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Wo ist die Kreativität in Firefly?

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    #16
    Zitat von Kobor Beitrag anzeigen

    Dann ist es aber seltsam, dass sie nur Schimpfwörter verwenden.
    Tun sie nicht...

    Beispiele:

    https://www.youtube.com/watch?v=Av8NuCcvz58
    https://www.youtube.com/watch?v=P_VpqlkMfV8
    https://www.youtube.com/watch?v=PPfS8D3gJds
    https://www.youtube.com/watch?v=sFq1eojUo5c
    https://www.youtube.com/watch?v=Kznc_w-OSyk
    Fürchte Dich nicht vor dem langsamen Vorwährtsgehen, nur vor dem Stehenbleiben!

    Kommentar


      #17
      Zitat von quest Beitrag anzeigen
      Ja, ab er man hat dem Ganzen in Firefly einen sinnvollen Hintergrund gegeben.
      Das ja, auch wenn es in der Serie etwas an Darstellern mit asiatischen Wurzeln mangelt. Gibts dazu eigentlich eine inUniverse Begründung? Habe mich mit den Hintergründen nicht so tief beschäftigt.

      Kommentar


        #18
        Zitat von Commander Crichton Beitrag anzeigen
        Ich will ja keine Werbung machen, aber wer eine kreative, intelligente Serie sehen möchte, deren Potenzial auch wirklich ausgeschöpft wurde und die auch nicht schon nach 13 Folgen abgesetzt wurde, der soll mal die Serie sehen, in dem mein Username vorkommt.
        Meinst Du Farscape? Kreativ im Sinne von nie dagewesen ist das auch nicht, aber das wäre auch zu viel verlangt. Joss Whedon halte ich im Verhältnis zu anderen Filmschaffenden für sehr kreativ, wobei ich Buffy & Angel vielleicht sogar noch kreativer finde als Firefly.

        Was haltet Ihr für die kreativsten TV-Serien?

        Kommentar


          #19
          Zitat von irony Beitrag anzeigen
          Was haltet Ihr für die kreativsten TV-Serien?
          Wenn es dir um die Bedeutung nach allgemeinen Gebrauch geht, dann sind das für mich "Community" und "Black Adder". Nach dem eigentlich Wortsinn aber wäre es für mich Star Trek, allerdings habe ich nie auch nur eine Folge Doctor Who gesehen.

          Buffy habe ich immer gerne gesehen, aber man muss halt auch sagen, dass die Serie das Reboot eines mäßigen Kinofilms ist. Wirklich viel neues gegenüber dem Film hat die Serie nicht zu bieten, es wird nur besser umgesetzt.

          - - - Aktualisiert - - -

          Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
          Bevor du jmd ein ungerechtes Urteil vorwirfst, solltest du mal deinen eigenen Beitrag danach durchsehen:
          Das ist doch albern, dein Urteil ist doch auch dann noch ungerecht. Natürlich habe ich auch schon ungerecht geurteilt.
          Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
          Das habe ich nicht geschrieben.
          Das Stilmittel der Hyperbel ist dir geläufig?


          Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
          Du kennst die Serie offensichtlich nicht. Von den Ermittlern in Scooby Doo hat niemand übermenschliche Kräfte, außer der Hund. Es gibt auch keine übernatürchlichen Bösen in SD.
          Du hast geschrieben,
          Die Idee, ein Mädchen Vampire, Dämonen und Hexen jagen zu lassen, war neu.
          darauf Bezug nehmend kam mein Kommentar, dass die Veränderung des Geschlechts kein allzu beeindruckender kreativer Akt ist. Darüberhinaus sagte ich für mich sei Buffy immer schon der Daphne Blake nachempfunden.
          Die Idee, ein Mädchen Vampire, Dämonen und Hexen jagen zu lassen, war auch nicht neu, das machen doch auch Arielle, Prinzessin Kalla (Gummibärenbande) und auch Jasmin bei Disney schon viel länger. Schon Atalante hat gegen Monster gekämpft, der Mythos um sie ist deutlich älter als Buffy.

