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Revolution in Venezuela

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  • Revolution in Venezuela

    Ich hab gerade gemerkt, dass es in diesem Politikforum noch gar kein aktuelles Thema zur Revolution in Venezuela gibt

    Das ist aber ziemlich merkwürdig, vor allem, weil die Revolution in Venezuela das Potenzial hat in ganz Lateinamerika einen Prozess auszulösen, der sich gegen den Imperialismus und seine Auswirkungen richtet.

    Hier einmal ein paar interessante Artikel zu der Revolution in Venezuela:

    Chavez announces expropriation of closed factories – Venezuela debates socialism (marxist.com)

    Chavez calls for democracy at work (marxist.com)

    "Venezuela ist viel demokratischer als die USA" (Junge Welt)

    Oder etwas konterrevolutionärer

    Krise in Venezuela (vcrisis.com)


    Was sagt ihr zu Hugo Chavez, der Entwicklung von der bolivarischen zur sozialistischen Revolution und zu den Gefahren einer US-Militärintervention?
    "This country, with its institutions, belongs to the people who inhabit it. Whenever they shall grow weary of the existing government, they can exercise their constitutional right of amending it, or exercise their revolutionary right to overthrow it." - Abraham Lincoln

  • #2
    Naja, das Thema ist nun schon einige Jahre lang aktuell. Und es gibt sicherlich schon das ein oder andere Post dazu, aber ich werde meinen Senf hier mal ablassen:

    Venezuela ist ein gutes Beispiel dafür wie skrupelos kapitalistische Interessen manchmal durchgesetzt werden. So finanzierte die CIA einen Putsch und versuchte H. Chavez zu entführen. Die reiche Oberschicht versuchte mit Hilfe privater Fernsehsender den Eindruck einer Volksoppostion zu erwecken, und sie versuchte den Anhängern von Chavez Gewalttaten in die Schuhe zu schieben, die niemals stattfanden. Deabei manipulierten sie Bilder und Videos. Journalisten und Mitarbeiter dieser Sender die dies bestätigten wurden natürlich sofort entlassen.

    Andererseits ist Venezuela auch ein gutes Bespiel dafür, dass die LAteinamerikaner die Bevormundung durch die USA satt haben. Und dass sie die Ausbeutung ihrer Ressourcen durch US-Firmen satt haben. Dies zeigt sich auch in Ländern wie z.B. Ecuador.
    Möp!

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    • #3
      Ja Venezuela ist auch ein gutes Beispiel für die Politik der Amis. Was wirft man eigentlich genau Hugo Chavez vor? Er ist ein Präsident der für sämtliche Bevölkerungsgruppen eintritt, sowas kann man in Washington nicht tolerieren. Und die Verstaatlichung der Ölreserven, damit alle profitieren. Das beste was man für das eigene Volk machen kann, aber den US-Firmen taugt das natürlich nicht. Das ist halt Globalisierung. Aber am krassesten fand ich dieses Statement von diesem Fernseh-Priester, dass man Chavez ermorden soll. Aber bitte, welche Gefahr stellt er für Amerika dar? Wenn ich solche Fernseh-Priester irgendwo sehe vergeht mir schon alles, aber wenn sie sich dann noch in die Außenpolitik einmischen, na typisch Amerika halt.
      Ich denke aber nicht dass man direkt in Venezuela einmarschieren wird, wie soll denn sowas begründet werden? Aber dass die CIA einen weiteren Putsch finanziert glaube ich gleich, hoffen wir dass sich das Volk von Venezuela nicht runterkriegen lässt.
      Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
      die Internationale erkämpft das Menschenrecht


      das geht aber auch so

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      • #4
        So, grabe jetzt diesen Thread wieder aus.
        Habe ne gute Internet-Adresse zu diesem Thema gefunden.
        www.haendewegvonvenezuela.org

        Ist sicherlich ersichtlich, dass diese Seite sehr links ist, beschreibt aber die politischen Veränderungen, seit Hugo Chavez im Präsidentenamt ist, sehr gut.
        Anlässlich des EU - Lateinamerikagipfel in Wien ist Hugo Chavez ja demnächst in Österreich und auch auf Vorträgen zu sehen. Den würde ich gerne mal zuhören, da ich ihn doch als sehr guten Politiker sehe.

