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  • ZayneCarrick
    antwortet
    Zitat von Uriel Ventris Beitrag anzeigen
    Darauf will ich ja hinaus. Insgesamt besteht die englische Sprache aus 70% an Wörtern, die nicht germanischen Ursprung sind. Diese 70% verteilen sich jedoch; im Grundwortschatz sind es 20%, im gehobenen Wortschatz 80-90%.


    Trotzdem ist Standartdeutsch eindeutiger.
    meinetwegen. Aber einmal drauf hinweisen hätte gereicht.

    Das habe ich nie gesagt. Der Satz bezog sich auf die Stelle "Englisch ist dem Deutschen so ähnlich, verbring ein paar Monate dort und du wirst sehen wie du lernst". Das ist bei jeder Sprache so.
    Nein. Die westgermanischen Sprachen und die skandinavischen Sprachen sind für Deutsche am leichtesten zu erlernen, gefolgt von den romanischen Sprachen. Es gibt aber zig Sprachen, die so unterschiedlich sind, dass es mitnichten bloß mit ein paar Monaten Aufenthalt getan wäre. Z.B. gibt es eine Einteilung der US Army, die Sprachen nach ihrem relativen Schwierigkeitsgrad bezogen auf Englisch-Muttersprachler einteilt:

    Defense Language Aptitude Battery - Wikipedia, the free encyclopedia

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  • Uriel Ventris
    antwortet
    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Nein, der Grundwortschatz ist nur zu 2/3 germanisch, wie die Studie zeigte. Eine vergleichbare Studie fürs Niederländische ergab einen Anteil von 80% aus dem Erbwortschatz.
    Der Grundwortschatz ist gerade deswegen so wichtig, weil Entlehnungen in ihn seltener vorkommen als im Fachvokabular. Insofern zeigt dies die größere Entlehnungsfreudigkeit des Englischen verglichen mit anderen westgermanischen Sprachen.
    Darauf will ich ja hinaus. Insgesamt besteht die englische Sprache aus 70% an Wörtern, die nicht germanischen Ursprung sind. Diese 70% verteilen sich jedoch; im Grundwortschatz sind es 20%, im gehobenen Wortschatz 80-90%.

    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Schon mal was von Polysemie gehört?

    Hochdeutsch kann sowohl die Standardsprache bezeichnen, als auch als Sammelbezeichnung die mitteldeutschen und oberdeutschen Dialekte. Im Kotext dieser Situation war klar, was gemeint war.
    Trotzdem ist Standartdeutsch eindeutiger.

    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    was soll das denn heißen? Was hat Dein Satz damit zu tun, ob ein deutsches Elternteil in einem nichtdeutschsprachigen Land seinem Kind Deutsch vermitteln kann oder nicht?
    Das habe ich nie gesagt. Der Satz bezog sich auf die Stelle "Englisch ist dem Deutschen so ähnlich, verbring ein paar Monate dort und du wirst sehen wie du lernst". Das ist bei jeder Sprache so.

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  • ZayneCarrick
    antwortet
    Zitat von Uriel Ventris Beitrag anzeigen
    Was daran liegt, dass im "Grundwortschatz" immer noch ein großer Anteil von Erbwörtern enthalten ist. Im erweiterten Wortschatz, der z.B. in der Wissenschaft benutzt wird, besteht jedoch ein Fremdwortanteil von über 80%, wenn nicht mehr. Die gesamte Standartenglische Sprache besteht aus 70% Wörtern aus italischen Sprachen. Der Grundwortschatz ist germanisch.
    Nein, der Grundwortschatz ist nur zu 2/3 germanisch, wie die Studie zeigte. Eine vergleichbare Studie fürs Niederländische ergab einen Anteil von 80% aus dem Erbwortschatz.
    Der Grundwortschatz ist gerade deswegen so wichtig, weil Entlehnungen in ihn seltener vorkommen als im Fachvokabular. Insofern zeigt dies die größere Entlehnungsfreudigkeit des Englischen verglichen mit anderen westgermanischen Sprachen.

    Du wirst lachen, aber gerade heute habe ich einen Artikel gelesen, der belegt, dass Zwei- und Mehrsprachige ihr Hirn besser ausnutzen, Entscheidungsfähigkeit etc. Außerdem sorgt diese erweiterte Hirnstruktur für eine schnellere Erholung nach Schlaganfällen etc.
    Na dann hoffe ich, dass das mir im Alter später nützt.

