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Überleben auf fremden Welten - biologische, technische und ethische Herausforderungen

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    #46
    Erstmal, wenn du doppelt so viel wiegst wie du solltest halten das deine Gelenke nicht auf dauer durch. Es gibt keine so schweren Menschen ohne Beschwerden.
    Du machst dir wahrscheinlich nicht klar wie fett doppeltes Gewicht wirklich ist.

    Zweitens geht es eben nicht nur um das Gewicht, sondern auch ums Kreislaufsystem.

    Drittens ist es sehr zweifelhaft ob Babys 2G jemals überleben könnten, auch wenn sie noch so toll angepasste Eltern haben. Damit ist deine Selektion dann auch schon hinfällig.

    Außerdem ist es, wie xanrof schon sagte, im höchsten Maße unethisch. Dazu kommt noch, dass es unwirtschaftlich wäre. Wer würde denn 100 Generationen warten wollen, bis sich so eine Kolonie vielleicht mal etabliert hat?

    Da ist direkte Genmanipulation viel sinniger und auch einfacher.
    Disclaimer: Meine Post sind meist nicht als Absolute zu vestehen, sondern sollen nur einen weiteren Blickwinkel bieten.
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      #47
      Zitat von Slowking Beitrag anzeigen
      Erstmal, wenn du doppelt so viel wiegst wie du solltest halten das deine Gelenke nicht auf dauer durch. Es gibt keine so schweren Menschen ohne Beschwerden.
      Du machst dir wahrscheinlich nicht klar wie fett doppeltes Gewicht wirklich ist.
      Es gibt Menschen, die bei 1,70 m 50 kg wiegen und Menschen, die bei dieser Größe 100 kg wiegen und kein Problem haben. Das kann ich dir garantieren. Auch bei 120 kg noch nicht.

      Du musst mit diesem Übergewicht ja auch keine 100 Jahre alt werden, nur musst nur alt genug für Fortpflanzung und zum groß ziehen deiner Kinder werden.

      Zweitens geht es eben nicht nur um das Gewicht, sondern auch ums Kreislaufsystem.
      wo siehst du da ein Problem? Der Kreislauf funktioniert definitiv bei 2g. Da hat kein Astronaut und kein Jetpilot Probleme im Training, nicht mal am Anfang.

      Drittens ist es sehr zweifelhaft ob Babys 2G jemals überleben könnten, auch wenn sie noch so toll angepasste Eltern haben. Damit ist deine Selektion dann auch schon hinfällig.
      du schreibst "zweifelhaft", hast also keine Belege, und behauptest schon, meine Selektion sei hinfällig? Was ist das denn bitte für ein Argument? Babys überstehen Stürze aus mehreren Metern oft völlig unbeschadet und da wirken oft mehr als 2g Verzögerung. Trau den kleinen Rackern doch ruhig mal was zu.

      Außerdem ist es, wie xanrof schon sagte, im höchsten Maße unethisch. Dazu kommt noch, dass es unwirtschaftlich wäre. Wer würde denn 100 Generationen warten wollen, bis sich so eine Kolonie vielleicht mal etabliert hat?

      Da ist direkte Genmanipulation viel sinniger und auch einfacher.
      Und wie ich bereits zweimal schrieb ist Ethik in diesem Gedankenexperiment nicht maßgebend, weil a) keine Versuche durchgeführt werden und b) keine Alternative besteht (in diesem Gedankenexperiment).

      Wirtschaft ist in einer Kolonie ohnehin immer uninteressant. Wenn Menschen in so einer Kolonie anfangen, kapitalistisch zu denken, haben sie keine Chance mehr.
      Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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        #48
        ja, es ist ein Gedankenexperiment.

        Der Kreislauf funktioniert definitiv bei 2g. Da hat kein Astronaut und kein Jetpilot Probleme im Training, nicht mal am Anfang.
        zum Punkt g-Belastung:
        • Jetpiloten haben viel hoehere g-Belastungen zwar haeufig, aber nur fuer Sekunden. Der Koerper kann sich dazwischen erholen
        • Astronauten haben hoehere g-Belastungen von ca 3g beim Start, aber das sind nur ein paar Minuten, danach ''Erholung''.

