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STS-114 - Shuttle-Mission 1 nach dem Columbia-Unglück

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  • STS-Chris
    antwortet
    Official Mission Time:
    13d 21h 32m 48s



    ERFOLGREICHES ENDE

    Raumfähre "Discovery" gelandet

    Die Raumfähre "Discovery" ist sicher auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien gelandet. Damit ist eine teils dramatische Weltraummission zu einem guten Ende gelangt.




    Houston - Tiefes Aufatmen bei der Nasa: Die Raumfähre "Discovery" ist sicher auf der Edwards Air Force Base in Kalifornien gelandet. Die kritische Phase des Wiedereintritts in die Erdatmosphäre hatte der Space Shuttle zuvor unbeschadet überstanden.

    In der Nasa-Bodenzentrale in Houston brandete Jubel auf, als die "Discovery" - gebremst durch einen Fallschirm - vor Sonnenaufgang auf der Bahn 22 ausrollte. Die letzte Landung eines Shuttles in der Dunkelheit hatte es 1991 gegeben. "Die Discovery ist zu Hause", sagte ein Sprecher in Houston. "Herzlichen Glückwunsch - das war ein wahrlich großartiger Flug."

    Damit ist eine teils dramatische 14-Tage-Mission zu Ende gegangen. Erst hakte ein Treibstoffsensor und verursachte mehrere Startverschiebungen. Als die "Discovery" dann endlich ins All abhob, fielen erneut Stücke der Schaumstoff-Isolierung vom Haupttank ab.

    Damit war klar, dass die Nasa das zentrale Sicherheitsproblem der Space Shuttles trotz zweieinhalbjähriger Arbeit und Millionen-Investitionen nicht gelöst hatte. Ein Stück der Haupttank-Isolierung hatte im Februar 2003 ein Loch in den Hitzeschild der "Columbia" gerissen und deren Absturz beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verursacht. Nun müssen die Shuttles erneut bis auf weiteres am Boden bleiben.

    Im Weltraum setzte sich das Drama um die "Discovery" fort: Zuerst hieß es, die herabfallenden Trümmer könnten den Hitzeschild beschädigt haben. Von allen Seiten wurde die Raumfähre daraufhin begutachtet. Die Besatzung setzte den Roboterarm des Shuttles ein, um die Außenhülle zu untersuchen. Die Crew der Internationalen Raumstation fotografierte anschließend die Hitzekacheln der "Discovery".

    Die gute Nachricht: Die Hitzekacheln waren nicht nennenswert beschädigt. Die schlechte Nachricht: An zwei Stellen lugten Füllstreifen aus den Fugen zwischen den Kacheln. Nach langem Hin und Her entschloss sich die Nasa zu einer riskanten und noch nie zuvor geübten Reparatur im All. Astronaut Steve Robinson wurde mit den Füßen am Roboterarm der ISS befestigt und an die Unterseite der "Discovery" bugsiert, bewaffnet mit einer selbstgebastelten Säge, sollten die Füllstreifen widerspenstig sein.

    Kostspieliger Rücktransport aus Kalifornien

    Die gewagte Aktion geriet zum Triumph: Mühelos klaubte Robinson die Streifen aus dem Hitzeschild. Die befürchteten Zwischenfälle - etwa die Schäden am Hitzeschild durch Kontakt mit dem Roboterarm - blieben aus. Unmittelbar danach aber entdeckten die Nasa-Ingenieure einen weiteren Schaden: Ein Stück Isolierstoff unterhalb des Cockpitfensters war gerissen. Erneut tüftelten die Techniker der US-Raumfahrtbehörde viele Stunden, ehe sie zu dem Schluss kamen, dass der Stoff keine Gefahr auf dem Rückflug zur Erde darstellt.

    Als wäre das noch nicht genug, machte am Ende noch das Wetter Ärger: Wegen dichter Wolken musste die Nasa die Landung der "Discovery" am Kennedy Space Center in Florida zunächst von Montag auf Dienstag verschieben und dann gänzlich absagen. Da das Wetter noch immer nicht mitspielte, musste der Shuttle die Edwards Air Force Base in Kalifornien ansteuern.

    Damit hat die Nasa nun das nächste Problem: Die Landung in Kalifornien hat den großen Nachteil, dass die "Discovery" Huckepack auf einer ungebauten Boeing 747 nach Cape Canaveral zurückgebracht werden muss. Das kostet nicht nur rund fünf Millionen Dollar, sondern dürfte auch den Flug der Raumfähre "Atlantis" verzögern, die zwischen dem 22. und 26. September zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollte. Die "Discovery" muss als "Rettungs-Shuttle" zur Verfügung stehen, was aber nun kaum noch gelingen kann. Das nächste Zeitfenster für einen Start der "Atlantis" öffnet sich im November.







