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Captain Future - "7"

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    Zitat von Twister-Sister Beitrag anzeigen
    Allerdings Ich bin auch seeeehr gespannt, was da noch alles auf den Helden wartet.
    Geht jetzt weiter, aber seid gewarnt, ab hier ist es richtig hart unserem Helden zuzusehen!
    7

    ...
    Curtis erwiderte den Blick gelassen, hob entschuldigend die Schultern, so als wollte er sagen „Was soll ich machen? Sie ist wie du! Alle Frauen sind halt verrückt nach mir!“.

    Und dann lachte Joan.






    5

    Staten Island, rechter Hafen, Halle 27




    Endlich hatte er etwas Ruhe gefunden um sich mit Joan etwas auszuruhen. Erst hatte Joan ihn abstrafend behandelt, aber sie war nicht wirklich böse und wusste, dass dieser Kuss eher auf Syrias Initiative zurückzuführen war. Curtis nahm den Kuss als das, was er war, ein Zeichen von Syrias Zuneigung. Sie mochte mehr für ihn empfinden, respektierte aber, dass er bei der Freundschaft bleiben wollte. Es waren keine neuen „Karten“ von Kuolun eingetroffen, was Curtis die Gelegenheit verschaffte sich mit Joan schlafen zu legen. Die körperliche Anstrengung und der mangelnde Schlaf hatten ihn sich elend fühlen lassen, fast so, als sei er krank, was natürlich Unsinn war. Er war nur erschöpft. Kuoluns Feldzug hielt ihn unnötig auf Trapp, aber genau das war ja Kuoluns Ziel, er wollte ihn zermürben. Als er nach sechs Stunden unruhigen Schlafes erwachte, fühlte er sich nicht ausgeruht, eher zerschlagen. Der Schlaf war unruhig gewesen, er hatte geschwitzt.Selbst Joan war etwas von ihm weggerutscht. Kuoluns Strategie war ja nicht nur Arbeit zu schaffen, er wollte ihn zermürben, das schien ihm zu gelingen, was Trotz in Curtis hervorrief. Grag überraschte ihn mit einem herzhaften Frühstück, was ihn sich besser fühlen ließ. Joan schlief noch in seiner Kabine. Seit ein paar Stunden waren sie schon wieder auf dem Flughafen in New York.

    „Und? Gibt es neue Nachrichten?“, fragte Curtis Simon, als er nur noch an seinem Kaffee nippte.

    „Nein! Vielleicht hat er es aufgegeben oder er ist gestört worden!“ Curtis atmete tief durch. Simon wollte ihn nur beschwichtigen, beiden war klar, dass Kuolun nie aufgeben würde.

    „Wir wissen, dass er nie aufgeben wird, aber was ist das Ziel des Ganzen? Was will er letztendlich erreichen? Er könnte mich einfach umlegen, das ginge ohne großen Aufwand!“, sagte Curtis nachdenklich.

    „Nana, so leicht auch wieder nicht!“

    Curtis starrte vor sich hin.

    „Er will mich vorher noch auf den Knien sehen und mir schaden, aber was ist das Schlussszenario?“, fragte er sich nachdenklich.

    „Das ist doch nur hochspekulativ!“ Curtis fixierte Simon fest.

    „Mag sein, aber vielleicht kommen wir ihm damit zuvor! Wenn wir wissen, wo er hin will, lassen sich mögliche Katastrophen vielleicht vermeiden!“

    „Curtis, schalt einfach mal kurz ab. Ich werde der Frage nachgehen, okay!“ Curtis nickte. Vielleicht musste er es wirklich etwas ruhiger angehen! Er fuhr sich mit der Hand über sein sich trocken anfühlendes Gesicht.

    „Geht es dir nicht gut?“, fragte Simon leise. Er war sehr selten krank gewesen und diese Besorgnis in der Stimme hatte Curtis nur in Simons Ton gehört, als er sich als Kind mal eine Grippe eingefangen hatte. Curtis blickte erneut zu Simon auf und schmunzelte.

    „Nein, ich bin nur derartigen Dauerbeschuss nicht gewohnt! Vielleicht werde ich alt?“, flachste er ein bisschen.