        => Es geht hier aber um Stunden, Tage, Monate, Jahre. Daher passt der Vergleich mit Piloten+Astronauten nicht. Es gibt IMHO noch keine Langzeiterfahrungen, die laenger als 1-2 Stunden gehen (Zentrifugentraining).

        Es gibt Menschen, die bei 1,70 m 50 kg wiegen und Menschen, die bei dieser Größe 100 kg wiegen und kein Problem haben. Das kann ich dir garantieren. Auch bei 120 kg noch nicht.
        zum Punkt ''Gewicht'':
        das spielt hier keine Rolle. Ja, ich stimme dir zu: was die Abnutzung der Gelenke angeht, mag eine 2g-Dauerbelastung vielleicht aehnlich wirken wie eine Verdoppelung der Koerpermasse. Das kann man ueberleben. Aber was bringt das, wenn das Herz nicht mitspielt.
        Der Punkt ist, dass die hoehere Gravitation das Blut nach unten zieht. Das muss das Herz kompensieren - und zwar nach spontanem Einsetzen der vollen Belastung (=Landung auf dem Planeten), die von nun an ueber Wochen-Jahre anhaelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Herzmuskel diese Belastung auf Dauer aushaelt.
        Ausserdem gibt es ja noch weitere Organe und Fluessigkeiten im Koerper.

        ( OT: Gibt es hier eigentlich keine Mediziner, die mal was schreiben koennten? )

        Babys überstehen Stürze aus mehreren Metern oft völlig unbeschadet und da wirken oft mehr als 2g Verzögerung. Trau den kleinen Rackern doch ruhig mal was zu.
        Der Vergleich passt gar nicht.
        Ein Sturz (=Aufprall) ist wieder nur eine sehr kurze Belastung. Verletzungen und Todesfolgen entstehen meist durch die Kollision (mit dem Boden). Ein Beispiel ist das Schaedel-Hirn-Trauma: wenn das Gehirn durch die (negative) Beschleunigung an die Schaedel-Innenwand geschleudert wird. So ein Aufprall verursacht jedoch sehr viel groessere (negative) Beschleunigungen als 2 g.

        Und wie ich bereits zweimal schrieb ist Ethik in diesem Gedankenexperiment nicht maßgebend, weil a) keine Versuche durchgeführt werden und b) keine Alternative besteht
        zu a) Es ist sehr wohl ein ''Versuch'', wenn man plant, auf einem Planeten zu landen, aber nicht genau weiss, wie sich das -auf Dauer bzw. bei Dauerbelastung- auf den Koerper auswirkt oder wieviel Leute an den unmittelbaren Folgen sterben werden.
        zu b) Es gibt sehr wohl eine Alternative: nicht zu landen!
        => Auf einem fremden Planeten zu landen und dabei in Kauf zu nehmen, dass eine unbekannte Anzahl von Menschen als unmittelbare Folge sterben, finde ich schon unethisch - selbst, wenn eine Einwilligung der Betroffenen vorliegt. Russisches Roulette ist auch unethisch - selbst, wenn alle freiwillig mitmachen.

        Und ja, eine eventuelle Notlandung ist natuerlich kein Experiment und auch nicht unethisch

        Deinem letzten Satz stimme ich allerdings zu:
        Wenn Menschen in so einer Kolonie anfangen, kapitalistisch zu denken, haben sie keine Chance mehr.
        Zuletzt geändert von xanrof; 25.01.2013, 00:08.
        .

        Kommentar


          #49
          Zitat von Spocky Beitrag anzeigen
          Es gibt Menschen, die bei 1,70 m 50 kg wiegen und Menschen, die bei dieser Größe 100 kg wiegen und kein Problem haben. Das kann ich dir garantieren. Auch bei 120 kg noch nicht.
          Wenn Menschen dir erzählen, dass sie mit so einem Übergewicht noch keine Gelenkprobleme haben, sind sie entweder unter 25 oder sie lügen dich an.

