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[040/041]"Der Maquis"/"The Maquis"

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    #61
    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Es wäre übrigens mal gut, Larkis, wenn du im Gesamtreviewsthread so immer mal deine Staffelschnitte zeigst. Ich kann wegen der ganzen Pausen gar nicht mehr richtig nachvollziehen, wie sehr dir DS9 jetzt eigentlich gefällt/mißfällt.
    Mal schauen, ich drück sowas lieber in Worten aus.

    Aktuell gefällt es mir aber recht gut, komme wegen Reviewschreiben garnicht hniterher.
    www.planet-scifi.eu
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      #62
      Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
      Mal schauen, ich drück sowas lieber in Worten aus.
      Ja, ist mir schon klar, aber trotzdem habe ich einfach den Überblick verloren

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        #63
        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
        Ja, ist mir schon klar, aber trotzdem habe ich einfach den Überblick verloren

        Also aktuell gefällt mir die Serie richtig gut. Hat schln aufgedreht nach der Umzugspause.
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          #64
          Diese Doppelfolge glänzt nicht durch hochkarätige Action oder superspektakuläre Effekte wie manch andere Doppelfolge.
          Dennoch verteile ich fünf Sterne. Die Folge ist spannend, vor allem aber nimmt sie sich Zeit, den Maquis und seine Beweggründe vorzustellen.

          Dukat ist der skrupellose Machtmensch, aber mit durchweg menschlichen Zügen. Er und Sisko kooperieren und verfolgen ein gemeinsames Ziel: Wie sehr sich das Endszenario von DS9 hiervon unterscheidet.

          Major Kira bezeugt vehement ihre Sympathie mit den Rebellen - und geht damit teils zu weit. Sisko agiert hier durchweg konsequent, indem er ihr die Wahrung des Friedens zwischen Föderation und Cardassias als oberste Maxime entgegenhält. Nur gut, dass sich Kira im Verlauf der Serie etwas "erdet": Ihre Schreianfälle besitzen einen hohen Nervfaktor.

          Und Quark? Sein Zusammenspiel mit der Vulkanierin ist köstlich. Er hat hier eine sehr starke Szene, als er mit den Erwerbsregeln für den Frieden plädiert.

          Sowohl er (Waffenhandel!) als auch Dukat wie auch der Maquis-Anführer werden uns hier in einem realitätsnahen Grauton präsentiert. Ich mag das an den politischen Folgen von ST, wenn "gut" und "böse" im Fluss ist.

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            #65
            Teil 1

            Auch mich irritierte der doch eher allzu freundliche Umgang zwischen den beiden Frauen Jadzia und Kira. Man sollte doch annehmen, dass die Story aus „Der Blutschwur“ etwas mehr Gewicht haben sollte. Es muss kein totaler Hass daraus entstehen, nein, so etwas will ich gar nicht, aber durch dieses Gespräch war der Bruch dann doch etwas zu krass.

            Immerhin ist diese Anfangssequenz dann doch ganz gut: Die unverhoffte Explosion eines cardassianischen Frachters in bajoranischem Gebiet ist sicherlich etwas, das direkt mal eine gewisse Grundspannung erzeugt. Auch wenn es nicht die Bajoraner sind: Dass Sisko und Kira die Möglichkeit ansprechen, was weitere Zwischenfälle dieser Art für Bajoraner und Cardassianer bedeuten könnten, ist schon gut und ich hätte gerne mehr von dem gesehen, was die Folge über immer wieder angedeutet wurde: Es gibt da ja eigentlich eine echte Notsituation.

            Statt der großen Notsituation auf der Station sind es dann eher die kleinen Notsituationen des Benjamin Sisko, die wir in dieser Folge erleben: Dukat, der plötzlich mal eben so in Siskos Quartier auftaucht, beispielsweise… es ist toll, wie auch mal die beiden letzten Kommandanten von DS9 – der amtierende und sein Vorgänger – hier ihre Shuttleszene bekommen.

