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  • J_T_Kirk2000
    antwortet
    Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Nicht das beste Textverständnis. Es liegt doch wohl auf der Hand, dass ich mich mit der Frage, wie so etwas unmoralisch sein kann, nicht auf die Ehe, sondern auf die Scheidung bezog.
    Nun, wenn Du Dich vielleicht besser ausgedrückt hättest, wäre der Irrtum eher nicht geschehen.
    Zumindest ein schlechtes Textverständnis wurde mir bisher noch nicht vorgeworfen, sondern bestenfalls der selbige Fehler, dass ich beim Schreiben mal durcheinander komme, gerade weil meine große Schwäche lange Sätze sind.
    Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Wenn die Ehe die freiwillige Angelegenheit zweier Menschen ist, dann sehe ich nicht, wie es unmoralisch sein könnte, wenn diese Menschen sich schließlich entscheiden, diese Angelegenheit zwischen ihnen wieder zu beenden. Es mag traurig sein, aber auf keinen Fall unmoralisch, denn wenn der Mensch auf irgendetwas in der Welt ein Recht hat, dann auf sein eigenes Leben und die Führung desselben. Ein Gott, der die Menschen dazu zwingt, selbst eine unglückliche, qualvolle Ehe fortzusetzen, ist für mich ein verächtlicher Schurke.
    Natürlich würden sich zwei Menschen freiwillig dazu entscheiden, den Bund der Ehe miteinander einzugehen, aber eine solche Entscheidung sollte nicht von Anfang an leichtfertig getroffen sein.
    Dazu gibt es ja schließlich die Verlobung und zuvor sicherlich auch die einfache Phase gegenseitig romantischer Zuneigung.
    Die Ehe sehe ich als Bund, um beispielsweise eventuellen Kindern eine soziale Stabilität bieten zu können.
    Sie ist gewissermaßen ein Vertrag zwischen beiden Partnern, sich in guten und schlechten Zeiten beizustehen, gegenseitig aufzubauen, zu unterstützen, miteinander sprichwörtlich zu lachen und zu weinen.
    Sicher ist es sehr schade wenn eine Ehe geschieden wird, aber es ist umso schlimmer, wenn vor dem Gesetz eine Ehe auf begrenzte Zeit nur noch Gültigkeit besitzt.
    Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    "Heilig" ist eine Ehe nur insofern, als sie von den Ehepartnern gewollt und bejaht ist. Eine Zwangsheirat ist ein abscheuliches Unding, und ein Zwang, eine unglückliche Ehe fortzusetzen, ist ebenfalls ein Unding.
    Eine Zwangsheirat wollte ich auch gar nicht befürworten, aber es gibt nun einmal Kulturen, in denen solche traditionell vollzogen werden und es steht mir nicht zu, über Traditionen fremder Kulturen zu urteilen, auch wenn ich eine solche letztlich ebenfalls nicht befürworten würde.
    Was macht denn eine Ehe so unglücklich, dass man letztlich sich gegen das Eheversprechen entscheidet, sich gegenseitig auch in schlechten Zeiten beizustehen?
    Man kann nicht im Leben nur Glück erleben, denn dadurch würde das Glück an Bedeutung verlieren.
    Allerdings gibt es sicher Situationen, wo einer der Ehepartner möglicherweise sich so verhält, dass der andere es auf die Dauer nicht ertragen kann.
    Andere Gründe, wie Herausforderungen von außen, sollten gemeinsam überwunden werden können, aber dazu ist eine Grundvoraussetzung gegenseitiges, uneingeschränktes Vertrauen.
    Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Mormonen sind keine Christen. Es handelt sich um eine Sekte, die sich ihre eigene Heilige Schrift zurechtphantasiert hat und soweit ich weiß von allen christlichen Kirchen nicht als christliche Gruppierung anerkannt wird. Was auch seine Richtigkeit hat.
    Da bist Du offenbar falsch informiert, denn Mormonen sind in der Tat gläubige Christen.
