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STS-114 - Shuttle-Mission 1 nach dem Columbia-Unglück

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  • endar
    antwortet
    Zitat von MRM
    Bei welchem Restrisiko würdest du denn die Grenze zeihen ? Wieviel restrisiko ist denn noch vertretbar - wieviel nicht mehr - darf man dann überhaupt noch bemannte Raumfahrt betreiben ?
    An welcher Stelle nun genau eine Grenze zu ziehen wäre, kann ich nicht beurteilen, wie du dir wahrscheinlich denken kannst.
    Ich sehe das Problem natürlich auch, dass es Zeitpläne zu erfüllen gibt und dass man das Projekt der ISS weiterbauen möchte und dass Herr Bush 2004 große vollmundige Ankündigungen getan hat, die ohne das Shuttleprogramm nicht zu erfüllen sind.
    Aber...

    Ich kann maich aber auch noch an vorangegangenen Flüge erinnern wo es dann häufig nach der geglückten Landung hieß, daß ein paar Kacheln verloren gegangen sein - offenbar war das bislang nur in einem von über hundert Fällen ein Problem ( kommt wohl drauf an wo und wieviele ). Klar wäre es besser sie würden nicht abfallen bzw man könnte notfalls ein paar Ersatzkacheln dranpappen - nur ein wenig Dramatisierung ist denk ich jetzt schon dabei. Zumal die Kameras jetzt auch Sachen zeigen die vorher vermutlich nur einfach nicht zu sehen waren ...
    eben das ist doch der Punkt.
    Wenn man die Schäden am Hitzeschild VOR der Explosion der Columbia auf die leichte Schulter genommen hat, so muss man doch NACH der Zerstörung der Columbia diese Risiken neu bewerten. Und das ist ja nun ein Problem, welches offensichtlich - trotz der Umsetzung (fast) aller Empfehlungen - nach wie vor besteht.

    Und diese ganze ungeprobte Kleisterei mit Fensterkit oder was man sich da so ausgedacht hat, ist doch das reine Glücksspiel, das man sich ausgedacht hat, nur um irgendwie weiter machen zu können.
    Die Ausbesserungen müssen doch eine gewisse Qualität haben und es besteht die Gefahr, dass Ausbesserungen im Weltall zu einer Verstärkung des Risikos führen, weil sie z.B. uneben ausgeführt werden oder so.

    Letztendlich läuft es nicht auf die Frage hinaus, ob es immer "ein bisschen Risiko" gäbe, sondern nach der Columbiakatastrophe muss man fragen, welchen Wert ein Menschenleben in Abwägung gegen die Pläne und das finanzielle Engagement der Regierungen/Staaten hat.
    Ist der Wunsch, die Shuttles wirtschaftlich bis zum letzten auszunutzen, wirklich wichtiger als die sieben Menschenleben pro Flug?

    Ich persönlich bin der Meinung, dass die Leben der Astronauten höher zu wiegen hat als z.B. der Wunsch, das neue Euro-Modul einfügen zu können.
    Es ist ein Unterschied, ob ich mit unbekannten Risiken zu rechnen habe, oder ob ich ein bekanntes Risiko einkalkuliere und Flüge starte, ohne es wirklich im Griff zu haben. Die Tatsache, dass es genügend Menschen gibt, die das Todesrisiko in voller Kenntnis bereitwillig auf sich nehmen, ist für mich als Begründung für ein Weitermachen wie bisher nicht ausreichend und ich empfände es als erschreckend, wenn sich die beteiligten Raumfahrernationen auf dieses Argument zurückzögen, dass die Astronauten ja bereit wären, "ggf." auch zu sterben.

    Kurzum - zu deiner Eingangsfrage:
    Das Ganze wirkt nicht so, als ob man die Sache im Griff hat, aber mittlerweile weiß man genau, welche Folgen die Probleme haben können.
    Inwieweit meine Bedenken jetzt übertrieben sind, kann ich als absoluter Laie natürlich nicht beurteilen, aber ich bleibe da eben skeptisch und wünsche das Beste.