    Belasten... Das Kind merkt diese Belastung ja gar nicht, denn es lernt die Sprache nicht in dem Sinne, als dass es mit einem Buch und dem Grammatikheft eine Stunde am Tag irgendwo sitzen müsste.
    Es ist schon so, dass zweisprachige Kinder am Anfang langsamer beim Spracherwerb sind, aber dann später bald aufholen.

    Jetzt muss ich dich mal korrigieren.

    Das "Hochdeutsche" sprechen alle Deutschen, die nicht Mittel- und Niederdeutsch sprechen, da das Hochdeutsche alle Dialekte samt den bairischen und allemannischen umfasst.

    Deswegen würde ich den Terminus "Standartdeutsch" vorziehen.
    Schon mal was von Polysemie gehört?

    Hochdeutsch kann sowohl die Standardsprache bezeichnen, als auch als Sammelbezeichnung die mitteldeutschen und oberdeutschen Dialekte. Im Kotext dieser Situation war klar, was gemeint war.


    Heißt: auch wenn ich im unverständlichsten Alpendialekt rede, spreche ich immer noch Hochdeutsch.
    Nein, ein Linguist würde sagen, Du sprichst einen hochdeutschen Dialekt, oder einen oberdeutschen. Hochdeutsch als Sammelbezeichnung bezeichnet ja eine ganze Menge sehr unterschiedlicher Dialekte.


    Und natürlich lernen wir noch unseren Dialekt. Standartdeutsch kommt durch das Fernsehen und durch die Schule, aber zum Glück würde es uns nie einfallen, im Alltag Standartdeutsch zu sprechen (außer mit Italienern die Deutsch gelernt haben).
    Wer ist "wir"? Ich bezog mich ja auf bestimmte Bevölkerungsgruppen, die ohen Dialekt aufwachsen.

    Echtes, reines Hochdeutsch spricht jeder, der einen hochdeutschen Dialekt spricht, wie schon ein Stück weiter oben dargelegt.
    Wie gesagt, Dein Satz ergibt keinen Sinn. Wenn Du Hochdeutsch als Sammelbezeichnung verwendest, gibt es keine eine Varietät, die maßgeblich wäre.



    Mir ist klar, dass du mit Hochdeutsch Standartdeutsch meinst, trotzdem ist es falsch. Jeder Deutsche südlich der Benrather Linie spricht Hochdeutsch, außer er ist zugewandert.
    Bitte genau hingucken, was ich geschrieben habe: es gibt viele Deutsche, die nur noch mit Hochdeutsch (oder was Du Standarddeutsch nennst) aufwachsen.


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    ZayneCarrick schrieb nach 4 Minuten und 36 Sekunden:

    Zitat von Uriel Ventris Beitrag anzeigen


    Dann hast du dich aber noch nie mit Sizilianisch, ladinisch und rumänisch auseinandergesetzt...
    doch, habe ich.

    Ach jetzt bitte. Mit gewissen Grundkentnissen lernst du eine Sprache unter Muttersprachlern immer sehr schnell, außer sie sind komplett abartig.
    was soll das denn heißen? Was hat Dein Satz damit zu tun, ob ein deutsches Elternteil in einem nichtdeutschsprachigen Land seinem Kind Deutsch vermitteln kann oder nicht?
    Zuletzt geändert von ZayneCarrick; 29.11.2011, 00:33. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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  • Uriel Ventris
    antwortet
    Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
    Gibt's hier eigentlich überhaupt niemanden, der mit dem Aussterben der deutschen Sprache über die nächsten 5-6 Generationen hinweg uneingeschränkt einverstanden wäre? Würde das Leben für nachfolgende Generationen einfacher machen.
    Deutsch wird nicht verschwinden. Warum sollte Deutsch verschwinden? Man vergisst gemeinhin, dass Deutsch mehr ist als die Hochsprache, die wie jede geregelte Sprache eine gewisse Klasse von Kunstsprache ist. Es gibt immer nocht hunderte, tausende Dialekte, die niemals vergehen wollen.