    Sie folgen ebenfalls den Werten der Bibel, halten die gleichen Gebote, Beten zu Gott und so weiter.
    Allerdings gibt es ein zusätzliches Buch "Mormon", welches auf der Bibel basiert und praktisch eher eine Fortsetzung der Chronik der Bibel ist, aber in keiner Hinsicht im Widerspruch zu dieser steht.
    Vielmehr ist es beispielsweise durch das Wort der Weisheit eine Anleitung und ein Gebot, wie man ein gesundes Leben führen und sich zu einem besseren Menschen entwickeln kann.
    Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Aber wenn du Mormone bist, hast du ja eh nichts gegen Polygamie einzuwenden
    Es gab leider in der Geschichte in der Tat eine Abspaltung der Mormonen, welche die Polygamie weiterhin erhalten wollten, als diese endlich als falsch erkannt wurde.
    Diese Abspaltung geschah, soviel ich weiß, bereits im 19. JHD..
    Den Mormonen der Gegenwart die Fehler der Vergangenheit ihrer Religion vorzuwerfen ist ebenso falsch, wie der heutigen katholischen Kirche die Kreuzzüge, die Inquisition oder die Einschränkung der Religionsfreiheit vorzuwerfen.
    Es ist im Gegenteil sogar so der Fall, dass in der Kirche der Mormonen heutzutage nicht nur die Monogamie als einzige Form der Ehe befürwortet wird, und es sogar gern gesehen wird, wenn beide Ehepartner jungfräulich in die Ehe gehen, was aus gesundheitlicher Hinsicht im Zeitalter von AIDS irgendwo auch verständlich ist, wenn man bedenkt, dass diese Sichtweisenoch aus einer Zeit stammt, wo die Medizin und die Aufklärung noch nicht annähernd soweit war, um ansteckende und vererbbare Geschlechtskrankheiten zu verstehen.
    Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Jaja, so ein Urteil kommt natürlich gerade einem verketzerten Mormonen zu
    Heute Abend ist wieder Familienheimabend für alleinstehende Erwachsene in der Kirche, da werde ich mal die Missionare fragen, ob sie wissen, wo diese Textstelle in der Bibel zu finden ist.
    Wenn Du aber ein gläubiger Christ bist, müsstest Du diese Textstelle ebenfalls kennen, wenn vielleicht auch nicht unbedingt deren Position in den Schriften.
    Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Im Übrigen kann man der Bibel (genauer gesagt einer Stelle aus den Matthäusevangelium) eher entnehmen, dass die Ehe eine rein weltliche Angelegenheit ist, die im Jenseits endgültig ausgedient hat und nicht fortgesetzt wird.
    Und eben dort sehe ich den Widerspruch, denn die Ehe ist genauso ein weltlicher Bund, wie beispielsweise eine Entscheidung des Papstes.
    Beide werden auf Erden verkündet und eingegangen und beide sind gleichermaßen auch im Himmel gültig, auch wenn ich es so sehe, dass der Himmel eigentlich nur ein extrem vereinfacht veranschaulichtes Sinnbild für eine andere Existenzebene ist, welches diese andere Existenzebene auch den Menschen schon damals nahe bringen sollte, als die Menschen noch keine Wissenschaft nach heutiger Sichtweise hatten.
    Man braucht sich ja nur mal vor Augen halten, von wann an das alte Testament existierte.
    Die Hölle aber gibt es meinem Verständnis nach nicht, denn ich verstehe das eher so, dass man mit den Entscheidungen, die man im irdischen Dasein getroffen hat in Anbetracht eines unverfälschten Gewissens klarkommen muss.
    Je verwerflicher die Fehler gewesen sind, je schlimmer sind dann die Selbstvorwürfe, aber letztlich gelangen alle wieder in ihre eigentliche Existenzebene zurück, nur ist es die Angelegenheit eines jeden Menschen für sich, wie glücklich man dann mit seinem Gewissen weiter existieren will, denn nach dem irdischen Tod kann man es nicht mehr ändern.

