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[615] "Montag" / "Monday"

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    [615] "Montag" / "Monday"

    Buch:
    John Shiban, Vince Gilligan

    Regie:
    Kim Manners

    Darsteller:
    Agent Arnold (Wayne Alexander) [Helmut Gauß]
    Assistant Director Walter Skinner (Mitch Pileggi) [Norbert Gescher]
    Bernard Oates (Darren Burrows) [Torsten Michaelis]
    Head Teller (Monique Edwards)
    Kundin (Suanne Spoke) [Gabriele Scharnitzky]
    Lieutenant Kraskow (Mike Scriba) [Kaspar Eichel]
    Pam (Carrie Hamilton) [Nina G. Akel]
    Skinners Assistentin (Arlene Pileggi) [Anja Godenschweger]
    Reiseleiter (David Michael Mullins) [Dirk Müller]

    Inhaltsangabe:
    Am Morgen eines Montags. Mulder hatte bis jetzt keinen guten Tag. Ein Leck in seinem Wasserbett verursachte einen Kurzschluß in seinem Wecker und nun kommt er zu spät zu einer Besprechung. Sein Handy ist ebenfalls defekt und die Nachbarn beschweren sich über den Wasserschaden. Und um das Maß vollzumachen ist sein ausgestellter Scheck geplatzt, da er seinen Gehaltsscheck noch nicht auf die Bank gebracht hat.

    Nun fährt Mulder also ins Büro um den Scheck zu holen und erzählt Scully er käme zu der Besprechung wenn er seine Bankgeschäfte erledigt hat. Genau in dem Moment als Mulder die Bank betritt, entscheidet sich der ehemalige Hausmeister Bernard seinem eigenem Glück etwas auf die Sprünge zu helfen und die Bank zu überfallen. Bernard zieht seine Waffe und fordert alle Anwesenden, inklusive Mulder, auf sich auf den Boden zu legen. Da Bernard ziemlich nervös ist und leicht durchdrehen könnte beschließt Mulder es wäre vielleicht besser etwas zu unternehmen.

    In der Zwischenzeit wartet Scully mit zunehmender Ungeduld auf Mulder und beschließt dann selbst zur Bank zu gehen. Als Mulder sieht wie sie sich der Bank nähert versucht er Bernard zu überreden die Türen zu verschließen. Doch zu spät, Scully tritt ein, erkennt die Situation und zieht ihre Waffe. In dem dann entstehendem Chaos wird Mulder von einem Schuß in die Brust getroffen. Als sie Mulder schwerverletzt im Arm hält versucht sie Bernard noch zu überreden aufzugeben. Doch inzwischen wurde Alarm ausgelöst und Skinner und ein SWAT Team beziehen Stellung vor der Bank. Bernard erkennt, daß es keinen Ausweg gibt und öffnet seien Jacke. Darunter kommen eine Reihe Dynamitstäbe zur Vorschein. Er betätigt den Zünder und die Bank explodiert. Es gibt für niemanden eine Überlebenschance.

    Dann sind wir wieder am Anfang, Montag morgen, das Wasserbett, derselbe schlechte Tag, der immer mit der Explosion der Bank endet. Der Tag wiederholt sich immer wieder mit kleinen Veränderungen. Doch niemand kann sich an die vorherigen Erlebnisse erinnern, auch wenn Mulder manchmal meint ein Déjà-Vu Erlebnis zu haben. Und etwas scheint dies zu bestätigen, Bernards Freundin Pam versucht jedesmal verzweifelt Mulder davon abzuhalten die Bank zu betreten. Sie scheint die einzige zu sein die sich immer an alles erinnert und es ist für sie die Hölle. Sie erzählt Mulder sie hätte alles versucht Bernard aufzuhalten und die Polizei zu rufen, doch nichts half. Mulder ist die einzige Veränderung in der Geschichte, also bittet sie ihn nicht in die Bank zu gehen, und meint etwas wäre bei der ersten Runde diese Tages daneben gegangen. Und es wiederholt sich alles bis dies korrigiert wird.

    Pams Worte graben sich in Mulders Gedächtnis ein, als er das nächste Mal Bernard sieht erinnert er sich an die Bombe und das Ergebnis dieses Montags. Er ruft Scully zu Hilfe und bittet sie Pam in die Bank zu bringen. Die drei versuchen Bernard den Überfall auszureden und einfach aus der Bank zu gehen. Doch der reagiert wie gewohnt, er schießt auf Mulder. Doch diesmal wirft sich Pam in die Schußlinie und die Kugel trifft sie. Am Boden liegend sagt sie: "Dies geschah niemals zuvor". Sie stirbt und der Tag ist zu Ende.

