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[423] "Dämonen" / "Demons"

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    [423] "Dämonen" / "Demons"

    Buch:
    R.W. Goodwin

    Regie:
    Kim Manners

    Darsteller:
    Admitting Officer (Eric Breker)
    Bill Mulder -jung- (Dean Aylesworth) [Oliver Feld]
    Cigarette-Smoking Man -jung- (Chris Owens) [Martin Keßler]
    Detective Joe Curtis (Jay Acovone) [Thomas Petruo]
    Dr. Charles Goldstein (Mike Nussbaum) [Friedrich Schönfelder]
    Fox Mulder -jung- (Alex Haythorne)
    Frank Imhof (Terry Jang Barcley) [Andreas Grothusen]
    Gerichtsmediziner (Andrew Johnston) [Axel Lutter]
    Hausgehilfin (Rebecca Harker) [Silvia Mißbach]
    Mrs. Mulder (Rebecca Toolan) [Christel Merian]
    Mrs. Mulder -jung- (Shelley Adam) [Gabriele Scharnitzky]
    Samantha Mulder -jung- (Vanessa Morley) [Berenice Weichert]

    Inhaltsangabe:
    Mulder erfährt eine traumartige Vision, möglicherweise eine Erinnerung aus der Kindheit, in welcher er seine Mutter und seinen Vater sieht wie sie auf eine schreckliche Tragödie reagieren die in ihrem Haus passiert ist. Mulder wacht in einem Motelzimmer auf, die Hände und seine Kleidung sind voller Blut. Er ruft Scully an, die zu dem Motel fährt um ihm zu helfen. Durch einen geistigen Blackout kann er sich nicht mehr erinnern wie er ins Motel gekommen ist. Scully entdeckt, daß aus seiner Waffe zwei Schüsse abgefeuert wurden. Sie kann auch die Herkunft eines Wagens vor Mulders Zimmer zu David und Amy Cassandra zurückverfolgen.

    Die Agenten machen sich auf den Weg zum Anwesen der Cassandras, wo sie mit einem Haushälter sprechen. Im Haus finden sich Dutzende von Zeichnungen eines weißen Hauses. Mulder erinnert sich in dem Haus gewesen zu sein, kann sich aber nicht erinnern warum.

    Der Haushälter gibt den Agenten die Adresse des Hauses auf den Zeichnungen. Als Mulder sich dem Haus nähert, kommt ihm plötzlich die Erinnerung an einen jungen Cigarette-Smoking Man im Haus seiner Eltern. Als die Erinnerung wieder verblaßt gehen die Agenten in das Haus, wo sie die toten Körper von David und Amy Cassandra finden.

    Das Blut der Opfer stimmt mit dem auf Mulder Shirt überein, Detective Curtis nimmt Mulder daher unter Arrest. Aber eine toxikologischer Bericht findet Spuren des Anästhetikums Ketamine in Mulders und Amy Cassandras Blut. Scully schlußfolgert die Droge könnte für Mulders Erinnerungsverluste verantwortlich sein.

    Kurze Zeit später, sucht Michael Fazekas die Toilette der Polizeistation auf und schießt sich selbst in den Kopf. Scully entdeckt eine Stelle auf der Kopfhaut des Mannes, die einer entspricht die auf Amy Cassandras Kaopfhaut gefunden wurde. Detective Curtis gibt an Fazekas wäre ein Ufo-Gläubiger gewesen. In Fazekas Appartment entdeckt Scully ein Ufo-Magazin in dem ein Foto von Amy abgebildet ist, die geglaubt hat sie wäre von Außerirdischen entführt worden.

    Ein gerichtsmedizinischer Bericht ergibt das Blut auf Mulders Shirt stimmt nicht genau mit dem Muster des Blutes der Opfer überein. Curtis glaubt die Cassandras sind Opfer eines Selbsmordversuchs geworden. Weitere Ermittlungen ergeben Amy hat eine Psychiater namens Dr. Charles Goldstein aufgesucht um verlorene Erinnerungen wiederzufinden. Goldstein erklärt er hatte unkonventionelle Methoden benutzt um das Gehirn mit elektrischen Impulsen zu stimulieren.

