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    Ein Gast antwortete
    Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
    Das wäre dein ganzer Lösungsansatz und gut is'?
    Ich muss zugeben dass das nicht von mir ist. Hab ich mal wo gelesen, hat irgendein schlauer Mensch eben ausgerechnet. Aber ist doch faszinierend oder? Unser sowieso viel zu kompliziertes Steuerrecht mal ordentlich entrümpeln und schon zahlt jeder von uns 25% Steuern.

    Zitat von Kai "the spy"
    Ja, genau! Wär' ja noch schöner, wenn man mit dem eigenen Besitz irgendetwas für das Allgemeinwohl tun müsste, zum Glück schützt uns das GG vor solchem Unsinn.
    Wenn Du die Verfassung als "Unsinn" bezeichnest, Deine Sache! Abgesehen davon ist in allen Ländern die Vermögenssteuer quantitativ absolut zu vernachlässigen und macht meistens ca. 1% am Gesamtsteueraufkommen aus.

    42%. Das ist irgendwie erheblich weniger als die 53% von damals. Und wenn der hohe Spitzensteuersatz damals der Grund für die Abschaffung der Vermögensteuer war, und der Spitzensteuersatz heute immerhin 11% unter dem damaligen Satz liegt ... Was spricht nochmal gegen die Vermögensteuer?!
    Die 42% stimmen nicht, Du hättest den ganzen Link lesen sollen ;-). Diesem Wert muss noch der Solidaritätszuschlag zugerechnet werden, außerdem gibt es seit 2007 eine "Reichensteuer" (45%).

    http://de.wikipedia.org/wiki/Einkomm...r_(Deutschland)
    Gerundet 47,48% sind korrekt. Hab ich übrigens auch schon aufgeführt.

    Berechnet sich so:
    45% + (5,5 % von 45 %) = 47,475 %

    Und das Abschaffen der Progression in der Einkommensteuer ist so ziemlich der größte Mist, den ich seit langem ... naja, eigentlich nicht der größte Mist, während der aktuellen Krise gibt es ja ziemlich viel ziemlich großen Mist. Aber groß ist dieser Mist schon.
    Ich will jetzt nicht darüber reden wie man das gegenfinanziert usw., sondern es geht hier mehr um Schlagworte wie Gerechtigkeit/Moral/etc.

    Denk mal unvoreingenommen darüber nach: Alle Menschen sind gleich, ein Reicher ist nicht mehr oder weniger wert als ein Armer. Warum sollte ein Reicher prozentual (!) mehr Steuern zahlen als ein Armer? (Einen Freibetrag sollte es natürlich trotzdem noch geben)

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  • Makrovirus
    antwortet
    Wenn ich das richtig verstehe, sind die Prozentwerte aber auf das Geld bezogen, das man über den Betrag in der rechten Spalte hinaus verdient hat. Und der Betrag lag in den 50ern, wo die 91% galten, bei 400.000$, was heute (Inflation) etwa 3 Mio. $ entspricht. Da wären in Deutschland vielleicht unsere ~150 Milliardäre betroffen, aber das wars dann so langsam auch.

    In der Union scheint man sich noch nciht so ganz sicher zu sien, ob man die Mehrwertsteuer nun erhöhen will oder nicht. Vielleicht mag man es aber auch erst anchd er Wahl zugeben, damit man Steuersenkungen versprechen kann: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,632679,00.html

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  • prince
    antwortet
    Zitat von Kai "the spy" Beitrag anzeigen
    42%. Das ist irgendwie erheblich weniger als die 53% von damals. Und wenn der hohe Spitzensteuersatz damals der Grund für die Abschaffung der Vermögensteuer war, und der Spitzensteuersatz heute immerhin 11% unter dem damaligen Satz liegt ... Was spricht nochmal gegen die Vermögensteuer?!
    Mal ganz abgesehen davon das in den USA als Folge der Krise von 29 der Spitzensteuersatz drastisch auf 91 Prozent erhöht wurde.
    Das wäre mal eine vernünftige Maßnahme.
    Deutschland steckt in einer extrem gefährlichen Krise, nun sollten die Leute die sich bisher die Taschen füllen konnten auch ihren Beitrag leisten.
    Ich möchte aber noch mal daran erinnern das es hier um die MWSt geht.

