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[103] "Planet der Männer" / "About A Girl"

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    [103] "Planet der Männer" / "About A Girl"

    US Erstausstrahlung: 21.09.2017 (FOX)
    Deutsche Erstausstrahlung:

    Regie: Brannon Braga

    Handlung:
    Für Bortus und Klyden steht fest: Entsprechend der Kultur der Moclaner muss das Geschlecht ihres weiblichen Nachwuchses geändert werden. Da sich Dr. Claire Finn und Ed gegen den Eingriff an einem gesunden Neugeborenen wehren und zumindest Bortus ein Einsehen hat, wird der Fall vor einem Schiedsgericht auf Moclus geklärt. Bortus hat Kelly als Vertreterin auserkoren, die eine ganz besondere Überraschung aus dem Hut zieht ... (Quelle)
    27
    ****** Die beste Folge aller Zeiten!
    11,11%
    3
    ***** Sehr gute Folge!
    44,44%
    12
    **** Gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    29,63%
    8
    *** Vollkommen durchschnittliche Folge!
    11,11%
    3
    ** Relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    0%
    0
    * Die schlechteste Folge aller Zeiten!
    3,70%
    1
    Zuletzt geändert von Rommie's Greatest Fan; 11.03.2018, 09:34.
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    #2
    Spätestens in Folge 3 müsste allen klar sein, dass The Orville wirklich keine Parodie sein will, sondern eine Serie, die relevante Themen aufgreift und einigermaßen ernsthaft behandelt, in diesem Fall Konformität und Individualismus, sowie die ewige Frage der Geschlechterwertigkeit und -identität, aber auch das Recht von Kindern, eigene Entscheidungen zu treffen.

    Die Argumente im Gerichtssaal, die Kelly vorbringt, bleiben leider an der Oberfläche, und den Versuch, Alara als überlegene weibliche Figur als Beweis darzustellen, finde ich nicht überzeugend und wenig relevant, da sie offensichtlich einer andere Spezies angehört und in einer anderen Kultur lebt. Aber das sehen ja sowohl Bortus im Boxring als auch die Moclans im Gerichtssaal ähnlich.

    Aber da will ich nicht zu streng sein, denn The Orville ist immer noch eine 45minütige Unterhaltungssendung und keine philosophische Abhandlung. Mir gefällt, dass NICHT die Moralkeule geschwungen und eindeutig Stellung bezogen wird, sondern Bemühungen stattfinden, möglichst viele Seiten zu beleuchten, wie im Gespräch zwischen Kelly und Ed in der Kantine(?): Gibt es eine "universelle Ethik", oder ist diese nicht immer kulturell begründet?

    Interessanterweise wird EIN Argument nicht ins Rennen geführt, das meiner Meinung nach relevant gewesen wäre: Das Kind wird vermutlich nicht auf dem Planeten aufwachsen, sondern auf dem Schiff und daher nicht den Vorurteilen und der Ausgrenzung ausgesetzt sein. Wäre das nicht auch zu berücksichtigen gewesen?

    Highlight und erster wirklich erhebender Moment der Serie ist dann natürlich Heveenas Rede im Gerichtssaal. Das Entsetzen auf den Gesichtern der Moclans, als ihnen klar wird, dass der vielgepriesene Schriftsteller eigentlich weiblich ist... unbezahlbar!


    Die Frage, die sich aufdrängt und auf die ich gerne eine Antwort gehabt hätte: Wieviele Moclans werden tatsächlich weiblich geboren? Sind es am Ende wesentlich mehr, als öffentlich zugegeben wird?

    In den meisten anderen Serien hätte man wahrscheinlich eine Verschwörung aufgedeckt und eine Revolution angezettelt mit der erhebenden Aussicht auf ehestmögliche Gleichberechtigung.


    Die Komikeinlage mit dem tanzenden Mexikaner... war etwas random und out of place. Trotzdem musste ich unvermittelt lachen, als "Girls just wanna have fun" ertönte. Mit dem Gelee-Blob Yaphit und seinen Besuchen in der Krankenstation kann ich bis dato auch nicht allzuviel anfangen.

    Süß (wenn auch nicht 100% glaubwürdig) fand ich allerdings, dass ausgerechnet Rudolph das Rentier Bortus umstimmen konnte.