            Aber auch wenn Dukat und Sisko ein tolles Team abgeben: Beim restlichen Drumherum hat man immer das Gefühl, es würde ein Tick zum „Sehr gut“ fehlen. Dass die Nervosität, die eine solche Situation auslöst, nur einmal wirklich dargestellt wird, nämlich in der Szene, in der sich Odo darüber aufregt, wie wenig er dank der Vorschriften überhaupt tun kann, ist schon etwas lasch. Auch die Figur des Cal Hudson ist ganz nett geraten, aber es hätte eben noch „netter“ sein können. Da wird man später noch etwas bessere Marquis-Gegner für Sisko aufbauen.



            Teil 2

            Teil 2 hat schon irgendwie sehr daran zu leiden, dass es innerhalb der Folge merkwürdig viel Hick-Hack gibt. Mal ist Dukat entführt, dann heißt es, er sei für die Waffentransporte verantwortlich gewesen und dann arbeitet er mit Sisko zusammen… und zwischendrin ist da noch die Vulkanierin, die verhört wird, ohne dass es viel bringt… Man wird das Gefühl nicht los, dass da einiges auch gestreckt wurde, damit man einen ganzen Zweiteiler lang Werbung für VOY machen kann.

            Während Dukat in seinem gesamten Spiel (die Szene, als er am Essen ist und Sisko hereinkommt ) überzeugt, auch Nechayew mal vorbeischaut und ein cardassianischer Legat, nachdem ihm eine Gruppe Bajoraner entgegen kam, bemerkt, die Station habe an Charme verloren, wird die Folge auch immer und immer langweiliger. Ich kann es nicht genau erklären – es gibt schon viele Punkte, die eigentlich gut sind – , aber ich wurde irgendwann einmal das Gefühl nicht mehr los, gerade an einem sehr hartnäckigen Kaugummi zu kauen.

            Zu den Höhepunkten gehören Siskos Rede, mit der er sich endgültig auf die Seite Kiras stellt, welche die Marquis-Abtrünnigen ja von vornerein zumindest versteht, und bereits erwähnte Szenen. Absoluter Negativpunkt ist aber für mich jedes Mal das Finale der Folge: Es will mich einfach so gar nicht packen und ich bin jedes Mal froh, wenn es vorbei ist und Hudson verschwindet. Einerseits finde ich es schade, dass er im weiteren Serienverlauf nicht noch einmal auftritt, andererseits bleibe ich dabei: Ein wirklich guter Sisko-Gegenpart war er nicht.

            Auch die Uniform-Thematik, die da zwischen den beiden wieder zum Besten gegeben wurde, hat man IMO in „Das Paradies-Experiment“ besser hinbekommen. Dort war es noch ein richtiger Machtkampf, hier ist es eher ein „Bitte, zieh sie an, für mich“ – „Nöhö, kein Bock mehr!“



            Jetzt aber mal was Allgemeines zur Ehrenrettung dieses Zweiteilers…

            Wie so häufig in dieser Anfangszeit von DS9 (schon merkwürdig, dass man auch eine späte Phase der zweiten Staffel noch als „Anfangszeit“ betitelt ) profitiert diese Doppelfolge, der ich ansonsten 3 Sterne gegeben hätte, auch davon, wenn man mal ein wenig links und rechts zu den anderen ST-Serien schielt. Davor habe ich „Am Ende der Reise“ geschaut, also jene TNG-Folge, in der dieser hier im Thread schon erwähnte Indianerstamm aushandelt, dass er im Territorium der Cardassianer bleiben darf.

            Die am Ende dieser Folge ausgehandelte Einigung zwischen Picard und Gul Evek ist eigentlich ein gutes Ende für die durchaus ansehnliche Folge „Am Ende der Reise“. (Ich habe sie mit 5 Sternen bewertet und würde das auch heute wieder tun, also nicht falsch verstehen mit „Es tut DS9 ganz gut, wenn man mal andere ST-Serien hinzuzieht…“ ) Es ist einfach eine so schön TNG-typische Situation: Es gab ein Problem, es gab eine befriedigende Lösung. Und nun kommt DS9 plötzlich daher mit: Es gab da eine Lösung, ABER… Die von Picard ausgehandelte Lösung mag als Präzedenzfall für all die anderen Kolonien, mit denen sich Sisko nun rumschlagen muss, gedient haben.

