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Verhütung und biologische Evolution

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    Verhütung und biologische Evolution

    In einem interessanten Chat-Gespräch habe ich über die Theorie, dass sexuelle Verhütung den Mensch unter Umständen fruchtbarer machen kann, da die biologische Evolution ja schließlich negative Umwelteinflüsse kompensiert, sinniert.

    Hier mal ein paar Chat-Teile von mir (PS: Rechtschreibung nachträglich korrigiert, andere Usernamen verändert.):

    Vorgeschichte:
    SPOILER
    User 1: Männer sterben eh mal aus, das liegt schon auf der Hand.
    McWire82: Naja, es gibt viele Faktoren:
    McWire82: Geringere Lebenserwartung, höhere Kindersterblichkeit
    McWire82: und das wichtigste... Männer werden in Kriegen verheizt...
    McWire82: sollte man mal mit aufhören
    McWire82: Es hat auch Vorteile, wenn es nur noch ein Geschlecht gibt... keine getrennten Toilleten mehr^^
    McWire82: keine Emanzipationsschlachten
    User 1: joar das hat ja schon mal was...
    McWire82: keine Frauenquote
    McWire82: müsste die Natur nur noch die Fortpflanzung etwas umstellen
    McWire82: dann geht es auch ohne Mann
    User 1: das wäre dann das aus für die verhütungsproduzierende Industrie^^
    McWire82: bei Amphibien und Schnecken können z.B. Individuen das Geschlecht im Laufe des Lebens tauschen
    McWire82: das wäre doch cool... die ersten 40 Jahre als Frau und die restlichen als Mann
    McWire82: Es wäre auch möglich, dass eine Frau schon mit teilungsfähigen Eizellen geboren wird und und ohne Zeugungsakt schwanger werden kann.
    McWire82: selbst dafür gibt es eine biologische Schablone
    McWire82: ohne Sex Kinder bekommen.. Sex nur noch für den Spaß
    McWire82: das würde unsere Einstellung dazu auf den Kopf stellen
    User 1: noja, is es denn heute so anders mit dem Sex?
    McWire82: Naja, es schwingt immer die unbewusste Angst mit, dass die Verhütung nicht klappt.