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  • Kai "the spy"
    antwortet
    Zitat von V-o-l-k-e-r Beitrag anzeigen
    Ja schön saublöd dass wir verfassungswidrige Steuern einfach abschaffen, Sauerei sowas!
    Ja, genau! Wär' ja noch schöner, wenn man mit dem eigenen Besitz irgendetwas für das Allgemeinwohl tun müsste, zum Glück schützt uns das GG vor solchem Unsinn.

    Moment, ...
    Zitat von Art. 14 Abs. 2, GG
    Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
    Tja, naja, Vermögen ist doch irgendwie auch Eigentum, nicht?! Und Steuern sind zum Wohle der Allgemeinheit. Puuh, also, irgendwie ist das ja irgendwie gar nicht so verfassungswidrig. Wie kam denn dann damals dieses BVG-Urteil zustande?!

    Zitat von Wikipedia.de
    Das Bundesverfassungsgericht hat die Erhebung der Vermögensteuer im Beschluss vom 22. Juni 1995 für verfassungswidrig erklärt,[2] allerdings gleichzeitig die weitere Anwendung bis zum 31. Dezember 1996 erlaubt. Grund war eine ungerechtfertigte Besserbehandlung von Immobilien gegenüber anderem Vermögen.
    Also war nicht die Steuer an sich verfassungswidrig, sondern das ungleiche Verhältnis zwischen der Versteuerung von Vermögen und Immobilien. Der logische Schluss wäre doch eigentlich, die Besteuerung von Immobilien zu erhöhen, oder?!

    Statt Immobilien, wie vom Urteil gefordert, höher zu bewerten und damit stärker zu besteuern, entschied sich die damalige Bundesregierung, die Vermögensteuer – auch wegen des damaligen Spitzensteuersatzes von 53% + Solidaritätszuschlag – gar nicht mehr zu erheben. Das Vermögensteuergesetz ist aber bisher nicht aufgehoben.
    Quelle: Wikipedia.de| Vermögensteuer (Deutschland)

    Ah, okay, man wollte also bei einem Spitzensteuersatz von 53% keine Steuererhöhungen für Reiche und Vermögende. Macht zumindest oberflächlich Sinn (bei besserem Hinsehen bemerkt man dann doch den Unterschied zwischen Vermögen und Einkommen), und die damalige Schwarz-gelbe Koalition wollte sicherlich nicht dem eigenen Wahlklientel ins Fleisch schneiden. Naja, kann man irgendwie verstehen.

    Aber Momentchen mal, ... Spitzensteuersatz von 53%? Das kann doch nicht ganz stimmen, oder?! Naja, in den 90ern vielleicht, aber heute? Wie hoch ist der heute nochmal?

    Zitat von Wikipedia.de
    * Zu versteuerndes Einkommen 8 000 Euro, Grenzsteuersatz = 14 %, effektiver Steuersatz = 0,3 %
    * Zu versteuerndes Einkommen 12 000 Euro, Grenzsteuersatz = 22 %, effektiver Steuersatz = 6,2 %
    * Zu versteuerndes Einkommen 24 000 Euro, Grenzsteuersatz = 29 %, effektiver Steuersatz = 16,2 %
    * Zu versteuerndes Einkommen 48 000 Euro, Grenzsteuersatz = 39 %, effektiver Steuersatz = 25,3 %
    * Zu versteuerndes Einkommen 96 000 Euro, Grenzsteuersatz = 42 %, effektiver Steuersatz = 33,6 %
    Quelle: Wikipedia.de| Einkommensteuertarif

    42%. Das ist irgendwie erheblich weniger als die 53% von damals. Und wenn der hohe Spitzensteuersatz damals der Grund für die Abschaffung der Vermögensteuer war, und der Spitzensteuersatz heute immerhin 11% unter dem damaligen Satz liegt ... Was spricht nochmal gegen die Vermögensteuer?!

