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Vergleich: Film - Buch

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  • Vergleich: Film - Buch

    Nachdem ich gerade gelesen habe, dass Andromeda der Film besser gefallen hat, als das Buch und ja sehr oft die Bücher besser sind als die Filme, möchte ich hier die Member befragen, die das Buch gelesen haben, was sie besser fanden. Buch oder Film.

    Ich habe nur den Film gesehen, kann deshalb keine Meinung Abgeben.
    Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum!
    Bilder vom 1. und 4.Treffen

  • #2
    Ich fand das Buch sehr sehr langatmig und musste mich streckenweise zum Weiterlesen zwingen.
    Ich hab halt nicht so gern endlose Landschaftsbeschreibungen. Es interessiert mich auch nicht brennend, ab links am Wegrand drei oder nur zwei Steine liegen. Auch sind mir die Personen viel zu zweidimensional beschrieben. Sie haben für mich zuwenig Tiefe und Persönlichkeit. Es gibt kaum Dialoge, fast nur Monologe (ich nenn´s Gschwafel).
    Ach, ich mag einfach Tolkiens Stil nicht *bittenichtschlagen*

    Aber den Film mochte ich sehr!! Alle Schwächen des Buches sind ausgeglichen, übrig ist eine spannende Handlung, annehmbare Dialoge und tolle Landschaftsaufnahmen.

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    • #3
      Selbstverständlich ist das Buch besser!

      Tja... zu Recht hat der Herr der Ringe den Beinamen "Buch des Jahrhunderts". Der Text deckt beinahe das ganze Spektrum an Emotionen ab, er steckt voller Gleichnisse und (unfreiwilliger?) Analogien, die beschriebene Welt ist lebendig und wird durch Tolkiens Akribie in unserer Phantasie zum Leben erweckt (@T`Shek: Gerade die "langweiligen" Stellen tragen enorm zur Atmosphäre bei! Hast Du Dich nicht auch schon gefragt warum Peter Jackson einen so brilianten Film gemacht hat? Weil er sich an Tolkien hielt, der in uns und auch in P.Jackson ein Bild von Mittelerde gezeichnet hat, das wir seit dem ersten Mal lesen in uns tragen.), des weiteren liest man vom ewigen Kampf des Guten gegen das Böse, ausgetragen durch die vielfältigsten und trotzdem "menschlichen" Charakteren (auch wenn es teilweise Elben oder Zwerge sind), es geht um uralte aber effektive Motive wie Freundschaft, Treue, Hass, Rache, etc... Für mich stecht im Herrn der Ringe einfach alles drin, was ein gutes Buch ausmacht.

      Für Tolkien war das Schreiben bzw. allgemein der Umgang mit der Sprache eine Kunst. Er war sich bewußt, daß diese Kunst nicht jeder versteht, aber trotz allem ist es eine sehr bedeutende Kunst. Dem einen gefällts, dem anderen nicht... so ist der Stand der Dinge.

      Gene
      Live well. It is the greatest revenge.

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      • #4
        Also was mir sehr gefällt ist, dass viele Sätze im Film vom Buch beinahe 1:1 übernommen wurden.
        'To infinity and beyond!'

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        • #5
          Ich denke meine Ansicht ist am ehesten etwas in Richtung von 2/3 T'Shek mit 1/3 Gene und einer Prise Nazgûl....

          Im Endeffekt mag ich sowohl Buch als auch Film!

          Genauso wie ich Harry Potter mag
          »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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          • #6
            Also nachdem ich offenbar der Grund für diesen Thread bin (zuviel der Ehre ) möchte ich hier nochmal explizit meine Meinung kundtun:

            Ich persönlich halte den Herrn der Ringe auch für langatmig und langweilig. Er ist voll von Motiven aus verschiedenen Mythen und Sagen - alles zusammengeklaut. Mir persönlich sagt das alles ziemlich wenig. Ich habe das Buch eigentlich nur gelesen, weil alle davon gesprochen haben, wie toll es sei, und mir ist die Faszination leider total entgangen.

            Die Figuren sind - Tolkien war ja historischer Sprachwissenschaftler und soviel ich weiss auch Experte in mittelalterlicher Literaturwissenschaft - den Darstellungen in mittelalterlichen Epen angeglichen, wo man keine Charaktere kennt sondern Typen (den Helden, den Verräter, den Bösewicht...). Die einzige Stelle, wo die Figuren Leben bekommen, ist meiner Meinung nach die, wo Frodo und Sam allein unterwegs sind. Diese Stelle hat mich wirklich gefesselt und berührt.