          Du musst mit diesem Übergewicht ja auch keine 100 Jahre alt werden, nur musst nur alt genug für Fortpflanzung und zum groß ziehen deiner Kinder werden.
          Yay tolles Leben. Wer würde denn freiwillig unter solchen Vorraussetzungen hier Kolonist werden wollen. Oder willst du die Menschen zwingen?

          wo siehst du da ein Problem? Der Kreislauf funktioniert definitiv bei 2g. Da hat kein Astronaut und kein Jetpilot Probleme im Training, nicht mal am Anfang.
          Siehe xanorf

          du schreibst "zweifelhaft", hast also keine Belege, und behauptest schon, meine Selektion sei hinfällig? Was ist das denn bitte für ein Argument? Babys überstehen Stürze aus mehreren Metern oft völlig unbeschadet und da wirken oft mehr als 2g Verzögerung. Trau den kleinen Rackern doch ruhig mal was zu.
          Jo Lebewesen die plötzlich sterben (plötzlicher Kindstod) wenn man sie falsch hin legt überstehen bestimmt das doppelte der Gravitation. Ich mein wir könnten das natürlich wissenschaftlich belegen indem wir ein Baby für ein paar Tage in eine Zentrifuge packen, aber das wäre eben wieder im höchsten Maße unethisch, weil jeder weiß was dabei passieren würde.


          Und wie ich bereits zweimal schrieb ist Ethik in diesem Gedankenexperiment nicht maßgebend, weil a) keine Versuche durchgeführt werden und b) keine Alternative besteht (in diesem Gedankenexperiment).
          Menschen auf einem Hoch-G Planeten rauszuschmeißen ohne sich vorher der Auswirkungen bewusst zu sein ist also "kein Versuch". Interessante Definition. Dann schmeiß ich dich demnächst mal in den Reaktorblock von Fukushima. Ist ja nicht unethisch, weil ich keine Versuche durchführe.

          Wieso besteht denn bitte keine Alternative in diesem Gedankenexperiment? Wir verändern heute schon Gene von ausgewachsenen Menschen. Von interstellarer Raumfahrt sind wir noch ewig weit entfernt. Bis dahin können wir die entsprechenden Gene mit Leichtigkeit anpassen und müssen uns nicht auf deine verquere Auslegung von Selektion verlassen.

          Wirtschaft ist in einer Kolonie ohnehin immer uninteressant. Wenn Menschen in so einer Kolonie anfangen, kapitalistisch zu denken, haben sie keine Chance mehr.
          Ich sagte wirtschaftlich, nicht kapitalistisch. Gerade auf einer neuen Kolonie muss man gut haushalten. Ansonsten stirbt man nämlich.
          Disclaimer: Meine Post sind meist nicht als Absolute zu vestehen, sondern sollen nur einen weiteren Blickwinkel bieten.
          "Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!" - Alte Volksweisheit
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            #50
            Ich denke, die Vergleiche, die bisher gemacht wurden, sind ungeeignet, um die Frage zu beantworten, ob der Mensch 2 Ge langfristig überleben würde.

            Jetpiloten, Astronauten, Stürze etc. sind sehr kurzzeitige Belastungen und deshalb nicht vergleichbar. Menschen können kurzzeitig ja auch deutlich mehr aushalten (bis zu 20 Ge, IIRC).

            Doppeltes Körpergewicht ist auch keine gute Analogie für 2 Ge: Höchstens in Bezug auf die Gelenke, die dieses Gewicht tragen müssen. Aber die physiologische Belastung geht ja weiter: Das Herz muss für die Überwindung der Höhe zwischen Füssen und Kopf deutlich stärker schlagen (potentielle Energie E_pot = mgh, dh, es braucht doppelt so viel Energie um die gleiche Menge Blut auf dieselbe Höhe zu transportieren).

            So gesehen wären 2 Ge vielleicht mit der Verdoppelung aller Höhen gleichzusetzen. Z.B. also ein Mensch, der doppelt so gross ist wie der durchschnittliche Mensch - wäre das Herz eines 3.6 m grossen Menschen in der Lage, ihn langfristig am Leben zu erhalten? Das kann ich nicht beantworten.

            Es gäbe noch weitere Dinge zu beachten: Knochen wären (proportional) zerbrechlicher (weil deren Stärke im Quadrat zur Länge zunimmt, die Belastung - das Gewicht - aber mit der dritten Potenz zur Länge), Stürze also gefährlicher. Alle Höhenunterschiede müssen als "doppelt so hoch" angenommen werden, der menschlichen Intuition bei der Bewegung dürfte nicht mehr vertraut werden: also nichts da mit locker über eine Mauer springen!

