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Glaubt ihr noch an unser politisches System ?

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  • Glaubt ihr noch an unser politisches System ?

    Ich gebe zu, mein Vertrauen war von Anfang an nicht all zu groß, was vor allem aus meinen Erfahrungen des Zusammenbruchs der DDR begründet lag.
    Ich war damals noch zu jung, um die Schwächen und negativen Seiten des System erkennen zu können und war daher von seinem plötzlichen Kollaps völlig überrascht.
    Ich war mir völlig sicher dass dieses System nur durch einen Atomkrieg oder irgendwas in dieser Preisklasse abtreten würde.
    Und dann fiel einfach alles von einem Tag zum Anderen in sich zusammen.

    Von daher besitze ich dieses Grundvertrauen in staatliche und gesellschaftliche Strukturen, das die meisten "West"bürger und auch jüngere offenbar haben gar nicht mehr.

    Heute bin ich älter und kann die Geschehnisse um mich herum besser reflektieren.
    Und da gelange ich immer mehr zu der Überzeugung das die Grundlagen unserer Gesellschaftsordnung nun so weit erodiert sind das der Zusammenbruch in nächster Zeit zu erwarten sein wird.
    Das drückt sich zum Beispiel in der unverhohlenen Ausplünderung der arbeitenden Bevölkerung zu Gunsten einer Hand voll Superreicher aus, in der Aushöhlung der industriellen Basis und vor allem im Verlust der Legitimität des poltischen Systems.

    Die Hälfte der Leute geht nicht mehr zur Wahl, weil sie weiß dass das eh nichts bringt.
    Selbst „Wahlsieger“ haben heute eine lächerlich geringe Unterstützung durch die Wahlberechtigten.
    Die Frage ist nur, wie lange die Menschen das alles noch mit machen,
    was denkt ihr wie dieses Land in 10 Jahren aussehen wird ?
    Dr. Manhattan: "A live human body and a deceased human body have the same number of particles. Structurally there's no difference. "

  • #2
    Davon halte ich eigentlich gar nichts. Die Deutschen haben das große Hobby, ständig den Untergang herbeizureden. Letztes Jahr war es die Schweinegrippe, dieses Jahr ist es der Euro.
    Dass die große Revolution unmittelbar vor der Tür stehe, habe ich auch schon Mitte der 90er gehört. Ebenso prophetisch die Voraussage, die Republikaner würden die Macht ergreifen. Aber das totale Highlight war die Voraussage von 1991, es werde jetzt der dritte Weltkrieg kommen und dann müssten wir alle in der Fabrik arbeiten.

    Wie es in zehn Jahren aussieht, weiß ich nicht. Ich rechne aber weniger mit grundlegenden Systemänderungen und auch nicht mit einer Revolution. Eher ist damit zu rechnen, dass gefeiert wird, dass Angela Merkel Kohl in Regierungsjahren überholt hat.
    Republicans hate ducklings!

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    • #3
      Zitat von endar Beitrag anzeigen
      Eher ist damit zu rechnen, dass gefeiert wird, dass Angela Merkel Kohl in Regierungsjahren überholt hat.
      GÜTIGER GOTT !!!
      Und ich dachte ich wäre negativ...
      Dr. Manhattan: "A live human body and a deceased human body have the same number of particles. Structurally there's no difference. "

      Kommentar


      • #4
        Zitat von endar Beitrag anzeigen
        Wie es in zehn Jahren aussieht, weiß ich nicht. Ich rechne aber weniger mit grundlegenden Systemänderungen und auch nicht mit einer Revolution.
        Ach, das erzählt uns prince doch jetzt seit Jahren regelmäßig, dass bald alles zusammenbrechen und es den "großen Knall" geben wird und wir bald alle mit Wertgegenständen (Schmuck) zahlen und nicht mehr mit Geld etc. pp....

        Dass es vermehrt soziale Unruhen und dergleichen geben wird, halte ich durchaus für möglich, aber die große Revolution kommt nicht. Dazu ist der Durchschnittsdeutsche viel zu faul und obrigkeitshörig, der hockt lieber daheim vorm Internet und meckert herum wie schlimm es ist und wie faul, doof und unfähig alle Politiker sind und dass die nur an ihre Wiederwahl denken, was man natürlich immer daran erkennt, dass sie total unpopuläre Maßnahmen wie Hilfen für Griechenland treffen, welche die Wählerschaft in Scharen davontreiben.

