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Atomkraft - Seid ihr dafür ?

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  • Atomkraft - Seid ihr dafür ?

    Hi,

    Ich habe zu diesen Thema nichts in der Suche gefunden...

    Also, ich frage mich was ihr von Atomkraft haltet ?
    Sind Atomkraftwerke sicher ? Oder doch nicht ?
    Sind solche Kraftwerke beherschbar ?

    Ist das wirklich saubere Energie ?

    Sie verursachen Krebs. Machen Atomüll.
    Was bei einem Supergau ?
    Der Kern von Tschernobyl ist noch immer aktiv und glüht in der Erde weiter fröhlich vor sich hin.
    In den USA hatten wir damals auch fast einen Gau. Ich glaube es war 1979 in Harrisburg...

    Eine Liste der bekannten Störfälle

    Da sind die "kleineren" Störfälle wie z.b in dem Atomkraftwerk Biblis usw. nicht inbegriffen...
    Diesen Thread starte ich wegen dem aktuellen PRO-Kurs unserer Regierung
    und der immer mehr werden PRO Haltung der Bevölkerung...

    Was meint ihr seid ihr dafür ? Ist es sicher ?
    Oder seid ihr der Meinung Atomkraftwerke können nicht sicher sein ?
    Denn 100 % Sicherheit gibt es ja nie...

    gruss

    Dominion

    EDIT :

    Liebe MODS macht bitte daraus eine umfrage:

    Frage : Atomkraft - Seit ihr dafür ?

    antworten:
    JA !
    NEIN !
    414
    Kohle und Atom, daraus Strom! JA! (Natürlich besteht kein Zusammenhang zwichen der Befürwortung von Atomkraft und der Befürwortung von Kohle)
    47.83%
    198
    Atomkraft, nein Danke! NEIN!
    52.17%
    216
    Zuletzt geändert von Dominion; 24.01.2007, 05:49.
    Schwule dürfen weder Blut noch Organe Spenden http://www.schwulst.de/content/SchwuleBlutspende
    Liebe ist ein Menschenrecht - Niemand sollte anderen DAS verwehren! :)[/CENTER]

  • #2
    Ausgehend vom gegenwärtigen Stand der Kernkraftwerke wäre ich noch dagegen, aber letztlich betrachtet, sofern sowohl die Technologie als auch das Nutzungsprinzip endlich perfektioniert wurde, wäre ich durchaus dafür.

    Hinsichtlich der Technologie beziehe ich mich da auf die Sicherheit des entsprechenden Kraftwerkes, sowohl was automatische Vorrichtungen zur Vermeidung von möglichen GAUs betrifft, als auch die Absicherung von terroristischen Anschlägen, um einen Strahlungsaustritt zu verhindern.
    Das Nutzungsprinzip der Kernspaltung ist ebenfalls noch zu gefährlich, da hierbei nicht nur gesundehitlich gefährliche Strahlung schon beim Betrieb des Kraftwerks entsteht, sondern auch radioaktiver Restmüll übrig bleibt.

    Sollte Kernfusion in einem Kraftwerk möglich sein, beispielsweise von Wasserstoff oder Deuterium zu Helium, hätte man noch immer das Problem eines radioaktiven Endprodukts, abgesehen davon dass eine entsprechend kalte Kernfusion wohl zumindest unwirtschaftlich ist.

    Bei den Experimenten der wissenschaftlichen Labors, beispielsweise des CERN, könnten wir aber in den nächsten Jahrzehnten eine bessere Form der Energieumwandlung nutzen können, denn ich habe vor etwa einem halben Jahr von der kontrollierten Erzeugung und Vernichtung einer Mikrosingularität im CERN erfahren.
    Ein schwarzes Loch als "Energiequelle" zu nutzen ist vielleicht nicht gerade sicher, aber die kontrollierte Energiefreisetzung bei der Zerstrahlung von Materie und Antimaterie setzt zumindest eine vergleichbare Energiepotentiale frei und auch die Umwandlung beispielsweise von Wasserstoff zu Antiwasserstoff ist kaum schwieriger zu erreichen, als die Erzeugung einer Mikrosingularität.
    Im Übrigen würde in Folge der Materie-Antimaterie-Annihilation vom eingesetzten "Brennstoff" nichts weiter übrig bleiben, außer seinem Äquivalent in Energie, also auch kein Restmüll.

