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Dune (Villeneuve, 2020)

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    Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
    Ach weißt Du, es geht auch ohne diese Ich-bin-ja-ach-so-kritisch-Attitüde. Vor allem weil man es genausogut als herummäkeln bezeichnen kann.
    Warum sollte ich mich verstellen? Es ist meine Art Filme und Serien zu schauen, ich lege Wert auf diese Dinge. Das kannst du gerne als "herummäkeln" bezeichnen, das kann jeder sehen wie er will.
    Da aber auf meine ganz konkreten Beispiele nicht geantwortet wurde, sondern nur pauschalisiert auf anderen Szenen oder Quellen Bezug genommen wurde, bleiben diese Punkte eben offen. Und an Kernelementen des Films Kritik zu äußern entspricht für mich etwas anderes. Herummäkeln wäre z.B., wenn ich darauf beharren würde, dass alle permanent und konsequent den Sandgang ausführen.

    Der Kampf in der Forschungsstation läuft im Buch etwas anders ab. Erstens ist Duncan nicht allein aus Arrakeen geflohen, sondern hatte eine Handvoll Atreides-Truppen bei sich. Und zweitens befinden die sich schon außerhalb der Tür. Paul, Jessica und Kynes merken erst was los ist, als sie von draußen Kampfgeräusche hören, da ist Duncan schon schwer verletzt und verteidigt als letzter noch den Zugang.

    Und was Yueh angeht: Was hätten die Atreides denn machen sollen, eine Rettungsmission nach Giede Prime starten? So funktioniert das im Dune-Universum nicht, die Heimatplaneten der Hohen Häuser sind praktisch unangreifbar. Deshalb mußte Baron Harkonnen die Atreides auch nach Arrakis locken, auf Caladan hätte er sie niemals erfolgreich besiegen können. Die Atreides hätten Yueh also höchstens ihr Beileid aussprechen können.

    Außerdem war Yueh von Anfang an klar, daß seine Frau längst tot ist. Er wollte es nur sicher wissen und er wollte Rache nehmen. Dazu mußte er jemanden in unmittelbare Nähe des Barons bringen.
    Hier haben wir doch das gleiche, cowboy bebop nennt einige Punkte, die man durchaus kritisieren darf.
    Du kannst diese Handlungen im Film doch nicht durch Buchwissen erklären, oder sogar komplett anders auslegen.
    Wenn Yueh im Buch wusste, dass seine Frau tot und sein ganzer Plan nur Rache war, dann ist das tatsächlich die lächerlichste Racheaktion, die mir jeweils auf der Leinwand begegnet wäre.

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      Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
      Warum sollte ich mich verstellen? Es ist meine Art Filme und Serien zu schauen, ich lege Wert auf diese Dinge.
      Mit solchen Aussagen (nicht der Kritik an sich) spielst Du Dich einfach nur auf. Du bist ja sooo anspruchsvoll, während alle anderen ... ja was genau sind? Simpel? Hirntot?

      Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
      Das kannst du gerne als "herummäkeln" bezeichnen, das kann jeder sehen wie er will.
      Da aber auf meine ganz konkreten Beispiele nicht geantwortet wurde, sondern nur pauschalisiert auf anderen Szenen oder Quellen Bezug genommen wurde, bleiben diese Punkte eben offen. Und an Kernelementen des Films Kritik zu äußern entspricht für mich etwas anderes.
      Nein, wie genau die (Waffen-) Technologie der Filmwelt funktioniert, ist vieles aber definitv kein Kernelement des Films. Solche Dinge muß man einfach hinnehmen, ansonsten wird man nur mit historischen Dokumentationen glücklich. Die Schilde funktionieren so wie der Autor das wollte. Die Funktionsweise wird in der Trainingsszene mit Gurney kurz demonstriert und dann auch ziemlich konsequent durchgezogen. Hier kannst Du aber gerne die Meinung vertreten das wäre nicht deutlich genug geworden. Das wäre eine nachvollziehbare Kritik am Film.

