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[Buchbesprechung] George R. R. Martin: Eis und Feuer (TV-Serie "Game of Thrones")

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  • Zitat von Keymaster Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    ich hoffe dieser Thread hier ist der richtige für meine Frage, aber würdet ihr jemandem die Bücher empfehlen der nur die Serie GoT kennt ?
    Ich weiß die Frage klingt zuerst ziemlich dämlich, aber ich habe schon oft von Fans gehört, das die Bücher nur bis zu einem bestimmten Punkt wirklich lesenswert sind und die Serie im Ganzen betrachtet besser seien soll als die Buchreihe, was meint ihr davon ? Ist dieses Empfinden nur Geschmackssache oder ist da tatsächlich was dran ?
    Das kommt darauf an, ob du zum jetzigen Zeitpunkt wirklich an einer anderen Version der Geschichte interessiert bist, auf deren Ende man noch lange warten muss (sofern überhaupt ein Ende geschrieben wird). Was ich aus Eindrücken aus dem Netz entnehmen konnte ist, dass sehr oft Leute, die an den Büchern gefallen gefunden haben, die Adaption im Nachhinein weniger gut einschätzen.

    Ob die letzten beiden veröffentlichten Bände nicht wirklich lesenswert sind muss jeder für sich entscheiden. Diese sind aufgebläht und man hat den Eindruck, dass der Autor den roten Faden zu verlieren beginnt. Andererseits weisen A Feast for Crows (Band 4) und A Dance with Dragons (Band 5) auch einige der meiner Meinung nach besten Handlungsstränge/Handlungstellen auf, die es entweder nur auf unbefriedigende Weise oder auch gar nicht erst in die Serie geschafft haben. Außerdem ist zu beachten, dass die Bände im deutschen geteilt wurden und demnach 10 deutsche Bücher erschienen sind.

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    • Zitat von Keymaster Beitrag anzeigen
      Hallo zusammen,
      ich hoffe dieser Thread hier ist der richtige für meine Frage, aber würdet ihr jemandem die Bücher empfehlen der nur die Serie GoT kennt ?
      Ich weiß die Frage klingt zuerst ziemlich dämlich, aber ich habe schon oft von Fans gehört, das die Bücher nur bis zu einem bestimmten Punkt wirklich lesenswert sind und die Serie im Ganzen betrachtet besser seien soll als die Buchreihe, was meint ihr davon ? Ist dieses Empfinden nur Geschmackssache oder ist da tatsächlich was dran ?
      Die Bücher sind IMO so eine Sache. Ich für meinen Teil habe sie sehr gerne gelesen. Allerdings braucht GRRM oft recht lange um in die Gänge zu kommen. Seine ersten Buchhälften (dank der dt Zweiteilung jedes zweite Buch ) ziehen sich oft schon recht arg. Hier hat die Serie mehr Tempo und ist oft auch besser.

      Andererseits haben D&D auch so manche Verschlimmbesserungen bei der Verfilmung eingebaut, so dass die Bücher logischer und somit auch oft besser erscheinen.

      Die letzten beiden (auf deutsch 4) Bände blähen, wie Anvil schon richtig gesagt hat, die Story noch einmal mit weitaus mehr Nebensträngen als in der Serie auf. Hier empfehle ich die hier bereits gepostete chronologische Reihenfolge, da IMO spannender. Manche Auslassungen und Veränderungen kann ich in der Serie da gut verstehen, andererseits wird Westeros dadurch noch eine Spur größer und die Story epischer.

      Alles in allem hat beides seine Vorzüge und Schwächen. Manches bevorzuge ich bei GRRM manches bei D&D. Das größte Manko der Bücher ist wohl, dass sich GRRM zu sehr verzettelt hat und nun anscheinend keinen wirklichen Bock mehr darauf hat die Geschichte zu Ende zu bringen.

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      • Ich empfehle einfach bei den letzten Bücher einige Kapitel komplett zu überspringen.
        Tyrions komplette Reise, zum Beispiel dieser Mummenschanz als er mit der anderen Zwergin im Zirkus auftritt, oder der komplett Bogen um Dorne und diesen Möchtegern-Königen, der versuchen an die Drachen zu kommen, dass ist alles reinster Dünnpfiff und in Form von Hörbüchern, die man während der Autofahrt konsumiert höchst gefährdend.

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        • @markus1983: Ich hatte zwar eine Frage an dich gerichtet, aber nun gut!