    Wie gesagt bin ich noch gegen Atomkraft und würde vielmehr auf regenerative Energien setzen, aber auf dem Stand der Materie-Antimaterie-Reaktion mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen würde ich diese befürworten.
    Die Wahrheit entgeht dem, der nicht mit beiden Augen sieht. Wähle den Weg, der recht und wahr ist.
    Wenn Du erkennst, dass das Kerzenlicht Feuer ist, dann wurde das Mahl vor langer Zeit bereitet.
    Skylaterne vor der Haustür (Youtube Video) - ich bin ein Mitglied der Kirche Jesu Christi. Die USS Vergissmeinnicht nimmt wieder ihren Dienst auf und heißt alle interessierten Crewmitglieder willkommen.

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    • #3
      Also, ich frage mich was ihr von Atomkraft haltet ?

      Atomkraft ist ein integraler Bestandteil unseres Energiemixes.
      Das wird in der Zukunft mit den weniger werdenden, endlichen Energieträgern noch wichtiger werden.
      Regenerative Energien sind wichtig werden den Atomstrom aber nicht eins zu eins ersetzen können.

      Sind Atomkraftwerke sicher ? Oder doch nicht ?

      Die Deutschen Atomkraftwerke zählen zu den sichersten der Welt. Sie abzuschalten und im Gegenzug Strom aus dem näheren Ausland (wo viel unsichere Reaktoren rumgammeln) zu beziehen, ist nur wahnwitzig.
      Deutschland war einmal führend auf dem Gebiet der Kernenergie. Wir geben den erreichten Level fahrlässig auf.

      Sind solche Kraftwerke beherrschbar ?

      Aber sicher doch. Es sind ohne weiteres Konstruktionen möglich, welche eine Kernschmelze ausschließen. Nur müsste man die halt bauen und sich nicht auf ausländischen Atomstrom verlassen.

      Ist das wirklich saubere Energie ?

      Saubere als die meisten anderen "Energieformen". Moderne Kernkraftwerke verursachen keinen Krebs. Für den Atommüll sollte eine zB europaweite Endlösung gefunden werden. Ein großes, modernes Endlager für allen Atommüll europaweit.

      Ein Supergau ist bei modernern Kraftwerken auszuschließen. Reaktoren vom Typ Tschernobyl müssen natürlich ersetzt werden.
      Die Technik ist heute viel weiter als in den vergangenen Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts.

      In diesem Sinne, Ja zu Atomkraft, sie ist unerlässlich den steigenden Energiebedarf weltweit zu decken.

      Kommentar


      • #4
        Kernenergie ist die sauberste brauchbare Energiequelle die wir haben!

        Kohle, Gas, Öl etc. sind endlich und verursachen einen Umweltschaden. Mit Solarzellen könnten wir unser ganzes Land auslegen und würden nichtmal annähernd so viel Energie wie aus unseren anderen Kraftwerken erhalten. Und wer in seiner Nachbarschaft ein Windrad stehen hat, der wird mir sicherlich zustimmen, dass es unmöglich/unvertretbar ist, das ganze Land damit zu pflastern. Zumal diese auch nicht wirklich viel Energie liefern.

        Was bleibt da noch? Klar, die Kernenergie. Moderne Kraftewerke sind sicher und das krebsrisiko ist auch nicht mehr vorhanden (ich mein, heutzutage versuchen doch x Studien einem einzureden, dass man auch vom Schreiben mit dem Bleistift Krebs bekommt ). Man hat "lediglich" das "kleine" Problem den Atommüll irgendwo zu lagern. Aber IMO macht das weniger Schaden (gerade wenn er richtig "verpackt" ist) als unsere Öl, Gas und Kohlekraftwerke.