    „Alt ganz bestimmt nicht! Ruh dich einfach etwas aus!“, widersprach Simon trocken. Curtis gehorchte Simons Anweisung und entspannte beim Lesen einiger Fachartikel in Astrophysik. Joan kam gähnend dazu und wurde von Grag ebenso bekocht wie er, danach ging sie zurück ins Polizeipräsidium, Curtis noch einen vorwurfsvollen Blick zuwerfend. Danach widmete er sich in einer Videokonferenz wieder den Patienten von Dragon Speed, bei den meisten war eine merkliche Verbesserung eingetreten. Bis Otto angerannt kam und ihm eine Karte hinlegte. Curtis starrte sie an.

    5

    Die Karte war schmutzig. Curts Herzschlag beschleunigte sich beim Anblick der Karte.

    „Joan ist sicher im Hauptquartier bei Eszella, habe ich schon überprüft!“, japste der Androide. Zögernd drehte Curtis die Karte um. Dort stand: Staten Island, rechter Hafen, Halle 27. Sie rannten los. Grag hatte schon einen Wagen vorgefahren.

    „Simon, wir fahren zum Hafen, rechts, Halle 27! Wir haben eine Karte bekommen, Nummer 5“, unterrichtete Curtis während der Fahrt.

    „Okay, ich schicke euch Verstärkung! Joans Eltern haben sich gemeldet. Ken ist nicht in der Schule angekommen!“
    ...

    Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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      Ohoh... ich vermute mal.... er wird sich erst Ken und dann Joan und dann am Ende Curt selbber schnappen. Curt wäre dann die Nr 7.
      Oooooder als 7 die restliche Futuremannschaft. Er will alles zerstören was CF wichtig ist. Und da er aus dem Hinterhalt agiert wird es schwer dem bei zu kommen. Barani würde sagen: Captain, du brauchst Achutz, kapische?
      Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination
      Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)
      Außerirdische Technologie + menschliche Dummheit = unschlagbare Ergebnisse :)

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        Du machst es zum Jahresende ja noch mal richtig spannend.
        ZUKUNFT -
        das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
        Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
        Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

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          Zitat von avatax Beitrag anzeigen
          Du machst es zum Jahresende ja noch mal richtig spannend.
          Ohoh... ich vermute mal.... er wird sich erst Ken und dann Joan und dann am Ende Curt selbber schnappen. Curt wäre dann die Nr 7.
          Oooooder als 7 die restliche Futuremannschaft. Er will alles zerstören was CF wichtig ist. Und da er aus dem Hinterhalt agiert wird es schwer dem bei zu kommen. Barani würde sagen: Captain, du brauchst Achutz, kapische?
          Ab jetzt wird es wirklich spannend, aber ich bin grad sehr mit anderen Dingen beschäftigt! Nächste Tage mehr!

          Ja, CF und seine Bagage braucht mehr Schutz! Aber jede Maßnahme hat Lücken, die Kuolun ausnutzen könnte und dessen ist sich CF schmerzhaft bewusst!
          Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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            Zitat von earthquake Beitrag anzeigen



            Ja, CF und seine Bagage braucht mehr Schutz! Aber jede Maßnahme hat Lücken, die Kuolun ausnutzen könnte und dessen ist sich CF schmerzhaft bewusst!
            Also ich denke da an das Bild in der Spelunke. Die bieten doch Schutz an...

            ZUKUNFT -
            das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
            Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
            Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

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              Zitat von avatax Beitrag anzeigen

              Also ich denke da an das Bild in der Spelunke. Die bieten doch Schutz an...
              Aber auch sie sind letztendlich angreifbar! Zeig Scrape einen schönen Tattooladen oder wo gepirct wird, dann ist der abgelenkt!
              Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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                Schlimmer noch: Gib Scrape ein Alltagsgerät in die Finger was er dann optimieren will...

