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Paradox - am Abgrund der Ewigkeit von Philip P. Peterson

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    Paradox - am Abgrund der Ewigkeit von Philip P. Peterson

    Phillip P. Peterson ist seit "Transport" einer der bekannteren, neuen Sci-Fi-Autoren. Ich habe nun "Paradox - am Abgrund der Ewigkeit" durchgelesen und bin davon sehr angetan.

    Im Buch geht es darum, dass Raumsonden, die im Begriff sind, dass Sonnensystem zu verlassen, plötzlich verstummen. Eine Expedition aus Astronauten wird in einem neuartigem Schiff entsandt, um dieses Rätsel zu lösen...


    Fazit: sehr viel kann ich hier nicht verraten, denn die finale Auflösung sieht man wirklich nicht kommen. Der Autor steht in der Materie und man erfährt hier viel über die Raumfahrt - sowohl der Vergangenheit als auch der geplanten Zukunft. Ja, für Raumfahrt-Freunde ist das Buch wohl optimal geeignet. Leider nimmt diese Fixierung auf die Technik auch viel Tempo weg. Es dauert lange, wirklich lange, bevor man sich überhaupt mal in das All bequemt. Die Figuren erscheinen zunächst glaubhaft, aber bei näherer Betrachtung sind sie ziemliche Abziehbilder. Es gibt etwa den sensiblen Forscher, der selbstbewusster wird und den Draufgänger mit Schnaps- und Eheproblemen. Das macht aber nicht viel, denn man bekommt das Gefühl, hautnah die Vorbereitung einer Raummission mitterleben zu können. Ich persönlich fühlte mich, trotz der Mängel, super unterhalten, aber mir ist klar, dass erwähnte Mängel das Buch für manche schlicht unlesbar machen werden. Ganz am Ende greift der Autor dann tief in die Trickkiste und lässt den Leser verblüfft zurück.


    Ein Buch für einen begrenzten Personenkreis, aber für jenen um so mehr.

    Wie fandet Ihr dieses Werk?
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

    #2
    Zitat von EA-Loyalist Beitrag anzeigen

    Fazit: sehr viel kann ich hier nicht verraten, denn die finale Auflösung sieht man wirklich nicht kommen.

    Die konnte man auch nicht kommen sehen, weil es noch einen zweiten Teil gibt, in dem das Ende von Buch 1 völlig über den Haufen geschmissen wird.

    Die Figuren erscheinen zunächst glaubhaft, aber bei näherer Betrachtung sind sie ziemliche Abziehbilder. Es gibt etwa den sensiblen Forscher, der selbstbewusster wird und den Draufgänger mit Schnaps- und Eheproblemen.
    Ja, an einigen Stellen musste ich auch auf die Zähne beißen. Da hat der Autor wohl "Romanschreiben für Dummies" gelesen und sich den Abschnitt unter "Kontrastierung" zu dick angestrichen. Das geht Hand in Hand mit seiner Eigenart viele für die Handlung unwichtige technischer Exkurse unterzubringen, indem die wissenschaftsfernen Crewmitglieder(Astronauten und Ingenieure!) am laufenden Band Fragen stellen müssen ("was ist eine irrationale Zahl?").

    Aber am Ende geht es mir wie bei den "Expanse"-Teilen, dass die Handlung spannend genug ist, über die technischen Fehler hinwegzulesen.
    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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