    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Definiere "signifikant". Eine Untersuchung von 1.400 "grundsätzlichen Begriffen" ergab folgendes Bild:

    - Französisch: 25,2%
    - Lateinisch: 8,0%
    - Alt-Nordisch: 3,5%
    - Niederdeutsch und Mittelniederdeutsch: 1,3%
    - Griechisch: 0,1%
    - andere Sprachen: 3,0%
    - Erbwortschatz: 59,0%
    Was daran liegt, dass im "Grundwortschatz" immer noch ein großer Anteil von Erbwörtern enthalten ist. Im erweiterten Wortschatz, der z.B. in der Wissenschaft benutzt wird, besteht jedoch ein Fremdwortanteil von über 80%, wenn nicht mehr. Die gesamte Standartenglische Sprache besteht aus 70% Wörtern aus italischen Sprachen. Der Grundwortschatz ist germanisch.

    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Na das weiß ich nicht. Sprachgewaltig waren sie schon.
    Natürlich waren sie für ihre Zeit sprachgewaltig. Das geht aber komplett an der heutigen Zeit vorbei.
    Und natürlich sind sie auch Vorbilder und immer die Besten, da sie eben die Ersten waren und alle mit ihnen verglichen werden.

    Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
    Was die Argumentation mit der Identität angeht: Ein Kind, das gleich mit Englisch als einziger Sprache aufwächst, verliert diese Identität nicht, hat diese nämlich nie gehabt. Warum aber ein Kind mit 2 oder mehr Sprachen belasten, wenn eine völlig ausreicht?
    Du wirst lachen, aber gerade heute habe ich einen Artikel gelesen, der belegt, dass Zwei- und Mehrsprachige ihr Hirn besser ausnutzen, Entscheidungsfähigkeit etc. Außerdem sorgt diese erweiterte Hirnstruktur für eine schnellere Erholung nach Schlaganfällen etc.

    Belasten... Das Kind merkt diese Belastung ja gar nicht, denn es lernt die Sprache nicht in dem Sinne, als dass es mit einem Buch und dem Grammatikheft eine Stunde am Tag irgendwo sitzen müsste.

    Aber ich gebe dir Recht. Identität wird nicht von solchen Abstrakta wie Sprache und Kultur geprägt, sondern von Familie und Freunden.

    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Übrigens wachsen in Süddeutschland heute noch viele Menschen mit ihrer Mundart als Muttersprache auf (leider fehlen mir hier konkrete Zahlen). Sie erwerben dann das Hochdeutsche als Zweitsprache in der Schule. Ganz so tot sind sie noch nicht. Das Niederdeutsche hingegen liegt jetzt in den letzten Zügen, die Mortalitätsgrenze von unter 30% ist schon längst erreicht.
    Jetzt muss ich dich mal korrigieren.

    Das "Hochdeutsche" sprechen alle Deutschen, die nicht Mittel- und Niederdeutsch sprechen, da das Hochdeutsche alle Dialekte samt den bairischen und allemannischen umfasst.

    Heißt: auch wenn ich im unverständlichsten Alpendialekt rede, spreche ich immer noch Hochdeutsch.

    Deswegen würde ich den Terminus "Standartdeutsch" vorziehen.

    Und natürlich lernen wir noch unseren Dialekt. Standartdeutsch kommt durch das Fernsehen und durch die Schule, aber zum Glück würde es uns nie einfallen, im Alltag Standartdeutsch zu sprechen (außer mit Italienern die Deutsch gelernt haben).

    Zitat von Marschall Q Beitrag anzeigen
    Wobei echtes, reines Hochdeutsch lernt man sowieso erst durch die Schriftsprache.
    Echtes, reines Hochdeutsch spricht jeder, der einen hochdeutschen Dialekt spricht, wie schon ein Stück weiter oben dargelegt.

    Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
    Du kannst deinen Kreuzzug zur zwangsweisen Beibehaltung der deutschen Sprache natürlich weiterführen, aber Aufwand und Nutzen halten sich da nicht die Waage. Früher oder später wird in Europa der einheiltichen Währung auch die einheitliche Sprache folgen - und das wird nicht Deutsch. Und wenn man mit Deutsch irgendwann nur noch alte Bücher lesen kann, warum dann noch zwangsweise lernen ?
    Zwangsweise lernen... Warum sprechen wir dann nicht schon alle Esperanto?

    Wir sind nicht mehr im Frühmittelalter, in welchem Gallier, Iberer und Rumänen freiwillig ihre Sprache aufgegeben haben, um die lateinische Mundart anzunehmen. So etwas passiert heute nicht mehr. Dem Kind wird die eigene Sprache gelernt und basta. Ich glaube kaum, dass heute und in Zukunft ein Elternpaar denken wird "bringen wir ihm Englisch bei, das nützt ihm später".