    Oh, und was ich allgemein noch anmerken möchte: The Orville ist im Original eine der Serien, die man gutes Gewissens auch Leuten empfehlen kann, die es mit dem Englischen nicht so haben: Alle Darsteller - egal ob in Maske oder nicht - sprechen außerordentlich deutlich, verständlich und nicht zu schnell.

    Vier Sterne für die Episode und einer zusätzlich dafür, dass uns keine moralisch einwandfreie Feel-Good - Lösung präsentiert wurde im Sinne von: "Wir sind die Guten"!
    John: Work- now - freak - later. Work - now - freak - later.
    Stark: Yes. That's fair.
    John: Good.
    Stark: How much later?

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      #3
      Hui erst einmal sacken lassen.

      Schön fand ich das klassische Star Trek Intro. Ich bin zwar immernoch kein Fan dieses häßlichen Raumschiffdesigns aber sowas nin der heutigen Zeit noch einmal zu sehen war schön.

      Auch bei der Episode gibt es ein paar Sachen die mir gefehlt haben. Wie genau funktioniert die Spezies den jetzt? Ich meine Geschlechter dienen ja der Fortpflanzung. Die Männer können sich ja untereinander Fortpflanzen. Können die Männer dann auch mit den Frauen? Oder nur Frauen untereinander? Das ist so dieses eine Puzzleteil das mir gefehlt in der ganzen Sache. Welche biologischen Auswirkungen hat es den nun genau?

      Dazu fand ich die Verteidigung mit Alara und dem Piloten schon ziemlich Mau. Mann kann nunmal gegen eine allgemeingültige Meinung nicht mit Einzelfällen argumentieren, das hätte deutlich besser gehen können. Umso interessanter fand ich die Argumentation des "Anklägers". Der hat seine Sache sehr gut gemacht.

      Insgesamt bin ich von dem Umgang mit dem Thema sehr beeindruckt. Man hat es vermieden die Picardsche Moralkeule zu schwingen sondern für beide Seiten stichhaltige Argumente vorgebracht. Umso beeindruckender es es mal kein Treksches Ende gibt wo sich die Aliens der überlegenen Moral des Picard beugen und ihre ganze Lebensweise ändern.

      Hier die Orville-Crew verlieren zu sehen und das auch durchzuziehen das erfordert schon sehr viel Mut. Ich muss ehrlich sagen ich bin sehr beeindruckt.

      Das einzige was mich stört ist der Peniswitz mit dem Schleimbeutel und die mexikanische Tanzeinlage. orville soll sich mal entscheiden was es sein will. Denn hier zweigleisig zu fahren funktioniert einfach nicht.
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        #4
        Positiv anzumerken ist, dass man den "Humor" etwas zurückgedreht hat, so sehr, dass sich das Gefühl einschleicht, man habe einfach ein Michael Piller-Skript ausgebuddelt, dass die letzten 20 Jahre in irgendeinem Schrank Staub ansetzte.

        Man hätte allerdings einige Bearbeitungen vornehmen können, um die Prämisse deutlicher herauszuarbeiten. Wieso ist es soziales Stigma in einer Gesellschaft, in der seit Generationen keine Frauen mehr geboren wurden, weiblich zu sein.
        Das eigentliche Problem im Vergleich zu vergleichbaren Gerichtsfolgen, sei es nun "Wem gehört Data", "Verbotene Liebe" oder "Die Tollan-Triade" (in SG1), besteht jedoch darin, dass es hier keine vergleichbaren Einsätze gibt. Es gib kein Individuum, dass versucht sein Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung gegen die Gesellschaft zu verteidigen, sondern nur ein Baby, das noch keine Interessen hat.

        Aber immer noch die beste Folge bislang,

        3 Sterne

        ***
        I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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          #5
          Ja das war schon recht interessant. Da ich vor einigen Stunden noch über Thementitel wie das Mädchen aus dem Weltall nachdenken musste, diesmal sah man eine aus Männern bestehende Gesellschaft in der das Frau sein eine Krankheit darstellt. Umgekehrt sah man Homosexualität ja mancher Orts nicht anders. Flache Scherze gab es auch wobei ich die Tanzeinlage wesentlich schlimmer als den Peniswitz fand , da dieser sozusagen fast schon normaler "Alltagshumor" darstellt der nun keinerlei große lacher hervorbringt.