    Mulder kommt eine andere Erinnerung. In einer Vision sieht er wieder den jungen Cigarette-Smoking Man Mrs. Mulder an sich ziehend um sie zu küssen. Mulder und Scully fahren zu Mrs. Mulders Haus in Greenwich. Dort konfrontiert er seine Mutter mit dem Thema, er beschuldigt sie ihn angelogen zu haben. Er beschuldigt sie auch seinem Vater untreu gewesen zu sein. Mrs. Mulder streitet die Beschuldigungen verärgert ab, daraufhin verläßt Mulder das Haus und fährt davon.

    Mulder zwingt Dr. Goldstein mit einer Waffe seine Behandlung fortzusetzen, um die Erinnerungen an seine eigene Vergangenheit wiederzubekommen. Goldstein setzt Mulder unter Drogen, dann setzt er eine drehende Nadel an seiner Kopfhau an. Plötzlich taucht die Polizei auf und verhaftet Goldstein, doch Mulder taucht unter. Der Psychiater erzählt Scully Mulder hätte sein Büro verlassen um seine Dämonen zu finden.

    Scully findet Mulder im Haus in Quonochontaug, eine Waffe in seiner Hand. Voller Visionen, richtet er seine Waffe auf Scully. Sie versucht ihn zu überzeugen, daß die Hallozinogene in seinem Körper ihn unter Gewalt haben und er seinen Erinnerungen nicht trauen kann. Mulder feuert einen Schuß ab, doch die Kugel schlägt in einen Spiegel hinter Scully ein. Als der in tausend Scherben zerbricht nimmt Mulder die Waffe herunter. Scullys Angst ändert sich in Sympathie für ihren Partner.



    Quelle
    8
    ****** eine der besten Folgen aller Zeiten!
    0%
    0
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was die Serie ausmacht!
    25,00%
    2
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    12,50%
    1
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    12,50%
    1
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    50,00%
    4
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten!!
    0%
    0
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    #2
    Diese Folge hat mir überhaupt nicht gefallen. Das Mulder so extreme Mittel anwendet um seine Vergangenheit zu bewältigen finde ich schon ein wenig zu extrem.
    Gut gefallen hat mir nur die Anfangsszene, wo Mulder mit blutgetränktem Hemd und ohne Erinnerungen aufwacht und es so aussieht als ob er ein Verbrechen begangen hätte.
    Jedoch gesamt gesehen war die Folge nicht nach meinem Geschmack, deswegen nur zwei Sterne von mir.
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      #3
      Diese Episode war sehr gut!

      Sie bestach v. a. an Tiefsinnigkeit und Anspruch, aber auch an Spannung. Mulders Bestreben, endlich die Wahrheit über das Verschwinden seiner Schwester herauszufinden, wird hier ad ultimum (stellenweise aber ad absurdum) geführt.

      Auch die Geschichte rund herum sagte mir sehr zu, deswegen gibt's von mir fünf Sterne.

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        #4
        Zitat von Rommie's Greatest Fan Beitrag anzeigen
        Diese Folge hat mir überhaupt nicht gefallen. Das Mulder so extreme Mittel anwendet um seine Vergangenheit zu bewältigen finde ich schon ein wenig zu extrem. Gut gefallen hat mir nur die Anfangsszene, wo Mulder mit blutgetränktem Hemd und ohne Erinnerungen aufwacht und es so aussieht als ob er ein Verbrechen begangen hätte.
        Der Anfang der Folge, die ich mit drei Sternen bewerte, war noch recht interessant, danach passierte jedoch nicht mehr viel. Das eigentliche Verbrechen mit zwei Toten entpuppt sich auch nur als Aufhänger für eine relativ langweilig erzählte Mythologie-Geschichte. In Visionen findet Mulder dann Hinweise, dass seine Schwester nicht einfach nur von Aliens entführt wurde, sondern dass offenbar auch entschieden wurde, welches der beiden Kindern den Aliens geopfert wird. Hierbei spielt auch der CSM eine Rolle, und es scheint immer plausibler, dass der CSM Mulders Vater sein könnte, was dann auch erklären würde, warum Mulder immer wieder verschont wird.