            Meiner Meinung nach merkt man einfach, dass Tolkien eigentlich Sprachwissenschaftler war. Er kann sich seitenlang über eine Sprache auslassen und Namen und Bedeutungen erklären während ich schon zappelig bin, wie denn die Handlung weitergeht. Er benutzt besondere Stilmittel um den Roman alten Epen anzugleichen. Dieser Stil ist mir einfach zu langweilig und zu mühsam für ein Buch, dass ich nur zu meinem Vergnügen lese.

            Den Film finde ich, wie ja schon erwähnt, gut gelungen. Meiner persönlichen Meinung nach, sind beim Herrn der Ringe-Film die Kürzungen sehr zu begrüßen. Die ganzen toten Motive sind rausgenommen worden. Alles geht straffer und zügiger. Und endlich kommt auch mal was "menschliches" rein, mit der Romanze. Und ich habe auch mehr von der Freundschaft zwischen den Gefährten gespürt. Das alles geht für mich im Buch leider total unter.

            Und ja, ich habe das Buch (in 3 Versionen) gelesen, BEVOR ich den Film gesehen habe

            @Gene:
            Ach ja und was ich noch sagen wollte: Also ich hatte gar kein Bild von Mittelerde im Kopf als ich das Buch gelesen habe, weil ich bei den langatmigen Landschaftsbeschreibungen immer automatisch abgeschaltet habe. Sorry, aber das passiert bei mir, wenn etwas zu genau beschrieben wird. Wenn etwas nur angedeutet wird, dann formen sich Bilder vor meinem geistigen Auge. So aber wurde meine Phantasie buchstäblich erstickt.

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            • #7
              Du hast zweifelsohne Recht! Tolkien hat sich mit Sagen und Sprachen enorm viel Mühe gegeben! Aber gerade das macht den Herrn der Ringe IMHO zu einem besonderen Buch. Einen Hintergrund hat jedes Fantasy-Werk. Einen Hintergrund wie eine zweite Erde hat kaum ein anderes Werk. Einen Hintergrund der genausogut echt hätte sein können hat keines außer dem HdR.

              Sicher, das ist ein Bonus, der dazukommt, aber das ist das Flair des Herrn der Ringe, es ist nicht einfach eine Geschichte von 9 oder 12 oder 1.900 Leuten, es ist die Geschichte eines Kontinentes über viele Jahre hinweg, es ist ein Reisebericht über einen halben Kontinent, es ist eine Sage.

              Langweilig finde ich das nicht so sehr. Und der Film kann davon nur einen Teil einfangen... Obwohl man sich schon alle Mühe gegeben hat, die nur möglich war. Und gute Arbeit geleistet hat......

              Bevor ich Homer oder Ovid im Original lese würde ich immer den HdR vorziehen, einfach weil es ein spannendes Buch ist das mehr als nur ein bisschen Hintergrund und viel Action...
              »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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              • #8
                Ich hab ja gesagt: Dem einen gefällt es, und dem anderen nicht.
                Außerdem bin ich mir der "Problemzonen", die der Durchschnittsleser bei der Lektüre des Herrn der Ringe erkennen mag, durchaus bewußt.

                Wer beispielsweise Goethe nicht versteht, wird ihn auch nicht mögen. Aber das ist egal, in dem Fall greift er halt zu leichterem Lesestoff.

                Gene
                Live well. It is the greatest revenge.

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                • #9
                  Ich bin zwar erst im 6.Kapitel des ersten Buches, aber schon jetzt kann ich sagen, dass mir das Buch besser gefällt als der Film.

                  Zweifelslos, der Film war klasse und ich hab ihn wirklich genossen.
                  Aber das Buch schafft eine noch bessere Atmosspähre als der Film.
                  Besonders bei den Teilen der Geschichte, die im Film net vorkamen.

                  Ok, der erste Teil ist etwas langatmig, aber je weiter man liest, desto schwerer läßt dich die Geschichte los.
                  To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, to draw closer, to find each other and to feel - that is the purpose of life.
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                  • #10
                    Original geschrieben von Gene
                    Ich hab ja gesagt: Dem einen gefällt es, und dem anderen nicht.
                    Außerdem bin ich mir der "Problemzonen", die der Durchschnittsleser bei der Lektüre des Herrn der Ringe erkennen mag, durchaus bewußt.

                    Wer beispielsweise Goethe nicht versteht, wird ihn auch nicht mögen. Aber das ist egal, in dem Fall greift er halt zu leichterem Lesestoff.