          Ja die Moral sowie die Orville Crew hat verloren, jedoch nur aufgrund der Tatsache das die Alien keinerlei Ambition haben sich von ihren alt hergebrachten Idealvorstellungen zu lösen. Denn für sie ist sie Normalität. Hinsichtlich der gelesenen Debatte im vorangegangenen Episodenthema ein mutiges und auch gelungenes Zwischenspiel.

          das ist mir wieder 4 Sterne wert

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            #6
            Positiv:
            Ja das war wirklich TNG 2.0. Mit nur minimalen Überarbeitungen, hätte man hier auch Picard und Co zeigen können.

            Der Humor wurde für eine solch ernste Folge minimal heruntergefahren. Von einer Comedy oder Parodie kann bei dieser Folge gar keine Rede mehr sein.

            Ich mochte das Holodeckabenteuer mit dem Dance Battle. Sehr schönes Westworld Feeling.

            Endlich haben auch mal die Guten militaristische Waffennarren, die Unionsraumschiffe von vorn herein entsprechend ausrüsten können.

            Negativ:
            Ja das war wirklich TNG 2.0. Mit nur minimalen Überarbeitungen, hätte man hier auch Picard und Co zeigen können.

            Larkis hatte in der vorherigen Folge ja bemängelt, das eine solche Handlung erst wesentlich später hätte kommen sollen. Ich hätte ihm zum damaligen Zeitpunkt nicht zugestimmt, aber hier muss ich es tun. Hier hätte es einige Folgen mehr gebraucht um Bortas Spezies näher kennenzulernen. Gerne hätte ich gewusst, warum es denn Frauen in dieser Spezies gibt, und wie Frauen behandelt wurden, bevor solche medizinische Eingriffe möglich waren. Gerne hätte ich auch gewusst, wie die Union aufgebaut ist und wie sie zu solchen interkulturellen Angelegenheiten steht.

            Die ganze Gerichtsverhandlung war für den A**** und ich konnte den Staatsanwalt da nur zustimmen. Frauen und Männer aus anderen Spezies als Beweis zu nehmen, das Frauen der eigenen Spezies gleichwertig sind, beweits gar nichts. Sie hätten wesentlich früher die Frau finden sollen und durch sie beweisen, dass Frauen nicht minderwertig sind und ihren eigenen Beitrag für die Gesellschaft leisten können.


            Die Botschaften der Folge:
            1. Mag ich die "subtile" Botschaft nicht, dass wenn nur Männer an der Macht sind, die Welt in eine militaristische, ökologische, testosteron gesteuerte Katastrophe zusteuert. Das ist genauso falsch, als wäre alles nur Frieden, Freude, Eierkuchen wenn nur Frauen an der Macht wären.

            2. Wäre diese Episode tatsächlich in den 90ern gesendet worden, hätte es für den Schluss von mir Extrapunkte gegeben, dass es am Ende kein Happy End gab, So manche durchschnittliche B5 Folge hat schon von mir gerade deswegen Bonussternchen bekommen. Aber zwei Jahrzehnte später und in Zeiten der Trump Ära, wäre es für mich doch besser gewesen, gerade in einer eher leichtfüßigen Serie wie Orville, eine Happy End zu sehen.
            Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
            Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
            [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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              #7
              Zitat von BluePanther Beitrag anzeigen
              Die Botschaften der Folge:
              1. Mag ich die "subtile" Botschaft nicht, dass wenn nur Männer an der Macht sind, die Welt in eine militaristische, ökologische, testosteron gesteuerte Katastrophe zusteuert. Das ist genauso falsch, als wäre alles nur Frieden, Freude, Eierkuchen wenn nur Frauen an der Macht wären.

              2. Wäre diese Episode tatsächlich in den 90ern gesendet worden, hätte es für den Schluss von mir Extrapunkte gegeben, dass es am Ende kein Happy End gab, So manche durchschnittliche B5 Folge hat schon von mir gerade deswegen Bonussternchen bekommen. Aber zwei Jahrzehnte später und in Zeiten der Trump Ära, wäre es für mich doch besser gewesen, gerade in einer eher leichtfüßigen Serie wie Orville, eine Happy End zu sehen.
              Sicher das du bei 1. da nicht etwas überinterpretierst? Für mich war das eher das "moderne" Barbarenfolk. Nur anstatt in Mittelalterdörfern zu wohnen sind es jetzt eben Umweltsünder.