            Eine mögliche Gegenmassnahme, die die Kolonisten treffen könnten, wäre regelmässiges Liegen. Quasi das Gegenteil von Sport unter Schwerelosigkeit. Im Liegen wird das Herz deutlich entlastet. Vielleicht würde man im Liegen essen, arbeiten, reisen, etc. Vielleicht wäre ein doppelt so lange Liegezeit als unter 1 Ge ein guter erster Ansatz, um die Belastung in etwa gleich zu halten.

            Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass der menschliche Körper mit solchen Anpassungen auch langfristig klarkommen könnte, aber gesichert ist es auf keinen Fall.

            Der einzige Ort im Sonnensystem, wo man das ganze übrigens eines Tages ausprobieren könnte, wäre ein Ballon in der Jupiteratmosphäre. Dort herrschen 2.6 Ge. Saturn, Uranus und Neptun haben "Oberflächen"-Beschleunigungen (dh, auf dem 1-bar Level ihrer Atmosphäre) von ca. 1 Ge (ganz interessant und praktisch, wie ich finde: in unserem Sonnensystem gibt es also ganze fünf Welten mit ca. 1 Ge-"Oberflächen"!).
            Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
            Final-frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

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              #51
              Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
              ja, es ist ein Gedankenexperiment.


              zum Punkt g-Belastung:
              • Jetpiloten haben viel hoehere g-Belastungen zwar haeufig, aber nur fuer Sekunden. Der Koerper kann sich dazwischen erholen
              • Astronauten haben hoehere g-Belastungen von ca 3g beim Start, aber das sind nur ein paar Minuten, danach ''Erholung''.

              => Es geht hier aber um Stunden, Tage, Monate, Jahre. Daher passt der Vergleich mit Piloten+Astronauten nicht. Es gibt IMHO noch keine Langzeiterfahrungen, die laenger als 1-2 Stunden gehen (Zentrifugentraining).
              4g hab auch ich schon über mehrere Minuten ausgehalten und war dabei sogar durchaus in der Lage, mich aktiv und recht gut zu bewegen. Das waren nur Beispiele


              zum Punkt ''Gewicht'':
              das spielt hier keine Rolle. Ja, ich stimme dir zu: was die Abnutzung der Gelenke angeht, mag eine 2g-Dauerbelastung vielleicht aehnlich wirken wie eine Verdoppelung der Koerpermasse. Das kann man ueberleben. Aber was bringt das, wenn das Herz nicht mitspielt.
              Der Punkt ist, dass die hoehere Gravitation das Blut nach unten zieht. Das muss das Herz kompensieren - und zwar nach spontanem Einsetzen der vollen Belastung (=Landung auf dem Planeten), die von nun an ueber Wochen-Jahre anhaelt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Herzmuskel diese Belastung auf Dauer aushaelt.
              Ausserdem gibt es ja noch weitere Organe und Fluessigkeiten im Koerper.

              ( OT: Gibt es hier eigentlich keine Mediziner, die mal was schreiben koennten? )
              wie gesagt, es gibt Menschen, deren Herz-Kreislauf-System von sich aus kräftiger ist (höherer Blutdruck). Solche Menschen wären da sogar im Vorteil. Hier auf der Erde leben solche Menschen selbst unbehandelt über Jahrzehnte. Mein Opa wurde so 78.

              Ich nehme an, Mediziner haben nicht genug Zeit hierfür. Das Forum hatte mal einen Mediziner, der sogar Admin war und zwischenzeitlich sogar das Forum geleitet hatte, aber seit der fertiger Arzt ist, war der hier so gut wie nicht mehr zu sehen.

              zu a) Es ist sehr wohl ein ''Versuch'', wenn man plant, auf einem Planeten zu landen, aber nicht genau weiss, wie sich das -auf Dauer bzw. bei Dauerbelastung- auf den Koerper auswirkt oder wieviel Leute an den unmittelbaren Folgen sterben werden.
              zu b) Es gibt sehr wohl eine Alternative: nicht zu landen!
              => Auf einem fremden Planeten zu landen und dabei in Kauf zu nehmen, dass eine unbekannte Anzahl von Menschen als unmittelbare Folge sterben, finde ich schon unethisch - selbst, wenn eine Einwilligung der Betroffenen vorliegt. Russisches Roulette ist auch unethisch - selbst, wenn alle freiwillig mitmachen.
              Angenommen, du hast versorgungstechnisch keine Alternativen als eine Landung auf diesem Planeten. Natürlich kannst du eventuell die Schwächeren zunächst zurücklassen, aber wenn du keinen Treibstoff rankriegst, um auch die Bevölkerung in der Umlaufbahn zu versorgen, dann ist es ethisch noch bedenklicher als sie ihnen auf dem Planeten wenigstens die Chance zu geben, zu überleben.