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          #5
          Hat mir nicht gefallen. Die Folge war ziemlich wirr, anfangs noch ein wenig interessant, aber im Prinzip wusste man ja dass Mulder unschuldig ist. Einzig bemerkenswerte Szene, wo Mulder in seinen Wahnvorstellungen auch Scully bedroht und diese beruhigend auf ihn einredet.
          Als interessant stellt sich heraus, dass der CSM anscheinend Mulders Vater sein könnte. Denn dass er seine Mutter besser kennt, weiß man eh schon. Ich hoffe der Part wird nochmal aufgegriffen.
          Am Ende war ich etwas enttäuscht, dass gar nicht mehr aufgeklärt wurde, wie Mulder in Besitz des Schlüssels von Amy kam bzw. was wirklich in dem Ferienhaus vorgefallen ist.
          Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
          die Internationale erkämpft das Menschenrecht


          das geht aber auch so

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            #6
            Zwei Sterne.

            Also ich weiss nicht, einseits ist die Idee, dass Mulder ohne Gedächtnis und mit Mordverdacht festgenommen wird, nicht übel.

            Andererseits ist die Story schon sehr wirr und es kommt kaum Spannung auf.

            Sehr klischeehaft fand ich dann wie Mulder sich immer weiter in die Sch... reingeritten hat, weil er unbedingt aussagen wollte. Als FBI Agent muss er ja wissen, dass das ins Auge gehen kann.

            Schade, würde ich nicht nochmal gucken die Folge.

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              #7
              Angefangen hatte diese Folge noch ganz gut und auch hat es mir sehr gut gefallen das angedeutet wurde das der Cigarette Smoking Man eventuell Mulders Vater sein könnte. Jedoch finde ich das Mulder viel zu extreme Wege beschritten hat um an verdrängte Erinnerungen aus seiner Kindheit zu kommen. Und was bezweckte er mit der Schießerei am Ende der Folge im Haus, wo Scully alleine zu ihm kam!? Wozu sollte das bitte dienen, nur um die Folge dramatischer zu machen. Somit kann ich der Folge diesmal auch wieder nur zwei Sterne geben.
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                #8
                Mulder wacht in einem Motelzimmer in Rhode Island auf und kann sich nicht erinnern, was er dort tut, wie er dort hinkam, oder was in den letzten beiden Tagen geschehen ist. Er steht unter Schock und sein Hemd ist mit Blut verschmiert, von dem er glaubt, dass es nicht sein eigenes ist. Als er Scully herbeiruft und sie die Ereignisse zurückverfolgen, stoßen sie auf ein erschossenes Ehepaar. Die herbeigerufene örtliche Polizei hält aufgrund der Spuren und Mulders Gedächtnislücken Mulder für den Tatverdächtigen.

                Ob die jüngsten Entwicklungen um Scullys Krebserkrankung verantwortlich sind, die Infektion mit dem Schwarzen Öl im "Tunguska"-Zweiteiler oder die Konfrontation mit der in "Paper Hearts" aufgeworfenen Möglichkeit, Samantha sei von einem Serienkiller entführt worden - in "Demons" hat Mulders Obsession mit der Frage, was mit seiner Schwester geschah, definitiv den Point of No Return überschritten. Er hat an einer aggressiven psychiatrischen Behandlung teilgenommen, die Erinnerungen aus seiner Vergangenheit ans Tageslicht bringen sollte. Die Folge war ein Gedächtnisverlust von zwei Tagen, womit er noch glimpflich wegkam; drei andere Menschen haben die Folgen derselben Behandlung das Leben gekostet: Amy Cassandra, die offenbar sich selbst und ihren Mann erschossen hat, und einen örtlichen Polizisten, der ebenfalls Selbstmord beging. Vor diesem Schicksal konnte Mulder gerade noch von Scully bewahrt werden - die Szene am Schluss der Episode impliziert sehr stark, dass Mulder am Rande des Selbstmords war, als Scully in dem Sommerhaus in Quonochontaug eintraf.