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  • MRM
    antwortet
    Zitat von endar
    Sicherlich ist da ein Risiko und das wurde wohl auch immer so gesehen.
    Aber mittlerweile - nach den beiden Katastrophen - sollte man seine Risikoabwägungen eventuell noch mal neu bewerten.
    Und da dann zu sagen "Naja, ein bisschen Risiko ist immer" ist schon 'n bisschen heftig, wenn man da noch 25 x rauf will.
    Bei welchem Restrisiko würdest du denn die Grenze zeihen ? Wieviel restrisiko ist denn noch vertretbar - wieviel nicht mehr - darf man dann überhaupt noch bemannte Raumfahrt betreiben ?



    Zitat von endar
    Dass die Teile abfallen, ist doch gar nicht das Schlimmste, sondern dass sie das Shuttle beschädigen. Viel schlimmer ist doch der Schaden am Hitzeschild, da ist doch schon wieder irgendwas mit einer Kachel nicht in Ordnung.
    Ich kann maich aber auch noch an vorangegangenen Flüge erinnern wo es dann häufig nach der geglückten Landung hieß, daß ein paar Kacheln verloren gegangen sein - offenbar war das bislang nur in einem von über hundert Fällen ein Problem ( kommt wohl drauf an wo und wieviele ). Klar wäre es besser sie würden nicht abfallen bzw man könnte notfalls ein paar Ersatzkacheln dranpappen - nur ein wenig Dramatisierung ist denk ich jetzt schon dabei. Zumal die Kameras jetzt auch Sachen zeigen die vorher vermutlich nur einfach nicht zu sehen waren ...

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  • endar
    antwortet
    Zitat von MRM
    Naja - etwas besser als beim russischem Roulett sind die Chancen schon ...
    Es war auch nur eine Metapher, weißt du?

    ich denk auch niemand wird behaupten, daß so ein Flug völlig risikolos ist - aber frustrierend ist das schon wenn so viel Zeit und Geld investiert wurde und das Problem mit dem Schaumstoff am Tank wurde immer noch nicht gelöst
    Sicherlich ist da ein Risiko und das wurde wohl auch immer so gesehen.
    Aber mittlerweile - nach den beiden Katastrophen - sollte man seine Risikoabwägungen eventuell noch mal neu bewerten.
    Und da dann zu sagen "Naja, ein bisschen Risiko ist immer" ist schon 'n bisschen heftig, wenn man da noch 25 x rauf will.

    Nun ja - der Schaden soll diesesmal aber wohl nicht so groß sein - das Rettungsshuttle soll jedenfalls am Boden bleiben.
    Dass die Teile abfallen, ist doch gar nicht das Schlimmste, sondern dass sie das Shuttle beschädigen. Viel schlimmer ist doch der Schaden am Hitzeschild, da ist doch schon wieder irgendwas mit einer Kachel nicht in Ordnung.

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  • MRM
    antwortet
    Zitat von endar
    Und da wundere sich noch mal einer, dass das gute 3Sat in Nano verbreitet hat, dass mit 50%iger Wahrscheinlichkeit noch was passiert bei den restlichen 24 bis 28 Flügen.
    Das ist doch russisches Roulette...
    Naja - etwas besser als beim russischem Roulett sind die Chancen schon ... ich denk auch niemand wird behaupten, daß so ein Flug völlig risikolos ist - aber frustrierend ist das schon wenn so viel Zeit und Geld investiert wurde und das Problem mit dem Schaumstoff am Tank wurde immer noch nicht gelöst

    Nun ja - der Schaden soll diesesmal aber wohl nicht so groß sein - das Rettungsshuttle soll jedenfalls am Boden bleiben.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltraum/0,1518,367148,00.html

    Eine eventuelle Rettung mit Sojus Kapseln soll nicht möglich sein.

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  • endar
    antwortet
    Und da wundere sich noch mal einer, dass das gute 3Sat in Nano verbreitet hat, dass mit 50%iger Wahrscheinlichkeit noch was passiert bei den restlichen 24 bis 28 Flügen.
    Das ist doch russisches Roulette...

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  • Spocky
    antwortet
    Ich denke nicht, dass das abgeplatzte Teil diesmal so große Schäden hervorgerufen hat, immerhin viel es seitlich weg und trag die Discovery nicht. endgültige Sicherheit wird man allerdings erst beim Andochen an die ISS haben, wenn man sich das Shuttle von unten betrachten kann.