              Und ja, eine eventuelle Notlandung ist natuerlich kein Experiment und auch nicht unethisch
              jo

              Zitat von Slowking Beitrag anzeigen
              Wenn Menschen dir erzählen, dass sie mit so einem Übergewicht noch keine Gelenkprobleme haben, sind sie entweder unter 25 oder sie lügen dich an.
              Du nennst mich unethisch und erzählst mir, ich hätte keine Vorstellung, wie "fett" solche Menschen sind.

              Dann erzähl ich dir mal was. Ich wiege 110 kg bei 1,73 m und ich kann dir sehr wohl erzählen, dass man auch mit 36 Jahren keinerlei Gelenkprobleme haben muss und dass mir ärztlich bescheinigt wurde, dass bei diesem Gewicht auch noch nicht mit Gelenkproblemen zu rechnen ist. Übrigens hatte mein dünner Bruder schon eine Miniskus-OP.

              Du hast dich sowas von disqualifiziert für diese Diskussion, mein Freund.


              Yay tolles Leben. Wer würde denn freiwillig unter solchen Vorraussetzungen hier Kolonist werden wollen. Oder willst du die Menschen zwingen?
              Du willst mich nicht verstehen, hab ich Recht? Ich spreche davon, dass es evtl. keine Alternative gibt.


              Jo Lebewesen die plötzlich sterben (plötzlicher Kindstod) wenn man sie falsch hin legt überstehen bestimmt das doppelte der Gravitation. Ich mein wir könnten das natürlich wissenschaftlich belegen indem wir ein Baby für ein paar Tage in eine Zentrifuge packen, aber das wäre eben wieder im höchsten Maße unethisch, weil jeder weiß was dabei passieren würde.
              das will auch keiner. Dennoch sage ich, dass das eben nicht bei jedem Baby passiert.


              Menschen auf einem Hoch-G Planeten rauszuschmeißen ohne sich vorher der Auswirkungen bewusst zu sein ist also "kein Versuch". Interessante Definition. Dann schmeiß ich dich demnächst mal in den Reaktorblock von Fukushima. Ist ja nicht unethisch, weil ich keine Versuche durchführe.

              Wieso besteht denn bitte keine Alternative in diesem Gedankenexperiment? Wir verändern heute schon Gene von ausgewachsenen Menschen. Von interstellarer Raumfahrt sind wir noch ewig weit entfernt. Bis dahin können wir die entsprechenden Gene mit Leichtigkeit anpassen und müssen uns nicht auf deine verquere Auslegung von Selektion verlassen.
              Dann zeig mir bitte, wo erfolgreich die gesamten Gene eines erwachsenen Menschen verändert wurden...


              Ich sagte wirtschaftlich, nicht kapitalistisch. Gerade auf einer neuen Kolonie muss man gut haushalten. Ansonsten stirbt man nämlich.
              Natürlich haushalten die.

              @ Bynaus: Ich sag natürlich nicht, dass das ein idealer Lebensort ist, auf dem die Menschen genauso gut leben können, wie auf der Erde. Es geht nur darum, dass sie lange genug überleben müssen,, um die Erhaltung der Kolonie zu sichern.

              Wahrscheinlich werden auch kleinere Menschen weniger Probleme haben als große.

              Den Ansatz mit dem mehr Liegen find ich klasse - und damit mein ich nicht aus Bequemlichkeit, sondern als Denkansatz, der die Diskussion voran bringt.