        Ich glaube, dass viele Deutsche insgeheim sogar ganz froh damit sind, dass sich (scheinbar) "nichts ändert" - am Ende könnte es glatt eine Veränderung im Positiven Sinne sein und man könnte nicht mehr meckern wie schlimm alles ist.
        "The only thing we have to fear is fear itself!"

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        • #5
          Glaubt ihr noch an unser politisches System ?
          Mal überlegen. Nicht mehr an unser politisches System zu glauben (nämlich die demokratische Volksherrschaft), müsste bedeuten, dass man einer anderen Ideologie nachhängt. Was steht zur Verfügung:

          1. Die gute alte Monarchie und die Herrschaft des Adels, mit der Leibeigenschaft, der Unfehlbarkeit des Herrschers, dem Saumküssen des Herrschermantels, der Armut im Volk und dem fetten Essen in den herrschenden Häusern, wo Mägde aus dem Volk den Lüsten der Adelschaft zu Diensten sein müssen und Ritter (heute würde man sie wohl Fabrikbesitzer, Bürgermeister (früher Vogt) etc. nennen) auch gern mal vergewaltigend durch die Dörfer ziehen.

          2. Die gute alte Diktatur, mit ihren Märschen ihrer Fanfare, ihrem Stolz und Gehorsam. "Ein starker man muss wieder her, der in den Straßen für Ordung sorgt!" Widerstand im Volk wird mt Flakgeschützen niedergemäht, gegen das System zu sein, heißt Hochverrat.

          3. Der Kommunismus mit seiner vorheuchelten Gleichheit, seinem Stillstand aller Innovation, allem Antriebs, aller Motivation, zum Niedergang verurteilt und die größte Lüge obendrein. Denn Gleichheit bekommt man nur mit denselben Mitteln der Diktatur: Flakgeschütze gegen Andersdenkende + die physische Ausmerzung all derer, die Gefahr laufen, das System durch Intelligenz, Talent oder Erfindungsreichtung zu gefährden.

          Da mich nichts von alledem anspricht, denke ich, ja, ich glaube noch an unser politisches System. Wer das nicht tut und die Freiheit, die dutzende Generationen blutig (für unsere Generation) erkämpft hat, mit Füßen treten will, uffffffff.... mir fällt gerade kein Wort ein, was ich gegenüber solchen Leuten empfinden würde, sollte es sie geben.

          PS: Bloß weil SISSY eine ganz tolle Filmreihe ist, sollte man nicht so blöd sein, sich eine Monarchie zurückzuwünschen.

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          • #6
            Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
            Da mich nichts von alledem anspricht, denke ich, ja, ich glaube noch an unser politisches System. Wer das nicht tut und die Freiheit, die dutzende Generationen blutig (für unsere Generation) erkämpft hat, mit Füßen treten will, uffffffff.... mir fällt gerade kein Wort ein, was ich gegenüber solchen Leuten empfinden würde, sollte es sie geben. .
            Es sollte doch durchaus noch erlaubt sein, den theoretischen Gedanken einer Volksherrschaft für richtig zu halten, aber trotzdem die praktische Umsetzung in Deutschland als mangelhaft zu kritisieren ?
            Fear is temporary, regrets are forever.

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            • #7
              Oder, um es genauer auszudrücken, zu (hinter)fragen, ob das Regime, in dem wir leben, dem System entspricht, welches wir ihm zu schreiben...
              Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
              Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                Mal überlegen. Nicht mehr an unser politisches System zu glauben (nämlich die demokratische Volksherrschaft), müsste bedeuten, dass man einer anderen Ideologie nachhängt. Was steht zur Verfügung:

                1. Die gute alte Monarchie und die Herrschaft des Adels, mit der Leibeigenschaft, der Unfehlbarkeit des Herrschers, dem Saumküssen des Herrschermantels, der Armut im Volk und dem fetten Essen in den herrschenden Häusern, wo Mägde aus dem Volk den Lüsten der Adelschaft zu Diensten sein müssen und Ritter (heute würde man sie wohl Fabrikbesitzer, Bürgermeister (früher Vogt) etc. nennen) auch gern mal vergewaltigend durch die Dörfer ziehen.

