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Lord of War - Händler des Todes

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  • Lord of War - Händler des Todes


    Aushilfe im Restaurant der Eltern: Das ist nicht gerade der Traumjob, den sich Yuri Orlov (Nicolas Cage) immer gewünscht hat. Als Kind einer ukrainischen Auswanderer-Familie in Brighton Beach, New York, stehen allerdings seine Chancen auf einen besseren Beruf eher schlecht. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Vitaly (Jared Leto) arbeitet er für seine Eltern, bis er eines Tages Zeuge einer Schießerei wird. Von da an steht für Yuri fest: Er ist definitiv in der falschen Branche, denn eines der menschlichen Grundbedürfnisse sind nun mal Waffen und die gilt es zu beschaffen. Zusammen mit Vitaly beginnt Yuri zuerst mit kleineren Deals, arbeitet sich aber schnell in die Kreise der ganz großen Waffenhändler vor. Während Yuri mit dem moralischen Zwiespalt, schließlich verkauft er mit den Waffen auch gleichzeitig den Tod vieler Menschen, gut zurecht kommt, hält Vitaly dem Druck nicht Stand und greift immer öfter zu Kokain. Von nun an muss Yuri allein die Geschäfte schmeißen und entdeckt dabei, dass er ein wirkliches Talent zum Waffenhandel besitzt. Besonders nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion sieht Yuri seine große Chance gekommen. Millionen von Waffen, Panzern und Kampfhubschraubern bunkern nutzlos in seiner alten Heimat Ukraine und sind für die richtigen Kunden Milliarden wert. Nach und nach baut sich Yuri ein Waffenhandel-Netzwerk auf, das besonders in den kleinen Diktaturen Afrikas auf viel Gegenliebe stößt. Zu Yuris Partnern zählen Staatsoberhäupter, Rebellen, Friedenskämpfer und Regierungen aus der ganzen Welt. Seine Frau Ava (Bridget Moynahan) ahnt zwar, dass Yuris angebliches „Geschäft im Transportwesen“ nicht ganz der Wahrheit entspricht, sorgt sich aber nicht weiter um die vielen Reisen ihres Mannes. Doch das Doppelleben als internationaler Waffenhändler einerseits und sorgender Ehemann und Familienvater andererseits ist nicht das einzige Problem, mit dem Yuri zu kämpfen hat. Auch die Behörden sind mittlerweile auf den „Lord Of War“ aufmerksam geworden. Besonders der junge Interpol-Agent Jack Valentine (Ethan Hawke) hat es sich zur Lebensaufgabe gemacht, den Waffenboss endlich hinter Gitter zu bringen. Aber Yuri ist dem Gesetz immer einen Schritt voraus, oder macht das Gesetz etwa absichtlich einen Bogen um ihn? Sowohl Yuri als auch Jack müssen bald einsehen, dass in der heutigen Welt Moral nur noch auf dem Papier existiert...
    Quelle

    Ein sehr unterhaltsamer Film, wenn auch teilweise ein wenig langatmig. Mit bissigen Sprüchen und einer gehörigen Portion Humor wird das durchaus ernste Thema gekonnt aufgelockert.
    Mit starken Scenen wird immer wieder auf die moralische Seite von Yuris Job verwiesen, hier weiß besonders Jared Leto zu überzeugen.
    Nicolas Cage, hat mir wieder einmal nicht besonders gefallen. Er beweist wieder einmal das er es wie keine Zweiter versteht, 90 Minuten mit dem gleichen Gesichtsausdruck zu spielen. Aber das tut seiner Rolle keinen Abbruch, da es perfekt zu den zynischen Kommentaren passt. Und Sätze wie: "An Bin Laden hab ich nie verkauft. Nicht aus moralischen Gründen, aber seine Schecks waren nicht gedeckt!" würde ich gern öfters sehen/hören.

  • #2
    Jo, ich fand den Film auch sehr klasse, weil er es versteht auf unterhaltsame und witzige Weise (etwas paradox bei dem Thema) doch sehr deutlich die Problematik mit dem Waffenhandel in unserer Welt aufzuzeigen.
    Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
    Makes perfect sense.