              P.S.: Vielleicht ist es an der Zeit, diese Diskussion auszulagern, weil sie sich doch schon recht weit vom eigentlichen Thema entfernt hat. Oder seid ihr anderer Meinung?
              Zuletzt geändert von Spocky; 25.01.2013, 07:46.
              Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
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                #52
                Die längere Liegezeit zur Entlastung von Herz und Kreislauf würde allerdings bei 2 G die Dekubitusgefahr erheblich erhöhen. Als Ausgleich könnte man Wechseldruckmatratzen einsetzen.
                Aber allgemein dürften relativ kleine Menschen mit -nach irdischem Maßstab- Idealgewicht oder einem BMI von ca 18 die beste Lebensqualität haben.
                Blutverdünnende Medikamente könnten auch helfen, allerdings ist das wegen einer Umwelt mit höherer Verletzungsgefahr problematisch.
                Sport, der die Stützmuskulatur födert, wäre schon bei Kindern mehrere Stunden täglich nötig.

                btw: Könnte man die letzten Beiträge in einen neuen Thread "leben auf Exoplaneten" ausgliedern?
                Slawa Ukrajini!

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                  #53
                  Überleben auf fremden Welten - biologische und technische Herausforderungen

                  Zitat von Thomas W. Riker Beitrag anzeigen
                  btw: Könnte man die letzten Beiträge in einen neuen Thread "leben auf Exoplaneten" ausgliedern?

                  Done.
                  Zuletzt geändert von xanrof; 25.01.2013, 19:53.
                  .

                  Kommentar


                    #54
                    Ja, im liegen würde man die Umstände besser aushalten. Will man aber aufstehen, so müsste man vorher seinen Puls entsprechend schon im liegen erhöhen. Wenn man sich dann wieder hinlegen will, darf das Blut nicht in den Kopf schießen. Also müsste man langsam aufstehen und langsam sich wieder hinsetzen.
                    So eine Gesellschaft müsste von Maschinen versorgt werden. Schließlich kann kein Mensch für Nahrung sorgen.
                    Loriot: Kraweel, kraweel. Taub-trüber Ginst am Musenhain, trüb-tauber Hain am Musenginst. Kraweel, kraweel.

                    Kommentar


                      #55
                      Das bedeutet jetzt, wenn ein Mensch auf der Erde zu hohen Blutdruck hat, dann darf er sich auch nicht hinlegen, weil ihm sonst das Blut in den Kopf schießt?

                      Sorry, das ist schlicht und ergreifend falsch. Es gibt durchaus Situationen, wo Menschen einen Blutdruck von über 250 zu 150 haben können. Die können in der Situation einen ganz normalen Tag verbringen, sich hinsetzen, aufstehen, sich hinlegen, mit dem Auto zum Bahnhof fahren, mit der Bahn fahren, den Idioten von der Deutschen Post AG, die ihnen als Beamte gesagt haben "Sie sind nur noch ein Kostenfaktor" und zunächst in Frühpension geschickt haben, um ihnen dann zu sagen, sie sollen für halbes Gehalt wieder eingestellt werden, damit sie weniger Pension zahlen müssen.

                      Ihr macht euch völlig falsche Vorstellungen, was der menschliche Körper aushalten kann.

                      Das das im Dauerzustand über Jahrzehnte natürlich schädlich ist, darüber sind wir uns alle im Klaren, aber der Mensch kommt damit locker, um Kinder großzuziehen.

                      Übergewichtige Menschen haben nach neuesten Studien sogar eine längere Lebenserwartung als normalgewichtige (solange sie nicht fettleibig sind).
                      Übergewichtige leben länger - Mensch - derStandard.at ? Wissenschaft
                      Rettungsring steigert Lebenserwartung: Übergewichtige leben länger als Normalgewichtige - News - FOCUS Online - Nachrichten

                      Sie leiden zwar öfter an bestimmten Krankheiten, aber sterben nicht so oft daran wie Normalgewichtige, wenn sie diese haben. Mein Chef (dünn) wär an seinem Herzinfarkt fast gestorben, mein Vater (dick) hat davon nicht mal was gemerkt.
                      Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                      endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
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                        #56
                        @ Spocky

                        Du vergisst eines bei deinem Beispiel mit adipösen Menschen und das Leben mit 2G.

                        Adipöse Menschen können in der Tat länger überleben, als es medizinisch vohersehbar wäre, aber das hat auch einen Grund. Die Kompensation im Verhalten.
                        Dicke Menschen, ich bin selbst einer, passen sich den erschwerten Bedingungen an, indem sie schlichtweg ihren Energieverbrauch senken. Dieses geschieht u.a. durch Reduzierung der körperlichen Aktivitäten, vom kleinen bis großen Aktionen. Man hat festgestellt, dass zB Atmung und Herzschlag sich verlangsamen mit der Zeit, da es weniger Energie verbraucht. Allerdings ist das mit der Herzfrequenz auf Grund der Gefäßverengungen oft ein tödliches Kompensieren.