        Meine Meinung:
        Die alten Atomkraftwerke ruhig abschalten, aber die neueren auf jeden Fall in Betrieb halten.
        "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

        Kommentar


        • #5
          Die "Ja" Antwort ist ja selten dämlich gewählt, weil für was soll man zB stimmen wenn man für Kernkraft aber gegen Kohle ist

          Generell halte ich Kernkraft für das kleinere Übel und bin der Meinung man sollte zunächst die Kohlekraftwerke abschalten ( daher werde ich mich hier einer Abstimmung enthalten ) da ich generell den Treibhauseffekt als die größere Bedrohung ansehe. Regenerative Energien werden noch auf absehbare Zeit den Grundlastverbrauch nicht abdecken können ( sollten aber selbstverständlich weiter ausgebaut werden ) drum bleibt hierfür zunächst nur die Kernenergie.

          Kommentar


          • #6
            Ich bin teilweise für die Atomenergie. Sie müßte in meinen Augen nur sehr viel moderner aufgezogen werden, um mögliche Risiken zu umgehen. Jedenfalls bin ich eher dafür, in Deutschland 2-3 moderne AKWs zu haben, die auf dem neusten Stand der Technik sind, als Strom aus dem direkten Ausland zu importieren und dort werden dann AKWs mit der Technik aus der Steinzeit direkt an der Grenze gebaut. Tschernobyl hat ja gezeigt, dass selbst eine größere Entfernung keinen Schutz bietet.

            Nur das Problem mit der Endlagerung oder dem Recycling (keine Ahnung, in wieweit das möglich wäre) des Atommülls muß ordentlich geklärt sein.

            Diese Energie kann dann auch dazu genommen werden, um umweltverträglichere Techniken weiter zu entwickeln. Dann könnte man in der Zukunft evtl. mal die AKWs überall abschalten - aber das dauert noch eine ganze Weile.
            It is the heart that gives - the fingers just let go. (Nigerianisches Sprichwort)

            Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (A. Einstein)

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            • #7
              Ich sehe das eigentlich genauso wie Dr. Bock und MRM.

              Die Kohlekraftwerke sind das größte Übel. Es ist entsetzlich, wieviel Schadstoffe wir da mit in die Atmosphäre pumpen.
              Das mit der Windkraft hatten wir mal in Physik ausgerechnet. Wollte man die Atommeiler durch Windräder ersetzen, müsste im Schnitt alle (afair) 2 bis 3 Kilometer einer von diesen häßlichen lärmmachenden Betonmammutbäumen stehen, deren Material- und Anschaffungskosten sich nach 10 Jahren noch nicht rentiert haben.

              Das Geld, womit unser Land die Steinkohle und Alternative Energien wie Solarzellen und Windräder subventioniert, sollte lieber in die Sicherheit der Atomkraftwerke unserer (östlichen) Nachbarländer gesteckt werden.
              Für die 50 Jahre, die wir noch brauchen, bis wir unsere Energie aus Fusionsreaktoren ziehen können, ist es das allemal wert.


              Ich fände es nicht schlecht, in der Umfrage die Atom- von der Kohlekraft abzukoppeln.
              "Mai visto un compagno uscire dal campo senza aver dato tutto e anche di più. Siamo la squadra più straniera d’Italia, dicono. Faccio però fatica a trovare in giro per il mondo un gruppo più attaccato alla maglia del nostro." - Javier Zanetti
              ¡Pueblo no bueno! ¡Pueblo es muy mal!

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              • #8
                Stimmt. Die "Ja" Antwort ist sehr schlecht gewählt.