    Und das Abschaffen der Progression in der Einkommensteuer ist so ziemlich der größte Mist, den ich seit langem ... naja, eigentlich nicht der größte Mist, während der aktuellen Krise gibt es ja ziemlich viel ziemlich großen Mist. Aber groß ist dieser Mist schon.

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  • Eye-Q
    antwortet
    Zitat von V-o-l-k-e-r Beitrag anzeigen
    Alle Subventionen und Transferleistungen streichen (evtl. ausgenommen Kindergeld, um die Geburtenzahlen zu steigern) und dann einen Steuersatz von 25% für alle!! Weg von dieser ewigen Hin- und Herschieberei von Geld!
    Das wäre dein ganzer Lösungsansatz und gut is'?

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    Na und, deswegen kann man sich trotzdem nicht einzelne Steuer rauspicken, sondern muss sich das Gesamtaufkommen anschauen, wenn man beurteilen will, wie viel welche Einkommensschichten leisten.
    Ja deswegen habe ich auch jedes einzelne Beispiel widerlegt, welches hier genannt wurde für die angebliche Bevorteilung von Besserverdienenden.

    Und wenn du deine eigene Quelle aufmerksam gelesen hättest, wüsstest du, dass laut dieser Quelle Mehrwertsteuer keineswegs umgangssprachlich ist, sondern die beidene Begriffe parallel verwendet werden. Auf Kassenzetteln/Rechnungen steht übrigens auch immer MwSt.
    Auf Kassenzetteln? Ja klar, dann musst MwSt. natürlich stimmen . Auf Kassenzetteln steht auch "Kein Umtausch ohne Kassenbon", trotzdem kannst Du Ware ohne Kassenzettel umtauschen. Sogar im Wikipedia-Artikel steht: "Das Wort „Mehrwertsteuer“ ist zwar nicht die richtige Bezeichnung für diese Steuer, ist jedoch umgangssprachlich sehr verbreitet."
    Fakt ist: Mehrwertsteuer = falsch, Umsatzsteuer = richtig!

    Es ist wurscht, wo wir da im internationalen Vergleich liegen, eine Erhöhung der MwSt. (...)
    Es ging darum dass in Deutschland angeblich eine massive Umverteilung zugunsten der Reichen stattfindet. Ich hab darauf geantwortet dass die Umsatzsteuer in Deutschland immer noch unterdurchschnittlich hoch ist. "Wurscht" ist das also gar nicht.

    Ich bin kein Experte, aber bei der Besteuerung von Unternehmen ist in Deutschland soweit ich weiß das große Problem die vielen Ausnahmen und die liberalen Abschreibungsmöglichkeiten.
    Soso, das sieht aber z.B. KPMG oder das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) anders. In Vergleichsstudien taucht Deutschland bei der Unternehmensbesteuerung immer ganz oben auf.

    Und dann sind da noch so Herzchen wie Opel, die ihre Gewinne einfach zu Mutti GM nach USA überweisen, um hier darauf keine Steuern zahlen zu müssen.
    Jetzt kommt dieses Märchen schon wieder Die böösen Konzerne die natürlich alle keinen Gewinn machen wollen ;-).

    Das hat sich Opel nicht ausgesucht, die Tochter des US-Amerikanischen Konzerns MUSS 100% seiner Gewinne in die USA abführen.

    Und weiter?
    Ja ihr seid doch die ganze Zeit der Meinung dass die Reichen in Deutschland nicht genug Steuern zahlen. Das war das Gegenbeispiel dafür.

    Das ist das Problem dabei.
    Ja schön saublöd dass wir verfassungswidrige Steuern einfach abschaffen, Sauerei sowas!
    Und wie gesagt kommt ja noch Grundsteuer und Erbschaftssteuer dazu! Durch die Erbschaftssteuerreform die dieses Jahr in Kraft getreten ist, haben jedoch auch eher Geringverdiener Vorteile.

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  • SF-Junky
    antwortet
    Zitat von V-o-l-k-e-r Beitrag anzeigen
    Die Einkommenssteuer macht ein Drittel des Gesamtsteueraufkommens aus, das Wort "nur" ist also hier vollkommen fehl am Platze.
    Na und, deswegen kann man sich trotzdem nicht einzelne Steuer rauspicken, sondern muss sich das Gesamtaufkommen anschauen, wenn man beurteilen will, wie viel welche Einkommensschichten leisten. Und insgesamt ist das obere Drittel alles andere als unfair besteuert. Siehe Links weiter oben.

