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Gender-sensible Schreibweise - überflüssig oder sinnvoll?

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  • Richy
    antwortet
    Mir erschließt sich nicht so ganz, warum dieses Gendersternchen quasi überall den Schrägstrich verdrängt (sieht man ja neuerdings vor allem im Internet). Wäre ich da jetzt konsequent und würde auf diesen Zug aufspringen, dann müsste ich ja sogar meine Bewerbungen mit Gendersternchen schreiben (aber ich habe Bedenken, ob das so gut ankommt). Zuviele Sonderzeichen (* _ ) in einem Satz verschlechtern meiner Meinung nach aber die Lesbarkeit.

    Und dann wären da auch noch diese Abkürzungen (m/w/d) in Stellenanzeigen: Die Firmen machen das vermutlich nur deshalb so, weil sich das jetzt so gehört (ohne sich größer damit auseinander zu setzen).
    Aber das "d (divers)" könnte ich ja auch so interpretieren, das ich sowohl in weiblicher als auch in männlicher Kleidung zum Vorstellungsgespräch erscheinen darf (da ich mich vielleicht auch zwischen den Geschlechtern bewege oder vielleicht sogar transsexuell bin, obwohl ich in einem männlichen Körper stecke).
    Aber vermutlich würden die Firmen dann recht verblüfft schauen oder gar intolerant reagieren, wenn sich dort ein "Mann" mit weiblicher Kleidung vorstellen würde. Von daher denke ich mal, das vieles einfach nur so daher gesagt bzw. geschrieben wird (weil es eben gerade im Trend liegt oder gar gesetzlich vorgeschrieben ist).
    Zuletzt geändert von Richy; 05.05.2021, 04:37.

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  • Managarm
    antwortet
    Hana Soline

    Denke das kommt wohl auch auf die Region an, wo man lebt.
    Studenten ist für mich schon immer die normale Mehrzahl von Student gewesen und das Wort war auch schon immer Geschlechtsneutral.
    Mir ist dieser neue Sprachliche Unsinn zum Glück wirklich bisher selten bis gar nicht untergekommen.
    Auch *innen fand bisher nur Verwendung wenn es wirklich angebracht war.
    Persönlich werde ich das alles auch weiterhin niemals verwenden, wenn es nicht sinnvoll ist, in den meisten Fällen ist es das nicht.

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  • ED-209
    antwortet
    Kurz und knapp:
    für die gesprochene Sprache gelten dieselben Regeln wie für ihre gesprochene Entsprechung.
    Komplikationen, die über die Frage, welcher Buchstabe einen Laut am Besten darstellt, hinausgehen, sind nur eben genau das: eine Komplikation ohne Mehrwert.
    keine praktische Relevanz - und für Fremdsprachler, für die Deutsch ohnehin schon hart ist, unzumutbar.

    Was sich wie ein Monty Python Sketch anfühlt, hat sich für ernstgemeinte Einführung m.E. damit bereits schon disqualifiziert.

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  • Hana Soline
    antwortet
    Zitat von Managarm Beitrag anzeigen
    Gleiche bei Studenten, da gibt es jetzt wohl "die Studierenden" hört sich furchtbar an.
    Bezweifle das sich das durchsetzen wird.
    Hervorhebung von mir

    Jetzt???
    Ich habe Mitte der 90er mein Studium begonnen und war bereits damals eine "Studierende" und keine "Studentin" mehr. Somit fürchte ich, dass sich "das" bereits durchgesetzt hat .

    Und bitte berichte mir, wie du es geschafft hast, dieser unsäglichen Trendin ... äääähhh .... diesem unsäglichen Trend zu entgehen. Das würde mich echt interessieren. Wie oben schon erwähnt, war ich noch nicht mal auf einer quasi-wissenschaftlichen Veranstaltung sicher vor dieser lebenszeitraubenden Sprachverwurstelung .

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  • Managarm
    antwortet
    Diese Gendersprache und noch ein paar Sachen mehr aus dieser Richtung sind ziemlicher Unfug.
    Wird aber scheinbar nur von einer kleinen Minderheit so benutzt, bis jetzt hatte ich zumindest das Glück keinen persönlich zu treffen der so daherquatscht.
    Was die Beispiele hier angeht:
    "Liebe Besucher..." und "Liebe Besucher und Besucherinnen...".
    Ersteres bedeutet das gleiche, warum absichtlich mit so einem Unsinn die Sätze strecken?
    Es sollte viel mehr angestrebt werden das man sich kürzer hält, also weniger Wörter.
    Gleiche bei Studenten, da gibt es jetzt wohl "die Studierenden" hört sich furchtbar an.
    Bezweifle das sich das durchsetzen wird.