                2. Die gute alte Diktatur, mit ihren Märschen ihrer Fanfare, ihrem Stolz und Gehorsam. "Ein starker man muss wieder her, der in den Straßen für Ordung sorgt!" Widerstand im Volk wird mt Flakgeschützen niedergemäht, gegen das System zu sein, heißt Hochverrat.

                3. Der Kommunismus mit seiner vorheuchelten Gleichheit, seinem Stillstand aller Innovation, allem Antriebs, aller Motivation, zum Niedergang verurteilt und die größte Lüge obendrein. Denn Gleichheit bekommt man nur mit denselben Mitteln der Diktatur: Flakgeschütze gegen Andersdenkende + die physische Ausmerzung all derer, die Gefahr laufen, das System durch Intelligenz, Talent oder Erfindungsreichtung zu gefährden.

                Da mich nichts von alledem anspricht, denke ich, ja, ich glaube noch an unser politisches System. Wer das nicht tut und die Freiheit, die dutzende Generationen blutig (für unsere Generation) erkämpft hat, mit Füßen treten will, uffffffff.... mir fällt gerade kein Wort ein, was ich gegenüber solchen Leuten empfinden würde, sollte es sie geben.

                PS: Bloß weil SISSY eine ganz tolle Filmreihe ist, sollte man nicht so blöd sein, sich eine Monarchie zurückzuwünschen.
                Das sehe ich genau so, wie du. Die Alternativen (fallen euch noch mehr ein?) sehen nicht sehr rosig aus, weshalb man an "der Demokratie" festhalten sollte. Obwohl es z.B. in Deutschland auch einige Probleme gibt, sollte man sich keine Diktatur oder Monarchie zurückwünschen. Die Vergangenheit hat gezeigt das solche Systeme nicht lang funktionieren und letztlich nur Schaden verursachen !

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                • #9
                  Zitat von prince Beitrag anzeigen
                  Und da gelange ich immer mehr zu der Überzeugung das die Grundlagen unserer Gesellschaftsordnung nun so weit erodiert sind das der Zusammenbruch in nächster Zeit zu erwarten sein wird.
                  Damit ein Gesellschaftssystem zusammenbricht, muß eine bessere Alternative zum bestehenden System existieren und die sehe ich hier nicht, wesshalb ich auch nicht glaube, daß das System in den nächsten 30 Jahren* zusammenbricht.

                  * Es könnte auch noch viel länger bestehen, aber ich möchte hier keine Aussagen treffen, die weiter als 30 Jahre gehen.


                  Die Frage ist nur, wie lange die Menschen das alles noch mit machen,
                  was denkt ihr wie dieses Land in 10 Jahren aussehen wird ?
                  Nicht viel anders als heute.


                  .
                  EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                  Cordess schrieb nach 5 Minuten und 13 Sekunden:

                  Zitat von Eye-Q Beitrag anzeigen
                  Oder, um es genauer auszudrücken, zu (hinter)fragen, ob das Regime, in dem wir leben, dem System entspricht, welches wir ihm zu schreiben...
                  Ich denke das trifft es treffender.

                  Außerdem fehlt in Sinclair_ Auflistung noch die direkte Demokratie in extremform und zwar derart, daß jeder Bürger wirklich zu allem, auch die geringste Kleinigkeit seine Stimme abgeben und Meinung posten kann.


                  .
                  EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                  Cordess schrieb nach 9 Minuten und 12 Sekunden:

                  Zitat von GUSSduff Beitrag anzeigen
                  Das sehe ich genau so, wie du. Die Alternativen (fallen euch noch mehr ein?) sehen nicht sehr rosig aus, weshalb man an "der Demokratie" festhalten sollte. Obwohl es z.B. in Deutschland auch einige Probleme gibt, sollte man sich keine Diktatur oder Monarchie zurückwünschen.

                  Richtig, aber man sollte vielleicht mal diese Parteiendemokratie überdenken.


                  Denn die ist doch eigentlich so ziemlicher Mist.

