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Was müsste dann geschehen, damit unsere Gesellschaft wieder mehr soziale Sicherheit b

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  • Was müsste dann geschehen, damit unsere Gesellschaft wieder mehr soziale Sicherheit b

    Was also müsste dann geschehen, damit unsere Gesellschaft wieder mehr soziale Sicherheit bietet?

    Was ich damit meine dürfte klar sein. Vernünftig bezahlte Arbeit, für jeden der arbeiten will. Eine Lehrstelle für jeden, der eine will. Soziale Absicherung, für die Menschen die nicht ( mehr ) arbeiten können. Förderung von Kindern aus Problemfamilien. Mehr Chancengerechtigkeit. Und so weiter....

    Wir werden hier nicht die Probleme unseres Landes lösen können, aber mich interessieren eure Ideen.
    A Philosophy

    http://www.youtube.com/watch?v=8dreV...eature=related

  • #2
    Was geschehen müsste? Es müsste eine Weltregierung geben.
    When I feed the poor, they call me a saint.
    When I ask why the poor are hungry, they call me a communist.


    ~ Hélder Câmara

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    • #3
      Menschlichkeit.
      Das ist alles. Egal welche Gesetze und Steuerforderungen wir haben...wäre ein jeder Mensch wirklich an dem anderen interessiert würden wir Hand in Hand arbeiten.
      Dann gäbe ich meinem Nachbarskind das von Harz IV lebt meine Bücher...dann würde ich es mitnehmen und ihm den Wald zeigen. Dann lüde ich den Nachbarn ein zum Essen und dann wüßte ich, daß wenn ich in Not gerate, würde er helfen.
      Doch nun mißtrauen wir einander. Ein jeder unterstellt dem anderen Egoismus.

      Ich will hier keinen Komunismus predigen oder sonstiges. Ich möchte nur sagen: Gesetze und Verordnungen werden niemals auf Dauer soziale Sicherheit bieten solange die Menschlichkeit fehlt.
      Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
      Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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      • #4
        Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
        Menschlichkeit.
        Das ist alles. Egal welche Gesetze und Steuerforderungen wir haben...wäre ein jeder Mensch wirklich an dem anderen interessiert würden wir Hand in Hand arbeiten.
        Dann gäbe ich meinem Nachbarskind das von Harz IV lebt meine Bücher...dann würde ich es mitnehmen und ihm den Wald zeigen. Dann lüde ich den Nachbarn ein zum Essen und dann wüßte ich, daß wenn ich in Not gerate, würde er helfen.
        Doch nun mißtrauen wir einander. Ein jeder unterstellt dem anderen Egoismus.

        Ich will hier keinen Komunismus predigen oder sonstiges. Ich möchte nur sagen: Gesetze und Verordnungen werden niemals auf Dauer soziale Sicherheit bieten solange die Menschlichkeit fehlt.
        Dann wäre die Frage, was kann man tun damit die Menschen ethisch besser werden? Ich sehe da wenig Hoffnung. Die Spezies Homo sapiens ist so, wie sie eben ist. Manchmal gütig und voller Mitgefühl - oft aber auch egoistisch und grausam.
        A Philosophy

        http://www.youtube.com/watch?v=8dreV...eature=related

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        • #5
          Zitat von Kid
          Was geschehen müsste? Es müsste eine Weltregierung geben.
          Da bin ich strikt dagegen. Ok, wenn wir in Jahr 2446 tatsächlich eine Weltregierung berufen, die sich bewährt, schön und gut. Was aber wenn 2466 eine Weltregierung legitim Einzug hält, die ganz andere Dinge im Sinn hat? Dann gäbe es nichts und niemanden mehr, der Opposition machen könnte.

          Drum bin ich für Föderalismus, und zwar so viel wie möglich.

          Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
          Menschlichkeit.
          Das ist alles. Egal welche Gesetze und Steuerforderungen wir haben...wäre ein jeder Mensch wirklich an dem anderen interessiert würden wir Hand in Hand arbeiten.
          Dann gäbe ich meinem Nachbarskind das von Harz IV lebt meine Bücher...dann würde ich es mitnehmen und ihm den Wald zeigen. Dann lüde ich den Nachbarn ein zum Essen und dann wüßte ich, daß wenn ich in Not gerate, würde er helfen.
          Doch nun mißtrauen wir einander. Ein jeder unterstellt dem anderen Egoismus.

          Ich will hier keinen Komunismus predigen oder sonstiges. Ich möchte nur sagen: Gesetze und Verordnungen werden niemals auf Dauer soziale Sicherheit bieten solange die Menschlichkeit fehlt.
          Ich glaube, das ist der beste Post, den ich hier je gelesen habe.

