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Sterbehilfe

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  • Soran
    antwortet
    Hmm es gibt einen aktuellen Fall aus meiner Familie, der mich über die Thematik der Sterbehilfe nachgrübeln lässt.

    Allgemein sagt man, ach, das Leben ist doch etwas schönes um es einfach zu beenden.
    Aber wenn man einen ganz persönlichen Fall hat, dann kommt die Emotion ins Spiel.

    Seit heute denke ich anders über Sterbehilfe. Wenn du einen Menschen den du schätzt, leiden siehst und dieser Mensch dir direkt ins Gesicht sagt, das er sterben will, dann bin ich direkt traurig darüber ihm nicht helfen zu können.


    Ich mag meine Oma sehr und ich weiß, sie mag mich auch aber ich konnte es in ihren Augen und sie in meinen lesen, das es Zeit für einen Abschied ist.

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  • t´bel
    antwortet
    Original geschrieben von tilo
    einem pferd das sich ein bein gebrochen hatt gibt mann den "gnadentod" aber ein mensch der eine unheilbare und tödliche krankheit hatt lässt man leiden in dem er an maschinen gehängt wird.
    ich finde jeder in einer solcher situation sollte das recht haben selber zu entscheiden wann und wie er sterben will.
    @ t´bel ich will niemanden nahetreten aber heist es im eid des hypokrates (ärtzteeid) nicht das er leiden mindern soll und kranke heilen soll. ich meine ein todkranken kann nicht mehr geheilt werden und sein leiden kann nur mit dem tod beendet werden. aber der artzt darf den patienten nicht töten.
    das Problem bei all diesen Regelungen ist der Missbrauch
    so unwahrscheinlich dies auch sein mag

    es ist extrem schwer, Missbrauch eines solchen Sterbehilfegesetzes zu verhindern

    wenn jemand tot ist, kannst du extrem schwer nachweisen, dass diese Person wirklich den Tod wollte, nicht mehr zurechnungsfähig etc. war

    und solange der Missbrauch einer erlaubten Sterbehilfe nicht zu einem sehr, sehr hohen Prozentsatz ausgeräumt werden kann, bin ich entschieden dagegen

    es wird vereinzelt "Fälle" geben, wo Sterbehilfe human wäre, mag sein,
    es kann aber auch "vereinzelt" Fälle geben, wo die Erben sich sehr freuen, aber der Mensch, dem beim Sterben "geholfen" wird, nicht,
    und in diesem Fall ist jeder Fall ein Fall zuviel

    llap
    t´bel

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  • Gene
    antwortet
    Das ist richtig, mein guter Jack.

    Was sich in der Praxis schon seit Jahren sowohl in Deutschland als auch in Österreich bewährt hat, ist die passive Sterbehilfe. Sterbehilfe hat sich zu einer Form der "Behandlung" entwickelt, die durchaus schon als business as usual zu bezeichnen ist. Jetzt stellt sich nur mehr die Frage der Kodifikation, damit sich die Ärzte nicht vor Strafverfolgung fürchten müssen wenn sie einem ihrer Patienten den (womöglich größten) Gefallen machen.

    Das größte Problem ist in meinen Augen noch immer der Druck der Angehörigen: Der Patient will seiner Familie nicht zur Last fallen (sowohl psychisch als auch finanziell) und beschließt deshalb sich vorzeitig aus dem Leben zurückziehen. Um das auszuschließen sollte auch ein Psychologe herangezogen werden.

    Ich bin für Euthanasie. Allerdings ist ein Nachsatz nötig. Unter der Voraussetzung, daß bestimmte (strenge) Regeln und Richtlinien, die von Ärzten und Psychologen ausgearbeitet und vom Gesetzgeber angeordnet wurden, eingehalten werden.

    Wie kann sich ein ALS Patient, der an Krebs erkrankt ist, das Leben nehmen? Gar nicht: Es muß die Hölle sein, zum Leben verdammt zu sein!