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  • 3of5
    antwortet
    Ich habe nirgends behauptet, dass die Ehe moralisch fragwürdig ist, sondern dass eine Begrenzung dieser moralisch fragwürdig ist.
    Nicht das beste Textverständnis. Es liegt doch wohl auf der Hand, dass ich mich mit der Frage, wie so etwas unmoralisch sein kann, nicht auf die Ehe, sondern auf die Scheidung bezog.

    Wenn die Ehe die freiwillige Angelegenheit zweier Menschen ist, dann sehe ich nicht, wie es unmoralisch sein könnte, wenn diese Menschen sich schließlich entscheiden, diese Angelegenheit zwischen ihnen wieder zu beenden. Es mag traurig sein, aber auf keinen Fall unmoralisch, denn wenn der Mensch auf irgendetwas in der Welt ein Recht hat, dann auf sein eigenes Leben und die Führung desselben. Ein Gott, der die Menschen dazu zwingt, selbst eine unglückliche, qualvolle Ehe fortzusetzen, ist für mich ein verächtlicher Schurke.

    Die Ehe zwischen Mann und Frau ist heilig, so wie die beideseitig, dauerhaft glückliche Liebe in sich vollkommen ist.
    "Heilig" ist eine Ehe nur insofern, als sie von den Ehepartnern gewollt und bejaht ist. Eine Zwangsheirat ist ein abscheuliches Unding, und ein Zwang, eine unglückliche Ehe fortzusetzen, ist ebenfalls ein Unding.

    Ich bin Mormone, also bin ich Christ
    Mormonen sind keine Christen. Es handelt sich um eine Sekte, die sich ihre eigene Heilige Schrift zurechtphantasiert hat und soweit ich weiß von allen christlichen Kirchen nicht als christliche Gruppierung anerkannt wird. Was auch seine Richtigkeit hat.

    Aber wenn du Mormone bist, hast du ja eh nichts gegen Polygamie einzuwenden

    Ich kenne die exakte Textstelle und den genauen Wortlaut nicht, aber sinngemäß steht es so in der Bibel und wer daran nicht glaubt, ist kein echter Christ.
    Jaja, so ein Urteil kommt natürlich gerade einem verketzerten Mormonen zu

    Im Übrigen kann man der Bibel (genauer gesagt einer Stelle aus den Matthäusevangelium) eher entnehmen, dass die Ehe eine rein weltliche Angelegenheit ist, die im Jenseits endgültig ausgedient hat und nicht fortgesetzt wird.

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  • J_T_Kirk2000
    antwortet
    Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Da die Ehe eine freiwillige Angelegenheit zwischen zwei Menschen ist, wüsste ich nicht, wie so etwas "unmoralisch" sein könnte. Nach dem Motto: volenti non fit iniuria.

    Die Frage ist nicht, ob so eine zeitlich begrenzte Ehe unmoralisch ist, sondern eher, ob es die Geste der Eheschließung nicht ziemlich witzlos macht. Gegen so eine Zeit-Ehe spricht m.E. am ehesten, dass sie unästhetisch ist. Aber von Moral sollte da keine Rede sein.
    Ich habe nirgends behauptet, dass die Ehe moralisch fragwürdig ist, sondern dass eine Begrenzung dieser moralisch fragwürdig ist.
    Die Ehe zwischen Mann und Frau ist heilig, so wie die beideseitig, dauerhaft glückliche Liebe in sich vollkommen ist.
    Die Ehe bietet sozialen Zusammenhalt und Stabilität um so es eventuellen Kindern zu ermöglichen, einen möglichst guten Start ins Leben zu haben und mit Werten aufzuwachsen, welche es wert sind, vertreten zu werden.
    Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    In dieser Hinsicht werden dir nicht nur Atheisten, sondern auch die meisten Christen widersprechen, da die Ehe nach christlicher Vorstellung durch den Tod geschieden wird. Was macht denn ein Christ, der nach dem Tod seiner Frau erneut heiratet, wenn er in den Himmel kommt? Ist dann Polygamie angesagt?
    Ich bin Mormone, also bin ich Christ, und meiner Ansicht nach gilt die Ehe in Zeit und Ewigkeit, egal was manche Christen darüber denken würden, denn was auf Erden gebunden wird, soll auch im Himmel vereint sein.
    Ich kenne die exakte Textstelle und den genauen Wortlaut nicht, aber sinngemäß steht es so in der Bibel und wer daran nicht glaubt, ist kein echter Christ.
    Das zählt auch für die Ehe.