                    Gene
                    Das ist wohl wahr. Allerdings habe ich in meinem Studium sehr viel schwierigen Lesestoff genau behandelt, und muss mir das in der Freizeit zu meinem Vergnügen nicht antun.

                    Ich habe sehr oft bemerkt, dass Leute, denen etwas gefällt, dann irgendwann die Argumente ausgehen, warum es ihnen gefällt - vor allem, wenn es andere gibt, die genauso gute Gegenargumente bringen (bei Geschmacksfragen ist das eben so) - und dann meinen, die anderen hätten das halt nur nicht verstanden.

                    Vielleicht solltest du nicht immer andere Leute abwerten, nur weil ihnen nicht gefällt, was du so hoch in den Himmel jubelst. Ich kenne genug Akademiker, die sicher nicht dumm sind, und denen der Herr der Ringe auch nicht gefällt. Das ist eben reine Geschmackssache.

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                    • #11
                      Ich bitte um Verzeihung, Andromeda. Denn offenbar war mein Beitrag so mißverständlich, daß Du ihn falsch interpretiert hast.

                      Ich unterstelle den Leuten, die den Herrn der Ringe nicht mögen, doch keinesfalls, sie wären dumm oder ungebildet! Ich wollte darauf hinaus, daß zum Herrn der Ringe eine unglaubliche "Lesedisziplin" notwendig ist, die nicht jeder aufbringen will/kann/etc. Ich bin halt der Ansicht, daß man - wenn man viel an Zeit und Lesedisziplin in das Buch investiert - enorm viel zurückbekommen kann.

                      Das hat mit Dummheit überhaupt nichts zu tun. Ein abstraktes Bild gefällt beispielsweise auch nicht jedem auf Anhieb. Erst wenn man sich damit auseinandersetzt, die Hintergründe des Malers erforscht und viel "Lernbereitschaft" mitbringt, kann es so weit kommen, daß dieses Bild, dem man vorher überhaupt nichts abgewinnen konnte, plötzlich zu einem Kunstwerk wird.

                      Ich hoffe, das war jetzt klarer und unmißverständlicher ausgedrückt.

                      Gene
                      Live well. It is the greatest revenge.

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                      • #12
                        Was mich am Film am meisten stört, ist das man den Eindruck gewinnen könnte, dass zwischen Begin und Ende des Filmes etwa 2 Wochen liegen könnten. Im Buch sind es (soweit ich mich noch erinnern kann) knapp ein 3/4 Jahr.

                        Im Buch hat mir eigentlich nur.... (Jetzt kommt ein Buch Spoiler, der im Film nicht verarbeitet wird)


                        Spoiler

                        die Berfreiung des Auendlandes nicht gefallen. Tolkien empfand diesen Teil ganz wichtig, imho hab ich mir aber schwer getan, dass die eigentliche Ringsaga ab etwas mehr der Hälfte von "Die Rückkehr des Königs" schon zu ende ist.
                        Ich bin auch sehr gespannt wie - oder ob - Saruman ins Gras beisst, denn der starb erst bei der besagten Befreiung
                        No dictator, no invader can hold an inprisoned population by force of arms forever. There is no greater power in the universe than the need for freedom. Against that power governments and tyrants and armies cannot stand. The Centauri lerned this lesson once. We will teach it to them again. Though it take 1000 years, we will be free. (G'Kar)

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                        • #13
                          Das stimmt allerdings, das ist etwas doof rübergekommen. Ansonsten stimme ich dir zu (inkl. dem, was im Spoiler steht). Diese "Episode" im Buch fand ich auch etwas dämlich, so als ob man unbedingt noch was dazuschreiben hätte müssen, weil das Buch sonst zu "kurz" *IRONIE* gewesen wäre.

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                          • #14
                            Ihr fandet die Befreiung des Auenlandes als störend?
                            Unfaßbar... gerade dieses Kapitel bringt enorm viele Handlungsstränge zu einem Ende und rundet das Buch meines Erachtens irgendwie ab. Wenn es dieses Kapitel nicht gäbe, würde man sich Fragen stellen, die etwa so lauten können: "Was ist mit Saruman passiert?", "Was erwartet die vier Hobbits nach ihrer Rückkehr?", "Kehren sie überhaupt ins Auenland zurück?", "Was geschieht mit dem roten Buch der Westmark (das ja die Grundlage für den Herrn der Ringe darstellt)", usw...

                            Gene
                            Live well. It is the greatest revenge.

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                            • #15
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