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Bald 18% Mehrwertsteuer? [Mehrwertsteuererhöhung auf 19%]

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    #16
    Zitat von Vierie
    Klar, ganz oben dann. Aber da ist das dann ja wohl auch nicht mehr das Problem.
    Doch ist es. Weil es genug Spitzenverdiener gibt wo die Einkommensgrenzen nach oben quasi offen sind.



    Da liegt auch irgendwo die Grenze. Es gibt ja auch da eine Grenze, aber der man 43% zahlt.
    Ich meine aber den Raum für Staffelungen. Bei 43% ist der doch größer.



    Ich bin kein Steuerexperte, aber die ganz Reichen, die zahlen nie im Leben 43% Steuern. Die haben dann nämlich ihre Steuerberater, die ihnen Abschreibungsmöglichkeiten, etc. geben. Genau das war ja der Hintergrund von Kirchhoff, dass die ganzen Ausnahmen, die vor allem solchen Leute zu Gute kommen, mal abschaffen soll.
    Bin auch kein Steuerexperte. Aber soviel werden sie wohl auch nicht da raushauen können. Vielleicht 5 % höchstens. Weiß es aber nicht.

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      #17
      Zitat von Skymarshall
      Bin auch kein Steuerexperte. Aber soviel werden sie wohl auch nicht da raushauen können. Vielleicht 5 % höchstens. Weiß es aber nicht.
      Trotzdem muss es ja genügend Bedarf an Steuerberatern geben, also sind es nicht nur 5 %. Aus diesem Grund wäre ja eine höhere Mwst und dafür weniger Ausnahmen besser, weil wie gesagt leben müssen die auch. Von mir aus könnte man auf 18% gehen und bei Sachen die mehr als 1000 Euro kosten eine mwst von 22 % einführen (sozusagen als Reichensteuer). Dafür müssten aber dann steuervergünstigungen für Reiche abgeschafft werden. z.B. dieser Pauschbetrag von 1000 euro bzw die ganzen Werbungskosten ab einem Einkommen von 60.000 Euro.

      ps.: qdata - mach mal deinen link kleiner und schreib nur "reuters". der ist so lang was die seite so breit macht.
      Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
      Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
      Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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        #18
        Zitat von Skymarshall
        Bin auch kein Steuerexperte. Aber soviel werden sie wohl auch nicht da raushauen können. Vielleicht 5 % höchstens. Weiß es aber nicht.
        Täusch Dich da mal nicht, die Umsatzsteuer ist ein gewaltiger Posten im Haushalt!

        Ich würde eine Anhöhung auf 20% empfehlen. Damit lägen wir Europaweit im Durchschnitt. Natürlich (!) müssten dafür die direkten Steuern (Einkommenssteuer, usw.) gesenkt werden.

        Die Erfahrung in anderen Ländern zeigt das Steuern auf den Konsum (= Umsatzsteuer) wirkungsvoller sind als Steuern auf das Einkommen!


        Zitat von matrix089
        Von mir aus könnte man auf 18% gehen und bei Sachen die mehr als 1000 Euro kosten eine mwst von 22 % einführen (sozusagen als Reichensteuer).
        Reichensteuer,... hätte nicht gedacht dass diese Idee der Linken immer noch umhergeistert. Was haben wir in Deutschland für eine seltsame Auffassung von Gerechtigkeit?
        Die Vision von Kirchhoff mit einem festen ESt-Satz von 25% für alle (dafür keine Ausnahmen jedweder Art) wäre das beste was unserem Land hätte passieren könnte.
        Wenn jemand 10 000 ? im Jahr verdient und ein anderer 100 000 ?, dann muss man dem Besserverdienenden doch nicht aus Neid eine Reichensteuer aufbürden. Freu Dich lieber dass Du dann nur 2500 ? Steuern zahlst, der Besserverdiener aber 25 000 ?


        Was man hier in diesem Thema vielfach liest ist wieder eine ganz typische Diskussion die sich in etwa so anhört:
        Person A: "Ich will überall ganz ganz große und tolle Reformen, aber grad bei der Eigenheimzulage da soll sich nichts ändern"
        Person B: "Ja ja weitreichende Reformen! Ja unbedingt! Aber nur bitte auch keine USt-Erhöhung"
        Person C: "Sehr richtig. Ein großer Wurf muss her, aber bitte auch keine Abschaffung der Pendlerpauschale"
        => Tja und was kommt dabei raus? Nix!
        Zuletzt geändert von V-o-l-k-e-r; 04.11.2005, 13:45.
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          #19
          Zitat von matrix089
          Wenn dafür das Steuersystem einfacher wird, warum nicht. In Italien holt sich der Staat z.B. auch über die Mwst. seine Einnahmen, weil jeder bei der Einkommensteuer usw. bescheisst bzw. gar nicht zahlt.

