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Vollbeschäftigung was würde passieren?

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  • Vollbeschäftigung was würde passieren?

    Wie würde Deutschland mit Vollbeschäftigung aussen ?
    ich bin noch sehr Jung (17) und habe niemals Vollbeschäftigung erlebt ?
    Wie sieht die Gesellschaft aus ? Wie würden die Staatsfinanzen aussehen ?
    Ausgeglichener Haushalt ? Schuldenbezahlung?
    Was würde bei Vollbeschäftigung also passieren.

  • #2
    Da mach Dir mal keine Sorgen, ich denke, das wird keiner von uns erleben.

    Das ist mein Ernst!

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    • #3
      Vollbeschäftigung wäre nur von kurzer Dauer

      Zitat von lordhasen Beitrag anzeigen
      Wie würde Deutschland mit Vollbeschäftigung aussen ?
      ich bin noch sehr Jung (17) und habe niemals Vollbeschäftigung erlebt ?
      Ich bin hier schon "Dinosauerier", aber dass habe ich auch noch nie erlebt. Das sog. Wirtschaftswunder war vor meiner Zeit (oder ich war einfach noch zu klein).

      Zitat von lordhasen Beitrag anzeigen
      Wie sieht die Gesellschaft aus ? Wie würden die Staatsfinanzen aussehen ?
      Ausgeglichener Haushalt ? Schuldenbezahlung?
      Was würde bei Vollbeschäftigung also passieren.
      Die notwendigen Sozialausgaben für ALG I und ALG II entfielen, abgesehen von geringfügigen ALG I-Leistungen, aufgrund der unvermeidlichen friktionellen Arbeitslosigkeit.
      Zitat aus http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitslosigkeit:
      Friktionelle Arbeitslosigkeit entsteht beim Übergang von einer Arbeitsstelle zu einer anderen, ist in der Regel nur von kurzer Dauer und auch in Phasen einer Vollbeschäftigung unvermeidlich.
      Der Staat hätte also viel mehr Geld zu Verfügung, um Schulden abzubauen. Allerdings bezeifle ich, dass eine Boom-Phase so lange andern kann, wie es nötig wäre, damit die enorme Staatsverschuldung tatsächlich getilgt wäre. Sie würde aber wohl sinken.

      Auch würden die Gewerkschaften mehr Macht bekommen und könnten höhere Löhne durchsetzen: Das BIP würde steigen. Dadurch würden auch die Steuereinamen steigen, allerdings könnten die Steuersätze auch gesenkt werden - alles eine Frage der Politik.
      Letzendlich würden die Preise steigen, denke ich, und dies würde unseren Export vermindern und von diesen sind gerade in unserem Land nun mal viele Arbeitsplätze abhängig. Bei falscher Politik könnte man sich die Boom-Phase schnell selbst kaputmachen, oder aber sie wird ein Oper der Globalisierung.

      Zum Thema Vollbeschäftigung habe ich noch diesen Wiki-Artikel hier verlinkt
      Vollbeschäftigung ? Wikipedia

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      • #4
        Zitat von lordhasen Beitrag anzeigen
        Wie würde Deutschland mit Vollbeschäftigung aussen ?
        naja, in den staaten die heutzutage vollbeschäftigung haben, kämpft der größte teil der bevölkerung jeden tag ums überleben.

        ich bin noch sehr Jung (17) und habe niemals Vollbeschäftigung erlebt ?
        Wie sieht die Gesellschaft aus ? Wie würden die Staatsfinanzen aussehen ?
        Ausgeglichener Haushalt ? Schuldenbezahlung?
        Was würde bei Vollbeschäftigung also passieren.
        "vollbeschäftigung" ist ein schlagwort und beschreibt eine wirkung, keine ursache. "die wirtschaftliche struktur", "der gesellschaftliche wohstand im durchschnitt" und "vollbeschäftigung" sind nicht eindeutig voneinander abhängig, also nicht immer proportional und nicht immer antiproportional zueinander.

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        • #5
          Urasche und Wirkung ist da in der Tat nicht zu definieren, jedenfalls nicht pauschal. Sämtliche kommunistischen Staaten haben/hatten jedenfalls "Vollbeschäftigung".
          Und überall nagten die Menschen zuletzt am Hungertuch. Heute vielleicht noch Nordkorea und ein bisschen Kuba.

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          • #6
            Es geht um Vollbeschäftigung in der BRD

            @Sinclair

            Das hatte ich gar nicht bedacht und Du hast natürlich recht.

            Aber ich denke lordhasen wollte eher auf eine soziale Markwirtschaft mit Vollbeschäftung hinaus. Das leite ich jedenfalls aus seiner Eingangsfrage ab, die lautete: Wie würde Deutschland mit Vollbeschäftigung aussehen?

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            • #7
              Ja, das vermute ich auch. Ich wollte es halt nicht unerwähnt lassen.

              Zu Vollbeschäftigung in Deutschland wird es wohl nie wieder kommen. Denn bevor das droht, heißt es wieder, wir hätten "Fachkräftemangel" und bräuchten Zuwanderungen. Leider profitiert das Großunternehmertum, wenn sich der kleine Arbeiter am Boden mit vielen anderen um einen vernünftigen Arbeitsplatz schlagen muss, denn so kann man die Löhne niedrig halten.

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              • #8
                Ja, dass sehe ich auch so. Die Unternehmen sind gar nicht an Vollbeschäftigung interessiert, weil es ihre Macht reduzieren und die Gewerkschaften stärken würde. Das passt einfach nicht in unser neoliberales System.