    Seltsame Gedankengänge, die du da hast.

    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Ansonsten gibt es viele Deutsche, die nur Hochdeutsch sprechen, da sie ohne Dialekt aufwachsen. Das sind die Mehrheit der Norddeutschen, und im Süden vor allem wohl die Stadtbevölkerung.
    Mir ist klar, dass du mit Hochdeutsch Standartdeutsch meinst, trotzdem ist es falsch. Jeder Deutsche südlich der Benrather Linie spricht von klein auf Hochdeutsch, außer er ist zugewandert.

    Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
    Das Phaenomen kannte ich allerdings noch nicht
    Code switching ist ein sehr natürliches Phänomen.

    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Das Problem ist, dass von den romanischen Sprachen Französisch sich am meisten vom Lateinischen wegentwickelt hat.
    Dann hast du dich aber noch nie mit Sizilianisch, ladinisch und rumänisch auseinandergesetzt...

    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Gerade Englisch ist leicht zu erlernen für Deutsche. Wenn Du in einem englischsprachigen Land leben würdest, würden sich Deine Englischkenntnisse auch schlagartig verbessern. Extra darauf zu achten, genügend Deutsch mit dem Kind in einer fremdsprachigen Umgebung zu sprechen, erfordert Anstrengungen, die Eltern oft nicht machen, vor allem wenn sie die Landessprache gut sprechen.
    Ach jetzt bitte. Mit gewissen Grundkentnissen lernst du eine Sprache unter Muttersprachlern immer sehr schnell, außer sie sind komplett abartig.

    Zitat von McWire Beitrag anzeigen
    Die Schweiz zeigt ja deutlich, dass es auch in multilingualen Beziehungen nicht automatisch die Tendenz zu einer einheitlichen Alltagssprache geben muss. Ein deutschsprachiger Schweizer, der eine französisch sprechende Schweizerin heiratet und Kinder bekommt, wird sicherlich auch darauf bedacht sein, dass die Kinder dann beide Sprachen lernen.
    Warum auch nicht. Er wird dann auch Freunde aus anderen Sprachen haben, z.B. Und in einem öffentlichen Amt hat man ihn dann lieber. Hierzulande ist es so, dass die Doppelsprachigkeitsprüfung für Deutsch und Italienisch nicht überall benötigt wird (verschiedene Abstufungen z.B.), hat man sie, bekommt man aber mehr Geld.

    Zitat von McWire Beitrag anzeigen
    Ich werde einfach nicht warm mit anderen Sprachen.. die bleiben für mich nur Mittel zum Zweck und ich spreche sie nicht zum Vergnügen. Da ist halt jeder Mensch anders.
    Ich mag meine Sprachen prinzipiell auch nur zum Sprechen, höchstens zum Schreiben. Aber Lesen in anderen Sprachen mag ich einfach nicht. Leider ist es nötig.

    Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
    Das ist bedauerlich. Aber jetzt einmal von dir abgesehen, könnte es dem deutschen Bildungssystem nicht schaden, wenn es seinen Schülern solche mehrwöchigen Sprachkurse im Ausland anbieten würde. Das wäre gut investiertes Geld, in die Zukunft der eigenen Bürger.
    Als ob das die Politk interessieren würde.

    Davon abgesehen bringen "ein paar Wochen Sprachaufenthalt" gar nix, besonders nicht in Schulklassen. Prinzipiell hat man schon mit den normalen Schulstunden die möglichkeit, einigermaßen perfektes Englisch zu lernen. Man will nur nicht. Außerdem sind im Ausland dann immer doch die Schulkameraden dabei, die noch Deutsch sprechen. Mit denen ist man meistens herum, und um es sich leichter zu machen...
    Zuletzt geändert von Uriel Ventris; 29.11.2011, 00:33.

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  • Amaranth
    antwortet
    Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
    Das ist bedauerlich. Aber jetzt einmal von dir abgesehen, könnte es dem deutschen Bildungssystem nicht schaden, wenn es seinen Schülern solche mehrwöchigen Sprachkurse im Ausland anbieten würde. Das wäre gut investiertes Geld, in die Zukunft der eigenen Bürger.
    Das gibt es. Sprachkurse nach Amerika, England, Frankreich, Spanien, Brasilien und einiges mehr wird von unserer Schule zumindest angeboten, jedoch großteils auf eigene Kosten (mit der Möglichkeit, wenn benötigt, diese zu senken).