              2. Das ist ein durchaus interessanter Punkt. Vielleicht ist ja mal wieder Zeit für TNG Utopie. Wobei ich persönlich die Utopie hier eher darin sehe das man eben nicht eine "richtige" Moral reingeprügelt bekommt. Also kein klares Schwarz und Weiß denken sondern das man beide Seiten beleuchtet und ihren Raum gibt. Bei TNG soweit ich mich erinnere war ja immer schmerzhaft offensichtlich was falsch läuft was die Frage aufwirft wieso die nicht selbst drauf kommen.
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                #8
                Also doch keine "erste Weibliche" für Bortus Rasse (die Moclaner wirken obwohl auch Glatze IMO klingonischer als die von DSC, vielleicht weil sie "erhabener" und weniger Monster-mäßig aussehen, dazu in normalem deutsch / englisch sprechen - vom Design her erinnern sie IMO etwas an das Darmok-Alien bei TNG), sondern ist nur eine Seltenheit.

                Die Handlung mit der Geschlechtsumwandlung hätte tatsächlich aus ST stammen können (führte auch Brannon Braga Regie). Wirkte wie ne Mischung aus jener VOY-Folge, wo Torres an ihrem Baby rumdoktorn will, damit es weniger klingonisch ist und "Wem gehört Data?". Leider erreicht man bei der Gerichtsverhandlung weniger dessen Tiefe, sondern wirkte mit dem dümmlichen Piloten und Alara als Zeugen etwas aufgesetzt, gehören diese ja zu anderen Rassen. Gut fand ich, dass am Ende nicht die TNG-Moral siegt, sondern die Moclaner an ihren Traditionen festhalten. Erinnerte hierbei an "Die Gläubigen" von B5.

                Der Penis-Witz und das Holodeck-Szenario (ernnerte echt an "Westworld") haben mich weniger gestört. Gut, dass der Humor bei dieser ernsten Folge etwas zurückgefahren wurde, aber immer noch erkenntlich ist. Optisch fand ich Alara im Trainingsgewand heeeeiß, der Moclaner-Planet sah aber zu sehr nach künstlicher CGI aus. Auch bei geringem Budget geht das heutzutage besser (was hätte gegen ein hübsches Matt-Painting gesprochen?).

                Alles in allem die IMO bisher beste Folge der Staffel. An sein Vorbild TNG reicht man allerdings noch nicht heran (zumindest nicht an dessen besten Folgen, war hier ja auch gerade in den ersten Staffeln recht viel Schrott dabei):

                4,5 Sterne!

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                  #9
                  Zunächst einmal fan ich die Folge ganz gut, da ist aber noch einiges an Luft nach oben.

                  Am Anfang gab es noch etwas vom Humor der ersten beiden Teile. Und ja, es war peinlich, aber es gehört auch irgendwie zu den Charakteren. Sowas wie das Tanzduell passt eben zum dämlichen Charakter des Piloten. Vorsichtig dosiert möchte ich diesen Humor die ganze Serie über sehen.
                  Der Peniswitz des Blobs sei hiermit aber abgehakt. Es findet bestimmt eine Amöbe, die besser zu ihm passt.

                  Danach wurde die Folge aber sehr schnell sehr ernst. Leider wurde das Was, Weshalb, Warum nicht ausreichend beleuchtet. Wir wissen viel zu wenig über die Moclaner. Hier hat ein Crashkurs in Biologie und Kultur gefehlt. In TNG hätte Data das übernommen. Das hätte der überlegende Roboter hier auch tun sollen, oder alternativ die Ärztin.

                  Das Problem ist, dass diese Informationen für den späteren Prozess absolut entscheidend sind.
                  Ausgehend vom Gezeigten gehe ich davon aus, dass die Moclaner eine hermaphroditische Spezies ist, in der es eine männliche und eine weibliche äußere Erscheinungsform gibt (vielleicht wurde sogar mit Gentechnik nachgeholfen). Die Operation wäre dann keine Geschlechtsumwandlung, sondern nur eine äußerliche Angleichung.
                  Das Äquivalent beim Menschen wäre eine Hormontherapie, ohne abschließende Operation. (Was vielen Transsexuellen schon reicht um mit ihren Körpern glücklich zu sein.)