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  • 3of5
    antwortet
    Die Neptunisten hatten ja so eine Spezialerklärung für das Phänomen der Vulkane, laut der Vulkane auf unterirdische Kohlefeuer zurückgehen (oder so ähnlich)

    Aber Goethe war sowieso nicht besonders gut zum Wissenschaftler geeignet, da er alle Aussagen über die Natur von seinen ästhetischen Standpunkten abhängig machte. Dementsprechend hat er z.B. auch nie moderne Instrumente für seine optische Forschung benutzt, weil er damit der Natur Zwang angetan hätte... Und sein Leben lang hat er nie Mathematik gelernt, aber dennoch gemeint, sein naturwissenschaftliches Werk wäre wichtiger als sein dichterisches. Naja.

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  • Spocky
    antwortet
    OK, das stimmt. Das mit dem Neptunismus hätte er eindeutig besser wissen müssen, wo er doch sogar eine Italienreise unternommen und dabei auch Vulkane gesehen hat...

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  • 3of5
    antwortet
    Naja, der liebe Goethe hatte so manche verstrahlte Ideen. Zum Beispiel seine Farbenlehre, mit der er kolossal falsch lag, oder der Neptunismus.

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  • Spocky
    antwortet
    So neu ist die Idee mit der Ehe auf Zeit übrigens nicht. Einer der klügsten deutschen Köpfe hat das schon vor 200 Jahren vorgeschlagen, nämlich kein geringerer, als Johann Wolfgang von Goethe. Der schlug sogar eine Erneuerung des Eheversprechens alle 5 Jahre vor...

    Leider finde ich hierzu nur Zitate aus anderen Foren, aber keinen Link zum Originalzitat

    Und Erwin Pelzig ist derselben Meinung...
    https://ssl.sueddeutsche.de/bayern/artikel/140/133888/

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  • Marine-Corporal
    antwortet
    Zitat von 3of5 Beitrag anzeigen
    Doch, das war sie lange Zeit. Wenigstens hier im Abendland. Die Auftrennung in kirchliche und standesamtliche Ehe ist relativ jungen Datums. Noch heute kommt es gelegentlich vor, dass ich von einem konservativen Christen das Statement höre, der Staat hätte sich mit der Ehe eine Sache angeeignet, die eigentlich der Religion zustehen würde Was natürlich einigermaßen idiotisch ist, da die Ehe als Institution aus persönlichen und gesellschaftlichen Interessen erwächst. Geheiratet wird überall auf der Welt, aber längst nicht überall ist die Ehe eine religiöse Angelegenheit.
    schon die alten Germanen lebten in als heute Ehe zu bezeichnen Familienverhältnissen lange bevor die katholische Kirche überhaupt einen Einfluss im römischen Reich respektive in Europa hatte. Schon der römische Geschichtsschreiber Tacitus (55-116 n.C.) hat die Tugend und die Reinheit der germanischen Ehe in seinen Schriften beschrieben. Da hat noch nicht mal einer an die katholische Kirche gedacht.

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  • 3of5
    antwortet
    Bleib mal auf dem Boden. Die Ehe ist kein exklusives Sakrament der christlichen Kirche. War sie nie und wird sie - Gott sei Dank!
    Doch, das war sie lange Zeit. Wenigstens hier im Abendland. Die Auftrennung in kirchliche und standesamtliche Ehe ist relativ jungen Datums. Noch heute kommt es gelegentlich vor, dass ich von einem konservativen Christen das Statement höre, der Staat hätte sich mit der Ehe eine Sache angeeignet, die eigentlich der Religion zustehen würde Was natürlich einigermaßen idiotisch ist, da die Ehe als Institution aus persönlichen und gesellschaftlichen Interessen erwächst. Geheiratet wird überall auf der Welt, aber längst nicht überall ist die Ehe eine religiöse Angelegenheit.