          Zitat von Kobor Beitrag anzeigen

          Wir haben wohl unterschiedliche Vorstellungen von Western.
          Wie gesagt, es geht mir nicht um die Optik. Mir ging es archetypische Elemente. Der Außenposten in der Wildnis als Setting vor Ort die typischen Westernstereotype der Sheriff Odo, der zwielichtige Saloonbetreiber Quark, der Kommandant des Forts (bzw. Bürgermeister) Sisko, die Stadtlady in der Wildnis (Dax), O'Brien als patenter Handwerker, (so hat das auch GvN hier mal viel besser als ich dargelegt) dazu kommt noch Greenhorn Bashir, die edlen Wilden von Bajor.

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            #20
            Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
            Was gleichfalls erwähnt werden sollte: Das Konzept der sympathisch-verschlagenen Söldner im Weltraum ist total von "Alien- Die Wiedergeburt" abgekupfert. Ja, da hätte der Herr Whedon mal etwas besser recherchieren sollen, um nicht in den Verdacht des kreativen Plagiatentums zu kommen.
            Haha


            Zitat von Redphone Beitrag anzeigen
            Die Story von dem Mädel, das sich mit übernatürlichem Kroppzeuch anlegt, war übrigens schon bei den Brüdern Grimm ein alter Hut...
            Rottkäppchen hat keine übermenschlichen Kräfte.

            Buffy hat eine eigenständige Mythologie und eine Mischung aus verschiedenen Elementen wie Supergirl, Dracula, Interview mit einem Vampir und Scooby-Doo.


            Zitat von Commander Crichton Beitrag anzeigen
            Das Westernkonzept gab es schon vorher in diversen Serien, aber in Firefly wird es zumindest, so weit man es nach 13 Folgen und zwei Filmen sagen kann, ganz gut umgesetzt.
            Es gibt doch nur einen Film?

            Zitat von Commander Crichton Beitrag anzeigen
            Ich will ja keine Werbung machen, aber wer eine kreative, intelligente Serie sehen möchte, deren Potenzial auch wirklich ausgeschöpft wurde und die auch nicht schon nach 13 Folgen abgesetzt wurde, der soll mal die Serie sehen, in dem mein Username vorkommt. Aber soweit ich weiß sagt dem Threadersteller diese Serie auch nicht sonderlich zu
            Das stimmt nicht ganz, sonst hätte ich nicht so weit gekuckt (bin beim Ende von S3). Außerdem gibt es darin kreative Elemente, die mir richtig gut gefallen.

            Dann hatte ich das falsch in Erinnerung. Das auch andere Wörter verwendet werden, passt natürlich zu der Idee, dass sich Chinesisch verbreitet hat.


            Zitat von irony Beitrag anzeigen
            Meinst Du Farscape? Kreativ im Sinne von nie dagewesen ist das auch nicht, aber das wäre auch zu viel verlangt.
            Die Ausgangssituation von Farscape (Mensch der Gegenwart wird in eine Space Opera katapultiert) ist schon kreativ.

            Zitat von irony Beitrag anzeigen
            Was haltet Ihr für die kreativsten TV-Serien?
            Das ist eine interessante, aber auch schwere Frage, die wohl besser in einem extra Thread im Serien-Bereich diskutiert werden sollte. Die Frage wird logischerweise oft sehr subjektiv beantwortet, aber teilweise kann man es auch ganz gut sachlich begründen.

            - - - Aktualisiert - - -

            Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
            allerdings habe ich nie auch nur eine Folge Doctor Who gesehen.
            Gibt es dafür einen bestimmten Grund?

            DW gibt es ja schon sehr lange. Ich habe DW 2005 im OT gesehen und wie bei vielen anderen Serien sind ca. 2/3 der Folgen schwach. Es ist auch keine reine SciFi-Serie, sondern eher SciFi-Comedy, so wie z.B. Lexx, nur das der Humor anders ist.

            Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
            Buffy habe ich immer gerne gesehen, aber man muss halt auch sagen, dass die Serie das Reboot eines mäßigen Kinofilms ist. Wirklich viel neues gegenüber dem Film hat die Serie nicht zu bieten, es wird nur besser umgesetzt.
            Das stimmt nicht. Im miserablen Kinofilm hat die Heldin eine ganz andere Persönlichkeit (Valley Girl). Im Pilotfilm der Serie kommt auch schon der Vampir mit Seele vor. Die Serie zeigt mehrmals, dass die Heldin ohne ihre Freunde nicht überleben kann.

            Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
            Du hast geschrieben,

            darauf Bezug nehmend kam mein Kommentar, dass die Veränderung des Geschlechts kein allzu beeindruckender kreativer Akt ist. Darüberhinaus sagte ich für mich sei Buffy immer schon der Daphne Blake nachempfunden.
            Die Idee, ein Mädchen Vampire, Dämonen und Hexen jagen zu lassen, war auch nicht neu, das machen doch auch Arielle, Prinzessin Kalla (Gummibärenbande) und auch Jasmin bei Disney schon viel länger. Schon Atalante hat gegen Monster gekämpft, der Mythos um sie ist deutlich älter als Buffy.
            Arielle und Jasmin haben keine übermenschlichen Kräfte. Sie sind keine Superheldinnen.
            Wir können diese Diskussion gerne in einem extra Thread fortsetzen. Nur noch mal eine: In Buffy wird das Aussaugen der Menschen durch Vampire oft mit Sex bzw. Vergewaltigung assoziiert (männl. Vampir sucht sich junge Frauen, weibl. Vampir junge Männer). Unter dem Aspekt ist die Idee, das eine junge Frau gegen Vampire und Dämonen kämpft, schon kreativ und neu.
            Es geht auch nicht zentral nur um das Geschlecht der Hauptfigur. Selbst wenn der Held ein Junge wäre, wäre das Konzept und die Mythologie der Slayer noch kreativ.

            Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
            Wie gesagt, es geht mir nicht um die Optik. Mir ging es archetypische Elemente. Der Außenposten in der Wildnis als Setting vor Ort die typischen Westernstereotype der Sheriff Odo, der zwielichtige Saloonbetreiber Quark, der Kommandant des Forts (bzw. Bürgermeister) Sisko, die Stadtlady in der Wildnis (Dax), O'Brien als patenter Handwerker, (so hat das auch GvN hier mal viel besser als ich dargelegt) dazu kommt noch Greenhorn Bashir, die edlen Wilden von Bajor.
            So könnte man vlt die ersten beiden Staffeln sehen, die viele (mich eingeschlossen) für die schwächeren halten. Gerade dieses "Außenposten in der Pampa"-Szenario ödete viele Zuschauer an. Spätestens ab S4 wurde mehr Action, Leben und Spannung rein gebracht.
            Zuletzt geändert von Kobor; 06.12.2014, 15:05.

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              #21
              Zitat von irony Beitrag anzeigen
              Meinst Du Farscape? Kreativ im Sinne von nie dagewesen ist das auch nicht, aber das wäre auch zu viel verlangt. Joss Whedon halte ich im Verhältnis zu anderen Filmschaffenden für sehr kreativ, wobei ich Buffy & Angel vielleicht sogar noch kreativer finde als Firefly.

              Was haltet Ihr für die kreativsten TV-Serien?

              Ja, ich meine Farscape. Buffy & Angel habe ich nicht gesehen, aber ich finde Farscape schon DEUTLICH kreativer als Firefly, wobei man vielleicht definieren sollte, was man mit kreativ genau meint. Kreative Serien im Sinne von Serien, die sich etwas trauen und die anders sind als andere Serien und Elemente besitzt, die man nicht schon hundertfach oder gar tausendfach woanders gesehen hat, sind für mich Farscape und Lexx. Allerdings ist setze ich hier vielleicht das Wort "kreativ" etwas zu sehr gleich mit dem Wort "durchgeknallt".


              Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
              Es gibt doch nur einen Film?

              Ich habe mal großzügigerweise die Pilotfolge, die, soweit ich mich erinnere, Filmlänge besitzt, als Film gezählt. Ist wahrscheinlich kein offizieller Film.
              Vella: "Tarnat said I'd find you here. I see why he mistook you for Sebacean. Same size, weight, coloring - though the brain cavity appears smaller."
              Crichton: "Yeah, but my choppers are first class and I do an excellent turn my head and cough."

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                #22
                Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
                Gibt es dafür einen bestimmten Grund?
                Nee, hat sich nur nicht ergeben.