    Mulder wacht am nächsten Tag auf seiner Couch auf und es ist Dienstag.



    Quelle
    14
    ****** eine der besten Akte-X-Folgen aller Zeiten!
    42,86%
    6
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was Akte X ausmacht!
    35,71%
    5
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    14,29%
    2
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    14,29%
    2
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0%
    0
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten - absolut Akte X unwürdig!
    0%
    0
    Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

    #2
    Meine persönliche Akte X-Lieblingsfolge! So ein bísschen wie "Und täglich grüßt das Murmeltier"- aber doch ganz anders.

    Ein ganz normaler Tag im Leben eines FBI-Agenten, dann ein großer Knall und alles geht wieder von vorne los.
    Was ich mich nur immer gefragt habe: Wieso ist Mulder einzige, der merkt, dass irgendwas im Argen ist?? Oder spürt Scully später auch was (ist ne Weile her, dass ich die Folge gesehen habe) ?

    Eine mMn sehr dramatsiche Folge, 6* von mir.

    "At the very least...my butt is warm." Last words ever spoken in Paragon City/ Justice

    Chroniken des Schreckens //Coming soon: The Oro Wingmen

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      #3
      Hi!
      Endlich konnte ich wieder diese Folge schauen! Da habe ich mich schon Monate drauf gefreut.
      Hier gebe ich natürlich volle 6 Sterne. Deja Vu Storys sind grundsätzlich schonmal klasse und hier wurde das ganze natürlich mit dem typischen Akte X Stil umgesetzt. Dazu noch der lustige Montag Morgen mit Mulders Wasserbett, einfach herrlich.

      Akte X zum Genießen!

      @ArwenEvenstar
      Nein Scully hat nichts gemerkt und hat sich am Ende auch gefragt, wieso Mulder sich erinnert hat. Warum er sich erinnert hat? Ich denke Pam war der Schlüssel, sie hat Mulder geholfen sich zu erinnern.

      Gruß,
      Soran
      Sorans Fußballblog - Einblicke in die Welt des Fußballs - Spielberichte, Fotos und mehr. :)
      Mein Videokanal - Supportvideos vom Fußball
      Fanprojekt VfB 1906 Sangerhausen
      Ein Hirntumor namens Walter

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        #4
        Eine klasse Folge mit einer sehr gut umgesetzten Story. Sehr gut fand ich an dieser Folge, daß die Wiederholungen sich nicht immer gleich abspielten, sondern immer andere Varianten gezeigt wurden.
        Was mich jedoch ein wenig gestört hat, war das Mulder nun auf einmal ein Bett zum Schlafen benutzt hat. Irgendwie hatte ich immer den Eindruck, daß er dieses nie nützt, sondern immer nur auf der Couch vorm Fernseher schläft.
        Trotzdem eine gute Folge, für die ich fünf Sterne vergebe.
        Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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          #5
          Ein interessanter Murmeltierverschnitt, der zwar zwischenzeitlich etwas langatmig war, dann aber zum Schluss wieder voll überzeugen konnte.

          Dafür vergebe ich vier Sterne.

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            #6
            ****** 6 Sterne.

            Ob die Story so zu Akte X passt, kann dahingestellt bleiben, denn die Umsetzung tut es definitiv!

            Mehr muss man dazu nicht sagen.
            "Unterdrücke nie mit Gewalt Überzeugungen, die du für verderblich hälst, sonst unterdrücken diese Überzeugungen dich. " - B. Russell, 10 Gebote eines Liberalen.