      Was Du aber stattdessen machst ist folgendes: Die Erklärung hast Du scheinbar verpaßt, ziehst stattdessen dein "Hintergrundwissen" über Schutzschilde aus völlig anderen Scifi-Universen heran und behauptest dann, das Gezeigte würde hier keinen Sinn ergeben. Dann spannst Du noch weitere Szenarien auf (warum nicht mehr Projektilwaffen, warum kein allumfassender Giftgaseinsatz ...), läßt weiterführende Erklärungen aus der Vorlage aber nicht gelten.

      Und das ist einfach nur herummäkeln.

      Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
      Hier haben wir doch das gleiche, cowboy bebop nennt einige Punkte, die man durchaus kritisieren darf.
      Du kannst diese Handlungen im Film doch nicht durch Buchwissen erklären, oder sogar komplett anders auslegen.
      Nein, das ist nicht das gleich, Cowboy Bebops Kritik ist für mich nämlich in vielen Teilen nachvollziehbar. Ich habe lediglich versucht zu erklären, wie die Zusammenhänge in der Buchvorlage sind.

      Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
      Wenn Yueh im Buch wusste, dass seine Frau tot und sein ganzer Plan nur Rache war, dann ist das tatsächlich die lächerlichste Racheaktion, die mir jeweils auf der Leinwand begegnet wäre.
      Was genau ist daran lächerlich? Es hätte doch beinahe funktioniert.

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        Naja, ich habe auch kritisiert, warum Yuehs Frau überhaupt erst entfführt werden konnte. Eigentlich müsste die doch sicher mit auf dem Atreides-Planeten leben. Und yo, man kann auch Gefangene gegen andere Gefangene austauschen und muss nicht gleich in den Krieg ziehen. ;P

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          Zitat von cowboy bebop Beitrag anzeigen
          Naja, ich habe auch kritisiert, warum Yuehs Frau überhaupt erst entfführt werden konnte. Eigentlich müsste die doch sicher mit auf dem Atreides-Planeten leben.
          Es wird nie explizit gesagt, aber man bekommt den Eindruck, daß Yueh noch nicht sooo lange in den Diensten der Atreides steht, höchstens ein paar Jahre.

          Überhaupt rekrutieren sich viele hohe Mitglieder des Hauses Atreides aus Leuten, denen von den Harkonnen böse mitgespielt wurde. Gurney ist unter deren Herrschaft aufgewachsen, seine Schwester ist in einem Harkonnen-Truppenbordell ums Leben gekommen. Duncan war Schwertmeister eines kleineren Hauses, welches von den Harkonnen ausgelöscht wurde.

          So ähnlich wird es auch bei Doktor Yueh gewesen sein. Der Herzog vertraut ihm, weil er die Harkonnen offensichtlich von tiefstem Herzen hasst und außerdem ein Suk-Doktor ist. Die wurden psychologisch so lange bearbeitet, bis es ihnen unmöglich ist, Ihrem Arbeitgeber Schaden zuzufügen. Aber mit Yuehs Frau, die ebenfalls eine Bene Gesserit war, hat Baron Harkonnen einen Hebel gefunden, um diese Konditionierung zu brechen.

          Da Suk-Doktoren unter anderem natürlich auch am imperialen Hof dienen, versucht Baron Harkonnen auch, das zu verschleiern, indem er verbreitet, Yueh sei ein "falscher Arzt" gewesen.
          Zuletzt geändert von Stormking; 18.10.2021, 22:38.