                Kohlekraftwerke sind zwar auch ein mehr oder weniger notwendiges Übel, aber extrem umweltschädlich. Verursachen sehr viel CO2, aber für die Millionen Tonnen Kohle und die daraus direkt entstehenden Umweltschäden interessiert sich niemand.
                Dagegen stehen eine handvoll Tonnen Uran pro Jahr bei einem AKW.

                In Deutschland wird da nur, wie mit so vielen Sachen, eine beispiellose Panikmache betrieben. Das ist alles rein ideoligisch motiviert, hat eber mit Sachlichkeit nicht viel zu tun.
                Und die gleichen Leute, die die fehlende Endlagerung kritisieren, blockieren die Erschließung von Gorleben. Mit dem richtigen Willen, wäre das Problem schon gelößt.

                Immer wiederTschernobyl als Buhmann herzunehmen bringt auch nicht viel, da das eine völlig andere Technik als im Westen (und auch zum Teil in anderen östlichen Reaktoren) ist. Schon vom technischen Prinzip her ist nicht möglich, dass das - genau so - hier passiert.
                Man kann auch Reaktoren bauen, bei denen eine Kernschmelze wirklich 100%ig unmöglich ist. Hier stand mal ein Prototyp, aber dann hat man den nach ein paar Anlaufschwierigkeiten und Panikmache wieder abgebaut - für viel Geld. Heute wird die Technologie u.a. in China weiterentwickelt.
                Zuletzt geändert von Serenity; 24.01.2007, 14:21.
                "Bright, shiny futures are overrated anyway" - Lee Adama, Scar
                "
                Throughout history the nexus between man and machine has spun some of the most dramatic, compelling and entertaining fiction." - The Hybrid, The Passage

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                • #9
                  Wundert mich ja wirklich, dass ich hier mal in der Minderheit bin, aber ich habe mal bei Atomkraft für "Nein" gestimmt, weil es da doch so einige Unsicherheiten gibt.
                  Ich muss sagen, dass ich in Deutschland, ehrlich gesagt, nicht umbedingt so eine Katastrophe wie in Tschernobyl erwarte und ich glaube auch, dass die Atomkraftwerke einigermaßen sicher sind, zumindest im normalen Betrieb.
                  Was mich hauptsächlich stört ist die Endlagerung.
                  Wie kann man immer mehr Atomkraftwerke bauen, wenn man gar nicht weiß, wohin man den ganzen Müll packen soll? Es handelt sich dabei ja nicht um einfachen Hausmüll, sondern um hochradioaktiven Müll und politisch ist es wohl recht schwierig einen geeigneten Platz zu finden und technisch ist ja auch nicht geklärt, ob alles so sicher ist, wenn man den Müll in einem Bergwerk ablädt.

                  Das sind im Grunde die Hauptgründe, die für mich gegen diese Energieform sprechen. Was sicherlich auch nicht ausgeschlossen werden kann, sind AKWs als terroristische Ziele. Wenn da jemand mit einem Flugzeug drauf knallt hat man wohl auch ein ziemliches Problem.