    Mit Moral hat das gar nichts zu tun. Zueinander zu halten, auch in Tiefpunkten der Beziehung, ist doch keine moralische Handlung. Eher eine romantische.
    Zustimmung. Die Entscheidung, zusammen zu bleiben, sollte nicht das Ergebnis gesellschaftlicher oder religiöser Zwänge sein, sondern aus der Hoffnung resultieren, dass die Krise nicht von Dauer sein wird, und dass es sich wirklich lohnt, zusammen zu bleiben. Und das ist keine moralische Entscheidung, sondern gesundes Eigeninteresse.

    @Kirk:
    Ich habe es so auch nicht behauptet, dass die Ehe exklusiv für die christliche Kirche gilt, aber ich bezog mich darauf dass es moralisch fragwürdig ist, einen Bund des Lebens auf eine begrenzte Zeit einzuschränken.
    Da die Ehe eine freiwillige Angelegenheit zwischen zwei Menschen ist, wüsste ich nicht, wie so etwas "unmoralisch" sein könnte. Nach dem Motto: volenti non fit iniuria.

    Die Frage ist nicht, ob so eine zeitlich begrenzte Ehe unmoralisch ist, sondern eher, ob es die Geste der Eheschließung nicht ziemlich witzlos macht. Gegen so eine Zeit-Ehe spricht m.E. am ehesten, dass sie unästhetisch ist. Aber von Moral sollte da keine Rede sein.

    Atheisten mögen dies anders sehen, und darüber möchte ich mich auch nicht streiten, aber für mich ist die Ehe eine heilige und spirituelle Institution, die, abgesehen von der staatlichen Bedeutung, über das Leben und den Tod hinausgeht, denn was auf Erden verbunden wurde, soll auch im Himmel nicht getrennt werden.
    In dieser Hinsicht werden dir nicht nur Atheisten, sondern auch die meisten Christen widersprechen, da die Ehe nach christlicher Vorstellung durch den Tod geschieden wird. Was macht denn ein Christ, der nach dem Tod seiner Frau erneut heiratet, wenn er in den Himmel kommt? Ist dann Polygamie angesagt?

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  • Harmakhis
    antwortet
    Zitat von newman Beitrag anzeigen
    Die einzige Möglichkeit eine Liebe konstant aufrecht zu erhalten besteht über Moral, d.h. den inneren Willen beider eine Ehe auch in ihren Tiefpunkten nicht auslaufen zu lassen und stattdessen an ihr zu arbeiten.
    Mit Moral hat das gar nichts zu tun. Zueinander zu halten, auch in Tiefpunkten der Beziehung, ist doch keine moralische Handlung. Eher eine romantische.

    Und ich glaube nicht, dass dies durch "Zwangsehen" bis zum Lebensende gefördert wird. Von nix kommt nix. Wenn man sich nicht mehr liebt und nicht mehr für die Beziehung kämpfen will, ist es völlig unerheblich, ob die Ehe in ein paar Jahren so oder so ausläuft oder ob man sich dann scheiden lässt. Mit dem Unterschied, dass letzteres mehr Arbeit macht.

    Eine Erneuerung hat aber nur einen Wert, wenn diese auch wirklich von innen heraus kommt. Wenn sie von außen bestimmt ist und alle paar Jahre ausläuft, dann wird im Gegenteil das Ja Wort zu einer trivialen Farce ohne Bedeutung.
    Das trifft ebenso auf den dauerhaften Erhalt der Ehe aufgrund Gesetz oder Zwänge durch obskure Moralkodexe zu.
    Eher ist der Gegenteil von dem der Fall, was du sagst: wenn die Ehe ausläuft und das Versprechen erneuern muss, dann wird man das wohl eher nur dann tun, wenn man wirklich noch mit dem Partner zusammenbleiben will. Bei einer normalen Ehe, würde man die Farce leben... zusammen aufgrund gesellschaftlicher Normen und nicht aus Liebe/Vertrauen/etc. Eine Zeitehe würde sowas viel eher verhindern.