    McWire82: und mal ehrlich, Verhütung ist ziemlich unnatürlich und typische Zivilisationserscheinung
    McWire82: ...das hat die Natur soo nicht vorgesehen
    User1: Klar, aber andererseits wenn ein Pärchen mal ein Kind möchte, kannst ja ewig dauern nachdem die Frau die Verhütungsmittelchen absetzt.
    McWire82: Das Problem hätte man ohne Pille nicht.
    User2: @ McWire82: Es ist nicht nur die Verhütung, die das Kinderkriegen erschwert, es sind noch Nikotin, Alkoholgenuss, und stressbedingt, dass es nicht klappt.
    McWire82: Wenn ich mir so die Evolutionsentwicklung ansehe, habe ich fast die Befürchtung, dass die Menschen irgendwann resistent werden könnten.
    McWire82: Die Natur wird diese künstliche Hormonzugabe irgendwann versuchen zu kompensieren um den alten Zustand wiederherzustellen...
    McWire82: ...dann werden die Menschen überfruchtbar.
    McWire82: Eine Tendenz ist schon zu erkennen,
    McWire82: es gibt schon 9-jährige schwangere Kinder.
    McWire82: Das gabs vor 2000 Jahren noch nicht.
    McWire82: Die Pubertät verlagert sich vor, um unsere ungesunden Einflüsse zu kompensieren.
    McWire82: Ich will Verhütung nicht schlecht reden, aber aus meiner darwinistischen Sicht dürfte man damit eine ungewollte evolutionäre Entwicklung in Gang setzen,
    McWire82: die dazu führt, dass Menschen immer früher fruchtbar werden
    McWire82: und immer resistenter gegen die Hormone werden.
    McWire82: Wir schaden ja damit (Anmerkung des Autors: mit der Verhütung) absichtlich unsere eigene Fortpflanzung, einen Grundpfeiler allen Lebens.
    McWire82: Jede Lebensform versucht sich dann anzupassen und seine Arterhaltung zu sichern.
    User1: Wenn es so weiter geht, ist das mit der Resistenz gar ned so abwegig, sind ja eh schon genug weibliche Hormone im Grund- und Trinkwasser.
    McWire82: Ein Pille oder ein Supervulkan ist aus darwinistischer Sicht einfach nur ein Umwelteinfluss, der die Entwicklung anregt..
    McWire82: ..ob wir uns selbst schaden oder in widriger Umgebung leben,
    McWire82: macht für unsere Biologie keinen unterschied.
    McWire82: Anpassung ist die logische Folge.
    McWire82: Selbst rationale Enthaltung ist eine Sache, die sich von der Biologie ausgleichen lässt..
    McWire82: ..dann werden die Menschen mit der Zeit halt immer emotionaler und triebgesteuerter.
    McWire82: ^^
    User1: uh uh uh^^
    McWire82: Der einzig sichere weg sind Kondome, weil gegen mechanische Barrieren kann die Natur nicht viel ausrichten.
    User1: Dann bekommen Männlein und Weiblein halt Allergie auf Latex..... = Natur hat sich gewehrt.
    Nachsatz:
    McWire82: Ich finde dahingehend das Konzept der Vulkanier aus Star Trek interessant:
    McWire82: Das sind absolut gefühlskalte rationale Wesen,
    McWire82: aber alle 7 jahren überkommt sie der sogenannte "Pon Farr"
    McWire82: d.h. sie verlieren solange ihre rationalen Sinne, bis der Paarungsprozess vollzogen wurde,
    McWire82: danach sind sie wieder völlig normal.
    McWire82: Das ist dann sozusagen eine neurologische Regulation der rationalen Enthaltsamkeit und damit auch eine Folge biologischer Evolution.
    Bin auf eine weiterführende Diskussion gespannt.
    Mein Profil bei Memory Alpha
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    Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

    #2
    Entwicklung wäre nur dann denkbar , wenn die Fortpflanzungsmerkmale ''Interessant'' erscheinen für Geschlechtspartner...

    Da der Mensch aber relativ gleiche Merkmale bevorzugt denke ich mal werden die Menschen auch in 100.000 Jahren nicht wesentlich anders aussehen - im Weiteren hat jede Kultur gewisse Besonderheiten und so wird auch die Rassenspezifikation sich kaum ändern (zumal ich denke dass die Menschen schon immer ähnliche Partner bevorzugten und Rassenmischung nur in Notfällen angewandt wurde - der Mensch ist genetisch zu stabil um sich mit ''Tieren'' und Menschenaffen zu mischen und die Auslese sorgt immer für den Ausgleich...)

    Die Zukunft des Menschen wird also nicht anders verlaufen seit dem ''Schöpfungsdatum'' - nur dass jetzt kein Gott mehr ein Mitspracherecht besitzt....
    Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
    Also sprach Zarathustra (nietzsche)

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      #3
      Zitat von avatarius+solarius Beitrag anzeigen
      Entwicklung wäre nur dann denkbar , wenn die Fortpflanzungsmerkmale ''Interessant'' erscheinen für Geschlechtspartner...