    - Mehrwertsteuer (gibt's übrigens nicht, das heißt Umsatzsteuer, "Mehrwertsteuer" ist Umgangssprache): Hier liegen wir unter dem Durchschnitt (Umsatzsteuer ? Wikipedia)
    Und wenn du deine eigene Quelle aufmerksam gelesen hättest, wüsstest du, dass laut dieser Quelle Mehrwertsteuer keineswegs umgangssprachlich ist, sondern die beidene Begriffe parallel verwendet werden. Auf Kassenzetteln/Rechnungen steht übrigens auch immer MwSt.

    Es ist wurscht, wo wir da im internationalen Vergleich liegen, eine Erhöhung der MwSt. (besonders in diesen astronomischen Höhen, wie sie da z.T. diskutiert werden), ist in der jetzigen Situation der größten Unsinn, den man machen kann. Was passiert, wenn der MwSt.-Satz für Grundnahrungsmittel auf einmal fast verdreifacht wird, kann man sich auch denken, ohne Wirtschaftsexperte zu sein. (Davon abgesehen profitieren Grenzregionen u.U. von niedrigeren MwSteuern).

    - Unternehmenssteuern: Hier liegen wir innerhalb der EU im oberen Viertel(Unternehmensbesteuerung ? Wikipedia)
    Ich bin kein Experte, aber bei der Besteuerung von Unternehmen ist in Deutschland soweit ich weiß das große Problem die vielen Ausnahmen und die liberalen Abschreibungsmöglichkeiten. Und dann sind da noch so Herzchen wie Opel, die ihre Gewinne einfach zu Mutti GM nach USA überweisen, um hier darauf keine Steuern zahlen zu müssen.

    - Spitzensteuersatz: Hier liegen wir auch im oberen Viertel (Einkommensteuer (Deutschland) ? Wikipedia)
    Und weiter?

    Die Vermögenssteuer gibt's seit über einem Jahrzehnt nicht mehr
    Das ist das Problem dabei.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zitat von max Beitrag anzeigen
    Das ist aber NUR die Einkommenssteuer und nicht das Gesamtsteueraufkommen!!!!
    Die Einkommenssteuer macht ein Drittel des Gesamtsteueraufkommens aus, das Wort "nur" ist also hier vollkommen fehl am Platze.

    Man braucht ja nur mal die Entwicklung der Mehrwertsteuer, des Spitzensteuersatzes, der Vermögens- und Unternehmenssteuern vergleichen.
    Äh ja, und weiter? Dann vergleich es doch mal! Weißt Du wie ein Argument aufgebaut ist? Normalerweise sollte der Behauptung nämlich auch eine Begründung folgen ;-)

    Und wenn Du das gemacht hättest, dann wär Dir eigentlich aufgefallen dass Deine Behauptung eigentlich meinen Standpunkt stützt:

    - Mehrwertsteuer (gibt's übrigens nicht, das heißt Umsatzsteuer, "Mehrwertsteuer" ist Umgangssprache): Hier liegen wir unter dem Durchschnitt (Umsatzsteuer ? Wikipedia) - Volker 1 : Max 0

    - Unternehmenssteuern: Hier liegen wir innerhalb der EU im oberen Viertel(Unternehmensbesteuerung ? Wikipedia) - Volker 2 : Max 0

    - Spitzensteuersatz: Hier liegen wir auch im oberen Viertel (Einkommensteuer (Deutschland) ? Wikipedia) - Volker 3 : Max 0

    - Vermögenssteuer: Welche Entwicklung willst Du da gesehen haben? Die Vermögenssteuer gibt's seit über einem Jahrzehnt nicht mehr und ist auch in anderen Ländern im Vergleich zum Gesamtsteueraufkommen vollkommen zu vernachlässigen. Man kann zwar noch Grundsteuer und Erbschaftssteuer dazuzählen, diese sind aber ebenso irrelevant. Durch die Erbschaftssteuerreform die dieses Jahr in Kraft getreten ist, haben jedoch auch eher Geringverdiener Vorteile. - Volker 4 : Max 0