    Und aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass so ein Sprachkurs wirklich viel bringt.

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  • ZayneCarrick
    antwortet
    Zitat von McWire Beitrag anzeigen
    Offtopic: Das hat damit wenig zu tun. Es gibt viele Themen, die nur regionale Bedeutung haben und es daher keine englischen Artikel gibt, sondern nur regionalsprachspezifische.

    Auch liegt es manchmal auch an den Interessen der Autoren. So schreibe ich für die Star Trek-Wikipedia Memory Alpha deutsche Artikel, die es in der englischen MA nicht gibt, weil sich dort keiner für das spezifische Thema interessiert oder aufgrund irgendwelcher Konventionen (jedes Wiki hat eigene Regeln) diese Themen nicht als relevant betrachtet werden.
    Selbst zu vielen regionalen Themen habe ich die Erfahrung gemacht, dass es auf der englischen Wikipedia oft mehr gibt, was einfach mit der Anzahl und Diversität an Nutzern zusammenhängt (ich lese oft auch Artikel in anderen Sprachen (versch. europäische und asiatische) quer, und oft ist das englische immer noch ausführlicher, selbst wenn es auf einen spezifischen Raum bezogen ist). Das kann selbst für deutschlandspezifische Themen der Fall sein, aber die deutsche Wiki ist ja Nr. 2. Und bei dem Thema würde ich eh was erwarten. Aber ich wiederhole mich: ein Einfluss der Zweitsprachensprecher des Englischen auf die muttersprachlichen Varianten ist nicht feststellbar.

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  • McWire
    antwortet
    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Die englische Wikipedia ist die größte.
    Offtopic: Das hat damit wenig zu tun. Es gibt viele Themen, die nur regionale Bedeutung haben und es daher keine englischen Artikel gibt, sondern nur regionalsprachspezifische.

    Auch liegt es manchmal auch an den Interessen der Autoren. So schreibe ich für die Star Trek-Wikipedia Memory Alpha deutsche Artikel, die es in der englischen MA nicht gibt, weil sich dort keiner für das spezifische Thema interessiert oder aufgrund irgendwelcher Konventionen (jedes Wiki hat eigene Regeln) diese Themen nicht als relevant betrachtet werden.


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    McWire schrieb nach 3 Minuten und 26 Sekunden:

    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Ja, aber das muss man den ganzen Leuten erstmal verdeutlichen, die rumjammern, dass angeblich das Deutsche aussterben würde, weil die Deutsche Bahn ServicePoint schreibt. Das Deutsche ist sicher, punktum.
    Apropos Deutsche Bahn

    -> Bahn TV ? Wikipedia

    Von Februar 2010 bis zu dessen Einstellung zum 31. Dezember 2010 wurde das Angebot als DB Bewegtbild bezeichnet.
    Selbst Großkonzerne kommen manchmal auf die Idee ihre Kunden mit übertriebenem deutschen Sprachpatriotismus beeindrucken zu wollen. Solange es noch Menschen in Führungspositionen von Großkonzernen gibt, die statt TV Bewegtbild sagen, ist die deutsche Sprachwelt noch in Ordnung.
    Zuletzt geändert von McWire; 28.11.2011, 02:11. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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  • ZayneCarrick
    antwortet
    Zitat von McWire Beitrag anzeigen
    Wobei die Threadfrage sich ja explizit auf die deutsche Sprache bezieht. Die anderen 8000 Sprachen interessieren in diesem Zusammenhang ja erst mal als Randnotiz, das es das Sprachsterben überhaupt gibt. Bei 99% dieser Sprachen ist der Hauptgrund der, dass es sich um regional sehr stark begrenzte Sprachen oder Schriftform handelt. Diese Sprachen konkurrieren also sehr stark mit staatlich verordneten Amtssprachen, für die es Literatur usw. gibt.
    Ja, aber das muss man den ganzen Leuten erstmal verdeutlichen, die rumjammern, dass angeblich das Deutsche aussterben würde, weil die Deutsche Bahn ServicePoint schreibt. Das Deutsche ist sicher, punktum.


    Es gibt sogar einige Extremfälle wo internationale User aus den Foren gedrängt worden sind, weil sie aus praktischen Gründen (anderes Tastaturlayout) keine Umlaute verwendet haben. Ich kann mich da an einem Fall eines deutschsprachigen Kanadiers in einem österreichischen Eisenbahnforum erinnern.
    Naja, ich verwende auch eine amerikanische Tastatur, aber - oh Wunder - ich kann ein deutsches Keyboard-Layout einstellen.