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              #7
              Zitat von DragoMuseveni Beitrag anzeigen
              ****** 6 Sterne. Ob die Story so zu Akte X passt, kann dahingestellt bleiben, denn die Umsetzung tut es definitiv! Mehr muss man dazu nicht sagen.
              Ein bisschen mehr könnte man schon dazu sagen. Auch von mir gibt es sechs Sterne, und ich finde, jede gute SF / Mystery -Serie hat auch ihre "Murmeltier-Tag"-Folge. Hier ist es natürlich tragisch, dass Pam sterben muss, damit die Zeitschleife unterbrochen wird, die ja nirgends erklärt wird. Dennoch ist die Umsetzung wirklich sehr gut gelungen, eine reine Comedy-Folge daraus zu machen, wäre verfehlt gewesen. Interessanter Weise kommt das Wasserbett aber aus der Comedy-Folge "Dreamland", als dieser Typ in Mulders Körper steckte und sich an Scully ranmachte. Auch eine schöne Form von Kontinuität der Serie

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                #8
                So jetzt hat also auch Akte X eine Murmeltierfolge. In gewohnter Manier wurde sie sehr gut umgesetzt. Während bei TNG mit "Deja Vu" eine eher langweilige und bei SG1 mit "Kein Ende in Sicht" eine Comedy-Episode gedreht wurde, bediente sich Akte X mit ner tollen Geschichte, einem tragischen Ende, aber zwischendurch auch immer wieder etwas Humor.
                Mir hat gut gefallen, dass nicht immer alle Dinge komplett gleich abgelaufen sind, zB wie Mulder in seiner Wohnung stürzt, einmal nach hinten und einmal nach vorne,....
                Für den Zuseher wurde relativ schnell klar, dass Pam die Inkonstante in der Gleichung ist, und wie gesagt, ein sehr tragisches Ende, womit dann die Zeitschleife unterbrochen worden ist.
                Schön auch dass man dann nochmal Mulder am nächsten Tag gesehen hat, wie er aufgestanden ist, die Zeitung liest und ein Foto von Pam findet.
                Meine Beiträge sind genderfrei und das ist gut so

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                  #9
                  Die Folge war zugleich dramatisch und amüsant... amüsant fand ich den Montag Morgen, dramatisch die Sache mit der Bank... und dass sie dann schlussendlich draufgehen muss damit der "Murmeltiereffekt" vorbei ist für sie, das ist dann typisch Akte X (bei Täglich grüßt das Murmeltier durfte der Protagionist so oft sterben wie er wollte )... am Anfang hat mich die folge verwirrt, dachte schon es ist etwas mit meiner DVD nicht in Ordnung

                  5 Sterne eine der besten eigenständigen Episoden (aber dazu gehören viele)
                  Space is the Place!

                  www.last.fm/user/Zaphbot

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                    #10
                    Eine Folge die gekonnt denn Spagat zwischen Comedy und Drama hinbekommt, verdiennt meiner Meinung nach ***** Sterne. Zur vollen Punktzahl hat es leider nicht gereicht was daran liegt das mir Zeitschleifenfolgen generell nicht so liegen. Jedoch hatte die Folge dafür ihren guten Momente Mulder die immer und immerwieder auf seinen nassem Wasserbett aufwacht , am Ende konnte nur die einzige Person die von der Schleife wusste, durch ihr Leben diesen Wahnsinn beenden, was der Folge ziemlich viel bittere Ironie verleiht.

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                      #11
                      Vier Sterne.

                      Die Story ist nicht neu und schon bekannt aus "Und täglich grüsst das Murmeltier", ist aber recht gut in Szene gesetzt worden.

                      Das Szenen dadurch immer wieder wiederholt werden, ist etwas nervig, aber es gibt immer wieder ein paar Veränderungen, die sich beim nächsten Mal dann mehr auswirken.

                      Sehr gut hat mir Pam gefallen, wirklich gut ausgewählte Darstellerin. Schade, dass es so enden musste...

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                        #12
                        Ich vergebe 3 Sterne. Eine Zeitschleifenfolge gehört einfach in jede SciFi Serie hinein, aber die von Akte X fand ich jetzt nicht sonderlich gut ausgearbeitet.

                        Es ist zu offensichtlich, dass die Frau "das Problem" darstellt. Noch schlimmer haperts aber mit der Logik. Warum kann nur Mulder sich erinnern und nicht auch der Bankräuber oder sonst eine beteiligte Person? Wenn die Frau für die Erinnerungsfähigkeit verantwortlich ist, hätte sie dieses "Wissen" dann nicht erst dem Bankräuber gegeben? Die Erklärung "Schicksal" dass Schlaftabletten im Kaffee den Verlauf nicht ändern können halte ich auch für dürftig. Am wenigsten versteh ich aber warum in mehreren Szenen der Bankräuber offen die Bombe zeigen kann und anstatt ihn zu erschießen lässt man ihn seelenruhig den Schalter drücken.

