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Die Zukunft der europäischen Landwirtschaft

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  • Die Zukunft der europäischen Landwirtschaft

    Ja, die Ferien sind wieder lang und da hat der kleine Junky viel Zeit, sich so manches zusammen zu spinnen.

    Also:
    1. Ist ja bekannt, dass die europäische (und US-amerikanische) Landwirtschaft in der Form nur existiert, weil EU und USA mit massiven Subventionen die Preise drücken. Diese Subventionen verhindern ja u.a., dass sich in Ländern wie Afghanistan eine rentable Landwirtschaft, sprich mögliche Lebensgrundlage für viele Menschen dort, etablieren kann.

    2. Man kann aus Energiepflanzen (= erneuerbare Energiequelle) Biogas herstellen und somit umweltfreundlich und ortsnah Energie produzieren.

    3. Die Energiepreise sind horrend und steigen stetig weiter, weil der Rohölpreis wohl nie wieder sinken wird.

    4. Deutschland ist - wie jeder Industriestaat - abhängig von Zulieferer-Ländern wie Russland oder Saudi-Arabien.

    In meiner naiven Sicht der Dinge habe ich mir da nun gedacht, warum man nicht langfristig (10, 15, 20 Jahre) die europäische Landwirtschaft größtenteils umstellt auf Energieproduktion und gleichzeitig den Menschen in der Dritten Welt die Chance gibt, Landwirtschaft zu betreiben? Könnten die EU-Staaten sich dadurch nicht nur unabhängig in Sachen Energieversorung machen, sondern nebenbei auch noch was für die Umwelt tun und?
    "The only thing we have to fear is fear itself!"

  • #2
    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    In meiner naiven Sicht der Dinge habe ich mir da nun gedacht, warum man nicht langfristig (10, 15, 20 Jahre) die europäische Landwirtschaft größtenteils umstellt auf Energieproduktion und gleichzeitig den Menschen in der Dritten Welt die Chance gibt, Landwirtschaft zu betreiben? Könnten die EU-Staaten sich dadurch nicht nur unabhängig in Sachen Energieversorung machen, sondern nebenbei auch noch was für die Umwelt tun und?
    Damit tauschst du ja aber auch nur eine Abhängigkeit durch eine andere aus. Und ich bin lieber von Energielieferungen, als von Lebensmittellieferungen abhängig...

    ... Ansonsten wäre das natürlich aber schon ein Lösungsansatz. Es ist auch global gesehen ja nicht so helle, dass die Entwicklungs- und Schwellenländer nun wegen der Rendite auf Pflanzen zur Ethanolherstellung setzen und plötzlich Nahrungsmittelmangel haben.
    Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
    Makes perfect sense.

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    • #3
      Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
      Damit tauschst du ja aber auch nur eine Abhängigkeit durch eine andere aus. Und ich bin lieber von Energielieferungen, als von Lebensmittellieferungen abhängig...
      Na ja, man müsste halt ein gesundes Mittel finden. Vllt. dass nur die Hälfte der landwirtschaftlichen Fläche für Energiepflanzen genutzt wird und die andere weiterhin für Nahrungsmittel. Wäre auch alleine schon wegen des Problems der Monokulturen sinnvoll.
      "The only thing we have to fear is fear itself!"

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      • #4
        Die Anahme, man könne die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen vollständig durch die Eigenproduktion von Biotreibstoffen abbauen, ist wieso nicht realistisch.

        Wenn man das Szenario aber darauf herunterbricht, das Erdgas vom lupenreinen demokratischen Nachbarn durch einheimisches Biosgas zu ersetzen, dann kann ich mich damit gut anfreunden.
        I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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        • #5
          Wobei wohl auch eine Frage sein dürfte, ob Schwellen- bzw Entwicklungsländer so viel erzeugen könnten wie es die industriellen Gross"bauern" bei uns können. Das würde die Preise wohl noch weiter nach oben treiben.
          Wobei ich schon der Meinung bin, dass wenn ich wüsste das das Geld WIRKLICH an die Bauern ginge, ich das mehr oder weniger gerne zahle. Bei uns ist das ja nicht der Fall, deswegen sehe ich die Steigerungen auch nicht wirklich nicht ein.
          Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
          Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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          • #6
            Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
            J
            In meiner naiven Sicht der Dinge habe ich mir da nun gedacht, warum man nicht langfristig (10, 15, 20 Jahre) die europäische Landwirtschaft größtenteils umstellt auf Energieproduktion und gleichzeitig den Menschen in der Dritten Welt die Chance gibt, Landwirtschaft zu betreiben? Könnten die EU-Staaten sich dadurch nicht nur unabhängig in Sachen Energieversorung machen, sondern nebenbei auch noch was für die Umwelt tun und?
            Davon halte ich gar nichts, zurzeit können wir noch halbwegs nachvollziehen und es wird auch kontrolliert was an Lebensmitteln auf den Tisch kommt.
            Wenn wir das jetzt in die Bananenrepubliken auslagern können die uns jeden Fraß vorwerfen.
            Ich finde in solchen Dingen wie der Nahrungsmittelversorgung sollte bzw. muss man egoistisch sein.
            Lieber abhängig von der Energie als von den Nahrungsmitteln.

            Bei uns in Österreich gibts ja zurzeit einen regelrechten Bio-Boom. Viel wird von heimischen Bauern gekauft, selbst wenn es mehr kostet, was zur Folge hat das die Bio-Bauern mit der Produktion nicht mehr nachkommen.
            Ich persönlich zahle lieber mehr und weis wo es herkommt, als es ist billiger und wurde irgendwo in einem Hinterhof in Bulgarien zusammengemantscht.

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            • #7
              So lange es dieses inter lobbyistische Subentionierungssystem gibt, dieses ist ja nur da um bestimmt Gruppen (Interessen) "am Leben zu erhalten", sind IMO alle alternativen Herangehensweisen sinnlos.

              In diesem Punkt unterscheidet sich die EU-Landwirtschaft auch nicht einen Deut von der US-Landwirtschaft.

              Wenn ich sehe, dass a.G. eines ortsansässigen Grünenpolitiker ein Bauer plötzlich Gelder dafür erhält sein Land mit Raps nur noch zu bestellen, gleichzeitig aber jeder seriöse Agrarökonom und Ökologe sagt wie unsinnig dies sei, belegt das doch sehr stark meine o.g. Ausführungen.
              "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
              DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
              ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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