                  Man wählt z.B. Partei A, weil man mit deren Vorschlägen bezügl. b, c, d und e übereinstimmt und diese einem am wichtigsten erscheinen, aber dann gibt es Vorschlag s und t und die sind einem auch ungemein wichtig, aber die Partei ist komplett dagegen.

                  Was soll das bitte für eine Demokratie sein?


                  Nein, ich finde die Demokratie muß dahingehend geändert werden, daß der Bürger direkt Themenbezogen entscheiden kann, oder anderer Vorschlag der praktisch leichter umsetzbar wäre, man teilt die Themen in Gruppen und Themengebiete ein und jeder Bürger bestimmt für jedes Themengebiet eine Partei, die ihn darin vertreten soll.
                  Zuletzt geändert von Cordess; 29.05.2010, 16:24. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!
                  Ein paar praktische Links:
                  In Deutschland empfangbare FreeTV Programme und die jeweiligen Satellitenpositionen
                  Aktuelles Satellitenbild
                  Radioaktivitätsmessnetz des BfS

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                  • #10
                    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
                    Ach, das erzählt uns prince doch jetzt seit Jahren regelmäßig, dass bald alles zusammenbrechen und es den "großen Knall" geben wird und wir bald alle mit Wertgegenständen (Schmuck) zahlen und nicht mehr mit Geld etc. pp....
                    Eher mit Naturalien und Schwarzarbeit.
                    Also auf gut deutsch damit das die Leute sich aus dem offiziellen Wirtschaftssystem verabschieden.

                    Ist ja auch vernünftig, wenn sich arbeiten und Stern zahlen nicht mehr lohnt dann verweigern sich die Leute einfach.
                    Das war im Ostblock so und ein schönes aktuelles Beispiel ist das so oft gescholtene Griechenland.
                    Die Leute da sind ja nicht faul, sie umgehen einfach den Staat der die Hand aufhält.

                    Ich habe nirgendwo was von einem großen Knall geschrieben, an sich vermute ich eher einen sehr langen, qualvollen Niedergang bis eine bestimmte Schmerzgrenze erreicht ist.
                    Und dann wirds knallen.
                    Das wird man an den Wahlergebnissen erkennen können, wenn die 50 Prozent Nichtwähler wieder hin gehen und Links und Rechtsextrem wählen.
                    Dr. Manhattan: "A live human body and a deceased human body have the same number of particles. Structurally there's no difference. "

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                    • #11
                      Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                      Mal überlegen. Nicht mehr an unser politisches System zu glauben (nämlich die demokratische Volksherrschaft), müsste bedeuten, dass man einer anderen Ideologie nachhängt. Was steht zur Verfügung:

                      1. Die gute alte Monarchie und die Herrschaft des Adels, mit der Leibeigenschaft, der Unfehlbarkeit des Herrschers, dem Saumküssen des Herrschermantels, der Armut im Volk und dem fetten Essen in den herrschenden Häusern, wo Mägde aus dem Volk den Lüsten der Adelschaft zu Diensten sein müssen und Ritter (heute würde man sie wohl Fabrikbesitzer, Bürgermeister (früher Vogt) etc. nennen) auch gern mal vergewaltigend durch die Dörfer ziehen.
                      Die demokratische Volksherrschaft. Whuahaha. Wenn Du es geschafft hast, zum oberen Drittel der Mittelschicht zu gehören, dann ist das genau Dein Ding. Dann hast Du sogar gute Chancen in näherer Zukunft zu den Gewinnern des Systems zu gehören und mindestens 2 heutige Hatz4-Empfänger Dein Eigen nennen zu können. Aber nur wenn Dein Ritter Dir seine alte Rüstung vermacht, Knappe.

                      Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                      2. Die gute alte Diktatur, mit ihren Märschen ihrer Fanfare, ihrem Stolz und Gehorsam. "Ein starker Mann muss wieder her, der in den Straßen für Ordung sorgt!" Widerstand im Volk wird mit Flakgeschützen niedergemäht, gegen das System zu sein, heißt Hochverrat.
                      Ebenso gewinnen wirst Du, wenn Du Dich den Rattenfängern, den Rächern der Enterbten anschließt. Aber nur wenn Du bereit bist eine Menge unschuldiges Blut zu vergießen. Aber Du wirst keine Zeit haben über das alles nachzudenken. Denn Dein Hauptaugenmerk wird sich in Zukunft darauf beschränken, bloß nicht aufzufallen und aus der "Reihe" zu tanzen. Denn sonst ereilt dich das Schicksal Deiner Opfer.