    Weißt Du was ich glaube? Du sagst einfach irgendwas ("Umverteilung zugunsten der Reichen") kannst es aber nicht ansatzweise begründen?!? ;-)

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  • Sinclair_
    antwortet
    Zitat von max Beitrag anzeigen
    Reich wird man nicht über Arbeitseinkommen, sondern dadurch, dass man andere Leute für sich schuften lässt - und dafür seine Macht nutzt, die entsprechender Besitz an Vermögen und/oder Produktionsmittel verleit. D.h. die tatsächlich Reichen lassen entweder indirekt (im Fall, dass angeblich das Geld arbeitet, was es natürlich gar nicht kann) oder direkt andere dafür schuften, dass sie im Überfluss leben können.
    Mann, das trieft mal wieder nur so vor Pathetik, Neid, Missgunst und dem verzweifeltem Bestreben, mit aller Gewalt ein hassenswertes Feindbild zu schaffen. Fang mal zu leben an, max.

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  • max
    antwortet
    Zitat von V-o-l-k-e-r Beitrag anzeigen
    10 Prozent der Bevölkerung (Bruttojahreseinkommen 88.948) zahlen 51,8% der Gesamt-Einkommenssteuer
    Das ist aber NUR die Einkommenssteuer und nicht das Gesamtsteueraufkommen!!!!

    Eines der Methoden, wie eine massive Umverteilung zugunsten der Reichen (und damit meine ich nicht Leute ab 37000 € Jahreseinkommen!!) durchgesetzt wurde, war die Absenkung der Steuern auf Gewinne und Vermögen - während die Verbrauchssteuern und Abgaben stark erhöht wurden.

    Man braucht ja nur mal die Entwicklung der Mehrwertsteuer, des Spitzensteuersatzes, der Vermögens- und Unternehmenssteuern vergleichen.
    Zitat von V-o-l-k-e-r Beitrag anzeigen
    Ich erlebs auch selber bei mir und meinem Freundeskreis dass wir im Prinzip von unserem Bruttoeinkommen grob gesagt die Hälfte rausbekommen.
    Und? Seit ihr reich? Bei mir ist es ähnlich, aber von Reichtum bin nun mal extrem weit entfernt. Die höchste Belastung mit Steuern und Abgaben relativ zum Einkommen haben nicht die Milliardäre, sondern der etwas besser verdienende Teil der Arbeiterklasse. Der schlecht verdienende Teil zahlt kaum oder keine Einkommenssteuer - aber trotzdem wird über die Verbrauchssteuern ein erheblicher Anteil des Einkommens besteuert, da diese praktisch ihr gesamtes Einkommen verkonsumieren müssen.

    Reich wird man nicht über Arbeitseinkommen, sondern dadurch, dass man andere Leute für sich schuften lässt - und dafür seine Macht nutzt, die entsprechender Besitz an Vermögen und/oder Produktionsmittel verleit. D.h. die tatsächlich Reichen lassen entweder indirekt (im Fall, dass angeblich das Geld arbeitet, was es natürlich gar nicht kann) oder direkt andere dafür schuften, dass sie im Überfluss leben können.

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  • prince
    antwortet
    Zitat von V-o-l-k-e-r Beitrag anzeigen
    Das sind fast ausschließlich Banken.
    Und die gehören wem ?

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Zitat von TheJoker Beitrag anzeigen
    das besserverdienende Drittel der Bevölkerung bekommt aber auch 80% des gesamten Markteinkommens (im übrigem stimmen die Zahlen nicht, 33% bezahlen 62% der Steuern Tikimasters Lounge - 10 Prozent der Reichen bezahlen 60 Prozent der Steuern - gelogen ). Ich sage ja gar nicht das hier übermäßig hohe Steuersätze für die oberen 20% eingeführt werden sollen, aber der Satz den wir in den 90ern hatten war wesentlich gerechter. Schau dir mal die Tabelle an:
    Datei:Steuertabelle 2009 single zve 55.jpg ? Wikipedia
    übermäßig belastet sind die hohen Einkommen doch wirklich nicht (ich gehöre als Dipl. Informatiker übrigens auch durchaus in den unteren Abschnitt, nicht das mir hier Neid vorgeworfen wird)
    Doch meine Zahlen stimmen.

    http://www.bmas.de/coremedia/generat...umsbericht.pdf

    Sieht man z.B. auf Seite 19.