          Keymaster schrieb:... 1. ich hoffe dieser Thread hier ist der richtige für meine Frage, aber würdet ihr jemandem die Bücher empfehlen der nur die Serie GoT kennt ?
          2.
          Ich weiß die Frage klingt zuerst ziemlich dämlich, aber ich habe schon oft von Fans gehört, das die Bücher nur bis zu einem bestimmten Punkt wirklich lesenswert sind und die Serie im Ganzen betrachtet besser seien soll als die Buchreihe, was meint ihr davon ? Ist dieses Empfinden nur Geschmackssache oder ist da tatsächlich was dran ?
          zu 1.
          Ich empfehle dir, die Saga zu lesen.

          zu 2.

          Wow! Die Serie besser als die literarische Vorlage.... Eindeutig: Nein!

          Wie schon erwähnt, haben gerade die letzten beiden Bücher (das letzte Original) ihre Längen und den benannten Szenen stimme ich zu, aber das einzige, was ich an der Serie als besser erachte, ist, dass wir wesentlich früher das Ende erfahren werden.

          Ich hoffe so sehr, dass der nächste Band wenigstens im kommenden Jahr herauskommt und verliere langsam die Geduld mit dem Autor.

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          • Die ersten drei Bände (der englischen Ausgabe, in der deutschen hat jeder englische Band zwei Bücher) sind wirklich lesenswert, vier und fünf (englisch, 7-10 deutsch) leider eher weniger.

            Das ist aber ein Problem das die allermeisten Fantasyserien haben, nämlich, dass Autoren nach einem stringenten Beginn früher oder später ins Laber kommen und sich total verfransen. Und bei "Erfolgsautoren" traut sich dann auch kein Lektor mehr, dem Autor auf die Füsse zu treten. Ich nenne das Morbus Jordan, nach Robert Jordan und seiner Wheel of Time serie, die er so ab Band 5 in den Sand gesetzt hat.

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            • Zitat von Anthea Beitrag anzeigen
              Wow! Die Serie besser als die literarische Vorlage.... Eindeutig: Nein!
              Das ist pauschal kaum zu beantworten. Zunächst ist das mal eine Grundsatzentscheidung, ob man lieber bewegte Bilder mit komprimierter Story mag, oder eher ausschweichende Geschichten und Umschreibungen in Textform vorzieht.
              Ein Vergleich ist daher äußerst schwierig.
              Beim Herr der Ringe gelingt das mir zum Beispiel noch ganz gut. Die SEE benutzt alles brauchbare aus den Büchern, lässt aber Unsinn wie Tom Bombadil weg. Zudem legt sie den Fokus auch auf die Schlachten, während Helms Klamm beispielsweise in den Büchern mit wenigen Seiten abgefrühstückt wurde. Das ist eben wie bereits gesagt ein Problem wenn man unterschiedliche Medien vergleicht, beim HDR gewinnt unterm Strich aber mMn klar die Filmversion, wobei die Büchern ganz gewiss nicht schlecht sind.
              Bei GoT ist es in den ersten 1-4 Staffeln wohl einfach nur eine Geschmacksfrage. Beide Varianten sind ziemlich gut. Später verfranzen sich dann die Bücher in schwachsinnige Stories und unnötige Details, während die Serie mit vielen Stories einfach nicht weiterkommt und diese holzhammermäßig beendet oder auf schwachem erzählierischen Niveau von Staffel zu Staffel fortbewegt.
              Ich persönlich schaue daher lieber eine durchschnittliche Serie weiter, als mich durch diverse Kapitel zu kämpfen.

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              • Die Bücher 4 und 5 haben halt auch das Problem, dass die point of view Kapitel von Charakteren die ich einfach nicht interessant finde überhand nehmen und selbst die interessanten Charaktere nicht wirlkich viel interessantes zu tun bekommen.

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                • Zitat von Anvil Beitrag anzeigen

                  Das kommt darauf an, ob du zum jetzigen Zeitpunkt wirklich an einer anderen Version der Geschichte interessiert bist, auf deren Ende man noch lange warten muss (sofern überhaupt ein Ende geschrieben wird). Was ich aus Eindrücken aus dem Netz entnehmen konnte ist, dass sehr oft Leute, die an den Büchern gefallen gefunden haben, die Adaption im Nachhinein weniger gut einschätzen.