            DS9 ist also dann wieder einmal am besten, wenn man sich bewusst macht, wie hier mit seit 7 TNG-Staffeln gehegten und gepflegten Mustern, die sicherlich auch ihre Berechtigung haben, nach und nach gebrochen wird. Sogar die Vulkanier, ansonsten die „Weisesten aller Weisen“ arbeiten hier plötzlich mit Ferengi zusammen und nutzen auch außerhalb des Pon Farrs ihre Weiblichkeit.

            Es ist nicht das erste Mal, dass ein Konflikt über mehrere Folgen hinweg existiert (ich erinnere nur an Worfs Klingonenstory), aber die Modifikation am ST-Universum ist doch dauerhafter. Nach diesem Zweiteiler habe ich dann „Ro Larens Rückkehr“, die vorletzte Folge von TNG geschaut, und das ist besonders toll: Wenn Picard dort am Ende einfach seelenruhig und nachdenklich sitzt und über Ro Laren nachdenkt, gibt es auch keinen weisen Spruch, keine schlauen Worte mehr, die ihm dazu einfallen. Kurz gegen Ende bemerkt TNG, dass es nicht ewig so weitergehen kann wie in TNG. DS9 und die dortigen Verhältnisse zwischen Gut und Böse – Ro Laren ist ja trotz ihrer neuen Mitgliedschaft beim Marquis eindeutige Sympathieträgerin der Folge –, das ist die Zukunft des Alpha-Quadranten.

            Und aus diesem Zweiteiler entspringt ja dann auch VOY, das darf man nicht vergessen. Die Badlands und dort verschwindende Raumschiffe werden erstmals erwähnt. Ein verbindender Charakter ist Gul Evek, der in Folgen aller drei Serien auftaucht, und sehr gerne hätte ich beispielsweise Tuvok oder Chakotay auch bei DS9 gesehen. Die endgültige Staffelübergabe von TNG und DS9 erfolgt teilweise durch Nechayew, die in „Am Ende der Reise“ Picard besucht, hier auf Deep Space Nine Sisko nervt, in „Ro Larens Rückkehr“ ihren letzten TNG-Auftritt hat und in DS9 soweit ich weiß noch einmal in „Die Suche“ auftritt.

            SG1 und SGA haben es niemals auf dieses Maß der Verflechtung geschafft. Das ist bisher doch recht einzigartig und „Der Marquis“ als verbindender Zweiteiler darf nicht einfach mit 3 Sternen davonkommen. Ich gebe ihm, allein wegen dieses Großprojekts, das er darstellt, einen Extrastern.

            4 Sterne

            Ob ich die jetzt als 5 und 3 oder zweimal 4 verteile, weiß ich noch nicht. Tendenziell finde ich den ersten Teil doch besser, aber wirklich um 2 Sterne besser? Egal, das ist hier ja sowieso einmal mehr eine Zusammenlegung des Zweiteilers im Episodenthread.

            P.S.: Trotz der Tatsache, dass ich mich über einen solchen Strang sehr freue, gilt natürlich auch, dass eine Serie als sie selbst irgendwo auch funktionieren sollte. Bei DS9 ist das schon so, denn die meisten Sachen werden auch zusammengefasst und wiederholt. Man bekommt halt nur vieles, bei dem sich die Autoren Mühe gemacht haben, nicht mit. In dieser Folge bekommt man aber weniger nicht nicht mit, als man denkt (ja, die doppelte Verneinung ist richtig): In "Am Ende der Reise" haben die Verhandlungen um die Kolonien zwar angefangen, von einer Entmilitarisierten Zone bekommt man aber auch erst hier mit, obwohl es schon so wirkt, als hätte man da vielleicht etwas verpasst.

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              #66
              Eine recht gelungene Episode!

              Am besten hat mir das Zusammenspiel von Dukat und Sisko gefallen; na ja, "Zusammenspiel". Das gegenseitige Belauern, abschätzen, winzige Zugeständnisse machen, Vertrauen(?!) aufbauen... war ja irgendwie alles drin.
              Das hat mir mit Abstand am besten gefallen.