                        Mit 2 G zu leben, ohne diese kompensatorischen Aspekte, würde uns in vielen physiologischen und anatomischen Bereichen schädigen und ich zweifel daran, dass der Mensch damit klar kommen würde. Vielleicht über eine ganz langsame Anpassung, das mag sein, aber erst einmal würde die Lebensqualität und -dauer in den Keller gehen.
                        "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
                        DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
                        ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

                        Kommentar


                          #57
                          Warum überlest ihr immer alle dasselbe?

                          Natürlich geht Lebensqualität und -dauer in den Keller, das leugne ich doch gar nicht. Ich sage nur, dass der Mensch lange genug überleben kann, um den Erhalt der Art sicherzustellen. Dass die restlichen Anpassungen dann länger dauern, das steht außer Frage.

                          Und wie oben steht, leben übergewichtige Menschen länger, so lange sie nicht ausgeprägt adipös sind.
                          Für meine Königin, die so reich wäre, wenn es sie nicht gäbe ;)
                          endars Katze sagt: “nur geradeaus” Rover Over
                          Klickt für Bananen!
                          Der süßeste Mensch der Welt terra.planeten.ch

                          Kommentar


                            #58
                            Wie wuerde sich eine drastische Reduzierung der Lebenserwartung auf -sagen wir- 35-40 Jahre auf die Psyche von Exo-Kolonisten auswirken?

                            Das Leben in einer Kolonie mit sehr beschraenkten Entfaltungsmoeglichkeiten ist schon belastend. Dazu kommen die gesundheitlichen Einschraenkungen. Und dann hat Mensch mit ca. 20 Jahren 1-2 Kinder produziert, grossgezogen und auf das Leben vorbereitet. Mit 40 ist schliesslich auch der letzte Spross aus dem Haus - und der Sensenmann steht schon vor der Tuer.

                            Ich bin nicht sicher, ob dieses Lebensmodell signifikant zur Erhaltung der Art beitraegt.

                            Um das Ziel vor Augen, eine Kolonie auf einer neuen Welt zu etablieren, zu realisieren, sollte man vielleicht nicht unbedingt auf einer "Supererde" anfangen.
                            .

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                              #59
                              Zitat von xanrof Beitrag anzeigen
                              Um das Ziel vor Augen, eine Kolonie auf einer neuen Welt zu etablieren, zu realisieren, sollte man vielleicht nicht unbedingt auf einer "Supererde" anfangen.
                              Mal ganz abgesehen von der Schwerkraft wäre das auch sonst eine höchst ungesunde Umgebung. Schon die Auswirkungen auf die Zusammensetzung der Atmosphäre könnten menschlichem Leben im Weg stehen. Immerhin sterben Tiere und Menschen schon bei einem CO2-Partialdruck von nur 10 mbar.
                              "En trollmand! Den har en trollmand!"

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                                #60
                                @Spocky
                                Man kann den Bluthochdruck eines normal großen Menschen nicht mit dem Bluthochdruck vergleichen, den ein 3.60m großer Mensch haben müsste. Die Sache mit dem übergewichtigen Menschen auf der Erde ist auch nur bedingt als vergleich dienlich. Außer der Belastungen der Glieder passt sonst nichts. Wie viel Blut würde sich in den Beinen ansammeln? Das ist mir zwar nicht bekannt aber dass nicht jeder, der etwas länger steht gleich das Bewusstsein verliert bedeutet nicht, dass er das auch unter 2G aushalten könnte. Kurzzeitige Belastungen sagen nicht viel über Dauerbelastung aus.
                                Die Vermehrung halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Es geht dabei nicht nur um das Kind. Es geht auch um die Frau, die das Kind austragen soll. Das Fruchtwasser würde einen doppelt so hohen Druck als auf der Erde verursachen. Ob das eine Schwangere bis zu einer normalen Geburt aushalten kann bezweifle ich.
                                Loriot: Kraweel, kraweel. Taub-trüber Ginst am Musenhain, trüb-tauber Hain am Musenginst. Kraweel, kraweel.

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