    Solange es eine so militante Einstellung zur eigenen Muttersprache gibt, wird es immer eine Minderheit geben, die ihren Kindern aus grundsätzlicher Überzeugung Deutsch beibringen wird, selbst in 1000 Jahren.
    Für eine Sprache mit so vielen Sprechern braucht man gar keine militante Einstellung. Die Trägheit der Menschen wird automatisch dazu führen, dass Deutsch weitergegeben wird.

    Da ich kein Österreicher bin, kann ich Dein angeführtes Beispiel nicht einordnen. Könnte mit der Bidialektalität und der Einstellung, auf der Verwendung von formalem Hochdeutsch in Foren zu bestehen, zusammenhängen, will mich aber nicht aus dem Fenster lehnen...


    .
    EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

    ZayneCarrick schrieb nach 1 Minute und 58 Sekunden:

    Zitat von McWire Beitrag anzeigen


    Es ist bei Millionen von Artikeln nicht ungewöhnlich, dass bestimmte Wikieinträge nur in einer Sprachvariante existieren. Aber gerade bei diesem Thema sollte man einen englischen Konterpart erwarten.
    Die englische Wikipedia ist die größte. Und gerade bei einem englischspezifischen Thema sollte da doch was sein. Aber unabhängig davon, schau Dir die englischsprachige Literatur auf der Welt an.

    Salman Rushdie, Wole Soyinka usw.
    Zuletzt geändert von ZayneCarrick; 28.11.2011, 02:07. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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  • McWire
    antwortet
    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Aber Menschen sind auch unterschiedlich sprachbegabt. Übrigens lernen zweisprachig aufgewachsene Kinder leichter eine dritte und eine vierte Sprache.
    Ja, darum wohl meine Phobie vor Englisch und Französisch. Ich bin fast durchs Abitur gefallen, weil ich bis wenige Wochen vor der Prüfungsphase in beiden Fächern nur eine 5 hatte. Hab mich dann immerhin durch intensives Pauken auf 4+ in Englisch und 4- in Französisch verbessert. Danach habe ich beide Sprachen erstmal 3 Jahre nicht mehr angefasst, bis ich im Studium wieder englischsprachiges Material beackern musste.

    Ich werde einfach nicht warm mit anderen Sprachen.. die bleiben für mich nur Mittel zum Zweck und ich spreche sie nicht zum Vergnügen. Da ist halt jeder Mensch anders.

    Derzeit muss ich wieder Englisch lernen, da ich einen Fachinformatiker-Abschluss anstrebe.

    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Dass dies ein rein deutscher Wikipedia-Eintrag ist, sollte Dir zu denken geben. Dies erscheint mir wie eine Projektion von Denglisch-Ängsten auf die englischsprachige Welt.
    Es ist bei Millionen von Artikeln nicht ungewöhnlich, dass bestimmte Wikieinträge nur in einer Sprachvariante existieren. Aber gerade bei diesem Thema sollte man einen englischen Konterpart erwarten.

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  • Enas Yorl
    antwortet
    Zitat von McWire Beitrag anzeigen
    Mir fehlt derweil Geld, Zeit und Wille (in dieser Hierarchie) um Deutschland für etwas längere Zeit zu verlassen. Ich habe bedingt durch psychische Konzentrationsprobleme ohnehin Schwierigkeiten bei der spontanen Sprachbildung... mir passierten öfters mal Fauxpas bei der Wortwahl selbst in der Muttersprache. (mein Lieblingsdreher ist das Vertauschen der Wörter "bei" und "paar").
    Das ist bedauerlich. Aber jetzt einmal von dir abgesehen, könnte es dem deutschen Bildungssystem nicht schaden, wenn es seinen Schülern solche mehrwöchigen Sprachkurse im Ausland anbieten würde. Das wäre gut investiertes Geld, in die Zukunft der eigenen Bürger.

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  • McWire
    antwortet
    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Du missverstehst, warum ich das Beispiel gab. Es geht nur darum, das Prinzip Sprachentod zu verdeutlichen, nicht darum, ob Deutsch vom Aussterben bedroht sei. Das habe ich nie behauptet und kein seriöser Sprachwissenschaftler wird das tun.
    Wobei die Threadfrage sich ja explizit auf die deutsche Sprache bezieht. Die anderen 8000 Sprachen interessieren in diesem Zusammenhang ja erst mal als Randnotiz, das es das Sprachsterben überhaupt gibt. Bei 99% dieser Sprachen ist der Hauptgrund der, dass es sich um regional sehr stark begrenzte Sprachen oder Schriftform handelt. Diese Sprachen konkurrieren also sehr stark mit staatlich verordneten Amtssprachen, für die es Literatur usw. gibt.