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            Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
            Mit solchen Aussagen (nicht der Kritik an sich) spielst Du Dich einfach nur auf. Du bist ja sooo anspruchsvoll, während alle anderen ... ja was genau sind? Simpel? Hirntot?
            In der Tat wundere ich mich manchmal wie gleichgültig Leute über vieles hinweg sehen. Es sind aber meistens auch unterschiedliche Herangehensweisen, wer einfach nur 1,5h ein Filmchen gucken will, den er beim Verlassen des Kinos bereits abhakt und nicht besprechen und diskutieren möchte, dann ist das halt so. Bei mir ist das anders, wenn ich einfach nur konsumiere ohne darüber nach zu denken, ist das für mich verschwendete Lebenszeit.
            Ich denkte nicht, dass Leute sich aufspielen, die gerne Dinge hinterfragen und darüber diskutieren. Das darfst du aber für dich bewerten wie du magst.
            Nein, wie genau die (Waffen-) Technologie der Filmwelt funktioniert, ist vieles aber definitv kein Kernelement des Films. Solche Dinge muß man einfach hinnehmen, ansonsten wird man nur mit historischen Dokumentationen glücklich.
            Völliger Unsinn, wenn ich SciFi gucke und alles so hinnehme wie es jeweils mal gerade ausgelegt wird, dann kannst du 50% der Inhalte dieses Forums hier für immer löschen. Es geht auch nicht um grundsätzliches, es geht um Inkonsistenzen oder eben Logiklöcher.
            Die Schilde funktionieren so wie der Autor das wollte. Die Funktionsweise wird in der Trainingsszene mit Gurney kurz demonstriert und dann auch ziemlich konsequent durchgezogen. Hier kannst Du aber gerne die Meinung vertreten das wäre nicht deutlich genug geworden. Das wäre eine nachvollziehbare Kritik am Film.
            Zum einen war es bei Weitem nicht deutlich genug, zum anderen wird es inkonsequent behandelt. Das ist meine Kritik.
            Was Du aber stattdessen machst ist folgendes: Die Erklärung hast Du scheinbar verpaßt, ziehst stattdessen dein "Hintergrundwissen" über Schutzschilde aus völlig anderen Scifi-Universen heran und behauptest dann, das Gezeigte würde hier keinen Sinn ergeben. Dann spannst Du noch weitere Szenarien auf (warum nicht mehr Projektilwaffen, warum kein allumfassender Giftgaseinsatz ...), läßt weiterführende Erklärungen aus der Vorlage aber nicht gelten.
            Du liest meine Beiträge nicht vollständig, dass mit dem Gift hattest du falsch verstanden, aber egal.

            Sag mir doch einfach wieso der Dart bei 0 km/h ein paar Sekunden lang den Schild nicht durchdringt, dann aber schließlich durchgeht. Mehr wollte ich von Anfang nach nicht wissen.

            Nein, das ist nicht das gleich, Cowboy Bebops Kritik ist für mich nämlich in vielen Teilen nachvollziehbar. Ich habe lediglich versucht zu erklären, wie die Zusammenhänge in der Buchvorlage sind.
            Ich sagte es nun schon mehrfach, ein Film sollte ohne Kenntnisse der Buchvorlage funktionieren.
            Was genau ist daran lächerlich? Es hätte doch beinahe funktioniert.
            Der Erfolg rechtfertigt die Maßnahme? Die Fallen mir gerade ein paar richtig üble Beispiele ein.

            Ich könnte aber auch zwei Seiten auflisten, was an diesem "Plan" dumm war und wieso es absolut unwahrscheinlich war, dass es funktioniert.
            Oder wir machen es kurz und bewerten nur den Film, statt die Buchvorlage heran zu ziehen. Der Typ plante seine Frau zu retten und ging dafür jedes Risiko ein. Rache war nicht seine Hauptmotivation.

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              So früh hätte ich nicht damit gerechnet -> https://www.giantfreakinrobot.com/en...mHP7_BQ5lkcwnc
              Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
              Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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                Sehr fein, das sind echt gute Neuigkeiten.

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                  Giantfreakingrobot ist zwar ne Clickbait-Seite, aber Warner Bros CEO Ann Sarnoff hat auf die Frage, ob es einen zweiten Teil geben wird, geantwortet, dass man auf das Ende des ersten Films schauen soll. Wenn ich mich recht entsinne kommt da eine Title Card Dune: Part One.

                  Will we have a sequel to Dune? If you watch the movie you see how it ends. I think you pretty much know the answer to that,” WarnerMedia Studios and Networks Chair and CEO Ann Sarnoff told Deadline yesterday in a sit-down chat regarding the conglom’s full support of Dune 2.
                  https://deadline.com/2021/10/dune-ma...el-1234859504/

                  Aber solange nicht die Dreharbeiten angelaufen sind heißts weiter Abwarten und Tee trinken.