                  Was den Ausstieg aus der Kernenergie angeht, weiß ich auch, dass es schwierig wäre, wenn man das von heute auf morgen macht und dass Kohle auch keine gute Alternative ist, aber ich würde die regenerativen Energieformen auch nicht unterschätzen. Derzeit machen sie noch keinen so großen Anteil an der Stromerzeugung aus, aber sie nehmen doch zu.
                  Ich denke, dass es auf den Mix ankommt. Auch jetzt sind wir nicht von einer Energieform in Deutschland abhängig (nicht wie Franzosen mit 80 % Atomstrom) und das sollte auch nicht in Zukunft so sein.
                  Windenergie ist auch nicht die einzige Form regenerativer Energien. Wir haben auch Wasserkraftwerke und Solarzellen, um nur mal die Klassiker aufzuzählen. Biogas wird auch immer wichtiger. Erdwärme ist auch nicht uninteressant und die Brennstoffzelle kann, so weit ich weiß, auch so umfunktioniert werden, dass man sie auch als Batterie verwenden kann.
                  Denn man sollte schon darauf achten, dass man mehrere Energieformen hat und wenn das mit der Speichertechnik klappt, dann muss man wohl auch keine Angst vor Sonnenfinsternis und Windstille haben.
                  Das alles ist im Moment ja noch nicht so ausgereift, dass es sich alleine trägt, aber darin sollte man besser investieren, denn auch die Kernenergie ist keine regenerative Energieform. Man brauch dafür Uran, was übrigens importiert werden muss (Abhängigkeitsproblem!) und auch nicht unendlich verfügbar ist. Im Moment reicht es wohl noch einige Jahrzehnte, aber immer mehr 3. und 2. Welt-Länder wollen jetzt AKWs bauen. China plant auch einiges. Wenn die alle plötzlich Uran haben wollen, sieht es für uns auch nicht mehr so günstig aus.
                  Uran würde dadurch auch treurer und der Betrieb der AKWs, bzw. die Inbetriebnahme ist auch nicht gerade so billig.
                  Denn der Boom in der frühen Nachkriegszeit lief zum großen Teil durch Subventionen. Von daher sollte nicht immer so überheblich sein, wenn man kritisiert, dass regenerative Energie subventioniert wird. Das wird Kernenergie auch!
                  Was jetzt Restlaufzeiten angeht, da sehe ich es ja nicht so kritisch. Wenn man da die Brennstäbe noch aufbrauchen will, dann soll man das ja machen, aber man sollte nicht umbedingt noch viel weiter machen und erst recht keine neuen AKWs bauen.
                  Man hat eben zum einen die Müllproblematik und zum anderen begibt man sich doch nur in Abhängigkeit von anderen Staaten und wie schnell jemand da den Hahn abdrehen kann, haben wir jetzt ja letztlich erst bei Weißrussland gesehen. Gas und Öl sind zwar was anderes, aber langfristig ist es auch nicht besser, wenn keine Preissicherheit besteht und man politisch heikle Kompromisse oder Zugeständnisse machen muss.

                  Also besser in regenerative Energie investieren und vielleicht auch mal Strom sparen, statt noch mehr Geld in Kernenergie zu stecken.

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                  • #10
                    Atomkraftwerke sind heute absolut notwändig.
                    Sonst wäre es mit unseren technischen möglichkeiten nicht möglich den Bedarf an elektrischer Energie zu decken.
                    Und wenn ich mir all die Diskusionen um den Ausstieg aus der Atomenergie anhöre kommt mir unweigerlich ein alter Spruch in den Sinn, der seinerzeit den Atomkraftgegnern angedichtet wurde (bin sicher, kaum einer von denen ist blöd genug um ihn ernst zu nehmen): "Warum Atomkraftwerke? Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose!"
                    In der Schweiz ist das Thema zur Zeit hoch aktuell, da unsere AKWs langsam in die Jahre kommen. Es bestehen einige Projekte für Erdgaskraftwerke, was ich allerdings allein schon aus Wirtschaftspolitischen Gründen für eine dumme Idee halte. Persönlich bin ich lieber von Australischem Uran abhängig als von Russischem Erdgas.
                    Understanding the scope of the problem is the first step on the path to true panic.

                    - Florance Ambrose

                    Kommentar


                    • #11
                      Du kannst mit regenerativen Energien einfach keine stabile Versorgung in einem Hochindustrieland aufbauen.

                      Wind weht nicht ständig. Die Sonne scheint nicht immer, und der Sonneneinfall ist in Europa sowieso sehr schlecht. Und Wasserkraft ist in Deutschland geographisch nicht viel mehr nutzbar. Da geht vielleicht in kleinen, bergigen Ländern oder du braucht riesige Dämme mit riesigen Stauseen, die auch nicht unbedingt umweltverträglich sind. Und gegen Stauseen sind Umweltschützer ja auch generell...