    Die deutsche Sprache ist davon unbetroffen, weil sie eine historisch etablierte Amtssprache in einer größeren geografischen Region ist und sie auch auf eine lange Historie von Schriftsprache zurückgeht. In Deutschland konkurriert Deutsch als Muttersprache nicht besonders. 99,9% der einheimischen deutschen Bürger werden ihren Kindern Deutsch beibringen. Nur bei den Bürgern mit Migrationshintergrund ist das Verhältnis schlechter, aber auch da ist Deutsch die primäre "Weitergabesprache". Englisch wird erst durch die Schule als internationale Verkehrssprache in den Köpfen der Menschen quasi installiert. Nur bei binationalen Ehe oder Haushalten gehobenen Charakters wird Englisch schon als zweite Quasi-Mutttersprache gelernt. Das betrifft in Deutschland aber nur einen kleinen Teil der Gesamtbevölkerung. In Österreich ist es sogar nicht geringer... dort scheint man die deutsche Sprache auch mehr zu pflegen. Ich erinnere mich immer wieder an österreichische Internetforen, wo ich als Deutscher angepammt werde, wenn ich mal etwas schlampiger schreibe. Es gibt sogar einige Extremfälle wo internationale User aus den Foren gedrängt worden sind, weil sie aus praktischen Gründen (anderes Tastaturlayout) keine Umlaute verwendet haben. Ich kann mich da an einem Fall eines deutschsprachigen Kanadiers in einem österreichischen Eisenbahnforum erinnern.

    Solange es eine so militante Einstellung zur eigenen Muttersprache gibt, wird es immer eine Minderheit geben, die ihren Kindern aus grundsätzlicher Überzeugung Deutsch beibringen wird, selbst in 1000 Jahren.

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  • ZayneCarrick
    antwortet
    Zitat von McWire Beitrag anzeigen
    Die Übersetzer, welche ich kenne, arbeiten schon recht gut. Solange man keine komplizierten Vorträge über Fachthemen führen will, taugen sie für alltägliche Übersetzungen schon sehr gut.

    Vor 50 Jahren war selbst das blanke Scifi und die technische Entwicklung ist ja nicht linear sondern exponentiell.
    Übersetzer arbeiten bereits mit maschinellen Übersetzungsprogrammen. Aber ncihts, was jemals von einem solchen Programm produziert wurde, entgeht einer manuellen Überarbeitung.

    Ich finde es als deutscher Muttersprachler eher schwerer Englisch zu lernen, eben wegen den Parallelen. Ich kann oftmals beide Sprachen nicht auseinander halten und fange dann mit Code-Switching an, und zwar nicht nur im Wortschatz sondern auch in der Grammatik. Ich muss mich für einen englischen Muttersprachler wohl ziemlich wirr anhören.
    Wenn das ein Chinese macht, dann verstünde der Englischmuttersprachler nur noch 车站. Aufgrund der Verwandtschaftsverhältnisse gibt es beim Deutsch-Englisch-Mischmasch höhere Chancen, dass da dennoch etwas Interpretierbares rauskommt.

    Aber Menschen sind auch unterschiedlich sprachbegabt. Übrigens lernen zweisprachig aufgewachsene Kinder leichter eine dritte und eine vierte Sprache.

    Außerdem ist selbst Englisch bedroht und zwar aus einer anderen Richtung, eben weil es weltweite Verkehrssprache ist -> Bad Simple English ? Wikipedia

    Die Briten haben sozusagen mit dem Ausverkauf ihrer Sprache zu kämpfen, weil sie mittlerweile von mehr Menschen als Zweitsprache gesprochen wird als als Muttersprache. Dadurch verroht die Sprache. Etwas was dem Deutschen erstmals erspart bleiben wird.
    Dass dies ein rein deutscher Wikipedia-Eintrag ist, sollte Dir zu denken geben. Dies erscheint mir wie eine Projektion von Denglisch-Ängsten auf die englischsprachige Welt.
    Die Tatsache, dass Englisch die weltweite Zweitsprache ist, gibt Englisch-Muttersprachlern einen enormen Vorteil.

