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Soll man Kinder anlügen?

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  • Soll man Kinder anlügen?

    Wenn Kinder eine Aufgabe bekommen und sie durchführen, erhalten sie von Älteren (beispielsweise ihren Eltern) immer Lob, unabhängig davon ob sie die Aufgabe gut oder schlecht gelöst haben. Wenn zum Beispiel im Kindergarten ein Kind ein Bild gemalt hat, wird es von den Erzieher immer hoch gelobt. Auch wenn das Bild im Vergleich zu Bildern Gleichaltriger schlechter (hässlicher, unordentlicher usw) ist, wird das dem Kind normalerweise nicht gesagt. Ich frage mich jetzt ob das so richtig ist. Wenn die Kinder aus ihrer Sicht scheinbar alles richtig (oder sogar perfekt) machen, wo ist dann die Motivation sich zu verbessern. Außerdem, wenn man keinen Misserfolg haben kann, ist auch der Erfolg nicht so schön. Dazu fallen mir auch zwei Szenen aus TNG ein: Data zu seiner Mutter Juliana in "Inheritance", nachdem sie ihn übermäßig lobt wie er Violine spielt: "Are you certain that you are not saying that because you are my Mother? I have observed that parents tend to exaggerate when it comes to their children's accomplishments." Und in "Hero Worship" fragt Timothy Data wie er seine Tempelnachbildung findet, und Data gibt eine objektive Kritik und kommt zu dem Schluss dass die Nachbildung ein Misserfolg ist. Daraufhin behauptet Timothy wütend dass ihm überhaupt nichts gelingt, dass er alles falsch macht. Data dagegen sagt dass dies eine falsche Schlussfolgerung ist und erklärt ihm was Timothy bei der Konstruktion der Tempelnachbildung falsch gemacht hat und zeigt ihm wie es richtig geht.
    Also, was meint ihr zu diesem Thema?

  • #2
    Also das erklär mal einem Kindergartenkind.

    Die Entwicklung eines Kindes gelingt nur in einem glücklichen Umfeld. Das Kind muss sich wohl fühlen. Und es fühlt sich ganz sicher nicht wohl, wenn man stets an allem, was es tut, etwas aussetzt. Deswegen muss es gelobt werden.

    Ich sehe da also gar keine andere Möglickeit, sonst hat man später einen "gestörten" Menschen oder das Kind bekommt Angst vor den Eltern etc.
    Republicans hate ducklings!

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    • #3
      Nun, ich denke das man einen gesunden Mittelweg finden sollte.

      Harte Kritik an allem was ein Kind falsch macht ist auf alle Fälle der falsche Weg, aber ich denke auch dass es nicht richtig ist wirklich alles zu loben ab einem gewissen Alter.

      Wenn das Kind in der Lage ist zu vertsehen und Kritik richtig einzuordnen , und nicht persönlich zu nehmen, kann etwas Ehrlichkeit IMO nicht schaden.
      “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
      They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
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      • #4
        Die Entwicklung eines Kindes gelingt nur in einem glücklichen Umfeld. Das Kind muss sich wohl fühlen. Und es fühlt sich ganz sicher nicht wohl, wenn man stets an allem, was es tut, etwas aussetzt. Deswegen muss es gelobt werden.
        Es gibt einen ganz einfachen Weg, diese Problem zu verhindern. Man wählt die vom Kind zu bewältigenden Aufgaben eben so, dass es circa 80% erfolgreich schafft (es erhält also kein Kritik, sondern Lob), und 20% nicht. So lebt es in einem glücklichen Umfeld, muss aber auch nicht angelogen werden.

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        • #5
          Die Frage ist aber auch: Was will das Kind, wenn es einen Erwachsenen um Kritik fragt? ("Gefällt dir das Bild?") Es will sicher keine Kritik, wie Data sie Timothy gab - alles was sie wollen, ist Bestätigung. Sie wollen hören, dass sie die Dinge gut machen. Deshalb kann die Antwort nur ein Lob sein, doch wer gschickt ist, verpackt den einen oder anderen Ratschlag darin...
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          • #6
            Moin moin
            Im Grossen und ganzen stimme ich meinen Vorrednern zu. Wenn man ein kind lobt ist es ja ein ansporn weiterzumachen und sich dadurch auch zu Verbessern. Deshalb ist es gut, ein Kind zu Loben, auch wenn das was es Gemalt/Gebastelt hat nicht ganz denn Vorstellungener eltern entspricht. Kinde denken anders als Erwachsene und Können nicht so gut mit Kritik umgehen. Man sollte aber ab einem bestimmten alter, anfangen Kritisch zu sein.