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  • newman
    antwortet
    So oft wird gesagt, warum man sich anstrengen solle eine Ehe erfolgreich zu gestalten, wenn sie nach 7 Jahren ohnehin vorbei ist. Irgendwie ist so eine Sicht für mich schwer nach zu vollziehen.
    Wenn man das auf andere Bereiche mal anwendet, wäre sich dann ja zu fragen warum sich ein neu eingestellter Mitarbeiter gerade in der Probezeit gut verhalten sollte, wenn er doch eh innerhalb dieser Zeit ohne weiteres gekündigt werden kann. … Jep, macht Sinn!
    Die Entlassung nach der Probezeit stellt einen finanziellen Verlust dar, die Ehe auf 7 Jahre ermutigt dagegen jenes sogenannte Wegwerfverhalten. Etwas ist nicht mehr auf 100% Leistung, also lässt man es eben fallen, Ehe als weitere Ware, die man sich beschafft und wieder abgibt. Denn jede Liebe, da kann sich wahrscheinlich niemand ausnehmen, hat irgendwann ihre Krisen. Die einzige Möglichkeit eine Liebe konstant aufrecht zu erhalten besteht über Moral, d.h. den inneren Willen beider eine Ehe auch in ihren Tiefpunkten nicht auslaufen zu lassen und stattdessen an ihr zu arbeiten.

    Nur was spricht dagegen ein Eheversprechen zu erneuern? Ich denke nichts.
    Kann doch jeder jederzeit tun. Dafür brauchts keine Gesetze. Kommt der Wille zur Erneuerung von innen heraus ist es sogar eine sehr schöne, romantische Geste.
    Eine Erneuerung hat aber nur einen Wert, wenn diese auch wirklich von innen heraus kommt. Wenn sie von außen bestimmt ist und alle paar Jahre ausläuft, dann wird im Gegenteil das Ja Wort zu einer trivialen Farce ohne Bedeutung.

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  • J_T_Kirk2000
    antwortet
    Zitat von Gabriel Beitrag anzeigen
    Ich halte den Vorschlag für nicht dumm. Sicher ist es hier und da ungewöhnlich und vollkommen neu. Nur was spricht dagegen ein Eheversprechen zu erneuern? Ich denke nichts.
    Und wenn der ein oder andere Mensch weiß, dass eine Auflösung ansteht, sollte es auch dazu führen, dass derjenige, dem etwas daran liegt, sich gerade noch mehr anstrengt, dass das Zusammenleben hält und funktioniert. Und demjenigen, dem nichts daran liegt… wie sinnvoll kann diese Ehe sein?!
    An sich ist es ja schon romantisch, sich wieder das Ja-Wort zu geben und insofern ist da ja auch nichts einzuwenden, aber eine rechtliche Verpflichtung dazu finde ich zuwider.
    Wenn jemand an der Liebe zum Partner interessiert ist, hält man die Liebe durch entsprechende Aufmerksamkeit auf jeden Fall jung, egal ob die Ehe nun befristet ist, oder nicht.
    Eine ewige Ehe ist, wenn man dem spirituellen Sinne der Ehe Glauben schenkt, auch ein Band, welches nicht nur im irdischen Dasein, sondern auch im Leben nach dem Tode gilt.
    Wenn ich mich dazu entscheide, einer Frau das Ja-Wort zu geben, und sie dies durch ihre entsprechende Entscheidung ebenso erwidert, dann ist dies zwar auch in meinen Augen für dieses Leben, aber ebenso auch für die Ewigkeit von Bedeutung.
    Atheisten mögen dies anders sehen, und darüber möchte ich mich auch nicht streiten, aber für mich ist die Ehe eine heilige und spirituelle Institution, die, abgesehen von der staatlichen Bedeutung, über das Leben und den Tod hinausgeht, denn was auf Erden verbunden wurde, soll auch im Himmel nicht getrennt werden.
    Aus diesem Grunde würde ich auch nur einer Frau den Hochzeitsantrag machen, egal ob ich Ihr in diesem Leben begegne, im nächsten Leben oder nur in der seelischen Existenz dazwischen.
    Die Liebe ist für mich die emotionale Gegenwart und Verkündung von Vollkommenheit, denn die beiderseitig dauerhafte, oder bestenfalls ewig glückliche Liebe ist das vollkommenste Gefühl an sich, und die Ehe ist ein Bündnis zwischen sich liebenden Partnern, die aufgrund einer solchen beständigen Liebe sich zueinander hingezogen fühlen.
    Natürlich kann man nicht in die Zukunft sehen, und Gefühle haben nicht immer ewigen Bestand, aber insofern kann ich den Weg der Scheidung im Notfall verstehen, aber dieser Weg ist schon tragisch genug und sollte nicht noch durch von Grund auf gesetzlich befristete Ehen verherrlicht werden.