                Hm wenn ich es mir recht bedenke.... schleusst Scrape in Kuoluns Gang ein und der stellt dem dann den gesamten Laden auf den Kopf! Beispiel: Kuoluns toller Kuli mit dem man Radiumroulette-Spieltische manipulieren kann. Ab sofort passiert folgendes, wenn Kuolun auch nur ein Casino bettitt ohne das Hilfsmittel auch nur auszulösen: Keine Auswirkung aufs Roulette dafür aber auf alle einarmigen Banditen im Casino, die alle gleichzeitig Geld ausspucken.
                Selbstredend funktioniert ab sofort auch nix mehr in der Kombüse seines Schiffs. Die Spülmaschine feiert Schaumparties. Die Kaffeemaschine spuckt nur noch ungenießbare dickflüssige Brühe aus und beim Betätigen der Gargrillkombi fliegt einem diese um die Ohren...
                Zuletzt geändert von Twister-Sister; 03.01.2022, 12:25.
                Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination
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                  Wuhahaha.
                  ZUKUNFT -
                  das ist die Zeit, in der du bereust, dass du das, was du heute tun kannst, nicht getan hast.
                  Mein VT: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...ndenz-steigend
                  Captain Future Stammtisch: http://www.scifi-forum.de/forum/inte...´s-cf-spelunke

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                    ...
                    Curtis schloss entsetzt kurz die Augenlider. Nicht der Junge! Das konnte nicht sein, konnte Kuolun so grausam sein, ein Kind mit in die Sache hinein zu ziehen?

                    „Chef, das kann nicht sein! Lass uns einfach nachsehen!“, versuchte Otto ihn zu beschwichtigen. Curtis sah Otto aus verzweifelten Augen an. Der Abschnitt um Halle 27 war erstaunlich leer. Es wirkte, als würde diese Halle schon länger nicht mehr genutzt. Niemand war zu sehen. Sie sprangen aus dem Wagen, zogen die Waffen. Sie waren ein eingespieltes Team, Otto und Curtis sicherten, Grag crashte das große Tor mit Wucht. Die große Halle war so gut wie leer. Es lagerte nur einige alte Kisten darin. Das Licht reichte aus, um alles gut zu sehen, es war niemand da.

                    „NEIN!“, entrang es sich Curts Brust panisch und er rannte los. Otto war schneller, überholte ihn und war zu erst bei der baumelnden Gestalt, die er hochhob, um dem Seil das Gewicht zu entziehen. Die Person war nicht schwer, Otto hatte keine Mühe, sie zu halten. Curtis schob sich den umgefallenen Stuhl zurecht, um darauf zu klettern. Er zog sein Messer und begann das Seil durch zu schneiden. Dabei versuchte er nicht in das Gesicht der Person zu blicken, die sie verzweifelt zu retten versuchten. Dabei ignorierte Curtis auch die grässliche Stimme, die das ganze begleitete.

                    Otto ließ die Person sacht zu Boden gleiten, doch Curtis sah es auch so, Ken war tot. Er kniete sich zu Otto, der Ken untersuchte, bevor er Curtis anblickte. Otto hätte gern etwas anderes gesagt, bei dem Elend, was sich in Curts Augen spiegelte. Otto schüttelte den Kopf.

                    „Er ist schon einige Minuten tot und sein Genick ist gebrochen!“

                    Curt blickte in Kens blau verfärbtes Gesicht und weinte. Sirenen heulten in der Ferne.

                    „Nicht Ken, nicht er!“, flüstertet Curtis mit schmerzerfüllter Stimme. Während dessen starrte Grag verstört auf eine Wand, aus der Richtung kam auch die unerträgliche Stimme.

                    „..., nein, das könntest du nicht wollen, dass dein Held diese Dinge von dir erfährt! Was soll er da nur über dich denken? Aber vielleicht wäre das gar nicht so schlimm! Wer weiß was in so einem Helden wirklich vorgeht!? Vielleicht würde er dich gar nicht angewidert anschauen, vielleicht gefiele ihm sogar, was er sieht...“, Curtis starrte den Film stumpf an, die Worte fraßen sich in sein Innerstes. Es war immer nur eine Vermutung geblieben, zwischen ihm und Joan, sie hatten warten wollen, bis Ken es ihnen selber erzählen wollte. Nur eine Ahnung...