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    • #3
      Wenn man bedenkt das der Film ohne finanz. Unterstützung von Hollywood gedreht wurde, ist das ein sehr grasser und ungewöhnlicher FIlm. Und wäre nicht Cage in dem Film, würde der nicht ganz so gut sein wie ers ist
      Wir sind Borg! Widerstand ist Zwecklos

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      • #4
        Einerseits bin ich sehr hoffnungsvoll in den Film gegangen, andererseits wusste ich nicht genau was mich erwartet. Ein Kriegsfilm? Ein Actionfilm? Eine Dokumentation wie vierorts erwähnt? Ich kannte eigentlich nur die eine Szene aus der Vorschau und als dann gleich in der ersten Minute des Films eben dieses

        „Es gibt weltweit 550 Millionen Waffen. Das bedeutet, dass jeder zwölfte Mensch auf diesem Planet eine Waffe besitzt. Die einzige Frage ist nun: Wie bewaffnen wir die restlichen 11?“

        in Szene gesetzt wurde waren meine minimalen Erwartungen wieder bei Null. Alles was ich über den Film wusste habe ich jetzt auch gesehen und alles was danach kommt ist neu. Nichts auf das warten könnte was ich bereits in der Vorschau gesehen habe. Nun gut, ist ja grundsätzlich positiv weil man sich die Überraschungen für den Moment aufhebt in dem man sie sieht.

        Es ist jetzt im Nachhinein auch gar nicht so leicht zu beschreiben wie ich den Film finde. Es ist auf jeden Fall ein sehr interessanter Streifen gewesen der beizeiten in meiner kleinen beschaulichen DVD Sammlung landen wird. Ich werde ihn aber sicher nicht zu einem "Kultfilm" hochstilisieren da er weder eine besonders neuwertige aus der Maße herausragende Story erzählt und auch vom Filmstil nichts noch nie dagewesenes ist.

        Zur Handlung:

        Nic Cage ist ein guter Schauspieler, daran besteht nur selten ein Zweifel. Seine Mimik und sein Spiel ist einstudiert bzw. festgelegt und die packt er in den meisten seinen Filmen auch aus. Auch hier. Das ist stimmig wenn der Film zu ihm passt und es ist deplatziert wenn es eben nicht auf ihn zugeschnitten ist. Hier in "Lord of War" passt es perfekt weil er den Waffenhändler damit wirklich gut charakterisiert. Im Allgemeinen wurde der Charakter "Yuri Orlov" gut beschrieben und an den meisten Stellen ist man sich nicht sicher ob man ihn nun hassen oder mögen soll. Einerseits der kaltblütige Waffenhändler, andererseits der sympathische Ukrainer mit Familie und seinen charakterlichen Vorzügen.

        Die Story ist sehr eingänglich, vor allem weil so viel Wahrheit dahintersteckt. Die Waffenwirtschaft floriert und damit steigen auch Menschen wie Orlov auf. Das seine einzige Motivation offensichtlich nur "weil ich gut darin bin" ist, schadet den Film nur wenig. Eine tiefere Ursache für sein Tun obwohl er damit seiner Familie schadet würde eventuell leicht deplatziert wirken wenn es unrealistisch dargestellt wird. Aufgrund der ja doch limitierten Länge des Films bestand auch nie der Anspruch eine komplette tiefsinnige Darstellung der Motivation und des kompletten Werdegangs von Orlov zu beschreiben. Der Fokus konzentriert sich auf die Situation an sich. Die Waffenwirtschaft und die politischen und gesellschaftlichen Käufer.

        Dennoch ist "Lord of War" ein sehr guter Film der die weltweite Situation der 80er und 90er und auch der heutigen Zeit sehr gut beschreibt. Wie schon eingangs erwähnt, der Waffenhandel floriert und die daran beteiligten sind stets skrupellos - auch wenn sie nicht selbst töten wollen. Die "Entschuldigung", dass wenn sie persönlich aufhören jemand anderer ihren Platz einnehmen würde ist eine vielzitierte Phrase die leider auch stimmt. Auch wenn sie niemals eine wirkliche Entschuldigung sein darf.

        Aber auch die Staatschefs – egal ob aus Afrika, Asien oder dem Rest der Welt – sind wesentliche Bestandteile dieses Films und der Realität. Die Szene in der Juri und Vitali die Kämpfer in Sierra Leone beliefern und nur 100 Meter weiter beobachten müssen wie mit ihren Waffen eine Siedlung niedergemetzelt wird war packend und gut dargestellt. Vor allem weil man weiß, dass das die Realität ist.

