatte. Optisch fand ich jetzt nicht DEN Unterschied. "Mereen" befindet sich in der Realität ja wie "Königsmund" in Kroatien. Selbiges gilt für den Großteil von "Braavos" (wobei tlw auch in Spanien gedreht) Und ab Staffel 5 waren ja auch Tyrion, Varys und Aryia in Essos.

            Da empfand ich den Dorne-Teil und die Eiseninseln in Band 4 als losgelöster vom Rest.

            Hund (seine Soloepisode war klasse)
            Welche Solo-Episode meinst du? In 6.7 traten die anderen Charaktere ja auch auf. Der Hund hatte nur einen seperaten Handlungsstrang.

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              #7
              Echt? Ich hätte schwören können das die Episode nur um den geläuterten Hund in dieser Gemeinschaft ging. Dann war der Part wohl nur ziemlich hervorstechend

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                #8
                Mir hat die Schlacht um Königsmund sehr gut gefallen und mir hat am Anfang der 8.Staffel auch das Zusammentreffen der "Gefährten" von GoT sehr gut gefallen.

                Mir hat allerdings weder die schnelle Entwicklung Danys zur Völkermörderin in Westeros noch das Ende von Jon Snow zugesagt. Es ist wirklich eine Beleidigung für die Charaktere, dass sie so ein unwürdiges Ende nehmen mussten, wo die Show doch gerade von diesen beiden Hauptcharakteren getragen wurde.

                Ich fühle mich ein bissl wie bei der Serie Lost, das Ende ist ein Desaster, der Rest ist phänomenal.

                Gut, dass George R. R. Martin bereits verlauten liess, dass das Ende seiner Bücher nicht dem Ende der Serie entspricht. Das beruhigt mich dann doch.

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                  #9
                  Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
                  Gut, dass George R. R. Martin bereits verlauten liess, dass das Ende seiner Bücher nicht dem Ende der Serie entspricht. Das beruhigt mich dann doch.
                  GRRM hat gemeint, dass das Ende in den Nebencharakteren nicht das selbe sein wird (kann es auch nicht, fehlen etliche Nebenchars in der Serie bzw. hatten eine andere Entwicklung), es aber im Grunde schon das Selbe sein wird. Jon und Danys Schicksal sowieso Bran als König der nunmehr sechs Königslande wird zu 99 % wohl dem Buchende entsprechen.

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                    #10
                    Ich werde meine Meinung zur 8.Staffel noch im GoT-Staffelbewertungsthread darlegen. Bin im Moment noch am überlegen, ob ich der letzten Folge 6 oder doch "nur" 5.5 Sterne geben soll
                    Kurz gesagt bin ich aber mit dem Ende von GoT und auch einem großen Teil der 8.Staffel sehr zufrieden, auch wenn die achte sicher nicht die beste Staffel von GoT "ever" ist. Mein Hauptproblem in der Staffel ist die unglaubwürdige, nicht nachvollziehbare und übereilte Charakterentwicklung von Daenerys und die Charakterrückentwicklung von Jamie. Natürlich gab es zudem auch einige Logikfehler, besonders was die Schlachten angeht, aber die gab es in vorherigen Staffeln auch schon; ich erinnere zum Beispiel an die plötzlich vorhandenen Leichenberge in "Battle of the Bastards".

                    Mein Staffelranking sähe ungefähr so aus (beste Staffel zuerst):

                    4. Staffel
                    6. Staffel
                    3. Staffel
                    1. Staffel
                    8. Staffel
                    5. Staffel
                    2. Staffel
                    7. Staffel

                    Die achte Staffel ist also eine deutliche Steigerung gegenüber der vorherigen Staffel 7.

                    Zitat von Sunny Beitrag anzeigen
                    Mir hat allerdings weder die schnelle Entwicklung Danys zur Völkermörderin in Westeros noch das Ende von Jon Snow zugesagt. Es ist wirklich eine Beleidigung für die Charaktere, dass sie so ein unwürdiges Ende nehmen mussten, wo die Show doch gerade von diesen beiden Hauptcharakteren getragen wurde.

                    Der Tod von Hauptcharakteren war eines der Markenzeichen von GoT schon immer seit Staffel 1 (Ned, Viserys, Robert...), von daher sehe ich nicht, wie der Tod von Daenerys trotz aller zugegebenermaßen nicht nachvollziebaren Entwicklung in der allerletzten Folge eine Beleidigung darstellen könnte. Auch Jon's Ende finde ich durchaus passend: Er kehrt dahin zurück, wo er schon in der ersten Staffel war. Ihn als König auf dem Thron sitzen zu sehen, nachdem er seine Königin ermordet hat, wäre unglaubwürdig gewesen.
                    Außerdem waren Daenerys und Jon erst seit ungefähr Staffel 6 die beiden Hauptcharaktere, die die Serie getragen haben. Vor den beiden in den Credits standen immer die drei Lannistergeschwister und die waren immer auch sehr wichtig.
                    Vella: "Tarnat said I'd find you here. I see why he mistook you for Sebacean. Same size, weight, coloring - though the brain cavity appears smaller."
                    Crichton: "Yeah, but my choppers are first class and I do an excellent turn my head and cough."

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                      #11
                      Die ganze Mülligkeit von Staffel 8 nochmal auf den Punkt gebracht: https://www.youtube.com/watch?v=Ky4lycAfr34

                      Zugestehen kann man den Autoren, dass es nicht einfach ist, einem so großen Werk ein rundes Ende zu verpassen. Andererseits: Sie hatten mehr als genug Zeit und Geld zur Verfügung.
                      "The only thing we have to fear is fear itself!"

                      "The only thing we have to fear is... Herbert Hoover! He's a lizard alien! They walk among us! Ruuuuuuun!"