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                    ‘Dune’ Sequel Set With Denis Villeneuve; Exclusive Theatrical Release For Pic – Deadline

                    https://twitter.com/Legendary/status...58884516466691
                    https://twitter.com/RealChalamet/sta...59611142000641

                    Sehr viel offizieller gehts wohl nicht mehr.

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                      Sehr fein. Freut mich total. Hoffentlich kann das hohe Niveau gehalten werden.

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                        Ich habe zwar den ersten Teil noch immer nicht gesehen, aber das ferut mich total
                        Jede Geschichte hat vier Seiten: Deine Seite, Ihre Seite, die Wahrheit und das, was wirklich geschehen ist.

                        Welten brechen auseinander, Formationen nicht.

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                          Nachdem Dune doch sehr gut in den USA gestartet ist (über 40 Millionen am Startwochenende) kommt jetzt also endlich die offizielle Ankündigung, dass es Dune Part 2 geben wird. Mich freut es, denn Villeneuve hat es verdient, seine großartig angefangene Erzählung auch (hoffentlich) großartig zu Ende zu bringen.

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                            Finde ich auch super! Hab den Film im Kino sehen dürfen und war begeistert. Dabei waren meine Erwartungen schon vorher sehr groß. Aber Villeneuve konnte mich voll überzeugen. Tolle Effekte, grandioses Szenario, gute schauspielerische Leistungen und ein satter Sound zeichnen Dune aus. So kann es im zweiten Teil gerne weitergehen.

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                              Ich finde den Film recht schwach und nur für Dune-Fans verständlich. Wie bereits bei Valerian wurde sehr viel mit der mE. falschen Wahl des Hauptdarstellers verspielt. Man kauft diesem Milchbubi die Rolle nicht ab. So sieht einfach kein Anführer aus, sondern bestenfalls der pseudohomosexuelle Kumpel der eigenen Tochter, der sich nie outen wird. So etwas Borderline-mäßig. Einfach schwach und bestenfalls noch als Psychopath verkaufbar.

                              Die Bilder sind toll und zeitgemäß. Mehr muss man hierzu nicht sagen, denn herausragend war es auch nicht. Als SciFi-Fan war mir bei den Schlachtszenen evtl. etwas zu viel Feuer im Spiel. Womit werden die Raumschiffe da betrieben? Mit Brandbeschleuniger?

                              Die Story ist leider zu abgehackt und trotzdem langatmig. Für Außenstehende kommt nicht wirklich rüber warum das Spice so wertvoll sein soll. Man soll sich die Analogie zum Erdöl so einfach selbst herleiten. Weder ist die Rolle des Kaisers noch der Navigatoren ausreichend erklärt. Die machen einfach ihr Ding im Hintergrund. Immerhin ist jedoch das, was gezeigt wird, sehr nah an den Büchern gehalten.

                              Die Filmmusik von Hans Zimmer ist unterirdisch. Null Wiedererkennungswert. Sogar der Soundtrack der TV-Serien war deutlich besser. Was Hans Zimmer dort verbrochen hat, kann man evtl. noch als New-Age-Hintergrundrauschen bezeichnen.

                              Gut, dass es noch einen zweiten Teil geben wird, so dass man dem ganzen Projekt eine Chance geben kann. Der erste Teil macht jedoch kein sehr gutes Bild.

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                                Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                                Hier haben wir doch das gleiche, cowboy bebop nennt einige Punkte, die man durchaus kritisieren darf.
                                Du kannst diese Handlungen im Film doch nicht durch Buchwissen erklären, oder sogar komplett anders auslegen.
                                Wenn Yueh im Buch wusste, dass seine Frau tot und sein ganzer Plan nur Rache war, dann ist das tatsächlich die lächerlichste Racheaktion, die mir jeweils auf der Leinwand begegnet wäre.
                                Naja, es ist ja nicht so, dass die Bücher nicht auch ihre Schwächen hätten. Yuehs Verrat könnte man evtl. noch als Verzweiflungstat eines verzweifelten Mannes verstehen. Ob das jetzt so ein doller Plan war, sei mal dahingestellt.

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