                  Genau hier liegt für mich der entscheidende Punkt, ob diese Tradition ethisch vertretbar ist oder eben nicht.
                  Als Kind der Aufklärung bin ich natürlich gegen eine solche Praktik, aber so kann ich die Tradition, wenn auch mit Bauchschmerzen, akzeptieren. Ich bedauere die Moclaner sogar irgendwie, da sie so viel Potential ihrer Spezies verschenken. Was auch eindrucksvoll in der Folge demonstriert wurde.

                  Die Gerichtsverhandlung war mehr ein Akt der Verzweiflung. Daher verzeihe ich auch die geringe Professionalität. Hier wurde nach jedem Strohhalm gegriffen, um überhaupt brauchbare Beweise vorzubringen.

                  Vom Ergebnis war ich dann doch wieder überrscht. Da war dann nichts mehr vom Galaxy Quest Humor zu spüren. Besonders nach den ersten beiden Folgen hätte ich nicht gedacht, dass die Serie so ernst werden kann. Ich hoffe sehr, das war nicht das letzte Mal.


                  Den Planeten, und vor allem die Erwähnung, dass es ein Wunder ist, dass die Moclaner da noch atmen können, fand ich gut. In ST hatte man oft tote Planeten, auf denen atembare Luft völlig selbstverständlich war.


                  Was mir aber in der gesamten Diskussion gefehlt hat, war die Erwähnung, dass es bei Menschen immer wieder Kinder mit uneindeutigem Geschlecht gibt. Vor noch nicht allzulanger Zeit mussten die Eltern hier in Deutschland dann nach der Geburt ein Geschlecht für ihr Kind wählen, was immer wieder zu Problemen im Erwachsenenalter geführt hat, weil die Eltern auf das falsche Geschlecht getippt haben.


                  PS:
                  So selten scheinen Mädchen bei den Moclanern nicht zu sein, wie es die offiziellen Quellen zu verbreiten scheinen.

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                    #10
                    Tja, wie man sieht werden Ereignisse aus der letzten Folge sehr wohl fortgeführt.

                    Eine Klassiche Moral /Ethik folge, allerdings diesmal ohne das Happy End.

                    Der Humor ist am Rande vorhanden, es ist keine Witzserie, und eigentlich ist auch jeder Vergleich mit Traumschiff Surprise völlig unangebracht.

                    Sicher wir haben da keine Innovative Fernsehserie, es ist bislang tatsächlich Star Trek Classic in einem anderen Gewand.

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                      #11
                      So erstens mal würde mich interessieren, wie die Union aufgebaut ist. Ist sie auch solch ein "Home-Sapiens Club" wie die Föderation oder doch interplanetarer?
                      Weil weder Alara noch die menschlichen Crewmitglieder versuchten auch nur Ansatzweise Bortus und Clyden zu verstehen. Es wurde hier nur der ihnen bekannte moralische Maßstab hergenommen.
                      Schade fand ich dann dass sich Bortus so schnell überzeugen lies, mir hätte es besser gefallen wenn er seine Meinung nicht geändert hätte, aber dann hätte es eben dieses Tribunal nicht gegeben.

                      Die Auflösung hat mir gefallen, habe eigentlich befürchtet dass sich das Tribunal anders entscheidet.

                      Die Aufnahmen des Planeten gefielen mir auch gut, interessant zu sehen dass eine technisch hoch entwickelte Spezies ihre Umwelt (nach unseren Maßstäben) total vergiftet. Aber das ist eben eine Entscheidung der Moclaner und sollte nicht nach unseren Moralvorstellungen bewertet werden.

                      Weil schon über die Holodeckszene mit der Tanzeinlage geschrieben wurde, ich fand das nicht schlimm. Immerhin sieht man hier was man auch alles mit dem Holodeck anstellen kann. Muss ja nicht immer total ernst sein.