        Der in dieser Szene auch enthaltene Tod von Yuris Bruder Vitali der sich selbst und einen Teil der Waffen sprengt war sehr dramatisch. Auch die Reaktion von Juri der genau weiß, dass er zumindest jetzt weitermachen muss um zu überleben. Andererseits war auch hier klar, dass dies kein Wendepunkt in seinem Leben sein wird. Dafür ist er „viel zu gut darin“. Der Gegenpol zu seiner Liebe zu seinem Job ist seine Familie die ihn verlässt bzw. verstößt. Der Preis den er dafür zahlen musste. Wenn man es nicht besser wüsste könnte man jetzt fast glauben, er würde nur weitermachen weil er sowieso nichts mehr zu verlieren hat. Dem Charakter „Orlov“ nach ist aber klar, dass er sowieso nie dem Waffenhandel den Rücken kehren würde. Daran bestand auch in dem halben Jahr kein Zweifel als er sich seiner Frau und seinem Kind zuliebe aus dem Geschäft zurückzog. Das Auftauchen seines Geschäftspartners war da nur ein willkommener Grund wieder zurückkehren zu „müssen“.

        Tja, was soll ich jetzt abschließend über den Film sagen? Ein sehr interessanter, humorvoll-zynischer böser Film der aber hingegen der allgemeinen Meinung nichts kultverdächtiges an sich hat. Das würde weder der nette Beginn wo man den „Lebensweg“ einer Patrone sieht noch der komplette Stil bzw. Aufbau oder die Handlung des Films rechtfertigen. Es ist einfach eine „Dokumentation“ über die weltweite Waffensituation in der die Händler und die Abnehmer dargestellt werden. Sehr gut umgesetzt von den Verantwortlichen und sehr gut gespielt von den Schauspielern. Inwieweit der Film in die Geschichte eingehen wird und – im kleineren Maßstab gesehen – ob der Streifen bei mir selbst einen tieferen anhaltenderen Eindruck hinterlassen wird, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen. Es bleibt also abzuwarten, ob ich „Lord of War“ auch nach der anfänglichen Euphorie und dem aktuellen Hype noch zu den Besten der Zeit zählen werde oder ob er sich einfach nur in eine lange Liste von guten Filmen die man sich von Zeit zu Zeit mal nebenbei ansieht einreiht.
        "Aufgrund eines Pünktlichkeitsdefizits verspätet sich dieser Beitrag um 64+ ms" | #Krümelchen2018
        "Bajoranische Arbeiter...." - Hamburg Silvester 2016/17

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        • #5
          Eine der besten/krassesten Szenen die ich seit langem gesehen hab. "Die Perspektive einer Patrone". Fand ich persönlich ne ganz schön findige Angelegenheit!

          Insgesamt hat mir an dem Film der Blickwinkel recht gut gefallen. Aber wie schon erwähnt, mitunter etwas langatmig das Ganze.
          Lieber eine Kerze anzünden, als über die Finsternis klagen.
          Schrimps und Krabben haben das Herz im Kopf.

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          • #6
            Unerwartet kritisch. Ich habe den Film kurz nach Syriana gesehen und dachte zuerst es wäre reines Unterhaltungskino zum "entspannen". Das war es dann aber nicht.

            Der Film behandelt IMO ein ernstes Thema. Dieser Film wirkte wie ein "Syriana" der Waffen auf mich. Nicht ganz so genial und detailiert - mit ein paar Jokes zwischendrin, aber dennoch sehr gut. Ich würde dem Film 5 Sterne geben.

            Besonders "berührt" hat mich die Szene, als der Bruder von Cage bei dem Dorf ... nunja wer den Film gesehen hat weis welche Szene ich meine!
            Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
            Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
            Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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            • #7
              Der Film hat mich richtig aus dem sitz gerissen. Der war voll cool. Super lustig gemacht, aber zeigt dennoch die grausame Seite der Waffen. Nic Cage ist eindeutig eine ideale Besetzung für die Rolle des Juri. Er bringt es wie immer genau auf den Punkt.
              Sehr gut fand ich den Anfang, als man das Leben einer Patrone von der Geburt bis zum Tod sieht.
              Der Film hat auch geile Sprüche wie "An Bin Laden hab ich nie verkauft. Nicht aus moralischen Gründen, aber seine Schecks waren nicht gedeckt!"
              Gut gefallen hat mir auch das es mehr oder weniger ein Happy End gab. Das ist schon realitisch dargestellt, aber sehr traurig, dass sowas möglich ist. Irgendwie kommt Ethan Hawk auch als Bösewicht rüber, obwohl er der gute ist und nur die besten Absichten hat.