                    Curtis wollte sich übergeben. Ken hatte das Schicksal so einiger Straßenkinder geteilt und irgendwer hatte das sogar in widerlichen Filmen festgehalten. Das war einfach zu viel. Curt war zumute, als müsse er schreiend um sich schlagen, er heulte leise auf vor Wut, Scham und blankem Hass.

                    Aber da hörte er ihre Stimme:

                    „Ken!“, laut und angsterfüllt. Die Wagen hielten am Eingang der Halle. Er zwang sich aufzustehen, wischte sich über das Gesicht und sagte zu Grag.

                    „Mach das aus, irgendwie, bevor sie es sehen kann!“ Grag zog die Waffe, Curtis eilte im selben Augenblick Joan entgegen, die halb hysterisch in die Halle laufen wollte. Curt hatte Mühe sie fest zu halten. Joan wehrte sich gegen seinen Griff, bis sie in sein verquollenes Gesicht sah. Etwas brach in ihr zusammen, alle Stärke, aller Mut.

                    „Nein! Ken! Ken“, Joan brüllte sich die Seele aus dem Leib. Curtis umarmte sie ganz fest, sonst wäre sie ihm weg gesackt. Er konnte nicht mehr tun, als ihren Schmerz auszuhalten. Joan schluchzte an seiner Brust verzweifelt. Die Polizeibeamten hatten sich den Weg zu Ken gebahnt. Über seiner Leiche baumelte immer noch das verhängnisvolle Seil. Joan wurde nach einer Weile stiller, bis sie das Gesicht von seiner Brust nahm. Sie blickte ihn nicht an.

                    „Ich will ihn sehen!“, flüsterte sie mit rauer Stimme. Curtis atmete tief durch. Er konnte es ihr nicht verweigern. Joan war seine Mutter, sie war erwachsen, sie hatte ein Recht darauf, aber wie gern hätte er ihr den grausamen Anblick erspart. Er ließ ihren Arm nicht los. Die Beamten machten ihr Platz.
                    ...



                    Manchmal wird nicht alles wieder gut!
                    Zuletzt geändert von earthquake; 04.01.2022, 15:42.
                    Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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                      Puh... heftig. Muss ich erst mal verdauen. Aber sehr gut beschrieben. Jen dürfte für CF auch wie ein Sohn (gewesen) sein..
                      Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination
                      Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)
                      Außerirdische Technologie + menschliche Dummheit = unschlagbare Ergebnisse :)

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                        Zitat von Twister-Sister Beitrag anzeigen
                        Puh... heftig. Muss ich erst mal verdauen. Aber sehr gut beschrieben. Jen dürfte für CF auch wie ein Sohn (gewesen) sein..
                        Du hast recht, es ist heftig und hat einen fürchterlichen, aber durchaus möglichen, Hintergrund. Und ja, Kuolun will CF vernichten, das machst Du nicht einfach nur durch töten des Hassobjekts, da kommt noch mehr!
                        CF ist hier nicht zu beneiden!
                        Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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                          Otto kniete immer noch neben Ken, der so kindlich wirkte. Joan weinte ohne einen Laut von sich zu geben, als sie sich zu ihm kniete. Curtis hatte keine Ahnung, wie Otto das geschafft hatte, aber Kens Leiche wirkte fast friedlich. Otto hatte das Seil um den Hals bereits entfernt, einer der Beamten hatte ihm seine Jacke gegeben und Otto hatte diese über den Hals des Jungen gelegt, so dass man den strangulierten Hals nicht sehen konnte, nur das entspannt wirkende Gesicht.

                          Der schreckliche Film lief nicht mehr, genauso wenig wie der Ton, trotzdem schien Joan zu wissen, dass nicht Kuolun Ken erhängt hatte, sondern den Jungen irgendwie dazu gebracht hatte, es selber zu tun...

                          Joan warf sich über Ken, umarmte ihn, herzte ihn.

                          „Wie konntest du das nur tun? Warum?“, heulte Joan. Tränen liefen über Curts Gesicht, weil er mitansehen musste, wie sehr Joan litt, aber dabei presste er fest die Lippen zusammen. Joans Hände fuhren durch Kens helles Haar.