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          • #6
            Stimme T'Pau zu.
            Ein System, so klever und durchdacht es auch konstruiert ist, wird immer fehlerhaft sein und beim Anspruch Armut und soziale Ungerechtigkeit zu beseitigen scheitern.

            Letztlich ist es jedoch immer nur der Mensch selbst, der dem Menschen Probleme schafft. Gerade Verteilungsfragen wären überhaupt kein Thema, wenn sich der Mensch anderen Menschen gegenüber anders verhalten würde.
            Da dies aber nicht geschehen wird, weil es wohl eben gerade nicht menschlich ist, wird es auch nie diese perfekte Welt geben...

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            • #7
              Die Solidarität war nicht immer so schlecht, wie sie heute ist.

              T'Pau hat recht. Der Neoliberalismus ist daran schuld. Der Neoliberalismus trichtert in der Wissenschaft seit 150 Jahren und in der Wirtschafts- und Sozialpolitik seit 50 Jahren ein, dass egoistisches Verhalten unvermeidlich zum gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrtsmaximum führt. So erzieht man Menschen zu Egoisten.

              Jeder weiß, dass die Theorie nichts taugt. Nichtsdestoweniger ist und bleibt sie für die Politik die dominierende Grundlage. Wenn das aufhören würde, wäre schon viel erreicht.

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              • #8
                Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                Da bin ich strikt dagegen. Ok, wenn wir in Jahr 2446 tatsächlich eine Weltregierung berufen, die sich bewährt, schön und gut. Was aber wenn 2466 eine Weltregierung legitim Einzug hält, die ganz andere Dinge im Sinn hat? Dann gäbe es nichts und niemanden mehr, der Opposition machen könnte.

                Drum bin ich für Föderalismus, und zwar so viel wie möglich.
                A) ist auch eine Weltopposition dank moderner Kommunikationsmittel und Mobilität genausowenig ein Problem wie eine Weltregierung (machen Unternehmen ja heute schon)

                und

                B) Widerspricht es sich nicht, eine Gesamtregierung zu haben, die föderale Strukturen und Handlungen konvergent verlaufen lässt.
                When I feed the poor, they call me a saint.
                When I ask why the poor are hungry, they call me a communist.


                ~ Hélder Câmara

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                • #9
                  Zitat von Chloe Beitrag anzeigen
                  Die Solidarität war nicht immer so schlecht, wie sie heute ist.

                  T'Pau hat recht. Der Neoliberalismus ist daran schuld. Der Neoliberalismus trichtert in der Wissenschaft seit 150 Jahren und in der Wirtschafts- und Sozialpolitik seit 50 Jahren ein, dass egoistisches Verhalten unvermeidlich zum gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrtsmaximum führt. So erzieht man Menschen zu Egoisten.

                  Jeder weiß, dass die Theorie nichts taugt. Nichtsdestoweniger ist und bleibt sie für die Politik die dominierende Grundlage. Wenn das aufhören würde, wäre schon viel erreicht.
                  Da stimme ich teilweise zu. Der Neoliberalismus fördert die schlechtesten Eigenschaften die Menschen haben. Habgier und Egoismus. Geiz ist geil - das sagt viel.

                  Aber ich glaube das Problem liegt tiefer, es liegt in der menschlichen Natur selbst. Die Menschen im Mittelalter waren auch nicht besser. Eher schlimmer. Da gab es öffentliche Folterungen als Volksbelustigung.

                  Der Mensch so wie er ist, kann ein Dämon sein und ein Engel. Fähig zu unfassbar grausamen Taten ebenso wie zu selbstloser Größe. Aber der dämonische Anteil überwiegt vielleicht.

                  Ist das nicht einfach die brutale Wahrheit:

                  YouTube - Battlestar Galactica - Humanity was a flawed creation
                  A Philosophy

                  http://www.youtube.com/watch?v=8dreV...eature=related

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                  • #10
                    Die Natur des Menschen mag von Überlebensinstinkt und damit auch Egoismus geprägt sein. Dennoch hat der Mensch etwas einmaliges: den Verstand und die Fähigkeit zum Mitgefühl.
                    Dadurch unterscheiden wir uns vom Tier.
                    Wenn der Mensch dieses enorme Potential nutzen würde...wo wären wir da?
                    Ganz überspitzt: Vertrauen heisst kein Krieg. Wieviel Geld landet dann in der medizinischen Forschung?