          Statt den Leuten mit dem Finanzamt hinterher zu rennen, könnten so auch unwiderruflich die Leute belangt werden, die mehr verdienen, weil Lebensmittel braucht jeder.
          Der Steuerbetrug ist bei der Mehrwertsteuer mindestens genauso problematisch, wie bei der Einkommenssteuer - und einfacher wird überhaupt nichts. Bei der klaren Mehrheit (Lohnabhängige) rennt auch nicht das Finanzamt den Leuten hinterher, da die Einkommenssteuer automatisch vom Lohn abgezogen wird. Man kann nur versuchen von der Steuer wieder etwas zurückzubekommen. Genau dies ist ein Problem der Mehrwertsteuer: Unternehmen können diese zurück verlagen, wenn sie nicht an den Endverbraucher verkaufen (oder z.B. in Ausland). Der Betrug besteht dann darin, Scheinumsätze zu machen und dafür die Mehrwertsteuer zurückzuverlangen. In Italien war es übrigens sehr schwer die Mehrwertsteuer überhaupt durchzusetzen und es brauchte recht drastische Massnahmen gegen den Einzelhandel um sie durchzusetzen (deshalb muss man in Italien auch die Kassenzettel unbedingt mitnehmen, da man sich sonst alleine deshalb strafbar macht - und der Händler auch).

          Die Mehrwertsteuer trifft natürlich nicht in erster Linie die, die mehr verdienen, sondern die, die wenig verdienen. Um so höher das Einkommen ist, um so geringer ist der Anteil des Einkommens, das konsumiert wird. Die Senkung von Einkommenssteuern (mit progressiven Steuersätzen) und Unternehmenssteuern bei gleichzeitiger Erhöhung von Verbrauchssteuern ist eine typische Massnahme, mit der die Neoliberalen die Steuerlast von den Reichen auf den Durchschnittsverdiener umverteilen.

          Die Erhöhung der Mehrwertsteuer ist deshalb eine weitere Massnahme, die der Umverteilung zugunsten der Reichen dient.

          Und sie wird die Konjunktur weiter schwächen, da das wesentliche Problem in den letzten Jahren die schwache Binnennachfrage war, da die Reallöhne gesunken sind. Die Binnennachfrage wird durch diese Massnahme noch mehr reduziert.
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            #20
            tja ich kann dazu nur sagen das man die außnahmen abschaffen sollte... die kleinen leute bezahlen sich dumm und dämlich weil sie nix abschreiben können, und die "größeren" versuchen so viel wie möglich abzuschreiben...

            klar es werden auch ein paar zusaätzliche kosten auf die kleinen bürger zu kommen aber die großen bekommen das wesentlich härter zu spüren.... wenn das gemacht ist, dann könnte man laut einigen studien sogar die MwSt so lassen wie sie ist und die 35Mrd. die im haushalt fehlen würden trotzdem noch rein kommen...

            netter kleiner Nebeneffekt: wer nix abschreiben kann, stellt auch keine anträge um irgendetwas abzuschreiben, was wieder viele beamten entlastet die dann mal wichtigere sachen machen könnten und vllt. diese gründlicher prüfen

            ist schon interessant wenn einige bundesländer studien in auftrag geben wie "Frauen an die Axt" in denen es um weibliche waldbesitzer geht und wie sie sich verhalten

            weiterhin würde ich es für durchaus angebracht halten wenn ALLE ohne ausnahme krankenbeiträge und ähnliches bezahlen

            (ok ich brech hier jetzt mal ab sonst könnte der post noch lange weiter gehen)

            also im endeffekt müsste die politik mal über ihren eigenen schatten springen und endlich mal dinge auch gegen widerstände anpacken

            am besten wäre es doch wenn jemand ne partei gründet die mit einem Forum o.ä. verknüpft ist wo sich die einfachen leute frei austauschen können.. und dort wird dann von den leuten gesagt was die partei vertreten soll... mit sicherheitsmasnahmen nicht das dann große firmen u.ä. das missbrauchen