                        Gut gefallen hat mir die Darstellung und die kleinen Veränderungen von Schleife zu Schleife sowie den humorigen Montag morgen und die Anspielung auf "Täglich grüßt das Murmeltier" indem ähnlich wie im Film beim Schleifenanfang die Uhrzeit/Wecker gezeigt wird.

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                          #13
                          Schöne Folge in einer auf die Einzelepisoden bezogen recht schwachen Staffel, die mir 5 Sterne wert ist. Besonders toll sind diesmal die Gaststars ausgesucht, denen man ihre Identität voll abkauft. Diesmal war der Humor auch sehr unterschwellig und somit nicht so platt wie noch in den vorangegangenen Folgen.

                          6 Sterne kann ich leider nicht geben, da mir Scullys Weinerlichkeit missfiel, die Thematik nicht neu war und ein paar kleinere logische Schnitzer drin waren. Was den Grund der Zeitschleife anging, da liefert die Protagonistin ja nur die Erklärung: "Irgendwas ist schief gelaufen". Für mich habe ich das immer so interpretiert, dass Scully ja seit "Tithonus" nicht mehr sterben darf und deshalb alles immer wieder von vorn beginnt.

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                            #14
                            Diesmal gebe ich der Folge sogar sechs Sterne, weil mir die Handlung mit der Zeitschleife sehr gut gefallen hat. Alleine schon der Umstand das Mulder andauernd über seine eigenen Turnschuhe stolpert und fällt, war sehr witzig, sowie auch die sich geringfügig ändernden Szene mit seinem Wasserbett sehr lustig war.
                            Sehr gut gefallen hat mir aber auch Pam, welche alles daran setzte das ihr Freund Bernard die Bank nicht überfällt bzw. Mulder, Scully und Skinner in der Zeitschleife versucht zu beeinflussen, damit alles endlich ein Ende nimmt. Die Auflösung der Handlung mit Pams Tod und somit der Beendigung der Zeitschleife fand ich sehr gut gelöst.
                            Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2020

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                              #15

                              An einem Montagmorgen gerät Mulder beim Besuch einer Bank in einen Banküberfall und wird tödlich verwundet. Die ihm gefolgte Scully versucht, Mulder zu retten und den Bankräuber, der eine Bombe hat, zur Vernunft zu bringen. Als dieser jedoch ein Einsatzteam der Polizei eintreffen sieht, zündet er die Sprengstoffweste und reißt alle in den Tod. Daraufhin wiederholt sich die Geschichte, denn Mulder erwacht in seinem Schlafzimmer, und es ist wieder Montagmorgen.

                              "Und täglich grüßt das Murmeltier... " ist die berühmteste Filmvorlage für eine Geschichte, in der die Protagonisten in einer Zeitschleife festsitzen und denselben Tag immer wieder erleben, bis die Geschichte "richtig" ist. "Monday" wurde jedoch laut Drehbuch-Autor Vince Gilligan vor allem von der ähnlich gelagerten Twilight Zone-Episode "Shadow Play" inspiriert. Im Teaser der Episode sieht man den Banküberfall, um den sich alles dreht, und der damit endet, dass die Bombenweste explodiert. Nach den Opening Credits springt dann die Episode an den Anfang des Montags, der sich nun für die Protagonisten unzählige Male wiederholen wird. Mulder wacht auf und entdeckt, dass sein von Morris Fletcher in "Dreamland II" gekauftes Wasserbett ein Leck hat und das Wasser sein Schlafzimmer und die darunterliegende Wohnung überschwemmt. Er kommt zu spät ins Büro, verpasst ein Meeting mit Skinner und muss ohnehin erst zur Bank, um seinen Gehaltsscheck zu deponieren, damit er den angerichteten Schaden in seiner Wohnung an seinen Vermieter erstatten kann. Dort gerät er in den erwähnten Banküberfall, bei dem alle Anwesenden getötet werden. Der Tag wiederholt sich immer wieder, mit leichten Veränderungen dessen, was die Figuren sagen oder tun - aber das Ende ist immer dasselbe, alle sterben bei dem Banküberfall.