            Mfg
            Cassie

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            • #7
              Wenn ein Kindergarten Kind ein Bild malt, das erheblich schlechter ist, als das von Gleichaltrigen, dannliegt es an der individuellen Entwicklung.
              Will heißen, daß unter Umständen die Feinmotorik noch nicht sooo toll ausgebildet ist, oder dergleichen...

              Ergo nützt da eine Kritik überhaupt nix und entmutigen sollte man das Kind dann erst recht nicht...

              Wohldosiertes Lob wäre dann der richtige Weg, damit das Kind nicht verzagt und gerne weiter übt...

              Es wird auch selber schon sehen, daß das Bild nicht ganz so toll ist, wie das der anderen Kinder...

              So ab 4 jahre ungefähr *g*

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              • #8
                Original geschrieben von NicolasHazen
                Nun, ich denke das man einen gesunden Mittelweg finden sollte.

                Jepp, sehe ich genauso.
                Auf der einen Seite ist zu starke Kritik schlecht, da das Kind entmutigt wird und später vielleicht auch mangelndes Selbstbewusstsein haben wird, da es sowieso glaubt alles falsch zu machen.
                Andererseits ist ständiges Lob auch nicht das wahre. Denn irgendwo muss das Kind ja auch ermutigt werden besser zu werden. Sonst gibt es sich immer mit dem zufrieden, was es kann.

                Der gesunde Mittelweg ist hier IMHO die richtige Lösung.
                Sorans Fußballblog - Einblicke in die Welt des Fußballs - Spielberichte, Fotos und mehr. :)
                Mein Videokanal - Supportvideos vom Fußball

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                • #9
                  Sobald Kinder Kritik richtig verstehen, sollten sie nicht nur gelobt werden. Aber solange sie Kritik noch nicht verstehen, und es auf sich selbst beziehen (und beispielsweise denken, das sie nicht gemocht werden), sollten sie nicht kritisiert werden. In einer Kritik und auch in einem Lob sollten auhc Anregungen gegeben werden was sie noch anders machen können um ein besseres Ergebnis zu erzielen.

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                  • #10
                    Kritik an dem Werk eines Kindergartenkindes ist vollkommen unangebracht.

                    Das Kind soll sich bei einer künstlerischen Tätigkeit doch nicht mit anderen messen, sondern Freude am eigenen Tun entwickeln.

                    Man könnte sagen, der Weg ist ist das Ziel...

                    Und das Kind hat sich doch eindeutig auf den Weg gemacht.

                    Insofern ist also alles richtig gelaufen. Das Kind hat ales richtig gemacht, deshalb ist Lob die einzig richtige Reaktion.
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                    • #11
                      Ich denke auch, dass Kritik nicht zum Ziel führen würde. Ich würde vielleicht erst mal feststellen, wie schön das Bild ist, und dann so nach dem Motto "Wollen wir den Baum mal etwas kleiner malen, guck mal, so sieht der da draußen aus. Das wird bestimmt schön". Dann wäre das keine Kritik, sondern nur ne Hilfe, damit das Meisterwerk noch besser wird.
                      mfg Oli

                      "Die Demokratie ist keine Frage der Zweckmäßigkeit, sondern der Sittlichkeit." Willy Brandt
                      "Wir wollen Demokratie, aber nicht auf den Flügeln von B-52-Bombern" Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa

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                      • #12
                        jape noch besser erst gar keine kinder kriegen

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                        • #13
                          Stellt euch mal vor, picasso wäre ständig kritisiert worden, weil er die Gesichter immer etwas verzerrt hat.
                          Oft kann man das Bild eines kindes gar nicht beurteilen, weil einem die Fantasie fehlt.

                          Aber ich denke auch, dass ab einem bestimmten Alter Kritik angebracht ist.
                          Planung ist die Ersetzung des Zufalls durch den Irrtum!
                          Bilder vom 1. und 4.Treffen

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