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  • Gabriel
    antwortet
    So oft wird gesagt, warum man sich anstrengen solle eine Ehe erfolgreich zu gestalten, wenn sie nach 7 Jahren ohnehin vorbei ist. Irgendwie ist so eine Sicht für mich schwer nach zu vollziehen.
    Wenn man das auf andere Bereiche mal anwendet, wäre sich dann ja zu fragen warum sich ein neu eingestellter Mitarbeiter gerade in der Probezeit gut verhalten sollte, wenn er doch eh innerhalb dieser Zeit ohne weiteres gekündigt werden kann. … Jep, macht Sinn!

    Wenn ich lese, dass dann die Absicherung der Frau in Gefahr ist, wie viele sagen, dann wirft das irgendwie mein Weltbild durcheinander. Ich hatte eigentlich angenommen, dass die Zeit, wo die Frauen nach den häuslichen Tätigkeiten sich den Hintern vor dem Fernseher oder bei anderen Müttern Jahrzehnte lang breit sitzen und den eigenen Lebens- und Ehefrust exponentiell steigen lassen sei vorbei.

    Ich halte den Vorschlag für nicht dumm. Sicher ist es hier und da ungewöhnlich und vollkommen neu. Nur was spricht dagegen ein Eheversprechen zu erneuern? Ich denke nichts.
    Und wenn der ein oder andere Mensch weiß, dass eine Auflösung ansteht, sollte es auch dazu führen, dass derjenige, dem etwas daran liegt, sich gerade noch mehr anstrengt, dass das Zusammenleben hält und funktioniert. Und demjenigen, dem nichts daran liegt… wie sinnvoll kann diese Ehe sein?!

    Weiterhin glaube ich nicht – wie oft behauptet – sie wisse nicht was sie tue. Ich vermute sie ist sich ihrer Chancen durchaus bewusst. Aber davon abgesehen, wer hätte damals erwartet, dass sie mit ihrem Feldzug gegen Stoiber wirklich Erfolg haben könnte? Ganz ehrlich, ich nicht. Und was ist im Endeffekt passiert? Stoiber ist gegangen.
    Zitat von Lupaza-Ross
    ... und kann den CSU-Vorsitz wohl vergessen.
    Verzeihung, aber dabei musste ich gerade laut lachen.