              5 von 6
              "Indeed" Teal'C "Darth Vader"
              "Do or do not, there is no try" Yoda
              "Nur Pessimisten schmieden das Eisen, solange es heiß ist. Optimisten vertrauen darauf, daß es nicht erkaltet." Peter Bamm

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              • #8
                also, hab mir den film heute angeguckt und fand ihn eigentlich sehr gut.
                zeigt so alle vor und nachteile eines waffenhändlers.
                wie schon gesagt, waren die szenen sehr gut und die sprüche waren auch klasse.
                aber ich fand eigentlich nicht, dass er zu langatmig war.
                nur ein bisschen hat es micht überrascht, dass er bei seinem gegenspieler, der politiker, abgedrückt hat.
                aber naja, an sich ein sehr guter film.
                achja, die szene mit dem flugzeug war auch gut oder ? wo er die waffen schnell verschwinden lassen musste und sie schnell den bauern gegebn hat.
                und zum schluss mit dem fbi-agenten. wo er ihm erklärt hat, was passiert.
                aber was mich wirklich etwas naja, "geschockt" hat, war das mit dem 5 ländern, die die meisten waffen liefern aber auch einen festen sitz im UN sicherheitsrat haben.
                Die USA, Frankreich, Russland, Großbritannien und China sind die größten 5 Waffen-Exporteure, und auch die 5 ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat.

                Volksbegehren für DS9

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                • #9
                  Zitat von Captain Sulu
                  also, hab mir den film heute angeguckt und fand ihn eigentlich sehr gut.
                  zeigt so alle vor und nachteile eines waffenhändlers.
                  wie schon gesagt, waren die szenen sehr gut und die sprüche waren auch klasse.
                  aber ich fand eigentlich nicht, dass er zu langatmig war.
                  nur ein bisschen hat es micht überrascht, dass er bei seinem gegenspieler, der politiker, abgedrückt hat.
                  aber naja, an sich ein sehr guter film.
                  achja, die szene mit dem flugzeug war auch gut oder ? wo er die waffen schnell verschwinden lassen musste und sie schnell den bauern gegebn hat.
                  und zum schluss mit dem fbi-agenten. wo er ihm erklärt hat, was passiert.
                  aber was mich wirklich etwas naja, "geschockt" hat, war das mit dem 5 ländern, die die meisten waffen liefern aber auch einen festen sitz im UN sicherheitsrat haben.
                  Dem kann ich nur zustimmen!
                  Hammer Film! Vor allem Nicholas Cage war wirklich grandios!
                  Auch mich haben diese letzten beiden Sätze einigermassen geschockt.
                  Aber es ist wirklich bezeichnend!
                  Aber auch Ethan Hawke als Interpol Agent hat mir wirklich sehr gut gefallen!
                  Das Schicksal beschütz Kinder, Narren und Schiffe namens Enterprise

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                  • #10
                    Vielleicht hab ichs ja auch überlesen, aber es heißt "Lord of War - Händler des Todes" nicht Krieges...
                    achja der Film selbst ist einfach ein muss, für jeden Filmliebhaber...und da er ja eigentlich ein Drama ist, spricht der Film sich sogar noch gegen (Waffen-)Gewalt aus, dürfte aber auch den anderen Genrefans gefallen, wie ich finde...
                    achja 6 Sterne

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                    • #11
                      Tach auch,

                      ich hab mir den Film vor einigen Tagen auf DVD angetan und muss sagen ein recht guter Film.
                      Besonders toll fand ich am Anfang die Perspektive aus der Sicht einer Patrone, wirklich gelungen muss ich sagen. Auch die Schauspieler und die Story war ganz ok, auch der etwas eigene Humor war ganz gut angebracht. Was mich auch etwas erschreckt hat waren die Einblendungen zum Schluss mit den 5 größten Waffenhändlern...
                      Der beste Satz im Film (sinngemäß) : Es gibt 550 Millionen Waffen, statistisch gesehn hat jeder 12. Mensch auf dem Planeten eine, da stellt sich eine Frage... wie rüstet man die anderen 11 aus.
                      Zitat: Alle umlegen soll Gott sie aussortieren!
                      Filmbewertung: Ab 12, der Held bekommt das Mädchen. Ab 16, der Böse bekommt das Mädchen. Ab 18, alle bekommen das Mädchen.