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    LoL, was das denn für ein Vogel? "Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler" kann man doch ganz normal aussprechen, da muss man doch nicht so eine alberne Verrenkung machen.

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  • Hana Soline
    antwortet
    Zitat von eFuchsi Beitrag anzeigen

    Wenn man sowieso schon beide anspricht (Besucher UND Besucherinnen) ist doch diese Pauuuuuuse absolut unsinnig.
    Naja, das war halt dieser mitgesprochene Gendergap. Er hatte das "ri" auch gar nicht gebunden (also "...rinnen" gesprochen), sondern wirklich erst "Wissenschaftler" gesagt (dann die oben erwähnte Pause) und dann "Innen" als eigenständiges Wort.
    Wie schon gesagt, ich fand's wirklich sehr befremdlich .
    Und ich möchte das auch nicht. Das Übertragen von gesprochenen Informationen stiehlt einem auf diese Art und Weise echt Lebenszeit .

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  • eFuchsi
    antwortet
    Zitat von Hana Soline Beitrag anzeigen
    "Wissenschaftlern und Wissenschaftler (Pauuuuuse) innen" sowie "Besuchern und Besucher (Pauuuuuuuse) innen"
    Wenn man sowieso schon beide anspricht (Besucher UND Besucherinnen) ist doch diese Pauuuuuuse absolut unsinnig.

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  • Hana Soline
    antwortet
    Letzte Woche erst war ich auf einem Science-Slam und ich empfand es wirklich als extrem störend, als einer der Redner immer von "Wissenschaftlern und Wissenschaftler (Pauuuuuse) innen" sowie "Besuchern und Besucher (Pauuuuuuuse) innen" usw. gesprochen hat.

    Und da ich diese gendersensible Sprech- und Schreibweise selbst ganz schwer ertragen kann, hatte ich in meiner Diplomarbeit auch gleich in der Einleitung geschrieben, dass im Folgenden die männliche Form allgemeingültig ist, es sei denn, das Geschriebene bezieht sich wirklich ausschließlich auf Frauen.
    Echt, ich find's sowohl passiv als auch aktiv einfach nur anstrengend .

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  • Gast-Avatar
    Ein Gast antwortete
    Ich finde übertriebene Sensibilität generell eher zum Augenrollen. Gerade bei der verbalen Kommunikation wird man sprachliche Verkürzungen hinnehmen können. Dementsprechend finde ich Leute, die wegen "Landeshauptfrau" schon wieder das Ende der Kultur kommen sehen genauso albern wie wenn wieder mal jemand ausrastet weil irgendwo nicht genug _innen oder Innen oder *innen gesetzt worden sind.

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  • irony
    antwortet
    Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
    Wo es angemessen ist, schreibe ich z. B: an "Liebe Kolleginnen und Kollegen"
    Ich denke auch, dass man da pragmatisch sein muss. Es gibt solche Anlässe, wo es sich gehört, beide Formen zu verwenden, aber Texte müssen allgemein lesbar bleiben. Man weiß aber nie. Nicht mehr lange, und statt "sehr geehrte Damen und Herren" heißt es "sehr geehrte Herrinnen und Herren".

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  • Holger58
    antwortet
    Am Schlimmsten finde ich die Gendersternchen.
    Das ist das Sahnehäubchen!

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  • eFuchsi
    antwortet
    Am Schlimmsten finde ich die Gendersternchen.
    Da bekommt man schon beim lautlosen Lesen Migräne.

    Außerdem Diskriminiert es Sehbehinderte Personen, da Vorlesebrowser ALLESAMT dies falsch interpretieren, und hier ein absolut unverständlicher Text rauskommt.

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  • Holger58
    antwortet
    Dann wäre es ja richtig bei uns in Deutschland Olaf Scholz Vizekanlerin zu nennen da wir ja keinen Bundeskanzler sondern mit Angela Merkel eine Bunkanzlerin habe..

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  • eFuchsi
    antwortet
    In Niederösterreich haben wir jetzt eine Frau Landeshauptfrau und einen Herrn Landeshauptfraustellvertreter.

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