    Sollte es Probleme geben, dann schauts mit der Rettung erstmal mau aus, weil die anderen Shuttleflüge erstmal auf weiteres gestoppt wurden.

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  • STS-Chris
    antwortet
    STS-114 - Mission Elapsed Time:

    T + 001d 09h 23m

    Next Event: Docking with ISS
    July 28, 2005 - 06:18 a.m. CDT (Mission Control, Houston)
    July 28, 2005 - 07:18 a.m. EDT (Launch Control, Cape Canaveral)
    July 28, 2005 - 13:18 CEST (Central Europe)




    28. Juli 2005


    00:57 CEST (6:57 p.m. EDT)

    Mission Management Team chairman Wayne Hale gab bekannt, dass die Discovery anscheinend in einem guten Zustand ist, aber ob irgendwelche Reparaturen am Orbiter notwendig sind wird sich erst in den nächsten Tagen herausstellen.

    Morgen um ca. 12:08 Uhr MESZ soll das sogenannte Rendezvous Pitch Maneuver durchgeführt werden, bei dem die Unterseite der Discovery Richtung Raumstation gedreht wird und die Crew der ISS, Sergej Krikaljow und John Phillips, hochauflösende digitale Fotos erstellen auf denen man den Schaden an den betreffenden Stellen genauer untersuchen kann.

    Die Bilder und Informationen bezüglich des herabfallenden Schaumstoffteils wurden zu den Astronauten hochgeschickt, bestätigte Hale.

    Ist das Shuttle-Programm für dieses Jahr beendet? Shuttle program manager Bill Parsons: "Ich kann noch nicht sagen, wie sich das auswirkt. Die Raumfähren können jedenfalls nicht fliegen, wenn Schaumstoffteile dieser Größe herunterfallen. Das Problem muss gelöst werden bevor der nächste Start erfolgen kann."

    Nach dem bisherigen Flugplan soll die Atlantis am 9. September starten.

    "Es hat den Orbiter nicht getroffen und wir haben wieder etwas dazugelernt. Diese Mission ist ein Testflug," betonte Parsons.

    Wäre das Schaumstoffteil früher während des Aufstiegs heruntergefallen, "wäre das schlecht gewesen," sagte Hale. Glücklicherweise löste es sich erst 2 Minuten nach dem Abheben und nach dem Abtrennen der Feststoffraketen, als die Discovery sich schon fast außerhalb der Atmosphäre befand.

    Columbia wurde knapp 81 Sekunden nach dem Start von einem Schaumstoffteil getroffen.




    NASA TV

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  • STS-Chris
    antwortet
    STS-114 - Mission Elapsed Time:

    T + 001d 07h 06m

    Next Event: Docking with ISS
    July 28, 2005 - 06:18 a.m. CDT (Mission Control, Houston)
    July 28, 2005 - 07:18 a.m. EDT (Launch Control, Cape Canaveral)
    July 28, 2005 - 13:18 CEST (Central Europe)




    Flugtag 3: Rendezvous und Andocken


    Donnerstag, 28. Juli


    01:39 a.m. EDT (07:39 CEST)
    Rendezvousmanöver beginnt

    02:30 a.m. EDT (08:30 CEST)
    Flight Director Update

    06:08 a.m. EDT (12:08 CEST)
    Rendezvous-Drehmanöver des Shuttles. Die Crew der ISS fotografiert das Hitzeschutzschild (TPS).


    Video File

    Fotografieren des Hitzeschutzschildes
    Diese Animation zeigt die Discovery in unmittelbarer Nähe der ISS. Während eines Drehmanövers des Shuttles fotografiert die Crew der Station das Hitzeschutzschild (TPS). (no audio)
    MPEG Video Format (4.7 M) 0:22 Min.


    07:18 a.m. EDT (13:18 CEST)
    Andocken an die International Space Station (ISS)


    Video File

    Dockmanöver an die ISS
    Diese Animation zeigt die Discovery in unmittelbarer Nähe der ISS. Während eines Drehmanövers des Shuttles fotografiert die Crew der Station das Hitzeschutzschild (TPS). Danach nähert sich die Discovery der Station und dockt an der Station an. (no audio)
    MPEG Video Format (17.1 M) 1:22 Min.