                  Ob die letzten beiden veröffentlichten Bände nicht wirklich lesenswert sind muss jeder für sich entscheiden. Diese sind aufgebläht und man hat den Eindruck, dass der Autor den roten Faden zu verlieren beginnt. Andererseits weisen A Feast for Crows (Band 4) und A Dance with Dragons (Band 5) auch einige der meiner Meinung nach besten Handlungsstränge/Handlungstellen auf, die es entweder nur auf unbefriedigende Weise oder auch gar nicht erst in die Serie geschafft haben. Außerdem ist zu beachten, dass die Bände im deutschen geteilt wurden und demnach 10 deutsche Bücher erschienen sind.
                  Danke für dein Feedback, ich möchte die Zeit bis zur finalen Staffel am liebsten mit den Büchern überbrücken. Dass was du ansprichst habe ich jedoch bisher von meinem Freundeskreis genau andersherum erzählt bekommen. Das die Serie im Vergleich zu denn Büchern besser umgesetzt wurde. Dass halte ich bisher noch für reine Geschmackssache, bis ich mir selbst ein Bild gemacht habe. jedoch bekomme ich immer wieder zu hören, dass die letzten Bücher ziemlich aufgebläht wären was die Handlung betrifft und der Autor selbst anscheinend den Faden verloren hat. Aber wie bereits gesagt ich riskiere am besten selbst einen Blick und lade mir den ersten Band auf mein E-book.


                  Zitat von Hansolo
                  Die Bücher sind IMO so eine Sache. Ich für meinen Teil habe sie sehr gerne gelesen. Allerdings braucht GRRM oft recht lange um in die Gänge zu kommen. Seine ersten Buchhälften (dank der dt Zweiteilung jedes zweite Buch ) ziehen sich oft schon recht arg. Hier hat die Serie mehr Tempo und ist oft auch besser.

                  Andererseits haben D&D auch so manche Verschlimmbesserungen bei der Verfilmung eingebaut, so dass die Bücher logischer und somit auch oft besser erscheinen.

                  Die letzten beiden (auf deutsch 4) Bände blähen, wie Anvil schon richtig gesagt hat, die Story noch einmal mit weitaus mehr Nebensträngen als in der Serie auf. Hier empfehle ich die hier bereits gepostete chronologische Reihenfolge, da IMO spannender. Manche Auslassungen und Veränderungen kann ich in der Serie da gut verstehen, andererseits wird Westeros dadurch noch eine Spur größer und die Story epischer.

                  Alles in allem hat beides seine Vorzüge und Schwächen. Manches bevorzuge ich bei GRRM manches bei D&D. Das größte Manko der Bücher ist wohl, dass sich GRRM zu sehr verzettelt hat und nun anscheinend keinen wirklichen Bock mehr darauf hat die Geschichte zu Ende zu bringen.
                  Ja diese Nebenstränge, davor hat man mich schon ein paar mal gewarnt, da war man anscheint in der Serie sehr konsequent und hat sich auf das wesentliche Beschränkt.
                  Ich bin jedenfalls dankbar für deine und alle anderen Meinungen. Die größte Angst ist es, dass ich mit den Büchern nichts anfangen kann, weil Sie sich zu sehr von der Serie unterscheiden. Was z.B die Charaktere betrifft. Ich erinnere mich dabei gerne an die Zeit zurück, als ich die Harry Potter Bücher verschlungen habe, da gab es Charaktere in den Büchern, die wurden in den Filmen ganz anders dargestellt, bestes Beispiel Hermine.

                  Zitat von Anthea
                  zu 1.
                  Ich empfehle dir, die Saga zu lesen.

                  zu 2.

                  Wow! Die Serie besser als die literarische Vorlage.... Eindeutig: Nein!

                  Wie schon erwähnt, haben gerade die letzten beiden Bücher (das letzte Original) ihre Längen und den benannten Szenen stimme ich zu, aber das einzige, was ich an der Serie als besser erachte, ist, dass wir wesentlich früher das Ende erfahren werden.

                  Ich hoffe so sehr, dass der nächste Band wenigstens im kommenden Jahr herauskommt und verliere langsam die Geduld mit dem Autor.
                  Vielen Dank für deine Meinung.
                  Wie gesagt, wahrscheinlich gehen da einfach die Geschmäcker auseinander.
                  Dein Avatar verrät mir, das du ein ziemlich großer Fan dieses Themas bist. ich habe versucht, mich lange vor GoT fernzuhalten, aber ich bin schlussendlich auch dem Fieber erlegen.
                  Ich kann mir gut vorstellen, das ich die Bücher auch besser finde. Ich werde wie gesagt, nachdem ich soll ein ausführliches Feedback bekommen habe, mir zuerst das erste Buch zulegen.