                      4 Sterne
                      Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                      die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                      das geht aber auch so

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                        #12
                        Zitat von BluePanther Beitrag anzeigen
                        Positiv:
                        Die Botschaften der Folge:
                        1. Mag ich die "subtile" Botschaft nicht, dass wenn nur Männer an der Macht sind, die Welt in eine militaristische, ökologische, testosteron gesteuerte Katastrophe zusteuert. Das ist genauso falsch, als wäre alles nur Frieden, Freude, Eierkuchen wenn nur Frauen an der Macht wären.
                        Ein wesentlicher Hintergrund dieser Folge ist in meinen Augen eher in der in Teilen der USA verbreiteten Praxis zu sehen, sexuelle Minderheiten (also Eltern ihre Kinder) in religiöse "Umerziehungslager" (gay conversion) zu stecken, wie ich im Thread zur zweiten Folge auch schon gesagt habe.
                        https://www.nytimes.com/2018/01/24/o...y-torture.html

                        Es gibt auch ein großes Problem von Obdachlosigkeit von jungen Schwulen und Lesben in den USA, die einfach verstoßen werden und auf der Straße leben.
                        https://en.wikipedia.org/wiki/Homele..._United_States

                        Vor dem Hintergrund hat mir das Ende der Folge, die ich aber auch vor Monaten gesehen habe, sehr gefallen.

                        Die deutschen Titel sind natürlich mal wieder ziemlich doof. Da wird man natürlich auf so einen Eindruck "geprimet".
                        Zuletzt geändert von endar; 07.03.2018, 19:50.
                        Republicans hate ducklings!

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                          #13
                          WTF? Das ist ja nunmal mehr als weirt hergeholt, das ist schlichtweg Unsinn. Es gibt überhaupt keinen Zusammenhang zwischen solchen Lagern und der Epsiode. Nicht einmal Ansatzweise.

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                            #14
                            Zitat von AnaDunari Beitrag anzeigen
                            Highlight und erster wirklich erhebender Moment der Serie ist dann natürlich Heveenas Rede im Gerichtssaal. Das Entsetzen auf den Gesichtern der Moclans, als ihnen klar wird, dass der vielgepriesene Schriftsteller eigentlich weiblich ist... unbezahlbar!
                            Dem kann ich nur zustimmen, diese Szene war auch für mich ein Highlight der Folge und ich musste bei dieser ein wenig schmunzeln. Dafür war aber der Rest von Kellys Argumenten, welche sie im Gerichtssaal vorbrachte, recht schwach. Die ganzen Versuche Frauen als stark und intelligent darzustellen, indem sie dies mit anderen Spezies vorbrachte, war einfach nur schwach und gar nicht aussagekräftig.
                            Leider stehe ich auch nicht so auf diese Art von Stories mit Gerichtverhandlungen und Co., obwohl diese recht gut umgesetzt wurde und es auch kein richtige Happy End gab, kann ich der Episode nicht mehr als starke drei Sterne geben.
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                              #15
                              Zitat von Larkis Beitrag anzeigen
                              WTF? Das ist ja nunmal mehr als weirt hergeholt, das ist schlichtweg Unsinn. Es gibt überhaupt keinen Zusammenhang zwischen solchen Lagern und der Epsiode. Nicht einmal Ansatzweise.
                              Die Analogien in diesen "Moralshows" beziehen sich nunmal auf tatsächliche, aktuelle Probleme.
                              Das ist der kulturelle bzw. aktuelle Hintergrund vor dem diese Episode gedreht wurde. Den habe ich mir nicht ausgedacht. Das ist eine Episode über Eltern bzw. eine Mehrheitsgesellschaft, die aus kulturellen Gründen massiv in die Rechte von Nachgeborenen und deren Identität eingreift/en. Das ist das Verhaltens- bzw. Handlungsmuster, das kritisiert wird und da ist die Verbindung.
                              Man kann es natürlich auch auf anderes beziehen, bspw. das Rumoperieren an intersexuellen Säuglingen. Dem liegt aber dasselbe Verhaltensmuster zugrunde.

                              Ich weiß natürlich nicht, woran die Autoren konkret gedacht haben, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass es keine Folge darüber ist, dass Männer schlechte politische Führer seien und dass sie auch keine Folge über möglichst schwammige, maximal unkonkrete moralische Prinzipien im Sinn hatten.





                              Zuletzt geändert von endar; 08.03.2018, 07:14.
                              Republicans hate ducklings!

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