                          „Wir lieben dich doch! Warum hast du das getan!“ Curt legte die Hände auf sein Gesicht. Es waren noch mehr Beamte gekommen. Jemand trat zu ihm, fasste ihn sanft am Ellbogen. Das konnte nur Eszella sein, kein Mensch hätte es sonst gewagt ihn anzufassen.

                          „Lass uns gehen“, bat Eszella leise. Curtis nickte. Er nahm die Hände vom Gesicht und kniete sich zu Joan, die ihn nicht beachtete. Weich fasste er sie an. Er blickte Ken nicht an, nur sie.

                          „Joan, wir können nichts mehr tun, bitte lass uns gehen und deine Kollegen ihre Arbeit machen!“ Joan fixierte ihn nun vollends und Curtis zuckte zusammen, in der Furcht, sie könne ihm nun Vorwürfe machen oder gar auf ihn losgehen, denn er war Schuld an Kens Tod. Doch ihre blauen Augen starrten ihn nur verzweifelt an.

                          „Ich kann nicht“, entrang es sich ihrer Brust und genauso war es. Sie wollte Ken nicht zurück lassen, allein...

                          „Ich weiß, aber wir müssen nun gehen“, er weinte, konnte nicht verhindern, dass die Tränen über seine Wangen rannen. Er zwang sich auf zu stehen, sie an den Armen mit sich ziehend. Joan war schwer.

                          „Curt!“, heulte sie außer sich. Otto half ihm, Joan hoch zu ziehen.

                          „Ich kann ihn nicht allein lassen! Ich will ihn festhalten!“

                          „Aber das können wir nicht! Niemand kann das. Er ist gegangen Joan und wir können nichts mehr für ihn tun!“ Joan lag schwer in seinen Armen und weinte. Eine Weile standen sie da, Joan schluchzte und er kämpfte dagegen an, selber die Nerven zu verlieren. Sie hatten Ken verloren, ihr Kind. Genau das war er über Jahre für sie gewesen. Er hatte auch Verantwortung für den Jungen übernommen, aber für Joan war er ihr Kind gewesen, mit dem sie zusammenlebte, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Es spielte für Joan überhaupt keine Rolle, ob er ihr leiblicher Sohn gewesen war, er war ihr Kind gewesen. Wie sollte man da vernünftig bleiben können?

                          Langsam drängte er sie zum Tor der Halle. Grag und Otto warteten auf sie. Ohne Hast stiegen sie ein. Grag fuhr das Verdeck hoch, so konnten sie unbeobachtet zur Comet zurück kehren, wo Curtis die wimmernde Joan in sein Bett packte. Simon hatte etwas zu trinken und eine Spritze bereit gelegt. Curtis flößte ihr Wasser ein, um ihr dann die Spritze zu geben.

                          Stumm starrte er Joans Gesicht an. Sie sackte in die heilvolle Dunkelheit des Vergessen machenden Schlafes.

                          „Es tut mir so leid“, sagte Simon leise in die drückende Stille. Curtis nickte stumm.

                          „Du solltest dich auch etwas hinlegen!“ Erneut nickte Curtis.

                          „Brauchst du auch etwas? Ich kann...“, doch nun unterbrach Curtis Simon mit rauer Stimme.

                          „Nein! Geh einfach!“ Curts Stimme hörte sich an, als sei er zu Tode erschöpft. Zögerlich verließ Simon die Kajüte.

                          Kuolun hatte Ken dazu gebracht sich selber zu erhängen. Curtis atmete hektisch, voller rotem Zorn. Diese Niedertracht! Dieser Wille zur vollkommenen Vernichtung seines Lebens...

                          Warum hatte Kuolun ihn nicht einfach umgebracht? Er hätte ihn kidnappen können, foltern, das lag alles im Bereich des Möglichen, warum Ken?

                          Warum der Junge?

                          Hatte Ken nicht genug durchgemacht?

                          Er sah Kens baumelnde Gestalt vor sich, Otto, wie er den kleinen Kerl packte...

                          Ein paar lächerliche Minuten!

                          Warum hatte Ken sich etwas so schreckliches angetan?

                          War das der Zweifel an ihm gewesen? Ob er eventuell Gefallen an so schrecklichen Dingen hätte finden können?