                Zitat von Kobor Beitrag anzeigen

                Das stimmt nicht. Im miserablen Kinofilm hat die Heldin eine ganz andere Persönlichkeit (Valley Girl). Im Pilotfilm der Serie kommt auch schon der Vampir mit Seele vor. Die Serie zeigt mehrmals, dass die Heldin ohne ihre Freunde nicht überleben kann.
                Das ist doch Standard bei diesen Serien.
                Zitat von Kobor Beitrag anzeigen

                Arielle und Jasmin haben keine übermenschlichen Kräfte. Sie sind keine Superheldinnen.
                Buffy ist doch auch nur ne Heldin, keine Superheldin. Arielle hat schon übermenschliche Schwimmfähigkeiten und kann unter Wasser deutlich besser atmen, sprechen und singen als Menschen.
                Zitat von Kobor Beitrag anzeigen


                Wir können diese Diskussion gerne in einem extra Thread fortsetzen. Nur noch mal eine: In Buffy wird das Aussaugen der Menschen durch Vampire oft mit Sex bzw. Vergewaltigung assoziiert (männl. Vampir sucht sich junge Frauen, weibl. Vampir junge Männer). Unter dem Aspekt ist die Idee, das eine junge Frau gegen Vampire und Dämonen kämpft, schon kreativ und neu.
                Eben deshalb ist es nix neues. Vampirismus ist immer sexuell da geht es immerhin um den Austausch von Körperflüssigkeiten. Oft geht mit einer Blutung auch eine Veränderung der Persönlichkeit einher. Natürlich bedient das die selben Motive wie Rotkäppchen, dass sich im Wald dem Wolf stellen muss. Der Wald und das Rot stehen hierbei für die Frauwerdung in der Pubertät, der Wolf für Sexualität bzw. den Mann und Vergewaltiguns-/ Machtphantasien. Das selbe Motiv Buffy ist nur eine Variation.
                Zitat von Kobor Beitrag anzeigen

                Es geht auch nicht zentral nur um das Geschlecht der Hauptfigur. Selbst wenn der Held ein Junge wäre, wäre das Konzept und die Mythologie der Slayer noch kreativ.
                Ich kenne die Serie vielleicht echt zu schlecht. Mir ist nicht klar in wie fern sich das vom Setting abgesehen großartig von Hercules, Xena unterscheidet. Dieser Fantasykram war halt in den 90ern in. Der Dark Willow Handlunsgbogen ist zum Beispiel aus den X-Men und auch Buffy selbst ist laut Whedon von den X-Men inspiriert er nennt Kitty Pride. Auch das ist eine jugendliche Heldin mit übermenschlichen Fähigkeiten. Buffy ist ne gute Serie. Vor allem, weil sie sich mit den selben Problemen auf verschiedenen Ebenen beschäftigt. Auch das ist ein kreativer Akt. Die Idee einer jugendlichen Heldin ist aber nicht originär die Idee von Whedon. Der hat sich stark von Comics und Shakespeare inspirieren lassen und das merkt man bei all seinen Werken.

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                  #23
                  Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
                  Dollhouse habe ich zwar (noch) nicht gesehen, aber zumindest Buffy war kreativ. Die Idee, ein Mädchen Vampire, Dämonen und Hexen jagen zu lassen, war neu. 1992 haben sie aus der guten Idee einen schlechten Film gemacht, aber das Potential der Idee hat andere davon überzeugt daraus eine TV-Serie zu machen.
                  Du scheinst hier den Anspruch auf Kreativität bei Firefly und Buffy unterschiedlich zu interpretieren. In Firefly haben wir ein SF/Western-Setting mit in einem Nachbürgerkriegsszenario.
                  Whedon mischt in Buffy alte Genreklischees neu, und verbindet sie mit einem Highschool-Setting. Das Ergebnis ist zweifellos neu, die verwendeten Elemente sind es aber keineswegs. Vampirjäger, übernatürlich starke Helden oder schlagkräftige Heldinnen (z.B. Emma Peel) hat man auch vorher schon gesehen.
                  Wenn bei Buffy eine weibliche Heldin schon für das Prädikat "Kreativ" qualifiziert, dann steht Firefly hier kaum schlechter da. Neue nie vorher dagewesene Storyelemente wie du in Post #1 kritisierst, wirst du auch bei Buffy nicht finden. Generationen menschlicher Erzählkunst, haben hier alles schon einmal ausprobiert.
                  Whedon ist eigentlich nicht der Autor der neue Settings entwirft, er arbeitet lieber mit bekannten klischeebeladenen Szenarios. Und stellt die Protagonisten in einem fish-out-of-water Plot in den Vordergrund.
                  Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
                  Dr. Sheldon Lee Cooper