    10 Prozent der Bevölkerung (Bruttojahreseinkommen 88.948) zahlen 51,8% der Gesamt-Einkommenssteuer

    Ich erlebs auch selber bei mir und meinem Freundeskreis dass wir im Prinzip von unserem Bruttoeinkommen grob gesagt die Hälfte rausbekommen.

    Dabei stellt sich mir sowieso noch eine grundsätzliche Frage:
    Dass ein gutverdienender Mensch mehr Steuern zahlen muss als ein schlecht verdienender, ist vollkommen einleuchtend. Aber warum soll ein Besserverdiener denn PROZENTUAL mehr Steuern zahlen als Geringverdiener?
    Wenn man sich das genau betrachtet, ist das eigentlich nicht so wirklich gerecht.

    Zitat von prince
    Wer leiht dem Staat denn eigentlich die ganzen Milliarden plus Zinsen ?
    Das sind fast ausschließlich Banken.

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  • prince
    antwortet
    Zitat von Makrovirus Beitrag anzeigen
    Natürlich sind die 37.500 eigentlich eher ein normales Gehalt (auch wenn die Mehrheit darunter verdient) und ich würde sojemanden nicht als reich bezeichnen, aber was erwartest du denn? Glaubst du ehrlich, dass bei den nichtmal 10.000 Millionären insgesammt mehr zu hohlen ist, als bei Millionen von Normalverdienern?
    Bei den Milliardären mit Sicherheit, die kriegen das unsere Steuergelder nämlich direkt oder indirekt.
    Wer leiht dem Staat denn eigentlich die ganzen Milliarden plus Zinsen ?
    Wer stopft sich die Taschen voll mit überhöhten Preisen für Strom ?
    Wer verdient an den Billigarbeitskräften, die ihren Armutslohn mit Steuergeldern aufstocken lassen müssen ?

    Aber das wird hier wieder eine Systemfrage und damit oT, in dem Thread gehts ja um die Mehrwertsteuer:

    Ich vermute die werden das vor der Wahl so wie im Bildbericht beschrieben verkaufen , also ermäßigte MWSt rauf ( da kommt noch INSM ne Kampagne wie unfair diese ermäßige Steuer eigentlich ist ) , dafür die MWSt erst mal auf 18 Prozent runter.
    Wenn die Leute das dann gefressen haben gehts schrittweise auf 25 Prozent rauf, begleitet von einer entsprechenden Medienkampagne.
    Zuletzt geändert von prince; 25.06.2009, 13:07.

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  • Valdorian
    antwortet
    Zitat von Makrovirus
    Natürlich sind die 37.500 eigentlich eher ein normales Gehalt (auch wenn die Mehrheit darunter verdient) und ich würde sojemanden nicht als reich bezeichnen, aber was erwartest du denn? Glaubst du ehrlich, dass bei den nichtmal 10.000 Millionären insgesammt mehr zu hohlen ist, als bei Millionen von Normalverdienern?
    Na ja, ich hab mal gehört ( in einer Talkshow, keine seriöse Quelle, ich weiß) dass eine Vermögenssteuer von einem Prozent bereits Mehreinnahmen von 20 Milliarden bedeuten würde. Die Diskussion geht ja am Kern vorbei, weil es nur um Einkommen geht. Vermögen wird völlig außer acht gelassen.

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  • Makrovirus
    antwortet
    Natürlich sind die 37.500 eigentlich eher ein normales Gehalt (auch wenn die Mehrheit darunter verdient) und ich würde sojemanden nicht als reich bezeichnen, aber was erwartest du denn? Glaubst du ehrlich, dass bei den nichtmal 10.000 Millionären insgesammt mehr zu hohlen ist, als bei Millionen von Normalverdienern?

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