    Schau Dir englischsprachige Medien und Literatur an. Von Verrohung ist nichts zu erkennen. Manche Linguisten sprechen von regionalen Varianten, z.B. in Indien oder Afrika. Aber auch die englischsprachige Literatur, die von dort kommt, schafft es, Ausdruckskraft mit regionaler Identität zu verbinden.

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  • McWire
    antwortet
    Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
    Es gibt einen Punkt beim erlernen einer fremden Sprache, über den kommt man nur durch viel Praxis und Üben hinaus. Mach einmal vier Wochen Urlaub in einen englischsprachigen Land (es gibt da auch entsprechende Sprachkurs-Angebote), und sprich in dieser Zeit nur Englisch, du wirst dich Wundern was du dabei für Fortschritte machst.
    Mir fehlt derweil Geld, Zeit und Wille (in dieser Hierarchie) um Deutschland für etwas längere Zeit zu verlassen. Ich habe bedingt durch psychische Konzentrationsprobleme ohnehin Schwierigkeiten bei der spontanen Sprachbildung... mir passierten öfters mal Fauxpas bei der Wortwahl selbst in der Muttersprache. (mein Lieblingsdreher ist das Vertauschen der Wörter "bei" und "paar").

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  • ZayneCarrick
    antwortet
    Zitat von McWire Beitrag anzeigen
    Aber das ist rein nummerisch kein Problem, weil es ja auch viele eingeheiratete Nicht-Deutsch-Sprachler in Deutschland gibt, die dann als Ausgleich Deutsch an ihre Kinder weitergeben. Deutsch als regionale Sprache aufzugeben wird darum nicht funktionieren. Mag ja sein, dass Deutsch weltweit gesehen keine Chance hat, aber regional in Mitteleuropa wird wohl kaum ein Elternpaar auf die Erziehung der Kinder in der deutschen Muttersprache verzichten, außer vielleicht aus (meiner Sicht) absurden Überzeugungen wie sie der User Karl Ranseier an den Tag gelegt hat.
    Du missverstehst, warum ich das Beispiel gab. Es geht nur darum, das Prinzip Sprachentod zu verdeutlichen, nicht darum, ob Deutsch vom Aussterben bedroht sei. Das habe ich nie behauptet und kein seriöser Sprachwissenschaftler wird das tun.

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  • McWire
    antwortet
    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Zur Zeit ist die maschinelle Übersetzung noch weit davon entfernt. Und es gibt theoretische Probleme, vor der jede Maschinenübersetzung steht, und ich wage es doch sehr zu bezweifeln, dass man das innerhalb von 50 Jahren wird überwinden können.
    Die Übersetzer, welche ich kenne, arbeiten schon recht gut. Solange man keine komplizierten Vorträge über Fachthemen führen will, taugen sie für alltägliche Übersetzungen schon sehr gut.

    Vor 50 Jahren war selbst das blanke Scifi und die technische Entwicklung ist ja nicht linear sondern exponentiell.

    Zitat von ZayneCarrick Beitrag anzeigen
    Gerade Englisch ist leicht zu erlernen für Deutsche. Wenn Du in einem englischsprachigen Land leben würdest, würden sich Deine Englischkenntnisse auch schlagartig verbessern. Extra darauf zu achten, genügend Deutsch mit dem Kind in einer fremdsprachigen Umgebung zu sprechen, erfordert Anstrengungen, die Eltern oft nicht machen, vor allem wenn sie die Landessprache gut sprechen.
    Ich finde es als deutscher Muttersprachler eher schwerer Englisch zu lernen, eben wegen den Parallelen. Ich kann oftmals beide Sprachen nicht auseinander halten und fange dann mit Code-Switching an, und zwar nicht nur im Wortschatz sondern auch in der Grammatik. Ich muss mich für einen englischen Muttersprachler wohl ziemlich wirr anhören.

    Außerdem ist selbst Englisch bedroht und zwar aus einer anderen Richtung, eben weil es weltweite Verkehrssprache ist -> Bad Simple English ? Wikipedia

    Die Briten haben sozusagen mit dem Ausverkauf ihrer Sprache zu kämpfen, weil sie mittlerweile von mehr Menschen als Zweitsprache gesprochen wird als als Muttersprache. Dadurch verroht die Sprache. Etwas was dem Deutschen erstmals erspart bleiben wird.

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