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                    #24
                    Zitat von Anvil Beitrag anzeigen
                    Damit die Bestimmungen der Federal Communications Commission bzgl. vulgärer Ausdrucksweisen umgangen werden können, wurden in Farscape Flüche und andere Obszönitäten durch "Alien Speak" ersetzt. Aus "Shit" wurde "Dren", aus jedem "Damn" ein "Frell", wie auch bei BSG aus jedem "Fuck" ein "Frak" wurde und ebenso jeder Fluch bei Firefly ins Chinesische übersetzt wurde. Die Idee ist die gleiche: Man wollte einfach den Beep!-Zensor umgehen und die Figuren dennoch Fluchen lassen können.
                    Gut. Weil zwei Stilmittel also teilweise in ähnlichen Funktionen eingesetzt werden können, sind sie für mich aber noch lange nicht gleich. Vor allem die inhaltliche Verankerung ist doch schon sehr unterschiedlich. Bei Firefly drückt das Chinesische eine bestimmte Idee von der Entwicklung aus - und das bleibt erstmal als Tatsache unabhängig davon, wie konsequent diese Idee ausgenutzt wurde, bestehen. In Farscape sind die fremdartigen Flüche, zusammen mit den eigenen Maßeinheiten für Zeit und Entfernung Marker dafür, dass man sich eben nicht im Kreise der Menschheit bewegt. Diese beiden Funktionen sind für mich nicht zu vernachlässigen.

                    Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
                    Rottkäppchen hat keine übermenschlichen Kräfte.
                    Es wirkt für mich zunächst einmal etwas willkürlich, aber ich bin sicher, du kannst das für mich auflösen: Inwiefern ist das Vorhandensein von übermenschlichen Kräften ein größerer Unterschied zwischen zwei Vampirjägerinnen als die sehr unterschiedliche Hintergrundgeschichte von Magog und Reavern? Denn wenn du Magog und Reaver auf ihre jeweiligen Übereinstimmungen - die ich ja gar nicht wegdiskutieren möchte - reduzierst, dann ist es nur konsequent, das bei Buffy und Daphne genauso zu tun.

                    Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
                    Buffy hat eine eigenständige Mythologie und eine Mischung aus verschiedenen Elementen wie Supergirl, Dracula, Interview mit einem Vampir und Scooby-Doo.
                    Du erlaubst, dass ich das für Firefly auch so formuliere: Firefly hat seine eigenständige Mythologie und eine Mischung aus verschiedenen Elementen wie Western-Romantik, Han Solo, Zombiefilmen und in Comedy verpackte Regimekritik. Buffy und auch Firefly sind eben kreativ darin, altbekannte Dinge zu einer eigenen Mythologie zu verbinden.

                    Ich finde es halt schade, dass du die Ähnlichkeiten verleugnest, nur weil du Buffy halt besser findest als Firefly. Dieses Vermischen von Befund und Bewertung, dass ich etwa auch bemerke, wenn du DS9 die Western-Elemente absprichst...

                    Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
                    So könnte man vlt die ersten beiden Staffeln sehen, die viele (mich eingeschlossen) für die schwächeren halten. Gerade dieses "Außenposten in der Pampa"-Szenario ödete viele Zuschauer an. Spätestens ab S4 wurde mehr Action, Leben und Spannung rein gebracht.
                    ...führt halt dazu, dass deine Aussagen so unpräzise werden, dass es echt schwer ist, passende Argumente zu finden. Davon, dass das Neue doch sei, dass Buffy übernatürliche Kräfte habe, ist bei deiner ersten - mittlerweile auch widerlegten - Darstellung dessen, was bei Buffy so neu sei, eben noch nicht aufgetaucht.

                    Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
                    Die Ausgangssituation von Farscape (Mensch der Gegenwart wird in eine Soap Opera katapultiert) ist schon kreativ.
                    Kurz gesagt: Nein, zumindest nicht nach deinem hier formulierten Maßstab, den wie oben bereits bewiesen auch Buffy nicht einhalten kann. Flash Gordon lässt grüßen. Aber selbst der wird die Idee, einen Menschen der Gegenwart in eine ihm unbekannte Welt zu katapultieren, von woanders her haben. Das Neue von Flash Gordon war dann eben die Vermengung der Idee, einen Menschen der Gegenwart in eine unbekannte Welt zu katapultieren, mit bestimmten SF-Elementen, die einer eigenen Mythologie entsprechen.