      Da der Mensch aber relativ gleiche Merkmale bevorzugt denke ich mal werden die Menschen auch in 100.000 Jahren nicht wesentlich anders aussehen - im Weiteren hat jede Kultur gewisse Besonderheiten und so wird auch die Rassenspezifikation sich kaum ändern (zumal ich denke dass die Menschen schon immer ähnliche Partner bevorzugten und Rassenmischung nur in Notfällen angewandt wurde - der Mensch ist genetisch zu stabil um sich mit ''Tieren zu mischen und die Auslese sorgt immer für den Ausgleich...)
      Aber Frauen die hormonresistent werden, bekommen automatisch mehr Kinder und so wird dieses Merkmal recht schnell in die nächste Generation verbreitet, sodass chemische Verhütungsmitteln irgendwann unwirksam werden könnten.
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        #4
        1. Verhütung ist durchaus natürlich. Es würde die Überlebenschancen immens drücken, würde eine Frau permanent gebären. Üblicherweise geht die Fruchtbarkeit während der Stillzeit stark zurück, so dass die nächste Schwangerschaft erst dann eintritt, wenn der letztgeborene Nachwuchs selber laufen kann (bei Nomaden ein Muß).

        2. Biologische Evolution wird kultureller Evolution immer hinterhängen. D.h selbst wenn "Mutter Natur" versuchen würde, die Pille zu neutralisieren, käme nur um so schneller die Nachfolge-Pille auf den Markt.

        3. Wieso sollte eine Resistenz gegen die Pille einen Selektionsvorteil bieten? Wer kein Kind möchtet, steigt einfach auf eine andere Verhütungsmethode um oder treibt später ab. So oder so, die Gene werden nicht weitergegeben.
        I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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          #5
          Natürlich ändert sich alles mit der Technik des Menschen - früher sorgte die Natur für den Ausgleich - bekommen Frauen mehr Kinder (und diese Kinder erreichen da fortpflanzungfähige Alter) ändert sich vieles.....

          Aber es entstehen trotzdem keine ''Supermenschen'' denn wer sich in der Tier- und Pflanzenzucht auskennt weiß dass es zu genetischen Defekten führt bis hin zur Degeneration und Erlöschen dieses Fehlerhaften Systems .

          Das Ergebnis dieser hormonellen Übersteuerung führt zudem zur ''Verweiblichung'' der Individuen und ist auf Dauer nicht überlebensfähig !

          Trotzdem ist deine Theorie für mich sehr interessant....
          Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können.
          Also sprach Zarathustra (nietzsche)

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            #6
            Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
            1. Verhütung ist durchaus natürlich. Es würde die Überlebenschancen immens drücken, würde eine Frau permanent gebären. Üblicherweise geht die Fruchtbarkeit während der Stillzeit stark zurück, so dass die nächste Schwangerschaft erst dann eintritt, wenn der letztgeborene Nachwuchs selber laufen kann (bei Nomaden ein Muß).

            2. Biologische Evolution wird kultureller Evolution immer hinterhängen. D.h selbst wenn "Mutter Natur" versuchen würde, die Pille zu neutralisieren, käme nur um so schneller die Nachfolge-Pille auf den Markt.

            3. Wieso sollte eine Resistenz gegen die Pille einen Selektionsvorteil bieten? Wer kein Kind möchtet, steigt einfach auf eine andere Verhütungsmethode um oder treibt später ab. So oder so, die Gene werden nicht weitergegeben.
            2.) Darin stimme ich mit dir im Falle des Menschen vollkommen überein.

            1.) Das ist aber mit modernen Verhütungsmitteln nur bedingt vergleichbar, da diese ja lebenslänglich wirken sollen. Im Extremfall wollen einige Menschen ja gar keinen Nachwuchs.

            3.) Frauen mit Resistenz bekommen mehr ungeplante Kindern und diese Kinder haben auf jeden Fall das genetische Resistenzmerkmal. Es wird sich trotzdem verbreiten. Nicht sehr schnell, aber immerhin.
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            Even logic must give way to physics. / Sogar die Logik muss sich der Physik beugen. -- Captain Spock, 2293

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              #7
              habe gestern nochmal den film "ideocracy" gesehen und finde deren ansatz zum thema sehr realistisch: die natürliche auslese im sinne der evolution findet heutzutage zumindest in der industriellen welt statt, indem gerade die sich am meisten forpflanzen, die einfach zu doof sind, zu verhüten.

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