                Dr. Goldsteins unkonventionelle Therapie versuchte, verdrängte Erinnerungen hervorholen, indem das Gehirn mittels Licht und Klängen durch eine spezielle Brille und Kopfhörer stimuliert wird. Dann wird dem Patienten Ketamin injiziert, ein Anästetikum, das dafür bekannt ist, Halluzinationen hervorrufen zu können. Die Droge wurde auch an amerikanischen Soldaten im Vietnam-Krieg angewandt. Im abschließenden Schritt der Therapie wird dem narkotisierten Patienten an der Stelle der Epiphyse ein Loch in den Kopf gebohrt. Dort ist das sog. "Dritte Auge" lokalisiert, das in verschiedenen Glaubensrichtungen als Kanal zu übersinnlichen Wahrnehmungen betrachtet wird.

                Sowohl Amy Cassandra als auch der Polizist Michael Fazekas glaubten, Entführungsopfer Außerirdischer zu sein, und kontaktierten Goldstein, um an die verdrängten Erinnerungen über ihre Entführung zu kommen. Durch einen Artikel über Amy in einer UFO-Zeitung kam Mulder zu den Informationen über Goldsteins Therapie und wollte sie nutzen, um sich an die Nacht von Samanthas Entführung zu erinnern. Zu den Nebenwirkungen der Therapie scheinen Zwangshandlungen zu gehören; so malte Amy Cassandra immer wieder Bilder ihres Elternhauses und Fazekas schnitt sein eigenes Bild aus Fotos in seinem Familienalbum heraus - beides hat mit der persönlichen Geschichte zu tun. Darüber hinaus litten die Patienten unter Krampfanfällen, Kopfschmerzen und Blackouts, und schließlich schweren Depressionen mit der Folge von Suizidversuchen.

                Letztlich dient die Rahmenhandlung mit den Todesfällen dazu, dem Zuschauer Einblick in Mulders Gedankenwelt zu verschaffen und mehr über seine Vergangenheit zu erfahren. "Demons" bestätigt, was sich schon in früheren Episoden andeutete - dass schon vor Samanthas Entführung das Familienleben der Mulders keine Idylle war. Immer wieder ist ein Streit zwischen Mulders Eltern zu sehen und eine verängstigte Samantha, die nach ihrem ebenfalls verstört aussehenden Bruder ruft. Es geht um Samantha bei den Streitgesprächen, Mrs. Mulder klagt ihren Mann an, "how can you do this to our family?" und Mr. Mulder antwortet, dass er Befehle bekomme. Auch der Raucher ist in den Rückblenden zu sehen; er bezeichnet Fox als "little spy" und andere Bilder suggerieren, dass er ein Verhältnis mit Mulders Mutter hat. Immer wieder sind auch Fetzen des Entführungsabends zu sehen, und am Schluss sieht man, wie Samantha davongetragen wird. Infolge der Flashbacks konfrontiert Mulder seine Mutter, und will von ihr wissen, wer sein Vater ist. Teena Mulder ist erbost und verweigert ihm jegliche Antwort, aber es ist recht offensichtlich, was die Antwort ist.

                Spoiler
                Man kann sich aus diesen Bildern und mit dem Wissen aus späteren Episoden in etwa zusammenreimen, was passiert ist: Die Aliens wollten bekanntlich ein genetisches Mitglied jeder Familie des Syndikats im Austausch gegen die Übergabe des Fötus. Ursprünglich sollte Mulder derjenige sein, der aus der Mulder-Familie übergeben werden sollte. Da Mulders Vater aber nicht Bill Mulder, sondern der Raucher ist, musste es Samantha sein. Vermutlich wurde an diesem Abend Bill Mulder eröffnet, dass seine Frau ein Verhältnis mit dem Raucher hatte und Fox ein Kind aus dieser Beziehung ist.