    09:19 a.m. EDT (15:19 CEST)
    Öffnen der Luke zur Station und Begrüßung

    09:54 a.m. EDT (15:54 CEST)
    Herausholen des OBSS aus der Ladebucht der Raumfähre mit Hilfe des Stationsauslegers (SSRMS)

    10:30 a.m. EDT (16:30 CEST)
    Mission Status Briefing

    11:44 a.m. EDT (17:44 CEST)
    Montage des OBSS an den Shuttle-Ausleger (SRMS) mit Hilfe des Stationsauslegers (SSRMS)


    Video File

    Zusammensetzen des Shuttleauslegers mit der OBSS-Verlängerung
    Dieses Video zeigt wie die Crew mit Hilfe des Stationsauslegers (SSRMS=Space Station Remote Manipulator System) das Orbiter Boom Sensor System (OBSS) an dem Ausleger der Discovery (Shuttle-RMS) befestigt. (no audio)
    MPEG Video Format (9.1 M) 0:43 Min.


    02:00 p.m. EDT (20:00 CEST)
    Video File

    03:39 p.m. EDT (21:39 CEST)
    Schlafphase der Crew beginnt

    04:00 p.m. EDT (22:00 CEST, July 28 )
    Highlights des Tages

    06:00 p.m. EDT (00:00 CEST, July 29 )
    MMT-Briefing

    10:00 p.m. EDT (04:00 CEST, July 29 )
    MMT-Briefing (Wh.)

    11:39 p.m. EDT (05:39 CEST, July 29 )
    Die Crew wird geweckt.



    NASA TV

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  • Rhiannon
    antwortet
    Als Amateurbeobachter würde ich schon sagen, daß dies Flammen sein könnten. Das Leuchten war so hell wie der Boosterantrieb selber und verschwand noch bevor sie ausbrannten.

    Bzgl. der Beobachtung der Shuttleunterseite. Hatten sie nicht schon zu Beginn der Raumfährenflüge Flugzeige eingesetzt die in großer Höhe die Unterseite des Schiffes detailliert filmen konnten? Hmm..., na gut ein 4cm Riß wird wohl auch damit nicht erkannt.

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  • Xaver
    antwortet
    Die Flammen sind dazu da, dass das Shuttle von der Erde wegkommt
    Nein aber ich kann das nicht so richtig zuordnen. Ob das nun so sein soll oder nicht, das weiß ich nicht!
    Aber wenn diese Flammen da nicht sein sollen, dann wären die nicht so ruhig weiter geflogen! Das haben nicht nur wir gesehen, sondern auch Techniker und die wissen wohl, ob das schlmm ist!

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  • St3v3f
    antwortet
    bzgl der Rettungsmission schau mal in den STS-121 Thread
    Das ist zwar nicht die Rettungsmission, aber da steht auch was über STS-300 drin, und das isse
    Also ich konnt da keine Flammen erkennen, aber was solls, die Booster sind weg

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  • STS-Chris
    antwortet
    Ich kann das Video nicht abspielen. Die Dateiendung ist .wvx

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  • watcher
    antwortet
    Video vom aktuellen Shuttle-Start:

    http://wm.nasa-global.speedera.net/wm.nasa-global/RTF/WB57.wmv

    Schaut euch mal die Minuten 1:40 - 2:00 an.

    Da schlagen doch Flammen aus dem Booster, oder?


    (Quelle: http://www.nasa.gov/returntoflight/multimedia/index.html )

    roter Kreis:
    Angehängte Dateien
    Zuletzt geändert von watcher; 27.07.2005, 15:03.

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  • EREIGNISHORIZONT
    antwortet
    @ endar

    Da muss ich doch erst einmal bei LEO nachschauen, was "hearse" bedeutet.....mensch endar!!!! *3 mal fest aufs Holz klopft!!*

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  • endar
    antwortet
    Zitat von EREIGNISHORIZONT
    Soweit ich weiss, wusste man zwar von dem Schaumstück, welches gegen die Hitzekacheln einer Tragfläche geprallt ist, nicht aber von dem tatsächlich entstandenen Schaden.

    @ FirstBorg

    Es gibt noch zwei weitere Schuttles. Die Atlantis und die ???? (weiß ich gerade den Namen nicht).
    Ich glaube, die beiden anderen Schiffe heissen USS Damnation und die USS Hearse, habe ich mal gehört.

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