                          War es blanke Scham gewesen? Ihm und Joan gegenüber?

                          Warum?

                          Tatsache war, dass Ken so verzweifelt gewesen war, dass Kuoluns Rechnung aufgegangen war. Curtis hämmerte dabei immer die Frage durch den Kopf, wie lange das Ganze denn noch gegen ihn gehen sollte. Er war fertig. Da waren nicht nur die Krisen, Kämpfe, schlaflosen Nächte, nun hatten sie einen Menschen verloren, den sie liebten. Einen wehrlosen Jungen, ein Kind, das doch zuvor auch schon die Hölle erlebt hatte! War das nicht entsetzlich genug? Warum hatte Kuolun nicht zumindest mit dem Jungen Mitgefühl gehabt? Was wollte Kuolun denn noch von ihm? Curtis stöhnte schmerzerfüllt auf. Joan regte sich jammernd im Schlaf. Vorsichtig legte er sich zu ihr, hielt sie in einer weichen Umarmung, die sie vielleicht ruhiger werden ließ.
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                          Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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                            Puh. Echt schlimm. Ich frage mich auch warum Ken sich so in die Verzweiflung hatte treiben lassen? Was war so furchtbares Geschehen dass er keinen Ausweg mehr fand?
                            Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination
                            Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)
                            Außerirdische Technologie + menschliche Dummheit = unschlagbare Ergebnisse :)

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                              Zitat von Twister-Sister Beitrag anzeigen
                              Puh. Echt schlimm. Ich frage mich auch warum Ken sich so in die Verzweiflung hatte treiben lassen? Was war so furchtbares Geschehen dass er keinen Ausweg mehr fand?
                              Das Motiv hatte ich schon angedeutet:

                              „Nicht Ken, nicht er!“, flüstertet Curtis mit schmerzerfüllter Stimme. Während dessen starrte Grag verstört auf eine Wand, aus der Richtung kam auch die unerträgliche Stimme.

                              „..., nein, das könntest du nicht wollen, dass dein Held diese Dinge von dir erfährt! Was soll er da nur über dich denken? Aber vielleicht wäre das gar nicht so schlimm! Wer weiß was in so einem Helden wirklich vorgeht!? Vielleicht würde er dich gar nicht angewidert anschauen, vielleicht gefiele ihm sogar, was er sieht...“, Curtis starrte den Film stumpf an, die Worte fraßen sich in sein Innerstes. Es war immer nur eine Vermutung geblieben, zwischen ihm und Joan, sie hatten warten wollen, bis Ken es ihnen selber erzählen wollte. Nur eine Ahnung...

                              Curtis wollte sich übergeben. Ken hatte das Schicksal so einiger Straßenkinder geteilt und irgendwer hatte das sogar in widerlichen Filmen festgehalten. Das war einfach zu viel. Curt war zumute, als müsse er schreiend um sich schlagen, er heulte leise auf vor Wut, Scham und blankem Hass.
                              Jugendliche sind sehr schamhaft und entwickeln sehr große Ängste, die dann auch zum Suizid führen können. Kuolun hat ja sehr offen dargelegt (mit fiesen Beweisen), was er Future und Joan zukommen lässt! Und Ken hatte Angst ihre Zuneigung zu verlieren oder schlimmeres...
                              Entgegen der um sich greifenden Legendenbildung habe ich mein "altes" Forum nicht freiwillig verlassen, sondern ich wurde von den neuen "Betreibern" vor die Tür gesetzt, um den "echten" Fans den Anblick meiner Geschichten zu ersparen!

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                                Stimmt. Ich habs nur beim ersten Mal Lesen offensichtlich nicht kapiert. Ich hab da an eine andere weniger schreckliche Richtung gedacht....aber klar jetzt verstehe ich es und auch Kens Beweggründe.... Das ist wirklich übel...
                                Unendliche Mannigfaltigkeit in unendlicher Kombination
                                Ein Holodeck ist klasse! Man kann überall hin, obwohl man gar nicht weg muss :)
                                Außerirdische Technologie + menschliche Dummheit = unschlagbare Ergebnisse :)

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