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              #21
              Zitat von V-o-l-k-e-r
              Reichensteuer,... hätte nicht gedacht dass diese Idee der Linken immer noch umhergeistert. Was haben wir in Deutschland für eine seltsame Auffassung von Gerechtigkeit?
              Die Vision von Kirchhoff mit einem festen ESt-Satz von 25% für alle (dafür keine Ausnahmen jedweder Art) wäre das beste was unserem Land hätte passieren könnte.
              Wenn jemand 10 000 ? im Jahr verdient und ein anderer 100 000 ?, dann muss man dem Besserverdienenden doch nicht aus Neid eine Reichensteuer aufbürden. Freu Dich lieber dass Du dann nur 2500 ? Steuern zahlst, der Besserverdiener aber 25 000 ?
              Eine höhere Besteuerung von hohen Einkommen ist ökonomisch notwendig, um überhaupt die notwendige Infrastruktur finanzieren zu können und zudem den Reichtum dort abzuschöpfen, wo er sowieso im Überfluss vorhanden ist - also weder vollständig konsumiert, noch investiert werden kann.

              Mit Neid hast dies überhaupt nichts zu tun. Warum sollte übrigens die Mehrheit Verzicht üben, um die Steuern für die, die sowieso schon mehr als genug haben, senken zu können? Und genau dies verlangen die, die Steuersenkungen für die Reichen durchgesetzt haben (z.B. Kohl und Schröder) oder noch weitere Steuersenkungen für Reiche fordern. Sie fordern Verzicht von denen, die angesichts sinkender Reallöhne sowieso schon Probleme haben.
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                #22
                Ökonomisch notwendig ist eine höhere Besteuerung von hohen Einkommen gar nicht. Das Kirchhoff-Modell wurde von Experten durchgerechnet und wäre finanzierbar!

                Max, ob es Dir gefällt oder nicht (anscheinend gefällt es Dir weniger ), aber der neoliberale Kurs ist eben derjenige der im Vergleich zu anderen Grundauffassungen die überragend (!!) besseren Ergebnisse (Wachstum, Beschäftigung,...) erzielt. Wenn wir nicht strukturell grundlegend was verändern, wird sich an der hohen Arbeitslosigkeit in unserem Land nichts ändern. Und im Prinzip sind sich alle (!) Experten und internationalen Organisationen einig in welche Richtung die Veränderung gehen muss,... und das ist natürlich die neoliberale Richtung!
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                  #23
                  Zitat von V-o-l-k-e-r
                  Ökonomisch notwendig ist eine höhere Besteuerung von hohen Einkommen gar nicht. Das Kirchhoff-Modell wurde von Experten durchgerechnet und wäre finanzierbar!
                  Sicher ist es finanzierbar. Eben durch die genannte Umverteilung zu den Reichen. Also durch Verzicht der Mehrheit. Die Zahlen, die Kirchhof selbst gebracht hat und die z.B. der Spiegel zitiert hat, waren ja falsch.
                  Zitat von V-o-l-k-e-r
                  Max, ob es Dir gefällt oder nicht (anscheinend gefällt es Dir weniger ), aber der neoliberale Kurs ist eben derjenige der im Vergleich zu anderen Grundauffassungen die überragend (!!) besseren Ergebnisse (Wachstum, Beschäftigung,...) erzielt. Wenn wir nicht strukturell grundlegend was verändern, wird sich an der hohen Arbeitslosigkeit in unserem Land nichts ändern. Und im Prinzip sind sich alle (!) Experten und internationalen Organisationen einig in welche Richtung die Veränderung gehen muss,... und das ist natürlich die neoliberale Richtung!
                  Im Gegenteil: neoliberale Politik hat bisher überall auf der Welt nur zu mehr Armut geführt. Der einzige Erfolg dieser Politik war, dass der Reichtum der Reichsten grösser wurde. Eine gesamtwirtschaftliche Verbesserung hat diese Politik noch nirgends ermöglicht. Deshalb ist ja um so krasser, dass es immer noch Leute gibt, die selbst nicht zu den Superreichen gehören, die aber diese vielfach gescheiterte Verzichtsideologie nachlabern.
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                    #24
                    War ja klar das so was kommt, also so eine Erhöhung, bei einer Erhöhung um 2 Prozentpunkte wird’s bestimmt nicht bleiben, ist ja immerhin der einfachere weg.