                Die Frage bleibt, ob diese Erinnerungen authentisch sind. Scully hat diesbezüglich Zweifel und schreibt sie dem Waxman-Geschwind-Syndrom zu, einer neurologischen Erkrankung, die mit Trance-artigen Zuständen einhergehen kann. Es könnte also sein, dass es sich bei den Halluzinationen um Bilder aus Mulders Unterbewusstsein handelt, die nicht notwendigerweise den wahren Geschehnissen entsprechen müssen. Es könnte aber auch sein, dass es Scully ist, die hier versucht, sich selbst zu überzeugen, dass die Erinnerungen unecht sind - bekanntlich hat sich Scully immer dagegen gesträubt, an die Erinnerungen an ihre eigene Entführung heranzukommen. Scullys Erklärung der Halluzinationen mit dem Waxman-Geschwind-Syndrom überzeugt mich nicht; ich halte es nicht für plausibel, dass sowohl Amy Cassandra als auch der Polizist und Mulder unter demselben Syndrom litten. Wahrscheinlicher ist, dass die Symptome durch Goldsteins Behandlung hervorgerufen wurden. Die Episode lässt diese Möglichkeit aber offen.

                Mulders Obsession, die Wahrheit über die Vorgänge in seiner Familie herauszufinden, hat in "Demons" wirklich zwanghafte Formen angenommen und es ist selbst angesichts Teena Mulders eigenen Problemen langsam nicht mehr verständlich oder verzeihlich, dass sie ihrem Sohn nicht endlich die Wahrheit sagt. Die seit Jahrzehnten verdrängten Erinnerungen kommen durch Goldsteins Therapie nun gewaltsam an die Oberfläche, und man weiß nicht, ob sie verzerrt sind oder die realen Ereignisse widerspiegeln. Mulders "I need to know" am Ende der Episode zeigt, dass er sich dessen selber nicht sicher ist. Die Ungewissheit treibt ihn in "Demons" an den Rand des Selbstmords. Zwar kann ihn Scully noch davor bewahren, aber sie macht sich große Sorgen um ihn: "Agent Mulder undertook this treatment hoping to lay claim to his past--that by retrieving memories lost to him, he might finally understand the path he's on, but if that knowledge remains elusive, and if it's only by knowing where he's been that he can hope to understand where he's going, then I fear agent Mulder may lose his course, and the truths he's seeking, from his childhood, will continue to evade him ... driving him more dangerously forward in impossible pursuit."

                Ich fand "Demons" eine sehr eindrucksvolle Episode, in der vor allem David Duchovny wieder eine seiner Sternstunden hatte. Die Rückblenden sind hervorragend inszeniert, so dass man als Zuschauer die Träume beinahe selbst zu durchleben scheint. Die stilisierten Bilder und die Schnitttechnik waren vor allem für die 90er Jahre geradezu revolutionär. Dass Mulder in "Providence" aufwachte, ist ein nettes Stück Symbolik; the "Eye of Providence", das Auge der Vorsehung, das mit den religiösen Untertönen der Serie in Verbindung steht. Die Rahmenhandlung um das erschossene Ehepaar hat ein paar Löcher; so wird nie aufgelöst, was zu deren Todeszeitpunkt geschehen ist, weswegen mit Mulders Waffe geschossen wurde und warum er überhaupt dort anwesend war. Da diese Rahmenhandlung aber ohnehin nur als Transportmittel dient, sind diese Kritikpunkte sekundär. "Demons" ist eine weitere gut gelungene Mythologieepisode, die die Handlung um die Mulder-Familie weiterbringt. Ich vergebe fünf medizinische Bohrer dafür.