                      Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                      3. Der Kommunismus mit seiner vorheuchelten Gleichheit, seinem Stillstand aller Innovation, allem Antriebs, aller Motivation, zum Niedergang verurteilt und die größte Lüge obendrein. Denn Gleichheit bekommt man nur mit denselben Mitteln der Diktatur: Flakgeschütze gegen Andersdenkende + die physische Ausmerzung all derer, die Gefahr laufen, das System durch Intelligenz, Talent oder Erfindungsreichtung zu gefährden.

                      Da mich nichts von alledem anspricht, denke ich, ja, ich glaube noch an unser politisches System. Wer das nicht tut und die Freiheit, die dutzende Generationen blutig (für unsere Generation) erkämpft hat, mit Füßen treten will, uffffffff.... mir fällt gerade kein Wort ein, was ich gegenüber solchen Leuten empfinden würde, sollte es sie geben.
                      Recht Du behalten wirst im Angesicht der Unvollkommenheit des Individuums, welches nur auf sein eigenes Weiterkommen bedacht ist. Wie im sogenannten real existierenden Sozialismus geschehen. Daß sich das alles im derzeit real existierenden Unsozialismus noch perfekter fortführt, darauf wirst Du niemals kommen. Denn man läßt Dir einen gewissen Wohlstand und eine gewisse Konsumfreiheit, die Dich beruhigt.
                      Das haben sich die alten Ritter so ausgedacht um Dich bei der Stange zu halten. Bis auch Du am Boden liegen wirst um zu erkennen, daß Du für sie nur ein nützlicher Idiot warst.
                      Und aus Deiner Asche und der Asche vieler anderer wird ein neues Reich entstehen, an dem teilzuhaben Du niemals bestimmt warst.

                      Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                      PS: Bloß weil SISSY eine ganz tolle Filmreihe ist, sollte man nicht so blöd sein, sich eine Monarchie zurückzuwünschen.
                      Darüber man sich im Nachhinein amüsieren wird, sollten Deine Aufzeichnungen jemals gefunden werden. Und man wird auf das neue König- Kaiser- oder auch Imperatorenreich anstoßen.
                      -
                      Das alles könnte man als eine von vielen, lächerlichen Verschwörungstheorien abtun, die Dich sicherlich amüsieren. Aber rein spekulativ zeigt die Weltwirtschaft tatsächlich in die Richtung, daß Nationalstaaten "armgerechnet" werden. Aufgrund ihrer zunehmenden Verschuldung. Und komischerweise stellt niemand die Frage nach der Identität ihrer Gläubiger.
                      Aber diese könnten die Könige/Imperatoren der Neuzeit sein.
                      Und die Unterordnung in ihr System wird alles in den Schatten stellen was es an Unterdrückung jemals gab. Ja, es wird Sklaverei geben.
                      Zuletzt geändert von Galactus; 29.05.2010, 17:31.
                      "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

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                      • #12
                        Zitat von Cordess Beitrag anzeigen
                        Außerdem fehlt in Sinclair_ Auflistung noch die direkte Demokratie in extremform und zwar derart, daß jeder Bürger wirklich zu allem, auch die geringste Kleinigkeit seine Stimme abgeben und Meinung posten kann.
                        Das liegt sicher daran, daß das zumindest in der Vergangenheit einfach nicht umsetzbar war. In welcher Ausprägung würdest Du das denn bevorzugen? Die "Liquid Democracy" der Piratenpartei oder die Demarchie aus Alastair Reynolds' Science-Fiction-Romanen?

                        Ohne massive Informations- und Kommunikationstechnik läuft jedenfalls bei beiden nichts, auch wenn "Liquid Democracy" jetzt schon machbar wäre. Aber irgendwie scheinen wir in Deutschland noch immer den Anspruch zu haben, daß unser System so technologieunabhängig zu sein hat, daß es zur Not auch mittels Zettel und Bleistift realisiert werden kann. Und das geht bei Direkter Demokratie einfach nicht.