                    Sollen sie eher mal den ermäßigten Mehrwertsteuersatz aufräumen, warum sollte man für einen Picasso nur 7% bezahlen, oder warum zahlt man wenn man bei MacDoof isst 16% und wenn man es mitnimmt nur 7% (ok das letztere wird dem Kunden ja nicht mal mitgegeben, es wird aber so abgerechnet).
                    "...To boldly go where no man has gone before."
                    ...BASED UPON "STARTREK" CREATED BY GENE RODDENBERRY...

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                      #25
                      die "böse" neoliberale politik hat die westliche zivilisation zu dem gemacht was sie ist.. meinst du die USA ist eine weltmacht geworden weil sie schön verteilt hat was sie nicht hatte??? ok ich mag die derzeitige politik der USA auch nicht, aber das liegt nicht an der politik sondern an den führungspersonen....

                      russland ist das andere extrem: man nehme den menschen alles ab und verteile es fleißig (zumindest in der Theorie)... was ist daraus geworden??

                      die lösung für deutschland wäre also etwa die mitte... den leuten nur soviel abnehmen wie unbedingt nötig um die schlechtgestellten ein akzeptables leben zu ermöglichen... die die mehr leisten, sollen auch mehr ausgeben können...

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                        #26
                        Zitat von max
                        Die Mehrwertsteuer trifft natürlich nicht in erster Linie die, die mehr verdienen, sondern die, die wenig verdienen. Um so höher das Einkommen ist, um so geringer ist der Anteil des Einkommens, das konsumiert wird. Die Senkung von Einkommenssteuern (mit progressiven Steuersätzen) und Unternehmenssteuern bei gleichzeitiger Erhöhung von Verbrauchssteuern ist eine typische Massnahme, mit der die Neoliberalen die Steuerlast von den Reichen auf den Durchschnittsverdiener umverteilen.

                        Die Erhöhung der Mehrwertsteuer ist deshalb eine weitere Massnahme, die der Umverteilung zugunsten der Reichen dient.
                        Das ist falsch. Jemand, der nicht viel verdient, gibt den größten Teil seines Einkommens für so Sachen wie Miete (keine Mehrwertsteuer) und Lebensmittel aus (reduzierter Satz). Natürlich trifft eine Mehrwertsteuererhöhung auch die Armen, aber die Reichen sind prozentual stärker betroffen.

                        Worüber man aber nachdenken sollte, wäre eine Aufarbeitung der Dinge, die einen verringerten Satz erhalten, damit das ein bisschen logischer wird.

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                          #27
                          Zitat von max
                          Im Gegenteil: neoliberale Politik hat bisher überall auf der Welt nur zu mehr Armut geführt. Der einzige Erfolg dieser Politik war, dass der Reichtum der Reichsten grösser wurde. Eine gesamtwirtschaftliche Verbesserung hat diese Politik noch nirgends ermöglicht.
                          Hast Du Dir die letzten 5 Jahre vielleicht mal die Wirtschaftsdaten von anderen entwickelten Industrienationen angesehen?

                          - Bestes Beispiel Vereinigte Staaten: Sicher gibt es Schattenseiten, aber im Durchschnitt ist das Einkommen dort sehr viel höher. Anfang der 90er war deren Wirtschaft noch 3,5 Mal so groß wie die Deutsche, jetzt ist sie 5,5 Mal so groß.
                          - Weiteres Beispiel Großbritannien: Inzwischen im Pro-Kopf-Einkommen an uns vorbeigezogen, wie die meisten EU-Mitgliedsstaaten
                          - Im Prinzip kann man diesen Vergleich auf alle großen Industrienationen ausweiten, auch die Negativbeispiele, z.B. Frankreich wo die Wirtschaft auch etwas lahmt

                          Ansonsten stimme ich La-Forges letztem Beitrag zu
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                            #28
                            danke das du meine argumente mit zahlen unterlegt hast....

                            btw. ich finde es schade das es so etwas wie in der theorie des kommunismus geschrieben steht nicht real existieren kann.. die idee ist gut.. scheitert leider daran das der mensch sehr eigensinnig ist...und daher ist die theorie des kapitalismus besser für die realität geeignet das sie vom schlechtesten fall aus geht (das jeder mensch nur an sich selbst denkt) und nicht wie der kommunismus von einem idealfall (jeder nimmt sich nur so viel wie er wirklich braucht).

                            das einzigste was man nun machen muss ist das das system des kapitalismus zu nehmen und punktuell die größten "Härten" aus dem system nehmen und siehe da es entsteht die soziale marktwirtschaft. das war auch die idee der gründungsväter deutschlands nach dem 2. WK.