                              Im Zentrum des Geschehens steht eine junge Frau namens Pam, die Freundin des Bankräubers Bernard. Sie ist die einzige, die sich erinnert und gewahr ist, dass alle in einer Zeitschleife gefangen sind. Die arme Pam versucht ein ums andere Mal, die Katastrophe zu verhindern. Sie versucht, ihren Freund vom Banküberfall abzubringen, mal versucht sie Mulder, mal Scully zu warnen, aber nichts funktioniert. Nach der x-ten Wiederholung ist sie sicher, dass Mulder und Scully der Schlüssel sind, um die Zeitschleife zu durchbrechen. Wieder einmal spricht sie Mulder vor der Bank an, um ihm klarzumachen, dass sich dieser Tag immer wiederholt, und dieser beginnt, sich auch zu erinnern. Beim nächsten Versuch bringt er Scully dazu, Pam in die Bank zu holen, um ihren Freund zur Vernunft zu bringen. Pam scheitert damit, aber als Bernard auf Mulder schießt, wirft sie sich dazwischen und stirbt - dieses Ereignis ist noch nie passiert ("this has never happened before", sind ihre letzten Worte). Bernard wird verhaftet, und alle außer Pam überleben. Die Zeitschleife ist durchbrochen, denn nicht Mulder oder Scully waren die Schlüsselperson, sondern Pam selbst. Pam ist die tragische Figur in "Monday", die trotz aller Bemühungen die Katastrophe nicht verhindern kann und wieder und wieder durchleben muss, wie alle beim Banküberfall ihres Freundes sterben, und die dabei immer verzweifelter wird. "We're all in hell. I'm the only one who knows it." Dabei erkennt sie nicht, dass nicht, wie von ihr angenommen, Mulder oder Scully, sondern sie selbst die Schlüsselfigur zum Durchbrechen der Zeitschleife ist. Dass sie es ist, die sterben muss, damit alle anderen leben können, verleiht "Monday" doch eine recht zynische Note.

                              Die Autoren Gilligan und Shiban benutzen den Stoff, um Fragen über die Bedeutung von Schicksal versus freiem Willen zu thematisieren. An einer Stelle philosophieren Mulder und Scully darüber, und während Mulder ein Vertreter der These des freien Willens ist, glaubt Scully ihrer religiösen Erziehung entsprechend, dass der Charakter eines Menschen sein Schicksal bestimmt: "So you think it's all just fate? We have no free will?" - "I think that we're free to be the people that we are - good, bad or indifferent. I think that it's our character that determines our fate." Der Ansatz der Episode scheint irgendwo dazwischen zu liegen. Pam ist anscheinend dazu verdammt zu sterben, nur so kann sie die Geschehnisse aufhalten. Egal, was sie tut, um das Verhalten anderer Leute zu beeinflussen, um die Katastrophe aufzuhalten, es ist zum Scheitern verurteilt, und das Endresultat ist immer dasselbe. Erst als sie sich selber in den Schuss ihres Freundes wirft, hat sie Erfolg. Pam ist eine nur einmal auftauchende Gastfigur, über die man nicht viel erfährt, aber ihr Schicksal ist, vor allem auch durch die schauspielerische Leistung Carrie Hamiltons, doch bewegend und ihr Ende tragisch.

                              Für den Zuschauer ist "Monday" trotz des sich immer wiederholenden Tages eine kurzweilige Episode, da die Geschehnisse abgesehen vom Ausgang immer wieder variieren und auch der Humor nicht zu kurz kommt. Mulders Wasserbett leckt mal an der einen, mal an der anderen Stelle, Mulder stolpert regelmäßig über seine am Boden herumliegenden Turnschuhe, aber immer auf andere Weise, und auch das Gespräch mit Scully im Kellerbüro hat jedesmal einen anderen Inhalt. Mal geht Mulder zur Bank und Scully folgt ihm, ein andermal umgekehrt. Scullys Meeting in Skinners Büro ("the longest in FBI history") läuft auch immer etwas anders ab, macht aber jedesmal deutlich, dass die alltägliche Arbeit an den X-Akten oft weit entfernt von einem Abenteuer ist. Die Spannung der Episode speist sich aus der bei jeder Wiederholung auftauchenden Frage, auf welche Weise die beiden diesmal scheitern werden, und wie sie am Ende aus der Zeitschleife herauskommen werden. "Monday" hat mit seiner Kombination aus schwarzem Humor, dem philosophischem Hintergrund und dem tragischem Ausgang alles, was Akte X ausmacht. Ich gebe gute fünf Wasserbetten-Lecks dafür.

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