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                      • #12
                        super dialoge. einer der filme bei denen die stimme aus dem off nicht stört sondern passt. nicolas cage passt perfekt zu der rolle. ein tolles ende. tolle farben. toller soundtrack. ach ja, hab ich schon vergessen zu sagen das der film toll ist?
                        sqrt(x^2) = Frieden

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                        • #13
                          Ein sehr guter Film, der ja eher ungewöhnlich von der Ezählweise, den ganzen Flm über nicht auf die Off-Stimme von Nick Cage verzichtet. Für meinen Geschmack hätte der Film noch einen Tick bissiger sein können. Dennoch ein Film, der nicht ohne Grund außerhalb des Hollywood Systems enstanden ist und mit dem Andrew Niccol, nach Gattaca ein zweites mal voll überzeugt. Meine Wertung: 8,5 von 10 Punkten
                          Rygel: "I've got an new Philosophy Crichton. What used to be important isn't and what should be important never will be."

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                          • #14
                            Der Film ist schon halb-dokumentarisch. Je länger er läuft, desto weniger wird auf Humor gesetzt. Letztenendes ist der Film äußerst hart für's Gemüt (zumindest für Meines).
                            Gekonnter, böser Humor lockert alles etwas auf, aber letztenendes zeigt einem der Film, wie schlecht die Welt ist, wie sie wirklich diesbezüglich funktioniert.
                            Mich hat der Film nachher ziemlich desillusioniert gelassen. Es ist einfach unglaublich traurig und hart.

                            Ihr merkt schon, ich kann gar nicht so richtig auf den reinen Inhalt eingehen. Der Film wirkt bei mir im Ganzen. Er öffnet die Augen! Klar, irgendwie wussten wir das vielleicht, haben uns das gedacht, aber hier wird einem das Ganze perfide System deutlich gemacht!

                            Jared Leto muss ich loben: Er war mal wieder schön wandlungsfähig. Ethan Hawke gewohnt klasse! Leider zu wenig Szenen mit ihm. Nic Cage, auch wenn er hier keineswegs seine ganze Bandbreite zeigt, war einfach richtig gut! Seine Fast-Gewissenlosigkeit, gepaart mit seinen Ängsten und seinen Grenzen und der zunehmenden Apathie und depressiveren Stimmung brachte er klasse auf mich rüber.

                            Negative Punkte am Film? Ja, schon. Er war etwas zu träge.

                            Nichtsdestotrotz: Ein hervorragender Film, den man sich vermutlich aber nicht gerade häufig anschauen kann. Ich gebe ihm locker 9 von 10 Punkten!
                            Und mein Respekt und meine Vorfreude auf weitere Filme von Regisseur (Gattaca) und Drehbuchautor (Gattaca, The Terminal, The Truman Show) Andrew MacNiccol steigt weiter!
                            Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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                            • #15
                              Lord of War ist der in der qualität schwankenste Film, den ich je gesehen habe.
                              Der Film beginnt mit einem Maß an Zynismus, dass es einem das Blut in den Adern gefrieren lässt und die Handlung nimmt relativ schnell fahrt auf, doch ab der Mitte des Films mutiert er zu einer mehr als erbärmlichen Antikriegsshow, die die schlimmen Zuständen in Bürgerkriegsgebieten darstellt und das die Waffenhändler das Elend fördern.

                              Für alle Menschen die sich gerne von der schrecklich bösen Welt überraschen lassen, sicher in intressanter Film, doch hatte ich mir bei dem Maß an Zynismus mit dem der Film beginnt doch eher einen zynischeren Blick auf das Leben des Yuri Orlov gewünscht und keinen rettet die Welt film, von denen es leider viel zu viele gibt
                              ihr seid doch alle nur neidisch, weil die leisen stimmen nur zu mir sprechen

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