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"Wir müssen sparen"

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  • "Wir müssen sparen"

    Gemeinhin heißt es von politischer Seite, besonders von den rechten, es müsse gespart werden, weil die Ausgaben Überhand nehmen und man nicht ständig immer nur die Einnahmen erhöhen könnte. Nachdem mir diese Litanei gerade wieder im Bayernthread von einem einschlägigen Wirtschaftsfachman und Finanzexperten um die Ohren gehauen wurde, habe ich mich endlich mal aufgemacht und ein paar Zahlen gesucht. Das habe ich mir schon länger mal vorgenommen. Bei der Bundesbank bin ich schließlich fündig geworden:

    http://www.bundesbank.de/download/st..._haushalte.xls

    Meinungen?
    Zuletzt geändert von SF-Junky; 26.08.2010, 17:34.
    "The only thing we have to fear is fear itself!"

  • #2
    Die Ausgaben mögen gesunken sein, die DIäten und Bezüge der Politiker sind gestiegen. Genauso die pensionierten Politiker die Rente und sonstige Leistungen abgreifen. Ist doch klar dass wir sparen müssen wenn wir jedem Heinz der sich mal Politiker genannt hat Unmengen an EUR geben müssen.
    Ich wette mit dir, lass uns die Anzahl Abgeordneter halbieren, deren Bezüge und Vergünstigungen um 1/3 reduzieren und dieses Land schreibt schwarze Zahlen.
    Ihr müsst uns nicht fürchten, es sei denn, Eure Herzen sind nicht rein. Ihr seid Abschaum, der Jagd auf Unschuldige macht.
    Ich verspreche Euch, Ihr könnt euch nicht ewig vor der leeren Dunkelheit verstecken.
    Denn wir werden Euch zur Strecke bringen, wie die räudigen Tiere die Ihr seid.
    und Euch in die tiefsten Abgründe der Hölle verbannen

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    • #3
      Moment, jetzt sehe ich gerade dass da am Anfang der zweiten Tabelle mit den Einnahmen/Ausgaben steht, dass das bereits die Prozentangaben vom BIP sind. Da muss ich doch nochmal andere Zahlen suchen. Trotzdem ist ersichtlich, dass die Ausgaben nicht so immens gestiegen sind, wie das immer dargestellt wird.
      "The only thing we have to fear is fear itself!"

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      • #4
        OECD-Zahlen (Staatsverschuldung im internationalen Vergleich):
        http://www.oecd.org/dataoecd/5/51/2483816.xls

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        • #5
          Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
          Moment, jetzt sehe ich gerade dass da am Anfang der zweiten Tabelle mit den Einnahmen/Ausgaben steht, dass das bereits die Prozentangaben vom BIP sind. Da muss ich doch nochmal andere Zahlen suchen. Trotzdem ist ersichtlich, dass die Ausgaben nicht so immens gestiegen sind, wie das immer dargestellt wird.
          Ähm, da unser BIP praktisch ja für Jahr steigt eben sehr wohl.
          Und BIP Wachstum an sich kommt nicht direkt in den öffentlichen Haushalten an.
          Deswegen ist eben auch die Abgabenlast ständig gestiegen.

          Schau mal hier:
          http://www.bpb.de/files/P5KVN5.pdf

          Zwischen 1950 und 2007 stiegen sowohl die Ausgaben als auch die
          Einnahmen der öffentlichen Haushalte massiv. Allein zwischen 1991
          und 2007 erhöhten sich die Ausgaben bzw. Einnahmen um 40,8 bzw.
          53,8 Prozent. Allerdings übertrafen die Ausgaben der öffentlichen
          Haushalte die Einnahmen in fast allen Jahren seit 1950. Die hieraus
          resultierenden Finanzierungsdefizite wurden vor allem über eine Ausweitung
          der Verschuldung finanziert. Der Schuldenstand des öffentlichen
          Gesamthaushaltes stieg dementsprechend von 9,6 Milliarden
          Euro im Jahr 1950 – über 386,8 Milliarden Euro 1985 – auf mehr als
          1.500 Milliarden Euro im Jahr 2007.
          Das Finanzierungsdefizit erreichte im Jahr 1993 mit 68,21 Milliarden
          Euro einen ersten Höchststand. Nach etwas niedrigeren Finanzierungsdefiziten
          in den Jahren 1994 und 1995 (58,7 und 60,9 Mrd. Euro)
          sank das Finanzierungsdefizit zwischen 1996 und 1999 von 68,02
          auf 21,96 Milliarden Euro. Der Finanzierungsüberschuss im Jahr 2000
          (18,6 Mrd. Euro) stellt einen Sonderfall dar, da der Bund einmalige
          Einnahmen aus der Versteigerung der Mobilfunklizenzen in Höhe von
          50,8 Milliarden Euro erzielte. Bei der anschließenden Ausweitung der
          Finanzierungsdefizite wurde im Jahr 2003 mit 74,03 Milliarden Euro
          der bisherige Höchststand erreicht. In den Folgejahren sanken durch
          deutlich höhere Steuereinnahmen und steuerähnliche Abgaben die
          Finanzierungsdefizite kontinuierlich. 2006 lag das Finanzierungsdefizit
          bei 18,66 Milliarden Euro.