                      Diese Dinge können einen Anteil zur Stromversorgung liefern, aber sie ganz oder auch nur großteils zu tragen ist völliger Unsinn.
                      Wenn man dann noch das Ziel hat den CO2 Ausstoß zu verringern, ist der Atomausstieg höchst verantwortungslos.

                      Und niemand kann ernsthaft wollen, dass China statt Kernkraftwerken, Kohlekraftwerke baut. Das würde auf einen Schlag alle Bemühungen zur C02-Reduktion im Westen aufheben.

                      Wo man dagegen ansetzen müsste ist der Energieverbrauch selbst. Aber das ist ein komplizierteres Problem als einfach nach AKW-Abschaltungen zu schreien
                      "Bright, shiny futures are overrated anyway" - Lee Adama, Scar
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                      Kommentar


                      • #12
                        Mir ist schon klar, dass man nicht sofort aussteigen kann. Das verlange ich auch nicht, aber langfristig sollte man das schon machen und die alte rot-grüne Regierung hat dazu ja auch Beschlüsse gefasst.
                        Sicher, der Ausstieg ist nicht einfach, aber zu allererst sollte man wohl wirklich schauen, wo man Strom sparen kann. So etwas wie Standby-Geräte auszuschalten soll zusammen auch schon einiges bringen (wohl mind. ein AKW) und dann muss man gucken, was man für Möglichkeiten bei den regenerativen Energien hat. Ich denke bei Biogas und Brennstoffzellen kann man noch einiges rausholen. Das erste von den beiden ist wohl, so lange wir Landwirtschaft haben wohl reichlich da.
                        Übrigens gibt es tatsächlich Länder, die so gut wie ohne fossile Energie auskommen. Z.B. Schweden. Über 50 % der dort erzeugten Energie stammt aus Wasserkraftwerken. Zugegeben, der Rest aus Atomkraft, aber in Deutschland haben wir sowieso eine etwas breitere Energieform, was die Energiearten angeht. Ich denke, wenn man auf fossile Energieträger zurückgreifen soll, dann ist man wahrscheinlich noch mit den Erdgas-Kraftwerken am besten bedient. Vielleicht kann man die ja auch später auf Biogas umstellen (bin mir in dem letzten Punkt nicht sicher).
                        Was die globale Eben angeht, bin ich ehrlich gesagt etwas beunruhigt, was andere Länder angeht. Sicher, ich will auch nicht China voll mit Kohlekraftwerken sehen, aber AKWs sind mir da auch nicht so sehr sympathisch, wenn ich daran denke, wie stark man sich dort konzentriert, möglichst nur Profit zu machen und dabei Umwelt-, Arbeits- und Sicherheitsauflagen gern vernachlässigen.
                        Und wenn jetzt jemand meint, dass man ja AKWs aus Deutschland als Entwicklungshilfe in die 3. Welt liefern sollte, dann würde ich sagen, dass man vielleicht lieber in andere Formen investiert. Denn da bieten einige Regionen in der Welt doch hervoragende Bedingungen für Wind-, Wasser- und Sonnekraftwerke. Es gibt für die Sahara z.B. Studien für Riesensonnekollektoren.
                        Ich denke, dass man da schon einiges machen sollte, doch politisch ist das natürlich schwierig, weil die meisten Wüsten in politisch schwierigen Regionen liegen.
                        Klingt im Moment alles noch wie eine Utopie und ich bin auch nicht sehr optimistisch, dass das alles umgesetzt wird, aber im Grunde sollte man eher in die Richtung denken, weil ich einfach nicht verstehen kann, wie man so eine Technologie fördern kann, wenn gar nicht weiß, wie man die Entsorgung erledigen soll. Ich finde es traurig, dass obwohl die SPD im Bund ja beim Atomausstieg bleibt, aber in der Außenpolitik sich nicht besonders gegen die Verbreitung von Atomstrom einsetzt.

