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Asterix (Allgemein)

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    #16
    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
    Finde die Frage ziemlich schwierig. Hab viele Bände, die ich liebe. Versuch's aber auch mal:

    1. Asterix bei den Schweizern (wie hier schon gesagt, sitzen die Gags wie bei kaum einem zweiten Band)
    2. Asterix bei den Briten (dito, auch wenn ich den Zeichentrickfilm sogar ne Spur besser finde)
    3. Asterix als Gladiator (der erste Rom-Ausflug unseres Lieblingsgalliers)
    Es gibt tatsächlich viele Asterix Bände. die ich für sehr gelungen halte. Meine Top 3 steht aber so schon seit vielen Jahren fest. Aber auch Asterix bei den Briten ist ein sehr guter Band. (Und ich muss dir zustimmen, der Trickfilm ist sogar noch eine Spur besser.)

    Vielleicht noch 2 - 3 Bände, die ich in besonderer Erinnerung halte:

    * Die goldene Sichel. (Vielleicht nicht die beste Geschichte und einer der ganz frühen Bände (Nummer 2). Aber das war mein allererstes Asterix-Album und hat daher bei mir einen besonderen Platz.)
    * Asterix und der Avernerschild (Schöner Lokalkolorit, eine gelungene Parodie auf den Kurbetrieb. Zeitgeschichtlich außerdem interessant, da ein großes Gewese um die Verschleierung der Lage von Alesia als entscheidende Niederlage im gallischen Krieg gemacht wird - der Band entstand, bevor Archäologen das historische Alesia entdeckt hatten.)
    * Asterix auf Korsika (Der Band wird gerne übersehen, aber mir gefällt er ziemlich gut)
    * Obelix GmbH & Co. KG (eine tolle Parodie auf den Kapitalismus und in Bezug auf Waren- und Wertschöpfungsketten auch heute noch relevant)

    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
    Wenn man "Feiern Geburtstag" gegen "Obelix auf Kreuzfahrt" austauscht, wäre das auch meine Flop-Reihenfolge. "Obelix auf Kreuzfahrt" war mir einfach zu Fantasy-lastig. Vor allem der Ausflug nach Atlantis ging gaaaar nicht.
    Obelix auf Kreuzfahrt wäre bei mir auch Flop-Rang 4. Die Geschichte ist auch nicht wirklich gut, aber immerhin gibt es im Gegensatz zu "Feiern Geburtstag" noch so etwas wie eine Handlung. Toll ist die Geschichte jedoch nicht wirklich und auch ich fand die Abstecher nach Atlantis inklusive Magie und Fabelwesen nicht pralle.

    Generell sind die miesesten Bände leider in der späten Uderzo Ära zu verorten. So mag ich auch Asterix und Latraviata nicht besonders. Die Einführung, dass Asterix und Obelix Eltern noch leben und vom Dorf weggezogen sind hielt ich damals schon nicht für eine gute Idee - und das hat sich bis heute nicht geändert. Dazu kommt dann noch die seltsame deutsche Übersetzung, wo man damals meine, Anspielungen auf aktuelle, deutsche Begebenheiten einbauen zu müssen, die man bereits heute, rund 15 Jahre später zum größten Teil nicht mehr versteht.

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      #17
      Das neue Werk von Ferri & Conrad ist raus: Zum 60. Asterix-Jubiläum erschien "Die Tochter des Vercingetorix", ein Band, der mir ziemlich gut gefiel. Mit den Klassikern kann er nicht mithalten, aber einmal mehr haben die beiden Neulinge (sofern man Ferri & Conrad so nennen kann, immerhin ist das seit 2013 auch schon ihr 4. Band) meiner Meinung nach absolut solide Arbeit abgeliefert. Es kristallisiert sich aber doch heraus, dass sie vorrangig auf Humor setzten und dabei ein wenig auf die Spannung vergessen, auch wenn dieses Problem im neuen Band nicht so groß ist wie noch beim Vorgänger "Asterix in Italien".