    Liebe Grüße, Gene

    Das war mein 1600. Posting *freu*

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  • Jack Crow
    antwortet
    Original geschrieben von Direwolf
    Wenn der Patient noch zurechenbar ist steht es ihm frei eine Behandlung zu verweigern (Patiententestament) oder Selbstmord zu begehen.
    So die Theorie. Das Problem: Wer macht das schon? In den meisten Fällen von "humaner Sterbehilfe" ist die betreffende Person ja gerade nicht zurechnungs- oder zum Selbstmord fähig. Ich bin dafür, daß Ärzte unter strengen Auflagen und v.a. nach dem Willen der Angehörigen Sterbehilfe vornehmen dürfen. Nicht zuletzt deshalb, weil das absolute Verbot die Ärzte oftmals in genauso schwierige Situationen bringt. Zumal die Legalisierung von Sterbehilfe letztlich nur legislatorisch die Praxis hinterhernimmt.

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  • Direwolf
    antwortet
    Wenn der Patient noch zurechenbar ist steht es ihm frei eine Behandlung zu verweigern (Patiententestament) oder Selbstmord zu begehen. Das läuft auf eine passive Sterbehilfe hinaus. Die aktive Sterbehilfe lehne ich ab. Denn damit wird der Arzt in eine unhaltbare Position gerückt. Er soll bewerten, ob das Leben eines Menschen lebenswert ist ?!? Das kann IMHO nicht gut gehen.

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  • Anla'Shok
    antwortet
    einem pferd das sich ein bein gebrochen hatt gibt mann den "gnadentod" aber ein mensch der eine unheilbare und tödliche krankheit hatt lässt man leiden in dem er an maschinen gehängt wird.
    ich finde jeder in einer solcher situation sollte das recht haben selber zu entscheiden wann und wie er sterben will.
    @ t´bel ich will niemanden nahetreten aber heist es im eid des hypokrates (ärtzteeid) nicht das er leiden mindern soll und kranke heilen soll. ich meine ein todkranken kann nicht mehr geheilt werden und sein leiden kann nur mit dem tod beendet werden. aber der artzt darf den patienten nicht töten.

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  • Seven(of.nine)
    antwortet
    Ich bin auch für Sterbehilfe. Wenn Jemand an einer tödlichen Krankheit leidet, sollte er selbst den Zeitpunkt seinen Todes bestimmen können. Jeder Mensch hat ein individuelles Schmerzempfinden, was für den einen ein unerträgliches Leiden ist, mag für einen anderen Patienten noch erträglich sein. Warum sollte ein Patient nicht entscheiden können, wann er von seinem Leiden erlöst werden will? Da dies jedoch eine endgültige Entscheidung ist, muss daruf geachtet werden, dass dies wirklich im Sinne des Patienten geschieht. Es muss auf jeden Fall gründlich mit dem Patienten und seinen Angehörigen besprochen werden.

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  • Allvater
    antwortet
    wenn man
    an einer Maschiene hängt und das nicht will und die abgeschaltet wird ist das für mich eh keine Richtige Sterbehilfe...

    Wäre er Nicht im Krankenhaus wäre derjenige eh Gestorben...

    aber Wenn jemand Totkrank ist aber noch lange leben könnte müsste ich eine Fallunterscheidung machen. da würde ich nicht immer dafür sein...

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  • 3of5
    antwortet
    Ich bin auch für die Sterbehilfe.

    Aus dem Recht auf Leben kann keine Pflicht zum Leben werden.

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  • Gene
    antwortet
    Ich bin ganz eindeutig für die Sterbehilfe. Sowohl die aktive als auch die passive. Schon das Wort Euthanasie (aus dem Altgriechischen "der schöne Tod") drückt nichts Negatives aus. Denn mehr als ein "schöner Tod" ist Sterbehilfe nicht, wenn sie rechtens angewandt wird - also im Einverständnis mit Patient und dessen Angehörigen.

    Sich das Leben zu nehmen oder freiwillig nehmen zu lassen ist nach christlichem Glauben eine Sünde. Ich bin auch der Überzeugung, dass Selbstmord ein Fehler ist. Doch wenn man wirklich will, dass der unmitelbare Tod nicht unnötig hinausgezögert werden soll damit nicht noch eine Periode des körperlichen und seelischen Leides hereinbricht, dann ist Sterbehilfe der einzige richtige Ausweg.

    Wenn es in unserer Macht steht das Leben eines Krebspatienten im letzten Stadium seiner Krankheit um einen Monat oder mehrere Wochen zu verlängern - haben wir dann nicht auch die moralische Pflicht, genau das nicht zu tun, wenn es der Patient will?