                  Zitat von DefiantXYX
                  Das ist pauschal kaum zu beantworten. Zunächst ist das mal eine Grundsatzentscheidung, ob man lieber bewegte Bilder mit komprimierter Story mag, oder eher ausschweichende Geschichten und Umschreibungen in Textform vorzieht.
                  Ein Vergleich ist daher äußerst schwierig.
                  Beim Herr der Ringe gelingt das mir zum Beispiel noch ganz gut. Die SEE benutzt alles brauchbare aus den Büchern, lässt aber Unsinn wie Tom Bombadil weg. Zudem legt sie den Fokus auch auf die Schlachten, während Helms Klamm beispielsweise in den Büchern mit wenigen Seiten abgefrühstückt wurde. Das ist eben wie bereits gesagt ein Problem wenn man unterschiedliche Medien vergleicht, beim HDR gewinnt unterm Strich aber mMn klar die Filmversion, wobei die Büchern ganz gewiss nicht schlecht sind.
                  Bei GoT ist es in den ersten 1-4 Staffeln wohl einfach nur eine Geschmacksfrage. Beide Varianten sind ziemlich gut. Später verfranzen sich dann die Bücher in schwachsinnige Stories und unnötige Details, während die Serie mit vielen Stories einfach nicht weiterkommt und diese holzhammermäßig beendet oder auf schwachem erzählierischen Niveau von Staffel zu Staffel fortbewegt.
                  Ich persönlich schaue daher lieber eine durchschnittliche Serie weiter, als mich durch diverse Kapitel zu kämpfen.
                  Herr der Ringe empfand ich ziemlich blumig geschrieben, ähnlich wie die Nibelungen-Saga, jedenfalls als ich das Buch zum ersten mal gelesen hatte. mit zunähendem Alter ändert sich auch dieser Eindruck, den Hobbit empfand ich einfach mit knapp 12 Jahren besser geschrieben. jedoch hat das nichts an meinem Urteil geändert, das ich die Filme besser finde. Anscheind empfehlen ja auch die meisten hier die ersten Bücher, wenn es mir zu blöd wird, kann ich immer noch aussteigen, nachdem ich ein paar Bände gelesen habe.

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                  • Beende heute Buch 2 und volley in Buch 3 umsteigen

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                    • http://www.spiegel.de/kultur/literat...a-1204876.html
                      Der letzte Band wird wohl noch auf sich warten lassen.
                      Martin hat jetzt erst mal den ersten Band einer Vorgeschichte veröffentlicht, ein zweiter soll folgen. Das ist aber wohl weniger ein Roman als mehr sowas wie das Silmarillion von ASOIAF.
                      Zuletzt geändert von Mondkalb; 26.04.2018, 14:28.
                      "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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                      • Damit dürfte ein für allemal klar sein, dass Martin Null Interesse daran hat ASOIAF zu beenden, sondern nur noch seine Welt auszubauen bzw die Geldkuh Westeros weiter zu melken. Finde ich ehrlich gesagt nicht fair seinen Fans gegenüber. Gott sei Dank gibt es die Serie, sonst gäbe es wohl gar keinen Abschluss mehr. Auf alle Fälle werde ich mir kein Westeros-Buch mehr von ihm kaufen bis Band 5 ASOIAF.

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                        • WENN noch etwas kommen sollte, dann nach der Serie, mit alternativen Ende.

                          Wobei, er weiss ja dass es die Fans kaufen werden um die Sammlung zu vervoll ständingen. Der eine oder Andere wird es dann auch lesen.
                          Von daher, kann er sich zeit lassen

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                          • Oder, er hat einfach "Angst" bzw. ihm fehlt das Selbstvertrauen mit einer "Niete" umgehen zu können.

                            Wie so was enden kann hat er bei seinem Freund Stephen King gesehen 8Der dunkle Turm)

                            Anderen wäre es egal, aber er kann ja genau so Angst haben

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                            • Er hatte in der Vergangenheit auch schon große Probleme seine Handlungsstränge unter Kontrolle zu kriegen, was dann zu jahrelangen Verzögerungen geführt hat. Vielleicht geht es ihm jetzt wieder so.

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                              • Zitat von The Martian Beitrag anzeigen
                                Er hatte in der Vergangenheit auch schon große Probleme seine Handlungsstränge unter Kontrolle zu kriegen, was dann zu jahrelangen Verzögerungen geführt hat. Vielleicht geht es ihm jetzt wieder so.


                                Definitiv, der hat einen Riesencast an pov Charakteren mit entsprechenden Plotsträngen erschaffen, die in der Mehrheit in der für den Kontinent wirklich relevanten Handlung, nämlich die Mauer fällt, white walkers überrennen Westeros keinerlei Relevanz mehr haben. Er hat jetzt also diese ganzen Charaktere am Hals die er zum grösseren Teil einfach nur wieder loswerden muss. Da fällt ihm jetzt auf die Füsse, dass die beiden Hauptplots, nämlich die Bedrohung um die WW und die ausschweifenden Beschreibungen der politischen Verwicklungen von Westeros ganz schlecht integriert hat.

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