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        #18
        Mir hat der neue Band eher so moderat bis gut gefallen. Ich will jetzt hier keine Vergleiche mit den ersten 3 F&C Bänden oder gar mit den alten Sachen bringen, denn die müßte ich die erstmal wieder lesen.
        Ich finde es durchaus richtig (bei Asterix), gesellschaftliche Themen aufzugreifen, hier zB die Rebellion der Jugend gegen die Alten (sozusagen ein "Evergreen" ). Aber mir ging das amEnde nicht weit genug, da am Schluß wieder alles beim Alten war. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autoren da wenigstens eine kleine Modernisierung im Dorf einführt hätten, auf die man in den weiteren , kommenden Bänden dann Bezug nehmen könnte.
        Ansonsten ganz zuverlässig ne Menge des guten alten Humors (Obelix: "Ich habe mich nur natürlich verhalten" ), aber auch hier muss ich sagen, dass ich -ganz subjektiv, wenn meine Erinnerung mich nicht trügt- ich von den ganz alten Bänden besser unterhalten wurde, sprich, es gab imho mehr und intelligentere Lacher.
        Also: Ingesamt lohnt es sich sicher, das Ding zu kaufen und zu verschlingen. Aber für die kommenden Bände würde ich mir wünschen, dass die Autoren etwas mehr Mut zu Neuem hätten, und die Jokes besser dosiert im Band verteilen würden.
        .

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          #19
          Ja, die alten Bände sind bei mir auch schon etwas zu lange her, um wirklich im Detail Vergleiche mit den neuen Bänden zu ziehen; aber wie gesagt, ich finde die Humoreinlagen von Ferri und Conrad bei all ihren 4 bisherigen Bänden sehr gelungen auch ohne direkte Vergleiche zu ziehen. Was die Nachhaltigkeit der Ereignisse im neuen Band angeht, rechne ich eigentlich schon damit, dass Selfix und Aspix uns erhalten bleiben. Ihre jeweilige Berufswahl bietet da sicher eine Menge Potenzial für zukünftige Automatix/Verleihnix-Reibereien.

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            #20
            Also von den 4 Conrad und Ferri Asterix Alben würde ich die "Die Tochter des Vercingetorix" auf Platz zwei einordnen. Denn im Vergleich hat mir der direkte Vorgänger-Band "Asterix in Italien" doch etwas besser gefallen. Das Wagenrennen durch Italien war eine recht unverbrauchte Geschichte und die Gesamthandlung sehr stringent.

            Bei der Tochter des Vercingetorix hatte ich zu sehr das Gefühl, dass man hier Versatzstücke aus diversen Asterix-Alben vermischt hat, also dass vieles thematisch bei Asterix schon einmal besser erzählt wurde. Da hätten wir:

            * Eine Person, die vor der Geiselhaft durch die Römer bewahrt werden muss (Asterix in Spanien)
            * Ein dickköpfiger Teenager, der später flieht und gefangen genommen wird (Asterix und die Normannen)
            * Rückgriffe auf den Gallischen Krieg (diverse Bände, v.a. Asterix und der Avernerschild)

            Gerade die Titelheldin Adrenaline macht ihrem Namen eigentlich kaum Ehre. Sie hat zwar ihren eigenen Kopf, aber im Vergleich zu Grautvornix aus dem Normannen-Band ist sie mir viel zu brav. Hier hätte man auch etwas besser herausstellen können, dass sie keine Lust hat, sich von den Avernern als Gallionsfigur für den Widerstand gegen die Römer instrumentalisieren zu lassen, was nur zwischen den Zeilen deutlich wird.

            Dazu kommen noch die Kinder von Automatix und Verleihnix ins Spiel (die natürlich bis jetzt immer abwesend waren - zur Ausbildung in einer anderen Stadt. Ich finde die sogar ganz ok, aber neben all den neuen Figuren kommen Asterix und Obelix kaum zu Zuge. Die beiden wirken damit eher wie Randfiguren, zumal sie sich die meiste Zeit auch noch sehr zurückhalten.