    Quelle: Spiegel.de / NASA

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  • STS-Chris
    antwortet
    Zitat von Skymarshall
    Und diese Idee mit dem Netz kann doch gar nicht neu sein oder? Ich meine wenn die so gut und einfach ist, warum sind dann nicht schon welche von den hunderten NASA-Experten draufgekommen?
    Ehrlich gesagt, kann ich mir auch kaum vorstellen, dass die NASA nicht auf diese Idee gekommen ist, aber man fragt sich doch warum die das dann nicht machen. Ist dieses Netz wirklich nicht umsetzbar? Aber wenn ja, warum?

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  • Skymarshal
    antwortet
    Bin auch erleichtert das den Astronauten und Shuttle nichts passiert ist. Aber auf die Dauer wird die NASA mit ihrer "Augen zu und durch" Taktik wohl keinen Erfolg haben. Soviele Shuttles haben sie ja auch nicht.

    Und diese Idee mit dem Netz kann doch gar nicht neu sein oder? Ich meine wenn die so gut und einfach ist, warum sind dann nicht schon welche von den hunderten NASA-Experten draufgekommen?

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  • St3v3f
    antwortet
    Kaufen wir der NASA ein wenig sexy Unterwäsche für die Treibstofftanks

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  • STS-Chris
    antwortet
    Zitat von blueflash
    Mensch klasse, die Idee!

    Das gefällt mir. Lasst uns ein Patent anmelden und ne Firma gründen. Dann verkaufen wir der NASA die Lizenz. Alles was wir brauchen ist ne Homepage und ein paar Materialstudien!

    Hat das jetzt einen ironischen Unterton oder täusche ich mich da?

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  • blueflash
    antwortet
    Mensch klasse, die Idee!

    Das gefällt mir. Lasst uns ein Patent anmelden und ne Firma gründen. Dann verkaufen wir der NASA die Lizenz. Alles was wir brauchen ist ne Homepage und ein paar Materialstudien!

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  • Harmakhis
    antwortet
    Hitze ist doch da IMO nicht so das Problem, da der Isolierschaum ja nur beim start von Bedeutung ist und dann wird der Tank ja abgesprengt. Und wenn man das Netz aus Carbonfasern oder ähnlichem konstruiert, wäre das wirklich eine simple, aber effektive Lösung.
    Sozusage eine Strumpfhose für den Tank!

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  • Xaver
    antwortet
    Das muss dann aber große Hitze aushalten!!
    Aber ich denke mal, dass die die Idee auch schon mal hatten!
    Da sitzen die genialsten Wissenschaftler der Welt!
    Und wenn du da ne E-Mail hinschreibst, dann wirst du nachher noch zum Held oder so...
    So ich muss weg, ich muss grad ma ne mail schreiben!

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  • STS-Chris
    antwortet
    Habt ihr das mitbekommen was Ulrich Walter beim ZDF gesagt hat?

    Der hat die Idee geäußert, dass man um den externen Tank ja ein feinmaschiges Netz um die Isolierschicht ziehen könnte. Dann könnten keine großen Trümmer mehr abfallen.

    GENIAL!!! Hoffentlich kommt die NASA da auch drauf. Sonst schreibe ich denen eine E-Mail.

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  • Challenger
    antwortet
    Zitat von FirstBorg
    Was mir grad so in den Sinn kommt.... wieso ist der Funk von den Shuttles so schlecht? Da versteht man doch kaum was wenn man nicht dran gewöhnt ist...
    warum bauen die nicht einen Funk ein, der bessere Audioqualität hat?
    Bandbreitenersparnis. Audio mit geringerer Abtastfrequenz spart immens an Bandbreite (besonders wenn man nicht oder nur unzureichende Kodierungsprozessoren in die Funkanlagen verbaut wie es bei Handys der Fall ist) ist begrenzt über Funk, vor allem wenn das meiste davon für die Telemetrie benötigt wird

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  • STS-Chris
    antwortet
    Es wird nicht so sehr auf die Audioqualität wert gelegt, sondern dass die Verbindung eine große Reichweite hat und auf großen Entfernungen funktioniert. Eventuell spielen da aber auch noch andere Gründe mit.

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  • Soran
    antwortet
    Schön zu sehen, das die Landung geklappt hat.
    Immer wieder Wahnsinn was diese Leute für ein Risiko eingehen.

    Ich hoffe das die Entwicklung bei NASA und Co. weitergeht, denn ewig kann man mit diesen Shuttles nicht mehr weitermachen.

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  • blueflash
    antwortet
    vlt. ist es einfach eine gute, alte air force tradition?

    ich würde aber eher auf alte technik tippen. wie bei der bw: was funktioniert wird weiterverwendet.

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  • FirstBorg
    antwortet
    Was mir grad so in den Sinn kommt.... wieso ist der Funk von den Shuttles so schlecht? Da versteht man doch kaum was wenn man nicht dran gewöhnt ist...
    warum bauen die nicht einen Funk ein, der bessere Audioqualität hat?

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  • T'hya
    antwortet
    Yes, done. Sah wirklich toll aus, wie aus dem kleinen Lichtpunkt langsam ein Shuttle wurde.

    @blueflash
    Sowas kann ja mal wieder nur von einer männlichen Lebensform kommen.

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