                    Also wirklich, ich bin kein unverbesserlicher Weltverbesserer...ich sehe da auch ein Problem: wir als Menschen wären wohl unschlagbar und würden zu viele.
                    Die Evolutution packt uns scheinbar bei unseren Schwächen um sich zu schützen
                    Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                    Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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                    • #11
                      Zitat von Kid Beitrag anzeigen
                      B) Widerspricht es sich nicht, eine Gesamtregierung zu haben, die föderale Strukturen und Handlungen konvergent verlaufen lässt.
                      Dann hätte es prinzipiell meine Unterstützung. Es wäre zwar ein unglaublicher Bürokratismus und auch schwer zu regieren, aber ich möchte zB, dass Hessen mit seiner Regierung im Fall des Falles Opposition machen könnte, wenn die Weltregierung zum Beispiel beschließt, dass.... *Platzhalter*

                      Ich halte sehr viel von unseren Nachbarn, den Franzosen, aber ihre Staatstruktur, die nur aus Paris + Provence besteht, finde ich beängstigend. Deshalb wünscht sich Sinclair_ (der für Newman unverständlich nach 3 Bier nun etwas betrunken ist) für die Weltregierung: Föderalismus und Eigenverantwortung (und Steuerung) so viel wie möglich.

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                      • #12
                        Wieso hat es zb keine Religion der Welt geschafft die Menschen besser zu machen?

                        Ich habe da übrigens vor Allem den Buddhismus im Auge, der im Gegensatz zu allen anderen großen Religionen zumindestens in der Urform zu 100 Prozent friedlich war und keine Andersgläubigen verurteilte.
                        A Philosophy

                        http://www.youtube.com/watch?v=8dreV...eature=related

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                        • #13
                          Zitat von Sargon Beitrag anzeigen
                          Wieso hat es zb keine Religion der Welt geschafft die Menschen besser zu machen?

                          Ich habe da übrigens vor Allem den Buddhismus im Auge, der im Gegensatz zu allen anderen großen Religionen zumindestens in der Urform zu 100 Prozent friedlich war. Und keine Andersgläubigen verurteilte.
                          Weil die meisten andren Religion den Anspruch haben, die alleinige Wahrheit zu predigen. Damit auch das Recht ihre Wahrheit mit Gewalt über die Menschheit zu bringen.
                          Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
                          Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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                          • #14
                            Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
                            Weil die meisten andren Religion den Anspruch haben, die alleinige Wahrheit zu predigen. Damit auch das Recht ihre Wahrheit mit Gewalt über die Menschheit zu bringen.
                            Deshalb habe ich ja auch explizit auf den Ur-Buddhismus hingewiesen. Fast eine Religion für Vulkanier.

                            Aber auch das hat nicht funktioniert. Ganz schnell wurden die Worte des Gründers Siddhartha Gautam in ihr völliges Gegenteil verdreht.
                            A Philosophy

                            http://www.youtube.com/watch?v=8dreV...eature=related

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                            • #15
                              Zitat von Sinclair_ Beitrag anzeigen
                              Ich halte sehr viel von unseren Nachbarn, den Franzosen, aber ihre Staatstruktur, die nur aus Paris + Provence besteht, finde ich beängstigend.
                              Was genau?
                              Österreich steht im Grunde zwischen Dtl und F, halte ich aber noch eher zentralistisch als föderal. Wenn ich zu euch schaue, kann ich nur den Kopf schütteln.

                              Zitat von T'Pau
                              Dennoch hat der Mensch etwas einmaliges: den Verstand und die Fähigkeit zum Mitgefühl.
                              Da gabs vor ein paar Wochen einen sehr guten Artikel im Spiegel, dem ich voll und ganz zustimmen kann. Ich kann so ein komplexes Thema nicht konzentriert zusammenfassen, Tatsache ist aber, dass Zusammenarbeit, Mitgefühl etc "eigentlich" sogar dominant sind. Anders würde das Zusammenleben in so großen Gesellschaften gar nicht gehen!

                              Abgesehen davon rahme ich Chloe nochmals ein:
                              Der Neoliberalismus trichtert in der Wissenschaft seit 150 Jahren und in der Wirtschafts- und Sozialpolitik seit 50 Jahren ein, dass egoistisches Verhalten unvermeidlich zum gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrtsmaximum führt. So erzieht man Menschen zu Egoisten.

                              Jeder weiß, dass die Theorie nichts taugt. Nichtsdestoweniger ist und bleibt sie für die Politik die dominierende Grundlage. Wenn das aufhören würde, wäre schon viel erreicht.
                              und ergänze noch, dass mMn ganz dringend wieder die unheilige Allianz der Wirtschaft mit der Politik getrennt gehört. Säkularisierung zwischen diesen beiden Faktoren tut absolut Not!
                              Die Grenzenlose Freiheit Einzelner Bedeutet Stets Die Begrenzung Der Freiheit Vieler!
                              Willkommen in der DDR - Demokratischen Diktatur der Reichen

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