                      "The only thing we have to fear is... Polio! It got me and now it's coming for you! Run for your lives while you still can! I'm contagious!"

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                        #12
                        Zitat von Commander Crichton Beitrag anzeigen
                        Auch Jon's Ende finde ich durchaus passend: Er kehrt dahin zurück, wo er schon in der ersten Staffel war. Ihn als König auf dem Thron sitzen zu sehen, nachdem er seine Königin ermordet hat, wäre unglaubwürdig gewesen.
                        Unter Targaryen wäre das nun nicht wirklich ein Hindernis. Ausserdem ist Jon der wahre Erbe des Thrones. Jon ist in den ersten 7 Staffeln immer wieder über sich hinaus gewachsen. Er wurde Lord Kommandant der Nachtwache, er wurde zum König des Norden ausgerufen,weshalb sollte es unpassend sein, dass er den eisernen Thron besteigt. Er wollte nie die Macht, so wenig wie Bran, aber irgendwie hat er dennoch komandiert. Ihn in der 8. Staffel zum Schoßhündchen von Dany zu machen und ihn wieder zur Mauer zu schicken, passt nicht zu dem einst aufgebauten Charakter der Serie.

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                          #13
                          Die Dothraki und die Unbefleckten hätten den Königinnenmörder wohl nie auf dem Thron sehen wollen (selbst für die Westerosi scheint Königsmord auch bei irren Königen ein ultraböses Delikt zu sein, wovon Jaime Lennister nur ein Lied singen kann). Sprich trotz seines höheren Anspruches wäre Jon nie mehr als König akzeptiert worden. Dass der erste der Thronfolge auf diesen verzichten und sein Leben an der Mauer fristen kann, sah man ja auch bei Measter Aemon.

                          Außerdem hab ich nie gerechnet, dass Jon am Ende auf dem Eisernen Thron sitzt (solche Offensichtlichkeiten wurden bei GoT nie erfüllt). Eigentlich hab ich immer gerechnet, dass sowohl er als auch Dany in der finalen Staffel den Löffel abgeben.

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                            #14
                            Zitat von gazzman Beitrag anzeigen
                            Ich fand die Handlungsstränge in Westeros immer interessanter als Danys Werdegang in Essos. [...] Charaktere wie Jon, Tyrion, Jaime, Arya, der Hund oder auch die hassenswerte Cersei fand ich immer interessanter.
                            gazzman Yo genau, der ganze Handlungsstrang von Frau "Ich hänge mal eben am Arsch der (Westerosi-)Welt in der Wüste rum und vertreibe mir die Langeweile mit Schatzsuche, Brandstiftung und nebenbei bisserl Sklavenbefeiung" hat mich nie besonders vom Hocker gerissen, auch wenn das ein tragendes Element der Serie sein soll. Da haben mir die Querelen zwischen dem Rest der Häuser im Norden und in KM schon völlig gereicht.

                            Außerdem habe ich Dany-Sahne irgendwie nie wirklich über den Weg getraut; etwas ganz tief in mir drin scheint "gewusst" zu haben, dass das noch ein "pöhses Ente" mit ihr nehmen würde.
                            Ich bin für jeden konstruktiven Beitrag zur Lösung eines Problems dankbar. Das war keiner.

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                              #15
                              ... Auch weiß ich auch nach dem Ende nicht so recht, warum die Weißen Wanderer unbedingt Bran als Dreiäugigen Raben töten wollten und was es mit dem Herrn des Lichts und seinen Prophezeihungen auf sich hat. Dass der Nachtkönig bei Feuer als Archillesferse auf einmal Drachenfeuer standhalten kann (aber Drachenglas und Valyrischer Stahl können ihn töten) sehe ich ebenfalls mehr als Fehler an. ...

                              Warum der Nachtkönig ausgerechnet den Dreiäugigen Raben töten wollten, wurde doch von Sam gut erklärt. Bran vereint das gesamte Wissen der Menschheit in sich. Wenn das Gedächtnis der Menschheit ausgelöscht ist, die Menschheit ihrer Vergangenheit beraubt wurde, ist auch die Essenz der Menschheit tot. Das symbolisieren auch die Untoten. Sie haben keine Erinnerung mehr, keine Persönlichkeit...., sind nur noch willen- und seelenlose Hüllen...

                              Der Herr des Lichts ist sozusagen der Gegenspieler des Großen Anderen (der, dessen Namen nicht genannt werden darf). Eis (Tod, Dunkelheit...) vs Feuer (Leben, Licht...)
                              Es muss zum große Schowdown zwischen diesen beiden Mächten kommen....


                              Die Weiße Wanderer konnten noch nie mit einfachem Feuer bezwungen werden und bei Drachenfeuer wusste es selbst Bran nicht, weil es bei der letzten langen Nacht keine Drachen gab um es zu versuchen. Bei valyrischem Stahl und Drachenglas wusste man es aber und hat es ja bereits erfolgreich umgesetzt ( die letzte lange Nacht, Sam, Hartheim...). Da gibt es keinerlei Ungereimtheiten.


                              Bis auf die 5. Staffel, die aber auch ihre (wenigen) Momente für mich hatte, wird die gesamte Serie als BR- Boxen in meine Sammlung aufgenommen (werden). Für mich ist GoT eine der besten Serien aller Zeiten und hat das Zeug, genau wie ST, SW, Akte X und Co, Kultstatus zu erlangen, wenn sie den denn nicht bereits hat. Es gab natürlich auch für mich kritikwürdigen, aber insgesamt betrachtet, erhält sie für mich das Prädikat Gesamtkunstwerk.

                              Und nun heißt es wieder geduldiges Warten... Warten auf die Fortsetzung der Buchreihe und auf eine neue Serie aus dem " Das Lied von Eis und Feuer"- Universum.

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