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                        • #13
                          Zitat von Geordie Beitrag anzeigen
                          Übrigens gibt es tatsächlich Länder, die so gut wie ohne fossile Energie auskommen. Z.B. Schweden. Über 50 % der dort erzeugten Energie stammt aus Wasserkraftwerken.
                          Was habe ich gesagt? Ein kleines Land, das geographisch dafür geeignet ist. Norwegen auch. In Deutschland geht das nicht. In den meisten anderen Ländern auch nicht.
                          Immer regenerative Energien als die einzige Problemlösung für alle Gegebenheiten vorzuzeigen ist realitätsfremd. Ich weiß du hast da differenziert, aber viele machen das nicht.

                          Und wenn jetzt jemand meint, dass man ja AKWs aus Deutschland als Entwicklungshilfe in die 3. Welt liefern sollte, dann würde ich sagen, dass man vielleicht lieber in andere Formen investiert.
                          Der Bedarf ist mehr in Schwellenländern, mit sehr hohem Wirtschaftswachstum, die auch einen entsprechend hohen Energiebedarf haben.
                          Mit Entwicklungshilfe hat das nicht viel zu tun. Aber wenn die sowieso schon auf Kernenergie setzen, spricht nichts dagegen, dass sich deutsche Firmen daran beteiligen. Aber in Deutschland ist dieser Industriezweig ja am sterben. Natürlich will kaum jemand mehr darauf studieren.

                          Sicher, der Ausstieg ist nicht einfach, aber zu allererst sollte man wohl wirklich schauen, wo man Strom sparen kann. So etwas wie Standby-Geräte auszuschalten soll zusammen auch schon einiges bringen (wohl mind. ein AKW)
                          Ja, man kann vielleicht 10% oder sowas einsparen. Das hilft und wäre vernünftiger als ein Atomausstieg. Aber im Endeffekt braucht man immer noch fossile Brennstoffe
                          "Bright, shiny futures are overrated anyway" - Lee Adama, Scar
                          "
                          Throughout history the nexus between man and machine has spun some of the most dramatic, compelling and entertaining fiction." - The Hybrid, The Passage

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                          • #14
                            "Kohle und Atom, daraus Strom" ist ein Werbeslogan der Energie-/Montanwirtschaft aus den 50er oder 60er Jahren. Genauso wie der Spruch bei "nein" der Leitspruch der Anti-Atombewegung der 80er Jahre war.

                            Mit anderen Worten: ein kleiner Scherz, eine Reminiszenz an die Vergangenheit....
                            Möp!

                            Kommentar


                            • #15
                              Das ist für mich ein zweischneidiges Schwert. Die Atomkraft ist zwar super CO2 neutral aber leider gibt es dort das Problem der Endlagerung. Der Murks müßte ja tausende von Generationen endgelagert werden und das finde ich ein schlechtes Erbe für die nachfolgenden Generationen.
                              Auch sind die Uranvorkommen immens dünn, ich glaube gelesen zu haben, dass es derzeitig schon einen enormen run auf diese Vorkommen gibt, da weltweit immer mehr dieser Kraftwerke gebaut werden. Dann hätte man auch dort wieder das Problem das es eine sehr teure Art der Energiegewinnung ist.

                              Ich plädiere eher für Photovoltaikanlagen im Wendekreisgürtel der Erde. Dort scheint genug Sonne und stören würde man auch niemanden, denn soweit ich weiß, ist die Bövölkerungsdichte dort eher gering.
                              Mit diesem elektrischen Strom könnte man dann an den Küsten Elektrolyse betreiben und den H2 in Pipelines zu den Endverbrauchern schicken.
                              Nachteil dieser Methode ist hingegen, dass man sich wieder von den Kasperköppen da "unten" abhängig macht.

                              Also Atomkraft NEIN.
                              Gruß,

                              vanR

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