          Im Jahr 2007 nahmen die öffentlichen Haushalte sogar mehr ein als
          sie ausgaben – der Finanzierungsüberschuss lag bei 11,30 Milliarden
          Euro. Während sich dabei für den Bund einschließlich Extrahaushalte
          ein Defizit von 15,61 Milliarden Euro ergab, konnten die Länder einschließlich
          Extrahaushalte (plus 9,32 Mrd. Euro), die Gemeinden und
          die Gemeindeverbände (plus 8,61 Mrd. Euro) sowie die Sozialversicherung
          (plus 8,98 Mrd. Euro) beachtliche Überschüsse realisieren.
          Aufgrund der positiven Entwicklung der öffentlichen Haushalte konnte
          die Nettokreditaufnahme (Saldo aus Schuldenaufnahme abzüglich
          Schuldentilgung am Kreditmarkt) von 40,8 Milliarden Euro im Jahr
          2006 auf 8,9 Milliarden Euro 2007 gesenkt werden.
          Und leider ging es ab 2008 mal eben in die gnaz andere Richtung.
          Man könnte sagen, unsere Haushalte sind in wirtschaftlichen Hochzeiten halbwegs hinnehmber, sobald es aber mal nicht so läuft - geschweige denn ne Krise kommt - bewegen wir uns viel zu tief in den roten Zahlen.
          Wir geben mehr aus als wir haben.

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          • #6
            Wenn noch genug Geld da ist um 14 Milliarden für einen bahnhof in den Sand zu setzen, der absolut unnötig und gefährlich ist, müssen wir nicht sparen.

            Selbst wenn wir sparen müssten, könnten wir das sehr schnell ändern indem wir einfach alle Steuererleichterungen seit, sagen wir mal, 1980 zurück nehmen...
            Disclaimer: Meine Post sind meist nicht als Absolute zu vestehen, sondern sollen nur einen weiteren Blickwinkel bieten.
            "Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!" - Alte Volksweisheit
            "The man who trades freedom for security does not deserve nor will he ever receive either." - Benjamin Franklin

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            • #7
              Zitat von Slowking Beitrag anzeigen
              Selbst wenn wir sparen müssten, könnten wir das sehr schnell ändern indem wir einfach alle Steuererleichterungen seit, sagen wir mal, 1980 zurück nehmen...
              Warum unbedingt Steuererleichterungen zurücknehmen SLow ? Warum sollen nur WIR sparen und nicht auchmal die Damen und Herren Politiker. Bezüge kürzen, Leistungen kürzen und was denkst du was wir an EUR im Jahr sparen.
              Ihr müsst uns nicht fürchten, es sei denn, Eure Herzen sind nicht rein. Ihr seid Abschaum, der Jagd auf Unschuldige macht.
              Ich verspreche Euch, Ihr könnt euch nicht ewig vor der leeren Dunkelheit verstecken.
              Denn wir werden Euch zur Strecke bringen, wie die räudigen Tiere die Ihr seid.
              und Euch in die tiefsten Abgründe der Hölle verbannen

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              • #8
                Zitat von Slowking Beitrag anzeigen
                Wenn noch genug Geld da ist um 14 Milliarden für einen bahnhof in den Sand zu setzen, der absolut unnötig und gefährlich ist, müssen wir nicht sparen.
                Das ist kein Argument, das ist einfach nur Populismus.
                Die paar Milliarden die Stuttgart 21 kosten würde würden sich über einige Jahre finanzieren, das ist eine kaum merkbare Invenstition.
                Die großen Ausgabeposten finden sich sicher nicht in irgendwelchen Bauprojekten.

                Zitat von Slowking Beitrag anzeigen
                Selbst wenn wir sparen müssten, könnten wir das sehr schnell ändern indem wir einfach alle Steuererleichterungen seit, sagen wir mal, 1980 zurück nehmen...
                Klar doch, ziehen wir noch mehr Kohle aus der Volkswirtschaft, das hilft.

                Marsch in die Billionen-Miese: Schuldenjunkie Deutschland - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

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                • #9
                  Zitat von ThorKonnat Beitrag anzeigen
                  Warum unbedingt Steuererleichterungen zurücknehmen SLow ? Warum sollen nur WIR sparen und nicht auchmal die Damen und Herren Politiker. Bezüge kürzen, Leistungen kürzen und was denkst du was wir an EUR im Jahr sparen.
                  Abgeordnete sollen ruhig viel verdienen. Das ist wichtig, damit sie unabhänigig bleiben können. Ein Politiker, der zu wenig Diäten bkommt, wird anfällig für Korruption.