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                      #25
                      Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                      Buffy ist doch auch nur ne Heldin, keine Superheldin.
                      Superhelden haben Superkräfte. Buffy hat Superkräfte und ist somit eine Superheldin.

                      Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                      Natürlich bedient das die selben Motive wie Rotkäppchen, dass sich im Wald dem Wolf stellen muss. Der Wald und das Rot stehen hierbei für die Frauwerdung in der Pubertät,
                      Wow, das ist aber wirklich sehr weit hergeholt. Das rote Kleidung für die Regel der Frau stehen soll, kann man vlt noch behaupten, aber der Wald?

                      Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                      der Wolf für Sexualität bzw. den Mann und Vergewaltiguns-/ Machtphantasien. Das selbe Motiv Buffy ist nur eine Variation.
                      Der Wolf steht eher ganz allgemein für Gefahr, die Gefahr ermordet zu werden. Bei Vampiren ist die Assoziation mit (unfreiwilligem) Sex viel offensichtlicher.

                      Ich bin ja ein großer Fan von dem Low-Budget-Film "Freeway", der interpretiert das Märchen auch so ähnlich wie du.

                      Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                      Ich kenne die Serie vielleicht echt zu schlecht. Mir ist nicht klar in wie fern sich das vom Setting abgesehen großartig von Hercules, Xena unterscheidet. Dieser Fantasykram war halt in den 90ern in.
                      Vlt hast du seit den 90ern keine Fantasy-Serien mehr verfolgt, aber es gibt immer wieder neue Fantasy-Serien (auch mit vielen Staffeln). Über die Qualität kann man natürlich streiten.

                      Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                      Die Idee einer jugendlichen Heldin ist aber nicht originär die Idee von Whedon.
                      So allgemein habe ich das auch nicht formuliert. Ein übermenschliches Mädchen Vampire jagen zu lassen war kreativ.

                      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                      Inwiefern ist das Vorhandensein von übermenschlichen Kräften ein größerer Unterschied zwischen zwei Vampirjägerinnen als die sehr unterschiedliche Hintergrundgeschichte von Magog und Reavern? Denn wenn du Magog und Reaver auf ihre jeweiligen Übereinstimmungen - die ich ja gar nicht wegdiskutieren möchte - reduzierst, dann ist es nur konsequent, das bei Buffy und Daphne genauso zu tun.
                      Es geht um das Auftreten/die Präsentation der Figuren/Gruppen. Rotkäppchen muss als normales Mädchen die Gefahr überstehen, sie ist dem Gegner physisch unterlegen. Buffy ist dem Durchschnittsvampir überlegen, nicht wenige Vampire gehen ihr aus dem Weg.


                      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                      Du erlaubst, dass ich das für Firefly auch so formuliere: Firefly hat seine eigenständige Mythologie und eine Mischung aus verschiedenen Elementen wie Western-Romantik, Han Solo, Zombiefilmen und in Comedy verpackte Regimekritik. Buffy und auch Firefly sind eben kreativ darin, altbekannte Dinge zu einer eigenen Mythologie zu verbinden.
                      Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
                      Du scheinst hier den Anspruch auf Kreativität bei Firefly und Buffy unterschiedlich zu interpretieren. In Firefly haben wir ein SF/Western-Setting mit in einem Nachbürgerkriegsszenario..
                      Wie hier auch schon geschrieben wurde, ist wohl das Problem, dass ich und andere hatten, dass Firefly als SciFi-Weltraum-Serie wenig ("kreative") SciFi enthält. Mit so einer Erwartungshaltung wird man schon etwas enttäuscht. Ich bezeichne Firefly auch lieber nur noch als Space Western, weil es genauer ist. Bei SciFi-Weltraum-Serien denke ich in erster Linie an fremdartige Welten/Kulturen/Spezies/Technik/Phänomene/Stories.

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                        #26
                        Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
                        Wow, das ist aber wirklich sehr weit hergeholt. Das rote Kleidung für die Regel der Frau stehen soll, kann man vlt noch behaupten, aber der Wald?