        Und heute ist in Linz ein Vortrag, wo unter anderem die Tocher von Che Guevara Vortragende ist, das hätte ich mir so gerne angehört, wäre bestimmt total interessant. Dazu noch, habe ich morgen in Linz eine Aufnahmeprüfung, da wäre es total leicht gegangen, bei nem Kumpel zu pennen. Aber leider hab ich morgen nciht den ganzen Tag frei, muss noch bis 11h arbeiten gehen.
        Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
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        das geht aber auch so

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        • #5
          Venezuela spielt in der Tat eine nicht unwichtige Rolle im Weltgeschehen.

          Die Abkehr des gesamten südlichen Konienentes Amerikas vom Nördlichen stellt eine im wahrsten Sinne des Wortes gewichtige Verlagerung der Symetrie in diesem Bereich dar.

          Ich frage mich, wie die USA die dadurch entstehenden wirtschftlichen Einbußen kompensieren will?
          Manchmal habe ich das Gefühl, dass die USA ganz schon desperat werden könnten, die Anfänge sehen wir bereits, und dieses Gefühl gefällt mir ganz und gar nicht.
          "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
          DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
          ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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          • #6
            Zitat von EREIGNISHORIZONT
            Venezuela spielt in der Tat eine nicht unwichtige Rolle im Weltgeschehen.

            Die Abkehr des gesamten südlichen Konienentes Amerikas vom Nördlichen stellt eine im wahrsten Sinne des Wortes gewichtige Verlagerung der Symetrie in diesem Bereich dar.

            Ich frage mich, wie die USA die dadurch entstehenden wirtschftlichen Einbußen kompensieren will?
            Manchmal habe ich das Gefühl, dass die USA ganz schon desperat werden könnten, die Anfänge sehen wir bereits, und dieses Gefühl gefällt mir ganz und gar nicht.
            Venezuela könnte der erste Stein in einem "Dominogarten" namens Südamerika sein.
            Generell denke ich das die Südamerikanischen Länder nun langsam aus dem Schatten der USA treten. Ob sie es friedlich tun oder auf eine "sowjetische Art" durch Isolierung usw. bleibt abzuwarten. Generell hoffe ich das sie es friedlich tun.
            Vielleicht schaffen sind sie eines Tages auch Mitglied einer Währungsunion. Dies würde Südamerika sicher für die Wirtschaft helfen und damit letztenendes auch den Menschen.

            Das die USA so langsam verzweifeln sehe ich nur an den ungewohnt "grünen" Tönen von Bush. @EH was würdest Du noch als "desperat" ansehen?
            Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
            Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
            Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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            • #7
              Ist HUgo CHavez nicht derjenige welcher Kokaanbau forciert und irgendwie von den Indianern abstammt?

              Oder war das ein anderes Land?

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              • #8
                Du meinst Evo Morales, neuer Präsident von Bolivien.
                Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
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                • #9
                  Naja ich denke nicht das Venezuela sich dem verschließen wird (Koka-Anbau). Aber Morales, der ja selbst indianischer Abstammung ist, forciert dies besonders. Es gibt ja auch genügend nicht illegale Anwendungen damit.
                  Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
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                  • #10
                    Ausserdem, die USA als Super-Kapitalisten sollten das doch wissen: wo eine Nachfrage ist, da ist ein Markt. Das Kokain, das aus dem südamerikanischen Koka hergestellt wird, wird ja in den USA verkauft - vielleicht sollte man mit der Drogenbekämpfung dort ansetzen, anstatt bei jenen, die ohnehin schon arm sind und die im Anbau eine winzige Chance sehen, zu etwas Geld zu kommen. Man greift sich einfach das schwächste Glied der Kette...
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                    • #11
                      Zitat von Bynaus
                      Du meinst Evo Morales, neuer Präsident von Bolivien.
                      Jo, der wars.


                      Ausserdem, die USA als Super-Kapitalisten sollten das doch wissen: wo eine Nachfrage ist, da ist ein Markt. Das Kokain, das aus dem südamerikanischen Koka hergestellt wird, wird ja in den USA verkauft - vielleicht sollte man mit der Drogenbekämpfung dort ansetzen, anstatt bei jenen, die ohnehin schon arm sind und die im Anbau eine winzige Chance sehen, zu etwas Geld zu kommen. Man greift sich einfach das schwächste Glied der Kette...
                      Naja, wenn sie es nicht in den USA gut verkaufen können suchen sie sich andere Ziele(oder Märkte). Es sollte dort stärker kontrolliert werden wo es weiterverkauft wird. Und das können eigentlich nur die Anbauländer machen.