                  Im Übrigen gibt es tausende Politiker, die bis auf eine sehr, sehr kleine Aufwandsentschädigung, nichts bekommen und sich dennoch engagieren.
                  Möp!

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                  • #10
                    Zitat von Cu Chulainn Beitrag anzeigen
                    Abgeordnete sollen ruhig viel verdienen. Das ist wichtig, damit sie unabhänigig bleiben können. Ein Politiker, der zu wenig Diäten bkommt, wird anfällig für Korruption.

                    Im Übrigen gibt es tausende Politiker, die bis auf eine sehr, sehr kleine Aufwandsentschädigung, nichts bekommen und sich dennoch engagieren.
                    Jo, und warum müssen dann Abgeordnete so mit Privilegien versorgt werden?
                    Ein wenig mehr Idealismus aus den Parteibasen täte der höheren Politik ganz gut.
                    Provokativ gesagt, ich sehe nicht einmal wieso man sich seinen Lebensunterhalt mit dem Job Abgeordneter verdienen können sollte. Anstatt Beruf Parteipolitiker wären Abgeordnete die für wenige Jahre Volk und Staat dienen - das heißt ein Opfer bringen - zu bevorzugen.
                    Ist aber natürlich realitätsfern.

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                    • #11
                      politiker (vor allem Minster) sollten auch für das Regieren diäten bekommen .
                      Sie können nicht noch neben der arbeite arbeiten
                      Politiker Sein ist einer der schwierigsten Jobs .Wahlen gewinnen von Deutschland schaden abwenden Reformen machen.
                      Außerdem wollen alle politiker von der FDP bis zur Linken nur das beste für Deutschland bloß sie streiten sich halt welcher weg der richtige ist

                      Eigentlich müssten die Diäten in die 100 tausender gehen.

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                      • #12
                        Zitat von Nighthawk_ Beitrag anzeigen
                        Jo, und warum müssen dann Abgeordnete so mit Privilegien versorgt werden?
                        Ein wenig mehr Idealismus aus den Parteibasen täte der höheren Politik ganz gut.
                        Provokativ gesagt, ich sehe nicht einmal wieso man sich seinen Lebensunterhalt mit dem Job Abgeordneter verdienen können sollte. Anstatt Beruf Parteipolitiker wären Abgeordnete die für wenige Jahre Volk und Staat dienen - das heißt ein Opfer bringen - zu bevorzugen.
                        Ist aber natürlich realitätsfern.
                        Ohne Berufspolitiker öffnest Du einfach der Korruption Tür und Tor. Des Weiteren verschließt man damit einkommensschwachen Schichten den Weg in die Politik. Damit jeder theoretisch unabhängig Politik machen kann, sind hohe Diäten IMO völlig in Ordnung.

                        Und hohe Diäten sind sicherlich das kleinste Problem des bundesdeutschen Haushaltes.
                        Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
                        Makes perfect sense.

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                        • #13
                          Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
                          Ohne Berufspolitiker öffnest Du einfach der Korruption Tür und Tor.
                          Tür und Tor sind doch offen. Was sollen Neben""jobs"" sonst sein als lukrative Pöstchen für die es für Nichts Kohle gibt?

                          Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
                          Des Weiteren verschließt man damit einkommensschwachen Schichten den Weg in die Politik. Damit jeder theoretisch unabhängig Politik machen kann, sind hohe Diäten IMO völlig in Ordnung.
                          Newsflash: Einkommensschwache Schichten machen keine Politik. Es sei denn als Parteisoldaten über Listenplätze um in Parlamenten Stimmvieh zu spielen.
                          Warum sollte das extra honoriert werden?

                          Zitat von Harmakhis Beitrag anzeigen
                          Und hohe Diäten sind sicherlich das kleinste Problem des bundesdeutschen Haushaltes.
                          Zweifellos. Es ginge auch eher um die Geste als um die Substanz.

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                          • #14
                            Newsflash: Einkommensschwache Schichten machen keine Politik. Es sei denn als Parteisoldaten über Listenplätze um in Parlamenten Stimmvieh zu spielen.
                            Warum sollte das extra honoriert werden?
                            Gerhard Schröder ? Wikipedia

                            ich könnte noch mehr beispiele zeigen aber das hier ist das beste vom Arbeiter Kind(ohne Vater ) zum kanzler

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                            • #15
                              Und seit wann ist ein Rechtsanwalt der einkommensschwachen Schicht zuzuordnen??

                              Schröder ist eher ein Beispiel dafür das es auch ohne geht.

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