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  • J_T_Kirk2000
    antwortet
    Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
    Bleib mal auf dem Boden. Die Ehe ist kein exklusives Sakrament der christlichen Kirche. War sie nie und wird sie - Gott sei Dank! - auch niemals sein. Und es gibt genug Menschen, die nicht kirchlich heiraten, weil sie an das ganz Brimborium nicht glauben.
    Ich denke mal, dass Pauli sich hierbei allein auf die staatliche Eheschließung bezogen hatte und nicht auf kirchliche Trauungen.
    Ich habe es so auch nicht behauptet, dass die Ehe exklusiv für die christliche Kirche gilt, aber ich bezog mich darauf dass es moralisch fragwürdig ist, einen Bund des Lebens auf eine begrenzte Zeit einzuschränken.
    Wenn die Ehe in staatlicher Hinsicht zeitlich begrenzt wird, dann wird dies zwangsläufig sich auch auf die kirchliche Bindung auswirken, egal wie man es nun versucht, zu distanzieren.
    Das ist genauso, als ob man eine Technologie allein für den Zweck einer Massenvernichtungswaffe nutzbar macht, aber sich dann ein gutes Gewissen einredet, weil man sie ja nicht einsetzt, denn der welche sie dann einsetzt, kann die Schuld mit der gleichen Sichtweise auf die abwälzen, welche sie überhaupt erst entwickelt haben.
    Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
    Der Vorschlag kann ja trotzdem schlecht sein, aber ich würde nicht so übertrieben einseitig mit der christlichen (Schein-)Moral argumentieren. Außerdem argumentierst eh sehr widersprüchlich: erst ist die Ehe heilig und unauftrennbar und dann gibt es doch die Möglichkeit der Scheidung. Was denn nun?
    Ein guter Christ müsste zumindest die Scheidung ablehnen...
    Natürlich lehne ich dennoch die Scheidung als solche ebenfalls ab, aber wer kann schon in die Zukunft sehen?
    Deshalb habe ich auch geschrieben, dass ich nur die eine, für mich perfekte Frau heiraten würde, weil ich weiß, dass sich nie etwas zwischen ihr und mir drängen könnte, welches unser Glück so sehr beeinträchtigen würde, dass ein weiteres Zusammenleben unmöglich würde.
    Außerdem wollte ich nicht einseitig argumentieren, aber ich kann nur damit argumentieren, womit ich am ehesten vertraut bin.
    Wenn man schon nicht mit romantischen Werten argumentieren kann, so wollte ich zumindest mit meiner Sichtweise, dass es nach dem Tod noch eine weitere Existenz gibt, und mit meinem Glauben, also die christliche Religion in der Hinsicht zum Thema beitragen, denn Jura habe ich nicht studiert, also kann ich mit rechtlichen Argumenten leider nicht auffahren.
    Von daher kann ich mich nur dahingehend entschuldigen, dass ich eben nicht mit allem vollständig vertraut bin, aber seit wann, kann einem daraus ein Vorwurf gemacht werden?
    Im Übrigen kann jemand den christlichen Werten nur eine Scheinmoral vorwerfen, wer diese nicht wirklich versteht, denn letztlich, wenn alle mit vergleichbaren Werten in ihrer jeweiligen Sichtweise und Glauben, würde das Leben für alle einfacher sein.
    Ich kann nicht von mir selbst behaupten, ein wirklich gläubiger Christ zu sein, denn ich glaube nicht, dass Gott sich so sehr von den Seelen der Individuen der irdischen Existenz unterscheidet, wie es in vielen Religionen gelehrt wird, aber ich habe aus der christlichen Religion, aus dem Buddhismus, Wissenschaft und anderen Philosophien gelernt, meinen eigenen Weg der Selbsterkenntnis zu gehen und ich kann nur sagen dass die dauerhafte, beiderseitig glückliche, romantische Liebe ein Gefühl ist, welches einem der spirituellen Vollkommenheit näher bringen kann, als alles andere, und der Bund der Ehe sollte dem entsprechend respektiert werden.

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  • Harmakhis
    antwortet
    Zitat von J_T_Kirk2000 Beitrag anzeigen
    Ich finde, dass eine Ehe auf Zeit ebenso verwerflich ist, wie brutale Ego-Shooter Minderjährigen zugänglich zu machen, welche anfällig für Realitätsverlust sind.
    Die Ehe ist eben ein heiliger Bund vor Gott und den Menschen, egal wie man dies auslegen mag, und als ebenso wichtig sollte man die Entscheidung zum Eheversprechen ansehen.
    Bleib mal auf dem Boden. Die Ehe ist kein exklusives Sakrament der christlichen Kirche. War sie nie und wird sie - Gott sei Dank! - auch niemals sein. Und es gibt genug Menschen, die nicht kirchlich heiraten, weil sie an das ganz Brimborium nicht glauben.
    Ich denke mal, dass Pauli sich hierbei allein auf die staatliche Eheschließung bezogen hatte und nicht auf kirchliche Trauungen.

    Der Vorschlag kann ja trotzdem schlecht sein, aber ich würde nicht so übertrieben einseitig mit der christlichen (Schein-)Moral argumentieren. Außerdem argumentierst eh sehr widersprüchlich: erst ist die Ehe heilig und unauftrennbar und dann gibt es doch die Möglichkeit der Scheidung. Was denn nun?
    Ein guter Christ müsste zumindest die Scheidung ablehnen...

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