            Einen kleinen Logikbruch sehe ich auch darin, dass nun die Stätte der gallischen Niederlage (Alesia) offen beredet wird, während Vercingetorix Name offenbar tabu ist. Das war bisher immer genau umgekehrt gewesen (Vercingetorix wurde besungen und über Alesia kaum geredet).

            Aber nicht alles an dem Band ist schlecht. Der Humor ist gut und treffen. Viele Ideen sind wirklich gut. Mir fallen das vor allem die Römer in den befestigten Lagern ein, die diesmal keinen Bock darauf haben, bei Cäsars aktuellem Plan gegen die Gallier mitzuwirken und einfach Dienst nach Vorschrift schieben. Die Piraten haben diesmal einen großen Auftritt und werden auch gut genutzt,

            Irgendwas um die 7 von 10 Punkten würde ich dem Band geben.

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              #21
              Hab im Sommer nach über 10 Jahren (der neue Kinoausflug hat mich auf den Guster gebracht) einen Asterix-Rerun gemacht.

              Den neuen Band hab ich natürlich auch gleich beim Erscheinungsdatum gekauft. Fand diesen weder besonders gut, noch besonders schlecht. Weniger gefallen hat mir die von Souvereign schon angesprochene Kontinutiätsbruch mit Alesia und Vericingetorix (vor allem, weil für die Story nicht nötig). Die Kinder von Automatix und Verleihnix wirken auch etwas aus dem Hut gezaubert.

              Adrenaline hat zwar etwas genervt, aber war noch im Rahmen. Hätte schlimmer kommen können. Siehe z.B. die Teenager in den letzten beiden TWD-Staffeln. Auch gab es weniger Feminismus als erwartet.

              Gefallen hat mir wieder der Humor, das Back to the Roots und dass die Piraten recht viel Screentime hatten (und durchaus sympathisch wirken).

              4 Sterne!

              Hitliste der "neuen":

              1. Asterix bei den Pikten
              2. Asterix in Italien
              3. Die Tochter des Vericengetorix
              4. Das Payprus des Cäsar

              Insgesamt bleiben die Reiseabenteuer die besseren Bände . Ein wirkliches Highlight sucht man darin aber IMO (noch) vergebens.

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                #22
                Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen

                Hitliste der "neuen":

                1. Asterix bei den Pikten
                2. Asterix in Italien
                3. Die Tochter des Vericengetorix
                4. Das Payprus des Cäsar

                Insgesamt bleiben die Reiseabenteuer die besseren Bände . Ein wirkliches Highlight sucht man darin aber IMO (noch) vergebens.
                Meine Conrad & Ferri Reihung bei Asterix wäre aktuell:

                1. Asterix in Italien
                2. Die Tochter des Vercingetorix
                3. Asterix bei den Pikten
                4. Das Papyrus des Cäsar

                Das Wagenrennen durch Italien ist ein klassischer Reiseband, der in der Gesamtheit gut funktioniert und wie zu den stärksten Zeiten der Reihe modernes mit der klassischen Antike verbindet. Nur einige Sachen sind etwas zu sehr mit dem Holzhammer - bspw. dass Obelix den Ausbruch des Vesuv um rund 100 Jahre verzögert. .

                Zur Tochter habe ich schon was gesagt. Ist ok, aber auch etwas zu viel Zitat der bisherigen Reihe. Bei dem Thema wäre etwas mehr drin gewesen.

                Bei den Pikten stört mich weiterhin die Ausgangslage. Die Sache mit dem Clan-Chef, der in Schottland in einen Eisblock einfriert, bis nach Aremorica getrieben wird und dort noch wiederbelebt werden kann, war mir für Asterix denn doch etwas zu viel Fantasy. Auch dessen ständiges Zitieren von bekannten Songs war mir zu viel des Guten. Aber man muss auch sehen, dass sich hier die Autoren noch finden mussten.

                Der Papyrus krankt schon heute daran, zu sehr ein Zeitgeist-Band zu sein. Gerade das hohe Lied auf Whistleblower im Allgemeinen und Julien Assange im Speziellen wirkt schon einige Jahre später etwas irritierend. Ähnliche Probleme hatte auch schon der Latraviata Band.

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