                        Der Wolf steht eher ganz allgemein für Gefahr, die Gefahr ermordet zu werden. Bei Vampiren ist die Assoziation mit (unfreiwilligem) Sex viel offensichtlicher.

                        Ich bin ja ein großer Fan von dem Low-Budget-Film "Freeway", der interpretiert das Märchen auch so ähnlich wie du.
                        Ich schau ihn mir mal an. Aber das ist nicht allein meine Interpretation, das sind Archetypen, denen in der Psychoanalyse bzw. in der tiefenpsychologischen Deutung von Phantasien, Träumen, Bildern eben diese Bedeutungen zugeschrieben werden. Wenn dich das interessiert kannst du das bei zum Beispiel Jung, Freud und Bettelheim nachlesen. Aber frei nach Freud hast du natürlich recht und ein Wolf ist manchmal einfach nur ein Wolf bzw. die Todesgefahr. Bei Rotkäppchen und auch bei vielen Vampirmythen passt die Lesart aber.

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                          #27
                          Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
                          Superhelden haben Superkräfte. Buffy hat Superkräfte und ist somit eine Superheldin.

                          [...]
                          Diese Definition ist deutlich zu kurz gefasst. Sie spricht Charakteren wie Batman, Green Arrow (beide DC) oder Hawkeye (Marvel) den Superheldenstatus haben, den sie aber eindeutig haben.

                          Und ob Buffy tatsächlich eine Heldin ist, sei auch mal dahin gestellt und ist hier auch ein Nebenschauplatz.

                          LG
                          Whyme
                          "Und wie alle Priester haben sie als erstes gelernt, Wahrheit mit "Ketzerei" zu übersetzen."
                          -Frank Herbert - Der Herr des Wüstenplaneten

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                            #28
                            Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                            Ich schau ihn mir mal an. Aber das ist nicht allein meine Interpretation, das sind Archetypen, denen in der Psychoanalyse bzw. in der tiefenpsychologischen Deutung von Phantasien, Träumen, Bildern eben diese Bedeutungen zugeschrieben werden. Wenn dich das interessiert kannst du das bei zum Beispiel Jung, Freud und Bettelheim nachlesen. Aber frei nach Freud hast du natürlich recht und ein Wolf ist manchmal einfach nur ein Wolf bzw. die Todesgefahr. Bei Rotkäppchen und auch bei vielen Vampirmythen passt die Lesart aber.
                            Diese "extremen" Deutungen werden offensichtlich, wenn man sich mal die "Originale" (gibt's in dem Sinne eigentlich ja gar nicht) der Märchen anschaut. Die Brüder Grimm, deren Versionen wir heute kennen, haben die Stoffe stellenweise erheblich verharmlost, und Dinge, die ursprünglich mit dem Holzhammer daherkamen auf subtile Anspielungen verstümmelt.

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                              #29
                              Zitat von Kobor Beitrag anzeigen
                              Wie hier auch schon geschrieben wurde, ist wohl das Problem, dass ich und andere hatten, dass Firefly als SciFi-Weltraum-Serie wenig ("kreative") SciFi enthält. Mit so einer Erwartungshaltung wird man schon etwas enttäuscht. Ich bezeichne Firefly auch lieber nur noch als Space Western, weil es genauer ist. Bei SciFi-Weltraum-Serien denke ich in erster Linie an fremdartige Welten/Kulturen/Spezies/Technik/Phänomene/Stories.
                              Ja, natürlich, dass eine Serie bzw. ein Autor in anderen Bereichen kreativ wird als diejenigen, für die man sich primär interessiert, passiert. Dass aber etwas anderes kam als das, was du auf Basis anderer SF-Serien - und Firefly ist nun einmal abseits jeder weiteren Differenzierung zunächst einmal eine SF-Serie - erwartet hättest, bedeutet natürlich, dass die Serie altbekannte Pfade verließ, sprich: kreativ wurde. Allein der Verzicht auf Außerirdische ist für eine Space Opera IMO ungewöhnlich genug, um als kreativ gelten zu können. Aber ich denke, darauf können wir uns einigen. Deine Präferenzen und die Feststellung, dass diese in Firefly nicht bedient wurden, bleiben ja dennoch legitim.

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