                            Nur leider ist uns wiedereinmal eine menschliche schwäche dazwischen gekommen.. uns ging es gut also hatten wir mehr was wir verteilen konnten und haben es mit gesetzen verteilt... da aber nun nicht mehr so viel überschuss da ist (falls es überhaupt derzeit noch überschuss gibt) aber die gesetze nicht zurück genommen wurden hängt der karren im dreck, und wir verteilen fleißig weiter...

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                              #29
                              Also hier muß ich Max mal in einigen Dingen in Schutz nehmen. Auch wenn ich sonst seine Ansichten ein wenig zu hart finde.

                              Zitat von V-o-l-k-e-r
                              Wenn jemand 10 000 ? im Jahr verdient und ein anderer 100 000 ?, dann muss man dem Besserverdienenden doch nicht aus Neid eine Reichensteuer aufbürden. Freu Dich lieber dass Du dann nur 2500 ? Steuern zahlst, der Besserverdiener aber 25 000 ?
                              Das ist eine typische(billige) kapitalistische Argumentationsweise.

                              Es wird Neid mit sozialer Gerechtigkeit gleichgesetzt. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Und ist eine polemische Ausrede um die Ungerechtigkeiten zu vertuschen. Man will denen ja nicht ihr Geld nicht mißgönnen. Nur sie wollen ja immer mehr Geld für sich beanspruchen und die Armut wächst auf der anderen Seite. Sie streichen mehr Gewinne ein und entlassen gleichzeitig Menschen.

                              Und wenn du schon Beispiele aus den USA anführst dann sag wenigstens noch dazu das sie viel höhere Kapitalssteuern haben.

                              Außerdem ein wenig abdeckungsreiches Sozial - und Gesundheitssystem. Das vergisst du bei deinen ganzen Beispielen. Es gibt dort vielleicht mehr Wirtschaftswachstum aber weniger Auffangmöglichkeiten. Die Menschen fallen ins Bodenlose wenn sie sich nicht privat abgesichert haben. Und das können eben nicht alle.

                              Und bei uns ist das gesetzliche Rentensystem auch nicht mehr haltbar. Privat einzahlen können Geringverdiener oder Arbeitslose kaum.

                              Man sollte sich mal mal überlegen wo das ewigen schreien nach Rationalität und wirtschaftlicher Effizienz hinführt wenn man kein wenig Menschenwürde und soziale Gerechtigkeit beibehält.

                              Das ist keine warmherzige Träumerei von ein paar Linken sondern bitterer Ernst.

                              Ich finde man braucht nicht unbedingt wirtschaftlich an der Weltspitze sein wenn man dafür andere Werte und Prinzipien bewart. Natürlich gilt es die hohe Arbeitslosigkeit zu minimieren. Aber zu sagen "Arbeit ist das höchste Maß an sozialer Gerechtigkeit" damit macht man es sich einfach wenn man alle anderen Rechte abschafft.

                              Und warum sollen die kleinen Leute die ohnehin schon wenig haben immer in den sauren Apfel beissen?

                              Der Gegenausggleich der kommenden Mehrwertsteuererhöhung über Reduzierung der Lohnnebenkosten trifft wie gesagt auch nur auf die Arbeitenden zu. Der Rest zahlt defintiv mehr.

                              Noch was zum Kirchhoff-Modell:


                              1.) Es gab sogar Kritiker innerhalb der CDU. Das sich alle Experten einig waren ist falsch!

                              2.) Die Reichen werden dadurch mehr entlastet und die Geringverdiener bzw. Schichtarbeitenden belastet.

                              3.) Eine Vereinfachung ist ok, wenn sie nicht auf Kosten der Mehrheit ausgetragen wird. Das ist bei Kirchhoffmodell aber der Fall.

                              4.) Das Kirchhoff-Modell hätte in den ersten Jahren zusätzlich Mehrkosten verursacht.


                              Also es ist nicht einfach eine Vereinfachung sondern ein weitere Schritt in eine neoliberale Arschkriecherei zu Lasten der Mehrheit.

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                                #30
                                mal nen kleiner zwischenruf:

                                Zitat n-tv Breaking News:

                                "Merkel will Mehrwertsteuer auf Lebensmittel offenbar auf 5% senken"

                                damit behaupte ich mal das eine erhöhung der MwSt für den rest hauptsächlich leute treffen wird die sich auch andere sachen kaufen, und das ist bei wohlhabenderen wohl ehr der fall.

                                Kommentar

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