              Ich gebe
              5 Sterne

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                #67
                Teil 1:

                Zu gerne würde ich so einen Gallamiten sehen. Für die Serie wäre so ein Alien mit einem durchsichtigen Kopf vielleicht etwas zu teuer und aufwendig, aber in einem Kinofilm könnte man so ein exotischen Alien gerne mal reinschreiben. Quark wird mal wieder in Geschäfte verwickelt, welche ihn direkt in die Arrestzelle befördern sollte. Das Umwerben der Vulkanierin war aber recht amüsant.
                Gefallen haben mir die persönlichen Gespräche zwischen Ben Sisko und seinem alten Freund über alte Zeiten. Auch Dukat ist nach dieser Folge interessanter geworden, da sein Charakter um einige Facetten weiterentwickelt wurde.

                4,5*

                Teil 2 :

                Die Fortsetzung war etwas schwächer, aber immer noch unterhaltsam. Admiral Nechayevs Auftritt hätte ruhig etwas grösser ausfallen können. Obwohl die Frau nicht unbedingt sympathisch ist, hat es mich gefreut sie wiederzusehen. Quark ist tatsächlich in der Zelle gelandet, und da sollte er auch ruhig etwas drinbleiben.
                Bin gespannt, wann wir das nächste mal von den Maquis in DS9 hören werden. Es würde mir auch gefallen, wenn wir Calvin wiedersehen würden, aber glaube nicht, dass er wiederkommen wird.

                4*
                Zuletzt geändert von human8; 13.03.2017, 23:51.

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                  #68
                  Der erste Teil gefällt mir etwas besser. Die Szene im Shuttle mit Sisko und Dukat in der beide sich fast schon belauern ist ein kleines Highlight. Das Auftauchen von Admiral Nachejev hat mich überrascht. Positiv wie negativ. Einerseits ist es lobenswert auch auf Charaktere aus Zeiten der TNG zurückzugreifen. Nur verkörpert sie genau den Typus Admiral der so unsympathisch und fernab der gegebenen Realität Befehle erteilt so dass man als Zuschauer nur verständnislos mit dem Kopf schütteln kann. Sie würde sehr gut in die seit vergangenem Freitag erscheinende Serie Picard passen.

                  Im zweiten Teil ist der Hauptaugenmerk auf Siskos Versuche Cal Hudson für die Sternenflotte zurückzugewinnen. Letztendlich erfolglos.
                  Die Inszenierung des Kampfes der Runabouts gegen die Maquisschiffe ist gut gelungen und ich kann mich nicht erinnern so eine Qualität in den ersten beiden Staffeln sonst gesehen zu haben. Erinnert schon fast an die Raumschlachten gegen das Dominion. Aber so richtig fesselnd ist das Ganze nicht. Der Verlauf war zu erwarten.

                  Der Schluss ist nicht versöhnlich sondern eher offen gehalten. Es war der Startschuss für weitere Konflikte. Passt zu DS9.

                  Insgesamt bewerte ich die Doppelfolge mit 4,5 Sternen.

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                    #69
                    Wem gebührt Loyalität: der Pflicht oder der Freundschaft? Eine Interessante Fragestellung! Auch und gerade in Hinblick auf mein eigenes Leben. Deshalb interessierte mich sehr wie DS9 an diese Problematik heranging. Sisko Gesprächsversuche mit seinem Freund sind so lobenswert doch im Ansatz recht einseitig. Er versucht Hudson auf die "richtige" Seite, die der Uniform, zurück zu holen ohne wirklich die Ursache zu begreifen. Das Verteibung oder die Aufgabe der Pflicht des staatlichen (föderalen) Schutzes für Bürger der Föderation tiefes Unrecht ist will sich Sisko einfach nicht eingestehen. Diese Einstellung behält er auch viel später (-> Cdr. Eddington) bei und ist ein kleiner Fleck auf seiner Weste.

                    Nachejev machte auch bei Picard mehr den Eindruck eines politischen Funktionärs als eines Flottenkommandeurs. Irgendwie fand ich die Frau immer suspekt.

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