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                  #9
                  Diese Episode lässt den Zuschauer wieder mit gemischten Gefühlen zurück.
                  Sie wirft noch mehr fragen auf und ist streckenweise sehr anstrengend.
                  Der Plot war anfangs noch sehr spannend verlor sich jedoch wiedermal in zu vielen Details.
                  Mulder wendet eine radikale Therapie an sich selbst an um sich dabei an Wahrheiten zu gelangen, die das Verschwinden seiner Schwester erklären.
                  Ich kann die Tatsache immer noch nicht richtig nachvollziehen, dass seine Mutter diesbezüglich vor im immer noch Geheimnisse hat. Will sie ihn eventuell beschützen ? vor dem Raucher ?
                  Schön das man hier wieder in Rückbenden sein junges alter Ego sieht. der selbe Schauspieler wie beim letzten Mal. ich hasse es nämlich wenn man Rollen ständig umbesetzt, dass hat man in anderen Serien leider des öfteren gemacht und nicht nur in Telenovelas.
                  Scully und Skinner rücken hierbei eher in den Hintergund, wobei es schön ist wenn "die Freunde" sich um ihren Kollegen sorgen.
                  Im großen und ganzen eine gute Mythlogiefolge, mit ein paar schwächen.

                  ich vergebe deshalb 4 verlassene Ferienhäuser.
                  Zuletzt geändert von Keymaster; 22.05.2019, 10:33.

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                    #10
                    Zitat von Keymaster Beitrag anzeigen
                    Ich kann die Tatsache immer noch nicht richtig nachvollziehen, dass seine Mutter diesbezüglich vor im immer noch Geheimnisse hat. Will sie ihn eventuell beschützen ? vor dem Raucher ?
                    Der geht es m.M.n. einfach nur um sich selber. Sie sagte ja in früheren Episoden schon, dass sie die Erinnerungen unterdrückt hat und davon nichts mehr wissen will. Weil zu schmerzhaft und vermutlich fühlt sie sich auch schuldig, weil sie sich mit dem Raucher eingelassen hat.

                    Natürlich ist das hochgradig egoistisch. Diese ganzen Familienmitglieder, egal ob die Scullies oder die Mulders, sind mit der alleinigen Ausnahme von Melissa, alle mehr oder weniger unausstehlich.

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                      #11
                      Zitat von Janet18 Beitrag anzeigen

                      Der geht es m.M.n. einfach nur um sich selber. Sie sagte ja in früheren Episoden schon, dass sie die Erinnerungen unterdrückt hat und davon nichts mehr wissen will. Weil zu schmerzhaft und vermutlich fühlt sie sich auch schuldig, weil sie sich mit dem Raucher eingelassen hat.

                      Natürlich ist das hochgradig egoistisch. Diese ganzen Familienmitglieder, egal ob die Scullies oder die Mulders, sind mit der alleinigen Ausnahme von Melissa, alle mehr oder weniger unausstehlich.
                      Ja das klingt nachvollziehbar.
                      Bei den Familienmitgliedern muss ich dir größtenteils recht geben. die Scullys sind fast alle ziemlich steif. Mellisa ? Die Newagetante ? Ja stimmt, die ist völlig aus der Art geraten, wobei ich Mama Maggie eigentlich auch noch als "bodenständig" beschreiben würde. William Senior und Junior sind eben typische klischeemilitärangehörige.

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                        #12
                        Zitat von Keymaster Beitrag anzeigen

                        Ja das klingt nachvollziehbar.
                        Bei den Familienmitgliedern muss ich dir größtenteils recht geben. die Scullys sind fast alle ziemlich steif. Mellisa ? Die Newagetante ? Ja stimmt, die ist völlig aus der Art geraten, wobei ich Mama Maggie eigentlich auch noch als "bodenständig" beschreiben würde. William Senior und Junior sind eben typische klischeemilitärangehörige.
                        Melissa ist ein bisschen schräg, aber in "One Breath" war sie diejenige, die Mulder wieder in die Spur gebracht hat. Und auch in den Rückblenden in "Christmas Carol" zeigt sich, dass sie das Herz auf dem rechten Fleck hat.

                        An den Vater habe ich gar nicht gedacht, muss ich zugeben. Aber den lernt man ja praktisch auch gar nicht richtig kennen. Scheint ok zu sein, wobei es schon etwas merkwürdig ist, dass Scully sich wegen ihrer Berufsentscheidung soviele Kopfzerbrechen machte. Frage mich, was da vorgefallen ist.

                        Bill geht gar nicht.

                        Mutter Scully hat mich dann v.a. in Staffel 9 tierisch aufgeregt.

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