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                • #9
                  Zitat von Halman Beitrag anzeigen
                  Die Unternehmen sind gar nicht an Vollbeschäftigung interessiert,
                  Richtig und sie sind auch nicht dafür da, Leute mit Arbeitsplätzen zu versorgen. Sie sollen stattdessen gute Waren und Dienstleistung zu möglichst niedrigen Preisen produzieren. Massenbetriebe hingegen, die für die Anlieferung eines Autos 15 Jahre Zeit benötigen, braucht kein Mensch.

                  Eine Möglichkeit, für die BRD Vollbeschäftigung zu schaffen, wäre noch ein erneuter Krieg, nach dem wir dann vollbeschäftigt wiederaufbauen können. Hoffentlich nimmt niemand das Motto "Sozial ist, was Arbeit schafft" entsprechend wörtlich.
                  I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                  • #10
                    Neeeee lass mal, der Letzte Krieg hat zwar Arbeit geschaffen, aber auch drei Generationen an Männern verbrannt. Da war am Ende soviel Arbeit, das es zuwenig Arbeiter gab...

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                    • #11
                      Dann holen wir uns halt ein paar Gastarbeiter.
                      Republicans hate ducklings!

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                      • #12
                        Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                        Urasche und Wirkung ist da in der Tat nicht zu definieren, jedenfalls nicht pauschal. Sämtliche kommunistischen Staaten haben/hatten jedenfalls "Vollbeschäftigung".
                        Und überall nagten die Menschen zuletzt am Hungertuch. Heute vielleicht noch Nordkorea und ein bisschen Kuba.
                        Komministische Staaten? Wo gabs die denn? Mir ist keiner bekannt. Ich kenne nur Diktaturen die sich das Label das Kommunismus aufgeklebt haben.
                        Disclaimer: Meine Post sind meist nicht als Absolute zu vestehen, sondern sollen nur einen weiteren Blickwinkel bieten.
                        "Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!" - Alte Volksweisheit
                        "The man who trades freedom for security does not deserve nor will he ever receive either." - Benjamin Franklin

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                        • #13
                          Auch hier eine Frage von Ursache und Wirkung.

                          Man hat den Kommunismus einzuführen versucht, aber schließlich einsehen müssen, dass sich diese Staatsform nur mit brachialer Gewaltausübung gegen das eigene Volk zumindest in Ansätzen verwirklichen lässt. In der SU musste dann noch die systematische Vernichtung von Intelligenz hinzukommen. Offenbar gab es zu viele helle Köpfe in Mütterchen Russland, die das fehlzündende Moment im System durchschaut hatten und unbequeme Fragen aufbrachten oder gar die Frechheit besaßen, keinen Kommunismus zu wollen. Da musste man diese Anderswollenden und Andersdenkenden eben systematisch ausrotten, damit der Kommunismus zumindest in der Theorie wieder eine Weile funktionieren konnte.

                          Wobei das degenerative und rückschrittliche Element dieser Staatsform unabhängig der Gewalteinwirkung seitens der Regierenden greift.

                          Ursache und Wirkung.

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                          • #14
                            Tja, wieder mal die Kommunismusvorurteile? Tatsache ist, dass zumindest in der späten Sowjetunion keine Rede davon sein kann, dass die Bevölerung gehungert hätte, selbst in den Jahren des wirtschaftlichen Zusammenbruches wurden zwar die Schlangen vor den Nahrungsmittelgeschäften länger, Hungersnot gab es aber keine.

                            Übrigens waren die meisten Opfer der stalinistischen Säuberungen Anhänger der linken Opposition, die in den 20er und 30er Jahren zu einer Massenkraft in Russland wurde. Also von wegen Stalins Opfer wollten den Kommunismus nicht.

                            Zum eigentlichen Thema: Muss mich leider philippjay anschließen, Vollbeschäftigung werden wir so bald nicht erleben. Wenn wir pro Jahr ca. 2-3% Effizienzsteierung in der Wirtschaft haben, aber nur 1-2% Wirtschaftswachstum, bedeutet das leider Jobabbau. Sehr schade, da Arbeitslosigkeit wohl das teuerste und unnützeste ist, was einer Volkswirtschaft passieren kann. Mir graut, wenn ich an die Langzeitkonsequenzen von 20% und noch mehr Arbeitslosigkeit in Spanien denke.
                            "This country, with its institutions, belongs to the people who inhabit it. Whenever they shall grow weary of the existing government, they can exercise their constitutional right of amending it, or exercise their revolutionary right to overthrow it." - Abraham Lincoln

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                            • #15
                              Also zwecks Sowjetunion, verhungert ist dort sicher niemand (natürlich als der Wiederaufbau nach dem Krieg vollbracht war), es gab natürlich nicht die Auswahl an Nahrungsmitteln wie im Westen, aber verhungert ist niemand. Dem kleinen Mann ist es in der SU sicher besser gegangen als in Jelzins Russland oder wahrscheinlich auch noch besser als heute.

                              Zum eigentlichen Thema, Vollbeschäftigung wird niemals erreicht werden, Gründe dafür gibt es viele. Wie hier schon geschrieben wurde, die hohen Bonzen aus der Wirtschaft sind wohl auch nicht daran interessiert.
                              Habe neulich zB auch von Kuba gehört, dass die viele Staatsangestellte jetzt entlassen müssen, weil der Staat einfach überfordert wird mit sovielen "Mitarbeitern".
                              Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                              die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                              das geht aber auch so

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