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                      • #12
                        Also der gleiche Lösungsansatz wie bei der "Drogenbekämpfung": den kleinen Konsumenten hart bestrrafen, eventuell noch den Dealer.
                        Aber nicht die Männer dahinter, dadurch ändert sich rein gar nichts.
                        Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
                        Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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                        • #13
                          Zitat von Eye-Q
                          Also der gleiche Lösungsansatz wie bei der "Drogenbekämpfung": den kleinen Konsumenten hart bestrrafen, eventuell noch den Dealer.
                          Aber nicht die Männer dahinter, dadurch ändert sich rein gar nichts.
                          Wenn man doch überprüft wo das Koka hingeliefert wird, dann wird doch der Bauer nicht bestraft. Nur so kann man die Wege nachvollziehen. Der Bauer sollte natürlich auch protokollieren wer Käufer ist und wieviel wo hingegangen ist.

                          Das Problem ist wohl das man eh nicht alles kontrollieren kann und gegen höhere Zahlungen die Bauern auch das Koka an Drogenbarone liefern. Oder die sich das einfach holen, die Bauern für sich arbeiten lassen.

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                          • #14
                            Zitat von Bynaus
                            Ausserdem, die USA als Super-Kapitalisten sollten das doch wissen: wo eine Nachfrage ist, da ist ein Markt. Das Kokain, das aus dem südamerikanischen Koka hergestellt wird, wird ja in den USA verkauft - vielleicht sollte man mit der Drogenbekämpfung dort ansetzen, anstatt bei jenen, die ohnehin schon arm sind und die im Anbau eine winzige Chance sehen, zu etwas Geld zu kommen. Man greift sich einfach das schwächste Glied der Kette...
                            Naja die USA nun wieder als die alleinigen Schuldigen hinzustellen ist auch wieder übertrieben. Schließlich wird das Zeug ja nicht nur in die USA verkauft. Es ist aber eine Möglichkeit die Nachfrage zu reduzieren, wenn man im Zielland die Leute bekämpft. Allerdings fällt das unter die Kategorie "Die Symptome bekämpfen und nicht die Ursache".
                            Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
                            Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
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                            • #15
                              Naja die USA nun wieder als die alleinigen Schuldigen hinzustellen ist auch wieder übertrieben.
                              Ja, natürlich, das wollte ich auch nicht. Es ist nur so, dass sich die USA sehr stark in der Kokabekämpfung engagieren, statt - so mein Vorschlag - mal vor ihrer eigenen Haustür zu kehren.

                              Allerdings fällt das unter die Kategorie "Die Symptome bekämpfen und nicht die Ursache".
                              Die Ursache für das Ganze ist nicht die Kokapflanze, sondern die menschliche Sucht nach Kokain. Insofern ist die Verbrennung von Kokafeldern auch nur Symptombekämpfung.

                              Naja, wenn sie es nicht in den USA gut verkaufen können suchen sie sich andere Ziele(oder Märkte).
                              Das dürfte wohl nur begrenzt möglich sein - für Kokain kannst du schlecht "andere Märkte erschliessen": wie willst du das tun? Fernsehwerbung?

                              Eigentlich ist das hier etwas OT, Sorry.

                              Zum Topic selbst fällt mir nicht so viel ein, ausser, dass ich Chavez nicht so recht traue. Er gibt sich Links und als Anwalt der Armen dieser Welt - doch trotz des gewaltigen Ölreichtum gibt es in Venezuela immer noch viel zu viele Arme - da sind die Leute sogar in feudalistischen Diktaturen wie Saudi-Arabien besser dran. Die ganze "Anti-Imperialismus"-Masche ist ja schön und gut, ich befürchte aber, dass sich Chavez früher oder später als "typischer" südamerikanischer Caudillo herausstellen wird (ich lasse mich natürlich auch gerne überraschen).

                              Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die USA tatsächlich eine Intervention in Venezuela anplanen, so wie das Chavez immer wieder gerne antönt.
                              Planeten.ch - Acht und mehr Planeten (neu wieder aktiv!)
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