    Liebe Grüße, Gene

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  • Khan
    antwortet
    Ich bin mir absolut sicher daß ich diese Beispiel hier schomal gebracht habe, aber ich will es nochmal posten da es ein Gutes ist und damit es auch die Neueren lesen können:

    Meiner Großmutter ging es jahrelang schlecht. Hatte Schwindelgefühle, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme usw.
    Die Lebensqualität fiel auf ein Minimum, sie sprach schon vom Sterben --> es schien so als könne ihr kein Arzt helfen.

    Nach einigen Jahren kam endlich jemand auf die Idee eine Computertomographie (ich hoffe das schreibt man so...) machen zu lassen - und siehe da: Man fand einen Orangengroßen Gehirntumor!
    Es wurde eine Operation durchgeführt die ebenfalls recht risikoreich war. Man war sich nicht sicher ob nicht Schäden zurückbleiben würden.

    Ich weiß nicht wie die Chancen tatsächlich standen, einfach war es jedenfalls nicht...

    Fakt ist daß die Operation gut verlaufen ist. Meine Oma die damals nichtmal Radfahren konnte hat sich vor einen halben Jahr ein Auto zugelegt und kann ihr Leben wieder in vollen Zügen genießen!!


    Soviel also zum Thema Lebensqualität und Risiko.
    Ich würde auch das Risiko einem gequälten Leben vorziehen....

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  • Narbo
    antwortet
    Originalnachricht erstellt von t´bel
    Es macht für mich schon einen Unterschied, ob sich jemand für eine Operation entscheidet, die seine Lebensqualität verbessern kann, auch wenn diese (lebens -) gefährlich ist, oder ob Sterbehilfe erlaubt ist.
    Für mich ist der Punkt, dass eine unnötige OP durchgeführt wurde, weil der Patient dies so wollte und somit zynisch betrachtet auch "Sterbe"-Hilfe geleistet wurde, aber wenn es einer Person schon richtig dreckig geht und diese erlöst sein will, keine Gnade zu erwarten ist.

    Das finde ich pervers.

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  • t´bel
    antwortet

    @ Narbo,
    Es macht für mich schon einen Unterschied, ob sich jemand für eine Operation entscheidet, die seine Lebensqualität verbessern kann, auch wenn diese (lebens -) gefährlich ist, oder ob Sterbehilfe erlaubt ist.

    Bei der Operation handelt der Arzt nach den derzeitigen Gesetzen: Er versucht nach besten Fähigkeiten und Kenntnissen Leben zu erhalten, Leiden zu mildern,etc.

    und zum Thema Freitod mag ich auf diesen thread hinweisen:
    http://www.chemieonline.de/stf/showt...ght=Selbstmord
    t´bel

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  • Narbo
    antwortet
    Ich denke Leben ist schützenswert, aber nicht schützenswerter als die Wünsche einer Person, die leidet! Wenn man schon alt ist, gestehe ich einem Menschen zu, weise zu überlegen und eine "endgültige" Entscheidung zu treffen, was ich einem Jugendlichen nicht zugestehen würde.

    Ich finde es bloss schockierend, dass es leichter ist eine gefährliche Operation durchzuboxen als den Tod zugesprochen zu bekommen. Mein Opa hatte Diabetis, war Raucher (selbst gedreht ohne Filter) und schon ziemlich herunter von dem ganzen Zeug. Irgendwann hiess es, dass er bald nicht mehr autofahren können, wenn er sich keiner OP unterziehe. Diese OP war sehr gefährlich aber er hat sie bekommen (obwohl sein Leben nicht direkt in Gefahr war). Bei der OP ist seine Aorta geplatzt und er ist gestorben.

    Das ist für mich widersprüchlich.

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  • op42
    antwortet
    Ich habe 2 Beispiele vor Augen.
    2 Großväter.
    Einer litt an Alzheimer und war ca. 8 Jahre nicht mal mehr fähig, alleine aus Klo zu gehen oder auch nur dran zu denken...
    Der andere brauchte ca. 3 Jahre um an Krebs zu sterben.
    Mein Entschluß ist, falls ich ein eine solche oder vergleichbare Situation geraten sollte, das Ganze zu verkürzen. Dieses Recht sollte man jedem zugestehen.

    CU

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