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                        • #13
                          Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                          Das liegt sicher daran, daß das zumindest in der Vergangenheit einfach nicht umsetzbar war. In welcher Ausprägung würdest Du das denn bevorzugen? Die "Liquid Democracy" der Piratenpartei oder die Demarchie aus Alastair Reynolds' Science-Fiction-Romanen?

                          Ohne massive Informations- und Kommunikationstechnik läuft jedenfalls bei beiden nichts, auch wenn "Liquid Democracy" jetzt schon machbar wäre. Aber irgendwie scheinen wir in Deutschland noch immer den Anspruch zu haben, daß unser System so technologieunabhängig zu sein hat, daß es zur Not auch mittels Zettel und Bleistift realisiert werden kann. Und das geht bei Direkter Demokratie einfach nicht.
                          Man braucht nur zeitweise den Strom zu kappen und schon ist die schöne Internet-Demokratie dahin. Ähnliches ist schon passiert. Ich erinnere an die Cyber-Attacke gegen die Ukraine, die ein vorbildliches Netzwerk installiert hatte. Die Moderne, die viele so gerne lobpreisen, steht auf tönernen Füßen. Ein sofortiger Stromausfall würde unser aller Online-Kommunikation jäh beenden.
                          Folglich wäre auch aller globaler Ideenaustausch beendet.

                          Natürlich nur die Massenkommunikation. Denn die Machthaber wären selbstverständlich weiterhin "vernetzt". Per Satelliten und Notstromaggregaten.
                          "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

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                          • #14
                            Ich denke mal auch, dass unser System die nächsten 10 Jahre noch locker flockig vor sich hin systemieren wird.
                            Es ist bestimmt nicht perfekt, aber vielleicht ja noch mit das Beste, was eventuell möglich ist.

                            Revolutionstechnisch hoffe ich doch mehr auf eine Revolution des gesunden Menschenverstandes, sodass sich in Zukunft noch ein paar Reformen durchsetzen (Bildungssystem, Bürokratieabbau). Wäre mal schön, wenn die Flexibilität, die von den Politikern immer gefordert wird, für den einzelnen Bürger auch mal umsetzbar wäre.

                            Schön wäre auch eine gewisse Lernfähigkeit für die Gesellschaft, sodass man z.B. in Zukunft Wege findet, die Banker etwas an die Leine zu legen.

                            Die größte reale Gefahr momentan geht meiner Meinung eher vom Terrorismus aus.

                            Gruß, succo
                            Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

                            Kommentar


                            • #15
                              Zitat von succo Beitrag anzeigen
                              Ich denke mal auch, dass unser System die nächsten 10 Jahre noch locker flockig vor sich hin systemieren wird.
                              Es ist bestimmt nicht perfekt, aber vielleicht ja noch mit das Beste, was eventuell möglich ist.

                              Revolutionstechnisch hoffe ich doch mehr auf eine Revolution des gesunden Menschenverstandes, sodass sich in Zukunft noch ein paar Reformen durchsetzen (Bildungssystem, Bürokratieabbau). Wäre mal schön, wenn die Flexibilität, die von den Politikern immer gefordert wird, für den einzelnen Bürger auch mal umsetzbar wäre.

                              Schön wäre auch eine gewisse Lernfähigkeit für die Gesellschaft, sodass man z.B. in Zukunft Wege findet, die Banker etwas an die Leine zu legen.

                              Die größte reale Gefahr momentan geht meiner Meinung eher vom Terrorismus aus.

                              Gruß, succo
                              Die sogenannten Islamischen ( ich denke mal Du meinst die) Terroristen, sind deswegen eine nicht nur reelle sondern auch eine ideologische Gefahr, weil sie uns (die westliche gesellschaft/kultur) teilweise völlig zu recht in Frage stellen. Der Zusammenhalt innerhalb derer Gemeinden ist den Unsrigen tatsächlich teilweise überlegen.
                              Nur ist das was sie stattdessen anzubieten haben auch nicht akzeptabel.
                              Denn wenn es nach denen geht, müßten wir zwar nicht unbedingt technologisch aber gesellschaftlich ins Mittelalter zurück.

                              Also Abschied nehmen von Hegel, Kant, Nietzsche oder Freud.
                              "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

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